KSB tischt ein Kochbuch auf

Die Editorial-Abteilung von KSB Krieg Schlupp Bürge realisiert bereits in hoher Kadenz Broschüren und Jahresberichte sowie Uhren- Schmuck- und Kunstbücher. Nun hatte Christoph Bürge, Mitinhaber von KSB, die Idee, ein Kochbuch zu realisieren.

In zehn Kapiteln koche Christoph Bürge als Hobbykoch für die wahren Experten am Esstisch, schreibt die Agentur in einer Mitteilung. Italienisch für italienische Grossmütter, Fleisch für den Motorcycle Club, Leichtes für Models oder Deftiges für Bauarbeiter seien im Buch genauso zu finden wie Wild für Jäger oder Fisch für Fischer. Gekocht worden sei jeweils auf einer mobilen Küche vor Ort bei den Esstisch-Experten in der ganzen Schweiz.

Verantwortlich bei KSB Krieg Schlupp Bürge: Christoph Bürge (Idee/Konzept), Charles Blunier, Yves Kellenberger (Konzept, Gestaltung und Grafik), Christoph Bürge, Stefan Ganz (Text), Christoph Bürge, Audrey Isaak (Redaktion und Handling, Jonathan Heyer (Konzept und Foto). Styling: Werner. Baumgartner. Foodstyling: Christian Splettstösser. Illustration: Lucas Vetsch. Retouche: Patrik Rohner. Druck: Linkgroup.

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Edipresse verkauft TV-Engagements an Pro TV Ventures

Das Verlagshaus Edipresse verkauft seine Fernsehengagements. Die Anteile am Lokalsender Vaud Fribourg TV und an der Fernsehwerbefirma Ecran P&P gehen an Pro TV Ventures.

Der Schritt erfolgt im Einklang mit der Unternehmenspolitik von Tamedia, welche sich mit dem Verkauf der Lokalsender Tele Bärn und Tele Züri aus dem Fernsehgeschäft zurückzieht. Wie Edipresse am Freitagabend mitteilte, war der Käufer der Anteile bereits vorher an den beiden abgestossenen Unternehmen beteiligt. Edipresse hielt an Vaud Fribourg TV 23 und an Ecran P&P 18 Prozent. Die Verwaltungsräte beider Firmen sind gemäss Mitteilung informiert. Das Geschäft bedarf wegen der Fernsehkonzession noch der Zustimmung des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek). Auch die Zustimmung der anderen Aktionäre ist nötig. Der Abschluss ist im ersten Semester 2012 vorgesehen.
 

Piratenaktion: Swiss-Plakate überklebt

«Sonderflüge ab 8999.- CHF - Nur Hinflug möglich»: Das ist derzeit auf einigen Plakaten der Fluggesellschaft Swiss zu lesen. Mit der Klebeaktion protestieren Unbekannte gegen Rückschaffungsflüge. Der Swiss ist die Aktion bekannt, sie reagiert aber derzeit nicht.

Einige Swiss-Plakate mit dem aktuellen Werbeslogan der Airline «Nur günstig ist uns zu billig» wurden etwa in der Stadt Bern mit dem roten Zettel überklebt. Weiter steht auf dem abgeänderten Plakat zu lesen: «Gehen Sie gemütlich in Ihr Heimatland zurück – auf Kosten der Schweizerischen Eidgenossenschaft». Zudem wurden die Plakate mit dem Bild eines auf einen Stuhl gefesselten und mit einem Helm versehenen Auszuschaffenden beklebt.

Swiss-Sprecher Jean-Claude Donzel kennt die Aktion, wie er am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA erklärte. Begonnen hätten die Klebereien vor einigen Wochen in der Westschweiz. Donzel vermutet, dass die Aktivisten im Gefolge des Dokumentarfilms Vol Spécial von Fernand Melgar zum Leimpinsel griffen. Der Film dokumentiert die Ausschaffungspraxis gegenüber abgewiesenen Asylsuchenden. Der Rechtsdienst sei informiert, sagte Donzel. Die Airline verzichte aber auf rechtliche Schritte gegen die Piratenaktion. Zu der bekannte sich bisher niemand. Der Swiss-Sprecher unterstrich, dass seine Fluggesellschaft wie andere Airlines zwar Ausschaffungsflüge durchführe, aber nur auf Geheiss des Bundes. Das Unternehmen habe keine andere Wahl.

 

Personelle Veränderungen bei Newsnet

Newsnet meldet personelle Neuzugänge und einen internen Wechsel: Linda Leuthold und Mickaël Bonenti verstärken das Team, Bruno Sigrist ist neu für den Verkauf tätig.

Ab dem 1. Dezember 2011 erhält der Newsnet-Verlag Verstärkung durch Linda Leuthold. Sie wird das Sales Support Team von Ginette Peter unterstützen. Die 26-Jährige begann ihre Karriere als Kauffrau bei Jelmoli und durchlief danach verschiedene Stationen bis sie schliesslich 2007 bei Ringier den Einstieg in die Medienbranche wagte. Bei Ringier war Linda Leuthold bis November 2011 im Verkaufsinnendienst tätig. Beim Newsnet ersetzt sie Bruno Sigrist, welcher intern in das Verkaufsteam von Claudio Lumbiarres wechselt.

Bruno Sigrist arbeitet bereits seit 1. Januar 2011 für das Newsnet und war zuvor im Inbound-Team des Kundenkontaktcenters von Tamedia tätig. Nebst seiner Anstellung beim Newsnet absolviert er zurzeit die Ausbildung zum Bachelor of Science in Business Communications an der Hochschule für Wirtschaft in Zürich.

Zudem verstärkt Mickaël Bonenti das Westschweizer Team: Er wird als Key Account Manager die Kunden in der französischsprachigen Schweiz betreuen. Er startet am 7. Dezember 2011 und wird seinen Arbeitsplatz in Lausanne haben. Bonenti hat umfangreiche Erfahrung in der Medienbranche und war unter anderem bei IP Multimedia, Goldbach Media und Publimedia tätig.
 

Ruf Lanz für die VBZ: Auftritt fürs Tram Zürich-West realisiert

Ab 11. Dezember 2011 fahren die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) mit dem 4er-Tram auf einer neuen Strecke – vom Bahnhof Tiefenbrunnen bis zum Bahnhof Altstetten-Nord. Ruf Lanz hat die Einführungskampagne realisiert.

Bereits seit den Sommerferien haben die VBZ mit verschiedenen Aktionen auf das Tram Zürich-West aufmerksam gemacht, so die Agentur in einer Mitteilung. Nun folgt die Einführungskampagne von Ruf Lanz. Die Inserate, Plakate und Fahrerrückwände zeigen, wie schnell Zürich im Westen wächst. Und sollen zum Entdecken mit dem neuen Tram Zürich-West einladen.

Verantwortlich bei den VBZ: Heinz Vögeli (Leiter Unternehmenskommunikation), Mirjam Oertli, Silvia da Silva, Elina Fleischmann (Projektleitung). Verantwortlich bei Ruf Lanz: Markus Ruf, Danielle Lanz (CD) Marcel Schläfle (AD), Andreas Hornung (Text), Florian Fleischmann (Grafik), Kristina Burch, Doelkar Monkhar, Sebastian Durband (Beratung). Fotografie & CGI: Pixelprinz, Linus Schneider.

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SRG veröffentlicht weiterhin Trendumfragen vor Abstimmungen

Die SRG wird auch in der bevorstehenden Legislaturperiode 2011-2015 Trendumfragen vor eidgenössischen Abstimmungen publizieren. Mit der Durchführung der Befragungen wurde wieder das Forschungsinstitut GFS Bern betraut.

Die SRG führt seit 1998 regelmässig Trendbefragungen im Vorfeld von Abstimmungen durch. Wie immer vor Beginn einer neuen Legislatur hat die SRG-Chefredaktorenkonferenz auch dieses Jahr wieder in einer Ausschreibung Forschungsinstitute in der Schweiz eingeladen, sich um die Durchführung der Umfragen zu bewerben. Ein sorgfältiges Evaluationsverfahren unter den eingegangenen Offerten habe ergeben, dass GFS Bern die Anforderungen punkto Qualität, Preis und Erfordernisse der SRG-Unternehmenseinheiten aller Landesteile und aller Medien (Fernsehen, Radio und Online) insgesamt am besten erfülle, heisst es in einer Mitteilung. Das Berner Institut wird erstmals vor der eidgenössischen Abstimmung vom 11. März 2012 wieder Trendbefragungen im Auftrag der SRG erstellen.

Erhöhte Zahl Interviews und mehr Transparenz

Um die Trend-Aussagen über die Meinungsbildung in der französischen und italienischen Schweiz zu verbessern, wird künftig die Zahl der Interviews in diesen Sprachregionen erhöht. Die bei den Befragungen erarbeiteten Datensätze sind für die Wissenschaft, die den direktdemokratischen Meinungsbildungsprozess erforscht, wertvolles Grundlagenmaterial. Aus diesem Grund sind die SRG und GFS Bern übereingekommen, dass künftig die Rohdaten der Befragungen vollständig den mit der Vox-Nachbefragung und Analyse betrauten Lehrstühlen der Universitäten Bern, Genf und Zürich zur Verfügung gestellt werden. Die Vox-Nachbefragungen erfolgen im Auftrag der Bundeskanzlei und werden jeweils abwechslungsweise von den drei Universitäten ausgewertet und publiziert. Angestrebt wird seitens SRG und GFS Bern eine engere Zusammenarbeit betreffend Abstimmungsforschung mit den genannten Institutionen.

Anfangs 2010 hatte die SRG die Publikation von Umfrageergebnissen von GFS Bern vorübergehend eingestellt. Grund war eine Fehlprognose vor der eidgenössischen Abstimmung über das Minarett-Verbot

Y&R Gruppe: Overlayer für den Audi A5 entwickelt

Die Y&R Gruppe hat für Audi einen Overlay-Banner entwickelt. Beworben wird das neue Modell A5 aus dem Hause Audi.

«Geschärft – in Form und Performance», unter diesem Motto lancierte Audi den neuen A5. Moderne Technologien bei den Motoren, beim Fahrwerk und beim Infotainment sowie das überarbeitete Design sollen die A5-Baureihe aufwerten. Die Y&R Gruppe hat für Audi einen Overlay-Banner entwickelt, der die Kampagnenidee digital umsetzt. Beim Besuch von News-Plattformen wie 20min.ch oder Tages-anzeiger.ch fährt ein Audi A5 ins Bild und schneidet den Seiteninhalt auf.

Verantwortlich bei Amag: Erich Hunold (Marketingleiter Schweiz Audi), Barbara Wernli (Leiterin Werbung Audi), Stefanie Koch (Projektleiterin Werbung Audi). Verantwortlich bei Y&R Gruppe: Markus Gut (CCO), Daniel Bieri (CD), Dieter Boller (Text), Sandro Kümin (AD), Michael Höhn, Vicent Schaublin und Rafael Tucev (Flash- und Multimediaentwicklung), Boris Manhart (Beratung).

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Die Werbekanzlei: CI für Kardamon realisiert

Das Schweizer Catering-Unternehmen Kardamon baut aus und platziert sich nach zehn Jahren neu auf dem Markt. Die Werbekanzlei wurde mit der Kreation einer neuen Corporate Identity inklusive Website beauftragt.

Die Ausrichtung des Unternehmens sollte internationaler werden, so die Zürcher Agentur in einer Mitteilung. Ein Fotoshooting wurde realisiert, um diese Ausrichtung mit einer stärkeren Bildsprache zu unterstreichen. Diese soll sich von der bekannten Catering-Ästhetik entfernen, welche üblicherweise Aufnahmen vergangener Events darstellt. Der neuen Bildwelt werden sämtliche Printmedien wie Broschüren, Flyer und Briefschaften angepasst. Releasedatum der neuen Homepage ist für Ende November vorgesehen.

Verantwortlich bei Die Werbekanzlei: Christoph Varga (Fotografie), Patrick Varga (Gesamtverantwortung), Turan Oeznalci (Creative Director), Iva Bozovic (Project Management), Andrea Bissig (Art Director), Celine Dillier (Graphic Artist). Bildbearbeitung und Druck: Druckmanufaktur.com. Verantwortlich bei Kardamon: Adrian Rathgeb (Gesamtverantwortung).

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Führungswechsel bei Knobel Corporate Communications

Ansgar Thiessen übernimmt per 1. Dezember die Geschäftsführung von Knobel Corporate Communications. Der Führungswechsel an der Spitze von Knobel geht einher mit einer Neupositionierung des Unternehmens.

In dieser Funktion löst er Martin Fricker ab, unter dessen Führung das Unternehmen in den letzten zwei Jahren aus den Händen von Peter P. Knobel in die Hotz Gruppe integriert worden ist. Ansgar Thiessen kenne als bisheriges Mitglied des Beratungsteams von Knobel sowohl die Agentur als auch die Hotz Gruppe bestens, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Mit seiner Erfahrung aus der Unternehmens- und Kommunikationsberatung werde er die strategische Weiterentwicklung von Knobel vorantreiben. In seiner Funktion als Geschäftsführer ist er auch Mitglied der Geschäftsleitung der Hotz Gruppe.

Knobel wird künftig mit den Schwerpunkten Communication Strategy, Corporate Relations, Leadership Communication und Krisenkommunikation einen deutlichen Schwerpunkt auf Beratungsdienstleistungen legen, wie es weiter heisst. Damit verbunden ist auch der geplante Ausbau des Beratungsteams ab Anfang 2012.

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Lürzer’s Archiv lanciert iPad-App

Lürzer’s Archiv hat seine App fürs iPad präsentiert. Diese wurde von den Mind Treat Studios entwickelt.

Mit der Veröffentlichung der iPad-Anwendung ist die Bandbreite der digitalen Plattform von Lürzer’s Archiv komplett: Das Beste der Werbung aus aller Welt wird nicht nur wie gewohnt im Magazin und auf der Website gezeigt, sondern steht nunmehr auch als App für die mobile Anwendung auf dem iPhone und dem iPad zur Verfügung, so Lürzers Archive in einer Mitteilung vom Donnerstag. Die App birgt 160 Ausgaben, bestehend aus mehr als 50‘000 Printanzeigen und über 8‘000 Full-screen-TV-Spots.

Das gesamte Online-Archiv kann jährlich, oder alle zwei Monate als erweitertes Online-Abo geordert werden. Darauf kann man nicht mehr nur per Rechner, sondern vom iPhone und jetzt auch vom iPad zugreifen. Nach dem Download steht eine komplette Ausgabe des Magazins als Testversion zur Verfügung.
 

Aionics realisiert den neuen Gürth Design-Webauftritt

Seit wenigen Tagen präsentiert sich die Zürcher Branding- und Designagentur Gürth Design mit einem brandneuen Webauftritt der Öffentlichkeit. Die technische Umsetzung wurde von den Tyo3-Spezialisten der Webagentur Aionics realisiert.

Die Website Guerth.ch besticht durch ihre Reduktion auf die wesentlichsten Inhalte und ein elegantes wie zeitloses Design in Schwarzweiss. Das Herzstück bildet die Präsentation der Arbeitsbeispiele die man in möglichst wenigen Schritten findet und auch im Hinblick auf die mobilen Geräte optimal per scrollen ansehen kann. Die technische Umsetzung wurde mittels Typo3 umgesetzt.

Verantwortlich bei Gürth Design: Emanuel Gürth (Konzept, Design). Verantwortlich bei Aionics: Oliver Kyburz (Realisation, TYPO3-CMS).

Aufgespiesst: Top, die Werbung gilt!

Werbewoche Chefredaktor-Stv. Andreas Panzeri über Preise und Jurywertungen.

In den letzten Tagen vor Weihnachten ergiesst sich über alle Bahnhofstrassen dieser Welt ein goldenes Strahlen und Leuchten. Das Glitzern der Weihnachtsdekoration erinnert uns alle Jahre wieder daran, dass jetzt nicht nur die Weihnachtseinkäufe vor der Tür stehen. Auch das Schnüren des Pakets mit dem Kreativranking wird in unserer Redaktion noch einmal für emotionsgeladene Stimmungen sorgen. «Die meisten Werbeagenturen vernachlässigen ihre Eigenwerbung. Das predigen sie nur ihren Kunden», hat kürzlich die Werbewoche in einem Artikel festgestellt. Wahrscheinlich ist es mit einem diesbezüglichen «schlechten Gewissen» zu erklären, dass kurz vor dem Start ins neue Jahr zumindest ein Vorsatz gemacht wird, dass man es im kommenden 2012 aktiver angehen will. Eine letzte Gelegenheit vor Silvester ist dazu das Kreativranking. Die Telefondrähte laufen heiss, damit ja alles richtig kommt. Tatsächlich haben in dieser Adventszeit auch schon namhafte Agenturen bei uns um einen Vorabdruck von dieser Rangliste gebeten, weil ihnen im Dezember noch einmal eine entscheidende Präsentation ins Haus geschneit kam. Wir leisten diesen Dienst gerne und fühlen uns als Referenz natürlich geschmeichelt. So wie die Schulnoten im Schlusszeugnis allerdings nicht alles über das wahre Talent eines Schülers verraten, so ist das Kreativranking auch kein Persilschein für sauber gestaltete Werbung. Letzte Woche habe ich vier spannende Tage in Paris verbringen dürfen. Die Vertreter von 25 Fachzeitschriften haben dort als Juroren für die Epica- Awards rund 3800 Arbeiten begutachtet. Von 9 Uhr bis 21 Uhr umklammerten wir einen elektronischen Notengeber und drückten Bewertungen zwischen 1 und 10. Für diese Meinungsbildung erlaubte uns das Reglement jeweils fünf Sekunden zwischen der Präsentation von zwei Spots oder Plakaten. Diese Sujets folgten sich in einem schnellen, aber fairen Rhythmus pausenlos den ganzen Tag.

«Täglich prasseln über 3'000 Werbebotschaften auf den Menschen ein», heisst es in einer schon xmal zitierten Erkenntnis aus der Werbemittelforschung. Unter diesem Aspekt ist es deshalb sicher richtig, wenn wir bei den Epicas für das Bewerten ähnliche Spontanreaktionen erzeugen wollten. Allerdings führte das zu ein paar verblüffenden Resultaten. Ein Nike-Film, der an allen «wichtigen» Festivals dieser Welt mit Gold gefeiert wurde, konnte in Paris auch bei zweimaligem Voten immer noch nicht von der Shortlist abheben. Ein packender Film. Aber ist es wirklich die höchste aller Filmkünste, die mehr oder weniger unübersehbaren Emotionen in einem brodelnden Fussballstadion mit drei Dutzend Kameras einfangen zu können? Ist es da nicht viel mehr kreatives Handwerk, wenn die Figürchen in einem Puppenhaus in Tausenden von Bildchen so aufgenommen werden, dass die schliesslich bewegten Puppen den Zuschauer auch nach dem fünften Betrachten des Films immer noch zu Tränen rühren? Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. So haben auch die perfekten Sujets von Wunderman für Phonak nur wenige Tage nach den elf Rekord-Clios in New York in Paris zuerst gar nichts gewonnen und dann nach einer korrigierenden Diskussionsrunde doch noch Gold und zweimal Silber. Ähnlich erging es Jung von Matt/Limmat. Erst in der Diskussion wurde die Facebook-Aktion für Obermutten mit einem verdienten Silber belohnt. All dieses Feilschen im «Tie-Break» führte schliesslich dazu, dass die Schweiz in diesem Jahr nicht 7 – wie am Montag gemeldet –, sondern 19 Epicas gewonnen hat. Die Buchhaltung für das Kreativranking nimmt es dankbar entgegen. Und über die Methoden der «Werbemittelforschung» darf auch in Zukunft weiter diskutiert werden.

 

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