Top der Woche 2: NZZ lanciert «Equity»

Unter dem Titel «Equity» erscheint ab 9. Februar 2012 jeweils donnerstags ein zusätzlicher Bund in der Neuen Zürcher Zeitung. Damit verbunden ist die Stilllegung der Printprodukte der Swiss-Equity-Medien per Ende 2011.

Zusätzlich erscheint ab 8. März einmal im Monat ebenfalls jeweils donnerstags das «Equity»-Magazin als Beilage zur Neuen Zürcher Zeitung, wie das Medienunternehmen am Dienstagabend mitteilte. Das Magazin steht inhaltlich direkt im Zusammenhang mit themenbegleitenden Anlässen und widmet sich spezifisch einer Branche oder einem Fachthema aus der Unternehmer- und Anlegerwelt. Die erste Ausgabe beleuchtet die «Uhrenindustrie im Wandel». Sämtliche Printangebote werden auch digital verfügbar sein, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Zusätzlich werden schrittweise spezifische Online-Zusatzdienstleistungen im Bereich der Wirtschafts- und Finanzinformation aufgebaut. Die redaktionelle Gesamtleitung obliegt dem Chef des Wirtschaftsressorts der Neuen Zürcher Zeitung, Peter A. Fischer. Für den «Equity»-Bund und das Magazin verantwortlich ist Daniel Imwinkelried, für die Fachredaktionen Martin Lanz, Beat Gygi und Michael Rasch.

Business4you zieht nach Biel

Das Marketing-Unternehmen Business4you, bisher zuhause in Pieterlen, zieht am Wochenende nach Biel. Das Unternehmen begann im Herbst 2003 als Start-Up.

Vor acht Jahren haben Andrea Roch und Patrizia Bianco das Unternehmen gegründet. Heute beschäftigt Business4you insgesamt 23 Mitarbeitende aus den Bereichen Marketing-Projektleitung und –umsetzung, Online-Marketing, Web-Programmierung, Grafik und Texting sowie zwei Lernende. Diese Entwicklung brachte mit sich, dass die bisherigen Räumlichkeiten an der Bielstrasse in Pieterlen den Ansprüchen bezüglich Platz und Infrastruktur nicht mehr genügten, so das Unternehmen in einer Mitteilung.

«Theoretisch wären auch Bern oder Solothurn in Frage gekommen, doch wir haben uns bewusst für Biel entschieden», so Andrea Roch, Geschäftsführerin. Ein nicht unerheblicher Grund dafür sei, dass die Kunden aus der ganzen Deutschschweiz die zentrale Lage schätzen würden.

Der Umzug findet am 2. und 3. Dezember 2011 statt. Ab dem 5. Dezember ist Business4you offiziell am Standort Biel domiziliert.

Adventsbotschaften auf Facebook.com

«Stell dir vor, es git kei Mensche meh – denn bruchts au Gott nüme, oder?», diese Botschaft erhielten die Abonnenten von Smas.ch am 11. Dezember 2010 auf ihr Handy gesandt. Der Name «Smas.ch» steht für Short Message Advent System Schweiz und ist der erste kostenlose SMS-Adventskalender des Landes.

Unter dem Motto «Herz statt Kommerz» wurde der Kalender 2002 von der Jugendseelsorge im Dekanat Liestal erfunden. Und zwar aus einem Bedürfnis der Jugendlichen heraus, die eigentlichen Weihnachtswerte wie Liebe, Freundschaft und Friede dem heutigen konsumorientierten Fest entgegenzusetzen. Ziel des Projektes: Tiefgang in 160 Zeichen, in der Sprache und auf dem Medium der Jugendlichen. Heute wird Smas.ch von den katholischen Kirchen AG, BL, BS, FR, GR, LU, SG, TG, ZG und den reformierten Kirchen BL, BS, BE, GR, JU, SG, SO, ZG sowie Jungwacht und Blauring getragen. Ausgeführt wird Smas.ch von den Jugendstellen der jeweiligen Kantonskirchen.

2011 haben sich diese erneut auf ihre Vorreiterrolle besonnen und sich für das zehnjährige Jubiläum Verstärkung von Kargo Kommunikation, Agentur für vernetzte Kommunikation, geholt. Der Auftrag: Die Programmierung und Gestaltung des «allerersten echten» Adventskalenders für den Social-Media-Kanal. Unter Facebook.com/deradventskalender kann man jeden Tag im Dezember ein Türchen öffnen und dahinter ein Bild und einen Text zum Nachdenken finden. Daneben hat die Agentur unter der Leitung von Christoph Balsiger den Smas.ch-Editor kreiert. Dieser ermöglicht es den Usern, die einzelnen Türchen mit eigenem Text und Bild zu gestalten und an ihre Freunde zu verschicken. Möglich ist dieser Sprung auf Facebook dank dem finanziellen Engagement von vielen Kirchen der Deutschschweiz, die damit den Jugendlichen etwas geben wollen, was ihnen auch entspricht.

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Zur Sache: Freud und Leid

Der Beruf des Journalisten hat viel mit einem Adventskalender gemeinsam. Jeden Tag ist man gespannt, was nach dem Öffnen des Türchens oder dem Auspacken des kleinen Päckchens auf einen zukommt. Jeder Tag ist anders. So wie es auch ein richtiger Adventskalender sein sollte. Mal ist es eine grössere Überraschung, mal eine kleinere Freude.

Im Gegensatz zu einem Adventskalender gibt es aber im Journalismus auch kleinere oder grössere Ärgernisse. Zum täglichen Brot gehört die Nervensäge, die sich – selbstverständlich beim Chefredaktor persönlich – erkundigt, warum die doch so wahnsinnig interessante Pressemitteilung nicht abgedruckt worden sei. Und dann noch den immens intelligenten Satz nachschiebt, die Konkurrenz hätte die Meldung im Fall dann gebracht. Schön für die! Oder die charmante PR-Dame, die nur mal – selbstverständlich auch direkt vom Chefredaktor – wissen will, ob die Pressemitteilung auch sicher angekommen sei. Man wisse ja nie. Na klar, könnte ja im Internet-Nirwana verschwunden sein. Boshafte Anmerkung: Vielleicht war sie ja auch falsch adressiert, weil man eben zu faul war, die korrekte E Mail-Adresse der Redaktion zu suchen. Und weil man ja weiss, dass es immer am besten ist, wenn man den Chefredaktor direkt anschreibt, ob das dann dem News-Workflow gerecht wird oder nicht, spielt ja keine Rolle.

Aber es gibt ja auch viele angenehme Momente, die einen entschädigen. Interessante Hintergrund-Gespräche mit intelligenten Leuten oder Interviews mit Leuten, die etwas zu sagen haben, sich pointiert ausdrücken und auch dann noch zu ihrem Wort stehen, wenn sie es schwarz auf weiss gedruckt sehen. Sehr oft ist es so, dass es viel einfacher ist, mit professionellen Leuten zu diskutieren, als sich mit Amateuren oder – noch viel schlimmer – mit Möchtegern-Profis herumzuschlagen.

Hier noch zwei aktuelle Beispiele. Unsere Rubrik «Kopf der Woche» wird von vielen unserer Leserinnen und Leser sehr geschätzt. Einer der Gründe dafür ist, dass wir versuchen, die Personen wirklichkeitsnah zu porträtieren. Es soll kein PR-Gebrabbel sein. Aber immer wieder müssen wir leider feststellen, dass es Leute gibt, die dieses Gefäss gewissermassen als Selbstdarstellungsfläche, vulgo Anzeige – aber selbstverständlich gratis – sehen. Da machen wir nicht mit. Darum gibt es diese Woche auch keinen «Kopf der Woche». Gekippt haben wir ihn am frühen Mittwochmorgen.

Das Gegenbeispiel dazu ist mein Interview mit Urs Heller, dem Zeitschriftenchef von Ringier Schweiz. Ein interessantes Gespräch, pointierte Aussagen und eine professionelle Autorisierung. So sollte es sein, meine lieben Möchtegerns!

Allen wünsche ich eine fröhliche, entspannte Adventszeit.
Pierre C. Meier, Chefredaktor
[email protected]
 

Unternehmenskommunikation im Dialog

Das zwölfte .HarbourClub.-Symposium befasste sich mit dem Umgang mit selbstbewussten Anspruchsgruppen.

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Am diesjährigen Symposium, welches erstmals unter der Leitung der neuen .HarbourClub.- Präsidentin Corina Atzli stand, traten gleich zwei bekannte Gesichter aus der Politik auf. Alt-Bundesrat Leuenberger und Heiner Geissler, deutscher Bundesminister a. D., referierten zu den kommunikativen Herausforderungen für Unternehmen und Politik. Zuvor hatte Prof. Manfred Brun vom Wirtschaftswissenschaftlichen Zentrum der Universität Basel und der Kommunikationschef der Axpo Holding AG, Rainer Meier, gesprochen. Ein ganz wesentlicher Teil des Symposiums bestand wie jedes Jahr aus den verschiedenen Breakout-Sessions, in denen .HarbourClub- Mitglieder ihre ganz konkreten Kommunikationsprojekte vor und zur Diskussion stellen. Es wurden Fallbeispiele von Kuoni (Peter Brun), Coca-Cola (Mathias Schneider), Swisscom (Philip Kübler) und der SRG SSR (Iso Rechsteiner). Die 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren heuer bei Siemens in Zug zu Gast.

Social Media verlangt eine neue Kultur

Manfred Brun legte zu Anfang des Symposiums dar, wie sich die Unternehmenskommunikation unter dem Einfluss der Social Media verändern wird.

Dazu stellte er sieben Thesen auf:
1. Der Social-Media-Hype hat seinen Zenit überschritten. Jetzt werde es Zeit, sich mit den
relevanten Fragestellungen zu befassen.
2. Kommunikations- und Medienmix erfahren eine gravierende Kräfteverschiebung. Neu lenke Social Media das Konsumentenverhalten.
3. Die Kommunikationswelt von morgen wird eine grundlegend andere sein. Transparenz, Demokratisierung und Kontrollverlust sind auf der Tagesordnung.
4. Social Media unterscheidet nicht zwischen Marketing- und Unternehmenskommunikation. Kommunikationsinhalte sind wichtiger als Kanäle.
5. Social Media stellt neue Anforderungen an das Kommunikationsverhalten von Unternehmen. Inhalte, Tonalität und Form der Kommunikation sind auf den Prüfstand zu stellen.
6. Nicht alles wird weniger kontrollierbar. Social Media liefert neue wertvolle Insights über die Wahrnehmung von Unternehmen.
7. Der erfolgreiche Einsatz von Social Media erfordert eine Anpassung der internen Systeme, Strukturen und Kultur. Etablierte (Denk-) Barrieren verhindern jedoch die Herstellung eines «Social Media Fit».

Der Faden zwischen oben und unten ist gerissen

In einem humorvollen Referat ging Moritz Leuenberger auf die Kommunikation im Allgemeinen und speziell während seiner Amtszeit als Regierungsund Bundesrat ein. Dabei hielt er nicht mit Kritik zurück, auch an seinen eigenen Leistungen. Insbesondere habe er gelernt, dass aus der Defensive selten zu gewinnen sei. Oder wie es Leuenberger ausdrückte: «Der erste Aufschlag oder Es muss sofort zugeschlagen werden.» Dabei sieht er Kommunikation durchaus nicht nur als Kampfmittel, sondern auch als eine verantwortungsvolle Aufgabe der Gemeinschaft, um sich nicht weiter auseinander treiben und lähmen zu lassen.

Heiner Geissler nahm diesen Faden auf und nutzte seinen Auftritt zu einer schonungslosen Gesellschaftskritik. Der Faden zwischen «denen oben» und «denen unten» sei gerissen. Die Macht der entfesselten Finanzmärkte hätte die Vertrauensgrundlagen der Bürger in die Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft untergraben. Erst wenn wir wieder zu einer echten sozialen Marktwirtschaft zurückfänden, sei die Basis gelegt, dass es wieder zu einem echten Dialog zwischen Bürgern und Politik, Konsumenten, Mitarbeitern und Unternehmen komme. Andreas Jäggi

Social-Media-Studie 2011: Professionalisierung der Unternehmen
Der Online-Kommunikationsdienstleister Namics befragte im Rahmen des .HarbourClub.- Symposiums führende Schweizer Unternehmen zur Organisation ihrer Kommunikation in Social Media und ermittelte deutliche Unterschiede zwischen den in sozialen Medien erfahrenen Organisationen und den Nachzüglern. Die Studie geht den zentralen Erfolgsfaktoren der Unternehmenskommunikation in Social Media auf den Grund und kommt zum Schluss, dass die Zeit des Experimentierens auf Social Media vorbei ist und die steigenden Erwartungen der Zielgruppen keinen Raum für Fehler mehr zulassen.

Social Media ist nicht mehr aus der Unternehmenskommunikation wegzudenken: 84% der 51 befragten Organisationen sind in sozialen Medien aktiv. Ein Drittel davon sind B2B-Unternehmen. Die 16% Nicht-Aktiven – allesamt ausschliesslich in der Schweiz tätig – haben sich v.a. aufgrund fehlender Ressourcen oder der Unvorhersehbarkeit der Medien gegen ein Engagement entschieden.

Fast die Hälfte der befragten Unternehmen sehen ihre Organisation in Bezug auf Social Media in der Initialphase. Nur gerade 15% der Unternehmen schätzen ihre Organisation im Bereich Social Media als sehr reif ein. Was aber ist deren Erfolgsrezept? Einerseits werden dort soziale Medien-Aktivitäten von der Geschäftsleitung mitgetragen und durch eine Strategie abgestützt. Andererseits lebt deren Engagement von neuen oder extra aufbereiteten Inhalten. Somit zeigt die Analyse: Unternehmen, die jetzt mit Social Media starten, kommen an einer Strategie und Guidelines nicht vorbei, um Fehler zu vermeiden und die Erwartungen der Zielgruppen schnell erfüllen zu können.

Als grösste Herausforderung sehen Schweizer Unternehmen limitierte Ressourcen, die Erstellung von geeigneten Inhalten, die Unvorhersehbarkeit der Interaktionen sowie den Umgang mit der Dreisprachigkeit. Und obwohl sich die begrenzten Ressourcen als zentrale Problematik auf Social Media herausstellen: Die meisten international tätigen Firmen sehen für 2012 die gleichen Ressourcen vor wie für 2011, während 30% der Befragten ihre Social-Media- Ressourcen um 50 bis 300% erhöhen wollen. Laden Sie die Social Media-Studie von Namics kostenlos herunter: www.namics.com/social-media-studie aj

 

«Im Alleingang gehts besser»

Urs Heller, Geschäftsführer Zeitschriften Ringier Schweiz, äussert sich im Gespräch mit Werbewoche-Chefredaktor Pierre C. Meier zu den Gründen für den Erfolg von LandLiebe, zu Auflagezielen, Erfolgsfaktoren und Glaubwürdigkeit.

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WW: Was gab den Ausschlag zur Lancierung von LandLiebe?
Urs Heller: Ganz klar der Erfolg von LandLust in Deutschland. Es ist faszinierend, dass sich in Deutschland plötzlich ein so rustikales Magazin mit dem Spiegel am Kiosk duelliert. So etwas regt natürlich die Fantasie an. Zuerst haben wir die Entwicklung aus der Ferne verfolgt, dann haben wir mit dem LandLust-Verlag verhandelt.

Also war ursprünglich ein Zusammengehen mit der deutschen LandLust geplant?
Wir haben über eine Lizenz nachgedacht. Dann haben wir herausgefunden: im Alleingang gehts besser!

Warum kam es nicht dazu?
Wir konnten uns finanziell nicht einigen. Unsere Gesprächspartner hatten relativ hohe Vorstellungen für eine Lizenzgebühr; sie hätte sich in einem kleinen Land wie der Schweiz nicht rechnen lassen. Gleichzeitig haben wir gemerkt, dass die Synergien gar nicht so gross sind: Wir Schweizer sind eher «Bergliebe»-Menschen als den Flachland-Themen zugetan; mit Heidekraut- Reportagen kann man bei uns nicht punkten. Im Nachhinein sind wir froh, dass wir den Alleingang riskiert haben. Als Lizenzprodukt hätten wir diesen riesigen Starterfolg nicht.

Wer entwickelte das Schweizer Konzept?
Ich bin bei den Ringier-Zeitschriften für Neuentwicklungen und neue redaktionelle Konzepte zuständig. Also auch für die LandLiebe. Ich konnte dabei auf die Unterstützung von ein paar echten Profis zählen.

Woher stammt das Layout?
Die Grafik wurde inhouse gemacht. André Frensch, ein ehemaliger stellvertretender Art Director der Schweizer Illustrierten, hat die ersten Seiten gezeichnet und einen grossen Anteil am Erfolg. Ich habe dann noch Uli Beling und Nina Thoenen an Bord geholt. Die beiden jungen Frauen sind eigentlich immer dabei, wenn ich ein Magazin entwickle. Entdeckt habe ich sie für die Lancierung von SI Style.

Was ist die Philosophie hinter LandLiebe?
Es gibt die Sehnsucht nach Entschleunigung, der Mensch benötigt einen Ausgleich zum immer hektischeren Geschäftsalltag. Es drängt uns in der Freizeit wieder raus in die Natur, raus aufs Land. Ich kann mich gut an Zeiten erinnern, wo im Sommer an Sonntagen bei den Bergbahnen kein Andrang herrschte. Man wusste warten, bis irgendwann wieder mal ein Bähnchen fuhr. Heute ist der Parkplatz um sieben Uhr voll. Wandern ist ein Megatrend, den die Medien glorios verschlafen – von Kollege Thomas Widmer einmal abgesehen, der im Tages-Anzeiger hervorragend darüber schreibt. Gespräche mit den Chefs der Sportartikelbranche bestätigen: In der Schweiz ist Wandern mit riesigem Vorsprung Sportart Nummer eins. Mit weitem Abstand folgt dann mal ein Fussballschuh oder der Ski von Didier Cuche. Wir sind froh, dass wir im letzten Moment doch noch aufgesprungen sind auf diesen Trend.

Wie grenzt sich LandLiebe gegenüber SI GRUEN ab?
SI GRUEN war unser erster Vorstoss in die grüne Szene. Wir sind zufrieden, SI GRUEN läuft sehr gut. SI GRUEN hat eine ausgeprägte Lifestyle-Komponente. Das schreiben wir auch auf die Titelseite: 100 Prozent grün, 100 Prozent Lifestyle. Zielpublikum sind die berühmten Lohas (Lifestyle of Health and Sustainability), Menschen also, die ihren Lebensstil auf Gesundheit und Nachhaltigkeit ausrichten. SI Grün kann auch einen internationalen Touch haben. LandLiebe ist sehr schollenverbunden, sehr schweizerisch, sehr normal. Luxus ist kein Thema. Ich kanns am Beispiel Essen aufzeigen: Für SI GRUEN kann durchaus mal ein naturverbundener Gault-Millau-Koch die Rezepte liefern. Das kommt für LandLiebe nicht in Frage: Da gehts um Landfrauen- Küche, um Hauswurst und Alpkäse. Nicht um GaultMillau-Punkte.

Wer ist der typische Leser?
Es gibt zwei Zielgruppen. Die einen leben auf dem Land. Die anderen träumen vom Leben auf dem Land. Letztere wohnen in der Stadt, überlegen sich aber ab Donnerstagabend, wie sie ihr Weekend in der Natur gestalten wollen. Die typische LandLiebe- Leserin pflegt wohl auch ihren kleinen Garten oder zumindest ein paar Töpfe auf der Terrasse. Sie lässt alte Hobbys wieder aufleben. Stricken zum Beispiel, ein echter Trend!

Heute erscheint LandLiebe viermal pro Jahr, nächstes Jahr fünfmal. Was ist das Ziel?
Wir möchten in Zukunft sechsmal jährlich erscheinen. Aber man kann die Natur nicht übertölpeln: Wir haben letztes Jahr zu wenig Vorproduktionen gemacht, um 2012 zwei Frühlingsnummern zu gestalten. Also kommen wir jetzt mit fünf Ausgaben raus und erhöhen erst 2013 auf sechs Ausgaben.

Warum erscheint die LandLiebe nicht monatlich?
Die zweimonatliche Erscheinungsweise ist auch eine Form von Entschleunigung. Unser Leser will nicht von zu vielen Ausgaben bedrängt werden. Er will das Magazin auf seinem Tisch haben, wieder ein wenig darin blättern, dann auf die Seite legen und später weiterlesen. Die Reizschwelle liegt bei sechs bis acht Ausgaben. Das zumindest sagt mein Bauchgefühl, und darauf ist in den meisten Fällen Verlass.

Die Startauflage war 200'000 Exemplare. Welche Marketingmassnahmen gab es bei der Einführung?
Wir fahren bei allen Neulancierungen die gleiche Schiene. Wir haben einen wunderbaren Adressenstamm, den wir auf die jeweilige Lancierung hin selektionieren können. Wir machen jeweils Grossversände, um den Titel schnell bekannt und begehrt zu machen; dazu gibts noch etwas klassische Werbung. Dann warten wir gespannt ab, wie viele Leser hängen bleiben. Zum ersten Mal haben wir das bei SI Style so gemacht und wurden vom Rücklauf völlig überrumpelt. Ich hatte damals mit 24 Prozent Wandlungsquote zum Abonnement gerechnet. Es waren aber 42 Prozent! Bei der LandLiebe geht die Rechnung wieder auf: es hat jetzt ein Weiterempfehlen-/ Schenken-Mechanismus eingesetzt, den wir uns in den kühnsten Träumen nicht vorgestellt haben. Die meisten Leserbriefe enden mit: «Ich habe meiner Mutter/Schwester/Freundin/ Tochter sofort ein Abonnement gemacht.»

Wie hoch ist der Abo-Preis?
Der Preis für ein Jahresabonnement ist mit 24 Franken für jedermann erschwinglich. Den Preis haben wir bewusst so günstig festgelegt. Das ist auch Bestandteil unseres Marketings. Als «new kids on the block» müssen wir ganz bescheiden im Markt auf- treten. In den 80er- und 90er-Jahren konnte man neue Zeitschriften noch zu stolzen Preisen an den Kiosk bringen. Heute akzeptiert das der Käufer nicht mehr. Er will für relativ wenig Geld viel Gegenleistung bekommen. Wir sind auch beim Festlegen der Anzeigenpreise freundlich und zurückhaltend. Beispielsweise bei SI Style: Obwohl wir die Annabelle mit 100'000 Leserinnen Vorsprung schnell überholt haben, sind wir bei den Anzeigenpreisen immer noch günstiger. Unsere Message an den Kunden: Die Annabelle ist schon seit siebzig Jahren auf dem Markt, das Magazin ist prima gemacht. Wir aber sind neu. Also bleiben wir (vorläufig) billiger – auch wenn wir bereits deutlich mehr Leser haben.

Wie viele Abonnenten hat LandLiebe heute?
Wir verkaufen heute nach vier Nummern 74'431 Exemplare. Davon sind 47'000 Abonnemente, und 27'000 werden am Kiosk verkauft. Seit zwei Wochen ist die Winterausgabe erhältlich, und wir haben schon wieder zusätzlich 2'000 Abo-Bestellungen. LandLiebe ist wirklich ein Volltreffer.

Wo liegt das Auflagenziel?
Ich setze mir nie ein Auflagenziel. Damit kann man nix kaufen. Mein Ziel ist es, Herrn Ringier die Anfangsinvestitionen innert zwei, drei Jahren zurückzuzahlen und schwarze Zahlen zu schreiben. Mit welcher Auflage wir dieses Ziel erreichen, ist zweitrangig. Magazine müssen schnell Geld verdienen, sonst macht eine Lancierung keinen Sinn.

Die Redaktionsstruktur ist klein.
Ja, das stimmt. In den schwierigen Startjahren kann man sich keine grosse Redaktion leisten. Ich übernehme für die ersten Ausgaben auch die Chefredaktion selber. Weil ich so Geld sparen kann und weil das zum Geschäft gehört: Magazine entwickeln und nicht selber starten und verantworten, hat etwas Eunuchenhaftes. Ich suche aber von der ersten Nummer weg nach Redaktoren, die das Blatt schnell übernehmen können. Das hat sich etwa bei SI Style sehr bewährt: Sabina Hanselmann-Diethelm war von der ersten Minute weg an Bord, wurde hart trainiert und hat gut aufgepasst. Heute ist sie eine hervorragende junge Chefredaktorin und braucht meine Hilfe kaum mehr. Ich sehe die mir eigentlich ans Herz gewachsene Style-Redaktion leider nur noch am Weihnachtsessen… Auch bei der LandLiebe will ich so vorgehen. Ich möchte mich bereits im Laufe des nächsten Jahres vom Redaktionsleiter-Job verabschieden. Wir haben gute Leute im Team!

…und dann kommt für Sie das nächste Projekt?
An Ideen fehlt es nicht. Aber zurück zur kleinen Land- Liebe-Truppe. Das Kernteam besteht zwar nur aus vier Personen, aber wir können auf die ganze SI-Familie zurückgreifen. SI Style stellt uns eine erstklassige Fotochefin zur Verfügung. Zwei der besten SI-Autoren schreiben regelmässig für LandLiebe. Sehr gerne übrigens, denn im neuen Heft sind die Geschichten länger, die Bilder grösser und der Zeitdruck geringer als in der Schweizer Illustrierten, die ein anderes Konzept hat. Ich bin da in einer privilegierten Situation: Brauche ich Verstärkung, finde ich sie gleich auf der Etage. So kann man beruhigt mit kleinem Team und vernünftigem Budget starten. Das gilt auch für den Verlag: Das Ringier- Zeitschriftenteam unter der Leitung von Thomas Passen hat LandLiebe angeschoben und kann jetzt auf den Erfolg anstossen.

Sie haben ja schon viele Magazine lanciert. Was war bei LandLiebe anders?
Identisch war der Pioniergeist. Alle geben alles, ziehen am gleichen Strick. Schwierig war für mich, dass ich selber nicht vom Fach bin. Meinen Garten pflegt der Gärtner, und Stricken kann ich auch nicht; so gesehen war es für mich einfacher, Gourmet-, Sportoder Frauenmagazine zu entwickeln. Mein fehlendes Fachwissen hatte aber auch einen Vorteil: Ich musste von der ersten Minute an Journalisten um mich scharen, die von diesem Thema viel verstehen. Und ich musste ihnen zu hundert Prozent vertrauen. Eigentlich war es ein fairer Deal: Ich zeige dem Team, wie man Magazine macht. Und das Team verrät mir, was für LandLiebe-Leser besonders wichtig ist. Etwas habe ich in der grünen Szene rasch gemerkt. Man darf nicht tricksen, jedes Detail muss stimmen. Deshalb liest unser Gärtnermeister Lippus jeden Artikel durch und garantiert, dass sich keine fachlichen Fehler einschleichen.

Sind Sie zufrieden mit dem Anzeigenaufkommen?
Sehr zufrieden! Wir haben in den vier Ausgaben 100 Seiten Anzeigen verkauft. Hilfreich, auch für den Anzeigenmarkt, ist unsere enge Beziehung zu den Lesern. Es ist eine wahre Liebesbeziehung. Wir erhalten Briefe «seit Jahren warten wir auf…», «Danke, dass Sie mir diesen Wunsch erfüllt haben». Wir erhalten Gedichte. Diese Nähe erreichen wir mit anderen Magazinen nicht. Bei den anderen Titeln verkehre ich mit den Lesern per Email. Bei der LandLiebe gibt es auch noch viele handgeschriebene Briefe, nicht nur Emails. Das spricht für eine hohe Glaubwürdigkeit.

Im Heft haben Sie sehr gute Link-Angaben zu den einzelnen Artikel. Wenn man aber die LandLiebe im Web besucht, dann ist es eher mager.
Wir sind mit einer kleinen Redaktion am Start, wollen die Kosten im Griff halten. Eine eigentliche Online- Redaktion können wir uns noch nicht leisten. Wir stellen aber zu jeder Geschichte die besten Links und versuchen so, die Lücke zu schliessen. LandLiebe ist ein Lay-back-Magazin; man liest sie auf dem Sofa oder auf dem Gartenbänkli, nicht am Compi.

Noch etwas zur Schweizer Illustrierten. Die SI wird 100 Jahre alt, seit 15 Jahren ist sie eine People- Zeitschrift. Wie sieht die SI in zehn Jahren aus?
Im Grundsatz gleich. Die Schweizer Illustrierte wird ein People-Magazin bleiben, mit klarem Schwerpunkt Schweiz. Aber sie muss sich weiter entwickeln. Die Aufgabe ist für die Redaktion schwieriger geworden, aber es bleibt dabei: Wir müssen wichtige Schweizer von ihrer privaten Seite zeigen, mit ihnen über ihre Talente und ihre Leidenschaften sprechen. Vor diesem Job dürfen wir uns nicht drü-cken. Glücklicherweise begegnet man uns nach 100 Jahren anständiger Arbeit mit einem gewissen Wohlwollen und öffnet uns immer wieder Türen, die sonst verschlossen bleiben.
Interview: Pierre C. Meier
 

Mit «Coopetition» Konvergenz gestalten

SRG und Verlage sollten begrenzt zusammenarbeiten, statt sich zu bekriegen. Gastkommentar von Stephan Russ-Mohl, Leiter des Europäischen Journalismus-Observatoriums an der Universität Lugano.

Es gibt noch Überraschungen im Leben, manchmal sogar zwei: Im Sommer hatte Hanspeter Lebrument den Haudegen geschwungen und uns Kommunikationswissenschaftlern in Angst und Schrecken versetzt: «Die schlechtere Garde der zur Wissenschaft Berufenen» habe «das Feld der Medien und Kommunikation erobert». Deren Schaffen sei unbrauchbar, «geprägt von wenig Systematik, von fragwürdiger Forschung- und höchst fragwürdigen Ausbildungskriterien sowie von Resultaten, die wenig verständlich sind», schrieb er ausgerechnet zum Thema «Dauerbrenner Qualität» in seiner Verbandspostille Flash extra.

Ein paar Monate später kam dann die Volte: Lebruments Verband lud gleich vier «renommierte Medienwissenschaftler » (O-Ton Verband Schweizer Medien) zu einem Hearing nach Zürich ein, um «aus ihrer Sicht über Lösungsvarianten im Konflikt zwischen der SRG und den privaten Verlegern im Online- Markt nachzudenken».

Die zweite Überraschung brachte das Hearing selbst. Ohne jede vorherige Absprache kamen die vier geladenen Experten zu sehr ähnlichen Schlüssen. Roger Blum, Heinz Bonfadelli, Kurt Imhof – der kurz zuvor ob seines Jahrbuchs «Qualität der Medien » von Verlegerseite zusätzlich Prügel bezogen hatte – und ich empfahlen den Verlegern, sich mit der SRG an einen Tisch zu setzen und gemeinsam darüber nachzudenken, wie sie zum beiderseitigen Vorteil die konvergente Medienzukunft gestalten können. Statt sich um die Peanuts zu streiten, die mit künftiger Online-Werbung erzielbar sein werden, und statt in Sachen Online-Präsenz Krieg zu führen, sollten sie sich darum bemühen, publizistische Vielfalt zu bewahren und mit begrenzten und angesichts absehbar sich weiter verknappender Ressourcen arbeitsteilig einen bestmöglichen Service für die Schweizer Mediennutzer sicherzustellen. Die Zukunft der Medien ist Online, und dort konvergieren die alten Medien TV, Radio und Print.

Wer in Zeiten, in denen kommerzielle Medien wegen webbrechender Werbeerlöse, sinkender Zahlungsbereitschaft der Publika und schrumpfender Redaktionen immer weniger in der Lage sind, ihrer öffentlichen Aufgabe nachzukommen, weiterhin einen «Service public» haben möchte, sollte mit Forderungen nach Selbstbeschränkung der SRG im Internet vorsichtig sein.

Die Medienvielfalt in der Schweiz wird jedenfalls eher von aussen, also von Schwergewichten wie Google, Apple und Facebook, aber auch von grossen europäischen Medienunternehmen wie Bertelsmann/ RTL, Springer und Mediaset/Mondadori – sowie vom grössten privaten Schweizer Player Tamedia – bedroht als von der SRG.

Es lohnt sich, in der Internet-Welt nach vorne zu denken und mögliche Synergien auszuloten, wenn hohe Journalismusqualität und «Swissness» bewahrt werden sollen. «Coopetition» heisst das Stichwort. Von den Software-Unternehmen in Kalifornien liesse sich lernen, wie sich Kooperation unter Wettbewerbern organisieren lässt – zum Beispiel, indem Konkurrenten, die zu Kooperationspartnern werden, jeweils das verstärken, was sie ohnehin schon am besten können: So könnte die SRG auch für die Websites der Verlage Bewegtbilder und Podcasts liefern – sowie Auslands-, Wissenschafts- und Medienberichterstattung, also all das breiter verfügbar machen, was wir mit unseren Gebührengeldern bereits bezahlt haben und was viele Zeitungsverlage entweder gar nicht können oder bereits stark abgebaut haben. Die Zeitungsverlage wiederum könnten gegen angemessene Vergütung auch zur Online-Plattform der SRG Texte beisteuern und ihre Stärken in der Regional- und Lokalberichterstattung ausspielen, wo sie ja ohnehin seit eh und je die News-Lieferanten der grossen Nachrichtenagenturen sind. Werbeeinkünfte für Online-Angebote – das ist und bleibt voraussichtlich ein Nebenkriegsschauplatz, weil News-Websites ohnehin nur geringe Werbeerlöse erzielen werden.

Wer in jüngster Zeit Gelegenheit hatte, dem SRGGeneraldirektor Roger de Weck oder dem Tessiner RSI-Chef Dino Balestra zu lauschen, wird ihnen Nachdenklichkeit bescheinigen, die vielen Verlegern noch abgeht. De Weck kommt aus der Presse, er war Chefredaktor des Tages-Anzeigers und der Zeit. Mit ihm als Gesprächspartner sollte es den Verlegern gelingen, die Medienzukunft der Schweiz aktiv zu gestalten. Dazu müssen sie aber erst ein paar vorgestrige Frontstellungen aufgeben – und vielleicht auch ihrem grossen Vorsitzenden beibringen, dass wissenschaftlicher Rat nicht rundum unnütz ist, ja mitunter sogar wegweisend sein kann.
 

Kampagne des Jahres 2011: Jetzt abstimmen auf Facebook

Welche Kampagne hat dem Publikum am besten gefallen und ist auch «nachhaltig» in Erinnerung geblieben? Die Redaktion der Werbewoche hat 18 Kampagnen aus dem vergangenen Jahr noch einmal ausgegraben und damit eine Shortlist zusammengestellt.

Abstimmen für die beste Kampagne kann man dem Zeitgeist entsprechend aufFacebook.com/werbewoche. Dort findet sich auch eine genaue Anleitung zum Prozedere. Dank der Unterstützung durch die Datenbank von Publisuisse können auf dem Abstimmungsportal von allen 18 Kampagnen die zur Wahl stehenden Spots angeschaut werden.

Die «Kampagne des Jahres» wird am 2. Februar im Rahmen einer Gala im Zürcher Lake Side bekannt gegeben. Am gleichen Dinner wird auch der «Werber des Jahres» gekürt.

 

Eurobest: SFLB/Smly «Ferien ohne Internet» gewinnt Grand Prix

Erfolg für Spillmann/Felser/Leo Burnett und die Zürcher Social Media Produktion Smly: Die «Ferien ohne Internet»-Kampagne gewinnt sensationell den Grand Prix in der Kategorie PR bei den europäischen Eurobest-Awards. SFLB wird zudem mit drei mal Gold ausgezeichnet.

Die «Ferien ohne Internet»-Kampagne sorgte diesen Frühling national und international für Schlagzeilen. Zuerst einmal, weil die Idee ein Kontrapunkt zur ständigen Erreichbarkeit war. In einem interaktiven Film analysierten Sebi und Paul, die beiden Bauern der Schweiz-Tourismus-Werbung das Facebook-Profil der jeweiligen User und kommentierten es. Internet-Junkies empfahlen die beiden dann Ferien ohne Internet in einer abgelegenen Schweizer Berghütte zu machen. Nach nur drei Tagen stoppte Facebook die App, was wiederum für Schlagzeilen sorgte. Und für entsprechend hohe Besucherzahlen eine Woche später als die App wieder lief.

SFLB gewinnt neben dem Grand Prix drei mal Gold: Für Fleurop in der Kategorie Print, für das Design des Gotthelf-Emmentalers (Kat. Design) und eine weitere Gold für «Ferien ohne Internet». Die Wendesätze von Swiss Life werden zudem zweimal mit Silber ausgezeichnet. Ebenfalls mit Silber ausgezeichnet wird in der Kategorie Outdoor die SFLB-Kampagne «Broken Vase» für Fleurop.

Medaillen-Gewinner:

Die Agentur Saatchi&Saatchi gewinnt eine Silber-Medaille in der Kategorie Film mit den Kampagnen «Classroom Craft» und «Shoe Laces» für Otrivin Nasal Spray von Novartis.

Jung von Matt/Limmat wird mit einer Bronze-Medaille in der Kategorie Outdoor ausgezeichnet für die Kampagnensujets «Greta», «Wolfgang» und «Wiebke» für Mercedes Benz. In derselben Kategorie gewinnt Euro RSCG eine Bronze-Medaille für die Kampagne «Violin, Clarinet» für das Zürcher Kammerorchester.

Mit einer Bronze-Medaille in der Kategorie Interactive erhält die Agentur Jung von Matt/Limmat eine zweite Medaille: Sie wird für die Kampagne «Application for Citizenship» für Graubünden Ferien ausgezeichnet.

Die Agentur JWT Fabrikant erhält eine Goldmedaille in der Kategorie Print & Poster Craft für die Kampagne «See you later» für Hakle. In derselben Kategorie gewinnt Walker eine Silber-Medaille für die Kampagnen-Sujets «You and us», «Promises», «Risk» und «Botox».

In der Kategorie PR gewinnt die Agentur Wirz/BBDO eine Bronze-Medaille für die Kampagne «Donated Songs» für die Heilsarmee.
 

Stailamedia kooperiert mit Adwave in der Romandie

Der Online-Vermarkter Stailamedia und der Westschweizer Online-Vermarkter Adwave gehen per sofort eine Partnerschaft für den Westschweizer Markt ein. Im Zuge der neuen Kooperation bündeln die beiden Unternehmen ihre Portfolios und lancieren einen gemeinsamen «Romandie News Pool».

Der Pool umfasst die rechweitenstärksten französischsprachigen News-Seiten wie rRmandie.com, Tf1.fr, Lefigaro.fr sowie Lemonde.fr und generiert mehr als 25 Millionen Page Impressions pro Monat. Die Zusammenarbeit mit Adwave startet per sofort.
 

Welche Idee wird Kampagne des Jahres?

Welche Kampagne hat dem Publikum am besten gefallen und ist auch «nachhaltig» in Erinnerung geblieben? Die Redaktion der Werbewoche hat 18 Kampagnen aus dem vergangenen Jahr noch einmal ausgegraben und damit eine Shortlist zusammengestellt. Die «Kampagne des Jahres» wird am 2. Februar im Rahmen einer Gala im Zürcher Lake Side bekannt gegeben.

Welche Kampagne hat dem Publikum am besten gefallen und ist auch «nachhaltig» in Erinnerung geblieben? Die Redaktion der Werbewoche hat 18 Kampagnen aus dem vergangenen Jahr noch einmal ausgegraben und damit eine Shortlist zusammengestellt. Die «Kampagne des Jahres» wird am 2. Februar im Rahmen einer Gala im Zürcher Lake Side bekannt gegeben.

Am gleichen Dinner wird auch der «Werber des Jahres» gekürt. Abstimmen für die beste Kampagne kann man dem Zeitgeist entsprechend auf Facebook.com/werbewoche. Dort findet sich auch eine genaue Anleitung zum Prozedere. Dank der Unterstützung durch die Datenbank von Publisuisse können auf dem Abstimmungsportal von allen 18 Kampagnen die zur Wahl stehenden Spots angeschaut werden.

> Zu den nominierten Kampagnen

Four. bewirbt das Wintererlebnis Laax auf Plakaten

Die Zürcher Multichannel Creativity Agentur Four. hat für die Wintersportdestination Laax eine Plakatkampagne gestaltet. Die Positionierung von Laax wird in Schlagworten aufgegriffen, die durch die Betonung einzelner Buchstaben einen erweiterten und neuen Sinn erhalten soll.

Ergänzt werden die Sujets durch differenzierende, dynamische Visuals aus dem Skigebiet. Ziel ist es, auf eine schnelle Art und Weise für Laax wichtige Botschaften zielgruppengerecht zu vermitteln.

Verantwortlich bei Weisse Arena Gruppe: Andreas Bärtsch (Geschäftsleitung, Marketing und Sales), Tobias Treichler (Marketing und Kommunikation). Verantwortlich bei Four. Werbeagentur: Björn Brinkmann, Philipp Sträuli (CD), Andrea Heierli (Grafik), Sandra Genge, Daniel Gerber (Beratung), Claudio Hagmann (DTP). Fotografie: Gaudenz Danuser. Bildbearbeitung: Sota.
 

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