Nicht vergessen: Jetzt zum «Race against Cancer» anmelden und Werbewoche-Abo gewinnen

Krebs betrifft in der Schweiz jeden zweiten Mann und jede dritte Frau, in der westlichen Welt ist er die Todesursache Nr. 1. Um gegen die tückische Krankheit ein Zeichen zu setzen und Betroffene sowie die Schweizer Krebsforschung zu unterstützen, organisiert die Krebsliga seit dem vergangenen Jahr das «Race against Cancer».

Die Herausforderung
Am 27. August befahren Einzelfahrer und Teams aus drei bis sechs Personen mit ihrem Velo von Airolo aus die alte Passstrasse Tremola bis zum Gotthardpass, und zwar zwischen 7 und 19 Uhr möglichst oft hin und her. Wem die Puste ausgeht, der kann anhalten, verschnaufen oder sein Velo auch ein Stückchen schieben – denn bei diesem Rennen geht es nicht um den Sieg, sondern ums Mitmachen. Als Startgeld bezahlen private Einzelfahrer 2'500 Franken, private Teams 5'000 Franken. Wer das Startgeld selbst nicht zusammenbringt, kann sich von Freunden, der Familie, Nachbarn, seinem Verein, dem Arbeitgeber oder dem Beck um die Ecke sponsern lassen. Für von Unternehmen gesponserte Fahrer kostet der Start von Einzelpersonen 5'000 Franken, von Teams 10'000 Franken. Diese Beträge kommen ohne Abzüge ausgewählten Schweizer Krebsprojekten und der Krebsforschung zugute.

Übrigens: Beim Rennen sitzen auch zahlreiche Prominente im Sattel, unter anderen vier Olympia-Goldmedaillengewinner. Da sollten auch Sie unbedingt dabei sein.

Ausreden gelten nicht
Sie haben kein Velo oder wollen nicht velofahren? Auch das ist keine Ausrede, nicht mitzumachen: Sie können nämlich auch bei der geführten Wanderung «Unterwegs gegen Krebs» mitlaufen. Die Wanderung startet am 27. August um 10.30 Uhr und führt von Airolo über den alten Säumerpfad zum Gotthardpass. Der Weg kreuzt die Tremola mehrfach, so dass sich Wanderer und Velofahrer immer wieder begegnen. Die Wanderer zahlen kein Startgeld, freiwillige Spenden für die Krebsliga sind aber sehr willkommen.

Jetzt anmelden und gewinnen
Also, jetzt anmelden auf www.raceagainstcancer.ch. Die ersten drei, die sich oder ihr Team unter dem Stichwort «Werbewoche» zur Teilnahme melden, erhalten als Belohnung ein kostenloses Jahresabonnement der Werbewoche plus viermal das Media Trend Journal. Weitere Informationen zum «Race against Cancer»: http://bit.ly/mFVGkv (afh)
 

BCP 2011: Content matters

Der diesjährige BCP-Kongress stand unter dem Thema «Corporate Attitude – Unternehmen zeigen Haltung». Er befasste sich mit der Unternehmensverantwortung/ -haltung, und den sich daraus ergebenen Chancen und Herausforderungen für die Kommunikation.

Des Weiteren wurde ein neues Effizienz-Messtool für CP-Medien vorgestellt. Das Forum Corporate Publishing FCP hat gemeinsam mit der TNS Emnid Medienforschung ein Instrument entwickelt, welches die Nutzung und die kommunikative Wirkung von CP Medien ermittelt: Den Content Performance Indicator CPI.

«Editorial Content ist die zentrale Stärke von Corporate Publishing als Instrument der Unternehmenskommunikation» betonte Dr. Andreas Siefke, Vorsitzender des Forum Corporate Publishing (FCP) auf dem neunten BCP Kongress in Hamburg. Unabhängig vom Ausgabemedium sei Content der Nucleus für Marketing, Branding und Commerce. Die Aufgaben des Corporate Publishing werden laut Siefke immer komplexer: Inhalte müssen medial gesteuert und auch die technischen Anforderungen beherrscht werden. «Corporate Publisher werden also zu crossmedialen Planern, die im Sinne der Kommunikationsstrategie alle Kanäle, ob Print, Mobile, Online mit Leben befüllen», so Siefke weiter. Corporate Publishing stehe demnach für Crossmedia, Consulting und eben vor allem Content, denn nur Content matters.

Gewinner der BCP-Awards
Im Anschluss an den Kongress wurden die n BCP-Awards vor 600 Gästen unter der Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsminister Rösler verliehen. Aus über 630 eingereichten Publikationen zum BCP 2011 wurden 32 Goldpreisträger ermittelt. Die BCP-Jury zeigte sich beeindruckt von den vielen neuen Ideen und dem Innovationspotenzial der eingereichten Medien. Mehr als zehn Prozent aller Einreichungen waren digitale CP-Medien wie E-Magazines, Videos oder Applications. Die crossmediale Verknüpfung der Medien spielt dabei eine zentrale Rolle.

Neben den Awards in den Hauptkategorien Business-to-Business und Business-to-Consumer wurden die Auszeichnungen zum Beispiel für Mitarbeitermedien und Geschäftsberichte vergeben. Außerdem vergab Steinbeis Papier als Hauptsponsor des BCP den Sonderpreis für Green Publishing. Zusätzlich stiftete Laserline den Sonderpreis «Druck & Innovation». Der Kommunikationsdienstleister Lingua Kraft Language Services in Zusammenarbeit mit Transatlantic Translations zeichnete internationale Kommunikationskonzepte mit dem Sonderpreis «Internationale Kommunikation» aus. Zum zweiten Mal ehrte
Corbis das beste Foto auf einem Corporate Publishing-Medium mit dem Bildpreis «Cover des Jahres».

Bei der diesjährigen Preisverleihung wurden drei weitere Publikationen mit der Aufnahme in die Hall of Fame geehrt, die bereits zum dritten Mal Goldpreisträger sind. Sie werden künftig dauerhaft unter Bcp-award.com als Beispiel für kontinuierliche Qualität im Corporate Publishing präsentiert.

Foto vom Kongress und der Preisverleihung gibt es hier.
 

Facebook startet Videochat-Funktion

Facebook wird eine eigene Videochat-Funktion starten. Der gemeinsam mit Skype entwickelte Dienst werde in den kommenden Wochen für alle Nutzer verfügbar werden.

An der Pressekonferenz am Mittwochabend machte Mark Zuckerberg deutlich, dass es Facebook in den vergangenen fünf Jahren vor allem darum gegangen sei, so viele Nutzer wie möglich zu bekommen, und dass es nun vielmehr darum gehen werde, was man mit einer solchen Masse von Menschen anfangen könne. Nun beginne die «launching season», die innovationssaisson, so Zuckerberg gemäss Spiegel. de.

Die erste «Innovation» ist nun die bereits erwartete Skype-Integration. Dies ist zwar weniger eine Innovation, als einfach das Schliessen einer Lücke, und die Antwort auf Googles Plus-Dienst. Der Internet-Riese hatte vor einer Woche seinen Facebook-Konkurrenten Google+ gestartet, der ebenfalls Videotelefonie bietet.
 

Grossbritannien: Murdoch stellt nach Abhörskandal Zeitung News of the World ein

Die britische Boulevardzeitung News of the World wird angesichts der jüngsten Abhörskandale eingestellt. Das Blatt wird am Sonntag zum letzten Mal erscheinen.

Dies erklärte der Sohn von Medienmogul Rupert Murdoch, James Murdoch, am Donnerstag. Das Blatt soll nicht nur Telefonate von Prominenten, sondern unter anderem auch von Angehörigen getöteter britischer Soldaten abgehört haben. Jüngst war bekannt geworden, dass Journalisten der Zeitung auch Opfer der Londoner Terroranschläge 2005 abgehört haben sollen. Journalisten der Zeitung sollen zudem 2002 das Handy eines verschwundenen Mädchens geknackt haben, um ihre Mailbox abzuhören.

Der britische Premierminister David Cameron hatte nach Bekanntwerden der Vorwürfe eine Untersuchung gefordert. Im Jahr 2007 wurden bereits ein Journalist und ein Privatermittler der Zeitung dafür verurteilt, die Telefone von Prominenten und Mitgliedern des Königshauses angezapft zu haben.(sda)

 

Ausflüge planen mit der Ford-App

Wunderman hat für Ford eine kostenlose App für die Freizeit entwickelt. Ford Family Fun präsentiert 1500 Ausflugstipps für Familien, die im Auto unterwegs sind. Die Designlounge von Antalis soll zur festen Institution werden.

Ford hat die idealen Fahrzeugmodelle für Familien, die gerne unterwegs sind. Ganz dieser Zielgruppe entsprechend entwickelte Wunderman die kostenlose iPhone-App «Ford Family Fun», welche die Probleme vieler Eltern löst: Was sollen sie mit ihren Kindern in der Freizeit unternehmen? Wie können sie den Kleinen ein abwechslungsreiches Programm bieten? Die App zaubert Familien einen spannenden und genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Vorschlag aus der Hosentasche. Dank ausgeklügelter Kriterien kann jeder suchen, wonach ihm der Sinn gerade steht. Mehr als 1500 Ausflugstipps warten darauf, von Familien und anderen Unternehmungslustigen entdeckt zu werden. Mit Ford Family Fun findet man spontan attraktive Möglichkeiten für Zwischenstopps. Mittels Schnellsuch- Buttons können alle Ausflugsmöglichkeiten in der Nähe, ausgewählte Destinationen, die in einer Stunde Autofahrt erreichbar sind, oder die eigenen Favoriten angezeigt werden. Beworben wurde Ford Family Fun mittels Online-Banner und Teaser in Print-Anzeigen in der ganzen Schweiz. pan

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Aufgespiesst: Baby, Baby, Ballaballa

Werbewoche-Redaktorin Anne-Friederike Heinrich über die neue Faszination Frauenfussball.

Frauen und Fussball, das geht ja gar nicht, fand 1955 Sepp Herberger, der Chef der deutschen Fussball-Nationalmannschaft (der Herren). In jenem Jahr verbot der Deutsche Fussball Bund ihm angeschlossenen Vereinen, Frauenabteilungen zu gründen und Sportstätten für Frauen zur Verfügung zu stellen. Die Begründung: «Im Kampf um den Ball verschwindet die weibliche Anmut, Körper und Seele erleiden unweigerlich Schaden und das Zurschaustellen des Körpers verletzt Schicklichkeit und Anstand.» Aha. Dabei hatten britische Damen bereits 92 Jahre zuvor begonnen, Fussball zu spielen. Am 23. März 1895 verfolgten mehr als 10 000 Zuschauer den ersten Match des ersten britischen Frauen-Fussballteams «British Ladies». Dabei trugen die Spielerinnen Hüte und Röckchen über Knickerbockern. Eigentlich ganz apart.

Die kickenden Damen stehen inzwischen nicht mehr im Abseits. 1972 wurde die Schweizer Fussballnationalmannschaft der Frauen gegründet, seit 1991 gibt es eine Frauenfussball-WM. Emanzipiert haben sich auch die Damen, die ihren Geschlechtsgenossinnen gern beim Stossen des Kugelleders zuschauen. Wurden sie noch vor wenigen Jahren (Wochen) verlacht oder zu Kampfemanzen erklärt, gehört es nun auf einmal zum guten Ton, Frauenfussball zu schauen.

Quotenkick durch Senioren

Es sind aber weder die Kickerinnen, noch ihre Zuschauerinnen, die im Zusammenhang mit der Frauenfussball-WM für Überraschungen sorgen. Denn Frauen haben über kurz oder lang schon immer bekommen, was sie wollten, war der Widerstand der Männer auch noch so gross: Hosen anziehen, rauchen, Haare kurz schneiden, arbeiten gehen, Bier trinken, keine Kinder bekommen. Und eben auch Fussball spielen.

Erstaunen wecken diesmal die Herren der Schöpfung: Aus einer Auswertung von Media Control geht nämlich hervor, dass mehr als die Hälfte derer, die bei der Frauenfussball-WM vorm Bildschirm hängen, Männer sind. Beim Spiel der deutschen Damen gegen die Kanadierinnen waren das immerhin 8,2 Millionen. Männer. Vor allem den älteren Herren ab 65 Jahren haben es die Kickerinnen angetan: In dieser Zuschauergruppe liegt der Marktanteil bei über 79 Prozent. Donnerwetter! Haben die Altvorderen ihre Fernsehbrille verlegt und gar nicht bemerkt, dass es Menschen mit zwei X-Chromosomen sind, die hier bolzen? Sitzen die Graumelierten begeistert vor der Kiste und denken: «Hach, das könnte meine Erika sein!»? Oder schätzen sie es, ein Fussballspiel anzuschauen, ohne dass die Akteure aufs Spielfeld rotzen? Vermutlich ist es die Faszination des Abartigen, die hier durchschlägt. Ein wenig wie 1895: «Damen, die Fussball spielen? Das muss ich sehen!» Frauen schauen schliesslich auch hin, wenn das Fernsehen eine Reportage über shoppende Männer zeigt.

Jung kickt gut

Allerdings erliegen auch jüngere Männer der Magie der Fussballerinnen, obwohl sie Kraft ihrer späteren Geburt von der Damenwelt schon einiges gewohnt sein sollten. Wie aus gut informierten Kreisen verlautet gibt es sogar Typen, die in Kaffeeküchen grosser Unternehmen voller Ingenieure die Ergebnisse der Frauenfussball-WM aushängen. Und das nicht heimlich vor Dienstbeginn, sondern während der Kaffee-Hauptverkehrszeit, unterzeichnet mit ihrem Namen. Ehrlich gesagt: Mir sind solche Männer unheimlich.

Vielleicht entsteht die Anziehungskraft der Frauenfussball-WM ja durch das Outfit der Spielerinnen. Frei nach dem Motto: «Wer scharf aussieht, schiesst auch schärfer.» Mit diesem Slogan macht Nike derzeit nicht nur Lust auf seine Sportklamotten, sondern auch auf die Fussballerinnen. Als Testimonial der Kampagne schaut die deutsche Fussball-Nationalspielerin Fatmire Bajramaj in die Kamera, grimmig und mit rot lackierten Krallen. Grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr. Die Schöne wird zum Biest. Das finden Männer natürlich super.

Ballaballa? Ne, denn Frauenfussball funktioniert. Erstens fussballerisch: Denn die Damen kicken gar nicht so übel. Zwar wummst es beim weiblichen Tritt an den Ball weniger als bei den Männern, aber die Fussballerinnen gewinnen trotzdem mehr Spiele. Vielleicht könnte die Schweizer Nati ja mal zuschauen … autsch, ich hab nichts gesagt. Zweitens werbetechnisch: Die Sponsoren der Frauenfussball-WM können sich freuen. Denn 40 Prozent der WM-Zuschauer erinnern sich an die Unterstützer der Kickerinnen. Eine stattliche Quote.

Meine These: Der Zauber der Ball-Elf(en) hat schlicht damit zu tun, dass Männer Frauen gern in Aktion sehen – am liebsten vom Sofa aus mit einem Bier in der Hand: beim Putzen, beim Kochen oder eben beim Fussballspielen.

 

Gremlich Fatzer Partner: Geschäftsbericht des ZVV realisiert

Die Zürcher Agentur Gremlich Fatzer Partner wurde vom ZVV mit der Realisation des Geschäftsberichts 2010 beauftragt. Darin geben sechs Persönlichkeiten Persönliches über ihre Beziehung zum öffentlichen Verkehr preis.

Die sechs Personen sind: Beat Schlatter, Karina Berger, Ruedi Widmer, Maja Brunner, Noëmi Nadelmann und Kurt Aeschbacher. Sie haben für die Agentur einen unkonventionellen Fragebogen ausgefüllt.

Verantwortlich beim ZVV: Beatrice Henes, Thomas Kellenberger, Ursula Hess (Information/Kommunikation). Verantwortlich bei Gremlich Fatzer Partner: Fabiola Rogers (Konzept/Beratung), Michael Bader (Konzept/AD).
 

Corporate Forum Best of 2011

Die Jury des grössten Wettbewerbs für Unternehmenskommunikation in Europa hat aus 633 eingereichten Arbeiten 167 ausgezeichnet. Die Schweiz holt 6 goldene und 18 silberne Awards.

Wie beeinflusst die Unternehmensverantwortung die Kommunikation und welche Chancen ergeben sich daraus? Wie wirken sich iPad, Social Media und Co auf die CP-Welt aus? Wie ist die Effizienz von CP-Medien messbar? Diese Fragen suchte Europas grösster CP-Kongress zu beantworten, der am 6. Juli in Hamburg stattgefunden hat. Verbunden mit dem Branchentreff ist ein Wettbewerb. Der BCP (Best of Corporate Publishing) gilt als die Leistungsschau der Innovationen im Corporate-Publishing- Markt. Der Award wird seit 2003 gemeinsam von den führenden Branchenmagazinen Acquisa, Horizont, w&v sowie der Werbewoche ausgerichtet. «Die Qualität der Einreichungen steigt. Innovationen und crossmediale Ideen nehmen zu», konnte die Jury feststellen. Bewertet wurden 28 Kategorien. In den digitalen Kategorien sind die Einreichungen mehr als 10 Prozent gestiegen. Hier geht es um E‑Magazine, Videos und Apps. «Es gibt kaum noch mediale Unternehmensauftritte, die ausschliesslich auf ein Print-Magazin setzen. Verweise und inhaltliche Verknüpfungen zu Microsites, Facebook-Auftritten, Blogs und Applikationen gehören bereits zum Standard», sagt Michael Höflich, Geschäftsführer des Forum Corporate Publishing. Wachstum gab es somit auch in der Kategorie Best Cross Media Solution. Die Geschäftsberichte verzeichneten 23 Prozent mehr Einreichungen als 2010. Neben den BCP-Pokalen wurden vier Sonderpreise vergeben. Die Resultate finden sich aktuell auf www.bcp-award.com. Die Werbewoche als Jurymitglied kann hier bereits die Schweizer Sieger vorstellen. Die Jury des Wettbewerbs setzte sich 2011 aus rund 105 Experten aus Journalismus, Art-Direktion, Marketing und Unternehmenskommunikation zusammen, aufgeteilt in Jurygruppen.

> Zu den Schweizer Arbeiten (PDF)
 

Kündigungen fair aussprechen

Mitarbeiter zu entlassen, gehört zu den unangenehmsten und heikelsten Aufgaben einer Führungskraft. Eine Kündigung ist nicht nur hart für den betroffenen Arbeitnehmer, sondern Entlassungen wirken sich immer auch auf die zurückbleibenden Mitarbeiter aus. Diesen gibt es Sicherheit und Vertrauen in den Arbeitgeber, wenn sie sehen, dass Kündigungen respektvoll und fair abgewickelt werden. Von Irmtraud Bräunlich Keller, lic.rer.pol., Redaktorin und Arbeitsrechtsexpertin beim Beobachter-Beratungszentrum

Rein rechtlich gesehen können Arbeitsverträge rasch und problemlos aufgelöst werden. Im schweizerischen Arbeitsvertragsrecht herrscht der Grundsatz der Kündigungsfreiheit. Mit wenigen Ausnahmen (Sperrfristen bei Arbeitsunfähigkeit, Militär, Mutterschaft) kann jederzeit gekündigt werden – auch ohne triftigen Grund. Eine bestimmte Form schreibt das Gesetz nicht vor. Gekündigt werden kann mündlich, schriftlich oder per SMS. Es spricht jedoch nicht für Ihre Unternehmenskultur, wenn Sie Ihren Mitarbeitern mit wenigen Worten, kurz vor Feierabend, die Kündigung aussprechen oder – noch schlimmer – ihnen den blauen Brief einfach ohne Vorwarnung nach Hause schicken. Trennungsprozesse fair und anständig abzuwickeln, ist in Ihrem eigenen Interesse. Meist lassen sich dadurch weitere Probleme verhindern, wie monatelanges Krankschreiben der gekündigten Person, Auseinandersetzungen und vielleicht sogar Prozesse. Bedenken Sie ausserdem: Angestellte, die meinen, ihnen werde Unrecht getan, reden schlecht über Ihre Firma, verraten womöglich Interna. Vermehrt äussern sich Arbeitnehmende auch in Internetforen und -blogs über ihre (ehemaligen) Arbeitgeber. Diese (positive oder negative) Publicity darf nicht unterschätzt werden. Behandeln Sie Angestellte, die gehen müssen, mit Respekt. Sie sollen in der Trennungsphase ihre Würde wahren können. Beachten Sie folgende Tipps:

– Es empfiehlt sich, zwei Kündigungsgespräche zu führen: ein erstes, in dem es um die Fakten geht, und ein zweites für die Besprechung von Detailfragen. Der Gekündigte hat so Zeit, den Schock zu verdauen und sich offene Fragen zu überlegen.

– Kündigen Sie nicht am Freitagabend oder vor den Ferien, schon gar nicht kurz vor Weihnachten. Planen Sie genügend Zeit für das Gespräch ein.

– Kommen Sie ohne Ausschweifungen und Smalltalk zur Sache. Wecken Sie keine falschen Hoffnungen.

– Begründen Sie die Kündigung – idealerweise unter Bezugnahme auf bereits geführte Gespräche. Das Kündigungsgespräch ist nicht der Zeitpunkt für eine Generalabrechnung oder für kleinliches Herumhacken auf Schwächen und Fehlern.

– Geben Sie der Mitarbeiterin Zeit zum Reagieren. Zeigen Sie Verständnis, ohne in eine Verteidigungshaltung zu geraten.

– Trifft den Angestellten kein Verschulden, sollten Sie Möglichkeiten prüfen, ihm entgegenzukommen (Verlängerung der Kündigungsfrist, Laufbahnberatung, Freistellung, Abfindung, vorzeitige Pensionierung).

– Drängen Sie ihn nicht dazu, eine allfällige Austrittsvereinbarung zu unterschreiben. Räumen Sie Bedenkzeit ein. Falls der Mitarbeiter die Gelegenheit erhalten soll, selber zu kündigen, muss er auch dies in Ruhe überlegen können.

– Vereinbaren Sie ein Folgegespräch. Notieren Sie sich offene Fragen.

– Legen Sie die Sprachregelung fest, wie der Weggang intern und nach aussen kommuniziert werden soll.

Wichtig: Kündigungen haben meist eine Vorgeschichte. Zeichnen sich gröbere Konflikte mit einem Mitarbeiter ab, sollten Sie frühzeitig das Gespräch suchen. Wichtige Kritikpunkte, Verwarnungen, Zielsetzungen etc. sind schriftlich festzuhalten. Wenn Sie Probleme mit einem Angestellten samt Lösungsversuchen schwarz auf weiss dokumentieren können, werden Sie keine Mühe haben, Ihren Trennungsentscheid sachlich zu begründen. Zudem haben Sie bessere Karten, falls es mit dem Angestellten zu einem Rechtsstreit wegen des Arbeitszeugnisses oder wegen angeblicher

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Traditionsmarken bleiben am stärksten

Der Brand Asset Valuator der Young&Rubicam-Gruppe hat wieder die 20 stärksten Marken der Schweiz ermittelt. Nur fünf «Ausländer» schafften es auf die Top-Liste.

Die Markenwelt bleibt «vom Patriotismus geprägt ». Die bereits im letzten Jahr bei den Schweizer Konsumenten beobachtete Tendenz, heimische Erzeugnisse den ausländischen vorzuziehen, hält nach wie vor an. Gemäss der jährlichen Studie Brand Asset Valuator der Y&R-Gruppe befinden sich unter den 20 stärksten Marken 15 einheimische. Die Migros ist in dieser Spitzengruppe gleich dreimal vertreten – neben der Dachmarke auch noch mit M-Budget und M-Cumulus. Coop, obwohl inzwischen der grösste Detailhändler der Schweiz, schaffte es nicht in die Top 20. Neu vermisst in den Charts wird Nespresso. Das könnte eine Folge des Kapselkriegs sein. Aus dem Bewusstsein der Schweizer «verschwunden» sind auch Sugus und Sinalco, trotz aktueller Werbeoffensive. Rivella hingegen kann sich hartnäckig in der Liste halten. Wie Urs Krucker, Marketing-Experte bei Y&R feststellt, spielt innovative Kommunikation im Internet für die Bedeutung der Marken eine steigende Rolle. Facebook als Marke hat es allerdings noch nicht in die Top-Liste geschafft. Dominiert wird diese nach wie vor von Foodmarken. Davon sind gleich 12 unter den stärksten. Die Werte werden von Y&R unter 1100 verschiedenen Marken erhoben. pan

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Generationswechsel bei SFLB

Per 1. Juli 2011 übernimmt Andy Stäheli (38) von Peter Felser die Geschäftsführung der Werbeagentur Spillmann Felser Leo Burnett. Peter Brönnimann (46) wird Nachfolger von Martin Spillmann als Executive Creative Director. Zudem verkaufen die Schweizer Partner ihre Anteile an den langjährigen internationalen Partner Leo Burnett.

WW: Wie gut habt ihr geschlafen in den letzten paar Tagen?
Peter Felser: Sehr gut, allerdings nicht sehr lange. Die Tage waren intensiv, die Nächte kurz. Unser Führungswechsel ist sorgfältig vorbereitet. Wir kennen alle Schlüsselpersonen seit Jahren und arbeiten erfolgreich zusammen. Mit Leo Burnett sind wir seit fast 10 Jahren verbunden, Andy Stäheli und Peter Brönnimann haben mit uns zusammen massgeblich zum Erfolg der Agentur beigetragen. Das neue Führungsteam ist seit Jahren in der Agentur stark engagiert und gut eingespielt. Da gibt es keine Gründe für unruhiges Schlafen.

Martin Spillmann: Wir haben eine anspruchsvolle Zeit hinter uns, in der wir neben der täglichen Arbeit auch den gezielten Aufbau unserer Nachfolger vorantrieben. Und zwar ohne dass das Umfeld dies zur Kenntnis nahm. Schlafen können wir insofern gut, als die Geschichte von Spillmann Felser Leo Burnett ja eine schöne ist. Wir haben mit unseren Partnern und Mitarbeitern innert neun Jahren eine der grössten und kreativ erfolgreichsten Agenturen der Schweiz aufgebaut und können diese nun in die Hände unserer Nachfolger übergeben. Nachfolger, die nach dem für den Erfolg mitverantwortlichen Motto «Grossartige Werbung machen für Kunden, die das auch wollen, und dabei gemeinsam Spass haben» die Agentur mit Sicherheit in eine neue Ära des Erfolgs führen werden.

Wie weit haben beim Verkauf auch persönliche Motivationen eine Rolle gespielt?
Martin Spillmann: Nach über 25 Jahren ist nun für mich der ideale Zeitpunkt gekommen, ein wenig kürzer zu treten und auch ein wenig Abstand zum Agenturleben zu nehmen. Vielleicht auch nur, um sich von der Routine zu befreien, die oft eine ganz neue Sichtweise der Dinge verhindert. Vielleicht wird mit der Distanz die Lust aufs Kreieren noch stärker, als sie schon immer war und ist.

Peter Felser: Natürlich spielt die persönliche Lebensphase auch eine Rolle. Das operative Geschäft ist schon intensiv. Als CEO ist es kaum möglich, «ein bisschen» zu reduzieren. Der Job erfordert 100 Prozent Einsatz. Die Freude an der Kommunikation ist jedoch ungebrochen. Wir sind in einer der faszinierendsten Branchen überhaupt. Markenführung ist und bleibt meine Leidenschaft. Daran hat sich nichts geändert. Ich werde der Agentur und der Branche verbunden bleiben. Aber ich freue mich schon sehr, dass ich die persönliche Agenda wieder vermehrt selbst bestimmen werde und die Alltagshektik abnimmt.

Von wem ist der erste Impuls für einen solchen Wechsel gekommen?
Peter Felser: Den geeigneten internationalen Partner haben wir vor der Gründung von Spillmann Felser Leo Burnett sehr seriös evaluiert. Entscheidend waren die gemeinsamen Ambitionen bezüglich des kreativen Produktes. Es war damals schon eine Option, dass Leo Burnett nach Aufbau und Etablierung der lokalen Agentur sich stärker beteiligt.

Martin Spillmann: Für uns waren der Aus¬stieg und die erfolgreiche Nachfolgeplanung schon seit Gründung der Agentur ein wichtiges Thema. Dies als Selbstschutz, um zu verhindern, dass uns eines Tages im hohen Alter die Mitarbeiter nahelegen, doch endlich mal einer jüngeren Crew Platz zu machen, und wir dabei realisieren, dass wir den Absprung verpasst haben.

Was könnte die von euch kommunizierte «neue Interpretation der Rolle als Verwaltungsräte» konkret bedeuten?
Peter Felser: Wir werden Kontinuität in der Qualität und in der Ausrichtung der Agentur sicherstellen und die Haltung und Kultur der Agentur mitbestimmen. Der Rückzug aus dem operativen Tagesgeschäft gibt uns aber auch genügend Zeit, uns künftig um einige strate¬gische und konzeptionelle Markenprojekte einzelner Kundenmandate intensiver zu küm¬mern.
Martin Spillmann: Losgelöst vom Tagesgeschäft kann man sich eher mit Innovationen auseinandersetzen und diese ins Unternehmen einbringen.

Keine Angst, dass die nicht mehr von euch persönlich betreuten Kunden den Bezug zur bisherigen Aura der Agentur verlieren?
Peter Felser: Nein. Die «neue Generation» stand in der Vergangenheit ein wenig in unse¬rem Schatten, hat aber schon bisher massge¬bend zum Erfolg beigetragen. Andy Stäheli und Peter Brönnimann sind für diese Aufgabe bestens gewappnet und geniessen sowohl bei den Mitarbeitern wie auch bei den Kunden hohe Akzeptanz. In der Geschäftsleitung sind mit Peter Brönnimann, Rolf Zimmermann und Michael Waeber drei Gründungspartner mit dabei. Sie kennen und leben die Philoso¬phie von SFLB. Zudem wird die Führungs¬mannschaft mit Michael Gassler als zweiten Managing Director vervollständigt. Diese Mannschaft ist im besten Alter, um eine Agentur zu führen. Wir sind überzeugt, dass dieser Generationswechsel sich in der praktischen Arbeit positiv bemerkbar macht und die Agentur auch in Zukunft den Markt mit effizienten und kreativen Kampagnen prägen wird.

Martin Spillmann: Die Agentur wurde von Aussenstehenden oft als eine verschworene Gemeinschaft bezeichnet. Diese haben insofern recht, als alle bei SFLB seit Beginn am gleichen Strick ziehen und die gleichen Ziele verfolgen – gute Werbung machen und dabei auch noch Spass haben. Letzteres sollte eigentlich gar nicht so schwierig sein, denn gute Werbung sollte auch Spass machen. Nicht nur den Machern, sondern auch den Konsumen¬ten. Ich bin sicher, dass dieses Agenturziel auch weiterhin von der neuen Führung angestrebt und von all den engagierten Mitarbeitern auch umgesetzt wird.

Blieb in den letzten zwei Jahren überhaupt noch Zeit für das operative Eingreifen ins Tagesgeschäft – neben dem Führen eines 75-köpfigen Unternehmens mit 18,9 Millionen Franken Bruttobetriebsertrag?
Martin Spillmann: Wir waren beide zu jeder Zeit auch operativ tätig. Zu einem grossen Teil lässt sich das Operative nicht vom Strategischen trennen. Kreative Menschen, zu denen ich auch meinen Partner Peter Felser zähle, suchen permanent nach Ideen, die zu Lösungen führen. Dieser Prozess startet bei den ersten Gesprächen mit den Kunden über die Zukunft ihrer Marke und zieht sich bis zu den finalen werblichen Umsetzungen durch.

Peter Felser: Zum Glück wird man mit der Erfahrung schneller. Ich habe beides gerne gemacht. Die Leidenschaft, sich inhaltlich mit der Marke und den Kernbotschaften zu be¬schäftigen, habe ich nie verloren. Eine gute strategische Grundlage dient übrigens auch der Effizienz der Agentur. Eine pointierte strategische Plattform erhöht auch die interne Effizienz und erleichtert die Führung der Agentur.

Was bringt das verstärkte Engagement von Leo Burnett einer Schweizer Agentur?
Peter Felser: Leo Burnett verspricht sich von SFLB einen wesentlichen Beitrag zum kreati¬ven Output der Gesamtagentur. Für eine glo¬bale Agentur ist es wichtig, dass sie in allen wesentlichen Regionen über sogenannte «Centres of Excellence» verfügen. Zürich ist für Leo Burnett ein solches «Centre of Excellence». Das ist für uns in Zürich eine Riesenchance. Weiter profitieren wir von der weltweiten Humankind-Philosophie. Hinter Humankind steckt ein ganzes Paket von wertvollen Tools zur Erarbeitung von wirkungsvollen Kampagnen. Der Erfahrungsaustausch mit internationalen Top-Kreativen und Top-Strategen ist sehr bereichernd. Der Austausch findet nicht nur auf ausgewählten internatio¬nalen Kunden statt, sondern auch auf der Ebene Neue Medien, Weiterbildung und Kreativität generell.

Martin Spillmann: Leo Burnett engagiert sich stark für das kreative Produkt. Viermal im Jahr werden alle bedeutenden Kampagnen, die in den einzelnen Niederlassungen entstanden sind, analysiert und bewertet. Das 7+-Bewertungssystem gilt als eines der besten in der Branche und wurde vor Jahren von Michael Conrad, dem damaligen weltweiten CD, ins Leben gerufen.

Was werden Sie in Zukunft mit den frei gewordenen Kräften anfangen?
Martin Spillmann: In meinem Leben kam ich nie in die Situation, dass es mir langweilig wurde. Dank meiner mir angeborenen Neugier habe ich eher Angst davor, mich allzu schnell wieder in zu vielen neuen Projekten zu engagieren. Worauf ich mich mit der gewonnenen Zeit freue, ist, endlich mal die vielen angefangenen oder sogar noch in der Originalverpackung steckenden Bücher zu lesen und die vielen ungesehenen Filme zu schauen. Besonders freue ich mich aber auch darauf, mit meiner Frau Rita das eine oder andere Projekt umzusetzen, das wir in den letzten Jahren geplant, aber auf die lange Bank geschoben haben.

Peter Felser: Die Intensität der letzten 10 Jahre liess es nicht zu, genaue Pläne zu schmieden. Eines ist klar: Zeit und Qualität sollen künftig wieder einen höheren Stellenwert einnehmen, das Volumen soll reduziert werden. Die Arbeiten als Verwaltungsrat, die Betreuung einzelner Kundenmandate von SFLB, das Präsidium von bsw leading swiss agencies, ein paar Engagements als Gastdozent an Hochschulen, das gibt zusammen schon einiges. Der Rest soll nicht verplant werden, meiner Familie und mir gehören.

Werdet ihr ein eigenes Büro an der Aemtlerstrasse behalten?
Peter Felser: Beides. Wir werden unsere Büros unseren Nachfolgern überlassen, also den Rückzug physisch sichtbar machen. Wir werden aber ein anderes, kleineres Büro in der Agentur beziehen.

Martin Spillmann: In Zukunft werden wir uns ein gemeinsames Büro teilen, etwas, was wir bis jetzt noch nie getan haben, uns aber sicher hilft, effizient zusammenzuarbeiten.

Interview: Andreas Panzeri

> Spillmann/Felser/Leo Burnett: Generationenwechsel in der Geschäftsführung

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Neue Führung bei Prime

Claudio Rotter übernimmt bei Prime als Nachfolger von Markus Stadler die Leitung der Beratung als Managing Partner per 8. Juli. Zusammen mit Prime-Gründer und Managing Partner Basil Hangarter, der weiterhin die Kreation leitet, bilden die beiden die neue Geschäftsleitung der Agentur.

Der bisherige Gründer, Mitinhaber und CEO von Prime, Markus Stadler, verlässt zum selben Zeitpunkt die Agentur. Er wird sich künftig neuen Herausforderungen im Bereich der Unternehmens- und Markenkommunikation stellen. Die Trennung erfolgt in gegenseitigem Einvernehmen, so die Agentur in einer Mitteilung. Claudio Rotter war in verschiedenen Kommunikationsagenturen tätig, zuletzt von 2004 bis 2010 als Gründer und Geschäftsführer bei der Agentur Paroli.
 

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