Barbara Wieser gründet Personalberatung Digital Heads

Vor den Toren Zürichs hat Digita Heads in Zollikon im Mai sein erstes Büro 2012 eröffnet. Digital Heads fokussiert sich auf die Vermittlung von Führungskräften und Fachspezialisten der Medien, Online- und Mobilebranche in der Schweiz und Deutschland.

Durch die klare Fokussierung werden Kundenmandate zeitnah, effizient und zu vorteilhaften Konditionen erfüllt, so Digital Heads in einer Mitteilung vom Freitag. Der direkte Zugang in die Branche sowie eine individuelle Herangehensweise ermöglichen ein umfassendes Marktscanning und einen professionellen Rekrutierungsprozess innert kurzer Zeit. «Im digitalen Business spielt der Faktor Zeit die entscheidende Rolle. Nach langjähriger Tätigkeit in der Personalberatung und einem ausgeprägten Kontaktnetzwerk gelingt es mir, Rekrutierungsprozesse effizient zu gestalten und Mandatsaufträge kompetent und schnell zu erfüllen» erklärt Barbara Wieser.
 

Apple: Strafe wegen irreführender Werbung in Australien

Wegen irreführender Werbung für das neue iPad zahlt Apple in Australien eine Strafe von umgerechnet 2.16 Millionen Franken. Der amerikanische Megakonzern machte Werbung für den neuen Mobilfunk-Standard LTE, der in Australien gar nicht funktioniert.

Die australische Wettbewerbs- und Verbraucherkommission ACCC hatte Apple vorgeworfen, dass die Kunden laut Werbung für das neue iPad davon ausgehen konnten, der Tablet-Computer beherrsche in Australien den Mobilfunk-Standard der vierten Generation, LTE. Das war aber nicht der Fall. Apple hatte daher bereits im März angeboten, seine australische Kunden zu entschädigen.

LTE erlaubt einen deutlich schnelleren mobilen Internetzugang als die bisherigen Mobilfunk-Standards der dritten Generation wie etwa UMTS. Apple warb weltweit mit der Aussage «das neue iPad bietet Wifi und 4G», also den Mobilfunk der vierten Generation. Das neue iPad beherrscht den Mobilfunkstandard aber nur in Netzen in den USA und Kanada. Auch in der Schweiz können iPad-Nutzer mit der Funktion nichts anfangen. Grund sind unterschiedliche Frequenzbereiche der Mobilfunknetze.

In Australien hatte die ACCC Apple deswegen verklagt. Der Prozess sollte eigentlich diese Woche beginnen. Doch Apple zog es vor, sich gütlich zu einigen und zahlte laut ACCC lieber die Strafe und die Gebühren für das Verfahren. (sda)

Google Street View vs. Datenschützer vor Bundesgericht: Beide zufrieden mit dem Urteil

Der oberste Schweizer Datenschützer Hanspeter Thür hatte für die Veröffentlichung von Bildern auf Google Street View strenge Auflagen verlangt. Er ist mit dem Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts zufrieden. Und auch Google freut sich.

«Wir freuen uns, dass uns das Schweizerische Bundesgericht in einem Hauptbestandteil unserer Beschwerde bestätigt hat», sagt Daniel Schönberger, Head of Legal Switzerland, Google. «Es erkennt damit an, dass wir umfangreiche Datenschutzmassnahmen in Street View integriert haben – wie zum Beispiel das automatische Anonymisieren von Gesichtern und Autokennzeichen. Wir sehen uns das Urteil nun genau an, besprechen es mit dem eidgenössischen Datenschutzbeauftragten und prüfen die sich bietenden Möglichkeiten.» Dies schreibt Google Schweiz in einem Mediencommuniqué vom Freitag.

Auch der oberste Schweizer Datenschützer Hanspeter Thür ist mit dem Urteil des Bundesgerichts in Sachen Google Street View «sehr zufrieden». Dies schreibt er am Freitag gemäss SDA in einer Stellungnahme. Er hatte für die Veröffentlichung von Bildern auf Google Street View strenge Auflagen verlangt und kritisierte unter anderem, dass die hoch stehenden Kameras auch Einblicke in private Bereiche wie umfriedete Höfe oder Gärten zuliesse. Daher verlangte er die Verpixelung sämtlicher Gesichter auf Street View.
 
Nun stützte das Bundesgericht diese Kritik weitgehend. So heisst es im Urteil: Privatbereiche, die von gewöhnlichen Passanten nicht eingesehen werden können, dürfen nicht ohne Einwilligung der Betroffenen veröffentlicht werden. Privatbereiche, die von gewöhnlichen Passanten nicht eingesehen werden könnten, dürften nicht ohne Einwilligung der Betroffenen veröffentlicht werden, heisst es im Urteil. Aufnahmen von sensiblen Einrichtungen wie Spitälern, Gerichten, Schulen, Frauenhäusern müssen vollständig anonymisiert werden. Es dürfen keine Rückschlüsse auf die Person möglich sein. Auch Merkmale wie etwa Hautfarbe, Kleidung oder Hilfsmittel für Körperbehinderte müssen unkenntlich gemacht werden. Dafür ist eine manuelle Bearbeitung der Bilder erforderlich.Eine manuelle Bearbeitung der Bilder sei dafür erforderlich. Die Fehlerquote bei der Verpixelung von Gesichtern darf jedoch laut Bundesgericht maximal ein Prozent betragen. Das Unternehmen müsse die Software laufend verbessern mit dem Ziel, die Fehlerquote weiter zu reduzieren. Google muss diese Verbesserungen laufend dem EDÖB dokumentieren.
 
Das höchste Gericht unterstreiche mit seinem Urteil, dass die Anonymisierung von Personen bei der Veröffentlichung im Internet hohen Anforderungen genügen müsse, schreibt Thür gemäss SDA. Es bestätige damit seine Rechtsauffassung in zentralen Punkten.

 

Formeldrei: Jetzt schon drei «Mit ohne»

Formeldrei hat für La Verte ohne/sans von Parisienne eine neue Kampagne gestaltet. Denn neu wird die LInie Ohne/Sans um zwei weitere Farben erweitert.

Die beiden neuen Schwestern im hübschen Packpapier heissen Parisienne Jaune Ohne/Sans und Parisienne Orange Ohne/Sans. Beworben wird die ganze Familie mit einer Weiterführung der Aufsehen erregenden Kampagne, welche die Natürlichkeit der Ohne/Sans wieder augenzwinkernd und ungekünstelt mit Anleihen am Thema FKK inszeniert, so die Agentur.

Die Kampagne kommt in Form von Plakaten, Inseraten, POS und Online im Juni und Juli zum Einsatz.

Verantwortlich bei BAT Switzerland: Robert Goossens (Brand Manager Parisienne), Franziska Blase (Parisienne Brand Executive). Verantwortlich bei Formeldrei: Moritz Adler (Grafik/Konzept), Philippe Moesch (Grafik), Christian Wüthrich (Text/Konzept), Marco Mesot (Beratung/Konzept), Jeanine Hochueli (Beratung).Online: Station. Foto: Simon Opladen, Bern. 


Werbeanstalt: «Wetten und Kohle machen» mit Sporttip

Heute, Freitag, verfällt Europa dem Fussballfieber. Und viele Fans verleihen dem Mitfiebern durch Sportwetten zusätzliche Würze. Die aktuelle Swisslos-Kampagne für Sporttip erklärt die Einfachheit des Wettsystems.

Speziell das Produkt Sporttip steht 2012 im Fokus, finden doch mit der Fussball Europameisterschaft und den Olympischen Sommerspielen gleich zwei Grossevents der Spitzenklasse statt. Um dies bekannt zu machen hat Swisslos die Zürcher Agentur Werbeanstalt engagieret. Ausserdem soll so den Fans das Wetten mittels einer grossangelegten Kampagne näher gebracht werden, so die Agentur.

Unter dem Motto «Jetzt Wetten und Kohle machen» zeigt das Key Visual einen Geldclip, der für einmal keine Banknoten bündelt, sondern Spielscheine von Sporttip. Verwendet wird dieses Motiv für Anzeigen, ÖV-Dispenser, Internet-Banner, Emailing, für ein Online-Game sowie POS-Material. Letzteres kommt an sämtlichen Lotto-Verkaufsstellen der Deutschschweiz und des Tessins zum Einsatz.

Zusätzlich hat die Werbeanstalt eine neue, verbesserte Wettanleitung kreiert, die an allen POS’ und ÖV-Dispensern aufliegt und aufzeigt, wie einfach Wetten mit Sporttip ist. Ganz auf der Linie der Kampagne präsentiert sich auch das begleitende Online-Game: Ein virtueller Fussballspieler zielt mit glühenden Kohlestücken auf die Olympische Feuerschale von London. Schafft der Kunde es, das Feuer zu entfachen, gewinnt er ein Wettguthaben, das er sofort einsetzen kann – um eben wiederum «Kohle zu machen». An der Hauptverlosung winken zusätzlich attraktive Preise, wie etwa ein Trip nach New York.

Die Kampagne beginnt pünktlich zum Start der Fussball EM und wird drei Wochen zu sehen sein.
 

&Söhne mit Freitag unterwegs

Freitag-Taschen hat die Hybrid-Agentur &Söhne mit der Konzeption und der Produktion eines Films beauftragt, um den Launch der neuen Frauentasche F60 JOAN zu unterstützen. Das Besondere an der Tasche: Sie lässt sich wahlweise als einhenkelige Handtasche tragen oder mittels Klettverschluss am Velolenker montieren.

Das Konzept der Kreativen aus Winterthur: In Zürich, Davos, Köln, Hamburg, Berlin, Wien, Rom, Tokio, New York, Paris und Amsterdam casteten die lokalen Freitag-Verantwortlichen urbane Velofahrerinnen. Mithilfe einer von &Söhne entwickelten Vorrichtung wurden zwei Go-Pro-Kameras an den Velos der Freitag-Models befestigt. Aus dem resultierenden Filmmaterial wurde in der Postproduktion eine urbane Weltreise auf dem Velo – mit F60 JOAN in der Hauptrolle. Der Film ist ab sofort auf www.freitag.ch zu sehen. In den neun Freitag Stores sowie bei zahlreichen F-Dealern sind zudem Visuals aus dem Film in Plakatform präsent.
 

Die NZZ wird digital

Künftig werden sämtliche Inhalte der NZZ digital und über alle gängigen Endgeräte verfügbar sein. Kernstück ist die neu gestaltete Website unter der Marke Neue Zürcher Zeitung. Das neue CI wurde von der Agentur Jung von Matt/Limmat entwickelt.

Seit Anfang Mai arbeiten Print- und Onlinejournalisten bei der NZZ nicht mehr getrennt, sondern publizieren ihre Inhalte als eine gemeinsame, «konvergente» Redaktion in Print und online. Vor rund zwei Wochen wurde die neue Website unter der Marke Neue Zürcher Zeitung als Beta-Version aufgeschaltet, um sie auf allfällige «Kinderkrankheiten» zu testen.
 

NZZ: Neue Website und Webpaper lanciert

Jetzt wurde vollständig auf die neue Version umgestellt. Die Struktur von Nzz.ch orientiert sich verstärkt an den Ressorts der Zeitung. Neu sind auch Inhalte aus der Neuen Zürcher Zeitung, die bisher nicht oder nur unregelmässig online zu finden waren, etwa «Meinung & Debatte», prominent vertreten, wie die NZZ in einer Mitteilung vom Freitag schreibt. In den kommenden Wochen können alle Besucher sämtliche Artikel auf Nzz.ch kostenlos lesen.

Die bereits angekündigte Bezahlschranke (Paywall), die sich an internationalen Vorbildern wie der New York Times und Financial Times orientiert, wird in mehreren Etappen aufgeschaltet: Derzeit werden die Abonnenten von Zeitung und E-Paper schriftlich über die neuen Funktionen orientiert, da sich für sie nichts ändert. In einem zweiten Schritt, der für den Sommer vorgesehen ist, werden Online-Stammleser gebeten, sich zu registrieren. Im Herbst wird die «gestaffelte Bezahlpflicht» eingeführt: Nach einer gewissen Anzahl frei lesbarer Artikel im Monat werden die registrierten Nutzer eingeladen, Abonnenten zu werden, um weiterlesen zu können. Wie auch bei den internationalen Vorbildern werden einige Inhalte wie Übersichtsseiten, Wetter und auch einige Nutzungsarten wie die Verlinkung via Social Media nicht zum «Seitenkontingent» zählen.

Webpaper

Bereits am 22. Mai 2012 wurde das Webpaper lanciert, welches das traditionelle E-Paper-Angebot ergänzt. Das neue Webpaper enthält täglich die komplette Zeitung (NZZ und NZZaS), neu aber nicht im Original-Layout, sondern dargestellt wie eine Website. Damit werden die Zeitungen auf allen Smartphones und Plattformen verfügbar. Das Webpaper ist wie das E-Paper allen Abonnenten zugänglich.

Neue Corporate Identity
Die neue Website wurde nicht nur einem Redesign unterzogen, sondern erfuhr auch ein Rebranding unter der Marke Neue Zürcher Zeitung respektive Nzz.ch, welche das Logo «NZZ Online» ersetzt. Dieser Relaunch wird ab heute beworben, erstmals in der neuen Corporate Identity (CI) für die Produkte des Geschäftsbereichs NZZ. Heute, Freitag, erscheint die Neue Zürcher Zeitung erstmals und einmalig im Binärcode (siehe Bildgalerie unten). Die Texte auf der Titelseite der neusten Ausgabe wurde in Nullen und Einsen geschrieben, dem Alphabet aller Computersprachen. Die Werbekampagne soll den Anspruch unterstreichen, dass nun die volle Qualität der NZZ auch digital verfügbar ist.

Das neue CI wurde von der Agentur Jung von Matt/Limmat entwickelt. Der neue Auftritt soll alle Produkte stärker als in der bisherigen Kommunikation unter die Dachmarke NZZ stellen, ohne dabei die Individualität der einzelnen Publikationen in Print und Online aufzugeben.
 

Ringier Romandie vermarktet TF1 neu auch online

Ringier Romandie baut die Partnerschaft mit TF1 aus und vermarktet seit dem 1. Juni 2012 exklusiv auch den gesamten Schweizer Traffic der TF1-Seiten.

Dazu gehören Tf1.ch, Mytf1.fr, Wat.tv, Excessif.com, Automoto.fr und Telefoot.fr. Zusätzlich zu den eigenen Seiten von Ringier Romandie, Hebdo.ch, illustre.ch, Tv8.ch und Edelweissmag.ch wird das Portfolio um die TF1-Seiten, die monatlich über 1.2 Millionen Page Impressions generieren, ergänzt und vom gleichen Team vermarket, das sich auch für das Schweizer TF1-Werbefenster verantwortlich zeichnet. Mit diesem Mandat wird Ringier Romandie für die Schweizer Kunden crossmediale Bewegtbild-Kampagnen rund um TF1 realisieren und nebst klassischen TV Kampagnen sowohl Display Werbung als auch VideoAds anbieten.

Zu den IAB Standardwerbemitteln Leaderboard und Rectangle lassen sich auch kreative Konzepte wie Branding Days, Teaser-Kampagnen umsetzen. Die TF1-Plattformen bieten ein grosses Angebot an Streaming-Inhalten, Video-Zusatzmaterial von TF1-Sendungen, exklusive News und Sportinformationen und sind als Added Value für die Zuschauer ein wichtiger Bestandteil der 360°-Strategie von TF1, so Ringier in einer Mitteilung vom Donnerstag. Mit der Einführung des Schweizer Werbefensters und nun dem neuen Online-Angebot können Fernseh- und Online-Inhalte rund um die vorgestellten Sendungen von TF1 auch von Schweizer Kunden gebucht werden. Ringier Romandie verlässt sich bei der Umsetzung auf den langjährigen Partner Omnimedia mit Sitz in Flamatt, welcher die gesamte Kampagnenplanung sowie die technische Ausführung übernimmt.
 

«Wetten dass …!»

Pünktlich zur Fussball-EM lanciert Swisslos eine neue Sporttip-Kampagne. Die Werbeanstalt erklärt darin die Einfachheit des Wettsystems.

In wenigen Tagen ist es wieder so weit: Europa verfällt dem Fussballfieber. Und bald darauf starten auch die Olympischen Sommerspiele in London. Ein ideales Timing für Swisslos, das Fieber mit einer grossen Kampagne für ihre Sportwetten anzuheizen. Statt Glück ist beim Sporttip sportliche Kompetenz gefragt. «Es ist aber einfacher, als man denkt», meint Reto Dürrenberger von der Agentur Werbeanstalt. Diese erklärt in einer aktuellen Swisslos-Kampagne für Sporttip die Einfachheit des Wettsystems. Unter dem Motto «Jetzt Wetten und Kohle machen» zeigt das Key Visual einen Geldclip, der für einmal keine Banknoten bündelt, sondern Spielscheine von Sporttip. Verwendet wird dieses Motiv für Anzeigen, ÖV-Dispenser, Internet- Banner, E-Mailing, für ein Online-Game sowie POS-Material. Letzteres kommt an sämtlichen Lotto-Verkaufsstellen der Deutschschweiz und des Tessins zum Einsatz. Zusätzlich hat die Werbeanstalt eine neue, verbesserte Wettanleitung kreiert, die an allen POS und ÖV-Dispensern aufliegt und aufzeigt, wie einfach Wetten mit Sporttip ist.

Ganz auf der Linie der Kampagne präsentiert sich auch das begleitende Online-Game: ein virtueller Fussballspieler zielt mit glühenden Kohlestücken auf die Olympische Feuerschale von London. Schafft der Kunde es, das Feuer zu entfachen, gewinnt er ein Wettguthaben, das er sofort über das Internet einsetzen kann.

«Wir investieren in solche neuen Kanäle, um Kunden wieder zurückholen zu können, die viel Geld für Online- Wetten im Ausland ausgeben», meint Elke Seeliger, Leiterin Produktmanagement Sportwetten bei Swisslos. Profitieren kann auch der Schweizer Sport. Dieser wird aus dem Gewinn von Swisslos jährlich mit über 130 Millionen Franken unterstützt. Und für die neuen Wettmeister winken an der Hauptverlosung zusätzlich attraktive Preise, wie etwa ein Trip nach New York.

Andreas Panzeri

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Visuelt: Markenstärkung und Imagekampagne für BMW

Visuelt wurde von Kurt Steiner/BMW Luzern mit der Stärkung ihrer Marke beauftragt. Das Ziel des Unternehmens ist es, die Marktstellung in Zukunft zu sichern, die Kundschaft effizient und zielgerichtet anzusprechen und den unternehmenseigenen Anspruch an die Arbeit nach Innen und Aussen zu kommunizieren

Visuelt begleitet das Unternehmen in der strategischen Markenberatung sowie in der Konzeption und Realisation der Markenkommunikation. Für die neue Imagekampagne wurde eine eigenständige Bildwelt – basierend auf den Unternehmenswerten – erarbeitet. Transportiert werden die Werte durch die Kurt Steiner/BMW Luzern-Mitarbeitenden. Bei der aktuellen Kampagne steht die Botschaft «Die Freude ist bei uns» im Zentrum. Sie beinhaltet einen Kommunikationsmix aus Plakaten, Inseraten, Publireportagen und diverse Onlineaktivitäten.

Verantwortlich bei Visuelt: Colinda Kürschner (Unternehmensleitung), Andrea Hupfer (Markenmanagement), Manuel Alonso (Markendesign). Fotografie: Urs Bigler (Urs Bigler Photography). Verantwortlich bei Kurt Steiner: Paul Gabriel (Geschäftsführer), Jeanine Krebs (Marketing, Firmenbetreuung).
 

Swiss Marketing: Entwicklungen im Marketing

Aufmerksam verfolgte am 24. Mai ein zahlreich erschienenes Publikum in Lugano den 16. Tessiner Marketingtag. Die Beiträge der verschiedenen Redner waren äusserst interessant und boten den Teilnehmern vor dem Hintergrund eines Wirtschaftssystems, das immer komplexer und unvorhersehbarer wird und ein schwaches Wachstum aufweist, eine Vielzahl von Anregungen für die eigene Geschäftstätigkeit.

Bei allen Rednern nahm der Kunde eine zentrale Stellung ein, denn dieser ist die unabdingbare Voraussetzung für eine kontinuierliche Entwicklung von Unternehmen und der Wirtschaft als solche. «Bei der Wertschöpfung stellt das Marketing den Motor eines Unternehmens dar» – mit diesen Worten eröffnete Professor Enrico Valdani, Leiter des Fachbereichs Marketing an der Universität Bocconi Mailand, seine Rede. Unternehmen müssen sich also nicht nur im Zusammenhang mit den von ihnen angebotenen, qualitativ hochwertigen Produkten und Leistungen am Kunden orientieren, sondern es geht vor allem um die Schaffung eines positiven Kundenerlebnisses, das Erinnerungswert hat. Daher besteht die zentrale Aufgabe eines jeden Unternehmens in der Schaffung eines Angebots, das für den Kunden einen unbedingt zu erwerbenden Wert darstellt. Als nächstes folgte die Präsentation von drei Fallbeispielen, deren Erfolg die Eingangsthese zusätzlich bestätigt. Zuerst veranschaulichten Pierliugi Anzani und Giuliano Guffanti von BCentric das Potenzial der Marketingdatenbank, die bei der Sole- 24Ore-Gruppe Anwendung findet. Dann präsentierte Patrick Garbini ein für die Vermarktung von Kaschmir angewendetes Konzept, das Werte wie Tradition und Qualität dieses hochwertigen Materials neu belebt. Beim Geschäftsmodell von Purest, das die Produktentwicklung und -herstellung sowie Verkaufsförderung, Vertrieb und Markenpflege umfasst, steht die Aufwertung von Spitzenprodukten aus der Region ganz im Mittelpunkt. Ezio Bassi zeigte die verschiedenen Gesichter der Geschäftstätigkeit der Panini-Gruppe auf, die eigentlich nur als Hersteller von Sammelbildern und -alben für die Fussballweltmeisterschaften und Europameisterschaften bekannt ist, aber auch im Verlagswesen, im Sektor digitale Plattformen sowie im Lizenz- und Vertriebsbereich tätig ist. Die Geschäftstätigkeit von Panini erfolgt auch auf lokaler Ebene, wobei die Frontaliers-Sammelfiguren sicherlich ein Erfolgsbeispiel darstellen.

Bei einem Marketing-Event durfte ein so wichtiger Akteur wie Google natürlich nicht fehlen. Gregor Doser präsentierte die Entwicklung der Online- Kommunikation in äusserst spannender Weise. Der Internetpräsenz kommt für Unternehmen eine immer grössere Bedeutung zu, denn Fakt ist, dass in zehn Jahren die Anzahl der Internetnutzer bei schätzungsweise fünf Milliarden liegen wird Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch die elf frisch gebackenen Tessiner Absolventen gefeiert, die den eidgenössischen Fachausweis «Marketingfachmann » bzw. «–fachfrau» erhielten.

Der nächste Tessiner Marketingtag findet am 22. Mai 2014 statt.
 

Zeitung für die Schüler – Schüler für die Zeitung

Junge lesen – abgesehen von Gratisblättern – nur wenig Zeitung. Um Kinder und Jugendliche für das Printmedium zu begeistern, lassen sich Schweizer Zeitungen deshalb einiges einfallen: von Betriebsbesichtigungen über Journalistenbesuche bis hin zum Einspannen von Schülerreportern.

Kinder, die in der Schule die Zeitung analysieren, mit Redaktoren die Feuerwehr bei einer Übung beobachten, den Polizeichef interviewen und in die Tasten hauen – das ist «Zeitung in der Schule». Seit einigen Jahren realisieren viele Schweizer Verlage in Zusammenarbeit mit dem Aachener Institut IZOP (Institut zur Objektivierung von Lern- und Prüfungsverfahren) das Leseförderprojekt, das je nach Zeitung «Zisch – Zeitung in der Schule» oder «ZIP – Zeitung in der Primarschule» lautet. Während rund zwölf Wochen beschäftigen sich die Schüler im Rahmen des Projektes mit dem Print- medium. In einer ersten Phase lernen sie im Klassenzimmer den Umgang mit Zeitungen. Sie erhalten dazu täglich ein persönliches Exemplar geliefert. Später untersuchen die Schüler in Einzel- oder Gruppenarbeit Zeitungsbeiträge zu einem selbst gewählten Thema. Einige werten zum Beispiel Todesanzeigen aus, andere sammeln Artikel über Tiere und wiederum andere studieren die Unfallnachrichten. Zuletzt üben sie sich als Jungjournalisten, recherchieren, fotografieren, interviewen und schreiben im Klassenverband Artikel, die anschliessend in der Zeitung kommen.

Zu den Zeitungen, die das Projekt regelmässig umsetzen, gehören die Neue Luzerner Zeitung, die Freiburger Nachrichten, der Landbote, der Tages- Anzeiger und die Basler Zeitung. Die Neue Luzerner Zeitung NLZ führte «Zeitung in der Schule» 2012 bereits zum sechsten Mal durch. 75 Klassen, über 1300 Schüler der 4. bis 6. Primarschule aus der ganzen Zentralschweiz haben sich von Januar bis April mit dem Thema befasst. Und rund 28 Klassen waren als Reporter im Einsatz, haben im Kantonsspital Luzern nachgefragt, was bei einem Stromausfall passiert, den Jäger bei der Treibjagd begleitet oder die Rutschbahnen im Alpamare getestet. Über ihre Erlebnisse berichteten die Schüler auf Sonderseiten, die in der NLZ und ihren Regionalausgaben erschienen sind. Die Artikel wurden zudem in einem Dossier auf der Website gesammelt und Anfang April zum Abschluss in einem Sonderdruck veröffentlicht.

Der Landbote hat das Projekt nach 2006 und 2008 vergangenes Jahr mit 55 Primarschulklassen, rund 1100 Schülern, zum dritten Mal durchgeführt. Die Nachwuchsreporter besuchten die Bahntechnikfirma Stadler, blickten hinter die Kinokulissen und versuchten sich beim Schwingclub Winterthur im Nationalsport. Die entstandenen Reportagen wurden auf zwei Doppelseiten pro Woche publiziert. Jede der sogenannten «Chlii Landbot»-Seiten ist dabei ein Unikat: neben von Hand geschriebenen Zeitungstiteln ergänzen bunte Zeichnungen die Artikel.

Auch für die Freiburger Nachrichten, bei denen «Zeitung in der Schule» alle zwei Jahre stattfindet, standen vergangenen Herbst 728 Primarschüler im Einsatz, schrieben für die Zisch-Seiten und informierten in einem Blog (www.kidz4zisch.ch ) über ihre Arbeit bei der Zeitung. Zum Abschluss des Projekts gab es zusätzlich eine Sonderbeilage, in der die Fotos aller beteiligten Schulklassen veröffentlicht wurden und abgesehen von den Kindern auch die Beteiligten, die das Projekt unterstützt haben, zu Wort kamen.

Beim Tages-Anzeiger ist im Mai wieder der «Kinder- Tagi» gestartet. Nach einer Durchführung 2005 und 2009 gibt es nun jeden Samstag im Regionalbund eine Seite, die zwei Primarschulklassen mit Texten und eigenen Zeichnungen gestalten. Während «Zeitung in der Schule» üblicherweise drei Monate dauert, ist der «Kinder-Tagi» für ein ganzes Jahr geplant und wird wenn möglich sogar weitergeführt. (Näheres zum Projekt des Tages-Anzeigers sowie ein Interview mit den Verantwortlichen gibt es in der nächsten Ausgabe der Werbewoche.)

Gut fürs Image

Als Grund für die Durchführung der Projekte nennen die Zeitungen durchs Band das Ziel, junge Menschen wieder verstärkt ans Lesen einer Tageszeitung heranzuführen, und im Speziellen, sie an den eigenen Titel zu binden – Werben also um künftige Leser. Zudem wollen die Zeitungen bei den Schülern die Lust am Schreiben wecken und ihre Lese- und Medienkompetenz fördern.

Ebenso betonen die Zeitungen das rege Interesse vonseiten der Schüler und Lehrer sowie die positiven Reaktionen aus der Leserschaft. «Die Spezialseiten werden sehr gerne gelesen und finden nicht nur bei Kindern, sondern der gesamten Leserschaft Anklang», sagte zum Beispiel Redaktor Jean-Pierre Gubler, Projektverantwortlicher beim Landboten, gegenüber der Werbewoche. Überzeugt sind sowohl Redaktoren als auch Verlagsleute davon, dass das Schülerprojekt zum positiven Image beiträgt. Gerade Regional- und Lokalzeitungen bietet es eine ideale Gelegenheit, sich bei der Bevölkerung in Erinnerung zu rufen. Durch ihr Engagement sind sie als Zeitung im Gespräch – nicht bloss in der Familie und der Schule.

Aus finanzieller Sicht rechnen sich die Projekte freilich nicht. Der Aufwand ist gross. Neben der Betreuung der Schulklassen durch Redaktoren fallen auch die Leistungen des IZOP an. Einig sind sich die Verlage ebenfalls, dass Abo-Gewinne – zum Beispiel weil Eltern nach Ablauf des Projektes für ihre Kinder ein Zeitungsabonnement lösen –, zwar ein schöner Nebeneffekt sind, aufgrund ihrer geringen Anzahl indes nicht einkalkuliert werden dürfen.

Um «Zeitung in der Schule» realisieren zu können, sind die Verlage auf finanzielle Unterstützung durch Sponsoren angewiesen. Hier ist glücklich, wer wie etwa die NLZ auf langjährige Partnerschaften zählen kann. Nur so ist es dem Blatt überhaupt möglich, das Projekt jährlich durchzuführen. Sponsoren zu finden, gelingt nicht immer, wie das Beispiel der Basler Zeitung BaZ zeigt. 2012 hätte die Zeitung das Schülerprojekt zum vierten Mal anbieten wollen, musste es jedoch mangels Sponsoren absagen, wie Astrid Hofer, Leiterin Abo- und Leserservices bei der BaZ, mitteilte. Die BaZ will nach den Sommerferien einen neuen Versuch starten in der Hoffnung, dass 2013 eine Fortsetzung möglich ist. Dies sei aber zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig offen, ergänzt Hofer.

Projekt in Eigenregie

Nicht alle Zeitungen arbeiten für ihr Engagement mit dem IZOP zusammen. Bei der Berner Zeitung BZ, die 2004 als erste Schweizer Zeitung das «Zeitung in der Schule» mit IZOP realisiert hat, ist Anfang Juni unter dem Namen «BZ in der Schule» ein eigenes Projekt gestartet, das in dieser Form auch beim Thuner Tagblatt («TT in der Schule») und dem Berner Oberländer («BO in der Schule») umgesetzt wird. Im Gegensatz zu den eingangs genannten Beispielen richten sich die Berner Zeitungen mit ihrem Angebot nicht an Primarschüler, sondern an Oberstufenklassen, wie Anita Mischler-Sollberger, Projektverantwortliche bei der BZ, erklärte. Das Projekt soll den Jugendlichen die Möglichkeit bieten, den Erwachsenen das Leben aus ihrer Sicht näherzubringen. Mit Oberstufenschülern zusammenarbeiten, eröffnet ausserdem bei den Themen neue Möglichkeiten. So beschäftigen sich die Jugendlichen mit der Berufswahl, Jugendkultur oder setzten sich mit Drogen und Alkohol auseinander. Ausführliche Berichte über die Entstehung der Artikel sind in einem Web-Dossier abrufbar (BZinderschule.ch).

Oberstufenschüler mit einzubeziehen überlegt man sich ebenso bei den Freiburger Nachrichten. Um neben dem bestehenden Projekt, das sich an Primarschüler richtet, auch noch andere Alterskategorien anzusprechen, werde derzeit über die Lancierung neuer Projekte diskutiert, so Nathalie Bouschbacher, Leiterin Marketing und Leserservice bei den Freiburger Nachrichten. «Das ist aber noch nicht spruchreif. »

Betriebsbesichtigungen, Journalistenbesuche und Medienwochen

Unabhängig von solchen Schülerprojekten ermöglichen sämtliche der befragten Zeitungen (AZ, BaZ, BZ, Der Landbote, Die Südostschweiz, Freiburger Nachrichten, NLZ, NZZ, Blick, Tages-Anzeiger) Betriebsbesichtigungen, bei denen die Schüler durch die Redaktionen und/oder Druckereien geführt werden. Ansonsten setzen sich beinah alle für Medienwochen und die Integration des Themas Zeitungen in der Schule ein. Dazu stellen sie den Lehrern kostenlos didaktisches Material zur Verfügung: das von Medienspezialisten und Pädagogen entwickelte Lehrmittel «Lesen macht gross», welches die Zeitungen vom Verband Schweizer Medien beziehen. Das Lehrmittel gibt es als Werkstattordner für die Primarstufen sowie als Aufgabensammlung für die Sekundarstufe. Für die Schulprojekte stellen die Zeitungen obendrein Klassensätze ihres Titels zur Verfügung oder senden die Gratisexemplare sogar den Schülern nach Hause – so finden die Zeitungen den Weg nicht nur zu den Schülern, sondern direkt zu deren Eltern. Auf Wunsch besuchen Journalisten die Schulklassen und informieren über ihre Arbeit.

Nachwuchsjournalisten gewinnen

Nicht nur neue Leser, sondern ausserdem Jungtalente für sich gewinnen – dieses Ziel verfolgen die Aargauer Zeitung und die NZZ mit ihren Medienprojekten. Letztere organisiert jährlich zwei Medienprojekte an Zürcher Gymnasien: eine Medienwoche an der Kantonsschule Rämibühl sowie ein Projekt am Gymnasium Hohe Promenade, das sich jeweils über ein Semester erstreckt. Im Rahmen der Workshops recherchieren die Gymnasiasten und verfassen eigene Zeitungsartikel.

An der Medienwoche werden sie dabei von zwei NZZ-Redaktoren begleitet, beim mehrmonatigen Projekt schreiben die Schüler ihre Artikel mithilfe eines Lehrers und in regelmässigem Austausch mit einem Redaktor der Zeitung. Die Ergebnisse werden anschliessend in einer Extraausgabe, einer eigenen «NZZ», publiziert und an der Schule verteilt. Eines der Ziele des Projektes sei es, den Schülern einen Einblick in den Journalistenalltag zu geben und sie für den Beruf zu begeistern, so Urs Bühler, NZZRedaktor und Leiter der Medienprojekte. «Natürlich ist ein willkommener Nebeneffekt auch, dass Jugendlichen auf diesem Weg ein positives Bild der NZZ vermittelt werden kann.»

Die Aargauer Zeitung AZ hat vergangenes Jahr das Medien-Camp für Jugendliche im Alter von 16 bis 22 Jahren lanciert. Während einer Lagerwoche hausen die Teilnehmer im Pfadiheim Aarau und werden von Peter Siegrist, Redaktor AZ Aargauer Zeitung, in den praktischen Journalismus eingeführt. Sie spüren Menschen und ihre Geschichten auf und arbeiten im Newsroom mit, publizieren Artikel im Regionalteil der AZ und führen ausserdem Tagebuch. Diesen Sommer startet die zweite Ausgabe. Isabel Imper

Hinweis: Näheres zum Projekt «Kinder-Tagi» sowie ein Interview mit den Verantwortlichen
finden Sie in der nächsten Ausgabe der Werbewoche, die am 22. Juni erscheint.

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