SFLB: Patrick C. Frey schreibt Hausarzt-Roman

Immer mehr Leute gehen direkt zum Spezialarzt, anstatt vorher den Hausarzt zu konsultieren. Spillmann/Felser/Leo Burnett hat nun ein Konzept ins Leben gerufen, das die Stärken des Hausarztes wieder unter die Leute bringt: mittels Arztroman.

Für den ersten Hausarzt-Roman konnte der Autor und Kolumnist Patrick C. Frey gewonnen werden. Aus seiner Feder stammt die dramatische Geschichte aus dem Leben des Zürcher Hausarztes Dr. Bolliger. Der Roman wird von den führenden Hausärzten der Stadt Zürich empfohlen. Erhältlich ist das Werk ab sofort in der Praxis Ihres Hausarztes der Stadt Zürich oder auf Hausarzt.ch.
Am 4. Oktober^findet im Restaurant Falcone eine Lesung mit Patrick C. Frey und seinen Schauspieler-Kollegen Sabina Schneebeli und Bernhard Bettermann statt.
Verantwortlich beim VHZ: Andres Schneider, Kaspar von Blarer, Pietro Somaini und Thomas Walser. Verantwortlich bei Spillmann/Felser/Leo Burnett: Patrick Suter, Martin Spillmann (CD), Natasha La Marca (AD), Marius Becker (Grafik), Sabine Bechtel (Art Buying), Pam Hügli, Charlotte Gut, Fabian Schiltknecht (Beratung). Autor: Patrick C. Frey.
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Mamé Gamamy schreibt neu für Etextera

Die Textagentur Etextera hat eine neue Redaktorin an Bord geholt: Mamé Gamamy. Die ausgewiesene Journalistin und Werbetexterin mit einem Bachelor of Journalism hat unter anderem für Kunden wie BMW, Philipp Morris sowie die Bavaria Filmtour gearbeitet.

Die Journalistin und Werbetexterin mit einem Flair für Jazz- und Modern Dance besitzt einen Fachabschluss an der Concordia University in Montreal.
Etextera ist eine der grössten Schweizer Textagenturen mit Sitz in Schmitten FR. Das Unternehmen mit über 20 Redaktorinnen und Werbetexterinnen hat es sich zum Ziel gesetzt, qualitativ hochstehende Texte zu erschwinglichen Preisen anzubieten. Auf Wunsch übernimmt etextera ganze Projekte: Konzeption, Grafik, Übersetzung, Korrektorat oder Produktion inklusive.

Aufgespiesst: Opel-Popel

Das Problem mit Testimonials ist: Sie müssen zur Marke passen. Am besten gut, zur Not irgendwie. Das Problem mit Opel ist: Es ist ein verstaubtes Auto, so wie Mercedes ein Bauernauto ist.

Opels werden von Opas mit Hut gefahren, mit einer Klopapierrolle auf der Hutablage. «Opel-Popel» hiess früher unser Slogan zum Image. Allenfalls diejenigen, die nur mit Mamis Opel Corsa zur Party kommen konnten, fanden Opel cool. Irgendwann beugten aber auch die sich dem Gruppendruck, liessen das Fahrzeug mit dem Blitz kurz vor dem Zielort stehen und liefen die letzten Meter zu Fuss. Muss ja nicht jeder sehen. Traumatisiert von dieser Jugenderfahrung, verpassten die dann tragischerweise die einzig wirklich coole Opel-Welle: den Opel Manta, mit Fuchsschwanz an der Antenne, Blondine auf dem Beifahrersitz und Rostflecken an der Fahrertür. Letztere vom Achselschweiss.
Nun will das Opa-mit-Hut-Auto zum Trendfahrzeug werden. Und das ausgerechnet mit der diesjährigen Gewinnerin des trendigsten aller Wettbewerbe, dem Eurovision Song Contest. «Lenas Frische passt perfekt zu unseren Autos», hofft ein Opel-Sprecher. Schön wärs. Ihre Frische passt eben nicht zu Opel. Das Einzige, was an Lena Meyer-Landrut zu Opel passt, ist ihr steifer Familienname. Ihre Fahrprüfung schaffte die 19-Jährige erst im zweiten Anlauf. Das ist vielleicht sympathisch und auf jeden Fall besser als Mister Schweiz Jan Bühlmann, der als Testimonial für Hauptsponsor Seat noch nicht einmal einen Fahrausweis besitzt – aber trotzdem eine geballte Linke in den flauen
Magen der Markenbildner. So lächelt die Markenbotschafterin süss, aber ein bisschen hilflos aus einem himmelblauen Opel, als wolle sie im nächsten Moment fragen: «Und wo ist jetzt das Lenkrad?»
Von Staub und Spaghetti
«Opel ist noch nicht die hippe, jugendliche Marke Nummer eins», erkennt die Markenbotschafterin glasklar. «Aber man kann sie dazu machen.» Dafür schleppt sie auf einem anderen Sujet ein Opel-Logo hinter sich her, als hätte sie es vom Schrottplatz geklaut. Wenn das mal gut geht! Opel hat es schon zweimal versucht: In den 1980er-Jahren räkelte sich Steffi Graf auf der Corsa-Haube, in den 1990ern Schwimmerin Franziska von Almsick auf einem Sportwagenmodell. Franzi und Steffi waren noch halbwegs glaubwürdig – einer Tennisspielerin, die ihren Schläger als Spaghettisieb verwendet, traut man auch einen Opel Corsa zu.
Ein besseres Händchen hatte Opel Schweiz: Die haben sich den frisch gebackenen Schwingerkönig Kilian Wenger als bäuerlichen Markenhelden geschnappt. Wenger passt viel besser zu Staub, Hut und Klorolle als Meyer-Landrut, auch wenn er Muni Arnold wieder nach Hause geschickt hat. Mit Wenger changiert das Opel-Image sogar schon ein bisschen Richtung Bauern- premiumklasse Mercedes, allein wegen der Muskeln. Obendrein gibt der Schwingerkönig ohne Schamgefühl zu, in seiner Familie werde seit jeher Opel gefahren. Sag ich doch.
Für Opel ist dieser Werbeträger ein Glücksgriff, allerdings nicht im Dienste eines neuen Images. Wenn Wenger den «Premiumfahrersitz mit AGR-Gütesiegel» lobt, «der auf langen Strecken Rücken und Wirbelsäule entlastet», kommt Übelkeit auf. Kilian, bist du es? Liebe Opels, gebt uns doch einfach den Manta zurück. Die Botschaft wäre klar, ihr hättet nicht auf offener Strecke einen Platten, und wir könnten wieder Groupies sein.
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Selbstkannibalisierung und Qualitätszerfall

Das Jahrbuch «Qualität der Medien» zeigt die Schweiz im Spiegel der Medienforschung. Gastkommentar von Stephan Russ-Mohl, Leiter des Europäischen Journalismus-Observatoriums an der Universität Lugano.

Mitten im Sommerloch ereignete sich das Wunder, aber auch dieser Umstand hat ihm nicht zu dem Medienecho verholfen, das es verdient gehabt hätte: Eine Forschergruppe um den Zürcher Mediensoziologen Kurt Imhof hat zum ersten Mal für die Schweiz ein Jahrbuch «Qualität der Medien» vorgelegt. Auf 373 Seiten ist akribisch dokumentiert, wie sich Journalismus und Medien entwickeln.
Den Autoren zufolge sind die Aussichten trübe: Das Internet absorbiert zunehmend die Aufmerksamkeit der jungen Leute – zu Lasten der traditionellen Medien, also der Presse, des Radios und des Fernsehens. Online und offline hat sich eine «Gratiskultur etabliert, die die crossmediale Mehrfachverwertung medialer Inhalte vorantreibt und im Pressesektor einer Selbstkannibalisierung der Bezahlmedien gleichkommt». Inhaltlich betrachtet, seien die Softnews, der Allround-Journalismus und die qualitätsschwachen Medien im Vormarsch. Ausgerechnet «im Zeitalter der Globalisierung schwindet die Weltbeobachtung», das Nationale und vor allem das Regionale würden aufgewertet, «lebensweltliche, beratende und unterhaltende Aspekte» träten in den Vordergrund.
Gewiss, das haben wir auch vorher schon geahnt. Aber jetzt ist es mit Daten und Fakten bestätigt: Die Schweiz ist nicht mehr die «Insel der Seeligen». Vieles liest sich, als würden die Forscher den Niedergang der Medien in den USA beschreiben – und nicht hier bei uns vor der eigenen Haustür.
Die Forschergruppe will den «Qualitätszerfall» der Informationsmedien transparent machen und dazu beitragen, dass der «Wettbewerb um Anzeigen wieder in einen publizistischen Qualitätswettbewerb mündet». Vor allem aber möchte sie endlich eine Plattform für eine «empirisch unterlegte Qualitätsdebatte» schaffen. Das ist ein wichtiger erster Schritt. Wir müssen kontinuierlich erfassen, wie sich die Medien verändern, welche Hypes sie erzeugen und welche Schäden und welchen Nutzen sie stiften. Ohne solch eine jährliche Zustandsbeschreibung, die sich am Vorbild des amerikanischen «Project for Excellence in Journalism» orientiert, stochern Journalisten und Medienmanager bei der Selbstbeobachtung im Nebel.
Vorbildlich ist, dass das Forscherteam seine Arbeit bislang aus einer Vielzahl zivilgesellschaftlicher Quellen finanziert. Unter den Spendern, die Imhof eingangs im Buch hervorhebt, finden sich indes keine Medienunternehmen – was erkennen lässt, wie wenig man in der Branche daran interessiert ist, sich ernsthaft mit den eigenen Qualitätsproblemen auseinanderzusetzen.
Jetzt gälte es, für den gesamten deutschsprachigen Raum solch eine unabhängige Analyse zu erarbeiten. Hellhörig macht, dass Imhof zufolge für solch ein lebenswichtiges Projekt die üblichen Fonds universitärer Forschungsförderung nicht anzapfbar sind. Es wäre an der Zeit, dass sich diese Förderinstitutionen (SNF in der Schweiz, DFG in Deutschland, FwF in Österreich,), aber auch die wissenschaftlichen Akademien oder die Max-Planck-Gesellschaft um das Thema kümmern.
Erschreckend im Blick auf den Zustand der Öffentlichkeit ist im Übrigen auch, wie selbst auf «seriösen» Websites, zum Beispiel Nzz.ch, in den Leserkommentaren die Studie diskutiert wurde: Da ging es kaum um Befunde, sondern es wurde eher darüber politisiert und polemisiert, wo und wie Imhof im politischen Spektrum einzuordnen sei. Die Absicht ist durchsichtig: Verschubladisiert man ihn nur hinreichend weit links, braucht man sich mit den Erkenntnissen der Forscher ja nicht mehr auseinanderzusetzen. Auch das erinnert mehr an die polarisierende amerikanische Talk-(Un)Kultur als an den herrschaftsfreien Diskurs unter räsonnierenden (Bildungs-)Bürgern, wie ihn sich Habermas dereinst gewünscht hat und wie er in der von Konkordanz geprägten Schweiz lange Zeit zumindest ansatzweise gelang.
Auch die Qualität dieser Debatte zeigt: Es ist bereits fünf nach zwölf. Letztlich geht es bei der Zukunft des Journalismus auch um die Zukunft unserer Demokratie und Gesellschaft.
Die Studie ist im Internet abrufbar: http://jahrbuch.foeg.uzh.ch/Seiten/default.aspx

Caterina Meier-Pfister neu bei Driven

Das Atelier für Gestaltung Driven Graphics wird zu Driven – Communications and Design. Caterina Meier-Pfister verstärkt neu das Gestaltungsteam von Driven und erweitert dessen Angebot um die Kommunikationsberatung.

Nach sieben Jahren als Driven Graphics, haben sich die beiden Geschäftsführerinnen Denise Grandjean und Vanessa Savarè entschieden, ihr Angebot um die Kommunikationsberatung zu erweitern. Die Agentur soll so bestehende und zukünftige Kunden bei ihren Kommunikationsanliegen noch umfassender unterstützen könne. Das Design Team von Driven wird ausserdem neu mit Caterina Meier-Pfister verstärkt.
Caterina Meier-Pfister ist seit zehn Jahren in der Kommunikationsbranche. Die Juristin und Mediatorin war langjährige Kommunikationsleiterin der Max Havelaar-Stiftung. Seit 2008 arbeitet sie als Kommunikationsberaterin, zuerst bei Waldburger Consulting und später bei Business Campaigning Switzerland. Weitere beruflichen Erfahrungen sammelte sie bei IBM, Schweiz Tourismus und Ernst & Young.
Das neue Beratungsangebot umfasst je nach Bedarf Workshops, Analysen sowie externe und interne Kommunikationskonzepte bis zu deren Umsetzung. Die Lösungsansätze integrieren nebst visueller Gestaltung wirkungsvolle Kommunikationsinstrumente aus der ganzen Breite der Palette.

Der frontale Angriff erfolgt über den Acker

Aldi ist mit 1,2 Milliarden bereits der fünftgrösste Detailhändler der Schweiz. Mit Werbung von Hesskisssulzersutter.

Jedes dritte Produkt in den Regalen von Aldi Suisse ist ein Schweizer Produkt. «Hätten Sie das gewusst?», fragt die Agentur Hesskisssulzersutter. «Eben!» – Und genau aus diesem Grunde präsentieren die Werber jetzt bereits zum dritten Mal eine «Swissness-Kampagne». Mit klaren Bildaussagen als Impressionen von einheimischen Produktionsstätten wird den Konsumentinnen und Konsumenten aufgezeigt, dass sie bei Aldi von einem breiten Sortiment an natürlichen und qualitativ hervorragenden Schweizer Produkten profitieren können. Für die breit angelegte Kampagne hat CD Oliver Schneider und sein Team den Fotografen Claude Stahel quer durch Helvetien geschickt, um neun typische Produzenten bei ihrer täglichen Arbeit zu porträtieren. Die Kampagne ist schweizweit auf Plakaten und in den wichtigen Tages- und Sonntagszeitungen zu sehen. Begleitet wird sie von einer grossen Verteilaktion von Schweizer Äpfeln an allen grossen Bahnhöfen.
Mit einer solchen Kampagne gelingt es Aldi, die etablierten Detailhändler frontal anzugreifen. Eine notwendige Strategie, denn: «Frische, Swissness und Nachhaltigkeit werden den beiden Grossverteilern zugestanden», heisst es noch in einer Branchenstudie «Detailhandel Schweiz». Doch sowohl Aldi wie Lidl lassen nicht locker, dies zu ändern. Zu wichtig ist den Neuen der Sympathiefaktor bei der Eroberung des Schweizer Marktes. Aldi und Lidl seien vor allem als «Billiganbieter» bekannt, bestätigt eine Online-Befragung des Marktforschungsinstituts GfK. Für Frische stehen in dieser Reihenfolge Migros, Coop und Volg. Aldi trauen dies bisher nur 9 Prozent zu, Lidl kommt auf 8 Prozent. Bereits korrigieren konnten die neuen Discounter aber ihr Image als «Preisdrücker». «Aldi und Lidl kaufen bei unseren Produzenten nicht unbedingt billiger ein», erklärt man beim Verband der Schweizer Gemüseproduzenten. Dazu verzichten Aldi und Lidl bei Aktionen aber häufig auf die Marge, um damit das Gemüse billiger anbieten zu können.
Andreas Panzeri
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Macht Euch auf die Socken!

Ende Monat läuft die Anmeldefrist für das Europa-Zertifikat ab. Wer sich jetzt sputet, sichert sein nationales und internationales Standing. Deadline: 30. September.

Dominic Hersperger ist ein junger Marketing-Crack mit Prinzipien: «In der Marketingfachleute-Ausbildung», sagt der gebürtige Zürcher, «war es mein Ziel, nie zu fehlen. Denn nur so behält man den Anschluss.» Ein waschechter Praktiker ist der 26-Jährige obendrein: «Der Austausch mit Dozenten und Mitstudierenden war mir immer wichtiger, als nur endlos Theorie zu büffeln.» Der Lohn für Prinzipientreue, Praxisbezogenheit und gesunden Sinn für ein Leben neben der Arbeit: Im Juni konnte der Aussendienst-Profi im Berner Kursaal seinen eidg. Fachausweis als Marketingfachmann übernehmen. Hersperger schloss mit der Gesamtnote 5,0 ab; im Fach Präsentations- und Kommunikationstechniken legte er sogar eine 5,5 hin. Und noch etwas war und ist klar für die Nachwuchskraft, die noch rund 40 Berufsjahre vor sich hat: «Heute ist es wichtig, sich international präsentieren zu können. Logisch also, dass ich gleich nach der Diplomfeier mein Europa-Zertifikat bestellt habe.»
Grosser Nutzen – international wie national
Zwar denkt Hersperger noch nicht konkret an Arbeitseinsätze im Ausland. «Sag nie nie», ist seine Devise. Auf jeden Fall sei klar, dass man den in der Schweiz durchaus geschätzten eidg. Fachausweis im Ausland niemals so klar einordnen und interpretieren könne. «Mit dem Europa-Zertifikat kann man sich international natürlich viel besser präsentieren; was wohl für alle Marketingfachleute einem Meilenstein gleich kommt.» Kommt dazu, dass das Europa-Zertifikat auch in der Schweiz gute Dienste leisten kann.
Wenn etwa ein Deutscher oder ein US-Amerikaner an den Schaltstellen der Human Ressources sitzt, ist es durchaus möglich, dass diese Person nicht allzu vertraut ist mit hiesigen Abschlüssen, sondern sich viel mehr nach internationalen Massstäben richtet. Auch hier signalisiert das Europa-Zertifikat, dass man es mit einer ausgewiesenen Fachkraft zu tun hat.
Hersperger jedenfalls hat gut daran getan, in Sachen internationales Zertifikat als Euro-Turbo zu agieren. Ginge es nach ihm, hätte alles sogar noch ein Quäntchen schneller gehen können: «Ich finde, man hätte uns schon einiges früher auf diese Chance hinweisen können; in unserer Klasse erfuhren wir erst in der Endphase der Ausbildung, dass es die Möglichkeit eines Europa-Zertifikats gibt.»
Früher Vogel fängt den Europa-Wurm
Hersperger war gut beraten, gleich nach der Diplomfeier aktiv zu werden in Sachen Europa-Zertifikat. Tatsächlich muss man zu den «early birds» gehören, um an das begehrte Papier zu kommen. Denn anfängliche Regelungen, die Absolventen noch auf Jahre zurück ein Anrecht auf das Europa-Zertifikat gaben, sind rund ein Jahr nach der Schweizer Anerkennung aufgehoben. Kurz zur Vorgeschichte: Im Herbst 2009 konnte Swiss Marketing nach rund zweijähriger Vorarbeit erreichen, dass die relevanten Abschlüsse aus der Organisation – Marketingfachleute, Marketingleiter, Verkaufsfachleute und Verkaufsleiter – über die European Marketing Confederation (EMC) erstmals europaweit anerkannt wurden. Mittels eines Zertifikats, das Schweizerinnen und Schweizern ein Standing gibt, das in ganz Europa verstanden wird. Nach einer Einführungsphase von einem Jahr haben nun aber die Bedingungen zur Erlangung des Europa-Zertifikats geändert. Swiss-Marketing-Präsident Uwe Tännler erklärt, warum in dieser Sache die Devise «früher Vogel fängt den Wurm» ganz wesentlich ist: «Tatsächlich konnten wir für die ersten zwölf Monate eine Ausnahmeregelung erreichen, die sogar über das ursprüngliche Angebot der EMC hinausging. Während dieser Ausnahmefrist galt, dass erfolgreiche Absolventen der vier Ausbildungsgänge ihr Europa-Zertifikat auf fünf Jahre zurück beantragen konnten.» Eine Regelung, die also für all jene galt, die ihren Fachausweis oder ihr Diplom in den Jahren 2004 bis 2009 erhielten.
Aktion bis Ende September ergreifen
Diese Ausnahmeregelung aber ist nun abgelaufen. Neu gilt, dass das Europa-Zertifikat innerhalb von fünf Monaten ab Ausstellungsdatum des Fachausweises oder Diploms bestellt werden muss. Ganz konkret wirkt sich dieser Wechsel für die 604 Marketingfachleute aus, die im Juni im Kursaal Bern ihren eidg. Fachausweis entgegen nehmen konnten. Um an den begehrten Europa-kompatiblen Titel eines «Junior Marketing Manager» (siehe auch Box) zu kommen, müssen sie ihr Europa-Zertifikat bis allerspätestens 30. September bestellen. «Besser aber noch», sagt Swiss-Marketing-Präsident Uwe Tännler, «macht man es unverzüglich, right now.» Wer erst am 1. oder am 6. Oktober kommt, kann nicht auf die Gnade für späte Kläuse hoffen. Genau aus diesem Grund ergeht von Swiss Marketing dieser Tage ein Schreiben, das die Bezugsberechtigten noch einmal auf die neuen Bedingungen hinweist, ein «last call» quasi, bevor die Theke für den Jahrgang 2010 endgültig schliesst. Natürlich wäre es auch Tännler lieber gewesen, wenn die Ausnahmeregelung länger hätte andauern können. Aber man habe sich in dieser Hinsicht fürs Erste den Vorschriften aus Brüssel beugen müssen. Der Präsident von Swiss Marketing baut auf Antizipationsgabe, Karriere-Intelligenz und Entschlussfähigkeit der diesjährigen Absolventen: «Es ist durchaus zumutbar, dass man sich innerhalb von fünf Monaten für das Europa-Zertifikat entscheiden kann.» Was nicht geändert hat, sind die vielen guten Gründe, die für dieses Papier sprechen, damals wie heute. «Europa rückt immer näher, die Schweiz als ein international vernetztes Binnenland muss alles Interesse daran haben, dass unsere Diplome europaweit anerkannt werden.»
So sieht es auch Dominic Hersperger. In allernächster Zeit sollte der Praktiker, der während der Ausbildung zum Marketingfachmann zu hundert Prozent weiter gearbeitet hat, sein Europa-Zertifikat erhalten. Auch wenn er das Papier noch nicht hat, seine Meinung ist gefasst: «Für Leute, die Marketing wirklich leben, ist das Europa-Zertifikat ein guter Deal. Und zusammen mit der Swiss-Marketing-Mitgliedschaft öffnen sich weitere spannende Möglichkeiten und Nutzungsfelder.» Gut 600 Europa-Zertifikate, sagt Swiss-Marketing-Präsident Uwe Tännler, seien seit Lancierung im letzten Herbst für Schweizer Absolventen bestellt und ausgestellt worden. Eine starke Zahl. Noch schöner, wenn nun viele frischgebackene Marketingfachleute daran denken, wie stolz sie ein solches Zertifikat machen kann. Wirklich besser ist dann nur noch etwas: wenn sie nicht nur daran denken, sondern gleich eines bestellen. Denn auch wenn man sich hierzulande dann und wann an ein Extra-Züglein gewohnt ist: Der Europa-Schnellzug legt nach Ende September keinen Extra-Stopp mehr ein für die Schweiz.

Der Weg zum Junior Marketing Manager
Wie man es sich holt und was es bringt: Alle Details zum Europa-Zertifikat für Marketingfachleute
Für wen ist das Europa-Zertifikat geeignet?
Für Schweizer Marketing- und Verkaufsfachleute mit eidg. Fachausweis, für dipl. Marketingmanager HF, für dipl. Verkaufs- und Marketingleiter.
Was bringt mir das Europa-Zertifikat?
Eine erstmalige Vergleichbarkeit im europäischen Rahmen. Und damit mehr Job-Chancen im In- und Ausland.
Warum eilts jetzt für Marketingfachleute?
Weil die fünfmonatige Frist zur Bestellung Ende September 2010 endet.
Mit welchem Titel rangieren Schweizer Marketingfachleute auf der Tabelle des European Qualification Framework (EQF)?
Als Junior Marketing Manager.
Was bedeuten diese EQF-Levels überhaupt?
Damit werden Bildungsabschlüsse in einem europäischen Raster einem internationalen Wert zugeordnet.
Wie lange ist das Europa-Zertifikat gültig?
Unbefristet.
Was kostet das Europa-Zertifikat?
Für Marketingfachleute mit eidg. FA sowie Verkaufsfachleute mit eidg. FA: 240 Franken. Für dipl. Marketingmanager HF: 350 Franken. Für dipl. Verkaufsleiter: 480 Franken. Für dipl. Marketingleiter: 560 Franken.
Ist das eine Art Mitgliedergebühr, die jährlich anfällt?
Nein. Es ist eine einmalige Gebühr für eine unbeschränkte Gültigkeitsdauer des Europa-Zertifikats.
Wie kriege ich eines?
Das Europa-Zertifikat lässt sich ausschliesslich online bestellen. Adresse: www.marketingplus.ch. Zu bezahlen entweder per Kreditkarte oder per Rechnung (Zuschlag von 20 Franken).
Muss ich Mitglied sein von Swiss Marketing, um an ein Europa-Zertifikat zu kommen?
Bezügerinnen und Bezüger müssen entweder Mitglied von Swiss Marketing oder eines anderen Berufsverbandes sein, der zu den Trägerorganisationen der entsprechenden Prüfung gehört. Also: Gesellschaft für Marketing GfM, Verkauf Schweiz, Schweizer Werbung, Schweizer Direktmarketingverband SDV oder KV Schweiz.
Ich bin aber nirgends Mitglied.
Sie können eine Mitgliedschaft auch gleichzeitig mit Ihrer Bestellung des Europa-Zertifikats beantragen.
Wie lange dauert es ab Zahlungseingang, bis ich mein Europa-Zertifikat erhalte? Vier bis sechs Wochen.
Und wenn ich jetzt noch mehr Fragen habe? Dann rufen Sie an. Während der Bürozeiten, auf das Sekretariat von Swiss Marketing in Olten, Telefon 062 207 07 70.

Das gesunde Fernsehen für Kinder

Mit «Schnitz & Schwatz» realisieren Video One und Katakult von Aarau aus eine wöchentliche Jugendserie für das Schweizer Regionalfernsehen.

Der Produzent und Regisseur hat selber Kinder. Die Konzepter lernten bei einem anderen Job eine Ernährungsberaterin kennen. Da kam eines Tages unweigerlich die Idee auf den Teller: Statt täglich mit anzusehen, wie sich die Jugend vor dem Fernseher mit Junkfood abspeisen lässt, könnte man ja selber einmal das Rezept für eine schmackhafte Serie entwickeln. Mit dieser soll der Heisshunger heutiger Kids nach geiler TV-Unterhaltung mit gesunder Hausmannskost gestillt werden. Auf den Herd gestellt wurde das Konzept vor rund einem Jahr bei Katakult in Aarau. In dieser «Fabrik für Projektkultur» wirken Michel Erismann, zur Zeit noch Programmleiter bei Tele M1, zusammen mit dem Schriftsteller Andreas Neeser, der auch das Aargauer Literaturhaus «Müllerhaus» in Lenzburg leitet.
Ab September ist es nun soweit: «Schnitz & Schwatz» serviert wöchentlich auf den Regionalsendern Tele M1, Tele 1, Tele Top und Tele Ostschweiz Tipps, Unterhaltung und spannende Infos rund um die Themen Ernährung und Bewegung. Das Neue an diesem Menü: «Die im kleinen Dorf draussen aufgenommene Show der Lokalsender soll im Standard der Sendung eines öffentlich-rechtlichen Fernsehens daherkommen», ist der Anspruch von Regisseur Tello Frutiger. Dieser ist mit seiner Video One für die Produktion und das ganze Styling verantwortlich. Das Resultat lässt sich tatsächlich sehen, wie ein Blick auf die Website www.schnitzundschwatz.ch zeigt. Dort findet man nicht nur ein Archiv mit allen bisherigen Folgen. Mit dem Ziel einer Community bietet das Portal auch Hintergrundinformationen für Lehrkräfte und Eltern, die im TV gekochten Rezepte können ausgedruckt werden und die an den Drehs beteiligten Kids stellen ihre Making-of-Fotos ins Netz.
Bis jetzt geplant für die 12-teilige Staffel sind Themen wie Eier, Kartoffeln, Rüebli oder Most. Die erste Folge dreht sich um Tomaten. Je fünf Kinder aus der fünften Primarschulklasse von Hirschthal (AG) und Uznach (SG) besuchten eine Tomatenplantage, wo wöchentlich 40 Tonnen Paradiesäpfel geerntet werden. Die Schulkinder durften mithelfen beim Pflücken, Fragen stellen und dann in einem Quiz ihr frisch erworbenes Wissen im Wettbewerb messen. Wer verloren hat, kann den Punkterückstand im folgenden Sporteinsatz wieder ausgleichen. Später wird mit den Tomaten eine leckere Pizza gebacken. Lea Guidon von Optiweight, ganzheitliche Ernährungsberatung, gibt als Redaktorin und Moderatorin der Sendung die richtigen Tipps. Nach dem Essen folgt die Preisverleihung. Die Sieger-Klasse gewinnt ein Trampolin inklusive Workshop zur Einführung der neuen Bouncolin-Technik. Der Hersteller dieses medizinisch empfohlenen Soft-Trampolins ist ein Sponsor der Sendung. Ebenso wie die Cleven-Becker-Stiftung von Boris Becker, von der es für die unterlegene Klasse eine «Fit 4 future»-Spielbox gibt.
Rund ein Jahr lang brauchten die Macher, um neben solchen Sponsoren auch Suisse Balance sowie die Gesundheitsförderungen von bisher neun Kantonen für «Schnitz & Schmatz» begeistern zu können. Inzwischen wird das Projekt auch vom Schweizerischen Bauernverband, Obstverband und den Milchproduzenten unterstützt sowie von SV Foundation, Ernst Göhner Stiftung, Cookuk, Wisa Gloria und Migros-Kulturprozent. Das Edutainment-Format soll im nächsten Jahr mit einer weiteren Staffel und bei Interesse auch weiteren TV-Stationen seine Fortsetzung finden.
Andreas Panzeri
Katakult
Die «Fabrik für Projektkultur» in Aarau entwickelt massgeschneiderte Konzepte für kulturelle Veranstaltungen, Konzepte für TV-Formate, literarische Veranstaltungen sowie Werbeauftritte und Kampagnen für Firmen und Institutionen. Partner Michel Erismann gründete bereits in den 80er-Jahren das «erste Schweizer Ideenbüro» und leitete die PR-Abteilung von Keystone. Später war er Programmleiter von Radio Argovia und ist aktuell noch Programmleiter von Tele M1. Partner Andreas Neeser ist mehrfach ausgezeichneter Schriftsteller, baute das Literaturhaus in Lenzburg auf und hat eben ein Berlin-Stipendium der Zuger Kulturstiftung Landis & Gyr gewonnen.
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Gegen das Normale

Rod hat für Manor eine Kampagne für das Label Yes or No gestaltet.

Die Kampagne soll «jungen Menschen Mut machen, sich für einen eigenen Lebensstil zu entscheiden», schreibt ein Fan auf Facebook. Und hat die Idee perfekt verstanden. Im Auftrag von Manor hat die junge Rod Kommunikation den Job bekommen, eine Kampagne für das hauseigene Fashion-Label Yes or No zu entwickeln. Entstanden ist ein Massnahmenpaket unter dem Motto «Against normal», das sich aus zahlreichen Aktivitäten von Printsujets bis hin zu Social-Media-Anwendungen zusammensetzt. Modischer Mut und Individualität sollen hier gefeiert werden. Wer rechtzeitig der neu lancierten Facebook-Seite beigetreten ist, gehört in Sachen Mode definitiv dazu und nimmt am grossen Wettbewerb teil. pan
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Spinas|Gemperle stärkt den WWF Schweiz

Mit der aktuellen Kampagne «Ich würde ja sofort etwas für den Planeten tun. Aber ich bin halt nur eine Kampagne.» stärkt der WWF Schweiz weiter seine Position als Orientierungsstifter in Sachen nachhaltigem Konsum. Auf den von Spinas|Gemperle entwickelten Plakaten und Inseraten ruft die Umweltorganisation dazu auf, im Alltag auf den Schutz der Meere, der Wälder und des Klimas zu achten.

Unterstützt wird die klassische Kommunikation durch eine Gewinnspiel-Aktion, die insbesondere am POS der Partner Coop, Pfister und ZKB durchgeführt wird. Hier werden die Teilnehmer aufgefordert, ihr Konsumverhalten zu verändern und ein «Versprechen für den Planeten» abzugeben. Um den Schweizerinnen und Schweizern das nachhaltige Leben so einfach wie möglich zu machen, hat der WWF zudem Smartphone-Applikationen entwickeln lassen. Diese geben Tipps zu empfehlenswerten Fischprodukten, saisonalen Produkten und nachhaltigen Restaurants. Um sicherzustellen, dass diese auch genutzt werden, werden die Applikationen durch Print-Inserate, Facebook-Ads, Google-Ads und in den Iphone-Applikationen verschiedener Zeitungen beworben.
Verantwortlich beim WWF: Gian-Reto Raselli (Marketingleitung), Léonie Van de Vijfeijken (Projektleitung). Verantwortlich bei Spinas|Gemperle: Lorenz Spinas (CD), Tom Malecha (Konzept /Text), Miriam Fischer (Konzept/AD), Alexander Moltzen (Grafik), Tullio Tomasini (Beratung). Smartphone-Applikationen: Getunik.
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Top der Woche: SonntagsZeitung setzt auf investigativen Journalismus

Die SonntagsZeitung verstärkt ihre Ressourcen im Bereich des investigativen Journalismus und schafft ein neues Recherche-Desk.

Die Leitung übernimmt Martin Stoll. Der 47-Jährige ist seit 1995 für die SonntagsZeitung tätig und seit Juni 2008 stellvertretender Leiter des Nachrichtenressorts. Seine bisherige Funktion wird Stoll zusätzlich zu seiner neuen Aufgabe weiterhin ausüben, wie Tamedia diese Woche mitteilte. Er ist Absolvent der Schweizer Journalistenschule MAZ und wurde 2009 für seine Recherchen im «Fall Nef» mit dem Zürcher Journalistenpreis ausgezeichnet. Ab 1. Oktober 2010 leitet Oliver Zihlmann das Nachrichtenressort der SonntagsZeitung. Er übernimmt die Nachfolge von Simon Bärtschi, der zum stellvertretenden Chefredaktor ernannt wurde. Der 38-jährige Zihlmann arbeitete Ende der Neunzigerjahre bereits für verschiedene Ressorts der Sonntagspublikation und schrieb fünf Jahre als ständiger Mitarbeiter aus Berlin, bevor der promovierte Historiker und Mathematiker 2007 zum Fokus-Bund zurückkehrte. Das Ressort Wirtschaft wird mit zwei zusätzlichen Redaktoren, Guido Schätti und Nicole Kircher, verstärkt.

Geistvolles von BSSM

Für das breite Sortiment von Haecky Drink & Wine in Reinach kreiert die BSSM Werbeagentur jeden Monat eine neue Anzeige für das NZZ Folio. Um den Viellesern des Monatsmagazins zu entsprechen, erzählen die Inserate Geschichten von, mit oder über die Produkte.

Die Anzeigenserie für Haecky Drink & Wine soll zeigen, wie mit einem kleineren Budget eine kontinuierliche Präsenz und damit eine starke Werbewirkung erreicht werden kann. Die Anzeigen entstehen unter Aufsicht der Eidgenössischen Alkohol-Verwaltung und benötigen deren Freigabe.
Verantwortlich bei Haecky Drink & Wine, Reinach: Mike Boehler (Gesamtverantwortung). Verantwortlich bei BSSM Werbeagentur, Basel: Urs Schneider (CD), Daniel Bard (AD), Hannes Müller (Text), Markus Binggeli (Beratung). Fotos: Archiv.
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