Corporate Publishing: Online kommt, Offline bleibt

Nicht nur Zeitungs- und Magazinverlage, auch Unternehmen, Corporate-Publishing-Agenturen und Druckereien sind mit den neuen digitalen Medien konfrontiert. Oft wissen sie aber nicht, ob und wie sie sich in den Social Media bewegen sollen, ob sich Kooaba lohnt oder ob eine App sinnvoll wäre. Wie man eine Präsenz auf diesen Kanälen strategisch in den Gesamtauftritt einbaut und sie clever mit Inhalten speist, erklären Jürg Gotsch, Inhaber von Zmartcom.ch, Thomas Heusser, Inhaber von Heusser Communicates, Roland Kaufmann, Geschäftsführer von Binkert Druck, und Christoph Kohler, Partner bei Brand Affairs.

WW: Sie haben zu Viert das Label «Medien-Macher» lanciert, unter dem Sie Ihr CP-Wissen bündeln und weitergeben. Was wollen Sie damit erreichen?
Roland Kaufmann: Die digitalen Medien stellen uns vor neue Herausforderungen, nicht nur Unternehmen, sondern auch Druckereien sowie PR- und CP-Agenturen. Wir wollen unseren Kunden dabei helfen, die immer vielfältigeren Kommunikationskanäle zu bedienen und ihren Content unkompliziert zu managen. Binkert Druck arbeitet dafür mit dem Redaktionssystem Woodwing, aus dem heraus Print, Online, Social Media und Apps mit Inhalten gespeist werden können. Inhalte werden zentral in der Content Station angelegt und individuell für die Publikation in den verschiedenen Medienkanälen eingesetzt. Wir haben kompetente Partner für den Content gesucht, mit denen wir nun unter dem Label «Medien-Macher» sehr professionelle Lösungen für CP auf allen Kanälen anbieten.

Sie präsentieren sich als neues «CP-Kompetenzteam» am 27. Januar bei einem After-Work-Referat in Zürich.* Ist der Bedarf an Unterstützung im Umgang mit den digitalen Medien gross?
Thomas Heusser: Oh ja. Wir hatten mit etwa 30 Anmeldungen gerechnet, inzwischen sind es längst mehr als 100. Es nehmen vor allem Kommunikationsverantwortliche von Unternehmen teil.
Christoph Kohler: In unserer täglichen Arbeit merken wir immer wieder, wie gross das Bedürfnis unserer Kunden nach Aufklärung ist. Sie sind überfordert von den neuen digitalen Realitäten. Die technischen Möglichkeiten sind da. Aber es fehlt an Strategien dafür, wie sich die unterschiedlichen Medien kreativ, effizient und im Sinne der Marke nutzen lassen.

Viele Publikationen kann man bereits auf dem iPad lesen, viele Medienmacher setzen Kooaba ein oder experimentieren mit Augmented Reality. Wie können Kunden- und Mitarbeitermagazine von den neuen Technologien profitieren?
Gotsch: Auf die gleiche Weise. Wenn Inhalte auf Knopfdruck in weitere Kanäle gebracht werden, kann das für ein Unternehmen sehr interessant sein, wenn es strategisch richtig gemacht wird: Es erreicht mehr Kunden und generiert mehr Kunden-Leads. Je mehr Kanäle zur Verfügung stehen, desto grösser ist die Chance, an Zielgruppen heranzukommen. Bisher hat ein Team Print gemacht, ein anderes Web, und dann wurden noch Twitter-Leute aufgebaut. Das funktioniert nicht. Es braucht eine Zentrale, von der aus alle Kanäle gesteuert werden. Dafür haben wir das richtige Tool.

CP-Publikationen richten sich im Normalfall an Bestandskunden und sind kostenlos. Baut ein Unternehmen dann noch dazu passende Twitter- und Facebook-Accounts auf, geht es also vor allem um Kundenbindung. Das ist gut – aber kann man mit Social Media auch neue Kunden akquirieren, kann man mit Kooaba und Augmented Reality den Umsatz steigern?
Gotsch: Sobald ein Unternehmen zum Beispiel auf Twitter Inhalte bereitstellt, der die Leute interessiert, werden sie ihm folgen. Dann bleibt die Firma in den Köpfen. Das Ziel ist erreicht, sobald ein potenzieller Kunde Kontakt zum Unternehmen aufnimmt. In diesem Moment muss das Unternehmen natürlich bereit sein und kundenorientiert reagieren. Das Gleiche gilt fürs Web: Wenn die Webpräsenz so konstruiert ist, dass Kundenanfragen entstehen, ist das Ziel erreicht.

Wie lautet denn Ihre Empfehlung? Sollte jedes Unternehmen, das ein Kundenmagazin herausgibt, dazu eine Online-Fassung bereitstellen und am besten auch noch eine App, die Printfassung kooabisieren und auf Twitter und Facebook aktiv sein? Für wen empfiehlt sich was?
Kohler: Darauf gibt es keine pauschale Antwort. Die Lösung ist von Kunde zu Kunde unterschiedlich. Fest steht: Die Kommunikationsgewohnheiten von Konsumenten, von Lesern und Usern haben sich schon verändert, und sie werden sich auch in Zukunft weiter verändern. 98 Prozent der Zwölf- bis Neunzehnjährigen haben ein Handy, drei Viertel von ihnen verkehren mehr als viermal am Tag in Sozialen Netzwerken. Das sind die Kunden von morgen, und ich bin mir nicht sicher, dass die irgendwann noch eine Zeitung in die Hand nehmen. An dieser Entwicklung können weder unsere Kunden noch wir etwas ändern. Wir müssen mitgehen.

Dann geht es Ihnen um die Kunden von morgen?
Kohler: Nicht nur. In der Schweiz ist die IT-Kompetenz generell hoch. Es geht also je nach Zielmarkt auch heute schon um Kundenbindung. Die ist vor allem in Märkten wichtig, in denen der USP nicht so stark ist. Zum Beispiel bei Krankenkassen, die man heute schnell mit Blick auf die Kosten wechselt. In diesem Zusammenhang kann ein relevantes Kundenmagazin oder eine glaubwürdige Präsenz in den Sozialen Medien ausschlaggebend sein. Denn durch Corporate Publishing kann das Unternehmen Kunden tatsächlich erreichen – vorausgesetzt, der Kunde verspricht sich vom Corporate-Publishing-Produkt einen Mehrwert. Ein unattraktives Magazin, ein liebloser Newsletter, die landen mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Trashbox. Ein Facebook-Account, den man einfach mal eröffnet, ohne dass sich dort etwas tut, wird schnell tot sein. Wer aber seine Marke emotionalisieren will, soll die Vielfalt der Medien marktgerecht einsetzen. Der Medienmacher von Morgen ist kein Solist mehr, sondern ein Dirigent, der verschiedene Instrumente miteinander koordiniert – ohne dass er sie unbedingt selbst spielen muss.

Oft gelingt es noch nicht einmal teuer produzierten Kundenmagazinen, Konsumenten zu binden. Wie muss sich ein Unternehmen auf Twitter und Facebook verhalten, um erfolgreich zu sein? Wie könnte strategisches CP in digitalen Medien aussehen?
Heusser: Das hat ganz viel mit der Positionierung des Magazins zu tun, denn dort wird ja bestimmt, wer womit angesprochen werden soll und was der Benefit
für die Zielgruppe ist. Das muss auch in der kürzesten Fassung, also zum Beispiel bei Twitter, zum Ausdruck kommen. Ohne einen Benefit springen die User sofort wieder ab.
Gotsch: Egal, auf welchem Kanal das Unternehmen kommuniziert: Der Leser muss einen Mehrwert haben. Meldungen sind heute schnell weggeklickt. Darum muss sich ein Unternehmen zwei Fragen stellen: Erstens, ob es Inhalte hat, die einer bestimmten Zielgruppe Mehrwert bieten, und zweitens, auf welcher Plattform es seine Zielgruppe am besten erreicht. Hochtechnische Inhalte beispielsweise eignen sich nicht gut für Facebook, aber vielleicht kann man einige Artikel twittern. Oder eine App daraus machen.
Kohler: Nicht für alle ist alles sinnvoll. Ein Bauunternehmen, wo die Mitarbeiter meist auf Montage sind, braucht kein Mitarbeitermagazin, das nur im Intranet läuft. Eine Bank, die auf Diskretion bedacht ist, wird sich eine Facebook-Präsenz zweimal überlegen.

Kommunizieren über Social Media kann auch nach hinten losgehen – Twitter und Facebook sind schwer kontrollierbar …
Kohler: Richtig. Man muss damit rechnen, dass Kritik kommt, dass sich ein Kunde zum Beispiel über den schlechten Service beklagt. Und das für alle lesbar. Nur: Kunden sind heute ohnehin miteinander vernetzt und tauschen sich aus. Tun sie es direkt mit dem Unternehmen, dann hat dieses immerhin die Chance, durch eine rasche Antwort den Konflikt zu entschärfen.

Ein Unternehmen hat ein Magazin Print und Online, eine App, sendet Web-TV und ist auf Twitter und Facebook aktiv. Sollte die Ansprache der Rezipienten immer dem Corporate Wording folgen, oder darf und muss sie je nach Medium variieren?
Kohler: Wie ein Unternehmen spricht, ist Teil seiner Identität. Deshalb sollte sich ein Unternehmen durch eine einheitliche Sprachnorm von den spontanen,
heterogenen Kommentaren seiner Leser abheben.
Gotsch: Und bei Webauftritten muss man natürlich mit den Keywords arbeiten, damit die Site von Suchenden mittels Suchmaschinen auch gefunden wird.

Wie zentral sind Social Media für die Markenführung?
Kohler: Das hängt von der Branche ab, in der sich das Unternehmen bewegt. Für Lifestyle-Unternehmen, die eine junge Zielgruppe ansprechen, sind Soziale Medien
sehr interessant. Denn der Markenkern wird in Zukunft immer weniger am Reissbrett in der Chefetage definiert, sondern entwickelt sich interaktiv im Dialog mit Fans und Communities. Nike zum Beispiel entscheidet nicht einfach, wie der nächste Turnschuh aussieht, sondern diskutiert mit seinen Kunden darüber. So erfährt das Unternehmen viel über die Bedürfnisse seiner Kundschaft. Wenn ein Unternehmen zu einem Lifestyle-Produkt eine gut funktionierende Facebook-Seite hat, erübrigt sich die Marktforschung. Man muss nur schauen, über was diskutiert wird, was am meisten angeklickt wird und wer oder was am
meisten Friends hat. Und dann kann man seine Marke daran ausrichten.

Sie betonen, wie wichtig Benefit und Mehrwert sind. Darf ein Unternehmen dann auch entscheiden, weder in den Social Media mitzumischen noch eine App oder einen Online-Auftritt anzubieten, während seine Konkurrenten aufs Dabeisein setzen?
Heusser: Ja. Das «Überall-Dabeisein-Wollen» ohne Strategie ist sogar gefährlich. Unternehmen sollten nicht meinen, dass sie fürs gleiche Geld sämtliche Kanäle bedienen können, nur weil es gratis ist, einen Account anzulegen oder einen Newsletter zu verschicken. Gerade Aktivitäten in Social Media sind kontraproduktiv, wenn sie nicht richtig gepflegt werden. Es gibt nichts Traurigeres als eine verwaiste Facebook-Seite, auf der das Unternehmen alle drei Wochen eine Meldung platziert. Eine interaktive Seite braucht jeden Tag jemanden, der auf Kritik und Fragen antwortet. Nur so entsteht Interaktion. Wenn man Facebook und Twitter wirklich für die Markenführung nutzen will, sind sie nicht gratis, sondern aufwändig im Unterhalt und im Entwickeln kreativer Konzepte.

Sie konstatieren, dass Unternehmenskommunikation in Zukunft journalistischer werden muss, wenn sie vor Konsumenten bestehen will. Warum?
Kohler: Weil der mediale Lärm sehr gross ist. Die Medienvielfalt und die Datenmenge, die der Einzelne täglich verarbeiten muss, nehmen ständig zu. In diesem Umfeld muss man sich Gehör verschaffen: durch präzise, emotionale Sprache, durch nachhaltige Qualität, die Leseerwartungen schafft. Das ist das eine. Das andere ist, dass sich der Konsument heute nicht mehr für dumm verkaufen lässt. Er hat Zugang zu breitgefächertem Wissen und tauscht sich aus. Deshalb will er authentische, ehrliche Information. Marketingtexte voller Sonne sind unglaubwürdig und austauschbar. In Zukunft wird vielleicht weniger geschrieben, dafür aber besser: Diese Zielrichtung würde ich auch Unternehmen empfehlen: «few but roses». Journalisten, die gut schreiben können, gibt es seit der Krise einige auf dem Markt.

Empfehlen Sie Unternehmen, für ihre CP-Aktivitäten in Sozialen Netzwerken eigene Mitarbeiter zu beschäftigen? Oder kann das die Kommunikationsabteilung noch mit übernehmen – wenn es ja schon Redaktionssysteme gibt, die die Arbeit so sehr vereinfachen?
Gotsch: Wenn eine Firma mit CP ein ernsthaftes Ziel verfolgt, dann muss es auch Mitarbeiter beschäftigen, die sich in voller Wertigkeit darum kümmern. Sich den Redaktor zu sparen, nur weil der Leser für CP nichts zahlt, ist keine gute Idee.

Welche Chancen hat CP durch digitale Medien?
Heusser: Ich bin davon überzeugt, dass CP in Zukunft generell immer wichtiger werden wird, vor allem verglichen mit Werbung. Die meisten von uns sind heute schon recht unempfänglich für klassische Werbebotschaften. CP bietet da eine interessante Alternative, denn es entspricht dem Informationsbedürfnis des Konsumenten. CP liefert relevante Insights und vertiefende Informationen auf eine unaufdringliche Art. Die digitalen Medien erlauben es nun, diese Informationen massgeschneidert und individualisiert zur Verfügung zu stellen.

Sie betonen, dass man die digitalen Medien verstehen müsse, um sie gezielt einsetzen zu können. Was haben Sie verstanden, was bei vielen Unternehmen und Agenturen noch nicht angekommen ist?
Kaufmann: CEOs und Kommunikationsverantwortliche werden von neuen Kommunikationsmöglichkeiten überschwemmt, wissen aber noch nicht, ob sie sie für sich nutzen sollten und wenn ja, wie. Natürlich haben auch wir keine pfannenfertige Strategie, auch wir betreten Neuland. Aber wir vereinen viel Know-how aus PR, CP, Design und technischer Umsetzung und können so gemeinsam eine Hilfestellung bieten.

Glauben Sie, dass digitale Medien gedruckte Kunden- und Mitarbeiterkommunikation einmal ersetzen werden?
Heusser: In Teilen sicher schon, das hängt von den Zielen des Unternehmens ab. Klar ist, dass in Zukunft jeder Geschäftsbericht auch digital angeboten werden muss. Einen Geschäftsbericht nur noch online zu produzieren ist sinnvoll, wenn es in erster Linie um die Zahlen, den schnellen Zugriff und ums Verteilen der Daten an viele Leute geht. Für die Migros war das definitiv die richtige Entscheidung, so spart das Unternehmen viel Geld. Wer seinen Geschäftsbericht als Imagewerkzeug einsetzt, sollte aber auch weiterhin ein Printprodukt publizieren. Es wird weiterhin Geschäftsberichte geben, deren Imageteil als gedruckte Lesebücher daherkommen, wie zum Beispiel der von Swisscom. Den Zahlenteil kann man online abrufen. Image- und Zahlenteil voneinander zu trennen, ist eine sehr intelligente Form. Dann kann man die Bedürfnisse seiner Zielgruppe massgeschneidert bedienen.
Kaufmann: In der Druckerei haben wir bisher noch keine grossen Veränderungen gemerkt. Nach wie vor wird für gedruckte Geschäftsberichte sehr viel Geld ausgegeben. Aber wir sind gespannt, wie sich das in den nächsten Jahren verändern wird.
Kohler: Unternehmen und Corporate Publisher befinden sich in einem Lernprozess. In den vergangenen Jahren hat sich ein starker Wandel vollzogen. Es ist nicht so alltäglich, dass man in einem Berufsstand arbeitet, in dem 50 oder 100 Jahre lang auf die gleiche Weise Magazine produziert wurden. Und jetzt hat das Publizieren in kürzester Zeit andere Dimensionen angenommen. Selbst Profis müssen sich extrem ändern, wenn sie in fünf Jahren noch dabei sein wollen. Wer stehenbleibt, den gibt es bald nicht mehr.

Interview: Anne-Friederike Heinrich

*Tipp: kostenloses After-Work-Referat
Vor einem halben Jahr haben die vier Interviewpartner das Label «Medien-Macher» entwickelt. Unter diesem Dach bündeln sie ihr CP-Wissen und geben es weiter. Zum Thema «Strategien für Print, Web und Apps im Corporate Publishing» veranstalten sie ein kostenloses After-Work-Referat. Es findet statt am 27. Januar von 17 Uhr bis 19.30 Uhr im Zürcher Restaurant zum Grünen Glass. Anmeldung unter

www.medien-macher.ch
www.binkert.ch
www.brandaffairs.ch
www.heussercom.ch
www.zmartcom.ch

 

Net-Metrix: Mobile-Browser und Google Chrome im Aufwind

Die Net-Metrix-Statistik zu Browsern und Betriebssystemen zeigt markante Veränderungen innerhalb der letzten sechs Monate: Internet Explorer und das Betriebssystem Windows liegen zwar weiterhin an der Spitze. Google Chrome, Android sowie Browser und Betriebssysteme von Apple verzeichnen jedoch deutliche Zuwachsraten. Immer mehr Visits werden über mobile Geräte generiert.

Die Zahlen basieren auf dem in der Webstatistik Net-Metrix-Audit gemessenen Nutzungsverhalten von Juni und Dezember 2010. Dabei zeigt der Internet Explorer eine deutliche Abnahme von 55,4 auf 49,4 Prozent. Die deutlichste Zunahme verzeichnet das Surfen über den Mobile Safari, der im Dezember 4,3 Prozent aller Visits generiert und sich damit gegenüber Juni um über 80 Prozent steigert. Zudem legen auch der herkömmliche Safari und das Surfen über iApps (Applikationen, die auf iPhone und iPad genutzt werden) deutlich zu (von 3,5 auf 6,2 Prozent). Google Chrome wächst immerhin von 2,7 auf 3,8 Prozent, was einer Zunahme um knapp 40 Prozent entspricht. Alle weiteren Browser bleiben jeweils unter einem Anteil von 1 Prozent. (Siehe Grafik unten)
 
Auch bei den Betriebssystemen ändert sich nichts an der Rangreihenfolge, aber auch hier setzt sich die Verschiebung zu Gunsten der mobilen Geräte fort: Nachdem das Betriebssystem von Android im Juni mit einem Anteil von 0,2 Prozent noch kaum der Rede wert gewesen ist, steigert es im Dezember seinen Anteil auf immerhin 1,1 Prozent. Das Mobile-Betriebssystem iOS, das die Visits von iPhone, iPad und iPod umfasst, erreicht im Dezember einen Visit-Anteil von 10,2 Prozent, was gegenüber Juni (5,4 Prozent) einer Steigerung um 90 Prozent entspricht. Weiterhin an der Spitze stehen die Windows-Betriebssysteme, deren Anteil von 80,9 Prozent auf 74 Prozent sinkt, und das MacOS, das sich mit 11,8 Prozent recht konstant zeigt. Die restlichen Betriebssysteme bleiben jeweils unter einem Anteil von 1 Prozent. (Siehe Grafik unten)
 
 
 
 

Neues von der Neuen LGK: Radiospots für den Interio-Ausverkauf

In den neuen Radiospots für den Interio-Ausverkauf vom 27. Dezember bis 5. Februar werden der alljährlich wiederkehrende Weihnachts-Stress und die gefassten Neujahrsvorsätze mit feiner Ironie persifliert.

Denn ganz egal, ob viele Geschenke, Weihnachts-Apéros, Weihnachtsbesuche oder unmögliche Vorsätze: die Spots zeigen unterhaltsam, dass die schönste Jahreszeit nicht nur ein Zuckerschlecken ist. Oder wie es zum Schluss der Spots heisst: schön, hat man das alles hinter sich. Noch schöner, hat man den Ausverkauf von Interio noch vor sich. Die Spots sind seit Ende Dezember und noch bis 5. Februar in der ganzen Schweiz zu hören.

> Spot 1
> Spot 2
> Spot 3

Verantwortlich bei Interio AG: Werner Jakob, Eveline Jakob. Verantwortlich bei Neue Lgk: André Benker, Hans Tanner (CD), Antonio Lopez (Text), Petra Zehnder, Diana Geissbühler (Beratung), Selmi Tonstudio (Produktion).

SF erreicht im Jahr 2010 einen Marktanteil von 32.6 Prozent

Das Schweizer Fernsehen schliesst das von grossen Sportereignissen geprägte Jahr 2010 mit einem Marktanteil von 32.6 Prozent. Im Monat Dezember 2010 kommt SF auf einen Marktanteil von 30.9 Prozent.

Dezember 2010: 30.9 Prozent Marktanteil
Das Schweizer Fernsehen erzielt im Dezember 2010 einen Marktanteil von 30.9 Prozent. Auf SF 1 erreichte die Hauptausgabe der der «Tagesschau» mit ihrem Jahresrückblick zwischen dem 25. und 31. Dezember den höchsten Marktanteil (52.4 Prozent) und durchschnittlich 716’000 Personen. Den «Credit Suisse Sports Awards» am 12. Dezember verfolgten 852’000 Personen (41.5 Prozent Marktanteil) und die «DOK»-Serie «Auf und davon – Die Auswanderer ein Jahr danach» am 30. Dezember sahen 676’000 Personen (37.8 Prozent Marktanteil). Auf SF zwei waren Sportsendungen besonders erfolgreich: Das grösste Publikum mit 461’000 Personen hatte «The Match for Africa – Die grosse Federer-Charity-Night» mit den Tennis-Stars Roger Federer und Rafael Nadal am 21. Dezember (26.1 Prozent Marktanteil), den höchsten Marktanteil mit 54.3 Prozent verbuchte «Ski alpin: Weltcup Abfahrt Männer, Val Gardena / Gröden» am 18. Dezember (356’000 Zuschauerinnen und Zuschauer).

Jahresbilanz 2010: 32.6 Prozent Marktanteil
SF erreicht im Jahr 2010 im Ganztagesschnitt einen Marktanteil von 32.6 Prozent. Davon entfallen 20.8 Prozent auf SF 1, 10.0 Prozent auf SF zwei und 1.7 Prozent auf SF info. Das Jahr 2010 war gemäss Mitteilung stark geprägt von der Fussball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika und den Olympischen Winterspiele in Vancouver, welche beim Fernsehpublikum auf hohe Resonanz gestossen sind.

Jahresbilanz 2010 Sf.tv: 410’800 Visits pro Tag
2010 verzeichnete die SF-Website durchschnittlich 410’800 Visits pro Tag – 52 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Ein Plus von 78 Prozentpunkten erzielten die SF-Videostarts im Jahr 2010: Durchschnittlich 230’800 Mal griffen Internetnutzer pro Tag auf Video-on-Demands zu. Auch die Nutzung der Podcasts nahm 2010 mit 24 Prozentpunkten stark zu. So wurden pro Tag im Durchschnitt 28’000 Podcasts heruntergeladen.

Seit dem 1. Januar 2010 sind sämtliche mittels Telecontrol erfassten TV-Zuschauerzahlen und -Marktanteile nicht mehr direkt mit Vorjahresdaten vergleichbar. Dies hängt mit Neuerungen im TV-Messpanel zusammen: Datenerhebung und Datenauswertung wurden modifiziert, um einerseits den Veränderungen in der Medienlandschaft (Regional-TV-Konzessionen) gerecht zu werden und andererseits den internationalen Standards der Medienforschung zu entsprechen. Auskünfte zu den Neuerungen im Erhebungssystem erteilt Publica Data.
 

Apple und Microsoft: Kampf und «App Store»-Marke

Im Kampf um die Vorherrschaft im boomenden App-Geschäft bahnt sich ein Machtkampf zwischen Apple und Microsoft an.

Wie das US-Branchenportal Cnet gemäss Pressetext berichtet, hat Microsoft  am Dienstag beim U.S. Patent and Trademark Office (USPTO) einen Antrag eingebracht, der sich vehement gegen den von Apple erhobenen Patentanspruch auf den Markennamen «App Store» ausspricht. Darin wird festgehalten, dass der Begriff ganz einfach zu generell sei, um ihn lediglich für eine bestimmte Anwendung eines einzigen Herstellers registrieren lassen zu können.

In der Antragsschrift, die Microsoft beim US-Patentamt eingebracht hat, argumentiert das Unternehmen vor allem damit, dass «App Store» eine sehr generische Bezeichnung sei. Diese stehe stellvertretend für eine ganze Reihe verschiedener Services des Einzelhandels, die App-Plattformen als Vertriebsweg nutzen. Würden die Markenrechte einem einzigen Anbieter zugesprochen, hätten Konkurrenzunternehmen keinerlei Chancen mehr, den Begriff für ihre eigenen Angebote zu verwenden, was wiederum wettbewerbliche Nachteile nach sich ziehen würde, kritisiert Microsoft.

Apple hatte schon knapp eine Woche nach dem Start des eigenen App Stores im Jahre 2008 versucht, sich die Markenrechte am «App Store»-Begriff zu sichern. Eine endgültige Entscheidung der US-Patentrichter steht bislang allerdings noch aus.
 

Star TV verstärkt Geschäftsleitung

Der Schweizer Privatfernsehsender Star TV verstärkt die Geschäftsleitung: Seit Anfang Jahr ergänzt Claudio Rotter das Führungsgremium als Leiter Kommunikation und Redaktion. Auf den gleichen Zeitpunkt nimmt Jean-Claude Bruhin Einsitz im Verwaltungsrat von Star TV.

Damit besteht die GL neu aus drei Personen: Paul Grau, Gründer und CEO, Jean-Claude Bruhin, COO und Claudio Rotter. Durch die Erweiterung der Geschäftsleitung sollen die Abläufe und die einzelnen Sendegefässeinnerhalb der Redaktion von Star TV koordiniert werden, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Gleichzeitig werde dieKommunikation nach innen und aussen optimiert und kontinuierlich ausgebaut.
 
Die unternehmerische Umstrukturierung ermögliche es, den gewachsenen Anforderungen des Marktes zu begegnen, heisst es weiter. Star TV setze damit zum Sprung an vom klassischen TVSender hin zum künftig webbasierten News- und Entertainment-Channel.

Advico Young&Rubicam: Neuer TV-Spot für Léger im Kasten

Advico Young&Rubicam hat für die Marke Légere der Migros einen neuen TV-Spot realisiert.

Alles, was Léger ausmache, fasse zum einen der neue Markenclaim «Der leichte Genuss» zusammen, schreibt die Agentur in einer Mitteilung. Zum anderen werde diese Botschaft auch audiovisuell an die Zielpersonen übermittelt: Der neue TV-Spot dramatisiere die Eigenschaften mit Leichtigkeit dramatisiere – nämlich anhand von schwebenden Léger Produkten.

Banner begleiten die Kampagne in der virtuellen Welt. Sie zeigen auf zielgruppenaffinen Websites die Eigenschaft von Léger mit schwebenden Packshots auf. Der Film und die Online-Massnahmen sind seit Anfang Januar on air.

Verantwortlich beim Migros-Genossenschafts-Bund, Zürich: Marc Engelhard (Leiter Direktion Marketing-Kommunikation), Renate Korfmacher (Leiterin Marken- und Labelführung), Bettina Huwyler (Projektleiterin Markenführung). Verantwortlich bei Advico Young&Rubicam, Zürich: Markus Gut (CCO), Fabienne Marcolin (AD), Marietta Mügge (Text/Konzept), Susan Baumgartner, Rémy Müller, Rea Rageth (Beratung), Benedikt Bitzi (Strategie), Cem van der Schaar (FFF). Pumpkin Film Zürich (Produktion), Matteo Bonifazio (Regie). OMD Schweiz AG (Mediaplanung).

 

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Schoch&Sonders: Marken- und Verpackungsdesign für Muffins von Coop realisiert

Schoch&Sonders hat im Auftrag von Hiestand Schweiz das Marken- und Verpackungsdesign für die neuen Muffins von Coop und Coop Pronto erarbeitet.

Man habe sich im Design schwerpunktmässig auf die Fotografie von reinen und unversehrten Rohstoffen festgelegt, schreibt die Agentur in einer Mitteilung. Die Verpackung besteht aus einem Kunststoff-Blister, der auf das Produkt blicken lässt, und einer Etikette mit dem Markendesign. Für die Einführung wurde das Design für einen Schokoladen- und einen Blaubeer-Muffin erarbeitet. Da die beiden Muffins für Personen, die sich «on the run» verpflegen, gedacht sind, wurden sie mit einem eigenständigen und flexibel anwendbaren Namenskonzept ausgezeichnet: «Eat me now» und «Enjoy me now». Die Namen sollen zur Spontaneität und zum sofortigen Genuss animieren.

Verantwortlich bei Schoch&Sonders: Roman Sonders (Strategie & Konzept), Dominik Schoch (Design & Konzept), Annina Benz (Projektleitung), Judith Bühling, Dominique Ghilardi (Design).

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PPR Media Relations mit neuer Organisationsstruktur

Mit dem Weggang von Uwe Liebminger als Stv. Geschäftsführer organisiert PPR Media Relations ihre Managementstruktur neu. Per 1. Januar wurden Sabine Hoffmann und Isabelle Codoni ins Management von PPR Media Relations integriert.

Hoffmann wird den Geschäftsführer Rainer Kupper als Head of Management & Key Accounts, Codoni als Head of Consulting & Key Accounts unterstützen. Beide Mitarbeiterinnen sind seit zwei Jahren als PR-Consultants in der Agentur tätig und haben viel zum Erfolg des Unternehmens beigetragen, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Ins Team zurückgekehrt ist per Anfang Jahr Sandra Donat, ehemalige Stv. Geschäftsführerin von Ex-Photopress.
 

Zu guter Letzt: Amerikanische Starfotografin porträtiert Bundesrätinnen

So hat man unsere Bundesrätinnen noch nie gesehen. In ihrer neuen Ausgabe zeigt die Frauenzeitschrift Annabelle die vier Damen in Aufnahmen der amerikanischen Fotografin Brigitte Lacombe.

Die Starfotografin hatte in der New York Times von der Frauenmehrheit in der Schweizer Regierung gelesen. Da sei ihr sofort klar gewesen: Diese vier Politikerinnen will sie fotografieren. Lacombe, die schon US-Präsident Barack Obama, die Clintons und den Dalai Lama porträtiert hat, schoss für Annabelle auch das Coverfoto. Darauf sind die vier Bundesrätinnen zum ersten Mal überhaupt gemeinsam abgebildet. Die in dezentem Schwarzweiss gehaltenen Gruppen- und Einzelaufnahmen entstanden im Bernerhof und sind Teil eines grösseren Beitrags zur Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz, die sich am 7. Februar zum 40. Mal jährt. Die vier Bundesrätinnen hätten sich aufgrund der speziellen Bedeutung dieses Jubiläums für die Schweizer Frauen zum Gruppenbild bereit erklärt, sagt Uvek-Sprecherin Annetta Bundi.

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Die Werbewoche auf Star TV: «Kampagne des Jahres»

Am Donnerstag um 19:45 Uhr bittet «Die Werbewoche» zur Urne. Ihr Urteil ist gefragt und zwar bei der Wahl zur «Kampagne des Jahres».

Nach beinahe 50 informativen und umfangreichen Sendungen verfügen die Zuschauer über ein umfassendes Fachwissen, weshalb Ihnen die Werbewoche und STAR TV die Rolle des Jurors zuweist.

Humor, Prominenz oder Musik, was spricht Sie an? Machen Sie mit beim Voting und bestimmen Sie die «Kampagne des Jahres», aktuell in «Die Werbewoche» auf Star TV am Donnerstag um 19:45 Uhr oder als Stream auf Startv.ch.

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Murdoch stockt Geldspritze für Bezahl-TV Sky auf

Der chronisch defizitäre Bezahlfernsehsender Sky Deutschland braucht von seinem Grossaktionär Rupert Murdoch noch mehr Geld.

Die im Sommer vereinbarte Geldspritze von 340 Millionen Euro von Murdochs Medienkonzern News Corporation wird auf 400 Millionen Euro aufgestockt. Das Geld werde gebraucht, um die positive Geschäftsentwicklung der vergangenen Quartale zu unterstützen, teilte Sky am Mittwoch gemäss der Nachrichtenagentur SDA mit. Murdoch musste seit seinem Einstieg 2008 bereits vier Mal frisches Geld in das börsenkotierte Unternehmen pumpen.

Sky gewann im üblicherweise stärksten vierten Quartal 2010 131'000 neue Abonnenten. Dies sind deutlich mehr als die 39'000 des Vorjahreszeitraums. Insgesamt zählte das ehemals als Premiere bekannte Unternehmen damit Ende des Jahres 2,653 Millionen zahlende Kunden.

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