Nils Schilling (l.), Florian Weischer (r.).
WW: Herr Weischer, wieso expandieren Sie in die Schweiz?
Florian Weischer: Wir finden die Schweiz einen sehr interessanten Markt. Im Vorfeld sind wir von zwei Seiten angesprochen worden. Einmal seitens unserer Kunden, die unser Vermarktungskonzept in Deutschland gut finden. Viele von ihnen sind auch zuständig für die Märkte Schweiz und Österreich, und sie empfanden die Unterschiede in den Vermarktungskonzepten der einzelnen Länder doch als sehr gross. Diese Kunden haben uns ermutigt, die Marktsituation der Schweiz näher zu prüfen. Gleichzeitig gab es ein schüchternes Vortasten von Kinobetreibern aus der Schweiz. Die sagten, wir haben gesehen, dass das recht erfolgreich ist, was ihr macht. Wäre die Schweiz nicht auch ein Markt für euch? Zuerst haben wir nein gesagt. Obwohl die Länder so nahe beieinanderliegen, darf man einfach nicht unterschätzen, dass die Kultur eine andere ist und dass vielleicht auch die Art und Weise, wie das Mediageschäft gehandhabt wird, von uns gar nicht so richtig einzuschätzen ist. Ermutigt durch diese Stimmen, haben wir uns den Markt näher angesehen und gemerkt, dass er interessant ist. Der Bedarf für Erneuerungen ist gross. Der Markt selbst ist zwar klein, aber nicht unattraktiv. Wir sehen da ein grosses Potenzial. Deshalb wollen wir es wagen.
Der Schweizer Markt war immer schon gekennzeichnet durch eine Monopolstellung eines Vermarkters. Wie hoch wird der anfängliche Marktanteil von KinoWeischer in der Schweiz sein?
FW: Auf den Gesamtmarkt bezogen, schätzen wir, dass wir gemessen am Kino-Werbevolumen beim Start so ungefähr bei einem Marktanteil von 30 Prozent liegen werden. Das ist nicht besonders gross, aber es ist sehr interessant. Die Kitag ist ein moderner Kinobetreiber, der uns eine sehr attraktive Marktstellung bietet. Es hätte wenig Sinn gemacht, mit zwei, drei kleinen Kinos, die verstreut in der Schweiz liegen, zu beginnen. Kitag war für uns von Anfang an der Wunschpartner, die standen ganz oben auf unserer Liste. Jetzt ist sie die erste, die bei uns unterschrieben hat. Ab 1. Januar 2013 ist der Schweizer Kinomarkt zumindest mal kein Monopol mehr, das steht heute fest (lacht). Das Weitere werden wir sehen. Natürlich gibt es da Pläne. Kitag ist für uns nur der Einstieg. Sie ist der erste wichtige Stein. Wir führen weitere Gespräche mit Kinobetreibern; auch heute werden wir noch ein Gespräch haben. Das Interesse ist sehr gross. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Offenheit, über Alternativen zu sprechen, im Schweizer Markt durchaus vorhanden ist. Man muss aber seine Konzepte sehr ausführlich vorstellen. Es wird intensiv diskutiert. Man braucht einige Gesprächsrunden, und dann gibt es Signale, ob das Thema positiv gesehen wird oder nicht. Diese Erfahrung haben wir auch mit der Kitag gemacht. Wir sind ja schon knapp ein Jahr unterwegs auf dem Schweizer Markt.
Werden Sie mit der Kitag eine gemeinsame Firma gründen?
FW: Wir haben zunächst mal einen Vertrag mit der Cinetrade abgeschlossen, der keine gesellschaftsrechtliche Verbindung vorsieht. Das wäre eine Option, die greifen könnte, wenn wir das wollen. Es sieht aber im Moment so aus, dass wir ab Januar mit einem klassischen Werbebewirtschaftungsvertrag loslegen werden. Die Vorbereitungen dazu laufen. Wir sind dabei, unser Quartier hier in Zürich zu beziehen, wir rekrutieren Mitarbeiter für das Schweizer Büro. Unsere erste Priorität sind jetzt Gespräche mit weiteren Kinobetreibern. Das Wichtigste wäre, dass wir vielleicht schon zum Start uns von diesen 30 Prozent Marktanteil noch ein wenig nach vorne bewegen könnten. Wir haben den Eindruck, dass viele Verträge bei den Kinobetreibern kurzfristig geschlossen sind, d. h. es gibt durchaus die Möglichkeit, dass sich unser Marktanteil bis zum Start noch signifikant erhöhen kann.
Sie könnten ja auch den Konkurrenten kaufen!
(lacht) Wir kennen die Cinecom natürlich gut. Ich würde sagen, beim letzten Verkauf der Cinecom müsste es zumindest auf einer Seite angesichts des Kaufpreises strahlende Gesichter gegeben haben. Das war phänomenal. Der heutige Wert ist sicher ein Stück weit davon entfernt! Vor drei Jahren waren wir in der ersten Runde noch dabei, weil natürlich schon damals ein Interesse da war. Wir hatten unser neues Vermarktungskonzept in der Vorbereitung und dachten, dass es auch in der Schweiz funktionieren könnte. Aber die Signale waren noch nicht so klar wie heute. Dazu kommt noch ein anderer wesentlicher Aspekt: die fortgeschrittene Digitalisierung der Kinosäle. Wir haben uns damals für die Cinecom interessiert, sind aber schon nach der ersten Runde ausgeschieden, weil unsere Vorstellungen vom Kaufpreis zu weit von den Interessen der Eigentümer entfernt waren (lacht). Das ist ja auch legitim, wir waren da auch nicht beleidigt. Sie wurde ja dann auch nicht verkauft. Scheinbar haben auch andere Interessenten zu wenig geboten, oder die Forderungen waren zu hoch. Ich will das auch gar nicht bewerten. Damals haben wir das Projekt zur Seite gelegt. Als dann die Stimmen aus dem Markt präziser und lauter wurden, haben wir es wieder ausgepackt. Eine grobe Vorstellung vom Markt hatten wir, wir haben uns ja im Vorfeld damit beschäftigt. Wir schauten uns die Kinobetreiber top-down an. Mit allen grossen haben wir gesprochen. Teilweise sind diese langfristig gebunden. Sie wissen aber, was auf sie zukommt, sie kennen unser Vermarktungskonzept und haben das mit grossem Interesse verfolgt. Sie wollen ja sehen, inwieweit sie davon auch betroffen sein könnten. Insofern haben wir das Konzept ziemlich offen vorgestellt. Wir werden das auch weiterhin tun. Wir werden in diesem Sommer hier in Zürich zu diesem Thema ausführlich Stellung nehmen und die Kinobetreiber einladen. Sobald die Technik steht, werden wir unser Konzept auch in einem der Kitag-Kinos live zeigen können. Spätestens Ende August sollten wir in der Lage sein, es konkret vorführen zu können.
Wie sieht Ihr Vermarktungskonzept aus?
Nils Schilling: Als wir mit dem Ziel gestartet sind, die Kinowerbung zu reformieren, haben wir eine umfangreiche Kundenbefragung bei werbetreibenden Unternehmen und Media-Agenturen durchgeführt. Unsere Kunden haben uns folgendes zurückgespielt: Als ganz wesentlicher Punkt bei der Kinowerbung wird gesehen, dass man Zielgruppen innerhalb der Kinogänger gezielt ansprechen möchte. Es liegt auf der Hand, dass einzelne Filme eher männer- oder frauenaffin sind, dass sie ein Familienpublikum ansprechen oder eher Teenager. Das wollen die Kunden stärker für sich nutzen können. Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Prozesskosten Der Weg vom Master zur 35mm-Filmkopie war gewunden, kompliziert und sehr teuer. Dann gab es noch Anforderungen an Flexibilität und Transparenz.
Aber das sind eher Dinge, die so mitlaufen. Im Mittelpunkt stand die Frage: «Wie kann ich meine Zielgruppe im Kino besser adressieren?» Dieses Bedürfnis haben wir aufgegriffen. Das Konzept ist insofern neu, weil wir nicht mehr auf der einzelnen Saal- Buchung des Kinos aufbauen. Eine Buchung für einen Kunden orientiert sich an der Zielgruppe. Sie wählt diejenigen Filme aus, die einen möglichst hohen Anteil an der jeweiligen Zielgruppe gewährleisten. Daraus setzt sich das Filmangebot zusammen. Dieses Filmangebot wird in den betroffenen Regionen dann eingekauft. Das ist sozusagen die Grundlage der Planung. Dazu gibt es eine Abrechnung mit Kassendaten, d. h. Echtbesuchern der Kampagne.
…eine Forderung, die es seitens der Agenturen schon seit Jahren gab.
NS: Ja, das stimmt. Das Thema Transparenz ist ganz wesentlich. Man wollte aktuelle Zahlen, richtige Zahlen. Das war in Deutschland genauso. In Deutschland gibt es das IVW-System, das dazu führt, dass man mit Jahresdurchschnittswerten aus dem vorletzten Jahr arbeitet. Nicht gerade das Optimum bezüglich Aktualität und Transparenz. Wir haben gesagt, wir stellen das rigoros um, wir zählen zu jedem einzelnen Film aus jedem einzelnen Kino die Echtbesucher. Die werden zusammengefasst, und damit erfolgt dann die Abrechnung. Das ist ein grosser Schritt, der vor fünf bis zehn Jahren nicht möglich gewesen wäre. Ich glaube, in keinem Land der Welt wäre das gegangen. Heute ist der Umgang mit Daten wesentlich offener. Auch die Kinos haben ein ganz anderes Verhältnis dazu. Letztlich sind erfolgreiche Besucherzahlen Leistungsdaten. Heute sehen die Kinos auch so. Früher hätte man uns diese Daten nicht gegeben, heute geht das.
Die Veränderung der Kinolandschaft in den letzten Jahren hin zu grösseren Ketten hat da sicher mitgeholfen…
NS: Ich glaube, dass die grossen Kinoketten sowieso anderen Anforderungen unterliegen. Teilweise sind das ja auch börsenkotierte Unternehmen, deren Transparenzrichtlinien ziemlich strikt sind. Aber auch der Mittelstand, der ja ein sehr engagiertes Kino betreibt – das ist in allen Ländern der Fall – und der auch für uns eine ganz wichtige Zielgruppe ist, denn dort wird in den meisten Fällen sehr gutes Kino gemacht, sieht die Dinge heute anders. Früher hatten die Kinobetreiber Angst, dass, wenn sie Besucherzahlen zum jeweiligen Film herausgeben, der Konkurrent auf der anderen Strassenseite daraus irgendwelche wettbewerbsrelevanten Informationen ziehen könnte. Heute ist es so, dass eigentlich alle Seiten Interesse daran haben, dass die Besucherzahlen auch genutzt werden, um echte Leistungszahlen für Kampagnen zu generieren. Dass dadurch insgesamt mehr Transparenz im Markt entsteht, wird heute als Vorteil gesehen.
Zu Ihren Plänen in der Schweiz: Wie weit sind Sie da?
FW: Es gibt bereits schon eine Domiziladresse, die ich hier bekanntgeben kann: es ist die Theaterstrasse 10 direkt am Bellevue-Platz in Zürich, auch bekannt unter dem Namen Corso-Haus. Eine Adresse mit Kinogeschichte also. An dieser Adresse gibt es den Thomas Berner, der die Werbe + Verlags AG vertritt und Präsident des Zürcher Kinoverbands ist. Bei ihm werden die Programmdaten aller Kinos zusammengefasst und an die Medien herausgegeben. Zum Teil auch an digitale Medien und auch für seinen eigenen Webauftritt Movies.ch. Es gibt auch Informationen ausserhalb der Kinothemen wie zum Beispiel Museen-, Event- und Jazzplaner. Für uns war Thomas Berner nicht nur eine passende Domiziladresse, um die Kinonähe in seinen Räumlichkeiten zu suchen. Dahinter verbirgt sich eine für uns wichtige strategische Kooperation. Wir sind superglücklich, ihn gefunden zu haben. Er passt sehr gut zu uns, er hilft uns, den kulturellen Brückenschlag zu vollziehen und den Weg zu ebnen. Berner betreibt ein Geschäft mit Kinodaten. Was wir vorhaben, dieses Cinema-Reloaded-Konzept, ist extrem datenintensiv. Wir müssen wissen, welcher Film wann wo läuft, und das flächendeckend. Wir wollen auch gemeinsam mit ihm ein Rückerfassungssystem für die Besucherdaten – eine aggregierte Grösse aus den Kassendaten – entwickeln. Das wäre auch etwas Neues für den Schweizer Markt.
Was bedeutet das in Zukunft für den Kunden?
NS: Ich will gar nicht zu viel über das bestehende Schweizer System sagen, das klingt dann vielleicht zu kritisch. Man muss das ja auch respektieren, denn wenn es keine Berechtigung hätte, wäre es ja auch nicht da. Der grosse Schritt nach vorne bedeutet schon mal, dass dieses Angebot von 500 Spielfilmen im Jahr transparent gemacht wird. Für uns die wesentliche – nennen wir sie mal intellektuelle – Leistung ist das Aufbereiten der Daten dieser Filme. Diese bekommen eine prognostizierte Gesamtbesucherzahl, die wir auch nach Regionen, ja bis auf das einzelne Kino hinunter, brechen können. Und dazu prognostizieren wir auch eine entsprechende Demografie, eine Zielgruppe. Wenn man die Daten über das gesamte Filmangebot hat, kann man für die Kunden Zielgruppenpakete zusammenstellen. Hat man das nicht oder hat man es ungenügend und ungenau, funktioniert es nicht. Das ist mal die erste Voraussetzung. Wenn die gegeben ist und man schnell reagieren kann, d. h. die Kampagnen punktgenau auf den Filmstarts der Kinos legen kann und am Ende die Abrechnung mit echten Besucherzahlen dieser Kinos hat, dann ist es ein in sich geschlossenes System. Nehm ich ein Element raus, funktioniert es nicht mehr. Das Ganze zu erreichen, ist schwierig. Der Aufbau dieses Filmwissens, Monitor, wie er bei uns heisst, hat alleine anderthalb Jahre gedauert, bevor wir damit in den Markt gegangen sind. Wir sind auch schon ein Jahr dabei, Referenzgrössen zu bilden, damit wir das Modell auf den Schweizer Markt übertragen können, denn der Schweizer Markt ist anders. Er hat zum Beispiel – was für uns ganz neu ist – drei Starttermine für die Filme, er hat mindestens drei Sprachversionen. Wenn man jetzt die unterschiedlichen Untertitel-Optionen noch dazu zählt, wird es sehr umfangreich.
Und dazu drei vollkommen unterschiedliche Filmpräferenzen in den drei Sprachgebieten…
FW: Genau! Die Schweiz ist ein superkomplexer Markt. Wir haben aber ausreichend Vorbereitungszeit gehabt, und wir haben noch ein bisschen Zeit bis zum Start im Januar. Diese Zeit wollen wir auch nutzen. Wir sind zuversichtlich. Das heutige in der Schweiz gebräuchliche System liefert weder die Zielgruppe noch die Transparenz über die tatsächliche Leistung. Es ist ein Netzverkauf, der sowohl für die Kunden wie auch für die Kinos unbefriedigend ist. Die Kinos kennen ihren Anteil und damit ihren Wert in den einzelnen Kampagnen nicht. Vorsichtig formuliert ist gerade an dieser Stelle die Unzufriedenheit gross. Ein solcher Konzeptwechsel bedeutet aber, dass man die gesamte Strecke laufen muss: von der allerersten Prognose bis hin zum Eintreffen der Kassendaten und dem Abrechnen mit den Kinos und den Kunden. Alle Kompromisse in dieser Reihe führen zu einem schlechteren Ergebnis. NS: Es erfordert auch die Umstellung jedes einzelnen Kinovertrages. Diesen Punkt kennen wir sehr gut, denn im deutschen Markt mussten wir 1000 Kinoverträge einzelner Unternehmer umschreiben. Weil der Kinobetreiber akzeptieren muss, dass er nicht eine pauschalisierte, vorher festgesetzte Abrechnung bekommt, die am Ende vielleicht noch mit Freespace ausgeglichen wird. Er hängt an der tatsächlichen Leistung seines einzelnen Hauses, genauso wie der Werbekunde nur für diese effektive Leistung bezahlt. Das ist am Ende eine neue Produktspezifikation. Da gleichen wir uns den neuen digitalen Medien an. Auch dort regiert der Kontakt. Es werden Kontakte eingekauft. Das ist die zukünftige Währung, von der wir glauben, dass sie im Kinomarkt viel Freude entfachen wird. Der Kunde kann sagen, ich hätte gerne 100 000 Kontakte bei Ice Age oder 300 000 Kontakte in einem frauenaffinen Umfeld. Er bekommt diese Anzahl dann, meistens sogar ein wenig mehr, denn wir lassen die Werbefilme bis zum Ende der Woche weiterlaufen. Die Abrechnungsbasis ist dann ein Cost per Visit, eine sehr harte, transparente Währung.
Kino wird also zu einem messbaren Medium…
NS: Absolut! Diese Währung ist durchrechenbar. Vom Kunden über die Media-Agentur bis hin zum Kinobesitzer. Wir können dem Kinobesitzer ganz genau sagen, was oben reingeht und unten rauskommt.
FW: Wir erleben heute einen dramatischen Wandel in den Medienmärkten. Viele Märkte waren Anbietermärkte, bei denen die Medien am längeren Hebel sassen. Heute sind es Nachfragemärkte. Die Optionen für Werbetreibende sind gerade durch die digitale Revolution so unermesslich gross, dass man sich als Medium heute im Markt ganz anders bewegen muss. Wenn wir nicht die Leistung bieten, die vom Kunden gefordert wird, haben wir keine Chance. Und auch das Kino, das sicherlich eines der impactstärksten Medien überhaupt ist – von den Rahmenbedingungen her das «Paradies» für Werbung –, kann sich dem nicht entziehen. Es wäre absolut tödlich, heute zu sagen, wir können weitermachen wie bis anhin. Wir kennen diese Zeiten auch noch, wo es für die grossen Kinos in den grossen Städten einen Nachfrageüberhang gab, den wir dann zuteilen konnten. Das ist leider lange vorbei, und wir werden es auch so schnell nicht wieder erleben (lacht).
Wie wird sich der Kinowerbemarkt entwickeln?
NS: Wir glauben, dass er sich durch die neue Zielgruppen- Möglichkeiten positiv entwickeln wird. Viele Firmen können jetzt ihre Zielgruppen auch im Kino exakt erreichen. Audi kann z. B. heute in Deutschland ihre exklusive Zielgruppe durch bestimmte Filme in Art-House-Kinos erreichen. Ein wichtiger Punkt auch für die Schweiz. Diese anspruchsvollen Zielgruppen werden wir zu buchbaren Einheiten zusammenfassen.
FW: Ein weiterer Punkt, der zur Belebung beitragen wird, ist die Kombination von Online und Kino. Kinobesucher verbringen viel Zeit in der Online-Welt. Diese Tatsache nutzen wir intensiv für unsere Kunden in Deutschland. Wir bieten auch Werbung auf Online-Seiten an. Wir haben Verträge mit Seiten von grossen Kinobetreibern, teilweise sind es auch Filmportale. Heute fahren wir schon knapp zehn Prozent der Kampagnen auch online. Bei eine Kampagne für eine bestimmte Zielgruppe begleiten wir sozusagen die Nutzer von der Online-Vorbereitungsphase über den Kinobesuch bis zur allfälligen Online-Nachbearbeitungsphase. So wird das Medium Kino auch schneller, die Leistung kann schneller erbracht werden, und wir haben gewissermassen einen Rückkanal. Das werden wir in der Schweiz auch anbieten.
Interview: Pierre C. Meier
Fotos: Pierre C. Meier