Zu guter Letzt: Lidl zeigt mangelnde Treffsicherheit beim Plakataushang

Lidl eröffnet diese Woche eine neue Filiale in Altendorf. Wie üblich wollte der Discounter in den Nachbardörfern mit Plakaten darauf aufmerksam machen. Aber liegt Altendorf nun neben Pfäffikon SZ oder doch bei Pfäffikon ZH?

Grosse Plakate werben derzeit in Pfäffikon ZH für die neue Lidl-Filiale in Altendorf SZ. Der eine oder andere Passant dürfte sich darüber gewundert haben. Weshalb ins 30 Kilometer entfernte Altendorf fahren, wo es doch eine Lidl-Filiale im nahe gelegenen Wetzikon gibt? Die Erklärung liegt auf der Hand: Die Plakate sollten eigentlich in Pfäffikon SZ hangen. Wer für den Fauxpas verantwortlich ist, bleibt unklar. Welches Werbebüro und welche Plakatgesellschaft für den deutschen Discounter tätig sind, will Lidl nämlich nicht bekannt geben. Gegenüber dem Tagesanzeiger hiess es lediglich, dass man mit Schweizer Unternehmen zusammenarbeite. Kann ja mal passieren. Peinlich ist es aber allemal.

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(Bild: Nathalie Guinand, Quelle: Tagesanzeiger.ch)

Futurecom: Die IWC-Boutique digital erlebbar gemacht

Futurecom hat für IWC Schaffhausen ein E-Book kreiert. Dieses macht die unterschiedlichen Themenwelten der Hongkonger Verkaufsboutique digital erlebbar.

Im Onlinekatalog wurden die verschiedenen Uhrenlinien – Aquatimer, Fliegeruhren, Ingenieur, Da Vinci, und Portugieser – emotional inszeniert. Um möglichst viele Details der Flagship Boutique entdeckbar zu machen, wurde sowohl eine Fullscreenversion als auch eine Zoomfunktion eingebaut. Wer möchte, kann sich eine Publikation ausdrucken oder seinen Freunden über die Send-To-A-Friend-Funktion das E-Book weiterempfehlen.

> Zum E-Book

Verantwortlich bei IWC Schaffhausen: Jasmin Beirer (Projektleitung), Letizia Parrotto (Projekt-Management). Verantwortlich bei Futurecom: Marc Maresch (Projekt-Leitung), Christos Margaris (Flash, Animation, Audio), Marcel Berberich (IT).

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Tangram: After-Sales-Karten für Sportgeschäft realisiert

Tangram hat für das St. Galler Laufschuhspezialgeschäft Jäckli und Seitz After-Sales-Karten realisiert. Diese sollen auf neue Serviceleistungen aufmerksam machen.

Kunden von Jäckli und Seitz erhalten die Möglichkeit, mit Ihren Laufschuhen zur Serviceinspektion ins Geschäft zu kommen. Die Klientel wird durch Mailingkarten, die das Thema inszenieren, eingeladen, einen Termin zu vereinbaren.

Verantwortlich bei Jäckli und Seitz: Werner Ledergerber. Verantwortlich bei Tangram: Willy Tanner (Beratung), Ares Arn (Grafik), Armin Hoop (Text).

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Zwei unsichtbare, aber gefährliche Scheren

Der Personalabbau in den Redaktionen geht einher mit einem starken Anstieg von PR-Verantwortlichen bei Unternehmen, Verbänden und Behörden. Eine gefährliche Sache, meint Karl Lüönd, freier Publizist und Buchautor.

Die Krise der Printmedien hat den Blick für Überlebensstrategien geschärft, wenigstens in der Theorie. Man sieht immer deutlicher zwei Fährten auseinanderlaufen: die Gratis-Publizität der schnell gemachten und schnell weggeworfenen Gebrauchsblätter – und die Vertiefung ins Lokale und/oder ins Qualitative. Der Markt bestätigt, dass beides seine Chance hat. Der anhaltende Erfolg von 20 Minuten und die Fortschritte beim Blick am Abend bestätigen die eine, die stabilen Verhältnisse bei vielen B-Titeln in den Regionen, aber auch auffällige Erfolgsgeschichten wie etwa bei der Hamburger Zeit die andere Behauptung.
In der unbequemen Position sind die Blätter, die bisher für alle fast alles sein wollten: die grösseren A-Titel, Tageszeitungen, die sich mit dem gleichen Ausschliesslichkeitsanspruch sowohl für das Universum wie für die nähere Umgebung plus die wichtigsten (d. h. anzeigenträchtigsten) Sachgebiete, von Auto über Mode bis Ferien und das Immobilienwesen, zuständig gefühlt haben. Hier sehen die Sparaktionen, welche die Redaktionen durchzuführen gezwungen sind, schon wie Verzweiflungstaten aus, und sie gehen vor allem auf Kosten der freien Journalisten – nicht weil dort das grösste Problem oder am meisten Sparpotenzial läge, sondern weil dort das Sparen am leichtesten und vor allem am schnellsten geht. Auch in den besten Häusern sind die Honorare bis um zwei Drittel gekürzt worden!
Wie soll das zusammengehen? Auf der einen Seite die Einsicht, dass nur Vertiefung und Individualisierung dauerhaft geeignet sind, das Convenience-Produkt vom Qualitätsblatt abzuheben, anderseits der Kahlschlag ausgerechnet an den Stellen, wo der Blätterwald besonders stark und sturmsicher wäre.

Den vollständigen Kommentar von Karl Lüönd lesen Sie in der aktuellen Werbewoche-Printausgabe.

Sponsorenwahl der Fifa kritisiert – zu ungesund

Zu den Hauptsponsoren der Fussball-WM gehören unter anderen Coca Cola, McDonald’s und Budweiser. Kritik hagelt es deswegen vonseiten verschiedener Gesundheitsorganisationen: Der Fussballverband habe es verpasst, für einen gesunden Lebensstil zu werben.

Kritik kommt beispielsweise vonseiten der internationalen Krebsforschungsorganisation WCRF. Würde die Fifa mit gutem Beispiel vorangehen und verkünden, dass sie künftig keine Sponsoren akzeptiere, die für ungesunde Produkte stehen, könnte das der Gesundheit der Menschheit starken Auftrieb geben, sagte Teresa Nightingale, Geschäftsführerin der Organisation, gegenüber der BBC. Unterstützung erhält sie auch vom Verband der Diaetologen. Fussball erreiche genau die Zielgruppe, die sonst nur schwer für Gesundheitsbotschaften empfänglich sei, so die Verbandsvorsitzende gegenüber Pressetext. Für die WM 2014 in Brasilien dürfte sich indes wenig ändern, denn die Verträge der drei kritisierten Sponsoren reichen noch bis dorthin.

Designpreis 2011: Meta Design viermal nominiert

Meta Design wurde bei der diesjährigen Nominierung für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2011 berücksichtigt: Vier Projekte der Branding-Agentur wurden nominiert.

Nominiert sind die neuen Markenauftritte für Medi, den Anbieter von medizinischen Hilfsmitteln, für den Energieanbieter Entega, für Younicos, den Spezialisten für Solarantriebe sowie für die Ausstellung «Babylon.Mythos und Wahrheit».
Der Designpreis der Bundesrepublik Deutschland ist die höchste offizielle deutsche Auszeichnung für Design. Ausgelobt wird er vom Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und durchgeführt vom Rat für Formgebung. Um die Auszeichnung kann man sich nicht bewerben. Eingeladen zur Teilnahme werden nur Projekte, die bereits national oder international ausgezeichnet wurden. Weitere Voraussetzung ist die Nominierung durch die Wirtschaftsministerien und -senatoren der Länder sowie durch den Rat für Formgebung, der wichtigsten deutschen Designinstitution.

Ruf Lanz: Lovely im Fussballfieber

Zur Fussballweltmeisterschaft in Südafrika gehen die Schweizer Milchproduzenten mit einem neuen TV-Spot in die Werbeoffensive. Hauptdarstellerin in dem von Ruf Lanz realisierten Spot ist einmal mehr Milchkuh Lovely. Dieses Mal stellt sie ihr fussballerisches Können unter Beweis.

Lovely demonstriert leichtfüssig, dass Milch «echt stark» ist. So dribbelt sie mit dem Ball virtuos wie Ronaldinho und flankt anschliessend kraftvoll von der Schweizer Weide rund um den Erdball direkt in die südafrikanische Steppe – genau auf den Kopf eines unter der Sonne dösenden Löwen. Konzipiert wurde der Spot von Ruf Lanz, umgesetzt wurde er von Ruf Lanz in enger Zusammenarbeit mit Markenfilm Schweiz unter der Regie von Tibor Glage und den Postproduction-Spezialisten von UPP.

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Verantwortlich bei den Schweizer Milchproduzenten SMP: Charlotte Hofstetter (Leiterin Marketing), Martin Rüst (Abteilungsleiter Werbung & Media), Olivia Etter (Projektleiterin Werbung Milch). Verantwortlich bei Ruf Lanz: Danielle Lanz, Markus Ruf (CD), Grit Wolany (AD), Andreas Hornung (Text), Dennis Maitzen (Beratung). Produktion: Markenfilm Schweiz. Tibor Glage (Regie), Holger Diener (Kamera), Marko Strihic (Schnitt), Uli Scheper (Produzent). Postproduction: UPP. Sounddesign: Kirschnermusic.

WM-Spezial: Wie die Argentinier den Fussball zelebrieren

Die herannahende Fussball-Weltmeisterschaft ist nicht nur ein Sportereignis, sondern auch ein Werbeevent. In der kommenden Zeit stellen wir Ihnen deshalb als Einstimmung auf das Spektakel im «WM-Spezial» diverse Fussball-Filme und –Ads vor: dieses Mal einen TV-Spot von Young & Rubicam Buenos Aires…

Die Agentur hat für den Argentinischen Sportsender Tyc einen Spot kreiert, der zeigt, wie die Argentinier ihre Fussballhelden feiern und den Sport zelebrieren. Im rund 2-minütigen Film geht es um Kultur und Brauchtum. So wundern sich die Argentinier über verschiedene Gepflogenheiten der Europäer. Diese wiederum fragen sich, weshalb Argentinier Papierfetzen auf ihre Fussballer regnen lassen – und dies selbst bei einer Niederlage…

Weitere Beiträge:
WM-Spezial: Die Holländische Version des Südafrikanischen WM-Fanartikels
WM-Spezial: Globale Nike-Kampagne gestartet

Cannes Predictions: ADC zeigt Löwenanwärter

Der Art Directors Club Schweiz (ADC) präsentiert die Cannes-Predictions-Rolle von Leo Burnett: 50 internationale Spots und Kampagnen, die als Löwenanwärter gehandelt werden.

Der Anlass findet am Dienstag, 15. Juni, 12.15 Uhr im Cabaret Voltaire in Zürich statt. Die Veranstaltung ist gratis. Anmeldungen sind bis am 11. Juni zu richten an: [email protected].

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Ringier: Anzeige gegen ehemaliges Kadermitglied

Ringier hat Anzeige gegen ein ehemaliges Kadermitglied erstattet. Der Mann soll einen hohen sechsstelligen Betrag in die eigene Tasche gewirtschaftet haben.

Edi Estermann, Leiter der Unternehmenskommunikation von Ringier, bestätigte einen entsprechenden Bericht des Tages-Anzeigers vom Samstag. Der ehemalige Mitarbeiter des Bereiches Marketing-Services soll über längere Zeit im Namen von Ringier fiktive Aufträge an eine Marktforschungsfirma vergeben haben. Die bezahlten Honorare verlangte er darauf zurück und steckte sie in die eigene Tasche. Dabei handelt es sich um einen hohen sechsstelligen Betrag, wie Estermann gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte.
Die Unregelmässigkeiten bemerkte die Buchhaltung erst, nachdem der Mitarbeiter das Unternehmen bereits verlassen hatte. Dieser kündigte im November 2009, seinen Arbeitsplatz räumte er im Februar 2010. Anfang Mai erstattete Ringier Anzeige bei der Zürcher Staatsanwaltschaft. Gemäss Estermann handelt es sich um einen «groben Fall». So etwas sei bei Ringier noch nie vorgekommen. Über den Zeitraum der Honorarzahlungen machte Estermann unter Hinweis auf das laufende Verfahren keine Angaben.

Ungewöhnlich viele Live-Übertragungen auf SF info

Gemäss Konzession ist SF info ein Wiederholungskanal. Tatsächlich werden jedoch zahlreiche Live-Shows gesendet. Das Schweizer Fernsehen erhält damit beinah einen dritten Sender.

Ratsdebatten aus dem Bundesparlament, Pressekonferenz zur Fussball-Nationalmannschaft, Übertragungen vom Swiss Economic Forum, nächste Woche die Tour de Swiss: Auf SF info sind nicht nur Wiederholungen der «Tagesschau» oder von «10 vor 10» zu sehen. Gemäss Konzessionsbestimmung darf SF info «ausnahmsweise» Erstausstrahlungen zeigen, wenn es um «Ereignisse nationaler Bedeutung» geht. Ob die Beerdigung von Michael Jackson oder Fussballspiele ohne Schweizer Beteiligung auch dazugehören, ist jedoch fraglich. So lautet auch die Kritik von Dominik Kaiser, Chef des Privatsenders 3+. «Teure Sportsendungen auf SF info zu zeigen und damit das Programm weiter auszubauen, halte ich für den falschen Weg», wie er gegenüber der NZZ am Sonntag sagte. Sinnvoller wäre es, diese auf SF1 oder zwei zu zeigen und vor dem Hintergrund einer möglichen Gebührenerhöhung das Budget wieder ins Lot zu bringen.
SF-Sprecher David Affentranger wehrt sich gegen die Vorwürfe. Es gebe keine Strategie, SF info zu einem Vollprogramm auszubauen. Es sei korrekt, dass es zurzeit eine gewisse Häufung von Live-Ausstrahlungen auf SF info gebe. Dies werde sich nach der Fussball-WM wieder ändern, so Affentranger. Die Live-Übertragungen seien mit dem Bundesamt für Kommunikation abgesprochen. Finanziell ergebe sich für das Schweizer Fernsehen praktisch kein Mehraufwand.

Zu guter Letzt: Die Griechen im Paulaner Garten

Für einmal sind es keine indischen Geschäftstouristen, die in der Paulaner Werbung für den Brüller sorgen. Auch keine Japaner. Neustes «Opfer» des Münchner Brauhauses sind die Griechen. Die Schuldenkrise lässt grüssen.

Die Handlung ist schnell erzählt: Ein Deutscher sitzt mit drei Besuchern aus Griechenland am Tisch. Als er die Rechnung übernehmen will, winken die Griechen ab: «Ihr habt schon genug bezahlt», so der eine. «Das machen wir Griechen», pflichtet ihm ein anderer bei. Nun ja, wirklich witzig ist der Spot nicht. Wohl eher etwas primitiv, die Schuldenkrise derart zu vereinfachen. Im Paulaner Biergarten ist vom Missmut jedenfalls nichts zu spüren. Die bestellte Runde Bier kommt, es wird geprostet und alle sind glücklich. «Samma wieder flüssig!»

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