Blogworld & New Media Kongress in New York

Beat Hürlimann berichtet vom Social Media Kongress Engage or Escape! in New York.

Es war der Abend meines ersten von drei Kongresstagen an der Blogworld & New Media 2012. Ich lief die 40th Street vom Hudson ostwärts Richtung Times Square. Und da Stand dieses Haus mit Fluchttreppe. Ich machte dieses Bild und ging vorüber….

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Lesen sie mehr dazu im Blog von Beat Hürlimann.
 

Ogilvy bewirbt Kontoschutzbrief der Allianz Swiss

Die Agentur Ogilvy & Mather hat für die Allianz Swiss einen neuen TV-Spot gestaltet. Darin wird der Kontoschutzbrief der Allianz Swiss beworben.

Der Kontoschutzbrief kommt dann ins Spiel, wenn es um geklaute Pin-Codes, kopierte Magnetstreifen, oder geleerte Konten geht. Die Allianz Suisse bietet ihn im Rahmen der Hausratversicherung an. Diese und andere Erwartungen rund um den Schutz gegen Kredit- und Bankkartenbetrügereien inszeniert Ogilvy & Mather im neuen TV-Spot für die Allianz Suisse, der wie die letztjährigen Spots auf dem sogenannten ONE-Konzept entwickelt wurde.

Der Spot geht rechtzeitig vor den Sommerferien On Air, einer Zeit, in der Kreditkartenmissbrauch erfahrungsgemäss besonders aktuell ist, so die Agentur. Flankierend zum TV- Spot wird der Kontoschutzbrief zudem mit Online-und Video-Bannern sowie Facebook-Ads beworben.

Verantwortlich bei Allianz Suisse: Urs Bretschger (Leiter Marketingkommunikation), Jolanda Heimann (Werbung/CI), Simone Schmitt (Online Marketing Manager). Verantwortlich bei Ogilvy & Mather: Thomas Bolliger (Creative Direction), Tino Heuter (Art Direction), Markus Sidler (Text), Dominik Abt, Sabine Furrer, Samuel Hug (Beratung). Produktion: Solid & Hallerfilm.
 

Der Cheftrainer

Als Pamela Anderson schaffte er einst den Einstieg bei Jung von Matt Hamburg. Nun, nach über 16 Jahren in Deutschland, ist Thomas Wildberger in die Schweiz zurückgekehrt und will als neuer Kreativchef von Publicis die Agentur in den Rankings wieder nach vorne bringen.

Schnickschnack kommt Thomas Wildberger nicht ins Büro. Sein neuer Arbeitsort in der Kreativabteilung von Publicis ist vor allem eines: kahl. Weder Bilder an der Wand noch persönliche Gegenstände auf dem Schreibtisch. «Spiessbürgerliche Büroindividualisierung» nennt es der Kreative, wenn man den Arbeitsplatz mit Krimskrams zustellt. «So etwas lenkt nur ab.» Aber schliesslich soll Wildberger seine Kreativität auch nicht als Innendekorateur ausleben, sondern als neuer Chief Creative Officer von Publicis unter Beweis stellen. Nach etlichen Jahren in Deutschland ist der Zürcher in die Schweiz zurückgekehrt.

Von einem riesigen Markt mit über 80 Millionen Menschen zurück in die überschaubare Schweiz, von der Hauptstadt Deutschlands zurück in die Limmatstadt, vom Agenturinhaber wieder zum Angestellten. Eine grosse Umstellung. Doch den Wandel hat Wildberger schon immer gesucht. «Ich bin Sternzeichen Schütze und will als solcher immer wieder etwas Neues», sagt der Kreative von sich. «Man sehnt sich ja immer nach Veränderung, und man sollte das ab und zu auch durchziehen », so seine Devise. Danach handelt Wildberger seit Beginn seiner Karriere.

Als die Agentur Jung von Matt Hamburg 1996 in einem Stelleninserat nach Textern und – aus Spass – auch nach einer Pamela Anderson für die Stelle als Empfangsdame suchte, stürzte sich der damals 22-Jährige in ein rotes Badekleid, stülpte sich eine blonde Langhaarperücke über und posierte mit laszivem Blick in die Kamera für ein Bewerbungsfoto (siehe Bild unten: Werbewoche-Artikel aus dem Jahr 1996). Er überzeugte die Kreativagentur – nicht nur von seinen Travestie-Künsten, sondern auch davon, dass seine Stärke doch eher beim Texten als beim Kaffeekochen liegt.

Das war schon ungewöhnlich, ein grosser Schritt und ein Wagnis, erinnert sich Wildberger. Denn mit dem Umzug in die norddeutsche Stadt verliess er nicht nur das Elternhaus in Zürich- Leimbach, sondern gleichzeitig die Schweiz, was nicht primär sein Ziel war. Doch die Vorstellung, für die damals junge, aufstrebende Agentur zu arbeiten, war spektakulär, zu verlockend. So begann er als Texter in Hamburg.

Gut fünf Jahre später suchte er erneut die Veränderung. Er wollte aus dem Agenturalltag heraus, frei sein, für andere Agenturen und andere Kunden arbeiten. Gemeinsam mit Alex Römer, der zu dieser Zeit als CD bei Jung von Matt/Spree in Berlin tätig war, gründete er 2002 ein Freelance-Team. Ein Text- Text-Team – eine Kombination, die damals ungewöhnlich war und bei vielen Agenturen zunächst für Irritationen sorgte. Oftmals wurde Wildberger gefragt, weshalb man denn zwei Texter buchen solle. Dass ein Texter mit einem AD ein Team sein müsse, findet Wildberger eine festgefahrene und veraltete Vorstellung. Die Zusammenarbeit zweier Texter beziehungsweise Konzeptionern könne sehr bereichernd sein. Römer und er liessen sich jedenfalls nicht beirren und bauten sich als Text-Text-Team ein Standbein auf. 2007 gründete das Tandem unter dem Namen Römer Wildberger dann eine eigene Agentur und arbeitete fortan für Kunden wie Vanity Fair, Berliner Morgenpost, Die Welt, Natural American Spirit und Ferrero.

Nun hat Wildberger seine Zelte einmal mehr abgebrochen und die Werbeagentur, die er mitaufgebaut hat, für Publicis verlassen. Zu einer kleinen Agentur zu gehen, kam für ihn nicht in Frage. Wenn schon Berlin verlassen, dann für eine Grossagentur mit vielen interessanten Kunden und den entsprechenden Budgets, um auch Filme zu realisieren.

Immer noch der Chef

Bei Publicis kann der Topkreative ausserdem einer seiner Lieblingsdisziplinen, der Autowerbung, nachgehen. Schon während seiner Zeit bei Jung von Matt war er für Audi, BMW und Mini tätig und baute sich in den darauf folgenden Jahren eine Autokompetenz auf. Autowerbung nennt er die «Königsdisziplin», geht es doch darum, den Kunden von einem sehr teuren Produkt zu überzeugen. «Nichts, das man einfach so kauft wie ein Snickers». Man müsse während des ganzen Prozesses – von der Entscheidung, ein neues Auto anzuschaffen, bis hin zum tatsächlichen Kauf – präsent sein und den Kunden beeinflussen.

Eine Zeitspanne, die durchschnittlich 15 Monate dauert. Es sei schade, dass der Trend immer noch stark in Richtung Abverkaufskampagnen gehe. «Niemand hat mehr die Zeit, ein Image aufzubauen oder zu pflegen.» Ist doch das Interessante an Autowerbung seiner Ansicht nach gerade das Langfristige, den Kunden an eine Marke zu binden, sodass er dieser auch nach dem Kauf – im Idealfall ein Leben lang – treu bleibt. Trotz seiner Faszination für Autowerbung – ein Autonarr ist Wildberger nicht. Die vergangenen sechs Jahre, als er in Berlin wohnte, besass er nicht einmal ein eigenes.

Der Wechsel zu Publicis bedeutet für Wildberger darüber hinaus, nach Jahren als Agenturinhaber wieder als Angestellter für ein Unternehmen zu arbeiten. Schon eine Umstellung, meint der neue Kreativchef, siehts aber nicht so eng: «Ich tue immer noch so, als wäre ich selbständig. Ich habe das Gefühl, Publicis sei meine Agentur, meine Zukunft, die ich gestalte.» Er will mit der Agentur, die in den Kreativranking nach hinten gerutscht ist, wieder die vorderen Plätze erobern, dafür sorgen, dass Werbung aus dem Hause Publicis wieder kreativer wird. Steuern möchte er das nicht von der Chefetage aus, die ist für ihn ein Relikt der 80er-Jahre, sondern als Kreativchef mittendrin unter seinen Teams. «Die Leute hier sind heiss darauf, gutes Zeugs zu machen.» Wenn Wildberger das so sagt, könnte er geradeso gut als Trainer einer Fussballmannschaft durchgehen. Und tatsächlich findet er die Analogie Kreativchef – Cheftrainer gar nicht abwegig. Die Organisation einer Agentur erinnert ihn an einen Fussballverein mit einem Präsidenten, Managern, Spielern, einem Chef- und verschiedenen Co-Trainern. Und er als Cheftrainer muss die Spieler, die Kreativen auf einen Punkt hin motivieren, anspornen, Werbung zu machen, die für Aufsehen sorgt. «Wenn Leute auf Werbung abfahren, die sich nicht damit auseinandersetzen – das ist das Beste, was einem passieren kann. Das muss Publicis wieder erreichen.»

Der Problemlöser

Schlimm findet es Wildberger, wenn Werbung kein Interesse weckt. Oder noch schlimmer: Werbung, die den Leuten etwas vorgaukelt. Zum Beispiel wenn versprochen wird, dass Produkte die Darmflora im Schuss halten oder die Abwehrkräfte stärken. Oder dass ein Waschmittel die Wäsche noch weisser macht. «Das ist so weit hergeholt und teilweise gar nicht mehr begründbar», kritisiert er. Werbung müsse die Wahrheit vermitteln. Auf eine überraschende und ungesehene Art.

Seine Rolle sieht er darin, die Probleme der Kunden zu lösen. «Wir alle sind Problemlöser», so Wildberger. Er vergleicht sich gerne mit Mister Wolf, dem Mann aus dem Kultstreifen Pulp Fiction, der für jedes Problem eine Lösung bereithält. Egal, wie delikat die Situation auch sein mag, Mister Wolf weiss stets, was zu tun ist beziehungsweise wer was zu tun hat. Auf welche Weise Wildberger zusammen mit den Kreativen die Probleme der Publicis-Kunden am besten lösen kann, muss er allerdings noch herausfinden, ist er doch gerade mal ein paar Wochen bei der Agentur.

Schnell und ungeduldig

Nicht zuletzt ist ein Abtasten nötig, weil er sich über die Jahre hinweg an die deutsche Mentalität gewöhnt hat. In der Schweiz geht es ihm manchmal zu gemächlich. Vieles könnte seiner Meinung nach etwas zackiger gehen. Langes Diskutieren bevor es endlich an die Arbeit geht, nervt ihn: «Wenn man sowieso schon weiss, worauf es hinausläuft, kann man sich den Vorspann sparen und direkt loslegen.» Schätzen gelernt hat er während seiner Zeit bei deutschen Agenturen auch, dass die Ideengenerierung nicht zu fest in die Tiefe, sondern mehr in die Breite geht. Wenn die Energie nicht darauf verwendet wird, ein paar wenige Ideen auszuarbeiten, sondern möglichst viele verschiedene anzureissen. «Anhand von zwei bis drei Inseraten und einem Film merkt man sofort, ob eine Idee funktioniert», ist er überzeugt. «Und dann kann man sich gleich an die nächste machen.»

Schnell genug kann es Wildberger dabei oft nicht gehen. Er ist ungeduldig, sehr sogar. Wenn er das Gefühl hat, eine Strategie sei die richtige, muss sofort gehandelt werden. Dann steht er den Leuten auch mal auf die Füsse.

Trotzdem: Wenn nötig, kann sich Wildberger in Geduld üben und Entscheidungen bis aufs Letzte hinauszögern. Scheint drei Tage vor einem Pitch die richtige Idee noch nicht gefunden, lässt er sich nicht entmutigen. «Da musst du einfach cool bleiben», sagt er nicht ohne Stolz. Bekommen andere kurz vor der Präsentation das Nervenflattern, spornt Wildberger sein Team dazu an, es nochmals zu versuchen. Nicht auszuschliessen, dass der glänzende Einfall doch noch kommt. In solchen Situationen wird Wildbergers Ungeduld durch seinen Ehrgeiz aufgehoben. Ehrgeizig ist er als Schütze schliesslich automatisch.
Isabel Imper
 

http://www.youtube.com/watch?v=v_a669RdV2c

The Power of Touch

Promoswiss hat zum vierten Mal an ihrer Werbeartikelmesse die besten Werbegeschenke mit dem Promo Fritz gekürt.

Man nimmt sie gerne entgegen und trägt sie dann oft monatelang mit sich herum: Kugelschreiber, UBS-Sticks oder Schlüsselanhänger. Beliebt sind seit Jahren auch T-Shirts, Teetassen oder schön designte Notizblöcke. Mit dem Logo des Schenkenden versehen, können uns diese kleinen Aufmerksamkeiten auch abseits von TV-Werbung oder Online-Spielereien auch an den unmöglichsten Orten immer wieder daran erinnern, von welchem Unternehmen wir als Partner geschätzt werden. Ganz nach dem Motto: «Kleine Geschenke erhalten die Kundschaft!»

Ebenso bedeutend wie Plakate

«Werbegeschenke sind die einzige Werbeform, für die man sich bedankt», ist Marcel Spiess überzeugt, Präsident von Promoswiss. Bei seinem Verband der Schweizerischen Werbeartikelindustrie schätzt man, dass pro Jahr in der Schweiz rund 500 Millionen Franken für Werbegeschenke ausgegeben werden. Das ist fast gleichviel wie die 515 Millionen, die gemäss WEMF 2011 für die gesamte Aussenwerbung – ohne Produktionskosten – für Plakate, Neon, Verkehrsmittel, Sport-Stadien ausgegeben werden. In Deutschland werden die Ausgaben für Werbegeschenke auf 3,4 Mrd. Euro geschätzt. Hochwertige Artikel kommen gemäss einer Studie besonders zu Weihnachten zum Einsatz. Dafür werden im Schnitt 42,5 Euro investiert. Billigere Streuartikel gibt es hauptsächlich bei Messen sowie Kundenbesuchen. Bei den Ausstellern in Luzern waren nur 10 Prozent der Anbieter einheimische Unternehmen. Die meisten Artikel werden aus Deutschland angeliefert. Ein Trend lässt sich dabei nicht ausmachen. Weitverbreitet sind nach wie vor Kalender, Kugelschreiber und Feuerzeuge. Unübersehbar sind aber die immer fantasiereicheren Kreationen rund um USB-Sticks. Auch immer wieder verblüffende Gimmicks werden von interessierten Unternehmen sofort dankbar aufgenommen. Konkret «messbar» ist die Wirkung von Werbegeschenken nur selten. Einig sind sich aber alle Marktleute, dass man mit einem Kunden am Messestand oder auch bei einem direkten Besuch viel nachhaltiger ins Gespräch kommen kann, wenn man ihm zur Erinnerung ein kleines Gadget zurücklässt. Andreas Panzeri

Zum vierten Mal verlieh der Branchenverband Promoswiss im Rahmen des PSF-Forums (Schweizerische Fachmesse für Werbeartikel und -textilen) im Hotel Schweizerhof in Luzern den Promo-Fritz-Award. Gold für sein Design gewann der kreative Malkasten von Faber Castell (oben links). In der Kategorie «Kampagne des Jahres» ging der Fritz an die Cadolino by comTeam aus Schlieren. Das Mitglied von Promoswiss entwickelte für das Biotechnologieunternehmen Bachem einen Fussball und einen Zauberwürfel, mit denen Aminosäuren spielerisch präsentiert werden (oben rechts). Am Kongress im Luzerner Schweizerhof waren Werbegeschenke von über 65 Ausstellern zu sehen. Einen konkreten Trend wollte niemand ausmachen. «Es muss immer wieder neu sein.»

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SF: Iris Radisch verlässt den «Literaturclub»

Am Dienstag, 26. Juni 2012, moderiert Iris Radisch ihren letzten «Literaturclub» auf SF 1. Danach wird der Literaturclub des Schweizer Fernsehens inhaltlich überarbeitet.

Die Literaturkritikerin hat die Sendung sechs Jahre lang geleitet. Wer sie ablösen wird, ist noch nicht bekannt. Nicht nur Iris Radisch gibt die Moderation ab, auch die Kritikerrunde wird künftig neu zusammengesetzt sein. Dies schreibt SRF am Donnerstag.

Iris Radisch, Literaturchefin der Hamburger Wochenzeitung «Die Zeit», hat den «Literaturclub» 2006 übernommen. Sie war vorher Mitglied im legendären «Literarischen Quartett» des ZDF. In beiden Sendungen hat sie sich als engagierte und leidenschaftliche Streiterin für die Belange der Literatur erwiesen. In den vergangen sechs Jahren sei es ihr gelungen, den Ruf des «Literaturclub» als herausragende Bücher-Sendung im deutschsprachigen Fernsehen weiter zu festige, teilte das SRF am Donnerstag mit. Nach sechs Jahren wolle man die Sendung nun etwas erneuern, sagte eine SRF- Sprecherin auf Anfrage der SDA. Dazu gehöre auch eine neue Moderation. Grosse inhaltliche Änderungen werde es aber nicht geben. «Es bleibt eine Gesprächssendung», sagte sie.
 

Zurück aus dem Bau der Munggä

Auch «Ewigi Liebi» kann nicht ewig dauern. Helmi Sigg hat den Abstecher auf die Bühne genossen und will jetzt wieder mehr Werbung machen. Gestartet ist er mit einem Guerilla-Roman.

Das Manuskript wurde «in einer rostigen Botanisiertrommel im Keller der Bakerstreet 221b nach einem kapitalen Wasserschaden entdeckt. Das Manuskript war in einem denkbar schlechten Zustand … Nach einigen Versuchen gelang es uns, die Geschichte beinahe lückenlos zu rekonstruieren». So steht es im Vorwort von «Der Giessbach-Fall». Die bisher unveröffentlichte Geschichte von Dr. John Watson, dem fiktiven Chronisten von Sherlock Holmes, hat jetzt rund 80 Jahre nach dem Tod von Arthur Conan Doyle, dem realen Schöpfers des Vaters aller Detektive, doch noch zu einer glücklichen Aufklärung gefunden. Unter die Lupe genommen wurde der Fall von Helmi Sigg. Nicht nur spannend zu lesen, sondern auch ziemlich stilsicher. Immerhin hat die Londoner Sherlock Holmes Society gleich mal 50 Exemplare von der Novelle aus dem «Verlag Agentur Sigg» für ihre Sammlung aufgekauft. «Das macht natürlich schon ein bisschen stolz, gleich bei einem ersten Buch», meint Helmi «Dr. John» Sigg. Auf die Idee mit der nicht ganz lupenreinen Holmes- Story ist Helmi Sigg gekommen, als er mit seiner Frau Barbara zusammen etwas Erholung im Grandhotel Giessbach suchte. Helmi litt an diesem «Kraftort am Brienzersee» ein bisschen unter zu viel ungebundener Kreativität. Seine Frau wollte ihn deshalb mit einer Aufgabe ruhig stellen. «Sherlock Holmes ist bei den Reichenbachfällen ums Leben gekommen. Wieso könnte man ihn bei den Giessbachfällen nicht noch einmal literarisch zum Leben erwecken?» Eine blöde Idee, fand der Gatte. «Einfach nur Schreiben bringt ja nichts», wusste der langjährige Medienprofi. Aber dann kam der Spezialist für Below-the-Line-Werbung schliesslich auf die Idee, seinen Fall dem Grandhotel Giessbach als «Gadget für seine Kundenbindung» anzubieten. Das Buch mit einer Geschichte, «wo das Hotel der Hauptschauplatz ist», wird inzwischen deutsch und englisch an treue und auch potenzielle Gäste verteilt. Werbung abseits der ausgetrampelten Kanäle war schon immer ein Markenzeichen von Helmi Sigg. Film, Wort und Audio sind seine Kompetenzen. Am liebsten macht er Guerilla-Aktionen, wenn jemand «eine verrückte Idee sucht». Zahlreiche Referenzen hat er aus dem Bereich der Kinofilm-Werbung. Allerdings muss sich der Guerilla-Kommunikator in diesem Sommer zuerst auch um seinen eigenen Relaunch kümmern, wenn er sich wieder in den Kuchen zurückkämpfen will.

«Es ist, wie wenn du fünf Jahre im Knast gewesen bist», meint Helmi zum Zustand seines aktuellen Netzwerks. Seine «Knasterfahrung» allerdings war eine «ziemlich geile Zeit» und statt Gitter gab es täglich Standing Ovations.

Vergangenheit mit Film, Funk und Fernsehen

Mehr als 800 Mal ist Helmi Sigg als Murmeltiermutter Martha in «Ewigi Liebi» auf der Bühne gestanden. Über eine halbe Million Fans haben den vielseitigen Kreativen in diesen fünf Jahren im erfolgreichsten Musical der Schweiz gesehen. «Von so etwas kann man als Künstler nur träumen», meint Helmi. Dazu war es noch eine der dankbarsten Rollen. «Wir waren eine Art Pausenclowns.» Die «Ewigi Liebi» spielt in zwei Zeitebenen, der Vergangenheit und der Gegenwart. Die Murmeltiere mussten dazwischen eine Verbindung schaffen. «Die anderen haben sich einen Wolf gesungen und grosse Performance leisten müssen. Wir sind auf die Bühne gekommen und haben einfach die Leute zum Lachen gebracht.» «Wir», das ist das Trio Eden, wo neben Helmi auch noch Guy Landolt und Midi Gottet dabei sind. Die Comedy-Truppe ist 2007 mit sechs witzigen Produkt-Filmen für Bico-Matratzen aufgefallen, bevor sie im gleichen Jahr von der ewigen Liebe heimgesucht wurde . In den 90er-Jahren realisierten die Comedians über 150 Sendungen «Eden TV» für Forum Zürich und den Privatsender Züri 1.

In dieser Phase hat Sigg als Produzent auch gegen 200 weitere TV-Formate wie die Weekend-Sendung «Downtown» oder das kultige Kinomagazin «Hitz Sigg» u.a. für Star TV realisiert. 1997 folgte das Bühnendebüt vom Trio mit dem Stück «Jenseits von Eden». Mittlerweile sind es sieben Bühnenshows. Eingestiegen in die Welt des Showbiz ist Helmi Sigg als «Kulissenschieber» beim «Teleboy» mit Kurt Felix. Dort hat ihn Karl Suter entdeckt. Der Altmeister des Schweizer Boulevard engagierte ihn als Regieassistent. Später wurde Sigg Inspizient in Klassikern wie «Die kleine Niederdorf Oper» mit Ruedi Walter oder «Der schwarze Hecht». Als Regieassistent bei Fernsehen und Theater arbeitete Helmi Sigg auch mit Inigo Gallo, Jörg Schneider, Cesar Keiser, Günther Lamprecht, Maria Schell, Gustav Knuth oder Werner Düggelin zusammen.

Weil sie das Gefühl hatte, er würde so «ewigs weiterbasteln », hat ihn seine Frau Barbara, inzwischen neben ihrer Selbstständigkeit als Fotografin auch Mutter von einem Sohn und später einer Tochter, «heimlich beim Radio angemeldet». Helmi wurde Moderator bei Radio 24, bevor er sich nach zwei Jahren am Mikrofon wieder auf seine Vielseitigkeit besann. Troubleshooter Helmi Sigg hiess damals der Start-up, der nun nach vielen Jahren noch einmal aus dem Murmeltierschlaf geweckt worden ist. Andreas Panzeri

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Vernissage 37 Jahre Geissbühler

Soeben wurde das letzte Opernhausplakat von K.D. Geissbühler in den Druck geschickt. 37 Jahre prägte Geissbühler die Zürcher Opernwelt mit seinen Werken.

Zur Feier dieses Momentes lädt die Galerie Vogtei diesen Sonntag zur Vernissage ein und zeigt nebst neu entstandenen Werken, Originale seiner preisgekrönten Plakate. Geissbühler und sein Team um Tochter Nadine haben den Pitch für die neue Intendanz des Opernhaus Zürich gewonnen. Das heisst, so ganz ist das Studio Geissbühler beim Opernhaus nicht wegzudenken. Seine Handschrift war der Brand Opernhaus Zürich.
 

Haus der Kreation

Der Name ist zwischen Nerd und Nord begründet. Im Noerd in Zürich Oerlikon ist ein neues Zentrum der Kreativität entstanden.

Ein ungewöhnliches Gewerbehaus kann bald seinen ersten Geburtstag feiern. Im Noerd in Zürich Oerlikon hat eine spannende Gruppe von Kreativen ein neues Kapitel der Geschichte aufgeschlagen. Wo bisher vor allem Finanzdienstleister, Technologieunternehmen und früher auch Rüstungsfirmen den Geist des Stadtteils prägten, hat jetzt die Kreativwirtschaft mit ihren «Nerds» – was auch mit überdurchschnittlich ideenreichen Freaks übersetzt werden kann – eine neue Heimat gefunden. Das «Gewerbehaus der Kreativen» geht auf eine Initiative von Remy Fabrikant mit seiner JWT/Fabrikant, den Gebrüdern Freitag mit ihren Taschen sowie Lukas Meier von der Agentur Aroma zurück. Inzwischen sind über 20 Unternehmen im Noerd eingezogen. Am letzten Samstag haben sie in ihren Büros, Ateliers und Werkstätten zu einem «Tag der offenen Tore» geladen. Die «Werkschau» wurde zu einem vollen Erfolg.

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Remy Fabrikant, JWT/Fabrikant

WW: JWT/Fabrikant hat bereits bei der Planung von Noerd mitgewirkt. Wieso ist die Agentur vom Trendgebiet Zürich West nach Oerlikon gezogen?
Remy Fabrikant: Das hat mehr mit der Stadtentwicklung als mit Trends zu tun. Der Kreis 5 entwickelt sich in extremer Weise zu einem Zentrum der Stadt Zürich. Das heisst: Es kommen Banken, Versicherungen und viele Industrieunternehmen. Damit steigen automatisch die Preise. Da kann unsere Branche nicht mehr mithalten. Das führt wie in allen Grossstädten dazu, dass die Werbung in die Peripherie der Städte ziehen muss, damit sie ihren Platzbedarf finanzieren kann.

Wird Noerd das neue Seefeld?
Weil Oerlikon für einige Zürcher fast schon als Ausland gilt, gibt es die Möglichkeit, hier draussen noch grosszügig und trotzdem günstig bauen zu können. Das macht es für unsere Industrie natürlich interessant.

Wieviel Platz hat JWT/Fabrikant?
Wir haben 600 Quadratmeter, vorher hatte ich 1'500, aber ich habe bewusst reduziert und mich auf das Kerngeschäft der Markenführung konzentriert.

Was schätzt Remy Fabrikant am Noerd?
Erstens den Bau. Dieser ist konzipiert als ein Raum für Kreative. Freitag, Aroma und wir als Initianten sagten bestimmt, dass wir keine anderen Firmen als Kreative drin haben wollen. Das konnten wir durchsetzen, und das finde ich super. Das wird ein bisschen Modellcharakter bekommen.

Spürt man untereinander den Kontakt?
Es war von Beginn weg so konzipiert, dass jeder seine eigenen Büroflächen hat. Aber man soll sich begegnen. Im Maag Areal hatten wir das Restaurant. Das haben wir hier wieder neu beleben wollen mit der Kantine und dem Dachgarten als Begegnungsort. Das bringt eine permanente Durchmischung. Man sieht sich immer wieder, und es funktioniert auch, dass wir uns untereinander austauschen.

Wie läuft der Ansturm beim «Tag der offenen Tür»?
Wir hatten Bedenken. Wer will schon durch ein Büro laufen? Aber wir stellen fest: Trotz schönstem Badewetter herrscht ein grosser Ansturm. Es war ja das grosse Rätselraten, wie viele Bratwürste wir bestellen wollen. Mit 2500 liegen wir jetzt ziemlich richtig.

Lukas Meier, Aroma

WW: Aroma gehörte zu den Initianten des Noerd. Was war die Motivation?
Lukas Meier: Rund um unseren früheren Standort beim Bahnhof Giesshübel wird gebaut, und wir mussten eine neue Bleibe suchen. Das wollten wir auch als Vorteil nutzen. Früher hatten wir nur die Werkstätten und das Büro zusammen sowie das Lager extern. Zudem waren die Räume zu klein. Jetzt konnten wir alles zusammen ziehen und haben genug Platz für die Schreinerei, ein grosses CNC-Gerät sowie auch eine Grossdruckerei, in der wir Displays selber produzieren können. Dazu sind wir im Noerd zusammen mit anderen Kreativen. Das gibt einen guten Austausch.

Wie gross ist Aroma unter dem neuen Dach?
Wir haben unsere Beratung und Kreation hier. Das sind rund 15 Leute, dazu kommen 15 Projektleiter und Bauleiter sowie noch einmal 30 Schreiner, Monteure und Logistiker. Der USP von Aroma ist, dass wir alles aus einer Hand bieten – vom Konzept und der Idee bis zur Umsetzung mit Bau und Logistik. Einen Messestand oder einen Event machen wir von A bis Z.

Funktioniert der Groove tatsächlich mit anderen Unternehmen?
Das funktioniert. Heute ist sicher ein wichtiger Meilenstein, wo man sich noch besser kennen lernen kann. Wir haben heute Abend eine grosse Party auf dem Dach, wo 250 Mitarbeitende aller Unternehmen kommen. An normalen Tagen ist die Kantine unser zentrales Element, unser Mikrokosmos. Dort sieht man sich. Interview

Ostschweizer Medienpreis 2012 verliehen

Am Mittwochabend ist zum zwölften Mal der Ostschweizer Medienpreis verliehen worden. Insgesamt wurden elf Medienschaffende in fünf Kategorien ausgezeichnet.

Die Preise gingen an den Fotograf Benjamin Manser (Thurgauer Zeitung), die Redaktion der Engadiner Post (Myrtha Fasser, Marie-Claire Jur, Franco Furger, Stephan Kiener, Nicolo Bass, Reto Stifel) und die Radiojournalistin Rahel Boksberger (Radio Top). Dies teilte die Trägerstiftung gemäss SDA mit. Katrin Meier (St. Galler Tagblatt) wurde in der Kategorie Reportage/Hintergrund ausgezeichnet. Gleich zwei Preise wurden von der Fernseh-Jury vergeben: Neben Anita Bünter und Jonas Bischoff (TVO) erhielt Mona Vetsch (Schweizer Fernsehen) einen Preis.
 

Top der Woche: Klage der Weltwoche gegen die NZZ abgewiesen

Das Bezirksgericht Zürich hat eine Klage der Weltwoche gegen die Neue Zürcher Zeitung abgewiesen. Die NZZ habe in einem Artikel vom 16. Februar 2010 zu Recht die Frage nach der redaktionellen Einflussnahme durch Dritte bei der Weltwoche gestellt.

Grund für die Frage sei die fehlende Transparenz der Besitzverhältnisse der Weltwoche, die auch das Gericht als gegeben ansieht. Der Autor des auf der Medienseite der NZZ abgedruckten Artikels «Keine gläserne Informationswelt» habe die Frage nach der Einflussnahme im Sinne des öffentlichen Interesses stellen dürfen. Ihr komme nämlich in der Medienbranche eine besondere Bedeutung zu, heisst es im noch nicht rechtskräftigen Bezirksgerichtsurteil vom 16. Mai, über das die NZZ am Dienstag berichtete. Der Eingriff in die Persönlichkeit von Weltwoche sowie deren Verleger und Chefredaktor Roger Köppel sei folglich gerechtfertigt, schreibt das Gericht. Anderweitige Verletzungen der Persönlichkeit seien nicht zu erkennen. Die Weltwoche und Roger Köppel hatten geklagt, ihre Persönlichkeit sei durch den NZZ-Artikel widerrechtlich verletzt worden. Sie verlangten eine Genugtuung von 10'000 Franken.

Aufgespiesst: Schlechte Werbung für König Fussball

Anne-Friederike Heinrich, freie Mitarbeiterin der Werbewoche, über das Runde, bei dem es im Moment etwas eckig läuft.

Ach du meine Güte! Die Schweizer misstrauen der UBS und der SVP. Das ergab kürzlich eine Umfrage bei 1277 Meinungsträgern, für die Werbeaushängeschild Frank Bodin verantwortlich zeichnet. Damit wären schon mal zwei tragende Säulen der Schweizer Gesellschaft in ihren Grundfesten erschüttert – und obendrein zwei der wichtigsten Schweizer Marken. Aber damit nicht genug: Auch im Fussball, DEM Schweizer Nationalsport (quasi), kriselt es im Moment gewaltig. Und das zum Start der Fussball-Europameisterschaft! Das könnte uns zwar eigentlich kalt lassen, denn schliesslich kickt die Schweiz 2012 nicht mit. Was aber andererseits auch dumm ist. Denn diesmal hätten wir echt Europa- meister werden können. Jedenfalls, wenn die Italiener nicht mitspielen.

Kummer für die Frauen

Weil es im südlichen Nachbarland, bei der Squadra Azzurra, wegen eines Wettskandals ordentlich kriselt, hat der Chef des italienischen EM-Teams, Demetrio Albertini, die Nase gestrichen voll. Das würde beim Fussballspielen noch nicht so sehr stören. Aber Cesare Prandelli, der Nationaltrainer der schönsten Fussballer der Welt, schloss vergangene Woche nicht mehr aus, dass die Italiener bei der EM komplett kneifen. Denn wenn Torwart Gianluigi Buffon im Wettbüro herumhängt und Abwehrspieler Leonardo Bonucci auf der Anklagebank sitzt, können die Azzurri schliesslich nicht kicken. Und andere Spieler aufstellen? «Kasche nitte macke!» In Italien bebt nicht nur die Erde, sondern auch der Rasen. Und so mancher Busen vor Angst, die schönen Männer könnten sich dieses Jahr nicht auf dem europäischen Rasen blicken lassen.

Viel Lärm um nichts

Der wahre Fussballfan hat den Defibrilator in diesen wilden Zeiten ohnehin stets griffbereit. Denn nicht nur bei den Meldungen aus Italien bleibt einem schier das Herz stehen. In der vergangenen Woche twitterte «Fox Sports», Weltfussballer Lionel Messi sei an einem Herzstillstand (!) gestorben. Zehn Minuten später liess der Sender den argentinischen Spieler wieder auferstehen. Ein böser Hacker hatte die Falschmeldung platziert, wohl um zu testen, wie schnell eine Ente durch die Medien flattert. Er hatte aber nicht mit der wachen Abwehr der Sportfüchse gerechnet. Dennoch: Zehn Minuten sind auf Twitter eine halbe Ewigkeit, ähnlich wie bei einer Verlängerung. Also gab es eine Menge Lärm um einen (glücklicherweise) Untoten.

Ein Schuss, ein Treffer

Vielleicht kommt dem gebeutelten König Fussball ausgerechnet ein Schweizer Hofnarr zur Hilfe. Fifa- Präsident Sepp Blatter hatte nämlich letztens «än güeti Idee»: Um sich ein Denkmal zu setzen und ja nie in Vergessenheit zu geraten, will er den Elfmeter abschaffen. Das ist in etwa so, als wolle man die Oper des Finales berauben oder das Liebesspiel des Höhepunkts. Wie Blatter unentschiedene Partien in Zukunft entscheiden will, weiss er allerdings auch noch nicht so genau. Vielleicht mit einer flotten Pokerrunde «bin emänä güetä Fendant»? Der Fifa-Boss soll bereits mit dem italienischen Nationaltorhüter und Zockprofi Buffon im Gespräch sein.

Mittendrin statt nicht dabei

Eine gute Möglichkeit wäre auch ein kleiner Schwingkampf der jeweiligen Mannschaftskapitäne. Schliesslich duftet frisches Sägemehl fast so gut wie frisch gemähter Rasen. Ich jedenfalls würde zu gerne einmal sehen, wie sich Gianluigi Buffon und Cristiano Ronaldo im Holzgespreissel wälzen. Ausserdem wäre so immer ein wenig Schweiz dabei, wenn Fussball gespielt wird. Wenn wir schon nicht mitkicken. So viel Markenbewusstsein muss sein. Na dann: schöne EM!
 

IGEM mit zwei neuen Vorstandsmitgliedern

An der Mitgliederversammlung 2012 hatte die IGEM eine Vakanz im Vorstand zu besetzen. Ausserdem wurde der erste IGEM Förderpreis verliehen und Alexander Tschobokdji von Samsung demonstrierte, was TV-Geräte heute alles können und wie dies die TV-Nutzung verändern könnte.

Die statutarischen Geschäfte der Mitgliederversammlung waren schnell erledigt. Alle Anträge des Vorstandes wurden einstimmig genehmigt. Auch Präsident Stephan Küng und die wieder kandidierenden Vorstandsmitglieder wurden einstimmig für eine weitere Amtsdauer von einem Jahr bestätigt.

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(Stephan Küng)

Als Ersatz für Andrea Haemmerli, die bei der Belcom ausscheiden wird, standen mit ihrem Nachfolger Philip Hofmann sowie Dominik Kaiser von TV 3 Plus zwei Kandidaten zur Wahl.

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(Dominik Kaiser)

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(Philip Hofmann)

Nachdem beide auf die gleiche Stimmenzahl kamen, beschloss die Versammlung kurzerhand, den Vorstand entsprechend zu erweitern. Mit Dominik Kaiser zieht damit auch ein Vertreter eines TV-Veranstalters in den IGEM-Vorstand ein.

Erstmals verliehen wurde der mit 5‘000 Franken dotierte IGEM-Förderpreis. Er ging zu gleichen Teilen an Corina Burri mit ihrer Bachelorarbeit an der Fachhochschule Luzern und an Vincenzo Tremonte mit seiner Bachelorarbeit an der Hochschule für Wirtschaft in Zürich.

Im Anschluss an die Preisübergabe erläuterte Alexander Tschobokdji, Head of Marketing Switzerland die «Smart»-Strategie von Samsung. Nachdem Smart-Screens inzwischen sowohl beim Handy als auch beim Tablet Alltag sind, erobern sie jetzt auch das Wohnzimmer. Mit smarten TV-Geräten wird der Zuschauer vom Passagier zum Kapitän, kann Neues entdecken und seine Persönlichkeit verbreiten, heisst es in einer IGEM-Mitteilung. Im Gegensatz zu bisher passe sich bei einem Smart Screen das Gerät dem User an. Es ist vernetzt, weiter entwickelbar und erlaubt den Informationsaustausch, indem die Geräte vernetzt sind. Dabei dient das Handy zum Beispiel als Fernbedienung.
 

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