Die Gewinner vom Edi.11

Am Donnerstagabend wurde im Schiffbau Zürich der Edi. verliehen. Von den rund 250 eingereichten Filmen in vier Kategorien schafften es 64 Filme in die Shortlist.

Die eingereichten Produktionen wurden von 5 unabhängigen Jurys, bestehend aus Fachpersonen der Sparten Film, Auftraggeberseite und der Werbebranche, bewertet. Die Jurys visionierten alle eingereichten Produktionen, nominierten die Werke für die Shortlist und selektieren heute, Donnerstagabend, die besten Produktionen, die mit einem Edi. ausgezeichnet werden. Dieser Schweizer Werbe- und Auftragsfilmpreis steht unter dem Patronat vom Eidgenössischen Departement des Innern und wird für qualitativ hoch stehende Auftragsfilmproduktionen verliehen.

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Top der Woche 1: Unterschiedliche Meinungen zur neuen Tageswoche

Seit letzter Woche hat Basel mit der Tages Woche eine neue Wochenzeitung samt täglicher Onlineausgabe.

Gegenüber der Werbewoche meinte Res Strehle, Co-Chefredaktor Tages-Anzeiger: «Die Tages Woche ist ansprechend gemacht. Mit dem Schwerpunkt Wahlen ist sie aktuell. Und dass sie den Fokus auf das Lokale richtet, ist richtig. Originell fand ich, das Thema Swiss Indoors für einmal nicht mit Roger Federer, sondern mit Novak Djokovic anzugehen. Dem neuen Blatt gebe ich durchaus eine Chance, denn finanziell ist es gut aufgestellt.» Matthias Hagemann, Inhaber und VR-Präsident von Radio Basilisk, ist kritisch: «Die Print-Tages Woche hat mich thematisch und optisch noch nicht so überzeugt. (…) Viel erwarte ich dagegen von der täglichen kostenfreien Online-Ausgabe, die dank der guten Redaktion sicher an Beachtung gewinnen kann». Matthias Geering, der ehemalige Chefredaktor der Basler Zeitung, meint: «Das Layout ist modern, das Format handlich – hier überzeugt die Tages Woche. Inhaltlich jedoch ist diese Zeitung noch zu wenig profiliert, es fehlt der Biss. Ich hätte dieses Blatt thematisch stärker auf die Region Basel fokussiert, weil hier publizistisch und ökonomisch gesehen die grössten Potentiale ruhen.»

Boulevard am Boden

Und auf dem iPad die letzte Hoffnung: In Frankreich steigt die Zahl der zahlenden Leser. Die Spreu wird vom Weizen getrennt. Gastkommentar von Jürg Altwegg, Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Genf.

Die Gewerkschafter machen es wie die Bauern, die Lebensmittel zerstören: Ende Oktober wurden vor dem Sitz des Verlegerverbandes 15'000 Zeitungsexemplare auf die Strasse geworfen. Den Passanten blieb nichts anderes übrig, als über die Blätter zu gehen. Betroffen waren drei national verbreitete Tageszeitungen, deren Angestellte gegen neue Entlassungen demonstrierten. Es war ein trauriges Bild, symptomatisch für die Krise der Zeitungen, denen Experten den Eintritt in die Agonie bescheinigen.

Am Boden liegen die zweitgrösste Wirtschaftszeitung La Tribune – auch der renommierte Marktführer Les Echos schreibt rote Zahlen – sowie die Boulevardblätter Le Parisien und France-Soir. Bei Le Parisien war einst Ringier als Übernahmekandidat im Gespräch, France-Soir war nach dem Krieg die auflagenstärkste Zeitung – über eine Million Auflage. Das Blatt gehört heute dem 27 Jahre alten Russen Alexander Pugatschew. Doch statt der anvisierten 150 000 Exemplare dümpelt die Auflage bei 50'000 Stück – Tendenz sinkend. Gestreikt hatte die Redaktion gegen die angekündigte Einstellung der gedruckten Ausgabe. Pugatschew will 90 der 120 Angestellten entlassen und France-Soir nur noch im Netz publizieren. Den gleichen Weg erwägt La Tribune. Sie klammern sich an das Vorbild erfolgreicher Info-Portale im Internet wie Rue89 (gratis) oder Médiapart (Abonnement), für die es im deutschen Sprachraum nichts Vergleichbares gibt. Sie werden von erfahrenen Journalisten gemacht, die ihre Abgangsentschädigung investierten, und sind nach bescheidenen Anfängen zu wertvollen Teilen der Medienlandschaft geworden. Doch für den umgekehrten Weg – des Gesundschrumpfens – gibt es kein geglücktes Beispiel.

Während France-Soir zweifellos auf den endgültigen Untergang zusteuert, beobachtet man bei den traditionsreichen Blättern eine positive Entwicklung. Der Figaro diversifiziert mit verschiedenen Internet-Portalen: Immobilien, Finanzen, Gesundheit. Erstmals seit Jahren schreiben Le Monde und Libération schwarze Zahlen. Ein neues Magazin und Beilagen am Wochenende, wenn die Konkurrenz des Internets weniger gross sei, wurden lanciert. Die Auflage steigt leicht an – auch dank der starken Aktualität. Le Monde hat gerade den längsten Streik seiner Geschichte erlebt: wegen der Druckerei, die immense Verluste einfährt. Wenn sie abgewickelt ist, können die neuen Eigentümer noch mehr in die Zeitung, die einst den Redaktoren gehörte, investieren. In Frankreich wird gegenwärtig die Spreu vom Weizen getrennt – auch wenn niemand Wetten auf die langfristige Zukunft der unmittelbar Überlebenden eingehen will.

Das iPad spielt dabei eine zentrale Rolle. Le Monde hat mehr als 100 000 Abonnenten, die das Blatt nur online lesen. Weil man sehr stark auf der eigenen Identität beharrt, ist die Zeitung bei den beiden EKiosken nicht präsent. Diese vermelden indes erstaunliche Zahlen und Zuwachsraten. Bei Relay.fr kann man monatlich für 20 Euro eine unbeschränkte Anzahl der aufgeschalteten Magazine lesen, beim Konkurrenzunternehmen Kiosque.fr sind für 10 Euro zehn Publikationen zu bekommen. Das Angebot ist breit – von L’Express über Marianne bis Paris- Match sind viele Konkurrenten unter einem Dach. Apple hat dieses Modell in anderen Ländern nicht zugelassen, auch in Frankreich wird es noch zu Auseinandersetzungen kommen.

Die Verleger haben angekündigt, dass sie Apples eigenen Newsstand boykottieren werden – dreissig Prozent sind überrissen. Sie werden – hoffentlich – Recht bekommen. Hersteller von TV-Geräten oder Handys kassieren schliesslich auch nicht mit, wenn Gebühren, Werbegelder und Übertragungsrechte fliessen.
 

Capital FM schliesst Relaunch mit neuem Wochenendprogramm ab

Ab Samstag, 5. November 2011 startet der Radiosender Capital FM mit zahlreichen neuen Sendungen für das Wochenende. Das Sonntagsprogramm beginnt zudem bereits um 7 Uhr mit den ersten Nachrichten und Servicegefässen.

Capital FM baut das Wochenendprogramm um und aus. Am Sonntag werden die ersten Nachrichten neu bereits um 7 Uhr und damit drei Stunden früher als bisher ausgestrahlt, wie der Sender in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt. Der Sonntagmorgen wird mit zwei zusätzlichen regionalen Wettertalks mit den Wetterspezialisten von Meteonews und zwei Sportstudios mit Rückblicken auf das Geschehen des Vorabends ausgebaut.

Viel Unterhaltung gebe am Sonntagvormittag, so der Sender weiter. So sollen in der Sendung «Wunschtroum» lang gehegte Wünsche von Hörerinnen und Hörern erfüllt werden. Zum Staunen, Schmunzeln und Lachen werde der «Rotzlöffu» Anlass geben. Der 7-jährige Noah mache in seiner Sendung Telefoninterviews mit Schweizer Promis und nehme dabei kein Blatt vor den Mund.

Der Sonntagnachmittag setzt auf Interaktion mit der Hörerschaft. In der zweistündigen Sendung «Di Song – Di Sunnti» können Hörerinnen und Hörer ihren Lieblingssong auswählen, ihre Geschichte dazu preisgeben und von «ihrem» Sonntag erzählen. Die Musiksendung «Wop Bop A Loo Bop» erhält einen neuen Sendeplatz. Statt am Sonntagnachmittag wird sie neu am Sonntagabend von 19 bis 22 Uhr ausgestrahlt.

Capital FM schliesst mit der Überarbeitung des Wochenendprogramms den Programm Relaunch ab. Dieser startete im April mit einem neuen Musikmix und anfangs September mit einer neuen Morgenshow, neuen Nachrichten- und Unterhaltungsgefässen und neuen Jingles und Signeten. Der Sender will sich als Regionalradio für eine erwachsene Hörerschaft in der Stadt und Region Bern positionieren.
 

Drei Blätter, ein Name: My Zytig

Die drei Blätter Aemme Zytig, Burgdorfer Tagblatt und Grauholz Post bekommen einen neuen Namen. Sie werden einheitlich in Inhalt und Titel unter dem Namen My Zytig und im Tabloidformat herausgegeben.

Das Wochenblatt kommt ab dem kommenden Jahr in neuer Form in den Briefkasten. Das neu benannte Produkt My Zytig kommt nicht mehr nach Teilregionen gesplittet, sondern einheitlich in Titel und Inhalt daher. Ausserdem wird es im Tabloidformat gedruckt. My Zytig trägt im Kopf als Nebentitel aber weiterhin die drei alten Bezeichnungen. Sie hänge schon noch an diesen Titeln, sagt Rita Brodmann, die Herausgeberin der drei Zeitungen Aemme Zytig, Grauholz Post und Burgdorfer Tagblatt, gegenüber der Bernezeitung.ch.

Die drei Gratispublikationen erscheinen unter dem Dach des Lokalmedien Verlags. Sie werden in Burgdorf geschrieben, in Bern gedruckt und erscheinen mit grösstenteils identischem Inhalt, aber unter jeweils anderem Titel. Neu wird nicht nur das Layout vereinheitlicht und aufgefrischt, sondern auch die inhaltliche Ausrichtung. Statt wie bisher Veranstaltungsberichterstattung setzt man bei My Zytig künftig auf People-Geschichten. Die Beiträge mit Fokus auf unterschiedlichste Leute aus der Region sollen unter anderem im Rahmen von Serien erscheinen.

Die Zeitung finanziert sich vollumfänglich aus Anzeigen, wie die Bernerzeitung.ch weiter schreibt. Der Seitenumfang richte sich entsprechend nach den eingehenden Inseraten. Im Durchschnitt wird das Blatt 40 Seiten umfassen, im Sommer naturgemäss weniger.
 

Level Two gestaltet Launch-Film für Victorinox Swiss Army

Level Two hat den Kino- und POS-Spot für den weltweiten Launch des Alpnach Mechanical Chronographen von Victorinox Swiss Army konzipiert und realisiert.

Die Hubschrauber-Basis der Schweizer Luftwaffe liefert den Namen, die Gestaltung beruft sich direkt auf den Cougar AS 532, den 4-blättrigen Hubschrauber. Das Design präsentiert sich graphisch-kantig, Kernelemente wurden den Rotorblättern des Hubschraubers nachempfunden, dem Cockpit, dem Steuerknüppel beziehungsweise der Turbine. Der Alpnach Chrono ist hart im Nehmen und ausserordentlich zuverlässig, genau wie sein Vorbild, vielfältig einsetzbar auch unter extremsten Bedingungen, so das Motto der Kampagne. Die kreative Idee des Films beruht auf dieser Grundidee, die Victorinox zu diesem Chronographen inspiriert hat.

Die Makroaufnahmen mit der hauseigenen Motion Control-Kamera wurde in einem 2tägigen Dreh von Level Two auf 35mm Film im inhouse Motion Control-Studio realisiert. Der Regisseur, Gregor Rott, legte dabei besonderes Augenmerk darauf, dass der Chronograph im Film als Cougar AS 532 inszeniert wird, so die Agentur in einer Mitteilung. Unterstützt wird der Film mit einem Soundkonzept, das ebenfalls im inhouse Tonstudio von Level Two von Jan Rieder kreiert wurde. Der Kino- und POS-Film kommt weltweit, vor allem im asiatischen Raum zum Einsatz.

Die Technik: Bei Motion-Control-Aufnahmen handelt es sich um eine Spezialeffekt-Technik mit Bewegungssteuerung, die es ermöglicht, dieselben Kamera- oder Objektbewegungen durch computergestützte Automatisierung immer und immer wieder pixelgenau zu wiederholen, so die Agentur. In der Nachbearbeitung können die Aufnahmen in einem Compositing zusammengeführt werden. So werden Effekte und Aufnahmen möglich, die ohne diese Technik nicht realisierbar wären.

Verantwortlich bei der Victorinox Swiss Army: Sébastien Rytz (International Marketing Manager), Jonathan Keller (Graphic Designer). Verantwortlich bei LevelTwo: Gregor Rott (Gesamtverantwortung für Konzeption, Kreation und Realisation, Regie), Brigitte Naschberger (Producer), Jan Rieder (Sounddesgin und Tonproduktion), Steven Wiliams (Kamera).
 

Schwarz Weiss – differenzierte Gegensätze

Das Museum für Gestaltung Zürich widmet den beiden «Unbunten» 300 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Egal, ob vor kulturellem, gestalterischem oder ideellem Hintergrund, die beiden Farben haben viele Gegensätze. Aber auch eine grosse Gemeinsamkeit: ihre starke Wirkung. Ein imaginärer Rundgang mit Seitenblick auf Werbung und Grafikdesign.

Paul McCartney, Michael Jackson und Amy Winehouse haben sie besungen. Victor Vasharelly, Pierre Soulages und Kasimir Malewitsch bannten sie auf Leinwand. Benetton und Oliviero Toscani widmeten ihnen eine ganze Kampagne. Die Rede ist von Schwarz und Weiss. Wer sich auf die Welt der beiden Farben einlässt, findet sich in einem Kosmos wieder, der alles andere als monochrom ist. Dies wird spätestens klar, wenn man in der neuen Galerieausstellung des Museums für Gestaltung die Nuancierung, die durch die unterschiedlichen Trägermaterialien der Exponate entsteht, nebeneinander sieht. «Ich wollte nicht eine Ausstellung in Schwarz- Weiss machen, weil ich ein Denken in Polaritäten bevorzugen würde», betont Angeli Sachs. Die Leiterin Ausstellungen des Museums für Gestaltung hat sich in der Vergangenheit bereits über einen längeren Zeitraum mit Schwarz auseinandergesetzt. Nachdem die ursprüngliche Idee, eine Ausstellung über Farbe zu gestalten, fallen gelassen wurde, weil ein anderes Museum die Thematik bereits bearbeitete, setzte Sachs auf den maximalen Kontrast: «Schwarz Weiss – Design der Gegensätze».

Die Worte alleine öffnen einen assoziativen Raum, der sich sogleich mit Bildern füllt: Neuschnee, der Sessel «LC2» von Le Corbusier, Rassendiskriminierung, Braut und Bräutigam. Die beiden Farben sind in allen Bereichen unserer Gesellschaft verankert. Egal, ob vor einem kulturellen, gestalterischen oder ideellen Hintergrund, Schwarz und Weiss spielen eine zentrale Rolle. Traditionell ist Schwarz in der westlichen Kultur negativ, weiss eher positiv besetzt, was wir vor allem dem moralischen Weltbild der christlichen Kirchen verdanken. Noch heute werden Begriffe wie Gut und Böse, Freude und Trauer, Anfang und Ende mit den beiden Farben assoziiert. Tiere mit schwarzem Fell oder Gefieder gelten als Helfer oder Vorboten des Bösen. Die schwarze Katze soll Unglück bringen und die Krähe hat den Ruf, Galgenvogel oder Gehilfe der schwarzen Magie zu sein. Die weisse Taube symbolisiert den Frieden, weisser Schnee die Reinheit. Die Liste der Bedeutungen, die den beiden Farben zugeschrieben werden, ist lang. Auch in der Sprache und der Literatur wird oft mit der Symbolik von Schwarz und Weiss gespielt. Interessant ist vor allem der Umstand, dass Schwarz und Weiss in anderen Kulturkreisen ebenfalls stark verankert sind, wenn auch häufig mit gegenteiliger Symbolik.

Konzept, Abstraktion und Eleganz

In der Ausstellung wird die kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung der beiden Farben im «Raum der Imagination» thematisiert. Auf der Eingangswand finden die Besucher «zeitgenössische Antworten auf genau jenen Echoraum, wie ihn das grundlegende Werk der Moderne, das ‹schwarze Quadrat auf weissem Grund› von Kasimir Malewitsch, geschaffen hat». Ein kleiner Ausflug in die Kunst, der in Zusammenarbeit mit dem Haus Konstruktiv in Zürich entstanden ist. Es folgt eine Gruppe von Exponaten, welche auf die wichtigen Motive von Schwarz und Weiss einstimmen sollen. Gleich daneben flimmern Bild und Textcollagen zu zentralen kulturellen und gesellschaftlichen Themen, die sich mit den beiden Farben in Verbindung bringen lassen, über neun Bildschirme. Ein paar Schritte weiter erhält man einen kurzen Überblick über die wichtigsten Phänomene der Wahrnehmung von Schwarz und Weiss und deren Positionierung in einflussreichen Farbsystemen.

Der Hauptteil der Ausstellung, welche sich schwerpunktmässig den Themen Architektur, Design und Mode widmet, ist in drei Bereiche gegliedert: Schwarz, Schwarz-Weiss und Weiss. Die hier versammelten Exponate – alles einflussreiche Zeitzeugen aus Moderne und Gegenwart – widerspiegeln eine weitere, zentrale Bedeutung der beiden Farben. Dazu Angeli Sachs: «Schwarz und Weiss sind auch die Farben von Avantgarde, von Konzept, von Abstraktion und Eleganz.» Für viele Designer werde die Essenz ihres Entwurfes in Schwarz oder Weiss am klarsten sichtbar. Vor diesem Hintergrund entstehen auch in der Werbung immer wieder ganze Kampagnen, die auf den Einsatz von bunten Farben verzichten. «Auffallen definiert sich nicht unbedingt über Farbe», meint einer, der es wissen muss. Thom Pfister ist CD und Partner bei der Berner Werbeagentur Komet und hat mit seinem Team schon verschiedenen Kunden in Schwarz-Weiss Aufmerksamkeit verschafft. «Die Macht einer starken Aussage in einer reinen Typo-Kampagne ist nicht zu unterschätzen. Zudem bieten Schwarz und Weiss den maximalen Kontrast und, mit den richtigen Formen kombiniert, schlagen sie ein wie eine Bombe. Während die Werbung in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts stark auf Farbfotos setzte, scheint es, als würde man sich heute wieder auf die Kraft dieses maximalen Kontrastes besinnen: «Unter den aktuellen 100 besten Plakaten Deutschland, Österreich und Schweiz liegt der Anteil schwarz-weisser Plakate bei über einem Drittel», sagt Pfister. Nimmt man die Absender dieser «farblosen» Werbebotschaften unter die Lupe, sind es oftmals solche, die mit ihren Produkten oder als Institution eben die von Sachs beschriebene Avantgarde und Eleganz zelebrieren. Dazu zählen insbesondere Mode, Design und Architektur. «Auch bei unseren Kunden aus dem Kulturbereich spüren wir einen anhaltenden Trend in diese Richtung», ergänzt der Komet-CD. Er räumt allerdings ein, dass gerade in diesem Segment manchmal auch ganz einfach die Druckkosten die Farbwahl bestimmen. Für den Kreativen steht aber fest, dass insbesondere Menschen und Schicksale oft mehr Kraft in Schwarz-Weiss entwickeln können. Diese Aussage trifft auch auf das Bild von Miles Davis zu, welches zum Portfolio von Michel Comte gehört. Der Fotograf ist selbst überzeugt: «Dieses Porträt wäre farbig undenkbar. Ebenso, wie die Nespresso-Kampagnen mit George Clooney.» Dennoch betont Comte, dass er sowohl in der schwarz-weissen wie auch in der farbigen Welt zu Hause sei. «Ich gehe aber stehts von der Helligkeit, vom Licht aus, it’s all about brightness », so Comte weiter. Dies gelte sowohl für sogenannte Kunstfotos und Porträts als auch für Werbeaufträge.

Auf Grafikdesign hat Angeli Sachs in der neuen Ausstellung aus Platzgründen verzichtet. Dafür zeigt die Plakatsammlung des Museums für Gestaltung vom 8. November 2011 bis zum 5. März 2012 in den Räumlichkeiten der Schweizerischen Nationalbank ausgewählte Schweizer Arbeiten ab 1930 bis zur Gegenwart. Diese sollen verdeutlichen, dass Plakate in Schwarz-Weiss durchaus mit der «oft aufdringlichen Buntheit der Massenkultur » zu konkurrenzieren vermögen.
Simone Fankhauser

In Kürze
Das Museum für Gestaltung Zürich zeigt die Ausstellung «Schwarz Weiss – Design der Gegensätze» von 9. November 2011 bis 4. März 2012 auf der Galerie. Begleitend finden verschiedene Ausstellungsgespräche statt. Mit der Ausstellung startet auch ein Pilotprojekt in der Weiterentwicklung der Vermittlung am Museum für Gestaltung Zürich. Das Angebot umfasst neben Führungen, Workshops und Ausstellungsgesprächen auch das Objekt «Himmel/ Hölle». Dabei können die Besucher auf einer Faltvorlage schriftlich eigene Gegensätze definieren. www.museum-gestaltung.ch

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Nike Women: «Make yourself – A super power»

Die neue Nike Women Kollektion für den Winter 2011/2012 ist lanciert. Um zu zeigen, was die neue Winterkollektion alles kann, hat Nike zwei der erfolgreichsten Comic-Zeichnerinnen der Welt ins Boot geholt: Jan Duursema und Amanda Conner.  

Die beiden Künstlerinnen haben in verschiedenen Szenen künstlerisch dargestellt, wie die neue Nike Women Trainingskollektion ihre Trägerinnen jedes Hindernis überwinden lässt und nahezu übernatürliche Kräfte verleiht. Dafür verwandeln sie in ihren Comics ganz normale Frauen in athletische Heldinnen.
 

BSW-Ranking blieb stabil

Die optimistischen Prognosen für die Kommunikationsbranche wurden bestätigt und halten an.

Für 2010 hat der Verband BSW «leading swiss agencies» vor einem Jahr 5,7 Prozent Wachstum prognostiziert. 5,3 Prozent sind es jetzt nach dem Auszählen der Budgets konkret geworden. Und für 2011 wird es sich im gleichen Rahmen entwickeln, schätzt der Vorstand unter dem Präsidium von Peter Felser. Rund zwei Drittel der Werbe- und Spezialagenturen erwarten gegenüber 2010 eine Steigerung der Honorareinnahmen von durchschnittlich 4 Prozent. Die Mediaagenturen rechnen mit einem Plus von 10 Prozent. Was zusammengezählt eine ähnlich positive Entwicklung wie im letzten Jahr verspricht. Die Gewinnerwartungen sind dagegen verhaltener. Rund zwei Drittel aller Agenturen erwarten teilweise einen Rückgang des EBIT. Nur ein Drittel aller Agenturen rechnet damit, dass sich die Resultate nochmals steigern lassen. Die wichtigsten Gründe für den Margendruck sind die hohen Investitionen in neue Kompetenzfelder. Rund 70 Prozent der Agenturen wollen oder müssen massiv in den Aufbau ihres Online-Angebots investieren. Angespannt präsentiert sich damit auch die Situation zum Finden von ausgewiesenem Personal – und dies in allen Bereichen. pan

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Sabine Lüthy verlässt Schweizer Radio DRS

Die Stiftung Swiss Aids Care International bleibt in Familienhand: Radiomoderatorin Sabine Lüthy, die Tochter des Gründers Ruedi Lüthy, übernimmt per 1. Januar 2012 die Geschäftsführung der Organisation, die in Simbabwe ein Spital für HIV- und Aidspatienten betreibt.

Die 42-Jährige war mit Unterbrüchen von 1996 bis Ende Oktober 2011 für Radio DRS tätig. Zuletzt war sie Redaktorin und Moderatorin der Sendung «Input» von DRS 3. «Ich bin froh, dass ich mit meinem Engagement das Lebenswerk meines Vaters erhalten und in die Zukunft führen kann», sagte sie gemäss Stiftungs-Mitteilung vom Mittwoch. Ihr Vater leitet weiterhin das Spital der Stiftung in Harare, der Hauptstadt Simbabwes.

Der Arzt Ruedi Lüthy gründete Swiss Aids Care International im Jahr 2003. In der Klinik in Harare und in mobilen Stationen betreut die Stiftung mittlerweile 3‘800 Patienten und bildet jedes Jahr über 200 Fachleute aus. In Simbabwe wären mindestens 500'000 Personen auf eine HIV-Therapie angewiesen. (SDA)

(Bild: Drs3.ch)

SF: Neuausrichtung von «Zambo» – Abbau von sieben Vollzeitstellen

Das Kinderprogramm «Zambo», das derzeit auf SF zwei läuft, wird ab dem 29. Februar 2012 auf SF 1 ausgestrahlt. Gleichzeitig wird die Sendezeit von zwei Stunden auf eine Stunde Erstausstrahlungen pro Tag verkürzt. Sieben Vollzeitstellen werden abgebaut.

Ab dem 29. Februar 2012 werde «Zambo» auf SF 1 ausgestrahlt, schreibt SF in einer Mitteilung vom Mittowoch. Die Sendung werde von zwei Stunden auf eine Stunde Erstausstrahlungen verkürzt. Sie erhalte neu ein klareres Profil mit Fokussierung auf die Altersgruppe der 10- bis 14-Jährigen sowie auf Eigenproduktionen. Durch die Verschiebung auf SF 1 erhalte «Zambo» zudem einen verlässlichen Sendeplatz; wegen Live-Sport auf SF zwei sei die Sendung oft von Ausfällen und Verschiebungen betroffen gewesen.

Die Programmänderung erfolge nach gründlicher Analyse der Publikumsbedürfnisse sowie der Kosteneffizienz, heisst es weiter. Das bisherige TV-Angebot von «Zambo» sei unter den ursprünglichen Erwartungen genutzt worden: Nur eines von zehn Kindern zwischen 6 und 13 Jahren habe «Zambo» auf SF zwei geschaut. Das gut genutzte Radio- und Internetangebot des trimedialen Kinderprogramms «Zambo» bleibe unverändert.

Mit der Neuausrichtung von «Zambo» sei ein Abbau von rund sieben Vollzeitstellen verbunden, heisst es weiter; betroffen seien insgesamt ungefähr zehn Mitarbeitende. SRF versuche, mindestens einen Teil der Betroffenen in anderen Funktionen weiter zu beschäftigen. Über die Neuprogrammierung der per 29. Februar 2012 frei werdenden Sendeplätze auf SF zwei werde SRF noch dieses Jahr informieren.
 

APG Montagne: Fortsetzung der Zusammenarbeit mit den Bergbahnen Meiringen-Hasliberg

Meiringen-Hasliberg und APG Montagne spannen für weitere fünf Jahre zusammen und setzen die langjährige Zusammenarbeit fort.

APG Montagne konnte sich die exklusive Vermarktung der Feriendestination Meiringen-Hasliberg sichern, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Meiringen-Hasliberg zählt zu den langjährigen Geschäftspartnern von APG. Der unterzeichnete Vertrag gilt für die nächsten fünf Jahre.
 

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