Le Temps: Michel Danthe und Frédéric Koller werden stellvertretende Chefredaktoren

Nachdem Serge Michel in die Redaktionsdirektion von Le Monde in Paris berufen wurde und das Team verlassen hat, besetzt Le Temps die Posten der stellvertretenden Chefredaktoren neu.

Das Unternehmen sieht hierbei eine Matrixstruktur vor, die eine harmonische Verwaltung der aktuellen Themen bei gleichzeitiger Betreuung der Entwicklungsprojekte erlaubt, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst: Neben der Verwaltung der Informationen, deren Leitung durch einen «Info-Chef» beziehungsweise eine «Info-Chefin» im wöchentlichen Turnus wechselt, ist jeder stellvertretende Chefredaktor mit bestimmten Bereichen beauftragt. Er stellt auch den direkten Kontakt zu den Ressortleitern sicher. Ausserdem wird sich einer der fünf Stellvertreter ab sofort ausschliesslich den digitalen Plattformen widmen.

Michel Danthe, stellvertretender Chefredaktor, ab 20. Juni 2011 zuständig für die digitalen Plattformen

Michel Danthe verfügt über umfangreiche Erfahrungen als Journalist und Führungskraft in den Medien. Nach seiner anfänglichen Tätigkeit für das Journal de Genève kam Michel Danthe 1991 zum Gründungsteam des Nouveau Quotidien, wo er das Ressort «Kultur und Gesellschaft» leitete. Von 1993 bis 2003 war er beim Migros-Genossenschafts-Bund als Chefredaktor bei Construire tätig, bevor er die Leitung sämtlicher Veröffentlichungen übernahm. Beim Medienkonzern Edipresse war er insbesondere für die Lancierung von Le Matin Bleu verantwortlich und widmete sich später als Chefredaktor dem Matin Dimanche.

Frédéric Koller, stellvertretender Chefredaktor, ab 1. August 2011 zuständig für das Ressort «International»

Frédéric Koller begann seine berufliche Karriere nach einem Studium der Geschichte und Sinologie in Genf und in Peking beim Journal de Genève. Bei der Gründung von Le Temps wurde er – zusammen mit drei anderen Journalisten – mit der Leitung der Rubrik «Umfragen» betraut. Von 2000 bis 2006 war Frédéric Koller Korrespondent in Peking für Le Temps und andere französischsprachige Medien. Seit fünf Jahren leitet Frédéric Koller das Ressort «International» bei Le Temps und ist darüber hinaus für eine wöchentliche Kolumne zur Aussenpolitik zuständig, die sich hauptsächlich mit Schwellenländern und den Herausforderungen für die alten Grossmächte beschäftigt. Frédéric Koller nimmt jetzt als «Info-Chef» der Chefredaktion am wöchentlichen Turnus teil.

Neben den beiden neuen Stellvertretern gehören folgende Mitarbeiter zur Chefredaktion und werden in ihrer Funktion bestätigt:

– Marie-Claude Martin, stellvertretende Chefredaktorin, zuständig für das Ressort «Gesellschaft & Kultur». Sie nimmt als «Info-Chefin» am Wochenturnus teil.

– François Modoux, stellvertretender Chefredaktor, zuständig für das Ressort «Schweiz» und die Sparte «Debatten». Er ist am wöchentlichen Turnus als «Info-Chef» beteiligt.

– Ignace Jeannerat, stellvertretender Chefredaktor, zuständig für die Ressorts «Wirtschaft & Finanzen» und «Sport». Auch er nimmt als «Info-Chef» am wöchentlichen Turnus teil.

– Pierre Veya stellt als Chefredaktor und Mitglied der Direktion von Le Temps die direkte Verbindung mit dem Ressort «Wissenschaft & Umwelt» und den Spezialausgaben «Hors-Séries» sicher. Zusammen mit ihm bilden die fünf Stellvertreter die Chefredaktion von Le Temps. Sie sind für sämtliche Inhalte auf allen Trägern verantwortlich.

 

The Eyecatcher lanciert interaktive Online-Kampagne für Microsoft

The Eyecatcher wurde von Microsoft mit der Entwicklung einer Online-Kampagne, die sich an den individuellen Computer-Wünschen der User orientiert, beauftragt.

Als Kernstück der Kampagne wurde eine Microsite konzipiert, auf der Konsumenten anhand eines interaktiven Reglersystems in nur 30 Sekunden herausfinden können, welche PC-Auswahl zu ihrem Lebensstil passt. Diese wird dann automatisch auf eine individuelle Einkaufsliste gestellt. Und durch einen weiteren Klick erfahren Interessenten auch gleich, bei welchem Händler ihre Computer für sie bereit stehen. So können sie ihre Einkaufsliste drucken, im entsprechenden Shop vorzeigen und in kürzester Zeit ihren Wunsch-PC erwerben.

Bekannt gemacht wird die Landingpage durch breit gestreute On- und Offline-Massnahmen. Dazu gehören neben sämtlichen gängigen Online-Werbeformaten aufmerksamkeitsstarke Hompage Takeovers für msn, Doodle und 20 Minuten sowie Tramwerbung und Inserate, die ebenfalls von the eyecatcher kreiert wurden.

Verantwortlich bei Microsoft: Daniel Furger, Irène Dumas. Verantwortlich bei The Eyecatcher: Oliver Pel (Projektleitung), Claudia Näf und Giovanni Laportosa (Kreation), Janine Meyer und Jan Schwegler (Programmierung).

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Zu guter Letzt: Das Social Tatoo

Sie seien oberflächlich und kurzlebig, sagt man Online-Freundschaften nach. Eine Holländerin kämpft gegen diesen schlechten Ruf an, indem sie sich ihre 152 Facebook-Freunde auf den Arm tätowieren liess.

Ein Video der Stecherei stellte sie danach auf Youtube, und der verantwortliche Tatoo-Laden wirbt auf seiner eigenen Website mit dem Video. Im Abspann des Filmchens wird übrigens einer Firma gedankt, die Fotos von Facebook-Freunden auf Poster, Tische, Lampen, Uhren und sogar Autos klebt – eine Werbeaktion ist es also auf jeden Fall. Ob das Video echt ist, bleibt offen.

(Quelle: Spiegel.de)
 

Corinne Dubacher neu bei Etextera

Corinne Dubacher stösst zum Team der Textagentur Etextera. Die diplomierte Wirtschaftsfachfrau hat unter anderem eine Ausbildung zur PR-Redaktorin sowie Texterin absolviert.

Dass sie ihr Handwerk beherrsche, habe sie im Jahre 2009 eindrücklich mit dem Gewinn des Swiss Text Awards unter Beweis gestellt , heisst es in einer Mitteilung. Während den letzten drei Jahren hat die 30-Jährige bei Swisscontent als Projektleiterin und später als Leiterin Marketing gearbeitet.
 

Die Werbewoche auf Star TV: Die Cannes Lions 2011 sind im Anmarsch

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Ammarkt: Neuer Auftritt für die St. Galler Kantonalbank

Zu Jahresbeginn setzte sich Ammarkt bei der Konkurrenzpräsentation der St. Galler Kantonalbank gegen drei Ostschweizer Agenturen durch. Jetzt ist die Dachkampagne angelaufen.

Die St. Galler Kantonalbank habe auf die jüngsten Veränderungen im Finanzsektor reagiert und setze den kommunikativen Schwerpunkt neu, schreibt die Agentur in einer Mitteilung. Als traditionelle Universalbank wolle sie die emotionale Nähe zur Kantonsbevölkerung in den Vordergrund rücken. Regionale Verbundenheit aber lasse sich nicht «von oben herab» und schon gar nicht über rationale Leistungsversprechen kommunizieren. Ammarkt habe darum auf eine emotionale Kampagne gesetzt, die das Engagement der St. Galler Kantonalbank für die Region sichtbar machen soll.

Die neue Kampagne wurde gemäss Mitteilung an der Generalversammlung der Bank vor 4'000 Aktionären vorgestellt und mit Applaus aufgenommen. Vorgängig erhielten sämtliche 1'200 Mitarbeitenden ein personalisiertes Info-Paket, in dem sie als Markenbotschafter zu den Hintergründen der Kampagne informiert wurden.

Verantwortlich bei St.Galler Kantonalbank: Thomas Rüegg (Leiter Marketing), Thomas Harder (Jugend-Marketing). Verantwortlich bei Agentur Ammarkt, St. Gallen: Marcel Odermatt, Lucia Burtscher (Beratung), Michael Schmid (strategische Planung), Martin Fuchs, Sascha Fanetti (CD), Michael Frey, Günter Kasel (Text), Sascha Fanetti, Nicole Bernhardsgrütter (AD), Jan Walser (Grafik). Media & Produktion: Mäggie Widmer, Sandra Sigrist, Lea Hobi. Fotografie: Sven Bänziger. Regie: Mike Huber. Musik: Lunik. Film-Produktion: Boutiq.
 

Pitchgewinn: Grayling ist mit DHL unterwegs

Die Deutsche Post DHL hat Grayling als Kommunikationspartner für ausgewählte europäische Länder engagiert. In der Schweiz unterstützt die Agentur das Logistikunternehmen ab sofort in der Medienarbeit und im Bereich strategische Unternehmenskommunikation.

Mit Unterstützung von Grayling will DHL die Medienarbeit in ausgewählten europäischen Märkten stärken, wie es in einer Mitteilung von Grayling heisst. Im Pitch-Prozess konnte sich die Agentur gegen fünf Konkurrenten durchsetzen und sich damit den Europa-Etat für den Logistikdienstleister sichern.

Die zentrale Steuerung des internationalen Agenturnetzwerks übernimmt die Grayling-Niederlassung in Frankfurt in enger Abstimmung mit dem Team in London. In der Schweiz unterstützen die Grayling-Büros an den Standorten Zürich und Genf DHL in den Bereichen Medienarbeit und strategische Unternehmenskommunikation.
 

Zu guter Letzt: Getwittert und vergeben

Böse Kommentare und Anschuldigungen gibt es im Social Web zu Hauf. In Malaysia wird nun mit unkonventionellen Mitteln gegen Übeltäter vorgegangen. Vergeben wird dem, der 100-mal dasselbe twittert.

So passiert dem malaysischen Internetaktivisten Fahmi Fadzil. Der Mann hatte gemäss der britischen Zeitung The Guardian auf Twitter den Arbeitgeber seiner schwangeren Freundin, einen Verleger, beschuldigt. Einige Stunden später entschuldigte sich Fadzil zwar beim Unternehmen, doch der Firmenanwalt brachte nur wenig Verständnis auf. Stattdessen verlangte er von Fadzil, dass er innerhalb von drei Tagen hundertmal dieselbe Entschuldigungsnachricht twittert, was der Mann schliesslich auch tat. Drei Tage lang, alle 30 Minuten.

Auf wessen Mist die Idee für die ungewöhnliche Strafe gewachsen ist, wollte der Anwalt nicht verraten. Er hofft aber, dass sich die Malaysier durch diesen Fall der Wirkung ihrer Kommentare im Netz bewusst werden. Wie dem auch sei. Viele prominente Twitter-Nutzer bekundeten jedenfalls ihre Sympathie für Fadzil. Und zählte er vergangene Woche noch 4‘200 Follower, sind es mittlerweile auch schon über 5‘500.

 

SF will keine fremdfinanzierten Sendungen mehr

Nach dem Aus der Kochsendung «Ab in die Küche» ändert das Schweizer Fernsehen seine Strategie: Es strahlt ab sofort keine Unterhaltungssendungen mehr aus, die komplett fremdfinanziert wurden – aus publizistischen und qualitativen Gründen.

«Der Lead liegt ab sofort wieder bei uns», sagte SRF-Sprecher Martin Reichlin in einem Interview mit dem Zürcher Unterländer vom Dienstag. Das Fernsehen wolle wieder bei allen Sendungen die Entscheidungen selber treffen.

Bei «Ab in die Küche» war dies nicht der Fall: Zwar redete das Schweizer Fernsehen in der Konzeptphase mit. Die Führung wurde danach aber den Partnern Ringier und Betty Bossi übergeben, die den Hauptteil der Kosten trugen, selber ein Studio in Hüntwangen ZH bauten und dafür im Gegenzug ihre Produkte platzierten.

Dies soll in Zukunft nicht mehr vorkommen. Man wolle sich von diesen vollfinanzierten Modellen verabschieden, sagte Reichlin. «Das passt schlecht zum Service Public und schränkt unsere publizistische Freiheit ein.» Klassisches Sponsoring sei aber weiterhin willkommen.

Immerhin: Weil die Partner praktisch alles selber bezahlten, müssen die Gebührenzahler für den Küchen-Flop fast nichts berappen. Das Nachfolgeformat soll wieder in Zusammenarbeit mit Ringier Entertainment und Betty Bossi entstehen. Ein Konzept liegt bis jetzt aber nicht vor. (SDA)

SF: Aus für «Ab in die Küche»

 

Cactus: Gegen Misstöne am Musikfest

Damit am Eidgenössische Musikfest 2011 in St. Gallen die Festfreude nicht durch übermässigen Alkoholkonsum getrübt wird, sind die Kreativen der Agentur Cactus mit der Entwicklung einer eventbezogenen Präventionskampagne beauftragt worden.

Die Präventionsbotschaften sind ein Appell an die Vernunft der musikbegeisterten Besucher des Blasmusikfests. Die im Auftrag der Stadt St. Gallen und der Stiftung Suchthilfe entstanden Kommunikationsmassnahmen umfassen Grossplakate, Flyer, Printwerbung und einen Outdoor-Stand mit alkoholfreier Bar.

Verantwortlich bei Stiftung Suchthilfe: Jürg Niggli. Verantwortlich bei der Agentur Cactus: Gabriele Masciali (Konzept/Text), Fabienne Klarer (Grafik), Astrid Imper (Planung), Doris Ben Kahla (Produktion).
 

Bob Sinclar legt neu für Radio 105 auf

Nach David Guetta und Pete Tong holt Radio 105 einen weiteren internationalen Star-DJ an Bord. Der Jugendsender konnte Bob Sinclar für eine wöchentliche DJ-Show verpflichten.

Mit «Love Generation» erreichte Bob Sinclar im Jahr 2006 mehrfach Platz 1. In Deutschland wurde der Hit zur meistverkauften Single des Jahres. 2006 wurde er bei den World Music Awards in London als bester DJ der Welt ausgezeichnet.

Ab 18. Juni 2011 wird Bob Sinclar nun jeden Samstag von 21 bis 22 Uhr mit einer eigenen DJ-Sendung auf Radio 105 zu hören sein.

David Guetta mit eigener Show auf 105
DJ Pete Tong neu bei Radio 105

 

Bundesgericht: Werbemonitore im Zürcher Niederdorf müssen weg

Die vier Werbemonitoren am Haus «Zum Brotkorb» im Niederdorf müssen weg. Das Bundesgericht hat auch die zweite Beschwerde der Betreiberfirma abgewiesen. Diese hatte nach einem ersten Entscheid die verbotenen Grossbildschirme durch je zwei kleinere ersetzt.

Ursprünglich war in den Vitrinen der Liegenschaft an der Niederdorfstrasse 77 je ein 50-Zoll-Flachbildschirm montiert gewesen. Auf den Monitoren wechselten im 10-Sekunden-Takt Standbilder mit Werbung für in den Häusern ansässige Firmen sowie für andere Geschäfte und Betriebe.

Denkmalpflegerisch sensibles Umfeld

Das Amt für Städtebau verfügte 2006 die Beseitigung der Bildschirme, was vom Bundesgericht 2008 bestätigt wurde. Die Betreiberfirma CityLights montierte in der Folge an Stelle der grossen Bildschirme je zwei kleinere 30-Zoll-Monitore. Das Amt für Städtebau verlangte indessen auch deren Entfernung.

Die Betreiberfirma gelangte wiederum ans Bundesgericht, das ihre Beschwerde nun erneut abgewiesen hat. Die Richter in Lausanne stützen die Ansicht der Zürcher Behörden, dass die Fremdwerbung auf den vier Monitoren auf das denkmalpflegerisch sensible Umfeld in der Zürcher Altstadt nicht hinreichend Rücksicht nimmt.

Präjudiz vermeiden

Dies gelte insbesondere unter dem Aspekt, dass es sich beim betroffenen Gebäude «Zum Brotkorb» um ein inventarisiertes Objekt handle. In einer kleinräumigen Umgebung trete jede Form von beleuchteter oder leuchtender Werbung stark in Erscheinung.

Die Befürchtung der Baubehörden, dass bei der Bewilligung der umstrittenen Monitore ein Präjudiz geschaffen würde, welches im Verlaufe der Zeit zu einer ästhetischen Beeinträchtigung der Altstadt führen könnte, erscheine vor diesem Hintergrund begründet.

CityLights will nicht abmontieren

Dass Schaufenster in der Umgebung zum Zweck der Eigenwerbung ähnlich oder sogar noch auffälliger gestaltet seien, spiele keine Rolle. Das Bundesgericht habe bereits in seinem Entscheid von 2008 festgehalten, dass eine unterschiedliche Behandlung von Eigen- und Fremdwerbung im Prinzip zulässig sei.

Jürg Knecht von CityLights will die umstrittenen Monitore trotz dem Verdikt aus Lausanne nicht entfernen, wie er am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA erklärte. Stattdessen werde er in Zukunft nur noch Eigenwerbung über die Bildschirme flimmern lassen, was ja offenbar zulässig sei. (SDA)

 

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