Das Hörerlebnis sichtbar machen

Wundermans Wunderwelten für Phonak.

Der Schweizer Hörgeräte-Hersteller Phonak konnte sich in seiner über 60-jährigen Geschichte zum weltweit führenden Anbieter von herausragenden Lösungen für Menschen mit Hörverlust entwickeln. Ein Versprechen, das mit der jüngsten Plattform des Unternehmens erneut unterstrichen wird: Die Generation «Phonak Spice» besteht aus einem noch leistungsfähigeren Mikro-Chip, einem optimierten und noch kleineren Gehäuse-Design, einer neuen Anpassungs-Software und einer Vielzahl neuer Produktefamilien. Als weltweite Lead-Agentur für Dialogmarketing wurde Wunderman Schweiz unter Einbezug weiterer Spezialisten der Y&R-Gruppe bereits sehr früh in das für Phonak zentrale Projekt involviert. Die Resultate des partnerschaftlich geführten Agentur-/Auftraggeber-Projektteams reichen vom Naming über die Strategie bis zu einer Kampagne mit Skulpturen von Amy Goodheart. Diese wollen das besondere Hörerlebnis sichtbar machen. pan

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Zur Sache: Zum neuen Jahr

Die Weihnachtsfestivitäten sind vorbei, die guten Vorsätze gefasst und schon wieder vergessen: Der Alltag hat uns wieder. Auch bei der Werbewoche gibt es einige Änderungen zu vermelden.  

Unsere Website wurde sanft (gegenüber dem Leser) und radikal (gegenüber unseren Journalisten) renoviert. Artikel können jetzt mit einem Klick auf Facebook oder Twitter weiterempfohlen werden, die Suchfunktion wurde stark verbessert und unter anderem kann man jetzt auch mittels Tags nach verwandten Themen suchen. Die Eingabe von Events und Kampagnen wurde vereinfacht und ein neues Newsletter-Tool ermöglicht uns ein rationelleres Arbeiten. Das lässt unserer Online-Redaktion mehr Zeit, um Sie täglich mit relevanten Branchen-News zu versorgen.

In der gedruckten Ausgabe gibt es eigentlich nur eine Neuerung: Theophil Butz, einst Starwerber, heute Inspirator, Olivenölvermarkter und ab jetzt auch noch Motzer. Theophil Butz wird in jeder Nummer eine Kampagne, die ihm aufgefallen ist, kommentieren. Seine persönliche Meinung zu aktueller Werbung soll polarisieren, zur Diskussion und zum Schmunzeln anregen, aber auch amüsieren. Die Kolumne finden Sie ab heute auf der Meinungsseite unter dem Titel «der Motz von Butz».

Wir stecken mitten in den Vorbereitungen zur grossen Egon-Verleihung. Am 3. Februar um 18 Uhr startet die Veranstaltung im Zürcher Lake Side. Dann lüftet sich das Geheimnis um den Werber oder die Werberin des Jahres 2011 und auch, welche Kampagne zur Kampagne des Jahres 2010 gewählt wurde. Moderiert wird der Event dieses Jahr von Claudio Zuccolini. Anmelden können Sie sich ab sofort mit einem Mail an [email protected]. Auf unserer Website finden Sie einen entsprechenden Link zur Anmeldung.

Für die Verlagsbranche beginnt das neue Jahr jeweils mit der Dreikönigstagung, die dieses Jahr am 11. Januar stattfand. Wie gehabt trafen sich die Branchenexponenten im WTC in Zürich-Oerlikon. Man begrüsste sich, wünschte sich gegenseitig ein gutes neues Jahr (das darf man gemäss Knigge am 11. Januar noch), betrieb Networking, das ¬heisst, man moserte über die Abwesenden und schmeichelte den Anwesenden, lauschte den Referaten, wartete in einer Riesenschlange auf das Mittagessen, betrieb weiteres Networking, lauschte weiteren Referaten und ging dann zum gesponserten Aperitif über. The same procedure as every year, nur die Referenten wechseln. Was würde passieren, wenn man den Anlass ein bisschen spannender und mit ein wenig mehr Kontradiktion machen würde? Roger de Weck meinte, dass man auf eine hypothetische Frage nie eine richtige Antwort kriegt. Recht hat er.

Pierre C. Meier, Chefredaktor
[email protected]

KSB: Wahnwitziges für das Magazin Finger

KSB Krieg Schlupp Bürge wirbt zusammen mit Pascal Möhlmann für die Zeitschrift Finger. Dies mit drei aussergewöhnlichen Bildern, die der in Zürich lebende Künstler im Auftrag der Agentur gemalt hat.

Die «Lieblinglinge unserer Lieblinge» – unter diesem Motto interviewt die Zeitschrift Finger seit sieben Ausgaben Künstler aus allen möglichen Sparten. Gefragt werden diese zum Beispiel danach, welche Musik sie beim Sex hören, in der Badewanne oder wenn sie gerade mal wieder nackt durch ein Kornfeld rennen.
 
Die drei Bilder von Pascal Möhlmann visualisieren nun wahnwitzig die Antworten aus den vergangenen Ausgaben des Magazins: Jesse Hughes von The Eagles Of Death Metal rennt nackt durch ein Maisfeld mit Elton John auf seiner Schulter, der ihm «Tiny Dancer» ins Ohr singt. Zu sehen ist auch, wie Beth Ditto von Gossip beim Liebesspiel von Ozzy Osbourne (mit «Changes») begleitet wird. Und schliesslich Nick Cave, der gemäss eigener Angabe am liebsten mit den vier Kraftwerkern in die Badewanne steigt.
 
Die aktuelle und siebte Ausgabe von Finger ist in Shops und über www.fingermag.com erhältlich.
 
 
Verantwortlich bei KSB:Charles Blunier (AD), Yves Kellenberger (Grafik), Beat Egger (Text), Pascal Möhlmann (Bilder). Verantwortlich bei Finger: Adrian Hoenicke. Litho: Detail.
 
 

 
 

Aufgespiesst: Das gute Geschäft mit der Schuld

Werbewoche-Redaktorin Anne-Friederike Heinrich über Wintimacy, die Suche nach menschlicher Wärme in den Wintermonaten.

Gott sei Dank ist Weihnachten vorüber! Denn das Fest der Liebe kann Ihre Gesundheit gefährden. Besonders viel Krach gibt es, wenn die heiligen Tage das Wochenende unnötig verlängern, was 2010 glücklicherweise nicht der Fall war. Die Stapo Zürich musste über die Weihnachtsfeiertage zwar ausrücken, weil Ochs und Esel sich wieder einmal die Schädel einzuschlagen drohten, das aber nur sechsmal. Heiliger Bimbam!

Nicht nur wegen der unerwünschten Nähe zur Familie kann der Haussegen schiefhängen, sondern vor allem, wenn nicht die richtigen Geschenke unter dem Baum liegen. Deshalb liess sich der Versandhändler Forzieri eine ganz besonders weihnachtliche Werbeaktion einfallen: Zwei Tage vor dem Fest machte der Markenversand per E-Mail auf seine Weihnachtsaktion «Geben Sie uns die Schuld!» aufmerksam: Wer nicht oder zu spät daran gedacht hatte, dass es auch am Ende dieses Jahres wieder Weihnachten wird, konnte bis zum 29. Dezember, 17 Uhr Herzensgaben für die Liebsten ordern. Mit einem beigelegten Kärtchen bat Forzieri den Empfänger dann um Verzeihung für die – huch! – verspätete Lieferung. Ganz so, als hätte nicht der Schenkende geschlampt, sondern der Versand. Und natürlich die Post. «Einfach beim Bestellvorgang ‹Geben Sie uns die Schuld!› anklicken», fertig ist die Ausrede. Eine gleichsam pfiffige wie trostlose Idee, entlarvt sie doch die weit verbreitete Sinn- und Herzlosigkeit der alljährlichen Geschenkeschlacht. In welchem Mass das Geschäft mit der Schuld den Umsatz des Unternehmens anzukurbeln vermochte, war bis Redaktionsschluss nicht in Erfahrung zu bringen. Ebensowenig, wie ein Schuldiger für diese Informationslücke auszumachen war.

Nicht beschenkt zu werden ist schlimm. Besser dran ist, wer irgendein Gerümpel überreicht bekommt, das er partout nicht gebrauchen kann. Denn das kann er einfach wieder verkaufen. Und wer damit beschäftigt ist, seine Geschenke zu versteigern, hat auch keine Zeit für Streit. Apropos: Brauchen Sie noch ein paar violette Socken? Auf Ricardo.ch werden jedes Jahr nach Weihnachten mehr Krawatten und Modellflieger, Videospiele und Golduhren vertickt als während des gesamten Rests des Jahres. Süsser die Kassen nie klingen!

Immerhin: Beim Shopping, egal ob beim pünktlichen oder beim verspäteten, kommen religiöse Gefühle auf. Das konnte der dänische Markenberater Martin Lindstrom kürzlich belegen – mit einer Studie, die aufwändig gewesen sein soll und vermutlich kostspielig war. Beim Einkaufen wird die gleiche Hirnregion stimuliert wie beim Beten. Jesus ¬Maria! Womit wir wieder bei Weihnachten wären. Die alljährliche Weihnachtskonsumschlacht ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Denn nicht jeder, der Heiligabend noch vor Pfarrers Segen einpennt, lässt auch im Kaufhauswunderland mal ein wenig Er¬müdung zu.

Wem 2010 weder beten noch kaufen halfen, um sein Herzblatt zufriedenzustellen, sollte es 2011 mal mit Online-Partnersuche probieren. Bei den Internet-Liebesvermittlern wird seit Silvester kontaktiert und gedated, dass die Maus brennt. Elitepartner.ch erwartet im Januar 100 Prozent mehr Neuanmeldungen als in durchschnittlichen Monaten. ¬Mutter Gottes! Wenn Sie zur Weihnachtszeit dann ein Schätzchen haben sollten, vergessen Sie aber bloss die Weihnachtsgeschenke nicht. Sonst hilft nur noch beten.
 

Best of Swiss Web: Eingabefrist verlängert

Die Eingabefrist für den Best of Swiss Web Award 2011 wurde um eine Woche verlängert. Webprojekte können noch bis zum 21. Januar angemeldet werden.

Zur Teilnahme am Best of Swiss Web Award berechtigt sind Produzenten sowie Auftraggeber von Web- und Mobile-Projekten, die 2010 online gegangen oder in diesem Zeitraum produziert worden sind. Die besten Wettbewerbseingaben werden am Donnerstag, 31. März 2011 im Kongresshaus Zürich an der Best of Swiss Web Award Night gekürt.
 
WeitereInfos und Anmeldung: www.bestofswissweb.ch/anmeldung.
 

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Weihnachten läutet der Pöstler mehr als zweimal

Wer schreibt, dem wird geschrieben. Auf der Werbewoche sind viele kreative Karten mit guten Wünschen für das Jahr 2011 eingetroffen. Wir freuten uns über so viele gute Ideen und möchten diese Freude mit unseren Leserinnen und Lesern teilen können.

Ein Schumacher trägt die am meisten abgetragenen Schuhe – sagt der Volksmund. Und dass viele Werbeagenturen kaum Eigenwerbung machen, mag zwar ein sichtbares Zeichen ihrer beruhigend vollen Auftragsbücher sein. Ein gutes Zeichen auch für andere Branchen ist es trotzdem nicht. Kurz vor dem Jahreswechsel allerdings scheint man sich gute Vorsätze für eine diesbezügliche Besserung zu machen. Auffallend viele wunderbar kreative Neujahrskarten hat die Redaktion der Werbewoche in der Post gefunden. Wir können hier nicht alle abbilden und bitten bereits um Nachsehen, falls sich jemand kreativ nicht wahrgenommen fühlt. Bedanken möchten wir uns bei allen. Spezielle Erwähnung finden sollen aber das «Notebook» von der Agentur WVC – ein Schreibblock, der wie ein Laptop gestylt ist. Warm werden uns die selbst gestrickten Socken der Werbeanstalt geben. Bei Wirz freuten wir uns über eine Karte, die uns als bezahlter Beihefter im Strassenmagazin Surprise überraschte. Ein Sachbuch über Osterhasen schenkte uns JWT+H+F. Auf einem goldenen Stick fand sich ein Anleitungsfilm zum «selber werben» mit Ruf Lanz, weil die Leute dieser Agentur ihre verdienten Ferien geniessen wollten. Gearbeitet über die Festtage wird hingegen bei Spillmann Felser Leo Burnett, wie die Karte mit den drei Babys zeigte, die alle im letzten September auf die Welt gekommen sind. pan

> Zu den Weihnachtskarten (PDF)

 

Eine neue Plattform vereint globales Können

Aus der Schweiz heraus will eine neue Plattform die Welt erobern. Janzz ist eine Kreation der Werbeagentur Advertising, Art & Ideas und bietet als Stellenplattform Zugriff auf «alles Können dieser Welt».

Es spricht sich aus wie die von einem populären Dialekt gefärbte Phonetik für das englische Wort «Chance». Und neue Chancen für möglichst viele will die Plattform auch anbieten. Mit Janzz steht Unternehmen und Privatpersonen «erstmals ein einfaches und komfortables Instrument zur Verfügung, das sämtliche Fähigkeiten, alles Können und Wissen der Welt, kommerziell nutzbar macht».

Etwas misstrauisch reagiert, wer mit diesen Worten zur Präsentation einer neuen Plattform geladen wird. «Alles Können dieser Welt» ist mehr als ein grosses Wort, wenn man rechnet, dass sich das Wissen der Menschheit allein zwischen 1900 und 2000 verzehnfacht hat und sich ab dem Jahre 2050 dank dem dannzumal noch weiter entwickelten Internet sogar täglich verdoppeln wird. Nicht unser Wissen, sondern das berufliche Können ist es allerdings, welches Janzz über diese neue Plattform für Unternehmen und Privatpersonen zusammenführen will. Und da ist eine Werbung tatsächlich raffiniert, welche dieses Janzz mit solchen nur auf den ersten Blick falsch verstandenen Versprechungen zu kommunizieren weiss.

Revolutionäre Stellenplattform
Die Idee für die neue Plattform ist bei Stefan Winzenried bei Advertising, Art & Ideas erstmals aufgekommen. Seither hat der Chief Marketing Officer und auch Chief Executive Officer von Janzz das Projekt zusammen mit namhaften Investoren und viel kreativem Power aus dieser Agentur für Business Communication – mit Büros in Zürich und New York – entwickelt. Advertising, Art & Ideas macht gleichzeitig auch die Werbung für Janzz. Alles in allem haben bis jetzt 10 Leute 18 Monate lang am Projekt gearbeitet. Mitte Jahr soll das Unternehmen Janzz auf 30 Mitarbeitende zählen können. Um was geht es?

Das kollektive Wissen, die unterschiedlichsten Talente, die individuellen Fähigkeiten von 7 Milliarden Menschen sind unerschöpflich. «Mit Janzz entsteht erstmals eine universelle Onlineplattform, die diese Fähigkeiten weltweit erfasst, konzentriert und nutzbar macht», heisst es im Geschäftsmodell. Janzz ist als eine Web-3.0-Plattform konzipiert und seit Ende Dezember 2010 aufgeschaltet. Die Idee funktioniert nach dem Prinzip des High-Quality-Matching. Dabei wird die höchstmögliche Qualität der Übereinstimmung von Kriterien angestrebt.

«Konkret ist Janzz eine Onlineplattform, die Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen schnell, bedienungsfreundlich, komfortabel, in Echtzeit und äusserst kostengünstig miteinander verbindet», heisst es in der ausführlichen Programmanleitung. «Die Ausgangskriterien werden dabei durch einen völlig neuartigen Prozess auf wenige Parameter reduziert, die einen maximalen Output sicherstellen», konnte Anton Hünermann, Founding Partner und Verantwortlicher für den Aufbau der Plattform, an der Präsentation verraten. Mit Janzz besteht somit «erstmals eine Plattform, welche in der Lage ist, die Schnittmengen mehrerer Ebenen zu ordnen und zu verknüpfen.» Ganz alltäglich einsehbar ist das bei einer Stellensuche. Wie eine erste Demonstration zeigte, werden bei einem Beruf somit nicht nur die Tätigkeit, sondern auch Spezialisierung und Funktion auf intelligente Weise miteinander in Verbindung gebracht und abgeglichen. Ein ausgebildeter Gärtner findet so die entsprechende Nachfrage nach seinen Fähigkeiten zum Beispiel nicht nur für die Arbeit im Stadtpark sondern – je nach angebotenem Können – auch als Hauswart. Im Extremfall könnte man über Janzz auch einen Yogalehrer finden, der mit seinem Hintergrund als Werber auch noch das Marketing für die neu gegründete Yogaschule übernehmen könnte. Oder der Banker mit einem abgebrochenen Soziologiestudium könnte endlich seinen Traumjob im Controlling eines international tätigen Hilfswerks finden. Von der Schweiz aus in die ganze Welt soll sich nämlich Janzz entwickeln.

Vielversprechende Kooperationen
Für einen soliden Start im Mutterland kann Janzz bereits auf Kunden wie Credit Suisse und Rieter verweisen. «Solche Unternehmen werden einen Sogeffekt bewirken», ist Winzenried überzeugt. Eine Kooperation gibt es auch mit Radio Energy und dem crossmedialen TV Joiz – das aber nur zufällig einen ähnlich klingenden Namen hat.

Aktuell sind auch viele Freelancer vor allem aus kreativen Berufen auf Janzz zu finden. Mit einer bereits angelaufenen Aktion in der Welt der KMU soll der Fächer aber bald breiter werden. Eine wichtige Zukunft wird auch sein, dass verschiedene Firmen über Janzz ihr spezialisiertes Fachwissen miteinander austauschen können. Andreas Panzeri

Janzz ist von Stefan Winzenried bei der Zürcher Agentur Advertising, Art & Ideas entwickelt worden. Die Plattform kann auf eine nicht namentlich bekannte, aber als sehr solid geschilderte Investorengruppe zählen. Im VR wirkt auch die frühere Berner Regierungsrätin Elisabeth Zölch mit. Erste Kunden von Janzz sind Credit Suisse und Rieter. Die Plattform bietet ihre Dieste in verschieden abgestuften Abos für Unternehmen und Private an.

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Neues Logo und neue Baseline

Das Rebranding von Antalis wird mit dem Claim «Just ask Antalis» und einem Film von Wim Wenders kommuniziert.

WW: Was ist beim Rebranding von Antalis anders geworden?
Yvonne Fertig: Der Claim «mehr als Papier» als Ergänzung zum Logo wird durch «Just ask Antalis» ersetzt. Dadurch wollen wir zeigen: Unsere Kunden können jederzeit Antalis fragen – wir finden eine Lösung. Dazu ist eine Website www.just-ask-antalis.ch lanciert.

Dazu gibt es auch eine neue Positionierung. Welche Strategie steckt hinter dem Projekt Race 2012?
Ganz klar ein erhöhter Kundenfokus. Durch optimierte Prozesse und einheitlichere Strukturen wird der Kunde in den Mittelpunkt gestellt. Wir wollen uns den Kundenbedürfnissen besser anpassen und den Kunden in seiner Problemlösung unterstützen. Race 2012 ist ein internationales Projekt, welches von Antalis in allen Niederlassungen durchgeführt wird. Ebenso werden Wachstumsmärkte wie Industrial Packaging oder Visual Communication gefördert.

Welche konkreten Werbemassnahmen sind in der Schweiz geplant?
Es gibt für das neue CI einen «soft switch». Jegliche Kommunikationsmittel ab Januar/Februar 2011 werden gemäss dem neuen CI produziert. Dies betrifft alle Preislisten, Inserate wie auch die LKW-Beschriftung. Es wird angepasst, was neu gemacht wird oder gemacht werden muss. Es gibt kein «Rebranding» auf einen «big bang».

Welche Agentur hat das Rebranding gestaltet?
Für das Rebranding verantwortlich ist Bambuck.com, die Agentur vom Antalis-Headquarter in Paris.

Zum Konzept gehört auch ein Film von Starregisseur Wim Wenders. Wird der auch in der Schweiz gezeigt?
Momentan ist der Spot auf www.antalis.ch zu sehen. Der Film wird aber auch an internen Meetings, am Empfang von Antalis Schweiz sowie an Messen und Ausstellungen gezeigt werden. Der Film ist das «Flaggschiff-Element» der Kampagne und zeigt in nur 90 Sekunden auf sehr lebendige Art das ganze Spektrum von Antalis auf. pan

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Yvonne Fertig, Marketingleiterin für Antalis in der Schweiz.

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SF: Roman Kilchsperger übernimmt den «Donnschtig-Jass»

Monika Fasnacht gibt die Moderation der Sommersendung «Donnschtig-Jass» ab. Die Sendung wird ab Sommer 2011 von Roman Kilchsperger moderiert.   

Den «Donnschtig-Jass» gibt es seit 1984. Nach Jürg Randegger, Werner von Aesch und Urs Kliby war Monika Fasnacht 14 Jahre lang das Aushängeschild der Sommersendung. Nun löst sie ihr Kollege Roman Kilchsperger, der für SF auch die Quiz-Show «Traders» moderiert, in dieser Funktion ab. Monika Fasnacht präsentiere aber weiterhin den «Samschtig-Jass», wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

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(Bild: SF)
 
 

Presserat: Beschwerde gegen Le Matin und Vigousse teilweise gutgeheissen

Der Schweizer Presserat hat die Beschwerde eines Mannes gegen Le Matin und das Satiremagazin Vigousse teilweise gutgeheissen. Die Medien hätten bei ihrer Berichterstattung klar angeben müssen, aus welchen offiziellen Quellen die Vorwürfe gegen den Mann stammten.

Die beiden Westschweizer Publikationen hatten 2010 im Vorfeld eines Prozesses im Wallis gegen einen mutmasslichen Millionenbetrüger über den Fall berichtet. Le Matin habe in einem ersten Artikel ausdrücklich auf den polizeilichen Ermittlungsbericht hingewiesen, teilte der Presserat am Donnerstag mit. Weil aus dem Bericht klar hervorgegangen sei, aus welcher Quelle die Vorwürfe stammten, sei eine Anhörung des Angeschuldigten nicht zwingend notwendig gewesen.
 
Dies sei jedoch bei einem zweiten Bericht von Le Matin nicht der Fall gewesen, kritisiert der Presserat hingegen. Darin wurden Vorwürfe erhoben, die nicht Gegenstand des Strafverfahrens waren. So etwa kolportierte die Zeitung ein Gerücht, welches den Angeklagten in die Nähe von Scientology rückte. Laut Presserat hätte dies nicht ungeprüft veröffentlicht werden dürfen.
 
Auch das Satiremagazin Vigousse wurde vom Presserat kritisiert. Es hatte laut Presserat nicht klar angegeben, auf welche offiziellen Quellen es die gegenüber dem Angeschuldigten erhobenen massiven strafrechtlichen Vorwürfe stützte.
 

Der Schweizreisende

Das Reisemagazin Transhelvetica ist eine Pausenlektüre. Denn man muss schon ein paar Minuten Zeit haben, um sich das Heft zu Gemüte zu führen. Genau das war die Idee von Jon Bollmann. Im vergangenen Oktober hat der gelernte Jurist Transhelvetica lanciert.

Mit einem GA fängt alles an. Der gebürtige Zürcher Jon Bollmann (38) absolviert sein Studium in Fribourg. Wenn der Vorlesungsstoff ihn nicht zu fesseln vermag, besteigt er den Zug oder das Postauto nach Irgendwo, über die Fahrtrichtung entscheidet eine Münze. So erkundet Bollmann die Schweiz, allem voran das Welschland, am Wochenende auch das Tessin. «Ich habe das GA exzessiv genutzt. So bin ich an spannende und faszinierende Orte geraten, an die ich sonst nie gereist wäre», sagt er. «Oft wurde ich dafür mit besonderen Entdeckungen belohnt, die in keinem Reiseführer stehen.»

Auf diese Entdeckungen folgt die Erkenntnis, dass die Schweiz ein lohnendes Reiseland ist, besonders für Schweizer. Während seiner Touren fallen Bollmann immer wieder Reisemagazine in die Hand, die von der SBB oder Tourismusverbänden herausgegeben werden: «Ich war immer ein bisschen enttäuscht nach der Lektüre dieser Hefte. Die Lifestyle-Magazine sind schön gemacht, jedoch ohne Inhalt, die Reisemagazine enthalten PR-gefärbte Informationen und können nicht immer gestalterisch überzeugen.» So wächst in dem jungen Schweizreisenden der Wunsch, selbst ein Magazin zu erschaffen, das Lust auf Erkundungsreisen im Heimatland weckt. Und sie befriedigt.

In dubio pro motio

Eigentlich ist Bollmann Jurist. Darauf hätte man auch von selbst kommen können, denn er debattiert gern und verwendet lateinische Begriffe, nicht nur als Titel und für Rubriken seines Reisemagazins, sondern auch im Gespräch über «Helvetica» und ihre Reize. Ansonsten aber scheint Bollmann eher ambitiös als prätentiös zu sein.

Bollmann wird 1972 in Zürich als Sohn eines Juristen geboren. Die ganze Familie diskutiert mit, wenn der Vater daheim von seinen Streitfällen erzählt. «Die Fälle waren mitten aus dem Leben gegriffen», berichtet Bollmann. «Mein Vater musste herausbekommen, wo das Problem liegt, und eine Lösung dafür finden. Dafür gab es viele Auslegungsspielräume. Jus hat sehr viel mit Kommunikation und Rhetorik zu tun, das hat mich fasziniert und liegt mir.» Also studiert Bollmann Jura. Damit setzt sich Justitia endgültig gegen Bocuse durch – zuvor hatte Bollmann lange den Wunsch gehegt, Koch zu werden. Um ein wenig von Zürich wegzukommen und sein Französisch aufzupolieren, startet Bollmann sein Jurastudium in Fribourg. Zwischendurch lebt er für ein Jahr in Siena. Er entdeckt die italienische Stadt und zeigt seinen Gästen verschwiegene Winkel und geheime Ecken. «Etwas zu entdecken, Spezielles aufzuspüren und an andere weiterzugeben, hat mir immer schon grossen Spass gemacht», betont Bollmann. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis aus der früh erwachten Leidenschaft etwas Eigenständiges wurde: Transhelvetica, das Schweizer Magazin für Reisekultur.

Im Jahr 2000, nach fünf Jahren Jurastudium und dem Examen, braucht Bollmann Abwechslung. Um den paragrafengefüllten Kopf zu durchlüften, steigt er bei der Eventfirma x-act ein. «Das war sehr spannend», sagt der Tausendsassa, «doch es hat mich trotzdem gereizt, die ganze Juristerei noch in der Praxis zu erleben.» Denn Bollmann ist nicht nur ein leidenschaftlicher Reisender, Entdecker und Kommunikator, er ist auch ein Vollblutjurist. Sein beruflicher Weg des Gesetzes beginnt 2001 als Auditor am Zürcher Bezirksgericht, führt weiter in eine Anwaltskanzlei und endet schliesslich beim Legal Counsel der FIFA. Dort arbeitet Bollmann von 2004 bis 2006 als Inhouse-Jurist, zuständig für Reglemente. «Ich habe in dieser Zeit viel mit der PR- und Kommunikationsabteilung der FIFA zusammengearbeitet», erzählt er. «Eigentlich war meine Idee, auf diesem Weg wieder in den Bereich Events oder in die Kommunikation zu wechseln. Das war dann aber nicht möglich.»

Bollmann kehrt der FIFA den Rücken und konzentriert sich voll auf seine Ausbildung zum «Executive Master of Science in Communications Management» in Lugano, die er berufsbegleitend begonnen hatte. Anschliessend geht er zum Kinderhilfswerk Unicef, wo er ein zweijähriges Mandat für eine grosse Spendenkampagne übernimmt. «Die Kampagne habe ich fast zwei Jahre lang vorbereitet», erzählt Bollmann. «Sie lief dann innert einer Woche an 27 Orten in der ganzen Schweiz. Als das vorbei war, hatte ich das Gefühl: Wenn man so etwas auf die Beine stellt, kann man alles andere auch.» Die Zeit ist also reif, und der lang gehegte Traum wird wahr: 2009 gründet Bollmann die Passaport AG, treffenderweise mit Sitz in einem stillgelegten Bahnhofsgebäude, im alten Bahnhof Letten in Zürich. Ein Jahr lang arbeitet er am Konzept für sein Reisemagazin, im Oktober 2010 erscheint schliesslich die erste Ausgabe von Transhelvetica. «Ich war vorher schon mehrfach kurz davor, meine Idee umzusetzen», berichtet Bollmann. «Aber ich habe mich nicht so recht getraut, weil ich nicht aus der Medienbranche komme. Doch nun war der richtige Moment da.» Damit bleibt Bollmann seinem Vorsatz treu: Alles einmal ausprobiert zu haben. «Denn am Ende des Lebens,» sagt er, «bereut man nicht das, was schiefgegangen ist, sondern das, was man nicht versucht hat.»

Entdeckung des Alltags

Reise- und Tourismusmagazine gibt es dutzendfach. Transhelvetica aber will anders sein, ein Schweizer Reisemagazin für Schweizer. Denn viele Schweizer kennen sich vor der eigenen Haustür am wenigsten aus. Indien, Venezuela, Kuba, Australien, Myanmar, Bali, alles schon gesehen. Aber Puschlav, Waadtland und Urnäsch? Ömm. Klar, meint Bollmann: «Als Kind wird man genötigt, mit dem Götti oder der Grosi nach Stein am Rhein zu gehen, auf den Ballenberg, an den Rheinfall, auf die Rigi und nach Interlaken. Und dann hat man irgendwann ein Trauma von all den Schweizer Reisen.» Dennoch: Wer tausende Kilometer von daheim – zum Beispiel in Schweden – von zufälligen Reisebekanntschaften auf die Schönheit seiner Heimat angesprochen wird und nicht mitreden kann, sollte wenigstens vor der nächsten Fernreise Transhelvetica lesen. «In der Schweiz gibt es atemberaubende Museen, visionäre Handwerker, grossartige Landschaften und himmlische Käffer», begeistert sich Bollmann. «Dafür muss man nicht nach London, Berlin oder New York reisen – und das meine ich durchaus auch ein wenig grünliberal. Die Schweiz bietet nicht nur grüne Wiesen und Kühe mit Glocken, sondern auch Eiswüsten wie in Alaska, Wasserfälle wie in Burma und Steppen wie in Afrika. Man kann Froschschenkel essen oder Murmeltiere. Und nicht nur der blaue Himmel auf der Werbebroschüre von Schweiz Tourismus ist entdeckenswert, auch die tiefen Wolken und der Nebel haben ihren Reiz.» All diese Facetten, vor allem die unerwarteten, tauchen in Transhelvetica auf. Um bei Schweizer Lesern die Neugier auf ihr Heimatland zu
reanimieren. Dass ihm einmal die Themen ausgehen könnten, glaubt Bollmann nicht. Schon bei den beiden ersten Ausgaben von Transhelvetica musste er aus Platzmangel einige Artikel streichen.

Mit allen Sinnen schauen

Bollmann will unbekannte Wege beschreiten, Fragen aufwerfen und die Antworten darauf von seinen Lesern entdecken lassen. Auch bei Details. «Wir bringen keine Wanderkolumnen mit Karten und genauen Wegbeschreibungen», erklärt er. «Die Reisehinweise in Transhelvetica sind in Geschichten eingeflochten. Wir schildern nicht, wie etwas ist, sondern finden heraus, warum es so ist. Zum Beispiel, warum in der Schweiz eine Strassenlaterne eine Strassenlaterne ist und kein fein geschwungenes Kandelaber wie in Paris. Es gibt für alles einen Grund. Wir zeigen, welchen.» Deshalb findet der Leser in Transhelvetica nicht die klassischen Reisethemen, sondern viel Stoff für eigene Entdeckungstouren. Bollmann: «Wir richten uns in erster Linie an Schweizer. Mit diesem Fokus kann bereits jeder Arbeitsweg eine kleine Reise sein. Wir sollten unsere Augen öffnen, denn auf der Strasse gibt es viel zu entdecken, Street Art, Werbung – oder achten Sie beim Spazierengehen doch einmal bei allen Häusern auf den zweiten Stock, setzen Sie sich einmal in den Bus und fahren einen Tag lang die ganze Stadt ab.»

Auch bei Kleininseraten geht Transhelvetica einen reizvollen, eigenen Weg. Unter der Rubrik «Avantgarde» gestaltet für jede Ausgabe ein anderer Schweizer Künstler eine Seite mit acht Inseraten. Auf der Nebenseite wird der Künstler in einem kleinen Interview vorgestellt. Aus den kunstvollen Inseraten lässt Bollmann zudem für jeden der acht Inserenten 500 Postkarten produzieren, die diese für ihre Eigenwerbung einsetzen können. «In den kommenden Ausgaben des Magazins möchte ich Kunst und Kultur noch mehr Raum geben», sagt Bollmann. «Bei Kulturschaffenden geht es um die ständige Neuerfindung ihrer selbst. Das ist sehr anregend.»

Neugier als Vorsatz

Bollmann ist Gründer und Geschäftsführer von Transhelvetica, ausserdem Herausgeber, Produzent, Projektmanager, Chefredaktor und Redaktor. Und natürlich ist er der Hausjurist. Denn auch wenn Bollmann auf Medien umgesattelt hat – Verträge studiert er immer noch ganz genau. «Am meisten Spass macht mir die gesamte Organisation des Projekts», sagt er. «Diverse Ansprechpartner und Akteure koordinieren, neue Partnerschaften aufbauen, den Vertrieb optimieren, Inserenten gewinnen, Abonnenten begeistern – das Unternehmerische an Transhelvetica finde ich besonders spannend.» Und weil er doch nicht alles ganz alleine kann, hat sich Bollmann noch eine Marketingfrau, eine Kommunikationsstrategin und einen Mann für die Finanzen ins Boot geholt, der ausserdem Fotograf ist. Die Reportagen und Artikel in den ersten beiden Ausgaben wurden überwiegend von freien Journalisten verfasst, aber auch Kabarettist und Schriftsteller Franz Hohler hat Artikel beigesteuert. Ab Februar wird zudem eine fest angestellte Journalistin das Transhelvetica-Team unterstützen. Schliesslich soll das Magazin in Zukunft nicht mehr sechs-, sondern zehnmal im Jahr herauskommen, «und zwar als absolutes Premiumprodukt», betont Bollmann. Ausserdem soll Transhelvetica zukünftig in einer Auflage von 30 000 statt derzeit 11'000 Exemplaren sowie in weiteren Sprachen erscheinen, allen voran in Englisch.

Transhelvetica finanziert sich durch Anzeigen, deren Vermittlung Bollmann gerade der Publicitas übergeben hat. Ausserdem tragen aktuell 400 Abonnenten zum Umsatz bei. Offenbar gibt es Abnehmer für das Produkt, das so gar nicht in die Reihe der momentan verfügbaren Presse passen will. Das Magazin sperrt sich ein wenig gegen den Leser, es muss erst erobert, begriffen und verstanden werden, bevor es Freude bereitet. Dem Digitalisierungstrend hält das Heft ebenfalls stand: Online findet man zwar die PDFs einiger Artikel, eine vollwertige Webfassung aber gibt es nicht. Zwar ist sich Bollmann darüber im Klaren, dass auch Transhelvetica einen Internetauftritt braucht, um konkurrenzfähig zu sein. Doch alle Artikel online bereitstellen wird er erst, wenn er ein Konzept dafür gefunden hat, wie sich im Internet mit Qualität Geld verdienen lässt. Bis dahin plant Bollmann, seine Leser mit einem Transhelvetica-Blog sowie selbstproduzierten Videos zu versorgen. Auch die Kooabisierung des Magazins hat Bollmann im Blick.

Nicht auf seiner To-do-Liste stehen derzeit eine App oder der Einsatz von Augmented Reality – inzwischen fast schon State-of-the-Art. Der Nutzwert von Transhelvetica-Artikeln soll nicht von technischen Möglichkeiten abhängen. «Klar, das ist auch eine Geldfrage», räumt der Herausgeber ein. «Aber wir wollen bewusst auch der dauernden Beschleunigung entgegensteuern. Transhelvetica ist Slow Food zum Geniessen, der Leser soll in seiner Freizeit an einem gemütlichen Ort im Heft schmökern.» Wer Transhelvetica lesen will, muss also nicht nur zehn Franken investieren, sondern vor allem Zeit. Liebhaber von Instant-Nachrichten, die zwischen Zürich-Central und Zürich-Hauptbahnhof per iPhone rasch noch die wichtigsten Nachrichten abrufen wollen, sind definitiv an der falschen Adresse. Und gerade dafür erhält Bollmann viel Lob: «Leser schreiben uns, dass sie es als wohltuend empfinden, dass sie bei Transhelvetica nicht alles direkt aufs Auge gebunden bekommen, dass sie das Magazin in ihrem Tempo entdecken können und nicht von technischen Spielereien abgelenkt werden.»

Gespannt darf man verfolgen, wie schnell Bollmanns Zug Fahrt aufnimmt. Seine Reise entlang der Route der Neugier hat gerade erst begonnen.

Anne-Friederike Heinrich

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Die Kontaktlinse fürs Ohr

Metzgerlehner lanciert eine Kampagne für das erste vollkommen unsichtbare Hörgerät von Phonak.

Mit «Lyric» bringt Phonak ein weiteres völlig neues Produkt auf den europäischen Markt. Während andere Hörgeräte hinter dem Ohr oder in der Ohrmuschel platziert werden, sitzt «Lyric» unmittelbar vor dem Trommelfell und ist somit unsichtbar. Metzgerlehner Worldwide Partners konnte das «Lyric»-Budget in einem Pitch gewinnen. Um den USP des Geräts nachhaltig zu kommunizieren, entwickelte die Agentur «die Analogie der Kontaktlinse fürs Ohr», wie CD Felix Dammann erklärt. Diese tatsächlich kaum grösser als eine Kontaktlinse gebaute Hörhilfe wurde zum Keyvisual der Kampagne – rechts in den Abbildungen in typischer Handhabung auf einer Fingerspitze zu sehen. Die Idee wurde in Print, POS und digitalen Medien umgesetzt. Eine wichtige Rolle für die anspruchsvolle Informationsvermittlung spielt auch eine Broschüre. pan

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