Illnau-Effretikon wehrt sich gegen Publikationsorgan

In Illnau-Effretikon regt sich Widerstand gegen das amtliche Publikationsorgan Regio.ch. Man vernehme aus der Bevölkerung und über alle Parteigrenzen hinweg, dass die Information durch diese Wochenzeitung nicht befriedigend sei, schreiben die Juso und die BDP in einem Postulat.

Sie verlangen deshalb vom Stadtrat, dass der laufende Vertrag auf Ende Jahr gekündigt wird. Die Stadt solle zudem prüfen, ob statt Regio.ch, dem Nachfolger des Kiebitz, ein ihrer Meinung nach besseres Printmedium geschaffen werden könne. Dazu müsse der Stadtrat alle in der Stadt verteilten Wochenzeitungen und andere Interressenten zu einer Konkurrenzofferte einladen. Regio.ch, das von den Zürcher Oberländer Medien AG herausgegeben wird, vermittle das Bild eines journalistischen Einheitsbreis, bei dem redaktioneller Teil und Werbung zunehmend vermischt würden. (SDA)
 

«Es lässt sich eben nie allen alles recht machen»

Der Verband Schweizerischer Gratiszeitungen (VSGZ) feiert am 27. September sein 20jähriges Bestehen. Markus Knöpfli blickte deshalb mit VSGZ-Präsident Thomas Akermann auf die jüngere Verbandsvergangenheit zurück und sprach mit ihm über Mitgliederzuwachs und -austritte, über die Verbandsdisziplin bezüglich der eigenen Qualitätskriterien, über Lücken im VSGZ-Mitgliedernetz. Akermann erklärt zudem, warum die Zehnder-Zeitungen seinem Verband nicht beitreten können, und weshalb der VSGZ dem Verlegerverband nicht angehören will.

Herr Akermann, in der Schweiz gibt es bestimmt 100 grössere und kleinere Gratiszeitungen und Anzeiger. Welche vertreten Sie in Ihrem Verband?
Thomas Akermann: Jene, die wöchentlich erscheinen, im Verteilgebiet in alle Haushaltungen gelangen und bestimmte Qualitätskriterien (siehe weiter unten) erfüllen. Viele von ihnen sind zudem Traditionstitel, die über eine hohe Anzahl von Exklusivlesern verfügen, also Personen, die keine abonnierte Tageszeitung lesen.

Von den vergangenen 20 Jahren befand sich der VSGZ lange im Dornröschenschlaf. 2007, als die Pendlerzeitungen News, .ch, Cash daily und Heute/Blick am Abend für Furore sorgten, aktivierten Sie den Verband aber neu. Was hat sich seither getan?
Die Anzahl der Mitglieder hat sich seither mehr als verdoppelt, wir haben ein Werbekombi auf den Markt gebracht, intern haben wir Seminare für bessere Onlineauftritte angeboten. Weiter führten wir auf der Website Gratiszeitungen.ch einen Kombi-Kalkulator ein, der dem Werbemarkt rasch eine Offerte bereitstellt. Wir betrieben ferner aktives Gattungsmarketing und waren im Bereich Littering aktiv.

Wo sehen Sie Baustellen?
Mit dem Kombi bin ich noch nicht ganz zufrieden. Wir haben zwar mehr Volumen und auch ein paar nationale Kunden hinzu gewonnnen, doch es gibt potentielle Kunden, die noch nicht bei uns inserieren. Auch den Ausbau der Onlinepräsenz unserer Mitglieder wollen wir unterstützen, beispielsweise mit Spielen, die für die Leser attraktiv sind und Online und Print ideal verbinden.

Mir scheint, dass der VSGZ wieder einschlief, nachdem News, .ch und Cash daily vom Markt verschwanden: Das Kombi-Projekte kam nur langsam voran und ist heute kleiner als noch vor einem Jahr. Mit Biel-Bienne kehrte Ihnen sogar ein Gründungsmitglied den Rücken. Was lief schief?
Den Austritt von Biel-Bienne bedaure ich persönlich. Aber man kann nicht sagen, dass etwas schief lief. Und von Einschlafen kann schon gar nicht die Rede sein. Es lässt sich eben nie allen alles recht machen. Wichtig ist, dass man insgesamt wächst und dass die Mehrheit zufrieden ist. Der Blick auf die Mitgliederliste zeigt: Wir sind gut aufgestellt!

Auch Arc Hébdo und der Courrier Neuchâtelois sind nicht mehr dabei. Stossen Sie in der Westschweiz auf Vorbehalte?
Nein, dadurch, dass Jean-Marc Vellmann von GHI unser Vizepräsident ist, sind wir dort gut verankert – und die grossen Player der Romandie haben wir dabei. Aber wir freuen uns über jedes weitere Mitglied. Allerdings beurteilen die Verlage unterschiedlich, wie wichtig für den einzelnen Titel eine nationale Anbindung ist. Tatsache ist: Wir haben heute mehr Mitglieder.

Wie viele Mitglieder sind es denn? Letztes Jahr kommunizierten Sie ein Kombi von 21 Titeln, in einem Communiqué vom August 2011 war von 18 die Rede, auf Ihrer Homepage sind 19 aufgeführt, in einer downloadbaren Broschüre aber nur 14.
Das zeigt, dass wir beim Thema integrierte Kommunikation noch ein gewisses Verbesserungspotenzial haben (lacht). Es sind aktuell 20 Mitglieder, wenn man die Zuger Presse, die in Baar als Zugerbieter erscheint, als zwei Einzeltitel zählt. Die Differenzen sind entstanden, weil manchmal Einzeltitel, manchmal aber Verlage gezählt werden. Die AZ Medien ist beispielsweise mit vier Titeln dabei, Tamedia ist an Dreien beteiligt.

Kürzlich lobten Sie in einer Mitteilung, dass die Reichweiten der VSGZ-Mitglieder gemäss Mach-Basic 2011-2 «äusserst stabil» geblieben seien. Sie verschwiegen aber, dass mehrere VSGZ-Mitglieder ihre Leserschaft gar nicht mehr ausweisen.
Als Verband unterstützen wir das Mitmachen bei der Wemf-Leserschaftsforschung. Ich meine zudem, dass dies auch für die Vermarktung des Kombis von Bedeutung ist. Zudem ist es ein Zeichen von Seriosität, mit dem wir uns gegenüber anderen Marktteilnehmer abgrenzen können. Ich kann dies aber den Verlaghäusern nicht vorschreiben.

Laut VSGZ-Website ist die Teilnahme an der Mach Basic eine Voraussetzung für die Verbands-Mitgliedschaft.
Das ist richtig. Bisweilen sind sich die Verlage halt uneinig. Wir schliessen deswegen nicht gleich ein Mitglied aus.

Es sind immerhin ein Viertel Ihrer Mitglieder – die RhoneZeitung, die Rheinzeitung, der Baslerstab, der Anzeiger Luzern, der Bündner Anzeiger – die teils seit Jahren auf die Reichweitenerhebung verzichten.
Ich kann nur betonen: Es ist richtig und wichtig, dabei zu sein, und es ist ein Fehler, es nicht zu tun. Aber als Verbandspräsident kann ich es niemandem vorschreiben.

Sie betonten kürzlich, dass die Mehrzahl der Deutschschweizer VSGZ-Mitglieder gegenüber 2004 keine grossen Leserverluste zu verzeichnen hätten, sie seien «ein solider und nachhaltiger Werbeträger». Teilweise stimmt das. Nun nahm aber gemäss Wemf die sprachassimilierte Bevölkerung in der Deutschschweiz seit 2004 um etwa 350'000 Personen zu. Die einzelnen Gratiszeitungen hätten also dank Haushaltstreuung mitwachsen müssen. Warum konnten sie nicht mithalten?
(denkt nach) Diese Schlussfolgerung ist nur theoretisch richtig. Aufgrund von veränderten Positionierungen und Konzepten wurden die Verteilgebiete teilweise verkleinert. Die VSGZ-Titel konnten aber ihr Territorium im Vergleich zu anderen Printkategorien erstaunlich gut verteidigen. Viele Abotitel haben in dieser Zeit deutlich Leser eingebüsst.

Es gibt auch VSGZ-Titel, etwa jene in Basel, Bern, Zürich, Luzern, Genf und Lausanne, die heute 20'000 bis 40'000 Leser weniger haben als noch 2004.
Diese Titel haben teils einschneidende Konzeptänderungen hinter sich: Sie passten ihre Erscheinungsweisen dem Markt an, schärften ihre Profile, schränkten die Verteilgebiete ein und fokussierten auf Städte. Insofern sind ihre Zahlen nicht vergleichbar.

«Via Gratiszeitung können Sie den Stopp-Werbung-Kleber umgehen…» verspricht die VSGZ-Website den Kunden. Das stimmt doch nur für Titel, die auch amtliche Publikationsorgane sind?
Juristisch gesehen befinden wir uns in einem Graubereich. Es trifft aber zu, dass wir an den Stoppklebern vorbeikommen. Das ist interessant für Prospektbeilagen, bei denen wir ein Wachstum feststellen.

Es gibt unter den VSGZ-Mitgliedern aber Titel, die Briefkästen mit Stoppkleber nicht bedienen – der Baslerstab zum Beispiel.
Ich gehe davon aus, dass dies Ausnahmen auf speziellen Wunsch von Einzelpersonen sind. Grundsätzlich kommen wir an den Stoppklebern vorbei und sind damit für die Werbeauftraggeber ein hochinteressanter Partner.

Im VSGZ-Netz bestehen nach wie vor Lücken – in der Westschweiz, im Tessin, in Solothurn, in der Innerschweiz oder rund um den Zürichsee. Warum konnten Sie diese nie schliessen?
Zum einen existieren nicht in allen Gebieten vergleichbare Konzepte respektive Titel, und zum andern erfüllen nicht alle Kandidaten unsere Vorgaben.

Gilt dies weiterhin auch für die vielen Titel der Zehnder AG in Wil SG?
Ja, sie erfüllen die Kriterien nicht. Wir sind nicht bereit, unser klar definiertes Image und unsere Positionierung zu verwässern. Denn wir wollen ein seriöser und verlässlicher Partner für die Werbeindustrie sein.

Nur müssten Sie dazu den eigenen Qualitätskriterien noch mehr Nachachtung verschaffen – punkto Reichweite, punkto Stoppkleber und auch punkto Auflagen: Drei VSGZ-Mitglieder – GHI, Lausanne Cités und die RheinZeitung – lassen ihre Auflagen nicht beglaubigen.
Grundsätzlich haben die Kriterien Gültigkeit und wir vertreten diese auch. Wenn aber im Einzelfall die Situation unklar ist, reagieren wir nicht sofort, sondern suchen zunächst das Gespräch.

Welche Ziele haben Sie sich für die nächsten zwei oder drei Jahre gesteckt?
Es geht jetzt vor allem darum, das Kombi weiter voranzutreiben. Wir wollen es noch klarer positionieren und die Vermarktung professionalisieren. Dann wollen wir die Gratiszeitungen im Sinne des Gattungsmarketings noch stärker nach aussen vertreten. Zudem führen wir derzeit Gespräche mit potenziellen Mitgliedern, damit wir die weissen Flecken auf unserer Karte – soweit möglich – eliminieren können.

Vor vier Jahren verhandelte der VSGZ mit dem Verlegerverband – Ziel war die Aufnahme in den Verband und die Bildung einer Untergruppe.
Wir stehen mit dem Verlegerverband in regelmässigem und gutem Kontakt. Im Moment sind wir aber der Meinung, dass wir als eigenständige Organisation für unsere Gattung mehr erreichen können. Deshalb fahren wir auf dieser Schiene weiter.

Die VSGZ-Mitgliedschaftskriterien

Um VSGZ-Mitglied werden zu können, muss ein Gratistitel über eine eigene Redaktion verfügen, mindestens ein Jahr auf dem Markt sein und mindestens einmal wöchentlich in sämtliche Haushalte seines Verbreitungsgebietes verteilt werden. Zudem sollte der redaktionelle Anteil mindestens 20 Prozent des Umfangs betragen, und PR-Texte müssen als Solche gekennzeichnet werden. Der Titel muss weiter Auflage und Reichweite von der Wemf erheben lassen, und er sollte mindestens 0,75 Leser pro Exemplar aufweisen.

Die derzeitigen VSGZ-Mitglieder

Anzeiger Bezirk Affoltern
Anzeiger Luzern
Anzeiger St. Gallen/Thurgau/Appenzell/Liechtenstein
Baslerstab
Berner Bär
Bündner Anzeiger
Fridolin
GHI
Lausanne Cités
Lenzburger Anzeiger
Obersee Nachrichten
RheinZeitung
Rhone Zeitung
Schaffhauser Bock
Stadtanzeiger Olten
Tagblatt der Stadt Zürich
Winterthurer Stadtanzeiger
Wochen-Zeitung für das Emmental und Entlebuch
Zuger Presse
Zugerbieter (Baar)

 

Schoch&Sonders: Projekte für Emmi Caffè Latte und Kaltbach umgesetzt

Die Markenagentur Schoch&Sonders hat für zwei neue Produkte von Emmi, die ab Herbst 2011 in diversen Filialen im In- und Ausland erhältlich sind, Projekte realisiert.

Die beiden Caffè Latte-Sorten Macchiato und Cappuccino kommen jetzt auch als 4Pack auf den Markt. Ausgerichtet auf die Heavy-User der Marke, wurde eine Verpackung erarbeitet, welche die Markenwerte von Emmi Caffè Latte  transportieren soll, wie die Agentur in einer Mitteilung schreibt. Das Markenerscheinungsbild fokussiert dabei auf die Herkunft, den Geschmack, die Zusammensetzung und die feine Verarbeitung der Leaderprodukte Macchiato und Cappuccino.

Weiter bringt Emmi das Kaltbach Fondue per Oktober im neuen Kaltbach Design auf den Markt. Das Verpackungsdesign, das mit den bestehenden Produkten ins Sortiment gelangt, wurde von Schoch&Sonders entwickelt.

Verantwortlich bei Schoch&Sonders: Roman Sonders (Markenstrategie, Markendesign, Markenerscheinungsbild), Dominik Schoch (Strategie/Konzept), Annina Benz (Design/Konzept), David Moore, Dominique Ghilardi (Projektleitung/Beratung).
 

Weber Harbeke Partners: Für Valora neues Getränk lanciert

Für Valora führt Weber Harbeke Partners ein alkoholhaltiges Süssgetränk ein, für das erst noch ein Name gefunden werden musste.

Neben ok.– Energy-Drinks, Mineralwasser und Bier stehen neu vier bunte Aluflaschen in den Regalen von Avec. und K Kiosk: ok.– Dizzer, fruchtige Drinks mit 4,7 % Vol. Alkohol. Als «Süssgetränk auf Basis von Obstwein» mit gerade mal 4,7 % Vol. Alkohol gilt es nicht als Alcopop. Deshalb hat die Agentur Weber Harbeke Partners gleich eine eigene Produktbezeichnung erfunden: «Dizzler», abgeleitet vom englischen «dizzy» für «schwindlig».

Auch die von Weber Harbeke Partners entwickelte und gestaltete Verpackung hebt sich von der Alkopop-Konkurrenz ab. Die exotischen Geschmacksrichtungen des ok.– Dizzler, wie Caipiriña/Coconut, Lime/Curaçao, Raspberry/Feijoa und Passion Fruit, stecken nicht in Glasflaschen, sondern in leichtem, gebürstetem Aluminium.

Verantwortlich bei Valora Schweiz: Helmut Wenzel (Category Manager), Rita Vozarov (Marketing), Jana Zimmermann (Werbung und Verkaufsförderung). Verantwortlich bei Weber Harbeke Partners, Zürich: Max Weber, Thomas Harbeke (CD), Giovanni Pucci, Diana Portmann (Beratung), Marcel Fässler, Ramon Aemmer (AD), Christian Sidow (Text).

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Südostschweiz Medien lancieren Smartphone-App

Nach der Lancierung der Applikation für Tablet-Geräte folgt nun das Smartphone-App der Südostschweiz Medien. Es ist ab sofort kostenlos im iTunes-Store und im Android-Market erhältlich.

Der Fokus der Applikation¨liegt in den regionalen, nationalen und internationalen News, den Blogs sowie in der Unterhaltung für unterwegs, wie es in einer Mitteilung heisst. Radio Grischa ist in das App integriert – eine Livecam ermöglicht es, das Geschehen im Studio mitzuverfolgen. In einem weiteren Schritt wird Tele Südostschweiz mit dem App zu sehen sein.

Zusätzlich finden die User ihren Lieblingstitel der Südostschweiz Medien, den sie als Abonnent gratis auf dem Smartphone als E-Paper lesen können. Und Leser-Reporter können ihre Geschichten, Bilder und Videos via Formular einfach und schnell an die Redaktion senden.

Das App «Südostschweiz Medien» ist ab sofort kostenlos im iTunes-Store sowie im Android-Market verfügbar.

> Die «Südostschweiz» gibts nun mit einem Tablet-PC

 

Neuer Verlagsleiter beim Ostschweizer Kulturmagazin Saiten

Der Leiter des Saiten-Verlags, Richard Zöllig, verlässt Ende September die Büros in der St.Galler Innenstadt. Neuer Verlagsleiter wird Peter Olibet.

Richard Zöllig arbeitete gut sechs Jahre lang bei Saiten, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Unter seiner Leitung sei unter anderem der erfolgreiche zweite Band von Manuel Stahlbergers «Herr Mäder» herausgegeben – und der ebenso gut laufende Band eins überarbeitet neu aufgelegt worden, heisst es. Er sei zudem massgeblich an der Umsetzung des für die Region umfangreichsten Online-Kulturkalenders auf Saiten.ch  beteiligt gewesen.

Der ehemalige Sportjournalist baut sein Engagement beim in der Challenge League klassierten SC Brühl aus und amtet dort künftig nicht nur als Vizepräsident, sondern führt auch die Geschäftsstelle.

In Zukunft wird der neue Verlagsleiter Peter Olibet der Redaktion den Rücken vor PR-Berichterstattung freihalten und das Magazin wirtschaftlich auf Kurs halten. Nachdem der 35-Jährige fünf Jahre lang das Sekretariat der SP des Kantons St.Gallen führte, verbrachte er bis diesen Sommer mit seiner Familie ein Jahr in Ecuador, um dort Schule zu geben. Peter Olibet studierte am Hyperwerk Basel Neue Medien und er wird dementsprechend dafür besorgt sein, dass Saiten auch im Internet flink und am Ball bleibt.
 

Haglöfs und WVC hinterlassen staunende Steinböcke

WVC Communications hat Ace Alpine & Climbing Equipment, Generalimporteur von Haglöfs, als neuen Kunden gewonnen. Die Agentur wurde mit der Neupositionierung der Marke beauftragt.

WVC wurde für die Neupositionierung der Marke Haglöfs beauftragt. Als neue Markenbotschafter setzen die Werber aus dem Zürcher Oberland Steinböcke ein, welche den alpinen Bergsport auf ihre eigene Weise verkörpern. Im neuen Auftritt sieht man die Steinböcke staunend und voller Anerkennung für die neusten Haglöfs-Produkte. Endlich einmal Bergsteiger mit der richtigen Ausrüstung.

Neben den Anzeigen werden eine Produktbroschüre, eine Microsite, POS-Material und Postkarten realisiert.

Verantwortlich bei Ace: Richi Bolt (Geschäftsführer), Ueli Arnold (Produktmanager). Verantwortlich bei WVC: Kurt Wettstein (Gesamtverantwortung), Yves Seiler (Beratung, Produktionsleitung), Damian Thür (Grafik), Nicole Antonietti, Kevin Wettstein, Alexandra Barnes (DTP), Michael Jud (Online Kommunikation). Steinbock-Fotograf: Pierre Burkhart.

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Miss Schweiz-Wahl: SF ist unzufrieden mit Marktanteil

Nachdem die Mister bereits aus dem Programm gekippt wurden, wird die Luft nun auch für die Missen dünn: Das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) ist mit dem Marktanteil der Miss Schweiz Wahl vom Samstag nicht zufrieden und will nun in den nächsten Tagen «das weitere Vorgehen besprechen».

Die Wahl von Alina Buchschacher aus Bern interessierte gerade mal 25,7 Prozent all jener, die vor dem Fernseher sassen. Das heisst: 74,3 Prozent der Zuschauer verbrachten ihren Abend lieber auf einem anderen Sender als auf SF zwei.

Einen Abwärtstrend beobachtet das Schweizer Fernsehen zwar seit mehreren Jahren, doch so tief wie am Samstag war der Marktanteil bei einer Miss-Wahl noch nie. Vor drei Jahren etwa, als Whitney Toyloy gewählt wurde, betrug dieser noch fast 40 Prozent. Die Zahlen seien im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent gesunken, sagte Bernard Strapp, Bereichsleiter Show und Events, am Montag auf Anfrage der SDA. «Dies zeigt, dass die Akzeptanz der Miss Schweiz Wahl beim Publikum gesunken ist.» mIn den nächsten Tagen werde man das Thema deshalb gemeinsam mit den Verantwortlichen von RSI und RTS, dem Westschweizer und dem Tessiner Fernsehen, besprechen und dann das weitere Vorgehen definieren.

Bereits aus dem Programm gekippt wurde die Mister Schweiz Wahl. Weil der Marktanteil der diesjährigen Ausgabe auf nur noch 26,3 Prozent absackte, entschloss sich das Schweizer Fernsehen im Mai, die Show nicht mehr auszustrahlen. Der Privatsender 3+ gewährte den schönen Männern daraufhin Asyl und mit der Mister Schweiz Organisation einen Dreijahresvertrag. Damit haben die Mister weiterhin eine Plattform und 3+ die erste grosse Samstagabend-Show in ihrem Programm. (SDA)

Zu guter Letzt: Im falschen Film

Eine junge Frau wacht verkatert in einem Hotelzimmer auf. Verwirrt stellt sie fest, dass sie wohl letzte Nacht geheiratet haben muss.

Das perfekt sitzende Brautkleid und der glitzernde Ring an ihrem Finger jedenfalls deuten klar darauf hin. Dann betritt auch schon ihr neuer Mann das Schlafzimmer – und sie scheint das ganz grosse Los gezogen zu haben. Die Damen unter den Lesenden dürfen nach dem Schauen des Filmchens gern kurz die Augen schliessen und sich vorstellen, was wäre, wenn …

Geworben wird im Spot übrigens für die norwegische Bank DnB NOR.

 

SRG: Verhandlungen mit Politikern über Billag und Onlinewerbung?

SRG-Generaldirektor Roger de Weck soll zusammen mit seinem Lobbyisten Lorenz Furrer in Bundesbern präsent gewesen sein, um die Opposition gegen die anvisierte SRG-Onlinewerbung zu minimieren.

Der jüngste Coup der SRG soll ein Angebot an den mächtigen Gewerbeverband (SGV) sein, wie die Sonntagzeitung in ihrer aktuellen Ausgabe schreibt: Man unterstützt in der kommenden Vernehmlassung die Billag-Entlastung für die KMU, wie der SGV dies via Motion Büttiker gefordert hat. Im Gegenzug muss der SGV seine Opposition gegen die SRG-Onlinewerbung aufgeben. Die Argumentation: Erlasse man den kleinen Unternehmen die Billag-Gebühr, müsse man die Einnahmeausfälle mit Onlinewerbung wettmachen.

Die Parteien halten sich bedeckt. SRG-Sprecher Daniel Steiner streitet gar jegliche Gespräche mit dem SGV kategorisch ab. Recherchen der Sonntagszeitung zeigen aber: Die SRG ist diesbezüglich bereits zweimal auf die SGV-Spitze zugegangen; das erste Mal empfing Roger de Weck vor gut einem Monat Gewerbedirektor Hans-Ulrich Bigler und seinen Kommunikationschef Ruedi Christen zu einem Frühstückstreffen. Und vorletzte Woche suchte die SRF-Chefredaktion die SGV-Spitze auf.

Es hätten mit SRG-Generaldirektor Roger de Weck und der SRF-Chefredaktion Gespräche im informellen Rahmen stattgefunden, bestätigt Christen. «Herr de Weck und die SRF-Chefredaktion erläuterten uns gegenüber die Position der SRG im Streit um die Onlinewerbung. Dabei wurde auch die Billag-Thematik angesprochen.» Von einem «Deal» will er allerdings nicht reden. Laut de Weck steht für die SRG mit dem Schritt ins Web nicht weniger als die schiere Existenz auf dem Spiel. Die Verleger fürchten, von der SRG im Wachstumsmarkt Internet zerrieben zu werden.

Zürcher Oberländer: Per Zeitungsinserat Aktionäre gesucht

Der Zürcher Oberländer will seine eigenen Aktien unter die Leser bringen und hat dafür in der Zeitung vom Samstag ein ganzseitiges Inserat publiziert. In einem dazugehörigen Artikel verspricht der ZO eine «attraktive Rendite» von 40 bis 70 Franken pro Aktie.

Im Angebot stehen 1000 Aktien, die zu einem Preis von 760 Franken verkauft werden. Vom Kauf explizit ausgeschlossen ist gemäss Inserat Tamedia, die bereits 38 Prozent am ZO hält und damit grösste Teilhaberin ist. Ziel des Verkaufs ist es, die Aktien möglichst breit zu streuen. Die Mehrheit der ZO-Aktien wird gegenwärtig von insgesamt 470 Kleinaktionären gehalten. Sie alle besitzen maximal zwei Prozent der Gesamtzahl der Aktien. (SDA)
 

DRS-Musikprogramm wird sanft renoviert

Eine Analyse hat ergeben, dass sich sechs Prozent des Angebots von DRS 1 und DRS 3 überschneiden. Nun sollen die beiden Sender musikalisch neu ausgerichtet werden.

Gemäss Robert Ruckstuhl, Leiter des Radio-Bereichs bei SRF, wird sich DRS 3 in Zukunft auf neuere, aktuellere Musik konzentrieren, während DRS 1 «eine breitere Streuung» anstrebt: «Musik von den 60er-Jahren bis in die Neuzeit. Wobei wir eher Titel aus den 80er- als aus den Nullerjahren spielen werden.», wird Ruckstuhl in der Zeitung Der Sonntag zitiert. Er ist überzeugt, «dass die meisten Menschen musikalisch in den Jugendjahren sozialisiert werden». DRS 1-Hörer seien zu einem Gutteil in den 50er-Jahren geboren, oder früher. Darauf müsse man Rücksicht nehmen. Dies wird zu einer Repertoire-Erweiterung führen. Chansons, Canzoni und auch deutscher Pop sollen vermehrt auf DRS 1 zu hören sein, während der klassische Schlager weiterhin zum Kerngeschäft der DRS Musikwelle gehört.

Nicht nur das DRS-Musikprogramm wird ab November sanft renoviert. Gemäss Sonntag soll auch die Information leicht ausgebaut werden. Künftig soll bereits ab 16 Uhr ein längerer Überblick über das Tagesgeschehen geboten werden. Weiter sollen wichtige Sportresultate sofort im Tagesprogramm vermeldet werden.

Schliesslich sollen die immer länger werdenden Staumeldungen origineller verpackt werden. Man will die Meldungen «journalistisch gewichten», «verständlicher präsentieren» und bei der Moderation überhaupt «stärker vom Nutzer her denken als vom Verbreiter». Zur Zeit werden gemäss Ruckstuhl mehrere Moderatoren pilotiert werden – erprobte Stimmen und solche, die man noch nicht kennt.
 

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