Schwacher Euro belastet Schweizer Gaming-Markt

Der Schweizer Markt für Video- und Computerspiele war im dritten Quartal 2011 im Vergleich zur Vorjahresperiode rückläufig. Hauptsächlich verantwortlich dafür waren der schwache Euro und der Umstand, dass die erfasste Periode kürzer ausfiel als im vergangenen Jahr.

Ab der Quartalsmitte hat allerdings eine deutliche Erholung eingesetzt. Dies geht aus den den von Media Control erhobenen Zahlen hervor, wie die SIEA, Swiss Interacitve Entertainment Association, am Donnerstag in einer Mitteilung schreibt. Der Gesamtmarkt (Konsolen sowie Games für Konsolen und PC) verlor im Vergleich zum Vorjahresquartal 14.1 Prozent (Absatz/Stückzahlen) beziehungsweise 29.1 Prozent (Umsatz).

Zwei Sonderfaktoren haben das Quartalsergebnis massgeblich mitgeprägt: Zum einen fiel die Erfassungsperiode 2011 eine Woche kürzer aus als im Vorjahr. Zum anderen haben die Auswirkungen des starken Frankens auch vor der Spielebranche nicht halt gemacht. Rund 15-20Prozent des Umsatzrückgangs dürften auf die Euro-Schwäche zurückzuführen sein, die zu Preisanpassungen zugunsten der Schweizer Konsumenten geführt hat. Darüber hinaus gibt es unverändert Verschiebungen in Richtung Spiele für Smartphones sowie Online-Spiele, die nicht über den Ladentisch verkauft werden und somit nicht in den SIEA-Marktzahlen erfasst sind.

Die Vermarktung beginnt lange vor dem Marketing

Die Schweizer Tourismusbranche steht vor grossen Herausforderungen: Der starke Franken und die schlechte Konsumstimmung sorgen für das Fernbleiben der ausländischen Gäste. Und auch strukturell, namentlich in der Destinationsbildung gibt es noch einige Hausaufgaben zu lösen.

Es ist wieder so weit: Die Wintersportorte rühren kräftig die Werbetrommeln für ihre Angebote. Im TV-Spot von Schweiz Tourismus verspricht «Wetterschmöcker» Martin Horat einen schneereichen Winter. Davon ist allerdings noch nicht viel zu spüren. Von Bildern wie demjenigen oben können viele Regionen nur träumen. Die Schweiz erlebt den trockensten November seit Messbeginn vor 130 Jahren. Die Klimaerwärmung ist allerdings nur eine Herausforderung, mit der die hiesige Tourismusbranche zu kämpfen hat. Neben der Globalisierung, im Zuge derer die Angebote immer austauschbarer werden, leidet der viertstärkste Exportzweig der Schweizer Wirtschaft aktuell vor allem unter dem starken Franken und der allgemein miesen Konsumstimmung. Entsprechend rechnet das BAKBASEL für die angelaufene Wintersaison mit einem Rückgang der Logiernächte um insgesamt 2,6 Prozent. Dabei werde die ausländische Nachfrage um rund 4,2 Prozent einbrechen, der Bin¬nenmarkt um 0,4 Prozent. Um diese Entwicklung etwas aufzufangen, reagiert Schweiz Tourismus mit einer Aufstockung der Marketingaktivitäten für die aktuelle Saison (s. Interview).

Betrachtet man die Schweizer Tourismuslandschaft einmal etwas genauer, fällt vor allem die enorme Dichte an touristisch genutzten Marken auf. Jede Region, jede Destination und jede Gemeinde verfügt über ein eigenes Logo, einen eigenen Slogan und einen eigenen Webauftritt. Etwas, das gemäss Urs Wagenseil, Leiter «Tourismus» am Institut für Tourismus der Hochschule Luzern, nicht viel Sinn macht. Eine Kräftebündelung sei notwendig, um konkurrenzfähig zu bleiben. Die sogenannte Destinationsbildung ist denn auch seit Längerem im Gang. Ein notwendiger, aber auch sehr emotionaler Prozess, wie Wagenseil betont. «Man muss davon Abstand nehmen, dass eine geografische Bezeichnung auch eine Marke ist», sagt der Experte. Die eigene Ortsbezeichnung nicht mehr verwenden zu können auf einem Prospekt oder im Internet, ist für viele eine Art Identitätsverlust. Dies sei einfacher zu verstehen, wenn man sich die Entstehung des Tourismus in Erinnerung rufe: «Der Radius des Gastes war vor 100 bis 150 Jahren sehr kleinräumig. Entsprechend hat jedes Dorf, jede Talschaft ein eigenes Tourismusprodukt aufgebaut. Deshalb haben wir heute auch mehre Hundert geografische Bezeichnungen, die wie touristische Marken genutzt werden.» Diese Strategie habe bis etwa Anfang der 90er Jahre auch funktioniert. Dann sei der Tourismus durch die Globalisierung stark unter Druck geraten.

Konkurrenzsituation neu analysieren

Entsprechend wichtig, so Wagenseil weiter, sei es, die Konkurrenzsituation neu zu betrachten. Vielfach wird der bestehende Gästekuchen in einer Talschaft unter den verschiedenen Ortschaften aufgeteilt. Wer mehr Anteil will, erreicht dies nur auf Kosten eines anderen. Dies sei eine schlechte Stra¬tegie, ist Wagenseil überzeugt. «Die Idee des Zusam¬menschlusses sollte sein, dass in erster Linie der Kuchen vergrössert wird. Dann erscheint unter den Konkurrenten nicht mehr das Nachbardorf, sondern mindestens die nächste Talschaft, der nächste Kanton oder sogar das nächste Land.» Für die ein¬zelnen Destinationen zeigt sich damit ein klarer Nutzen: Das Marketingbudget wird erhöht bei einer anteilsmässigen Senkung der Kosten für die involvierten Partner. «Durch die Destinationsbildung erreicht eine Organisation oft auch die erforderliche Grösse, die für eine Spezialisierung der Mitarbeiter und damit eine nachhaltig gewinnbringende Professionalisierung erforderlich ist», erklärt Daniela Bär. Zudem erleichtert die Kräftebündelung auch die Arbeit von Schweiz Tourismus, also die weltweite Vermarktung der Schweiz als Ferien-, Reise-und Kongressland. «Durch einen Zusammenschluss tou¬ristischer Leistungsträger lässt sich eine einheitli¬che Marke etablieren, mit klar erkennbarem Profil und eindeutig zuordenbaren Werten.» Die Angebots-und Dienstleistungsketten für die jeweiligen Gästesegmente könnten dadurch aufeinander abgestimmt und im Marketingmix individuell ausgestaltet werden. Dies nicht zuletzt, so Bär weiter, wegen der gesteigerten Unabhängigkeit von historisch gewachsenen politischen Grenzen.

Die erfolgreiche Vermarktung einer Destination, ist sie einmal gebildet, beginnt längst vor dem Marketing. Urs Wagenseil: «Sie beginnt bei der Definition des Entwicklungsziels. Was will die Destination auf einem mittel-bis langfristigen Zeithorizont.» Danach müsse gemeinsam mit den Stakeholdern der Destination eine Tourismusstrategie inklusive strategischer Geschäftsfelder festgelegt werden. Und: «Das operative Marketing im Destinationsbereich ist extrem komplex. Entsprechend braucht es kompetente Leute. Erfolg bringt das Destinationsmarketing aber nur, wenn ich auch adäquate Ressourcen zur Verfügung stellen kann.» Weiter sei ein gutes Controlling-System unabdingbar. Es reiche nicht, lediglich die Logiernächteentwicklung auszuwerten.

Unterstützung in der Vermarktung erhalten die Destinationen auch von Schweiz Tourismus. Im Rahmen des Projektes «Enjoy Switzerland» werden die Verantwortlichen in Bezug auf Angebotsentwicklung und Erlebnisinszenierung gecoacht. Zudem haben die Regionen und Destinationen innerhalb der Kampagnen-und Märkte-Partnerschaften die Möglichkeit, zu attraktiven Konditionen an gemeinsamen Marketingaktivitäten im In- und Ausland teilzunehmen. Daniela Bär: «Das breite internationale Netzwerk von Schweiz Tourismus ermöglicht eine Vielfalt von Kooperationsmöglichkeiten in den Bereichen Promotion, E Marketing, Medienarbeit und der Zusammenarbeit mit Reiseveranstaltern.»

Bescheidene Wahrnehmung in der Politik

Strukturveränderungen in Richtung grössere, schlagkräftigere Einheiten, eine Kompetenzsteigerung in Führung, Strategie, Marketing und Finanzen sowie eine massiv optimierte Positionierung und die Erarbeitung einer klaren Markenpolitik sieht Wagenseil als grösste Herausforderungen im Destinationsmarketing. Destinationen, die diese Hürden erfolgreich gemeistert haben, sind für den Tourismus-Experten der Gesamtkanton Luzern, Engadin St. Moritz, Gstaad Saanenland und Mont¬reux Vevey. «Ein sehr guter Case könnte auch der Kanton Uri werden. Dieser hat auch sehr viele kleine Verkehrsvereine, die im Rahmen einer neuen Strategie reorganisiert werden», so Urs Wagenseil. Daneben gäbe es aber noch sehr viele Regionen und Orte, die diesen Restrukturierungs-und Konsolidie-rungsprozess noch nicht vollzogen hätten. Aber nicht nur strukturell besteht noch Verbesserungspotenzial im Tourismusland Schweiz. Daniela Bär sieht dieses unter anderem im Angebotsbereich: Die Sommersaison müsse weiterentwickelt werden. Zu¬dem müsse die Qualität im mittleren Hotellerie-Bereich konsistent gesteigert werden. Eine Schwä¬che des Gesamtproduktes Schweiz ist gemäss Urs Wagenseil die bescheidene Wahrnehmung der Be-deutung des Tourismus in der Wirtschaft, der Bevölkerung und auf politischer Ebene. «Die Tourismusbranche ist keine homogene Masse, deshalb gibt es auch keine Lobby wie in anderen Wirtschaftszweigen.» Immerhin sprach das Parlament Schweiz Tourismus für die Periode 2012 bis 2015 10 Prozent mehr Budget zu als noch vor vier Jahren. Und es greift der Vermarktungsgesellschaft mit einem einmaligen Zuschuss von 12 Millionen Franken unter die Arme. Simone Fankhauser

«Wir haben ein Franken-, kein Produktproblem»

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WW: Der starke Franken und die unsichere Weltwirtschaft sind nach wie vor eine Herausforderung. Das BAKBASEL rechnet für die kommende Wintersaison mit einem Rückgang der Auslands-nachfrage um 4,2 Prozent, im Inland mit einem Minus von 0,4 Prozent. Wie begegnet Schweiz Tourismus (ST) dieser Problematik?
Daniela Bär: Wir intensivieren die Aktivitäten und investieren deutlich mehr Mittel ins Wintermarketing. Mit den Mitteln aus dem aktuellen Impulsprogramm sind für den Markt Schweiz Massnahmen geplant, welche die Buchungszahlen direkt beeinflussen sollen. Zum Beispiel eine spezielle Winterbroschüre mit hohem Mood-Anteil und attraktiven Angeboten unserer Winter-Partner. Diese Publikation vertreiben wir Anfang 2012 über publikums-starke Titel. Ein starker Franken verlangt nach starken Angeboten. Und davon gibt es in der Schweiz eine ganze Menge: Auf MySwitzerland.com/preiswerteschweiz haben wir Ideen und Angebote für Preisbewusste gesammelt.

ST hat ein eigenes Kompetenzzentrum für Social-Media-Marketing geschaffen. Welche Vorteile bietet dieser Kanal für die Vermarktung der Schweiz?
Das meistverbreitete und glaubwürdigste Marketinginstrument des Tourismus ist und bleibt die persönliche Weiterempfehlung. Social Media eignen sich hervorragend, um persönliche Erlebnisse weiterzutragen, weit über die Möglichkeiten der Mundpropagandamethode hinaus. Gute persönliche Erfahrungen erhalten dadurch Flügel. Dies zu stimulieren, ist die hohe Kunst des Social-Media-Marketings. Das ST-Kompetenzzentrum für Social Media ist ab 2012 im Einsatz, denn der digitale Kommunikationsfluss mittels sozialer Netzwerke ist in unserem Marketingmix nicht mehr wegzudenken. Mit interaktiven Apps zum Beispiel, personalisiert und emotional ausgerichtet, schafft man eine tiefe Kundenbindung.

Welches sind die wichtigsten Kommunikationskanäle von ST?
Die stärksten Kanäle, über die sich unsere Gäste über die touristische Schweiz informieren, finden sich on-wie auch offline: der Webauftritt MySwitzerland.com, die ST-Broschüren zu den Haupt-und Produktkampagnen, die weltweite Medienarbeit sowie der Auftritt an Messen. Diese Kanäle wirken, und zwar alle auf ihre Weise – je nach Herkunftsmarkt, je nach Gästesegment.

Gab es in der jüngeren Vergangenheit Verschiebungen innerhalb des Marketingmix?
Ja, wir sind weggekommen von den «dicken» Print-Broschüren und investieren dafür mehr in die Entwicklung von digitalen Formaten, wie beispielsweise iPad-Broschüren.

ST muss das Ferienland Schweiz im In- und Ausland vermarkten. Stimmt das Produkt Schweiz?
Ja, das touristische Produkt Schweiz stimmt insgesamt. Wir haben primär ein Franken-, kein Produkt¬problem. Das heisst aber nicht, dass wir uns damit begnügen und stehenbleiben dürfen. Das Arbeiten an der Qualität ist ein nie vollendeter Prozess – das gilt insbesondere für die Schweiz: Da sie sich nur über den Erlebniswert und nicht über den Preis positionieren kann, sind wir bei der Leistung gefordert, dem Gast immer das Maximum zu bieten. Dieses Streben muss uns stets begleiten.

Wo sehen Sie für die Zukunft die grössten Heraus¬forderungen in der Vermarktung dieses Produktes?
Die grösste Herausforderung liegt in der weiterhin erfolgreichen Positionierung des Schweizer Som¬mers. Denn hier ist die Konkurrenz der Feriendestinationen am Mittelmeer deutlich stärker als im Winter. Als zweite Herausforderung sehen wir die konsistente Steigerung der Qualität im mittleren Hotellerie-Bereich. Hier besteht noch immer Poten¬zial für Verbesserung – und diese ist keine Chance, sondern eine Notwendigkeit.
Interview: Simone Fankhauser

 

Prominent und trotzdem auf Facebook

Was tun Baschi und Christa Rigozzi auf Facebook? Wie präsentieren sich Kurt Aeschbacher und DJ Antoine virtuell? Die Zürcher Kommunikationsagentur Evoq forschte nach, wie sich bekannte Schweizer Persönlichkeiten in der sozialen Medienöffentlichkeit darstellen.

Mit ein paar wenigen Klicks zeigt sich bereits: Nicht jeder Prominente lässt sich auf Facebook finden. Sechs von den zufällig ausgewählten dreissig berühmten Schweizern haben kein Facebook-Profil. Daniel Vasella hat keins. Roman Kilchsperger auch nicht, Beni Thurnheer und Beatrice Weder di Mauro ebenso wenig. Beni Thurnheer gibt als Erläuterung an, diese Plattform zur Kontaktanbahnung als prominente Person nicht zu brauchen. «Dank meinem Prominentenstatus sind meine sozialen Kontakte auch ohne diese Hilfsmittel sehr zahlreich, meine Tätigkeit besteht also vor allem im Abwehren», schreibt Thurnheer auf Anfrage.

In seinem Fall übernehmen es andere, «Beni National » eine Existenz auf Facebook zu geben. Eine «Beni Thurnheer»-Seite liefert die wichtigsten Fakten in neutralem Wikipedia-Stil. Ein Administrator spricht in der dritten Person über Beni. Mit einem eigenen Namen weist sich dieser allerdings nicht aus. Als «Beni Thurnheer» schreibt Mister Unbekannt aber an die Pinnwand und unterhält die Fans. Auf der Suche nach den Profilen der Promis steht man immer wieder vor demselben Problem. Im Facebook tummeln sich viele Linda Fähs und Fabian Cancellaras. Stilecht mit Portraitbild aus der neuesten Fotostrecke oder vom letzten Radrennen. Welches aber ist nun der echte Promi? So viel sei verraten: Der oder die mit den meisten Fans ist es häufig nicht.

8‘913‘657 Fans

Trotzdem gibt es die grossen Facebook-Nutzer unter den Schweizer Prominenten, und ihre Posts zeigen, dass hier der Promi (zumindest zeitweise) selber schreibt. So werden private Fotos veröffentlicht und das Publikum mit persönlichen Botschaften beglückt. Bekanntlich zeigte Roger die ersten Fotos seiner Zwillinge auf Facebook und machte so eine ganze Schar von Paparazzi arbeitslos. Mit 8 913 657 Facebook-Fans (Stand September 2011) ist er nicht nur der erfolgreichste Tennisspieler aller Zeiten, sondern führt auch die Evoq-Statistik deutlich an. Neben dem weltberühmten Sportler haben es andere Schweizer Prominente schwer. Weit abgeschlagen, aber trotzdem Nummer zwei bei der Evoq-Untersuchung ohne Vollständigkeitsanspruch: DJ Antoine mit 326 022 Freunden. Mit Fabian Cancellara ist ein weiterer Sportler auf einem Podestrang mit 173 276 Freunden. Es folgen Didier Cuche mit 102 991, Stress mit 97 168 und Simon Ammann mit 49 488 Fans.

Die Wahrscheinlichkeit, als Sportler oder Musiker viele Freunde oder «Fans» zu haben, ist also gross. Baschi hat zur Zeit 19 185, DJ Bobo 18 322, Seven 15 292 Freunde. Kurt Aeschbacher als Moderator folgt mit 13 149, dann kommen wieder Musiker: Adrian Stern mit 12 573, Fabienne Louves mit 7592 Freunden. Alle Musiker wählen offizielle Seiten zur Darstellung der eigenen Person. Diese Seiten sind nicht auf 5000 Freunde limitiert wie die Seiten, die der normale User wählt. Schon an dieser Tatsache manifestiert sich die grössere Professionalität dieser Gruppe bei der Nutzung des Online-Dienstes gegenüber anderen Gruppen von Schweizer Promis.

Professionelle Betreuung

Die Startseiten der Musiker sind mit grossflächigen Reitern ausgestattet. Die neusten Videos finden sich direkt auf der Startseite und eingefügte Player führen zu Kaufplattformen. Ein professionelles «Baschi Team» übernimmt die Kommunikation mit den Fans. Baschi lädt zum Wettbewerb um das beste Stage-Foto und lässt so die Fans mittun. Seven schenkt einen Gratis-Song-Download, wenn man «gefällt mir» anklickt. DJ Antoine wirbt mit einem Gewinnspiel für Clerasil, und Fabienne Louves verlinkt sich mit den Facebook-Seiten ihrer Sponsoren. Die Gruppe der Politiker findet sich weit abgeschlagen mit kleinen Freundeszahlen am Ende der Skala. Micheline Calmy-Rey hat 2719, Natalie Rickli 1445, Pascale Bruderer Wyss 1238 und Christophe Darbellay 398 Freunde. Die Seiten sind noch mehrheitlich handgestrickt. Aber die Politiker und v.a. NeupolitikerInnen holen auf. Auf den Wahlherbst hin ist eine regelrechte «Video-Manie» bei den Politikern ausgebrochen, wie 20 Minuten schreibt. Viele entdecken die Möglichkeit der Werbung in eigener Sache im Web 2.0 und schalten Facebook-Profile und veröffentlichen Videostatements.

Natalie Rickli – sie kann als Early Adopter unter den Politikern bezeichnet werden – sieht den Nutzen von Facebook darin, dass grössere Kreise angesprochen werden als mit klassischen Medien. Ihre Polit-Kommunikation nennt sie «Demokratie 3.0». Über Facebook kann mehr als nur eine «One way»- Kommunikation mit den Bürgern stattfinden, wie sie bemerkt. Felix Gutzwiller präsentiert eine App in eigener Sache. Für das sprechende Double «Talking Felix» hat er ein eigenes Facebook-Profil eingerichtet (32 Freunde). C

Christophe Darbellay müsste im Ranking eigentlich vor Micheline Calmy-Rey erscheinen, denn er hat wohl um die 4956 Fans. Aber diese sind «fehlgeleitet », wie die Evoq-Untersuchung zu Tage fördert. Auf einem mittlerweile gelöschten «Post» bittet «Christophe Darbellay» mit 398 Freunden einen «Christophe Darbellay» mit 4956 Freunden auf dessen Pinnwand, er solle seine Identität bekannt geben («Question de Christophe Darbellay (le vrai) à Christophe Darbellay (page fan sur FB) … Auriezvous la gentillesse de vous faire connaître?»). Hinter «Christoph Darbellay» mit 398 Freunden steht also der wahrscheinlich echte Darbellay, während die meisten Fans dem Falschen folgen.

Grundsätzlich ist man verpflichtet, im offiziellen Auftrag von Namenseignern zu handeln, wenn man ein Profil schaltet. Aber es wird viel Unfug mit fremder Identität getrieben. DJ BoBo liess diverse Fan- Seiten sperren. Es schmerzte ihn schon sehr, so René Baumann, nochmals von vorne anzufangen, wo andere doch schon so viele Freunde aufwiesen. Heute kommt DJ BoBo auf 18 322 Freunde – es waren schon sehr viel mehr. Auch viele von Christa Rigozzis Freunden wissen wohl nicht, dass nicht die eigentliche Namensvertreterin hinter «Christa Rigozzi » mit 3138 Freunden steht. Fehlgeleitete Fans auch bei Linda Fäh. Bis zu 5899 Fans entgehen die «echten» Meldungen auf der offiziellen Fanpage. Sechs von dreissig untersuchten Prominenten haben also kein Facebook-Profil. Aber für die Mehrheit überwiegt der Nutzen deutlich. Diese nehmen grossen Pflegeaufwand auf sich. Für Kurt Aeschbacher ist das Facebook-Profil strategischer Bestandteil der Kommunikation. So wurden erst vor wenigen Tagen ausschliesslich Facebook-Fans zu einer Aeschbacher-Sendung eingeladen. Für Fabienne Louves findet sich hier der spezifische Kanal zu ihren «Fans». Wer prominent ist, braucht kein Facebook, gilt nicht! Sondern dann erst recht, um als Prominenter Werbung in eigener Sache zu machen und die Fans auch mal mit einem authentischen Statement zu beglücken. Auf die Pinnwand können bei offenen Profilen Beiträge aller Art gepostet werden. Diese Beiträge zu kommentieren und so in den Dialog mit den Fans zu treten, ist der spezifische Nutzen, der diesem Web-2.0-Kanal entspringt. Die mühselige Suche nach Unerwünschtem gehört notwendigerweise dazu. Wer aktiv auf die Einträge eingeht und lernt, auf Gruppengründungen auch mal gelassen zu reagieren, wird mit Fantreue belohnt. Es wird deutlich, dass, wer etwas gilt, auch virtuell präsent ist. Sei es auch nur als Platzhalter für diverse Spassgruppen. Adrian Schaffner

Die Agentur
Evoq Communications AG ist eine inhabergeführte, unabhängige Agentur mit Sitz in Zürich. 15 festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind auf die Entwicklung und Kommunikation von Marken und deren Angebote spezialisiert. Evoq unterstützt Kunden aus den Bereichen Industrie, Dienstleistung, Konsumgüter, Tourismus und öffentlicher Hand in Online-, Print-, und 3DMarkenführung sowie Kommunikation. www.evoq.ch

 

Steilvorlage für den inneren Zusammenhalt

Corporate Publishing ist Teamsport und eine effiziente Spielweise das Resultat von eingeübten Automatismen. Im Falle des Mitarbeitermagazins «Unter uns» von Wander kommt die Nähe zum Kunden dazu. Eine Sonderausgabe zur Begleitung eines internen Change-Management- Prozesses konnte so innert kürzester Zeit realisiert werden.

Schnelle Pässe, präzise Zuspiele über viele Stationen: Im Fussball zelebrieren grosse Mannschaften wie der FC Barcelona diesen Spielstil. Ein ideales Bild für die Ausrichtung der Mitarbeitenden auf die neuen Ziele und Prozesse im Unternehmen, dachte sich die Geschäftsleitung der Wander AG (Neuenegg), die Produzentin von Schweizer Traditionsmarken wie Ovomaltine, Caotina oder Isostar.

GL-Strategie verständlich gemacht

Wander entwickelte ein Change-Management-Programm, das im Rahmen eines Mitarbeiteranlasses im neuen Stadion des FC Thun vorgestellt und mit einem begleitenden Mitarbeitermagazin nachhaltig verankert werden sollte. Keine leichte Aufgabe; sie mit einem «Tor» abzuschliessen, setzt ein effizientes Zusammenwirken aller «Spieler» voraus: des Eventteams, der Geschäftsleitung, aber auch der Agentur Infel, die Ende Juli 2011 anlässlich eines Kickoff- Meetings erste Details zur Strategie erfuhr, die in kürzester Zeit in spannende, verständliche Geschichten umgesetzt werden sollte – jeder Mitarbeitende sollte innert Wochenfrist nach dem Anlass ein Heft in den Händen halten, das die Kernbotschaften der Geschäftsleitung nachhaltig in den Köpfen verankert. Eine eigenständige Ausgabe oder eine Spezialausgabe des bestehenden Mitarbeitermagazins, das Infel seit Jahren produziert und dessen Inhalt normaler- weise zu einem grossen Teil von einer internen Redaktionskommission bestritten wird? Ganz klar letzteres:

Die neue Strategie sollte nicht von «oben herab» kommuniziert, sondern harmonisch in das bestehende Magazin integriert werden. Innert weniger Tage erhielten die Verantwortlichen der Wander ein Inhaltskonzept und einen Seitenplan. Die Spezialausgabe sollte ganz dem Thema Fussball und der Strategie der GL gewidmet sein. Attraktiv, spannend, ver- und unmissverständlich. Kein trockenes Manager-Deutsch, ganz dem Geiste des Zusammenhalts der verschiedenen Abteilungen, von der Produktion bis zur Buchhaltung, gewidmet. Bottom-up-Kommunikation im gefälligen Kleid der bisherigen «Unter uns»-Ausgaben. Für die Spezialausgabe übernahm Infel auch das Texten und Redigieren der Geschichten: Der Bogen spannt sich über das Backrezept eines Erfolgskuchens, Notizen aus der Welt des Fussballs, über ein Interview mit FC-Thun-Trainer Bernard Challendes zu den Gemeinsamkeiten von Fussball und Firma; hinzu kamen ein liebevolles Porträt zweier Hardcore- Fussballfans, die bei Wander arbeiten, ein Interview mit Stürmerlegende Stéphane Chapuisat und ein mehrseitiges Fotoalbum mit Bildern des Mitarbeiteranlasses im Fussballstadion. Herzstück des Heftes – auf einem dreiseitigen Ausklapper – sind aber klare, kurze Statements der Geschäftsleitungsmitglieder zur neuen Strategie. Auf einer ganzen Seite stellen sieben von Infel entwickelte Icons die neuen Grundregeln einfach und prägnant dar – begleitet von einem Text, der die von der GL formulierten Regeln mit Inhalt füllt.

Ein kurzes Zeitfenster für die Produktion

Die Produktion des Magazins schloss sich unmittelbar an den Mitarbeiteranlass an; dieser fand an einem Freitag statt. Bereits am Samstagmittag lieferten die Fotografen rund 3000 Bilder ab, aus denen in kurzer Zeit eine Auswahl für das Heft getroffen werden musste. Für die Gestaltung, Bildbearbeitung (rund 200 Bilder) und finale Textproduktion blieb ein Zeitfenster von drei Tagen – denn die Mitarbeitenden sollten das Magazin spätestens eine Woche nach dem Anlass in ihrer Post finden. Es gelang zur vollen Zufriedenheit der Auftraggeberin, nicht nur, weil alle Termine und Milestones eingehalten wurden: «Infel setzte unsere Vorgaben wunschgemäss und vorausschauend um», sagt Franziska Schuler, Verantwortliche für die interne Kommunikation von Wander. Dadurch sei der Aufwand auf ihrer Seite gering geblieben. «Die Agentur kennt uns sehr gut.» Man könnte es auch anders ausdrücken: Die Agentur und ihre Auftraggeberin verstehen sich blind – wie Fussballer, die effizient Matches gewinnen. Und wie Wander-Mitarbeitende, die nun noch erfolgreicher zusammenarbeiten. Bruno Habegger

Informationen:
Infel AG
Andy Schärer
[email protected]
 

Axel Springer Schweiz: Samsung und Tele lancieren neue Smart-TV-App

Die Schweizer TV-Zeitschrift mit digitalem Programm Tele, gibt’s jetzt auch als Smart TV App. Besitzer von Samsung Smart TV kommen so in den Genuss, sämtliche redaktionellen TV-Tipps von Tele bequem per Fernbedienung zu navigieren.

Die kostenlose Tele Smart TV App bietet umfassende Infos und Bewertungen zu aktuell laufenden Sendungen. Ausserdem können mit der Smart TV App auch die aktuellsten Kinotrailer bequem auf dem Sofa konsumiert werden, so Axel Springer in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Publigroupe: Gewinnwarnung lässt Aktie abstürzen

Die Gewinnwarnung der Publigoupe am Donnerstag wurde von den Anlegern nicht goutiert. Die Aktie stürzte ab, obwohl das Unternehmen auch einschneidende Massnahmen verkündete, um das Geschäft wieder auf Kurs zu bringen.

Der Titel notierte bis gegen 11.30 Uhr um 8.5 Prozent im Minus auf 13.90 Franken. Dagegen legte der Gesamtmarkt (SPI) um 0.4 Prozent zu. Die strategische Marschrichtung sei richtig, lautet der Tenor unter den Analysten gemäss der Nachrichtenagentur AWP. Weil das Geschäft mit der gedruckten Werbung auf Talfahrt ist, will Publigroupe weiter in das Onlinegeschäft vorstossen.

Publigroupe: Restrukturierung und Abbau von 200 Stellen geplant

Die verkündeten Massnahmen seien zwar einschneidend, aber nicht der ganz grosse Wurf, auf den man auch hätte spekulieren können, schrieb die Zürcher Kantonalbank (ZKB) gemäss SDA in einem Kommentar. So wäre auch eine Aufteilung des Konzerns, die Einstellung von Media Sales, die unter anderem das traditionelle Anzeigengeschäft mit Zeitungen umfasst, sowie eine Vollübernahme oder ein Verkauf der Beteiligungen an Zanox oder local.ch denkbar gewesen. Zu begrüssen sei auch, dass das Doppelmandat von Hans-Peter Rohner anlässlich der Generalversammlung 2012 zu Ende gehe und ein neuer Geschäftsführer das Ruder übernehme, befand Analyst Andy Schnyder von der Bank Vontobel. Und die angekündigte Sonderdividende aus dem Verkauf von Immobilien soll nach Ansicht der Analysten die neuerliche Gewinnwarnung überstrahlen. Der Verkauf der Liegenschaften dürfte einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag einbringen.

Neues Führungsduo bei Radio Basilisk

Der Verwaltungsrat des Radio Basilisk Betriebs hat an seiner heutigen Sitzung die Nachfolge des scheidenden Programmleiters, Jean-Luc Wicki, geregelt, und eine neue Führungsstruktur beschlossen. Die Aufgaben des Programmleiters werden künftig auf den Chefredaktor und den Moderationsleiter verteilt. Diese sind beide Mitglieder der Geschäftsleitung.

Zum Chefredaktor hat der Verwaltungsrat Moritz Conzelmann ernannt. Zum Moderationsleiter wurde Pascal Bloch berufen. Beide Kandidaten verfügen über langjährige Radioerfahrung und sind seit Jahren mit Basilisk verbunden. Die Geschäftsleitung setzt sich damit ab dem 1.1.2012 wie folgt zusammen: Pascal Bloch (Moderationsleiter), Moritz Conzelmann (Chefredaktor), Sandra Wagner (CFO), Daniel Weick (Verkaufsleiter), Matthias Hagemann (Vorsitz).

Corporate Design ist Corporate Publishing ist Corporate Design

Was soll eine Organisation tun, wenn ihre Wahrnehmung bei der Zielgruppe und ihre einzigartige Botschaft unter der Informationsflut leidet: Ihr visuelles Erscheinungsbild auffrischen lassen? Avenir Suisse hat sich stattdessen für ein Corporate-Publishing-Konzept entschieden, das die Anforderungen an einen neuen Auftritt nachhaltiger erfüllt.

In vielen Firmen sind die klassischen Anwendungen des Corporate Designs immer bedeutungsloser geworden. Die Einheitlichkeit der Bürokommunikation wird mit elektronischen Vorlagen sichergestellt. Briefe (so sie nicht durch Email ersetzt werden) und Formulare werden komplett auf Farbdruckern gedruckt, Visitenkarten mit Web-to- Print-Anwendungen «on demand» produziert. Präsentationsvorlagen werden aus der Cloud bezogen. Und wenn die Präsenz auf den Plattformen der Sozialen Medien bald wichtiger ist als der Firmensitz, spielt auch die Gebäudekennzeichnung nur noch eine kleine Rolle.

Gleichzeitig nimmt die Bedeutung der inhaltlichen und visuellen Einheitlichkeit der Firmenpublikationen zu. Visionen, Ideen und Werte sollen vermittelt und die Firma auf jedem Kommunikationskanal sofort und als einzigartig erkannt werden. Dieser Anspruch trifft auf Publikationen der Marketingkommunikation genauso zu wie auf diejenigen der Unternehmenskommunikation. Die Firma soll vom Prospekt über die Website und die Präsenz in den Sozialen Medien bis zum Geschäftsbericht aus einem Guss wahrgenommen werden.

Dies sicherzustellen ist schwierig, wenn die Kontrolle über die Wahrnehmung zunehmend bei den Anspruchsträgern liegt. Email, Facebook, Twitter, Blogs und Newsletter sowie ganz besonders mobile Endgeräte, auf denen z.B. Bewertungen von Dienstleistungen jederzeit und überall erstellt und empfangen werden, haben das Verhalten von Kunden, Lieferanten und Mitarbeitenden gegenüber den Firmen verändert und verändern es weiter. Die Menge der geschriebenen, gesprochenen, gefilmten und beim Besuch von Websites erstellten Daten explodiert. Firmen brauchen spezialisierte Hilfe bei der Gewinnung von Informationen aus der Datenflut, während die Konsumenten souverän damit umgehen und ihre Interessengruppen hemmungslos beeinflussen. Was können Firmen tun, um aus diesem Wust von Informationen herauszustechen? Publizieren, und zwar auf allen Kanälen! Für die Attraktivität der Publikationen ist das «strategische Erzählen einer Geschichte», neudeutsch Storytelling genannt, entscheidend. Mit dieser redaktionellen Form der Kommunikation können Unternehmensgeschichte, -kultur und -werte vermittelt werden.

Was bedeutet das nun für das Corporate Design? Ist es überflüssig geworden? Nicht ganz; einige Corporate- Design-Agenturen haben aber erkannt, dass Corporate Publishing weit mehr umfasst und leistet als die Produktion gedruckter Unternehmensinformationen. Avenir Suisse, der «Think Tank, der sich mit der Zukunft des Standorts Schweiz befasst», erteilte Arnold Inhalt und Form den Auftrag, das visuelle Erscheinungsbild einer «sanften Auffrischung» zu unterziehen – ein klassischer Corporate-Design- Auftrag. Nach der Analyse der wichtigsten Erscheinungs- und Ausdrucksform von Avenir Suisse – Publikationen! – wurde klar, dass die zur Verfügung stehenden Ressourcen vielmehr in ein Corporate- Publishing-Konzept investiert werden sollten. Und zwar in inhaltliche und visuelle wie auch in ökonomische und technische Veränderungen.

Die Vielfalt der Publikationen – von der Website über Newsletter zu Studien und Diskussionspapieren bis hin zu Büchern – verlangte nach der genauen Kenntnis der Zielgruppen und führte beispielsweise zum neuen handlichen Best-of für unterwegs und zur Wissensvermittlung an Schulen durch ein Plakat. Darauf basierte die Unterscheidung der Funktionen der Publikationskanäle und -plattformen, etwa eine auf der Technik von Blog- und Newsportalen beruhende Website oder ein Tablet-Computertaugliches Newsletter-Format. Dies wiederum beeinflusste die Dramaturgie des Inhalts und die Leserführung und ganz besonders die Gestaltung der allgegenwärtigen Grafiken. Und – doch noch etwas klassisches Corporate Design: Schriften und Farben, Papiere und Produktionsverfahren wurden neu festgelegt. Ein Beispiel ist der gezielte Einsatz des Bindeverfahrens zur Steuerung der Wertigkeit und Lebensdauer jeder Publikation. Das Ziel des neuen visuellen Auftritts – zuerst Sicherstellung, dann aber auch Erhöhung der Glaubwürdigkeit und Authentizität der Botschaften von Avenir Suisse – wurde schon mit den ersten nach dem neuen Konzept erstellten Publikationen nachhaltiger erreicht als mit einer reinen Auffrischung von Logo, Farben und Schriften. Alle Massnahmen zusammen führen zur gesuchten einzigartigen Erscheinung, die höchste inhaltliche und formale Anforderungen erfüllt. Lukas Huggenberg

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Argus hat die Bundesräte im Visier

Argus hat auf Twitter beobachtet, wie unsere Landesregierung die Schweizer Twitter-Community bewegt. Seit Mai 2011 beobachtet Argus sämtliche Twitter-Meldungen, in denen die einzelnen Bundesräte namentlich erwähnt wurden.

Im November hat Argus nun auch die offiziell nominierten Bundesratskandidaten ins Suchprogramm aufgenommen. Nach wie vor fällt auf, dass nicht alle Bundesräte gleich aktiv «bezwitschert» werden. Was sich in den Monaten Mai bis Oktober abgezeichnet hat, bestätigt sich auch kurz vor den Bundesratswahlen: Eveline Widmer-Schlumpf, Micheline Calmy-Rey und Johann Schneider-Ammann belegen die Spitzenplätze. Die Herausforderer holen aber auf.

Die mögliche Abwahl von Eveline Widmer-Schlumpf scheint die Twitter-Community zu beschäftigen – die Tweets dazu sind zahlreich, so Argus. Auch die abtretende Bundesrätin Micheline Calmy-Rey ist nach wie vor im Gespräch. Ihre Präsenz hat im November jedoch deutlich nachgelassen. Johann Schneider-Ammann und die allfälligen Angriffspläne der SVP lassen den Twitter-Kanal im November erneut heisslaufen.

Didier Burkhalter erregt nach wie vor kein allzu grosses Aufsehen – die Anzahl Tweets zu seiner Person ist im Vergleich zu den anderen Bundesräten noch immer ausgesprochen tief.

Quo vadis, hospes?

Seit wenigen Tagen hat Google für Schweizer Websites die Analytics Features «Besucherfluss» und «Zielprozessfluss» freigeschaltet. Diese Features visualisieren die Besucherpfade durch eine Website bzw. zu einer Converison.

Das Feature «Besucherfluss» ist in Google Analytics im Kapitel «Besucher», der «Zielprozessfluss » unter «Conversions» im Kapitel «Ziele» untergebracht – beide «Flussreports» sind interaktiv-grafisch aufbereitet. L

– Der «Besucherfluss» visualisiert die typischen Besucherpfade durch die Website von der Einstiegsquelle über die Einstiegsseite bis zur Ausstiegsseite.
– Der «Zielprozessfluss» enthüllt die Besucherpfade bis zu einer Conversion (die Knotenpunkte werden vom definierten Zieltrichter übernommen).

Für die Darstellung der Pfade können zahlreiche Segmente (Region, Sprache, Suchmaschine, Keyword, Mobilgerät…) genutzt werden. Die einzelnen Pfade lassen sich hervorheben und isolieren, was eine detaillierte Analyse ermöglicht.

Mit den neuen Features lassen sich Fragen zur Website-Nutzung schnell fassbar beantworten:

– In welcher Reihenfolge rufen die Besucher auf ihrem Weg durch die Website einzelne Kapitel und Pages auf? Welche Informationen finden keine Beachtung?
– Wie verhalten sich Besucher, die den Warenkorb geöffnet haben? Beenden sie den Bestellprozess oder springen sie ab, wenn ja wohin?
– Welche Pages hat der Besucher in welcher Reihenfolge auf dem Weg zur Conversion aufgerufen?
– Wie verhalten sich neue Besucher im Vergleich zu wiederkehrenden Besuchern? Ein Kaufentscheid wird in der Regel nicht beim ersten Besuch getroffen.
– An welcher Stelle des Website-Besuches springen Website-Besucher überproportional ab? Bleiben sie danach auf der Website oder verlassen sie diese ganz?
– Wie navigieren Besucher, die mit Mobile Devices zugreifen, durch die Website, was interessiert sie im Speziellen?

Mit diesen neuen Features ist sofort zu erkennen, wie Besucher durch die Website navigieren. Die zahlreichen Segmentierungsmöglichkeiten ermöglichen vertiefte Analysen zur Optimierung der Website Performance. Die Auseinandersetzung mit diesen neuen Features ist interessant und bringt neue Erkenntnisse, die sich kapitalisieren lassen. Imre Sinka
 

Warum 3D-Drucken auch Kommunikation ist

Mit 3D-Druckern erstellt man heute bereits über das Web oder mit webbasierten Devices personalisierte Produkte und Objekte on demand – sogar ein Projekt, ein Haus über eine Art 3D-Drucker zu bauen, wird entwickelt.

Die personalisierte Produktegestaltung muss als Wertschöpfung verständlich kommuniziert werden. Ein kurzer Einblick zeigt, wie neue Technologien erfolgreich kommuniziert werden könnten.

Kommunikation mit der Produktion
Bis heute sind die meisten Produktionsprozesse von dreidimensionalen, physischen Teilen von den gängigen Kommunikations- und Bestellinstrumenten abgekoppelt. Oder anders ausgedrückt: allfällige personalisierte Wünsche werden durch separierte Produktionsprozesse und den entsprechenden Systemen ausgeführt.

Personalisierte Konfigurationsprozesse
Das wird sich ziemlich zügig ändern. Denn mit 3DDruckern lassen sich schon heute einige interessante Produkte- bzw. Zubehörteile direkt vom Kunden «produzieren». Clevere Kommunikations- und Konfigurationsplattformen können dem Kunden seine Produkte oder Produkteteile zeigen (durch Online- Rendering und 360-Grad-Ansichten). Sobald der Kunde sein Teil definiert hat, löst er mit dem Bestellvorgang auch den Produktionsvorgang aus.

Der Kunde wird zum Erfinder und Lizenznehmer
Im neuen Smart gibt es ein Kunststoff-Zubehör, welches für Raucher gedacht ist. Das Einsatzteil könnte man aber so konfigurieren, dass es für einen anderen Gebrauch sinnvoll eingesetzt werden könnte. Das Teil ist genau so gross, wie es 3D-Drucker im Preissegment von ca. 20 000.- Franken herstellen könnten. Der Kunde erstellt also das Produkt, stellt es ins Netz, und ein Partner produziert das Teil im Auftrag – alles über einen Klick und ohne Vorberatung, sondern just in time.

Soziale Netzwerke als Werbeplattform und Augmented Reality als Katalog
Gruppen auf den sozialen Plattformen empfehlen und bewerten die Teile und – etwas überspitzt formuliert – lösen Empfehlungen und Produktionsprozesse aus. Ob Teile in eine Umgebung oder zu einer Deko passen, kann mittels Augmented Reality problemlos überprüft werden. Da die Dateien für den 3D-Druck typische Konstruktionsdateien sein werden, welche auch ein 3D-Renderprogramm braucht (aus CAD-Applikationen), können die Daten für beide Prozesse genutzt werden.

Der technische Dienst produziert seine Teilegleich selber
Technische Dienste, Einrichtungshäuser und Serviceleute können vor Ort Konfigurationsprozesse starten, Parameter anpassen und die Produktion der Neu- oder Ersatzteile starten. Das könnte bedeuten, dass zukünftig noch kundenspezifischer entwickelt und gebaut werden kann; ohne Lagerkosten oder aufwändige Zwischenschritte.

Haben Sie Ihr Haus schon konstruiert?
An verschiedenen Universitäten ist man bereits an bahnbrechenden Projekten, bei dem Gebäude mit dem Prinzip des 3D-Druckens erstellt werden sollen. Dabei sind Formen möglich, die kaum denkbar waren. Verzierungen und andere Stilelemente sind einfach integrierbar und werden somit bezahlbar. Die Infrastruktur-Kanäle sind alle auch im Aufbau integriert – alles zentimetergenau nach CAD-Zeichnung.

Wer clever kommuniziert, produziert
Die Nähe von Kommunikation und Produktion wird ganz neue Prozesse und Businessmodelle ermöglichen; erste Schritte sind bereits realisiert. Und Fablabs befassen sich weltweit bereits mit den vielfältigen Möglichkeiten rund ums 3D-Drucken. Hansres Emch

Interessante Links:
http://luzern.fablab.ch/
http://www.heise.de/artikel-archiv/tr/2011/4/62_kiosk
http://www.ponoko.com/
http://www.irisvanherpen.com/site/about
http://www.makerbot.com
http://www.3d-printers.com.au/

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Textagentur Supertext befreit Romandie vom Deutschsprechen

Die Zürcher Textagentur Supertext hat einen Textshop auf Französisch lanciert. Nach fünf Jahren gibt es die erste Text- und Übersetzungsagentur im Internet nicht mehr nur auf Deutsch, sondern auch auf Französisch.

«Endlich müssen die Romands nicht mehr Deutsch sprechen, wenn sie einen deutschen Text brauchen, sondern können ihre Text- und bersetzungsaufträge komplett in Französisch eingeben, so Supertext-Gründer Rinaldo Dieziger. Die Textagentur Supertext aus Zürich-West war mit ihrem Online-Service dieses Jahr bereits zum zweiten Mal für den Ernst & Young Entrepreneur Of The Year nominiert. Mitt 10 fest angestellten Mitarbeitenden, einem Freelancer-Pool von mehr als 300 vertraglich gebundenen Autoren, Textern, Lektoren, Korrektoren, Übersetzern und Kunden wie Swissmilk, Ovomaltine, Ochsner Sport, Coca-Cola, Hirslanden, Toshiba, Billag, Migros Kulturprozent, aber auch Agenturen wie WIRZ, KSB, Unic oder Burson-Marsteller gehört Supertext zu den grössten Schweizer Sprachdienstleistern.
 

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