Das internationale Magazin Connect von Panalpina

Panalpina hat viel zu erzählen über Transport, Logistik und Supply Chain Services, über den ganzen Globus. Ein handfester Inhalt und eine intelligente, interkulturell verbindende Erzählart sind geboten.

Was liegt mehr auf der Hand für eine der weltweit führenden Anbieterinnen von Supply- Chain-Lösungen, als auf ein journalistisches Storytelling zu setzen? Interessante B2B-Stories über interkontinentalen Transport von Luft- und Seefracht, über umfassende, wertgenerierende Logistik sowie über Supply Chain Services gibt es aus der Panalpina-Welt mehr als genug. Panalpina hat ihr internationales Kundenmagazin wieder aktiviert und gemeinsam mit Primafila AG (Konzeption, Redaktion, Design und Produktion) den Erzählfaden erneut aufgenommen. In der soeben publizierten ersten Ausgabe des zweimal jährlich und in vier Sprachen erscheinenden Magazins hat der China- Korrespondent aus dem Primafila-Netzwerk die Eigenheiten des innerasiatischen Transportwesens thematisiert. Der Leser erfährt dabei, was am Grenzübergang geschieht und wie sich der Markt dieser Region entwickelt. Neben anschaulichen Geschichten kommen in Connect internationale Logistik- Koryphäen zu Wort, so Professor Fangruo Chen in New York als Experte für Supply Chain Management in China, und komplexe Innovationen werden leicht nachvollziehbar erläutert. Regionen, Kontinente und Fachgebiete sowie das Wissen von Know-how-Trägern werden im Panalpina-Magazin verbunden – der Magazinname ist Programm.

 

Das Magazin Living Energy auf iPad

Das Siemens-Energy-Kundenmagazin Living Energy ist jetzt auch als App für das iPad erhältlich.

Zielgruppe und Leserschaft von Living Energy sind das internationale Top-Management aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verbänden im Energiebereich. Das journalistisch anspruchsvolle Magazin erscheint seit 2009 zweimal jährlich und erreicht 10 000 Empfänger in mehr als 120 Ländern. Die App erweitert die Beiträge der gedruckten Version zum Beispiel durch ergänzende Audio- oder Video-Interviews und Statements, Fotoalben, Grafik- Animationen und E-Dossiers. Dabei wird grosser Wert auf eine klare und einfache Leserführung gelegt. Das Layout ist speziell an das iPad-Display angepasst. Die verschiedenen Themen werden jeweils durch ein journalistisches und redaktionelles Team betreut. Beispiel: Korrespondent und Filmer aus dem internationalen Primafila-Netzwerk sind in Neuseeland bei der Windparkeröffnung (Bild: Festakt, singende Maori-Frau) im Einsatz. Primafila, Independent Medien-Design (München) und Kochan & Partner (München) erarbeiten die App gemeinsam mit und für Siemens Energy. Über den App Store von Apple kann die App-Version kostenlos heruntergeladen werden.

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Der einzige Rohstoff der Schweiz

Farner wurde von der Schweizer Zementindustrie beauftragt, in einer nationalen Informations- und Sensibilisierungskampagne die fundamentale Bedeutung der Schweizer Zementproduktion ins Bewusstsein zu rufen.

Im Alltag spielt Zement eine äusserst undankbare Rolle. Er ist allgegenwärtig, wird überall gebraucht und verwendet. Er spielt eine im wahrsten Sinne tragende Rolle in jeder hoch zivilisierten Gesellschaft, aber man nimmt ihn nicht wahr. Farner entwickelte für den Verband der Schweizer Zementindustrie Cemsuisse eine Kampagnenidee, die kon zeptionell den Spiess umdreht: Was auch immer man sich in unserer Schweiz vorstellen kann, Zement macht es möglich, weil er so vielseitig einsetzbar ist. Und genau da, wo man Zement gebrauchen kann, da ist er auch zu haben. Er ist der unsichtbare, aber allgegenwärtige und in seiner ökologischen Bedeutung unterschätzte einzige wirkliche Rohstoff der Schweiz. Die Kampagne ist auf zwei Jahre ausgelegt. Inserate, Plakate und die Website Schweizerzement. ch werden durch gezielte weitere Kommunikationsmassnahmen flankiert, um das Bewusstsein für den Rohstoff kontinuierlich zu schärfen und Antworten auf die Frage geben, warum gerade Zement so wichtig für unser Alltagsleben ist. pan

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«Fahne hoch für das duale Bildungssystem!»

Für eine dritte Amtszeit gewählt, zum Wachstum entschlossen und mit Drive am Werk für die praxistaugliche Weiterbildung: Der alte und neue Swiss-Marketing- Präsident Uwe Tännler spricht über die grossen Themen der Nummer-eins-Organisation im Schweizer Marketing.

Auf sonniger Extrafahrt in die Zukunft: Als sich am Freitag, 15. Juni, 71 stimmberechtigte Delegierte von Swiss Marketing trafen, taten sie dies an Bord der MS Europa auf dem Vierwaldstättersee. Vergnügt legte die Delegiertenversammlung beim KKL Luzern ab – und kehrte nach einer stimmungsvollen Rundfahrt mit abgesegnetem Zahlenwerk und erfolgreichen Gesamterneuerungswahlen mit einem neuen Vorstand zurück. Gleich anschliessend nahm sich Uwe Tännler Zeit für ein Gespräch mit Ausblick-Charakter. Der Swiss-Marketing-Präsident tat dies in gewohnt deutlicher Weise, ohne Probleme unter den Tisch zu wischen, aber auch so, wie jeder gute Kapitän in See zu stechen pflegt: Voller Zuversicht, weil Mannschaft, Maschinenraum und Motivation in gut gepflegtem Zustand sind.

Herr Tännler, vor drei Jahren tagten die Swiss-Marketing-Delegierten auf dem Jungfraujoch, dieses Mal auf dem Vierwaldstättersee. Wie lässt sich diese Symbolik deuten?

Uwe Tännler: Vor drei Jahren war der Top of Europe von der Symbolik her genau der richtige Ort für die Swiss-Marketing-Delegiertenversammlung. Es war die Zeit, als wir live gehen konnten mit dem Europazertifikat, das die Schweizer Bildungsabschlüsse europaweit erklärbar macht. Man konnte auf die erfolgreiche Nr1-Kampagne zurückblicken, verfügte über gesicherte Finanzen und hatte die Gewissheit, dass sich der Schweizerische Marketing-Tag mit der Verleihung der Marketing-Trophy im KKL Luzern zum bedeutendsten Marketing-Event der Schweiz etabliert hatte. Swiss Marketing hatte damals einen neuen Gipfel erreicht.

Die Delegiertenversammlung 2012 wurde nun auf dem See abgehalten. Um bei der Symbolik zu bleiben: Auf welche neue Ufer steuern Sie, steuert Swiss Marketing zu?

Das Motto der Cruise für die nächsten drei Jahre lautet: «Fahne hoch für das duale Bildungssystem! » Wir müssen eine noch bessere Wahrnehmung unserer Fachausweise und Diplome erreichen. Oder, in der Sprache der Marketers: Wir müssen den Brand Swiss Marketing verstärken.

Mehr Marketing für Swiss Marketing?

Ja, so kann man es auch sagen.

Welcher Mittel aus dem klassischen Marketing-Mix müsste man sich dazu bedienen?

Wir sprechen hier wohl am ehesten vom «P» für Promotion. Allerdings weniger mittels einer Kampagne über klassische oder neue Medien, sondern mittels Einflussnahme auf alle Kreise, die mit unseren Konzepten in Berührung kommen. Also mit Organisationen der Wirtschaftswelt, wie etwa Economiesuisse oder KV, aber auch mit führenden Köpfen in den Personalabteilungen. Wir müssen den jungen Talenten, die eben ihre kaufmännische Lehre erfolgreich beendet haben, zurufen: ‹Wartet nicht, bis ihr euren MBA macht, sondern geht die logischen Zwischenschritte an. Begeht den dualen Weg, steigt in die Weiterbildung zu den Marketing- oder Verkaufsfachleuten ein.› Auf der nächst höheren Stufe erfahren wir derzeit Konkurrenz von den Executive MBA, dort müssen wir schauen, dass wir unsere Weiterbildungen zu den Verkaufs- und Marketingleitern noch besser positionieren.

Wo orten Sie die Zielgruppe bei den Endkunden?

Es sind die Twenty somethings, die nach der Berufslehre nach mehr lechzen. Talente, die nach 1990 geboren wurden und sich mit einer adäquaten Weiterbildung mehr Wissen, ein besseres Netzwerk und die Know-how- Power für den Alltag zulegen wollen. Junge Leute, die dank Swiss Marketing zu den wahren praxistauglichen Könnerinnen und Könnern weitergebildet werden.

Fahne hoch für das duale Bildungssystem – ist das im Bereich Marketing und Verkauf eine Alleinaufgabe für Swiss Marketing?

Ich denke, dass das ein Teamwork sein sollte – wir müssen die Vorteile unseres Bildungssystems verstärkt mit den Berufsverbänden kommunizieren, die auch Träger in unseren Prüfungskommissionen sind. Zusammen mit den Trägerverbänden können wir uns auf breiter Front bemerkbar machen und so mehr erreichen.

Wie wirkt sich die derzeitige Wirtschaftssituation auf die Teilnehmer der grossen Swiss-Marketing-Prüfungen aus?

Die Wirtschaft erlebt unsichere Zeiten; vielerorts sind die Chefs daran, das Jahr zu retten. Für Swiss Marketing bedeutet das auf hohem Niveau leicht rückläufige Zahlen bei den Kandidatinnen und Kandidaten. Fachkräfte sind zwar gesucht – aber oft wissen Firmenchefs und HR-Leute gar nicht, wonach sie suchen müssen.

Wie meinen Sie das konkret?

Als Personalvermittler kenne ich viele Fälle, in denen beispielsweise ein kleineres KMU eine Alleinsekretärin sucht. Im Pflichtenheft stehen dann Dinge wie Verkaufsförderung, Verfassen von Werbetexten, professioneller Umgang mit Social Media. Dieser Personalchef müsste eigentlich ungestützt schon wissen, dass er eine Marketingfachfrau sucht und dies auch so in der Annonce vermerken.

An der Delegiertenversammlung wurde ein neuer interner Verteilungsschlüssel bezüglich Mitgliederbeiträge beschlossen; künftig profitieren die regionalen Clubs stärker. Was bedeutet das?

Naturgemäss findet das Leben draussen in den regionalen Clubs statt. Wenn dorthin nun mehr Mittel fliessen, ist zu hoffen, dass sich das auch in einem zusätzlichen Wachstum von Mitgliedern manifestiert. Potenzial dazu gibt es in den regionalen Clubs.

Wie zeigt sich die Aufgabenteilung zwischen regionalen Clubs und der Zentrale in Olten?

In den regionalen Clubs sollen Networking und Know-how-Transfer gelebt werden. Das ist quasi die Front. Olten gibt als Sitz des Dachverbandes die Richtung vor, verhandelt beispielsweise mit dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT. Aber was noch wichtiger ist: Swiss Marketing soll Sympathisanten und Fans gewinnen, aus denen dann Mitglieder werden. Members für die Nummer eins im Schweizer Marketing.

An dieser Delegiertenversammlung hatte Stefan H. Böni, der neue Geschäftsführer von Swiss Marketing, seinen ersten Auftritt. Warum wurde dieser Posten neu geschaffen?

Bisher wurde die Swiss-Marketing-Zentrale in Olten von zwei Bereichsleitern geführt, dem Bereichsleiter Prüfungswesen und seinem Pendant punkto Verband. Aber eigentlich sind beide Bereiche längst verwoben miteinander: Prüfungskandidaten sind Mitglieder, Mitglieder sind Prüfungskandidaten. Da war es richtig und richtungsweisend, beide Bereiche einem Geschäftsführer zu übergeben.

Wie grenzen sich Ihre Aufgaben von jenen des neuen Geschäftsführers ab?

Ganz einfach: Stefan H. Böni führt den Verband nach innen, operativ. Ich repräsentiere Swiss Marketing gegen aussen, strategisch. Was, noch einfacher, heisst: Wir stehen beide für die Schlagkraft von Swiss Marketing. Andreas Güntert

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Neues Stellenportal für die Informatikbranche

Der spezialisierte Online-Stellenmarkt der Medien- und Kommunikationsbranche Medienjobs.ch und die auf Informatik spezialisierte Online-Zeitung Inside-it.ch tun sich zusammen. Sie lancieren heute Donnerstag gemeinsam Ictjobs.ch.

Ictjobs.ch ist ein von Personaldienstleistern unabhängiges IT-Stellenportal für Fach- und Führungskräfte sowie Arbeitgeber aus allen Bereichen der Informatik und Telekommunikation, von IT-Management über Beratung/Consulting, Software-Entwicklung, Systemengineering/Systemintegration, System-/Netzwerktechnik/Security/VoiP, Support/IT-Services bis hin zu Webpublishing und Webdesign. Die Stellenangebote von Ictjobs.ch sind zusätzlich auf Inside-it.ch als eigene Service-Rubrik integriert. Zudem werden die Stellenangebote auch auf Medienjobs.ch abgebildet.

Herzstück ist, wie bei Medienjobs.ch, die Bewerbersuche «QualiProfil». Dieser Service richtet sich an Firmen und Spezialisten aus allen Tätigkeitsbereichen und vergleicht die Qualifikation eines Bewerbers mit den Anforderungen der zu besetzenden Stelle. Bei ausreichender Übereinstimmung wird der Jobsuchende automatisch per E-Mail über die neue Stellenausschreibung informiert. Durch diese Treffgenauigkeit sollen auch nicht aktiv stellensuchende Personen ein wertvolles Feedback aus dem Arbeitsmarkt erhalten, so eine Medienjobs-Mitteilung. Die Jobangebote in den einzelnen Berufsgruppen sind aber auch ohne «QualiProfil»-Jobsuchabo über separate RSS- und Twitter-Channels abonnierbar. Für «QualiProfil» wurde – in Zusammenarbeit mit IT-Spezialisten aus Verbänden, Behörden, Verwaltungen und Softwarehäusern – eine spezifische Matrix erstellt. Innerhalb dieser kann ein Unternehmen gezielt nach Berufsgruppe, Funktion, Branchenerfahrung, Führungsstufe, Aus-/Weiterbildungen und Technologiekenntnissen bis auf Zertifikatsebene suchen.

Betrieben wird die Plattform vom Zürcher Fachverlag DPI Publishing Service, welcher zudem das Fachportal Mediaforum.ch und das digitale Medienmagazin Medienwoche.ch herausgibt. Ziel des Joint Ventures sei es, Wissen und Erfahrung von zwei unabhängigen, spezialisierten Firmen zu vereinen, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Die Leute von Inside-it.ch kennen die Schweizer ICT-Branche in- und auswendig während Medienjobs.ch gezeigt habe, wie man mit einem branchenspezifischen Jobportal für Fachleute und Firmen Mehrwert schaffen kann.
 

Goldbach Interactive: Social Media Monitoring Tool Report 2012

Goldbach Interactive hat in den vergangenen Wochen und Monaten an einer Analyse von Social Media Monitoring Tools gearbeitet. Als Resultat liegt nun der aktuelle Social Media Monitoring Tool Report 2012 vor – inklusive Infografik.

Bereits zum dritten Mal publiziert Goldbach Interactive eine Übersicht zu den wichtigsten Social Media Monitoring Tools. Im diesjährigen Report werden die wichtigsten Ergebnisse zusätzlich in Form einer Infografik dargestellt. Dies kann auch auf Goldbachinteractive.com heruntergeladen werden.

Dieses Jahr haben 18 von 200 Tools besonders überzeugt, so Goldbach Interacitve in einer Mitteilung. Diese wurden daher im Detail untersucht. Der Report listet die Stärken und Schwächen der einzelnen Tools auf und bietet damit eine Übersicht im Dschungel der Monitoring-Anbieter. Die Bezeichnung Monitoring Tools werde vielen Anbietern nicht mehr gerecht, da immer mehr Funktionen angeboten werden, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Tools entwickeln sich weiter Richtung Customer Relationship Management (CRM) und ermöglichen teilweise die Integration bestehender CRM-Systeme. Des Weiteren bieten die Anbieter immer besseres Engagement und liefern zunehmend vielfältigere Insights durch Reporting- und Analytics-Funktionen.
 

Cavegnwerbung ruft zum Edi.12 auf

Jedes Jahr wird der Edi. vergeben, der Schweizer Preis für Auftrags- und Werbefilme. Cavegnwerbung hat den Edi.12 im Stil vergangener Kampagnen beworben.

Auch bei der diesjährigen Bewerbung des Edi. wird hervorgehoben, dass es sich bei ihm um die offizielle Auszeichnung für schweizerisches Filmschaffen handelt. Denn wer einen Edi. gewinnt. wird von einer hochkarätigen Jury ausgezeichnet und kann nebst der Trophäe auch noch eine vom Bundesrat unterschriebene Urkunde in Empfang nehmen, so die Agentur und setzt, um dies zu inszenieren, auf den Look und die Sprache bundesamtlicher Wahlen.

Flyer und Internetbanner wurden deshalb wie behördliche Wahlzettel gestaltet und getextet, mit einer selbstironischen Note und viel Humor. Damit schon die Couverts amtlichen Charakter ausstrahlen, wurden sie eigens gestaltet und auf entsprechendem Papier gedruckt. So soll die Bedeutung des Edi.12 von Anfang an klar sei: «Es geht um viel».

Verantwortlich bei Swissfilm Association: Rita Kovacs (Kommunikationsverantwortung). Verantwortlich bei Cavegnwerbung: Markus Cavegn (Art Direktion), Sarah Hepp (Grafik).

Zu guter Letzt: Menschenrechte online – China ergreift das Wort

Die Menschenrechte, speziell das Recht auf freie Meinungsäusserung, müssen auch im im Internet geschützt werden. Daher hat der Uno-Menschenrechtsrat am Donnerstag in Genf eine Resolution zum Recht auf Meinungsfreiheit im Internet stillschweigend angenommen.

In der Resolution zum Schutz der Menschenrechte im Internet werden alle Staaten aufgefordert, den Zugang zum Internet zu fördern und die internationale Zusammenarbeit zur Entwicklung der Medien und der Kommunikation in allen Ländern zu verstärken. Menschenrechte gälten unabhängig vom Medium und von Staatsgrenzen, heisst es gemäss SDA im Text. Er wird von 83 Staaten unterstützt. Kuba hatte zwar Vorbehalte gegenüber dem Text, stellte sich jedoch nicht gegen die Resolution.

China hatte in der Verhandlung das Wort ergriffen, um sich der Resolution anzuschliessen. Dass China gar das Wort ergreift, oder sich überhaupt der Resolution anschliesst, erstaunt doch etwas. Noch im April mussten zwei beliebte Kurznachrichtendienste die Möglichkeit sperren, Kommentare zu veröffentlichen (die Werbewoche berichtete: China: Nach Putschgerüchten Internet-Zensur verschärft). Im selben Zug wurden 6 Menschen festgenommen, wegen «Erfindung und Verbreitung von Gerüchten». Und nun ergreift der grosse Unterdrücker gar das Wort, um sich einer Resolution anzuschliessen, die nicht etwa die Menschen vor Folter, willkürlicher Gefangennahme, oder anderen Grausamkeiten schützen will, sondern die das Recht auf freie Meinungsäusserung im Internet unterstützt.

Sollen wir nun applaudieren? Einer Regierung, die Internet-Zensur beinahe schon zelebriert, die Bewegungsfreiheit von ausländischen Journalisten einschränkt, den Xing-Service blockt und quasi eine unüberwindbare Internetmauer aufgebaut hat. Na dann, Bravo China!

Zweitchance auf dem Zweitschirm

Immer häufiger ist die Aufmerksamkeit beim Fernsehen nicht beim grossen Hauptschirm, sondern auf mobilen Geräten – daraus ergeben sich neue Chancen und Herausforderungen.

Wer das Zweitschirm-Phänomen (engl.: second screen) nicht aus eigener Praxis kennt, kann sich über dessen Verbreitung auf Zahlen stützen. So hat die von der Publisuisse in Auftrag gegebene Studie «Medien der Zukunft 2017» belegt, dass 37 Prozent der Studienteilnehmer das Internet mehrmals pro Woche oder täglich auch während des Fernsehens nutzen. Und gemäss einer Erhebung des Marktforschungsunternehmens Nielsen benutzen 40 Prozent der Amerikaner und Briten, die ein Smartphone oder Tablett besitzen, dieses täglich ein- oder mehrmals während dem Fernsehen, bei den Deutschen lag dieser Wert bei 20 Prozent und bei den Italienern bei 30 Prozent.

Neben Smart-TV (vgl. Werbewoche 10/2012, S. 24) und Catchup-TV (vgl. Werbewoche 12/2012, S. 27) entsteht mit Second Screen ein weiterer Trend, der die tatsächlichen Reichweiten der TV-Werbung erodieren lässt. Das Publikum ist zwar vor dem Fernseher versammelt, doch die Aufmerksamkeit liegt oft anderswo. Gemäss einer weiteren Nielsen- Umfrage checken 61 Prozent ihre Emails und 34 Prozent Sportresultate während einer Sendung. Doch der Bezug zum Fernsehen geht nicht ganz verloren: 37 Prozent suchten nach Informationen im Zusammenhang mit der laufenden Sendung. Dass immerhin 27 Prozent dabei im Anschluss an TVSpots entsprechende Produktinformationen suchten, zeigt das Potenzial für die kommerzielle Kommunikation. Und dass 22 Prozent dabei nach Coupons oder Sonderangeboten fahndeten, zeigt, wo ein Ansatzpunkt im Einsatz von Second-Screen-Werbung liegt. Interessant ist auch, dass der Besuch von Social Media Sites während der Sendung (47 %) und während den Werbepausen (45 %) unverändert attraktiv ist.

Diese Entwicklung im Konsumentenverhalten kann nicht ignoriert werden. Die Chance, neue Wege zum Publikum zu finden, es dafür zu begeistern und das so neu gewonnene Werberauminventar zu vermarkten, hat vorab in den USA eine Reihe von Startups auf den Plan gerufen. So gibt es speziell aufs Fernsehen ausgerichtete soziale Netzwerke, soziale Programmführer und Dienste, um passende Programme zu finden sowie Anwendungen für die Fernbedienung. Es gibt Dienste (oft als White-Label für Sender), um sich bei Sendungen einzuchecken, zum Diskutieren, zum Punkte sammeln und Anbieter, die spezielle Second-Screen-Inhalte und entsprechende Werbung gestalten, sowie Dienstleister rund um Social TV Analytics etwa für den Vertrieb von Second-Screen-Inhalten.

So ist das Second-Screen-Geschäft derzeit der Wilde Westen der TV-Branche – viele versuchen ihr Glück, aber nur wenige werden damit über die Runden und auf einen grünen Zweig kommen. Der Grund dafür ist rasch klar: Kaum ein Konsument will sich auf dem Zweitschirm mit zahllosen Apps abgeben wollen – deshalb ist eine relativ rasche Konsolidierung zu erwarten. Es werden senderübergreifende Second-Screen-Plattformen entstehen, die verschiedene Aktivitäten zusammenfassen, sich dabei mit verschiedenen Features voneinander unterscheiden und so um die Gunst der Kunden und der Konsumenten wetteifern werden. Damit die User nicht ständig neu klicken müssen, sondern neue Inhalte auf dem Zweitschirm synchron zur Handlung auf dem Hauptschirm angezeigt erhalten, setzen einige Second-Screen-Werbenetzwerke Techniken ein, um über das Mikrofon oder die Kamera des Zweitschirms das laufende Programm zu erkennen (sog. audio/video fingerprinting). Weil Second- Screen-Geräte oft ausgesprochen persönliche Objekte sind, können damit Konsumenten so wie bei der Online-Werbung gezielt angesprochen werden.

Gerade Sender erhalten mit dem Zweitschirm- Phänomen eine zweite Chance, sich gegen Einnahmeverluste zu wehren, die durch andere Trends wie Smart-TV und Catchup-TV angefacht werden. Zwei offensichtliche Anwendungsfälle sind News und Sport: Mit einer App einer Zweitschirm-Plattform können Zusatzinformationen angeboten werden: Zusätzliche Karten zu News-Ereignissen, ausgewählte Links auf weiterführende Informationen oder Statistiken und Sportlerporträts. Beim Westschweizer Fernsehen RTS ist seit Ende Februar ein derartiger Second-Screen-Pilot zur Tagesschau- Hauptausgabe angelaufen, der indes nun während des Sommers eingestellt worden ist (http://info.rts. ch/2eecran/). Erst recht ausgiebig sind die Gelegenheiten bei der Unterhaltung: TV-Shows werden künftig mit zwei parallelen Handlungssträngen entwickelt, einen für den Hauptschirm und einen für den Zweitschirm. Hier können die Protagonisten direkt mit dem Publikum interagieren («Soll ich mit Ben oder mit Greg in den Ausgang?»). Aussergewöhnliche Textpassagen können zum Teilen über Social Media angezeigt werden, oder es gibt Hinweise auf den laufenden Soundtrack (samt Download- Link). So können frei von Auflagen (wie etwa zum Product Placement) Werbebotschaften («Ich liebe mein rotes Kleid – hol es dir jetzt hier!») verbreitet werden. Parallel zu TV-Spots können über Apps mobile Coupons (vgl. Werbewoche 8/2012, S. 36) verteilt werden, womit nicht nur die Markenbindung gesteigert, sondern bei deren Einlösung der konkrete Werbeerfolg direkt messbar wird.

Geht es um die Anwendung solcher Praktiken bei uns, fallen alsbald die Hürden auf: Lohnen sich in unseren Minimärkten die Kosten zum Erstellen von Parallel-Inhalten für den Zweitschirm? Wie können Parallel-Inhalte bei eingekauften Programmen auch nach deren Verbreitung im Originalmarkt bei uns noch sinnvoll genutzt werden (wenn das oben erwähnte rote Kleid bei uns nicht erhältlich und inzwischen ohnehin völlig démodé ist)? Die Lösung dazu: TV-Shows werden von Anfang an für eine gleichzeitige internationale Verbreitung geplant samt integriertem Merchandising über einen eigenen eCommerce-Kanal.

Die hier beschriebenen Vorgehensweisen für TVWerbung auf dem Zweitschirm sind bei uns noch kaum verbreitet – mit einer Ausnahme: Web-TVDienste wie etwa Wilmaa oder Zattoo bieten programmbezogene Interaktionsmöglichkeiten an, wenngleich diese nicht auf einem zweiten Schirm stattfinden. Ein gutes Beispiel ist die Fussball-Europameisterschaft: So bot Wilmaa Live-Ticker, Gewinnspiele mit Live-, historischen oder Fun-Fragen sowie Team Votings an, und User konnten Inhalte über Facebook und Twitter teilen. So ist immerhin ein erster Schritt zur Eroberung des Zweitschirm- Marktes da, und es wird in nächster Zeit interessant sein zu beobachten, wer sich wie in Stellung bringen wird: Sind es die Schwergewichte aus Übersee oder dem benachbarten Ausland, die sich auch hier werden etablieren können, oder wird es einheimische Unternehmen geben, die diesen Markt für sich werden gewinnen können? Wird es etwa eine EU-geförderte Initiative oder/und ein (oder mehrere) helvetisches Sonderzüglein geben?

Christoph J. Walther

Die aktuellen Social-Media Überflieger
Wer in der Social-Media-Hitparade auf WEmad.org im Juni* am meisten dazugewonnen hat.

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Internationaler Input: Follow the Pictonauts

TBS Identity hat für die Kommunikation rund um das Zürcher Theater Spektakel ein Kunstprojekt lanciert.

Zum diesjährigen Zürcher Theater Spektakel schlug die Zürcher Kommunikations- und Designagentur TBS Identity der Festivalleitung etwas Besonderes vor: Für einmal sollte das Kampagnensujet für das internationale Treffen freier Theater auf Zürichs «Landiwiese» im Rahmen eines eigens dazu lancierten Kunstprojekts entstehen. Auf der Website www.pictonauts.theaterspektakel.ch erschaffen Zeichnerinnen und Zeichner aus der ganzen Welt gemeinsam ein Kunstwerk. Den Anfang machten Yuka Katagiri aus Tokio, Stefan Marx aus Hamburg, Marcus Oakley aus London und Beni Bischof aus St. Gallen. Die vier haben sich im März während zweier Wochen virtuell auf der Pictonauts- Plattform getroffen und zeichneten jeder für sich und doch alle miteinander an einer einzigen interkontinentalen Illustration, die in den verschiedenen Medien als visuelle Erkennung des Festivals 2012 dient. In einer zweiten Phase laden die vier Pictonauten befreundete Künstlerinnen und Künstler zum Mitzeichnen ein, die wiederum ihre zeichnenden Freunde einladen und so weiter. Aus der Kunst wurden dann die Visuals der Kampagne. pan

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Trendcommerce Group: Reorganisation der Firmenstruktur

Die St. Galler Trendcommerce Group reorganisiert aufgrund des starken Wachstums ihre Firmenstruktur. Die Geschäfte der Print One Digitaldruck wurden per 1. Juli 2012 von der Trendcommerce übernommen.

Der Namenswechsel ist Teil der neuen Markenstrategie. Das Ziel sei es, die Dachmarke Trendcommerce noch mehr zu stärken, heisst es in einer Mitteilung des Unternehmens. Neben der Stärkung der Dachmarke und dem einheitlichen Marktauftritt, verschlanke der Namenswechsel auch die Unternehmensstruktur innerhalb der Trendcommerce Group. Auf das bisherige Dienstleistungsangebot, die Kapazität und die Arbeitsqualität habe die Reorganisation keinen Einfluss, sagt Oliver P. Künzler, Kaufmännischer Leiter, Gründer und Mitinhaber der Trendcommerce Group. Im Herbst dieses Jahres werde der grosse Umzug in das neue Firmendomizil der Group im Westen der Stadt St. Gallen erfolgen.
 

Digital Drive: CP auf der Überholspur

Corporate Publishing ist weiter auf dem Vormarsch. Wachstumstreiber sind dabei eindeutig digitale Unternehmensmedien. Die neue Basisstudie III, die das Marktforschungs- und Strategieberatungsunternehmen Zehnvier für das Europäische Institut für Corporate Publishing durchgeführt hat, zeigt, dass besonders drei Trends den CP-Markt prägen.

Im Vergleich zu 2010 sind die CP-Investitionen im deutschsprachigen Raum um 6 Prozent gestiegen. Dieses Jahr werden Firmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz etwa 5,7 Milliarden Schweizer Franken in Unternehmensmedien investieren. Die CPLandschaft wird dabei von drei Trends geprägt.

Digital Drive. Rund 3,4 Milliarden Schweizer Franken – etwa genauso viel wie 2010 – werden dieses Jahr in Printmedien investiert. Magazine, Geschäftsberichte und Corporate Books erweisen sich also weiterhin als attraktive Kommunikationsmittel. Wachstumstreiber aber sind digitale Unternehmensmedien, von Sozialen Medien über Videos bis hin zu Apps. Gegenüber 2010 haben die Investitionen im Digitalsektor um mehr als 20 Prozent auf nun rund 2,3 Milliarden Schweizer Franken zugelegt. Damit entfallen bereits 40 Prozent der CP-Investments auf diesen Bereich. Für die Zukunft zeichnet sich eine Fortsetzung des digitalen Schwungs ab: 65 Prozent der Unternehmen beabsichtigen, ihre Investitionen in digitale Unternehmensmedien weiter zu forcieren.

Content & Commerce. CP entfaltet zunehmend entlang der ganzen Customer Journey ein hohes Momentum. Unternehmensmedien tragen unverändert zur Präsenz der Marke (Nennung durch 83% der Unternehmen), zur Verbesserung des Unternehmensimages (80%) und zur Stärkung der Kundenbindung (79%) bei. Gleichzeitig wächst ihr Einfluss auf die Kaufentscheidung von Kunden. Schon jetzt sind 61 Prozent der Unternehmen davon überzeugt, mit CP neue Kunden zu gewinnen, 50 Prozent sind der Ansicht, dass CP die Nachfrage steigert und den Absatz fördert. Gerade die digitalen Unternehmensmedien bieten zusätzliche Möglichkeiten, um mit hochwertigen journalistischen Inhalten den Vertrieb zu unterstützen. So haben beispielsweise bereits 41 Prozent der Unternehmen, die Content-Apps einsetzen, ihre Apps an Shopping-Systeme angebunden.

Relevance. Corporate Publishing ist heute eine der wichtigsten Kommunikationsdisziplinen. Das zeigt sich nachdrücklich darin, dass für 76 Prozent der Studienteilnehmer CP als Kommunikationsinstrument genauso relevant ist wie klassische Werbung oder PR. Vier von zehn Unternehmen im deutschsprachigen Raum haben in den letzten beiden Jahren bereits Budgets aus klassischer Werbung in CP umgeschichtet. Für die Zukunft zeichnet sich ein weiterer Bedeutungsanstieg des Corporate Publishing ab, denn 38 Prozent der Unternehmen planen, auch künftig Budgets von klassischer Werbung hin zu Unternehmensmedien zu verlagern. Clemens Koob

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