Net-Metrix-Profile: Das Wochenende ist für viele Schweizer internetfreie Zeit

Die aktuelle Studie Net-Metrix-Profile 2011-2 macht deutlich: An den Wochenenden werden die top Schweizer Websites von etwa 30 Prozent weniger Usern als unter der Woche besucht. Dieser Unterschied bleibt unabhängig von der Jahreszeit relativ konstant.

Net-Metrix publiziert am Freitag die zehnte Ausgabe der Studie Net-Metrix-Profile zur Internet- und Websitenutzung in der Schweiz und in Liechtenstein. Erstmals sind nun auch Vorwellenvergleiche der Tagesreichweite «Unique User per Day» für alle teilnehmenden Webseiten mit mindestens 30‘000 Unique User pro Woche möglich.

Die Reichweitenentwicklungen an den Arbeitstagen und am Wochenende der top Schweizer Websites sind dabei mehrheitlich positiv. Der durchschnittliche Zuwachs seit der Studie Net-Metrix-Profile 2011-1 beträgt unter der Woche circa 11 Prozent und am Wochenende rund 7 Prozent. Nach wie vor bleiben die Wochenend-Reichweiten deutlich hinter den Reichweiten der Arbeitstage zurück: An den Wochenenden werden die top Websites der Schweiz im Durchschnitt von etwa 30 Prozent weniger Usern besucht.
 

ADC Nachwuchswettbewerb: Einsendeschluss verlängert

Der ADC Nachwuchswettbewerb 2012 geht in die Verlängerung: Juniorkreative aus Agenturen, Unternehmen und Hochschulen haben noch eine Woche länger Zeit, sich mit ihren besten Arbeiten beim ADC Nachwuchswettbewerb 2012 zu bewerben.

Einreichungsende für die Praxis-, Semester- und Abschlussarbeiten ist nun der 15. November 2011. Angenommen werden alle Arbeiten, die im Zeitraum vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011 erstellt worden sind.

> ADC Nachwuchswettbewerb 2012: Das Rennen ist eröffnet

Erdmannpeisker: Knackeboul rappt gegen das Vergessen

Swiss TXT und Erdmannpeisker launchen nur sechs Wochen nach dem Pitch-Entscheid die neue Teletext-B2B-Kampagne. Diese richtet sich an Werbeagenturen, Mediaentscheider und die Marketingabteilungen der Unternehmen.

Star der neuen Werbeoffensive ist der Rapper Knackeboul, der im eigens komponierten Song «Pixelparty» gegen das Vergessen rappt. Gegen das Vergessen der 1,1 Millionen Schweizer, die täglich Teletext besuchen und trotzdem in vielen Mediaplänen vermisst werden. Mit dem Song und seinen zwei Tänzerinnen, den Sexpixels, zog Knackeboul durch die Schweizer Medienlandschaft und besuchte Agenturen und Kunden, wo er die Pixelparty steigen liess.

Parallel zum Video wurden von den Bieler Agentur Anzeigen mit den Vergessenen sowie Banner, Mailings und eine eigene Microsite entwickelt. Dort ist auch der Song abrufbar.

Verantwortlich bei Swiss TXT: Michel Fink (Leiter Kommunikation), Anna Dupertuis (Planerin Marketing-Kommunikation). Verantwortlich bei Ermannpeisker: Gabriel Peisker (CD), Patrick Fawer (AD), Rainer Neusius (Beratung), Severin Kipfer (Regie), Stefan Dux (Kamera), Mirjam Bühlmann (Kostümbild), Daniel Kunz (Fotograf), Felix Schregenberger (Litho), Stefan Schurter, Deepdive Music (Musikpromotion).

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Murdoch-Abhöraffäre: Telefonate von rund 5‘800 Menschen abgehört

Von dem Abhörskandal rund um die inzwischen eingestellte britische Zeitung News of the World sind nach neuen Angaben wesentlich mehr Menschen betroffen als bisher bekannt. Wie die britische Polizei mitteilte, wurden in der Affäre Telefonate von knapp 5‘800 Menschen abgehört.

Im Vergleich zu vorherigen Angaben vom Juli sind dies fast 2‘000 Opfer mehr als bislang angenommen. Die neue Opferzahl sei nicht als endgültig anzusehen, sie könne sich im Laufe der weiteren Untersuchungen noch ändern, erklärte die Polizei am späten Donnerstag.

Journalisten von News of the World hatten jahrelang Handymailboxen von Prominenten und von Angehörigen getöteter Soldaten und Kriminalitätsopfern abgehört. Der Skandal war bereits im Jahr 2006 ans Licht gekommen. Er weitete sich im Juli aus, als bekannt wurde, dass Journalisten des Blatts auch die Mailbox einer entführten und später ermordeten Schülerin geknackt hatten. Die Affäre löste ein politisches Erdbeben aus und führte zur Einstellung der Zeitung, dem Rücktritt von Vertrauten des Medienmoguls Rupert Murdoch, ranghohen Polizeibeamten und eines Mitarbeiters von Premierminister David Cameron. (SDA)
 

SSF lanciert neues Magazin «Body and Style»

Ab dem 8. November präsentiert SSF-Moderatorin Vania Spescha «Body and Style», ein Magazin rund um Körper, Geist und Seele.

Mit spannenden Beiträgen und geschickten Fragen an Experten aus verschiedenen Bereichen zeige Moderatorin Vania Spescha in «Body and Style», wie man im stressigen Alltag den richtigen Ausgleich finde, so SSF in einer Mitteilung. Themen wie mentale Stärke und Selbstbewusstsein sollen dabei ebenso behandelt werden wie Libido-Probleme, Liebe und Stress. Ausgestrahlt wird das Magazin jeden Dienstag um 20 Uhr und um 22 Uhr.
 

Inhalt&Form: Der M-Budget-Plappergei surft jetzt auch zu Hause

Die Agentur Inhalt&Form hat für M-Budget einen neuen TV-Spot realisiert. Beworben wird das neue Internet-Angebot für zu Hause.

Jetzt sei es da, das Internet-Angebot für zu Hause von M-Budget, so die Agentur in einer Mitteilung. Mit dem DSL-Angebot surfen Kunden in Kombination mit einem Festnetz- oder Mobile-Abo günstig ins Internet. Daran habe auch der Plappergei seine helle Freude.

Verantwortlich bei Melectronics: Giovanna Colucci (Kommunikation), Dante Venasro (Product Manager). Verantwortlich bei Inhalt&Form: Serge Riedener (CD), Karin Estermann (AD), Fabian Zahner (Text), Jürg Meyer und Melanie Scheiling (Beratung). Filmproduktion: Boutiq. Regie: Mike Huber, Philipp Zünd. Producer: Luana Derungs. Motion Design. Compositing: Adrian Suter. 3D Artists: Semir Saleh, Bahar Öner. 3D-Animation: Bettina Grünefeldt. Composer: Balz Bachmann. Sounddesign: Peter Bräcker. Tonstudio: Jingle-Jungle.
 

http://vimeo.com/31590776

Balldrehungen über 360 °

Daniel Comte und Jan Maurer haben zusammen Ping Pong gegründet. Die beiden Partner können mit ihrer neuen Full-Service-Agentur zusammen fast 50 Jahre Spielerfahrung und Spielpraxis für sämtliche Strategie-, Kreations- und Beratungsleistungen vorweisen.

Der Name ist Programm. Beim Ping Pong wird der Ball mit immer neuen Variationen, möglichst schnellem Reaktionsvermögen und einer gezielten Schlagkraft zwischen zwei Akteuren hin und her gespielt. Das sind über diese Achse der CD Daniel Comte und der Berater und Stratege Jan Maurer, wenn sie zusammen als Sparringpartner um den Sieg ihrer besten Ideen spielen. Über eine zweite Achse läuft auch ein Ping Pong mit ihren Kunden. Hier kommt ein Briefing zum Aufschlag, dann wird eine Strategie als erste Reaktion zurück gespielt, und später folgt ein «Click» auf «Click» mit immer präziseren Bällen, bis auch hier die entscheidende Idee im Netz landet. In der dritten Deutung kann Ping Pong auch für das Verhältnis zwischen dem Werbeaufwand des Kunden sowie einem möglichst erfolgreichen Return on Investment stehen. «Wir spielen den Ball in den Markt hinaus, dann kommt er hoffentlich wieder zum Kunden zurück in Form einer Steigerung von Bekanntheitsgrad und Marktanteil», erklären Daniel Comte und Jan Maurer die «Spielregeln » ihres Ping Pong.

Die beiden waren ein bisschen überrascht, dass dieser symbolträchtige Name auch als Website noch unbenutzt im Internet auf sie gewartet hat. «Die Domain war zwar reserviert, aber wir konnten die Adresse kaufen, zu einem auch für ein Startup erträglichen Preis.»

Die Idee für Ping Pong ist in diesem Sommer erstmals diskutiert und jetzt auf den 1. November mit der Gründung einer Aktiengesellschaft verwirklicht worden. Jan Maurer und Daniel Comte sind zu je 50 Prozent beteiligt. Für ihre Büros haben die beiden Raum an der Zürcher Weinbergstrasse im «Kreativhaus» von Reini Weber und Peter Lesch gefunden. Gestartet wird im Zweierteam. Eine Beraterin sowie eine Art Directorin haben sich aber bereits vorgestellt, und für die Umsetzung ihrer anvisierten 360-Grad-Kommunikation können Maurer und Comte «auf ein sehr hochwertiges Netzwerk» von interessierten Freelancern bauen.

Mittelfristig ist das Ziel «acht bis zwölf Mitarbeitende ». Das sei eine «ideale Grösse», meint Jan Maurer, der auch schon bei Unikat zusammen mit Daniel Meier Erfahrung beim Führen einer solchen Agentur sammeln konnte. Schliesslich ist nicht die Grösse das Ziel, sondern das Engagement und Herzblut aller Teamplayer. Daniel Comte hat in seinen bisherigen Stationen immer in grösseren Organisationsformen mit bis zu 80 Mitarbeitenden seine Ideen ausgeheckt. Der Kreative freut sich aber, dass er in einem kleineren Team bei Ping Pong nun auch ausgesuchte Leute hat, die mit ihm alle am selben Strick ziehen.

«Ist die heutige Zeit gut für eine Neugründung?» Das sind Jan Maurer und Daniel Comte von vielen wohlmeinenden Freunden und auch mehr kritischen Kollegen gefragt worden. «Natürlich haben wir uns überlegt, ob wir den Start ein bisschen in eine bessere Zukunft verschieben wollen. Aber wer weiss schon, wann diese beginnen wird?» Zudem war die Zeit zumindest vom persönlichen Lebensweg her ideal.

Daniel Comte hat in diesem Sommer bei der Draftfcb/Lowe Group «einen Schlussstrich gezogen ». Seit 1994 wirkte der Executive CD jeweils in der Geschäftsleitung diverser Agenturen. «Dort habe ich gesehen, wie es funktioniert.» Insbesondere bei den Netzwerken sei dieser internationale Background nicht immer zum Wohl der Kreation gewesen. Deshalb wollte Comte jetzt das Ruder erstmals selbst in die Hand nehmen. «Sonst hätte ich es wahrscheinlich nie mehr getan.»

Jan Maurer hat das Erlebnis einer Agenturgründung bereits hinter sich. «Was uns bei den vielen administrativen Dingen sicher geholfen hat», meint er. Der ehemalige Managing Director von Unikat ist 2010 vom Kunden Ikea als Marketingleiter Schweiz «über die Fronten» abgeworben worden. Der damalige Landeschef von Ikea wollte ihn, um eine Revitalisierung der Marke in Angriff zu nehmen. «Dieser Auftrag ist inzwischen auf sehr gutem Weg, und Wirz Werbung hat darauf bauend eine starke Dachkampagne lanciert.» Für ein weiteres Wirken bei Ikea hat Maurer aber nicht mehr so viel Enthusiasmus aufbringen können, nachdem eine neu eingesetzte Landeschefin inzwischen «dem Marketing einen tieferen Stellenwert» zugewiesen hat. Der frühere Chef, der vor seinem Job in der Schweiz als globaler Marketingleiter für Ikea verantwortlich war, habe mehr den Stil für eine möglichst unverwechselbare Werbung mitgetragen. Zudem: «Ich habe erkennen müssen, dass ich im kreativen Bereich eben doch besser aufgehoben bin. Aber die Erfahrung auf Kundenseite wird mir sehr viel helfen, um unsere eigenen Kunden optimal verstehen zu können», ist Maurer überzeugt.

Im Portfolio von Ping Pong befinden sich bereits zwei erste Kunden. Dazu warteten zwei Pitches auf den Moment, wo Comte und Maurer nicht nur nachts, sondern ab November auch tagsüber für neue Ideen trainieren können. Bei all diesen Aufträgen soll der Qualitätsbegriff «inhabergeführt» zu einem entscheidenden Argument für die Zusammenarbeit mit Ping Pong werden. Geplant ist ein «intensiver Schulterblick» sowie auch frühzeitige Workshops mit dem Auftraggeber.

Comte und Maurer sind überzeugt, dass in zahlreichen Unternehmen ein echtes Bedürfnis nach etwas mehr Nähe zu den Agenturen besteht. «Man wünscht sich einen CD und Chefstrategen, die sich nicht nur beim ersten Briefing blicken lassen und dann für die weitere Entwicklung ihre Assistenten schicken.» Gerade in «Krisenzeiten» wollen sich viele Auftraggeber «neu orientieren». Hier wittern die beiden «Jungunternehmer im besten Alter» für ihr Ping Pong die grosse Chance. Dass sie als Team ideal harmonieren, ist für beide selbstverständlich. Daniel Comte und Jan Maurer haben im Verlauf ihrer Karrieren bereits dreimal in verschiedenen Agenturen zusammen gearbeitet.

Daniel Comte ist über die Kunstgewerbeschule Bern und eine Grafikerlehre in die Werbung eingestiegen. Erste Berufserfahrungen sammelte er in seiner Heimatstadt beim Atelier Jaquet als Grafiker und Art Director. 1990 wechselte er als AD zu GGK Basel, später folgte er dort Reini Weber zu WHS. Der Einzug ins Werbemekka Zürich erfolgte 1994 als CD und GL-Mitglied bei Matter Leo Burnett. Weiter ging es jeweils als Executive Creative Director und Mitglied der Geschäftsleitung bei McCann Erickson, Advico Young & Rubicam sowie 2008 bis zu diesem Sommer bei der Draftfcb/Lowe Group. Vorher verschlug es Comte 2007 noch einmal für ein Jahr nach Basel als CD und GL Mitglied zu Favo, bis diese Agentur von Scholz & Friends übernommen wurde. Daniel Comte ist Mitglied des ADC und hat bis heute über 300 nationale und internationale Preise gewonnen.

Jan Maurer ist in Biel aufgewachsen und startete nach der Handelsschule in La Neuveville als Junior- Berater bei Gschwind Promotion Biel. 1988 traf er zum ersten Mal auf Daniel Comte beim Atelier Jaquet in Bern. Jan Maurer wirkte dort neben der Beratung auch als Texter. 1991 wagte er den Sprung ins Ausland und wurde Berater bei GGK in Wien. Weitere Agenturen folgten in Zürich ab 1993 mit Matter Leo Burnett, Bosch & Butz, WHS, Benker Steiner Matter, Metzger Lehner Briccola sowie By Heart, wo er im Jahre 2000 erstmals auch Managing Director und Mitglied der Geschäftsleitung wurde. 2002 hat Jan Maurer zusammen mit Daniel Meier in Küsnacht die erste eigene Agentur Unikat gegründet. 2010 wechselte er zu deren Kunden Ikea als Marketingleiter Schweiz. Im Verlauf seiner Karriere hat Jan Maurer sich auch noch zum Eidgenössisch diplomierten Kommunikationsleiter am Sawi ausbilden lassen, bildete sich für strategisches Marketingmanagement an der Hochschule St. Gallen weiter und machte im letzten Jahr noch seinen MBA für Marketing an der Hochschule für Wirtschaft in Zürich. Andreas Panzeri

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Daniel Comte.

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Jan Maurer.

 

Publicitas brach nun auch mit der Basler Zeitung

Die Universalvermittlung der Publicitas erodiert zusehends, denn seit rund einem Monat vermittelt sie keine Inserate mehr an die Titel der Basler Zeitung Medien (BZM). Damit lässt die P die grössten Titel der zweitwichtigsten Schweizer Wirtschaftsregion fallen.

Der Grund: Die BZM konnte sich nicht für das neue Geschäfts- und Tarifmodell der Publicitas erwärmen – wie zuvor schon die Gassmann AG in Biel und Mengis Druck und Verlag in Visp (Werbewoche.ch berichtete).

Wer bisher in der Basler Zeitung (Baz) oder in der Gratiszeitung Baslerstab inserieren wollte, konnte dies entweder über das schweizweite Filialnetz der Publicitas tun – oder aber über die BZM Werbe AG, eine Tochterfirma der Basler Zeitung Medien (BZM). Seit Kurzem ist der erste Weg aber verschlossen, es bleibt nur noch das Buchen über die BZM Werbe AG. Dies geht aus einem ganzseitigen Inserat hervor, dass die BZM am Donnerstag, 3. November, in der Baz schaltete. «Es ist Zeit, von einer alten Gewohnheit Abschied zu nehmen. Leider ist es nicht mehr möglich, Anzeigen in der Baz und im Baslerstab über die Publicitas zu buchen», heisst es da auf einer schwarzen Fläche.

In Basel abgeblitzt

Was steckt dahinter? Ganz offensichtlich ist Publicitas, die derzeit mit vielen Schweizer Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen neue Vermittlungsverträge aushandelt und im Markt auch ein neues Geschäfts- und Preismodell durchzusetzen versucht, bei der BZM abgeblitzt. Nun hat sie im Gegenzug die Vermittlung der BZM-Titel eingestellt. Publicitas-Kunden, die bei BZM-Titeln inserieren wollen, werden neuerdings auf die fehlende Geschäftsbeziehung mit BZM hingewiesen und müssen künftig selbständig bei Baz und Baslerstab buchen – oder darauf verzichten. So handhabt es die Publicitas bereits bei den Titeln der Gassmann AG in Biel (Bieler Tagblatt, Journal du Jura) und bei Mengis Druck und Verlag in Visp (Walliser Bote).

Auf Anfrage bestätigt BZM-CEO Roland Steffen die Vermutung. «Unser bisheriger Vermittlungsvertrag mit der P ist am 31. März 2011 ausgelaufen. Seit dem 1. April bezahlen wir deshalb der Publicitas den von ihr geschaffenen branchenüblichen Kommissionssatz von 5 Prozent respektive 7 Prozent vom Kundennetto. Nun hat die P im Oktober das Vermitteln von Inseraten an BaZ und Baslerstab sukzessive eingestellt und unsere Titel in der Datenbank gelöscht», sagt er. Deshalb habe man seither alle grossen und kleinen Kunden angeschrieben und sie auf die neue Situation aufmerksam gemacht. Mit den ganzseitigen Inseraten wolle man zudem die Gelegenheitsinserenten informieren.

Auch die Publigroupe schickte eine Stellungnahme: «Leider ist es der Publicitas nicht gelungen, sich mit der BZM auf ein neues, betriebswirtschaftlich sinnvolles Modell für die Vermittlung von Inserateaufträgen zu einigen», schreibt Publigroupe-Sprecher Beat W. Werder. Dies habe zur Folge, dass die Publicitas seit dem 1. Oktober 2011 keinen Werberaum in den Titeln Baz, Baslerstab, Stellefant und Immofant mehr verkaufe. Werder hält aber fest, dass Publicitas «weiter an einer mit der BZM vertraglich geregelten und auf beiderseits akzeptablen Bedingungen basierenden Zusammenarbeit interessiert» sei.

«Inseratekrieg», «Erpressung», «Ultimatum»

Zu den Differenzen zwischen BZM und P will sich Werder nicht äussern. Anders Roland Steffen, für den Werders Worte «schwer nachvollziehbar» sind. Der BZM-CEO spricht von einem «Inseratekrieg auf dem Buckel der Kunden» und von «Erpressung». Denn Verhandlungen über ein neues Kooperationsmodell habe es gar nie gegeben, sagt er. Im Gegenteil: Die P habe am 6. September in einem Brief an die BZM verlangt, dass diese bis Mitte September in Verhandlungen über eine massiv höhere Kommission als bisher einwillige. Weigere sich die BZM, werde die P die Vermittlung von BaZ und Baslerstab einstellen. Darauf sei die BZM aber nicht eingegangen. «Wir können uns doch nicht auf ein solches Ultimatum einlassen», sagt Steffen.

Weshalb aber konnte es überhaupt so weit kommen? Steffen erklärt dies so: Anfang Januar 2011 habe Publigroupe-CEO Hanspeter Rohner bei BZM-Verleger Moritz Suter vorgesprochen und ihm eine Vollregie zu äusserst günstigen Bedingungen in Aussicht gestellt. Allerdings habe es die P verpasst, ihre schriftliche Offerte rechtzeitig, also vor dem 31. März 2011, vorzulegen. «Diese traf erst gegen Ende Mai ein, war um fast die Hälfte teurer als angekündigt und überstieg somit auch die Kosten unserer Eigenregie», sagt Steffen. «Wir hätten Millionen draufgelegt.» Entsprechend habe die BZM die Offerte Mitte Juni 2011 zurückgewiesen und dann nichts mehr von der P gehört – bis September.

Die P will etwa dreimal mehr als sie selbst bezahlt

Wie immer, wenn es zu Zwists zwischen P und Verlagen kommt, ist der Hauptstreitpunkt die Kommission, die der Verlag der P für jedes vermittelte Inserat bezahlt. Das ist auch im vorliegenden Streit der Fall. Denn der branchenüblichen Kommissionssatz von 5 Prozent respektive 7 Prozent, den die BZM der P seit dem 1. April bezahlt, ist um gut die Hälfte tiefer als die früher vertraglich vereinbarte Kommission – aber gleich viel wie das, was die P der BZM bezahlt, wenn diese ein Inserat an einen Titel in P-Regie vermittelt. «Wir zahlen der P doch nicht mehr als sie auch uns bezahlt», fasst Steffen zusammen.

Für die P, die ihre Forderung nach einer höheren Kommission jeweils mit ihrem schweizweiten Filialnetz begründet, ist dies natürlich zu wenig. In ihrem September-Brief verlangte sie deshalb auch, dass die BZM die seit 1. April vermittelten Inserate weiterhin gemäss ausgelaufenem Vertrag – also gut doppelt so hoch – kommissioniert. Und die neue Kommission sollte dann, wie erwähnt, nochmals deutlich höher sein. Darüber kann Steffen aber nur den Kopf schütteln.

Es geht um rund 12 Millionen Franken

Zu all dem hat die Werbewoche die P um eine Stellungnahme gebeten. Doch aus Lausanne kam ein Njet. «Zu den von Ihnen dargestellten Punkten nehmen wir keine Stellung», beschied Publigroupe-Sprecher Beat W. Werder.

Bleibt noch die Frage, wie gross denn der Werbeertrag war, den die BZM bisher über die P vermittelt erhielt. Steffen nennt folgende Anhaltspunkte: 2010 habe die BZM gut 100 Millionen Werbeeinnahmen erzielt, zwei Drittel davon durch BaZ und Baslerstab. Dazu wiederum habe die P «weniger als 20 Prozent» beigesteuert – also höchstens 12 Millionen Franken.

Markus Knöpfli

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Tele Bielingue mit neuem Studio

Der zweisprachige Regionalsender für Biel, den Berner Jura, das Seeland, Grenchen und den Freiburger Seebezirk produziert und sendet seine Info-Sendung sowie rund 20 weitere Eigenproduktionen ab dem 4. November aus einem neuen Studio.

Es handle sich dabei um den logischen zweiten Schritt im Rahmen einer Gesamterneuerung, schreibt Tele Bielingue in einer Mitteilung vom Freitag. Das alte Set- & On Air Design habe nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprochen. Das Gesamt-Konzept, auf welchem die Erneuerung basiere, sei buchstäblich eine runde Sache. Alles drehe sich um das ovale Sender-Logo mit dem integrierten grossen B. Für die formale Unterscheidbarkeit der Sendegefässe sollen in erster Linie Farbwechsel im Dekor sowie nuancierte Melodien in der Erkennungsmusik sorgen.

Das Naming der Sendungen wurde angepasst. Für fast alle Sendegefässe wurde ein Titel gewählt, der sowohl in deutsch wie in französisch sofort verständlich und nachvollziehbar sein soll. Als Beispiel wird die News-Sendung «Info», die Wirtschaftssendung «Portefeuille» oder der Kinotipp «Cinema» genannt. Der neue Auftritt hat gemäss Mitteilung keinen Einfluss auf die Programmstruktur des Senders, diese bleibt unverändert. Sie basiert weiterhin auf einem je halbstündigen Tagesprogramm in Deutsch und Französisch mit den bestehenden, jedoch neu verpackten Sendegefässen.

Mit der Entwicklung des Gestaltungskonzeptes wurde ein Konsortium aus den Firmen Encore Pictures (Production & Consulting), Le Mob Motion Design (On Air Design) und Oceansalt (Set Design) betraut. Unter der Leitung von Produzent und Creative Consultant Jürg Steudler realisierten die beiden Art Direktoren Bart Wasem (On Air Design) und Bob Klenk (Set Design) mit ihren Mitarbeitern einen umfassenden Neuauftritt. Die Musik stammt von Komponist Michael Ricar. Encore, Le Mob und Oceansalt realisieren seit vielen Jahren mit vereinten  räften Gestaltungskonzepte für grosse (SF, ZDF) und kleine (Tele Bärn, Tele Ostschweiz) TV Sender. Bei ihrem jüngsten Projekt konnten sie auch auf den starken Support der technischen und gestalterischen Abteilung von Tele Bielingue zählen.

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Lesch+Frei Zürich: Kampagne für Pastorini kreiert

Ab sofort sollen die neusten Pastorini-Sujets von Lesch+Frei Zürich Eltern und Grosseltern, Gottis und Göttis wieder dazu einladen, einem kleinen Menschen zu Weihnachten eine grosse Freude zu machen.

Neben den beiden neuen Plakatsujets, die auch als Kinodias plus als Postkarten in einem Direct Mail an bestehende Kunden zum Einsatz kommen, hat die Agentur eine neue Banner-Kampagne entwickelt, in der Pastorini auf spielerische Art den Eiffelturm, ein Formel 1 Auto und eine Grossbaustelle zum Verkauf anbietet und so den Kampagnengedanken in den neuen Medien weiter spinnt: Pastorini bringt Fantasie ins Spiel.

Verantwortlich bei Pastorini Spielzeug: Christa Pastorini. Verantwortlich bei Lesch+Frei Zürich: Peter Lesch und Thomas Lüber (CD), Matthias Kadlubsky (AD), Irene Stutz (Beratung), Barbara Meier und Désirée Guzzo (Polygraphie). Verantwortlich für Fotografie und Bildbearbeitung: Scheffold.Vizner. Verantwortlich für die Banner-Produktion: Serranetga.

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Tamedia: Serge Reymond leitet neu auch Bereich Medien Deutschschweiz

Tamedia regelt die Nachfolge des designierten Vorsitzenden der Unternehmensleitung Christoph Tonini. Ab 1. Januar 2012 übernimmt Serge Reymond neu auch die Verantwortung für den Unternehmensbereich Medien Deutschschweiz.

Zum Unternehmensbreich Medien Deutschschweiz gehören die Zeitschriften von Tamedia, Finanz und Wirtschaft sowie die Sonntagszeitung. Der 48-jährige Serge Reymond (Bild oben) ist seit 2009 Geschäftsführer von Edipresse Suisse und in dieser Funktion seit Mai 2011 Mitglied der Unternehmensleitung von Tamedia. In den letzten zwei Jahren war er wesentlich am erfolgreichen Zusammenschluss der beiden Unternehmen in der Schweiz beteiligt. Der Unternehmensbereich Digital & 20 Minuten bleibt bis auf weiteres direkt in der Verantwortung von Christoph Tonini, der 2013 von Martin Kall den Vorsitz der Unternehmensleitung übernehmen wird.

Unter der Leitung von Serge Reymond werden Teams aus den beiden, weiterhin eigenständig organisierten Unternehmensbereichen die bereits entwickelten Projekte für neue Medienangebote vertiefen und umsetzen. Zudem soll der Erfahrungsaustausch zwischen Edipresse Suisse und Medien Deutschschweiz über die Sprachgrenzen hinweg ausgebaut werden.

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Christoph Tonini.
 

Ueli Bleuler und Frank Bernhardt realisieren Kampagne für Optiker Seh Art

Für den Optiker Seh Art in Küsnacht haben Ueli Bleuler und Frank Bernhardt eine Gesamtkampagne realisiert, die trotz bescheidenem Budget ins Auge springt.

Die Werber machten aus Brillen Buchstaben und integrierten so das Produkt prominent in der Headline. Die eigene Bildsprache für Seh Art gibt es auf Plakaten, Kleininseraten, Tragtaschen, im Netz und natürlich auf Brillentüchlein zu sehen.

Verantwortlich bei Seh Art: Dominique Philipp. Verantwortlich Kreation: Text/Konzept: Ueli Bleuler, (Musik & Text: Ueli Bleuler), Art Direction/Konzept: Frank Bernhardt und Matthias Pauwels, Continue.

> Zu den Plakatsujets (PDF)

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