Jung von Matt/Limmat: «Wir sind jung und brauchen das Geld»

Unter dem Motto «Wir sind jung und brauchen das Geld» hat die Migros Kultmarke M-Budget am vergangenen Wochenende am Openair St. Gallen ihr Festival-Engagement lanciert. Mit der Festivalsaison startet auch der WG-Wettbewerb «M-Budget-WG» in die nächste Runde.

Zehn qualifizierte Wohngemeinschaften, ausgestattet mit VIP-Pässen und eigenem WG-Zelt, kämpfen an den Openairs um den Einzug ins Finale. Begleitet werden sie dabei vom interaktiven TV-Sender joiz.
 

An den Openairs St. Gallen, Frauenfeld, Gurten, Heitere und Gampel bieten M-Budget-Helfer den Festivalbesuchern ungewöhnliche aber praktische Dienstleistungen zu absoluten Tiefstpreisen an. Für 3,90 Franken übernimmt ein M-Budget-Helfer den mühseligen Zeltaufbau. Für 2,90 Franken kann man ein Konzert auf den Schultern eines M-Budget-Helfers geniessen und für 1,90 Franken schleppt einem ein M-Budget-Helfer das Gepäck. Sonnen- oder Regenschutz bieten M-Budget-Helfer mit Schirmen für 1,10 Franken an. Für Abkühlung an heissen Tagen sorgen M-Budget-Helfer mit Fächern. Wer keine Lust hat, in der Warteschlange anzustehen oder auf dem Festivalgelände einzukaufen, kann sich für 1,90 Franken respektive 2,90 Franken einen M-Budget-Helfer buchen. Und für gerade mal 10 Rappen bekommt jeder Festivalbesucher eine Umarmung.

Auf M-budget-festivals.ch konnte die Community im Vorfeld nicht nur mitbestimmen, welche M-Budget-Dienstleistungen an den Festivals angeboten werden sollen, sondern sich ebenfalls als M-Budget-Helfer bewerben. Bisher haben sich 3’450 Freiwillige angemeldet.

Verantwortlich bei Migros: Martin Haslinger (Markenverantwortlicher M-Budget), Dirk Worring (Leiter Digital Marketing), Catherine Maeder (Projektleitung Digital Marketing), Patricia Zingg, Urs Engler (Projektleitung Sponsoring und Eventmarketing). Verantwortlich bei Jung von Matt/Limmat: Alexander Jaggy (Creative Director), Samuel Christ (Text), Wim Roelfs, Bruno Manser (Art Director), Tenzin Tibatsang (Grafik), Thomas Steiner, Dan Nessler, Petra Moser (Beratung), Philipp Bühler, Bettina Luginbühl (Public Relation, Social Media). Verantwortlich bei Joiz: Alexander Mazzara (CEO und Co-Founder), Dominik Stroppel (Chief Operations Officer), Yves Schifferle (Projektleitung), Martina Strul (Produzentin).

 

Das internationale Bühler-Magazin neu konzipiert

Die traditionsreiche internationale Kundenpublikation Diagram von Bühler wurde zum Magazin entwickelt. Der Content wurde dabei journalistisch vertieft.

Das neue Diagram in Magazinformat erschien im April dieses Jahres. Für Konzeption, Content, Design und Produktion der internationalen, seit den 1950er-Jahren bestehenden Bühler-Publikation zeichnet neu die Corporate-Publishing- Dienstleisterin Primafila AG verantwortlich. Ist der Hauptsitz des internationalen Technologiekonzerns in Uzwil hell, frisch und widerspiegelt den innovativen Geist, so soll sich das Publishing von Bühler diesen Branding-Werten in seiner Weise ebenfalls verpflichten. Aber es geht nicht nur um das Design in dieser Welt der Prozesstechnologie, sondern auch um die journalistische Ansprache. Das internationale Primafila-Netzwerk kommt zum Einsatz, so in Portugal, Pakistan, Ägypten, Kanada, Indien, Japan (siehe Bild). Diagram, ein klassisches B2B-Publishing- Produkt, erscheint dreimal jährlich in acht Sprachen.

Buehler-Magazin

Cherchez la femme (II)

Die Eifersucht einer First Lady als freie Mitarbeiterin: Valérie Trierweilers Twittergate wird zum französischen Sommertheater. Von Jürg Altwegg, Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Genf.

Und wie geht es der schönsten Journalistin von Paris?». Auch bei Valérie Trierweiler hatte es Dominique Strauss-Kahn mit seiner plumpen Anmache versucht. Sie war seit zwei Jahren mit François Hollande liiert, als dieser im Wahlkampf 2007 den treuliebenden Lebenspartner an Ségolène Royals Seite gab. Kennengelernt hatte sie den sozialistischen Politiker als Kulturjournalistin beim Paris- Match, dessen Chefredaktor einst entlassen wurde, weil er die ehemalige Madame Sarkozy mit ihrem neuen Partner aufs Cover hievte. Im Wahlkampf wurde Trierweiler von der Illustrierten kalt gestellt – nach dem linken Triumph wurde ihr Vertrag verlängert. Ihr Büro allerdings ist im Elysée, den Sekretär bezahlt der Staat.

Ihr erster Artikel: die Rezension einer Biografie der Gattin von US-Präsident Roosevelt. Bei heiklen Interviewanfragen an den Präsidenten und zwischen den unterschiedlichen Medien würde sie entscheiden, erklärte Trierweiler im Radio. Und entfachte erneut die Debatte über die Rolle der Journalistinnen an der Seite der Politiker. In der Liebe zwischen Macht (männlich) und Medien (weiblich) lokalisiert die Republik ihr Traumpaar: Minister und Starjournalistin, verheiratet in zweiter und dritter Ehe. Sie ist eine Errungenschaft der Kaviar-Linken: DSK/Anne Sinclair waren zusammen mit Bernard Kouchner/Christine Ockrent ihre Pioniere. Auch bürgerliche Kabinettsmitglieder haben seither TVModeratorinnen gefreit. Im neuen Kabinett ist das Modell ebenfalls vertreten.

Im Elysée aber blieben die Journalistinnen bislang auf das Gerücht als mutmassliche Geliebte beschränkt. Es kursiert seit Giscard d’Estaing. L’Express-Begründer Jean-Jacques Servan-Schreiber schickte gezielt die attraktivsten Redakteurinnen in kurzen Röcken zu den Politikern. Zwischen Cecilia und Carla Bruni wurde eine Journalistin des Figaro an Sarkozys Seite geortet. «Ich dachte, die schönste Journalistin in Paris sei Anne Sinclair», soll die schlagfertige Trierweiler DSK damals abgewiesen haben. Mit ihrer Twitter-Botschaft, in der sie bei der Parlamentswahl den Gegner von Ségolène Royal unterstützte, hat sie die erste Affäre seit dem Machtwechsel ausgelöst. Der Premierminister musste die Frau seines Präsidenten zurechtweisen. «Wer ist der Chef im Elysée?», titelte L’Express.

Die Rivalität zweier Frauen wird zum Thema des anlaufenden Sommertheaters. Das Buch «Les Strauss-Kahn», dessen Autorinnen – Journalistinnen des Weltblatts Le Monde – DSKs Annäherungsversuche an die schönste Journalistin enthüllen, ist der Bestseller der Saison. «Die grossen Eifersüchtigen, die Geschichte machen», werden vom Magazin Marianne aufgelistet. «Beten für den Präsidenten» zwischen zwei Frauen wollte in einer Sonntagszeitung Starschriftsteller Philippe Sollers. Er schreibt seit Jahren für das Journal du Dimanche. Von François Hollande, der ein «normaler» Präsident sein wollte, ist aus der privaten Biografie inzwischen mehr bekannt, als man je vom extravaganten Vorgänger lesen musste. Nur Paris-Match, dessen Kerngeschäft das alles ist, sind aus Rücksicht auf die mächtige freie Mitarbeiterin die Hände gebunden. Auch das im gleichen Verlag erscheinende Journal du Dimanche übt sich erneut in Regierungstreue. Für Sarkozy war 2007 ein Artikel über seine Frau, die nicht zur Wahl ging, aus dem Blatt gekippt worden. Und jetzt wird Philippe Sollers der Laufpass gegeben. PS: Die Hälfte der mehr als dreissig Minister im neuen Kabinett sind Frauen. Nie war deren Anteil im Parlament so gross wie seit der Wahl im Juni.
 

Vier Trends prägen das TV der Zukunft

Das TV wird den Fernseher verlassen. Zugleich wird das TV-Gerät für immer mehr Funktionen genutzt werden. Dies sind zwei von vier Trends, die einer neuen deutschen Studie zufolge die Zukunft des TV prägen werden.

Um ein Bild von den Entwicklungslinien des TV zu zeichnen, haben die Kommunikationsagentur Interone und das Trendforschungsinstitut JeldenTTC verschiedene Methoden miteinander kombiniert – unter anderem Tiefeninterviews mit Lead- Usern, eine repräsentative Befragung von über 1000 Konsumenten zwischen 18 und 74 Jahren und Interviews mit Medienexperten. Zunächst zeigt die Studie, dass Multi- Screening normal wird. Einerseits wird der klassische TV weiter eine zentrale Rolle spielen, andererseits werden neue Formen des Fernsehens wichtiger. Jeder Zweite nutzt schon heute regelmässig andere Geräte, um Bewegtbildinhalte zu schauen. Wer mobile Endgeräte sein eigen nennt – und dies sind immer mehr Konsumenten –, integriert sie in seine Sehgewohnheiten. 86 Prozent erachten ihr Notebook als wichtig für ihre Bewegtbildnutzung, Smartphones und Tablets sind je für drei von vier Besitzern wichtig. Während der TV seine Funktion als soziales Lagerfeuer behauptet, werden die mobilen Geräte eher individuell genutzt. Sie ergänzen die klassische TV-Nutzung, indem sie vertiefende Informationen bereithalten, einen Austausch mit anderen über das Programm erleichtern und es erlauben, Inhalte unterwegs anzusehen. Und sie stärken die individuelle TV-Nutzung. Schon heute ist es so, dass bei jedem vierten Befragten (27%) der Partner im gleichen Raum sein eigenes Programm am mobilen Gerät sieht, während man selbst fernschaut. Als zweiten Trend identifiziert die Studie die zunehmende On-Demand-Nutzung. Die Freiheit, Inhalte jederzeit sehen zu können, wird zwar erst in Grenzen genutzt, aber die Möglichkeit zählt. Befeuert wird der Trend zur On-Demand- Nutzung auch von den Mediatheken. Bereits 47 Prozent der Befragten geben an, Mediatheken regelmässig zu nutzen. Oft wird der Inhalt dabei einfach später gestartet, weil es zeitlich gerade besser passt. Gelegentlich stöbern Nutzer auch in den Mediatheken, wenn sie nicht wissen, was sie schauen sollen. In Zukunft wird die On-Demand-Nutzung dank neuer Empfehlungs- und Kurationsmechanismen noch bequemer werden. Der dritte Trend ist der Entwicklungssprung bei den TV-Geräten. Heute sind vernetzte TV noch ein Nischenphänomen: Nur 14 Prozent surfen regelmässig über den Fernseher im Netz. Aber 41 Prozent der Konsumenten gehen davon aus, dass sie das 2015 tun werden. Etwa jeder Vierte kann sich auch eine Nutzung von Apps auf dem TV vorstellen. Mit der Vernetzung erhöht sich auch die Chance, die Zuschauer interaktiv in das TV-Programm einzubinden. Fast jeder Fünfte denkt, dass er im Jahr 2015 interaktiv an TV-Shows teilnehmen kann. Das «Soziale Fernsehen» ist nach Ansicht der Studienmacher der vierte wesentliche Trend. TV bleibt ein soziales Medium – dafür sorgt das Bedürfnis der Konsumenten nach Gemeinschaft. Neben dem Public Viewing spielen dabei das private Group Viewing und Social TV eine wichtige Rolle: 38 Prozent der Befragten treffen sich regelmässig mit Freunden und Bekannten, um gemeinsam Filme, Shows oder Sport zu schauen, jeder Fünfte (19%) tauscht sich auf Facebook oder Twitter über Fernsehinhalte aus. TV-Sender werden künftig noch mehr auf Formate setzen, bei denen es Live- und Mitmach- Elemente gibt und die sich länger aufbauen. Bleibt die Frage, was daraus für die Marketingkommunikation folgt. Aus Sicht der Studie zeichnet sich ab, dass die TV-Werbung demokratischer wird. Die Zuschauer werden zwischen Werbeansätzen wählen können (z. B. Pre-Roll- oder Unterbrecher- Werbung), und sie werden Spots mit «gefällt mir» bewerten. Die Grenze zwischen Werbung und Inhalt wird durchlässiger, Angebote werden vermehrt in Filmen, Serien oder Shows platziert. Marken werden künftig verstärkt auf langfristige Engagement-Strategien setzen. TV-Werbung wird dabei ein Wegweiser sein, der die Konsumenten in die medienübergreifende Markenwelt führt. Clemens Koob  

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The House Agency: Ferien-Foto-Wettbewerb für Hotelplan

Im Zuge des Relaunch der Facebook-Seite von Hotelplan mit neuen Apps und erweitertem Content hat die Agentur The House Agency den Sommer-Foto-Wettbewerb «Zeig uns dein Ferienglück» umgesetzt.

Die Agentur fokussiert dabei die Verschmelzung von On-/Offline mit dem Ziel, die Effizienz der Online-Kampagne von Hotelplan zu steigern. Für den Ferien-Wettbewerb wird das Publikum in Anlehnung an den Claim «Niemand macht mehr Schweizer glücklich» aufgefordert, das glücklichste Ferienbild ihrer Sommerferien 2012 auf die Facebook-Wettbewerbsseite hochzuladen. Eine Jury von Hotelplan kürt 8 Gewinnerfotos aus allen Teilnehmern. Teilnahmeschluss ist der 26. August 2012. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 3. September 2012.

Beworben wird die Kampagne mittels Flyern in den Hotelplan-Filialen sowie in den Reiseunterlagen der Kunden. Ausserdem wird der Ferien-Foto-Wettbewerb auch über soziale Medien, Google Such- und Display-Netzwerke, Newsletter und die Homepage Hotelplan.ch aufmerksam gemacht.
 

«Literaturclub» auf SF 1 neu mit Stefan Zweifel

Stefan Zweifel ist der neue Gesprächsleiter des «Literaturclub». Die Kritikerrunde der SRF-Literatursendung wird mit Elke Heidenreich, Rüdiger Safranski und Hildegard Elisabeth Keller ab dem 18. September 2012 neu besetzt.

Stefan Zweifel ist ab dem 18. September 2012 Gesprächsleiter der neuen Runde. Er ist freier Publizist und war seit 2007 im Kritikerteam des «Literaturclub». Er ist mit Übersetzungen des Marquis de Sade und Rousseaus hervorgetreten, doktorierte in Philosophie und schrieb für Das Magazin, Du und die NZZ. Seit 2009 leitet er die Gesprächsreihe «Reflektorium» am Burgtheater Wien. 2009 erhielt er den Berliner Preis für Literaturkritik. Stefan Zweifel zur neuen Aufgabe: «Der Literaturclub war für mich immer eine schöne Schule des Lesens. Ich warte gespannt, wofür mir die neue Kritikerrunde den Blick öffnen wird. Ich möchte die weite Landschaft der Schweizer Literatur genauer erkunden. Denn eng ist sie schon lange nicht mehr. Und auch sonst möchte ich aus globaler Ferne im Fremden das Eigene erkennen.»

Einen festen Platz im Kritikerteam des «Literaturclub» nimmt neu Elke Heidenreich ein. Die einem breiten Publikum bekannte Schriftstellerin und Literaturkritikerin wurde populär mit ihren Radiosendungen, ihren Buchveröffentlichungen und der Sendung «Lesen!», die sie von 2003 bis 2008 im ZDF moderierte. Ab 2008 gab sie in einer eigenen Edition Musikbücher heraus. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet.

Neu dabei ist auch Rüdiger Safranski. Der Philosoph und Schriftsteller wurde bekannt durch seine Bücher zu Schiller, E.T.A. Hoffmann, Schopenhauer, Nietzsche und Heidegger. Er moderierte zusammen mit Peter Sloterdijk zuletzt von 2002 bis 2012 das «Philosophische Quartett» im ZDF.

Hildegard Elisabeth Keller, 1960 in Sankt Gallen geboren, ist Professorin für Deutsche Literatur an der Universität Zürich und der Indiana University in Bloomington (USA). Seit 2009 ist sie in der Jury des Ingeborg Bachmann-Preises. Hildegard Elisabeth Keller ist zudem als freie Autorin, Kritikerin und Performerin tätig. Sie wird im Wechsel mit einer weiteren Kritikerstimme aus der Schweiz im Team dabei sein.

Wie bisher wird die Diskussion von Fall zu Fall durch Einspieler unterstützt. Diese hätten neu vor allem dokumentarischen Charakter, sagte Esther Schneider, Redaktionsleiterin Literatur, gemäss SDA. Auf die Rubrik «Mit wem schlafen Sie?» werde in Zukunft verzichtet. Der «Literaturclub» wirdweiter im Papiersaal Sihlcity in Zürich öffentlich und vor Publikum aufgezeichnet. Allerdings werde nicht mehr an der Bar sondern in Sesseln diskutiert, sagte Schneider. Seit dem Relaunch vor zwei Jahren hatte die Diskussion an der Bar stattgefunden. Die neue Runde startet am Dienstag, 18. September 2012, mit ihrer ersten Sendung. Im Zentrum der Sendung steht die engagierte Diskussion über relevante literarische Neuerscheinungen, Sachbücher sowie Klassiker, die neu aufgelegt werden.
 

Corporate Movies ohne Werbefloskeln

Mit der zunehmenden Bedeutung von Videoinhalten in der Unternehmenskommunikation stellt sich vermehrt die Frage nach der richtigen Form. Welche Formate überzeugen, in welche Richtung sollen sich Corporate Movies entwickeln? Eines ist klar: Zu sehr auf Werbebotschaften fokussierte Filme wirken meist steif und passen nicht mehr ins Zeitalter von Web 2.0.

Bewegtbild wird ein immer wichtigeres Medium für die Unternehmenskommunikation. Diese Erkenntnis ist keineswegs neu. Die Zeiten allerdings sind vorbei, in denen mit mehr oder weniger aufwändig produzierten Videos primär Produkte und Dienstleistungen kritiklos wie in einem Werbespot propagiert werden konnten. Mit dem Einzug von Social Media in die Corporate Communications und den durch das Web 2.0 veränderten User-Bedürfnissen fehlt solchen eindimensionalen Formaten schlicht die Glaubwürdigkeit – zumindest in den meisten Fällen. Nicht selten kratzen hölzerne CEO-Statements oder gekünstelte Interviews gar an der Grenze zur Peinlichkeit. Auch ist es mit dem Unterhaltungswert meist nicht zum Besten bestellt: Nur wenige Corporate Movies halten der wachsenden Konkurrenz an Videos im Internet qualitativ stand.

Storytelling geht in die nächste Runde

Wie aber setzt man ein Unternehmen ins rechte bewegte Licht? Wie wirkt ein Unternehmen über das Medium Video glaubwürdig und eben nicht platt bis peinlich? Die Lösung liegt in einem lediglich indirekt stattfindenden Zusammenhang zum Unternehmen. Bestehende und auch potenzielle Kunden müssen überrascht werden und sich mit dem im Film Gezeigten identifizieren können. Gerade Digital Natives lassen sich nicht mehr einfach mit einstudierten Floskeln abspeisen. Nur so spielt ein Film im Web 2.0 auch seine Stärke aus, nämlich das Erzählen einer bleibenden Geschichte und der damit einhergehenden Weiterverbreitung. Identifikation findet also über ein Storytelling statt, das zwar direkt mit dem Unternehmen und seiner Welt verknüpft ist, aber dem Betrachter aufs Auge drücken muss man dies nicht. Austauschbare PR-Botschaften wirken allzu oft angestrengt und gehen grundsätzlich von einem mangelnden Verständnis des Betrachters aus.

Eine gute Geschichte, Authentizität und Ästhetik

Sehr wirkungsvoll – sei es nun für ein Konsumgüterunternehmen, einen Versicherer oder für einen B2BKonzern – sind beispielsweise ästhetische Filmporträts mit authentischen Lebensentwürfen aus der Welt der Kundinnen und Kunden. Mit Menschen also, die sich durch ihre Tätigkeit, ihren Beruf oder eine besondere Leidenschaft hervortun. Der Kunde wird so zum indirekten Botschafter für das Unternehmen, ohne dass man ihm vorgefertigte Sätze in den Mund legt. Eine gute Geschichte funktioniert immer, und wenn sie dann noch in irgendeiner Form mit der Tätigkeit des Unternehmens in Verbindung gebracht werden kann, erhält dieses ein Gesicht und profitiert von einer Reputationssteigerung. Produkte oder Dienstleistungen sind das eine, wer diese für sich in Anspruch nimmt das andere, meist relevantere Verkaufsargument. Auf Infotainment ausgerichtete Unternehmensblogs oder Webmagazine bieten die ideale Plattform für die Verbreitung dieser Idee. Otto beispielsweise geht mit seinem Blog Twoforfashion.otto.de in eine gute Richtung, oder auch Mercedes-Benz mit dem Blog mb.mercedes- benz.com. Da erzählt unter anderem der Einrad- Pionier Kris Holm über seine waghalsige Interpretation vom Fahren auf nur einem Rad – immer stilvoll inszeniert und authentisch. Die Marke Mercedes- Benz wird dabei mit keinem Wort erwähnt. Der Stern erhält dadurch trotzdem mehr Glanz.

 

Entschieden wird in Millisekunden

Mega-Trend oder nur ein Hype? Alle reden von «Real-Time-Bidding». Die neueste Vermarktung von Online-Werbung funktioniert wie eine «Banner-Börse». Gemeint ist der auktionsbasierte Einkauf von Online-Werbeplätzen in Echtzeit, wie Remo Prinz von Serranetga erklärt.

WW: Alle reden von Real-Time-Bidding. Über was reden diese Leute?
Remo Prinz: Gemeint ist damit der auktionsbasierte Einkauf von Online-Werbeplätzen in Echtzeit. Bei dieser neuen hoch technologischen Lösung findet der Austausch zwischen Nachfrage- und Angebotsseite – also zwischen Advertisern und Publishern – elektronisch statt. Damit das funktioniert, kommen auf beiden Seiten Software-Systeme zum Einsatz: die «Demand Side Platform» (DSP) auf der Nachfrageseite und die «Supply Side Platform» (SSP) auf der Angebotsseite. Der gesamte Prozess von der Anfrage und der Überprüfung der Verfügbarkeit über das Gebot bis hin zum Zuschlag und der Auslieferung des Werbemittels wird in wenigen Millisekunden abgewickelt. Das ist so schnell, dass die Werbung aus Sicht des angesprochenen Konsumenten in Real Time ankommt. Daher der Name Real- Time-Bidding oder abgekürzt RTB.

Sind auch falsche Vorstellungen im Umlauf?
Wir stehen am Anfang eines Innovationszyklus. Klar, dass da auch falsche Vorstellungen im Umlauf sind. Zunächst ist die Vorstellung falsch, man könne ohne Vorwissen auf diesen Zug aufspringen. Die aufkommenden DSPs und SSPs sind zwar wunderbare Werkzeuge, es braucht aber Menschen, die diese Innovationen vorantreiben und die Werkzeuge richtig bedienen können. Setzt man einen Laien ins Cockpit eines Düsenjets, wird dieser niemals abheben, geschweige denn sicher landen. Genauso verhält es sich mit Real-Time-Bidding. Schon das Auswahlverfahren für die richtigen Technologien ist aufwendig und setzt viel Vorwissen voraus. Nur wer bereit ist, Zeit und Geld zu investieren, und die richtigen Leute an Bord holt, um dieses Know-how aufund auszubauen, wird mit den neuen Technologien abheben und vielleicht sogar ein Looping fliegen.

Lesen Sie mehr dazu in der aktuellen Printausgabe der Werbewoche.

Burda baut «Editorial Commerce» aus

Die Burda Intermedia Publishing BIP hat ihren strategischen Schwerpunkt «Editorial Commerce» ausgebaut. Seit dem 1. Juli 2012 ist Kathrin Bierling Mitglied der Chefredaktion der BIP Digital und Rolf Moelter verstärkt als Head of E-Commerce das Team von Patrick Fischer.

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Kathrin Bierling ist in der Chefredaktion markenübergreifend verantwortlich für die Online-Auftritte mit thematischem Schwerpunkt Fashion und Beauty (unter anderen Elle, Freundin, In Style und Cover). Kathrin Bierling ist Modejournalistin und führt seit mehreren Jahren den Blog Modepilot. Daneben hat sie zuletzt den Onlineshop des Luxusmode-Anbieters Maendler geleitet. Kathrin Bierling war zuvor Redakteurin bei InS tyle und Editor-at-large bei Fivetonine, einem Angebot der Wirtschaftswoche.  In der BIP soll sie die Online-Auftritte der starken Frauenmarken der Burda Style Group inhaltlich weiter ausbauen und ihnen dabei zusätzliche innovative Impulse geben, heisst es in einer Burda-Mitteilung.

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Zweiter Neuzugang ist Rolf Moelter, der seit 1. Juli als Head of E-Commerce das Team von Patrick Fischer, Director Digital, verstärkt und die Verantwortung für alle Onlineshops der BIP übernimmt. Rolf Moelter war als Head of Online Marketing zuletzt bei der Tirendo Holding und direkt davor mehrere Jahre bei der Zooplus in München tätig. Seine Aufgabe ist es unter anderem, die E-Commerce-Aktivitäten der BIP auszubauen, zu professionalisieren und weitere Partnerschaften für alle Portale zu schließen.
 

Weiterbildung: Was muss der Arbeitgeber bezahlen?

«Wer rastet, der rostet.» Fortschrittliche Firmen bezahlen ihren Angestellten daher Weiterbildungen, damit diese beruflich auf dem neusten Stand bleiben und dem Betrieb einen optimalen Nutzen bringen. Als Gegenleistung ist es erlaubt, solche Mitarbeitende unter gewissen Voraussetzungen längerfristig an den Betrieb zu binden. Von Irmtraud Bräunlich Keller, lic.rer.pol., Redaktorin und Arbeitsrechtsexpertin beim Beobachter-Beratungszentrum.

Haben Angestellte einen Anspruch auf regelmässige Weiterbildung? Und muss sich der Arbeitgeber an den dadurch entstehenden Kosten beteiligen? Bis heute ist das gesetzlich nicht explizit geregelt. Immerhin will der Bundesrat mit einem neuen Weiterbildungsgesetz die Weiterbildung fördern. Die Arbeitgeber sollen dazu verpflichtet werden, die Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden «zu begünstigen». Doch das ist Zukunftsmusik. Heute legt das Obligationenrecht nur fest, dass Auslagen, die bei der Arbeit notwendigerweise entstehen, vom Arbeitgeber zu tragen sind. Daraus folgt, dass die Kosten für die Einarbeitung oder für Kurse, die der Arbeitgeber für obligatorisch erklärt, von der Firma bezahlt werden müssen. Die Ausbildungszeit gilt dann als Arbeitszeit. Anders sieht es aus, wenn Arbeitnehmende aus eigenem Antrieb einen Lehrgang besuchen, weil sie lernbegierig sind und beruflich weiterkommen wollen. In diesem Fall ist der Arbeitgeber nicht ver- pflichtet, sich an den Kosten zu beteiligen oder der Mitarbeiterin Freizeit für den Kursbesuch zu gewähren. Viele Arbeitgeber tun dies trotzdem, um ihre Leute zu fördern. Doch Weiterbildung ist teuer, und wer in die Ausbildung seiner Angestellten investiert, möchte auch sicher sein, dass diese nicht umgehend mit ihrem frisch erworbenen Wissen zur Konkurrenz abwandern. Um dies zu verhindern, können Arbeitgeber ihre Zahlungen an Bedingungen knüpfen.

Meist muss sich der Angestellte verpflichten, nach Abschluss der Ausbildung eine gewisse Zeit im Betrieb zu verbleiben oder aber die Ausbildungskosten zurückzuerstatten Viele Firmen erstellen ein Weiterbildungsreglement, in welchem grundsätzlich festgelegt ist, wann und zu welchen Bedingungen sich der Betrieb an Kursen und Lehrgängen finanziell und durch Gewähren von zusätzlicher Freizeit beteiligt. Darüber hinaus empfiehlt es sich, individuelle Vereinbarungen mit den betreffenden Mitarbeitern abzuschliessen, welche die Einzelheiten im konkreten Fall definieren. Dabei sind folgende Grundsätze zu beachten:

– Die Vereinbarung muss schriftlich vor Beginn der Ausbildung getroffen werden.
– Die Verpflichtungsdauer ist zeitlich zu begrenzen und muss in einem angemessenen Verhältnis zur Ausbildungszeit und zum finanziellen Engagement des Arbeitgebers stehen – üblich sind zwei bis drei Jahre seit Abschluss der Ausbildung.
– Kündigt der Arbeitnehmer vorzeitig, gilt eine anteilmässige, nach Monaten abgestufte Rückzahlungspflicht. Verbleibt die Angestellte beispielsweise nur die Hälfte der vertraglich abgemachten Zeit bei der Firma, muss sie die Hälfte der Weiterbildungskosten zurückerstatten.
– Bei unverschuldeter Kündigung durch den Arbeitgeber entfällt die Rückzahlungspflicht des Arbeitnehmers.

Benötigen Sie eine Rechtsberatung?
Das Beobachter-Beratungszentrum bietet Ihnen und Ihren Mitarbeitern eine tele- fonische Expertenberatung zu Rechtsfragen Ihrer Firma an – 6 Monate für nur Fr. 99.–. Bestellen Sie das Beratungs- Package für KMU unter www.beobachter.ch/kmu oder 0800 83 0800.

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Arbeitsrecht
Vom Vertrag bis zur Kündigung

Dieses Handbuch der Beobachter- Arbeitsrechtsspezialistin verschafft den Durchblick. Was gehört in einen Arbeitsvertrag? Was tun bei einer Lohnkürzung? Wie läuft es mit Überstunden? Wie kündige ich korrekt? Wie kann ich mich wehren? Hier finden Sie kompetente Antworten auf Ihre Fragen, wegweisende Gerichtsurteile und viele praktische Tipps. 272 Seiten, Fr. 36.–, 11., überarbeitete und aktualisierte Auflage, 2011, ISBN 978 3 85569 440 2, Beobachter- Buchverlag

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Mediaedge:cia Switzerland: Sergio Zappa folgt auf Oliver Frank

Sergio Zappa übernimmt per sofort die Funktion als Interaction Director bei MEC Mediaedge:cia Switzerland. Er folgt auf Oliver Frank, der sich einer neuen Herausforderung stellt.

Sergio Zappa, bisher Senior Interaction Planner, verfügt gemäss Mitteilung vom Mittwoch über eine fundierte Informatik- und Online-Erfahrung und war vorgängig für Blick, Bluewin.ch und Tilllate.com tätig. Sergio Zappa und sein Interaction-Team bieten im digitalen Bereich Fullservice in Strategie, Planung, Einkauf, Optimierung sowie Analyse und Dokumentation.

Bei MEC Mediaedge:cia Switzerland arbeiten schweizweit rund 40 Mitarbeiter an den beiden Standorten Lausanne und Zürich und erarbeiten integrierte Kommunikationslösungen für lokale, regionale und internationale Kunden.
 

«Vatileaks»: Untersuchungsbericht soll bald vorliegen

Die Ergebnisse der Untersuchung der sogenannten «Vatileaks»-Affäre im Vatikan sollen bis Ende Juli vorliegen. Der Bericht werde dann an Papst Benedikt XVI. übergeben, erklärte ein Vatikansprecher am Dienstag.

Der Bericht des aus Kardinälen bestehenden Ermittlungskomitees soll demnach vertraulich bleiben. In den vergangenen Monaten waren immer wieder interne Dokumente aus dem Vatikan an italienische Medien weitergegeben worden, in denen es unter anderem um Korruption, Geldwäsche und Kindesmissbrauch ging. Im Mai wurde der Kammerdiener des Papstes, Paolo Gabriele, festgenommen. Gabriele steht im Verdacht, eine der undichten Stellen zu sein. Ihm drohen im Fall einer Verurteilung bis zu sechs Jahre Haft, er könnte aber auch vom Papst begnadigt werden.

Die Befragung Gabrieles soll in der kommenden oder in der darauffolgenden Woche abgeschlossen werden. Ein möglicher Prozess würde laut Vatikan nicht vor Oktober beginnen. Der Papst flog unterdessen per Helikopter in seine Sommerresidenz Castel Gandolfo bei Rom. Dort will er nach Angaben des Vatikan knapp drei Monate bleiben. (SDA/AFP)

Zu guter Letzt: Wikileaks hat einen Nachfolger: Vatileaks

(Bild: Keystone)

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