Kreislauf 4+5: Ein Design-Wochenende rund um die Langstrasse

Über 90 Läden und Ateliers der Zürcher Stadtkreise 4 und 5 machen am Wochenende vom 14. und 15. Mai 2011 mit dem Kreislauf 4+5 auf sich aufmerksam. Es gilt das Langstrassenquartier und sein vielfältiges Kreativschaffen zu entdecken.

Das Kreislauf-Buch mit Quartierplänen und redaktionellen Beiträgen porträtiert alle beteiligten Läden und ist bei der Entdeckungstour behilflich. Rundgänge mit «bekannten Bekannten»: Wer das Quartier nicht individuell erkunden will, schliesst sich einem Rundgang an. Yannick Aellen, Laurence Antiglio, Christa de Carouge, Daniel Freitag, Hannes Hug, Play Hunter, Andrew Katumba, Clifford Lilley, Michèle Roten und Rolf Vieli führen auf anderthalb- bis zweistündigen Touren am Sonntag, 15. Mai 2011, zu ihren Lieblingsläden.

Das Architekturforum an der Brauerstrasse 16 im Kreis 4 ist in diesem Jahr offizieller Kreislauf-Treffpunkt. In einer Ausstellung werden die Fotografien, die Sandro Fiechter, Peter Hauser und Daniel Tischler für das Kreislauf-Buch gemacht haben, gezeigt. Exklusiv werden ihre Bilder, die sie als freie Arbeiten im Quartier aufgenommen haben, als Prints in kleiner Auflage verkauft. Zudem bietet das Architekturforum in einem Café das ganze Wochenende über Drinks und Häppchen.

Die Ladenöffnungszeiten sind am Samstag, 14. Mai 2011, und Sonntag, 15. Mai 2011, von 11 bis 18 Uhr.
 

Metzgerlehner im Torfieber mit der Suzuki Swiss Beach Soccer League

Am 21. Mai startet die Suzuki Swiss Beach Soccer League Tour 2011, mit Suzuki Automobile Schweiz als neuer Titelsponsor. Metzgerlehner hat passend zum Spektakel Inserate, Online-Banner, Vertreterwerbung und einen Radio-Spot realisiert.

Verantwortlich bei Suzuki Automobile Schweiz: Hanspeter Bachmann (Generaldirektor), Jürg Naef (Leiter Marketing & PR). Verantwortlich bei Metzgerlehner worldwide partners, Erlenbach/ZH: Felix Dammann (Creative Direction), Marco Lehner und Patrick Meyer (Strategie/Text), Philipp Stamm (Art Direction), Claudia Hübner, Nadine Neufeld (Beratung), Corinne Räber (Desktop), Mario Müller (Produktion), Mark Berger (metzgerlehner digital). Verantwortlich bei MM&B Media Agentur: Olivia Gass-Sieber (Media).

 

Draftfcb/Lowe realisiert Bob Dylan Tribute Plakat für Theater Rigiblick

Das Theater Rigiblick präsentiert ein umfangreiches dreitägiges Tribute zum 70. Geburtstag von Gitarrenlegende Bob Dylan. Draftfcb/Lowe hat dafür ein eigenes Tribute-Sujet realisiert, bei dem ein halb geschmolzenes Dylan-Plektron im Mittelpunkt steht.

Eingesetzt wird das aktuelle Keyvisual auf Plakat, Flyer, Programmheft und der Website des Theaters.

Verantwortlich beim Theater Rigiblick: Daniel Rohr (Theaterleitung), Brigitta Stahel (Stellvertretende Theaterleitung). Verantwortlich bei Draftfcb/Lowe: Daniel Comte (ECD), Frédéric Nogier (AD), Tizian Walti (Text), Felix Streuli (Fotograf).
 

&Söhne: Den Legionären auf der Spur

In der Schweiz sind die Römer los – &Söhne macht mit einem neuen Kinospot für den Legionärspfad in Windisch (AG) Lust auf Abenteuer für die ganze Familie.

Für das Outdoor-Museum hat &Söhne einen Kinospot realisiert. Die Langversion davon wird als neuer Imagefilm verwendet. Der Film wird in den nächsten Monaten in den regionalen Kinos zu sehen.

Man habe bewusst im Stil eines Kinotrailers gedreht und sich dabei an den legendären Sandalen-Filmen orientiert, erklärt &Söhne-Geschäftsführer Florian Ingold. Auftraggeber ist das Departement Bildung, Kultur und Sport des Kantons Aarau, das den Legionärspfad leitet.

Die Hauptattraktion des Römer-Erlebnispark Legionärspfad in Windisch (AG) ist ein Abtauchen die Welt der Römer – und das an Originalschauplätzen. Die Besucher des Legionärspfads erwarten sorgfältig restaurierte Fundstätten, die mittels moderner Technik zum Leben erwachen. So kann man in den Ruinen der versunkenen Offiziersküche plötzlich ein Gespräch unter Römern belauschen oder in der durch Licht und Düfte belebten Therme die Atmosphäre einer längst vergangenen Epoche spüren. Zudem kann im nachgebauten Römerlager Contubernia übernachtet und römisch gekocht werden.

Verantwortlich beim Departement Kultur, Bildung, Sport: Manuela Barrera, Thomas Pauli-Gabi. Verantwortlich bei &Söhne: Tobias Weber (Regie), Florian Ingold (Produkion), Karin Schmid (Beratung).

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Zürichsee Werbe AG erweitert Team

Die Zürichsee Werbe AG hat ih Verkaufsteam verstärkt. Neu ist Carlo Steiner im Verkaufsteam des Schweizerischen Hauseigentümers und der Zeitschrift Ideales Heim – Das Schweizer Wohnmagazin tätig.

Per 2. Mai 2011 ist Carlo Steiner zum Verkaufsteam des Schweizerischen Hauseigentümers gestossen und betreut das Gebiet Stadt Zürich, Zürich-Nord-Ost – SH – TG – SG – AI – AR – GL – GR und die Media-Agenturen in diesem Gebiet. Bei den Media-Agenturen ist er zusätzlich für die Wohnzeitschrift Ideales Heim zuständig, welche seit 1928 auf dem Markt ist.
 
Carlo Steiner war früher beim Immobilien & Business Verlag, bei Tamedia für Finanz & Wirtschaft und bei Publisuisse für die SRG-Medien tätig.

Blue Spirit neu mit Spirella im Portfolio

Spirella, die ihre Produkte in über 65 Länder exportiert, will ihren internationalen POS-Auftritt überarbeiten lassen. Nach einer Agenturevaluation fiel die Wahl auf Blue Spirit.

Die Arbeit wurde bereits aufgenommen. Der Roll-out erfolgt Herbst 2011.
 

Keystone: World Press Photo-Ausstellung in Zürich

Am Donnerstag haben zahlreiche Gäste auf Einladung der Fotoagentur Keystone an der Eröffnung der World Press Photo 11-Ausstellung in der Sihlcity in Zürich teilgenommen. Der Öffentlichkeit ist die Ausstellung bis am 5. Juni 2011 zugänglich.

Im Februar wurde das World Press Photo of the Year 2010 des 54. World Press Photo Contest in Amsterdam erkoren. Siegerin ist die Südafrikanerin Jodi Bieber. Das Photo zeigt die junge Afghanin Bibi Aisha, die als Strafe für die Flucht vor ihrem Ehemann verstümmelt wurde. Es spiegelt die Lage vieler Frauen in Afghanistan wider und habe bei den Gästen für rege Diskussionen ge-sorgt, heisst es in einem Communiqué vom Freitag. Auch die anderen prämierten Werke hätten die Betrachter in den Bann gezogen.

Wold Press Photo 2011 erneut in Zürich

 

Karin Fagetti neu bei Freicom

Die St. Galler Kommunikationsagentur Freicom hat die PR-Abteilung verstärkt: Die Journalistin und Buchautorin Karin Fagetti stösst als Senior Beraterin PR zum bestehenden Team.

In den vergangenen Monaten hat sich Freicom strategisch neu ausgerichtet und personell verstärkt. Nun komme mit Karin Fagetti eine weitere wichtige Verstärkung hinzu. Dies schreibt die Agentur in einer Mitteilung vom Freitag.

Karin Fagetti war über fünfzehn Jahre in unterschiedlichen Funktionen als Journalistin, Redaktorin und Autorin tätig, davon viele Jahre beim St. Galler Tagblatt, bevor sie die Leitung Medienarbeit bei Malik Management St. Gallen übernahm. Zuletzt war sie Internal Communications Manager bei Coca-Cola HBC Schweiz.
 

«PR im Social-Web ohne Strategie – diese Zeit ist vorbei»

Content is king, context is queen. Aber das ist noch nicht alles, was man beachten sollte, wenn man erfolgreich PR im Social-Web machen will. Wie Unternehmen, Organisationen und Private ohne Stolpern den Schritt in die Social-Media schaffen, wo sie sich Hilfe holen können und wie sie den Kommunikations-GAU umgehen, erklärt PR- und Social-Media-Spezialistin Marie-Christine Schindler im Gespräch mit der Werbewoche.

Werbewoche: PR bedeutet heutzutage nicht mehr nur, Pressemeldungen zu verfassen, die vom Vorstand des Unternehmens vor der Freigabe noch drei Mal umgeschrieben werden, einen Internetauftritt zu betreuen und vielleicht ein paar E-Mails zu beantworten. PR 2.0 ist Dialog auf allen Kanälen, oft mit sehr kurzen Reaktionszeiten. Was bedeutet das für Öffentlichkeitsarbeiter?

Marie-Christine Schindler: Das bedeutet, dass Öffentlichkeitsarbeiter heute etwas anderen Regeln folgen, wenn sie Informationen aufbereiten. Sie müssen sich nicht mehr allein nach den Spielregeln von Medien und Journalisten richten, die ganz genaue Vorstellungen davon haben, wie sie Informationen aufbereitet haben möchten, nämlich möglichst neutral, objektiv, als Arbeitsgrundlage eben. Zusätzlich haben Unternehmen heute die Möglichkeit, Informationen so zu gestalten, wie sie das möchten und einen Informationsfluss aufzubauen. Das heisst nicht, dass Medienarbeit tot ist. Aber Social-Media sind für Unternehmen und Organisationen eine ergänzende Möglichkeit, sich online zu profilieren.

Wenn eine PR-Abteilung rasch reagieren muss, zum Beispiel auf Tweets, ist es unmöglich, diverse Freigabeschleifen zu durchlaufen. Müssen Chefs und Vorstandsetagen in Zukunft mehr Vertrauen in ihr PR-Team haben? Ihm mehr Handlungsspielräume zubilligen?
Die Position von PR-Verantwortlichen hat sich mehrfach verändert und ist sehr komplex geworden. Denn die Broadcastkommunikation, bei der Pressesprecher im Namen von Unternehmen Meldungen herausgeben, ist vorbei. Gefragt sind inzwischen mehrere Stimmen aus dem Unternehmen. Es etabliert sich das Bewusstsein, dass jeder Mitarbeiter ein Teil vom Ganzen ist und jeder ein Fachmann in seinem Arbeitsgebiet. Das heisst nicht, dass jeder Einzelne im Unternehmen zum Kommunikator wird. Aber mehr denn je sollten die verschiedenen Abteilungen einen Social-Media-affinen Mitarbeiter benennen und ihn in der Kommunikation fördern. Das macht die Abstimmung noch viel anspruchsvoller, denn das minutiöse Abklären von Beiträgen ist nicht mehr möglich. Das geht noch beim Ursprungstext und bei der Kernbotschaft. Ist der Text publiziert, lassen sich die Reaktionen aus dem Social-Web nicht mehr kontrollieren und verlangen flexibles Handeln.

Im Unternehmen der Zukunft kümmern sich also mehrere Leute um die PR, es gibt nicht mehr einen Verantwortlichen, über dessen Tisch alles läuft?
Den PR- oder Kommunikationsverantwortlichen gibt es nach wie vor. Er hat zwei Aufgaben: Zum einen muss er die Fäden zusammenhalten, damit alles, was kommuniziert wird, gut zusammenspielt und miteinander einen Sinn ergibt. Damit nicht jeder macht, was er will, braucht ein Unternehmen eine Instanz, die die Gesamterscheinung steuert. Zum anderen muss der PRler eine Art Coachingfunktion übernehmen. Er sollte den Leuten, die aus ihrem Arbeitsbereich heraus viel authentischer als er berichten und Antworten geben können, beibringen, welches die Ziele und die Botschaften des Unternehmens sind, wie die Kommunikation im Social-Web läuft, worauf man achten und was man vermeiden muss. Die grösste Herausforderung ist, die Mitarbeiter auch sprachlich fit zu machen.

Lesen Sie mehr dazu in der aktuellen Printausgabe der Werbewoche
 

Gesucht: Die schlechteste Webseite

Everyweb sucht in einem ungewöhnlichen Wettbewerb die schlechteste Webseite der Schweiz.

Was haben der Dachdecker um die Ecke, der Veloladen im Quartier und der Coiffeur in Nachbardorf gemeinsam? Sie alle haben eine grottenschlechte Webseite. Von Gestaltung und interessantem Inhalt fehlt jede Spur. Die Aktualität der Updates ist total von gestern. Die Leserführung führt meistens ins Nichts. Im Internet schlummern immer noch unzählige solche Exemplare. «Oute dich! Zeig uns deine schlechte Webseite!» Mit dieser Werbung der etwas anderen Art sucht Everyweb jetzt die schrecklichste Webseite der Schweiz. Wer eine solche Webseite betreibt und sich outen möchte, der macht das auf www.facebook.com/everyweb. Wer schlussendlich die schlechteste Webseite hat, entscheidet ein Voting, zu dem alle eingeladen sind. Für einmal gewinnt also nicht der Beste, sondern der Schlechteste. Everyweb möchte mit der Kampagne bewusst provozieren und darauf aufmerksam machen, dass viele schlechte Webseiten im Umlauf sind und dass solche digitalen Visitenkarten mehr Schaden anrichten, als man denkt. Der Gewinner des Wettbewerbs erhält eine neue Everyweb-Webseite. Unter allen, die gevotet haben, verlost Everyweb drei brandneue iPad 2. pan

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Swiss und Suisse bringen Schmiss

Die neue Kooperation zwischen Swiss Marketing und Publisuisse ist ein Glücksfall. Von den Kommunikationsprofis lernen Marketers, wie die neue Medienwelt tickt.

Einmal angenommen, ein Schweizer Marketingprofi wäre 2006 in einen Dornröschenschlaf gesunken und erst heute wieder zum Bewusstsein gekommen. Selbst ein Marketer, der vor fünf Jahren auf der Höhe der Branchenkunst war, der sich immer für alles relevante Neue interessiert hatte, würde heute die Welt nicht mehr verstehen. Dass Kids im Tram auf ihrem Smartphone zeitverschoben TVSendungen anschauen, dass sich wichtige und wichtigste Schweizer Firmen und Marken auf Facebook und YouTube darstellen, dass es Teenies nicht mehr im Traum in den Sinn käme, eine CD zu kaufen, dass 2011 fast alle auf ihrem Handy eine Kamera mit einer Pixelstärke eingebaut haben, die 2006 noch jeden semi-professionellen Fotografen stolz gemacht hätte – das sind nur vier jener Veränderungen, die die Welt der Medien schon in den ersten Jährchen des neuen Jahrtausends komplett durchgeschüttelt haben. Unser Marketingprofi müsste nach dem Aufwachen wohl zuerst mal einen vierwöchigen Technologie-WK absolvieren, um sich auf die Höhe der Zeit zu bringen. Und würde dann vielleicht eher verstehen, warum etwa ARD und ZDF mit einer Online-Videothek eine Allianz gegen YouTube planen, was ein Cyberkrieg ist und welche Chancen und Risiken Tools wie Groupon und Google Street View für KMU bereithalten.

Publisuisse: Führende Vermarkterin elektronischer Medien

Angesichts der Tatsache, dass sich die Welt immer schneller dreht, ist es als Glücksfall zu werten, dass Swiss Marketing jetzt eine Kooperation mit Publisuisse eingehen konnte. Die führende Vermarkterin elektronischer Medien in der Schweiz bietet Werbeauftraggebern dank ihrer Nähe zu den Programmen der SRG SSR massgeschneiderte Kommunikationslösungen. Das Publisuisse-Portfolio umfasst vielfältige Kommunikationsmöglichkeiten in den Sparten klassische Fernsehwerbung, Fernseh- und Radiosponsoring, Teletextwerbung sowie Cross Communication. Oder kurz: Publisuisse ist dort, wo die Musik spielt und somit am Puls einer Welt, in der sich klassische elektronische Medien immer mehr mit Online-Tools verzahnen. Für Uwe Tännler ist es da eine neue Erfolgsposition, dass man mit Publisuisse eine Kooperation vereinbaren konnte: «Wir sind dabei, wenn es in ein neues Zeitalter geht.» Zumal der Präsident von Swiss Marketing weitergehende Entwicklungen antizipiert: «Der Markt wird sich ganz stark in Richtung Mobile bewegen, die Konsumenten werden jederzeit News und Produkte-Infos konsumieren wollen. Jede Sendung wird on demand per Podcast verfügbar sein.»

Nicht suchen, sondern finden

Die Trends zum mobilen News-Konsum, zum zeitverschobenen Konsum von Inhalten – das sind nur zwei der relevanten Entwicklungen, denen sich Marketers nicht verschliessen können. Der Konsument setzt sich nicht mehr dann ans elektronische Lagerfeuer, wenn ihm Absender ihre Inhalte zeigen wollen. Nein, er bestimmt zunehmend selber, wann er sich welche Inhalte anschauen will. Vielleicht im Büro, vielleicht auf der Pendelstrecke nach Hause, vielleicht im Maiensäss, das natürlich mit W-Lan ausgerüstet ist. «Mit dem Medienwandel ist auch ein Wertewandel verbunden», sagt Uwe Tännler. Kommt dazu, dass der Konsument 2.0 oftmals schon selber für sich vorprogrammiert, welche Information wann Zugang haben darf zu ihm: «Viele der Inhalte müssen wir heute nicht mehr suchen, sie kommen automatisch zu uns.». Natürlich bieten die neuen Chancen auch neue Gefahren. Markenartikler müssen sich bei Diensten wie Facebook bewusst sein, dass ein gewisser Kontrollverlust einhergeht mit dem immer stärkeren Mitwirken der Konsumenten. Man steht quasi auf einer gläsernen Bühne, und die Zurufe aus dem Publikum können sich in Windeseile über den ganzen Planeten verbreiten. Verhindern lässt sich das nicht. Aber wer mitgestaltet in dieser neuen Welt, wer das Meccano der technologischen Revolution versteht, ist auf der Höhe der Zeit. Mit einem neuen Kooperationspartner wie Publisuisse mehr denn je.
 

Der Motz von Butz: Neu heisst nicht besser

Ich habe immer gepredigt, dass nebst einem logischen Konzept, einer überraschenden Kreation vor allem die Kontinuität das Rezept zum Erfolg ist. Von Theophil Butz.

Worum es geht: Seit April erscheint das neue Magazin des SonntagsBlick. Wie lange dieses Neukonzept mitten im Leben bleiben darf, ist ungewiss. War doch sein Vorgänger genau vor vier Jahren eingeführt worden. Wiederum dessen Vorgänger, die Sie + Er, blieb sogar nur zwei Jahre lebendig. Ähnliche Neugeburten erleben wir auch in der Werbung und im Design von Logos. Diese haben aber oft eine noch kürzere Lebensdauer. Was läuft hier falsch?

Meine These ist folgende: Der Kunde hat täglich mehrmals Kontakt mit seiner Werbekampagne und nach einer gewissen Zeit das Gefühl, man hätte diese nun zur Genüge gesehen. Seine Konsumenten hingegen sehen diese Werbekampagne höchstens in einem Jahr so oft wie er an einem Tag. Es ist einer der Irrtümer zu glauben, dass jetzt was Neues her muss. Ein weiterer Irrtum entsteht, wenn ein neuer Marketingchef auftaucht. Er wechselt nicht nur die Kampagne, sondern wenn möglich auch noch die Agentur. Und noch ein Irrtum, wenn die Konkurrenz etwas Neues bringt: «Wir brauchen unbedingt auch einen Promi als Werbeträger.» Oder ein modernes Logo oder auch: «Ein Produkt Zero muss her.»

In den letzten sechs Jahren hat Ringier das SonntagsBlick-Magazin dreimal total umgestellt. Für mich ist aber anders nicht besser. Auch in der Werbung gibts leider dazu viele Beispiele. In der Praxis erlebt man solche Irrtumsentscheide immer wieder. Eines der Paradebeispiele, wo mit viel Hirnschmalz, qualitativen und quantitativen Studien, mit Design- und Marketing-Kommunikation das alte optimale Logo durch eine viel schwächere Lösung ersetzt wurde, ist BP.

1985 hat auch ein solcher Veränderer versucht, aus dem langen Wort Coca-Cola einfach «Coke» zu machen. Ein fataler Fehler, wie sich herausgestellt hat.

Ich mag mich gut an die witzige Rivella-Kampagne erinnern, wo mit gestrecktem Zeigefinger die Sympathie oder eine Bestellung bekundet wurde. Heute ist ausser der Erinnerung alles neu, moderner und schlechter.

Der Dalmatiner-Hund war für Vögele-Schuhe ein über Jahre idealer Hingucker, auf Schuhhöhe, herzig und modisch. Das arme Tier wurde abgemurkst. Dafür müssen sich heute die Models in eine Schuhschachtel quetschen oder ihre Beine durch zwei Wandlöcher strecken. Der Jingle für die Migros, den jeder im Kopf hat oder sogar spontan trällern kann, ist irgendwann für längere Zeit verschwunden. Die Suisa-Gebühren für Herrn Schachten, den Komponisten, sollen zu teuer gewesen sein, erzählte man mir. Ist das so, dann war der Entscheid einfach schwachsinnig. Aber irgend jemand hat den Jingle ja Gott sei dank wieder ausgegraben.

Dass man ein gutes Konzept mit einer starken visuellen Umsetzung zum Welterfolg machen kann, beweist Marlboro. Das Stärkste am Ganzen aber war die Kontinuität. Ich weiss nicht genau, wie lange, aber sicher 30 Jahre, haben sie uns damit nie gelangweilt.

Am eigenen Leib habe ich erlebt, wie Philip Morris nach erfolgreicher Testeinführung die New-York- Skyline-Kampagne ändern wollte. Dieser Wunsch ist alle zwei Jahre wieder aufgekommen. Ich blieb hartnäckig. Nachdem diese Kampagne über 20 Jahre Bestand hatte, war auch das Management mit dem Erfolg, die drittgrösste Marke in der Schweiz, mit einem sehr hohen Bekanntheitsgrad zu haben, ruhig. Leider kam dann das Werbeverbot. Seid also auch stur, mutig und hartnäckig. Meine Predigt steht im Lead. Aufgestellt hat mich, dass die Spargeln jedes Jahr wieder gleich aussehen, immer noch Spargeln heissen und dieses Jahr mit Inges Olivenöl-Mayonnaise mit etwas frischem Bärlauch sogar noch besser schmecken.

Theophil Butz, einst Starwerber (Zitat Ringier), heute Inspirator und ab jetzt auch noch Motzer. «Nicht eine einfache, aber eine notwendige Rolle, die ich hier alle 14 Tage wahrnehme». Sachdienliche Hinweise bitte an [email protected].
 

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