Wirz sucht Geschmack-Designer für Terra Chips

Wer kreiert den perfekten Geschmack für die neue Special Edition von Terra Chips? Wirz Werbung lässt diese Frage von den Kunden beantworten – mit einem Geschmacks-Wettbewerb.

Auf Terrachips.ch können die Teilnehmer aus über 100 virtuellen Zutaten ihren eigenen Chips-Geschmack komponieren. Die beste Kreation wird von einer Fachjury ausgewählt, zum Verkauf in der Migros produziert und der Sieger bekommt 1 Prozent vom Umsatz. Die Neuauflage der Kampagne vom Vorjahr bringe Geschmack auf überraschende Art in die digitale Welt, so die Agentur: Die eingereichten Kreationen werden automatisch in animierte Geschmacksbilder umgewandelt und dem User präsentiert. Zusätzlich entstehe aus der Zusammensetzung der Zutaten auch ein einzigartiges Klangbild.

Verantwortlich bei Bischofszell Nahrungsmittel: Helen Marti (Leiterin Marketing Services), Remo Manz (Geschäfts-Bereichsleiter Marketing & Verkauf). Verantwortlich bei Wirz: Markus Schärer, Philipp Skrabal (Gesamtverantwortung), Tanja Jablanovic, Winfried Schneider, Marco Zimmerli, (Kreation), Amir Ferhatbegovic (Beratung), Ramon Tuero, Marco Zuber (Motion Design), Pascal Beyeler, Ralf Brändli, Ursula Christen, Sven Scheuermeier, Sam Sherbini (Technologie), Alex Kirschner / Kirschnermusic, Beda Wermelinger (Sound).
 

Volle TV-Gebühren trotz übermässiger Werbung

Auch wer sich über zu viel Werbung im Fernsehen ärgert, muss die vollen Empfangsgebühren zahlen. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Beschwerde eines Billag-Kunden zwar abgewiesen, seinem Ansinnen aber immerhin ein gewisses Verständnis entgegen gebracht.

Der Betroffene hatte die Billag 2010 um eine Reduktion seiner Radio- und Fernsehempfangsgebühren ersucht, weil diese angesichts der vielen TV-Werbung überhöht seien. Die Jahresrechnung von 2011 retournierte er mit der Begründung, dass ein Drittel des Programms aus Werbung bestehe, mit der nichts anzufangen ist.

Nachdem ihn die Billag und anschliessend das Bundesamt für Kommunikation Bakom zur Bezahlung der vollen Gebühren verpflichtet hatten, gelangte er ans Bundesverwaltungsgericht. Wie kaum anders zu erwarten war, haben nun auch die Richter in St. Gallen seine Beschwerde abgewiesen.

Bei SRG vorstellig werden

Wer ein empfangsbereites Gerät besitzt, hat gemäss Urteil unabhängig vom Gebotenen die volle Gebühr zu bezahlen. Zumindest räumt das Gericht ein, dass das Anliegen nicht völlig ohne Interesse sei. Allerdings hätte er damit den «richtigen Kanal» wählen und direkt an die SRG gelangen sollen. Weiter weisen ihn die Richter darauf hin, dass bereits interessante werbefreie Fernsehkanäle existieren, die von der SRG selber oder in Kooperation mit ausländischen Rundfunkanstalten betrieben werden. Zudem könnten die meisten Sendungen der SRG auf deren Homepage angeschaut werden, wo Online-Werbung untersagt sei. (sda)

Hier bestimmt die Community

Unter dem Titel Mag20 hat der Jungunternehmer Markus Bucheli ein Magazin-Experiment gestartet. Eine Redaktion benötigt er dazu nicht. Das Herzstück seines Projekts ist eine aktive Community, die Beiträge schreibt, bewertet und fürs Heft auswählt.

Letzten Freitag war es erstmals so weit. Neben den bekannten Gratistiteln, denen Pendler an Bahnhöfen begegnen, war ein neues Heft dabei. Ein rund 46-seitiges Magazin mit Artikeln zu Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und Wissen. Auf dem Cover gross «Mag20 – Mehr dahinter». Ein Titel, der bereits vieles über das neue Medienprojekt des ehemaligen Wirtschaftsprüfers Markus Bucheli verrät. «20» steht für die Anzahl Artikel im wöchentlich erscheinenden Heft, «Mag» für Magazin. «Mehr dahinter» deutet an, dass hinter Mag20 keine Redaktion, sondern eine ganze Community steht. Denn anders als bei den meisten Printprodukten steuern hier nicht Journalisten, sondern die Nutzer selber den Inhalt bei. Kern des Experiments ist die Plattform Mag20. com. Hier laden die Autoren ihre Beiträge rauf. Gleichzeitig legt die Website den Grundstein fürs Printprodukt, denn auf Mag20.com entscheidet die Community, welche Texte im Mag20 gedruckt werden. Kriterium ist dabei die Anzahl Empfehlungen auf Facebook, Twitter oder Google+, die ein Artikel erntet. In diesem Sinne ist das «Mag» im Titel gleichermassen als eine Anspielung auf «ich mag» oder treffender «I like» zu verstehen.
 
Als Crowdsourcing-Projekt steht und fällt das Magazin-Experiment mit der Community, der Anzahl Autoren und Nutzer, die sich aktiv auf der Plattform betätigen. Zum Start geht es Bucheli in erster Linie denn auch darum, möglichst viele Autoren für sich zu gewinnen. Blogger, Wissenschaftler, Politiker, Studenten, Berufstätige, aber auch Journalisten, die ihre Beiträge auf Mag20.com veröffentlichen. Darüber hinaus erhält Mag20 Artikel von Medienpartnern, die durch ihre Präsenz bei Mag20 eine höhere Reichweite gewinnen – unter anderen Blogwerk, dieperspektive, Journal21, Politnetz, Schweizer Monat, The Brander und Transhelvetica. Um Mag20 bei einem breiten Publikum bekannt zu machen, wird das Printmagazin jeweils freitags an Bahnhöfen verteilt. Ausserdem laufen vorerst bis Ende Jahr Spots beim Medienpartner Radio 105, der die Hörer mit Aussicht auf einen Gutschein des Online-Buchshops Storyworld auf die Website lockt.
 
Finanziert wird das Projekt einerseits über Anzeigen im Printmagazin. Andererseits konnte der Jungunternehmer den Berner Rechtsanwalt Georges Bindschedler, der sich auch als Investor bei der Basler Zeitung BaZ engagiert, von seinem Vorhaben überzeugen. Bis Ende 2013 dürften das Magazin- Experiment gesichert und die Betriebs-, Druck- und Vertriebskosten vorerst gedeckt sein. Eine ungesicherte Einnahmequelle stellen derzeit die Abonnenten dar. Der Grossteil der 50 000 Exemplare grossen Auflage erreicht die Leser über die Verteilungen gratis. Ebenfalls kein Geld kommt herein, wenn sich Nutzer auf der Website ein E-Paper-Abo bestellen. Bezahlen müssen die Leser einzig dafür, wenn sie sich das Printmagazin per Post liefern lassen. Die Gewinnspanne dürfte aber – wenn überhaupt – minimal sein. Nachdem das Post-Abo in einer frühen Projektphase mit 119 Franken angekündigt wurde, ist der Preis für 52 Ausgaben mittlerweile bei 52 Franken angesetzt.
 
Die Sowohl-als-auch-Strategie beim Bezahlmodell sowie weitere Spezifika des Projekts erklärt Bucheli im Interview.
 
Isabel Imper

 


«Wir verlassen uns vollkommen auf den Leser»
Interview mit Markus Bucheli (28), Gründer und Herausgeber von Mag20.
 
WW: Mag20 bietet keine exklusiven Texte, sondern verwertet Beiträge von der Mag20-Website. Weshalb sollte jemand für gratis verfügbare Texte bezahlen?
Markus Bucheli: Ich glaube, es gibt nach wie vor Leute, die das haptische Erlebnis schätzen und gerne etwas auf Papier lesen – ohne diese Hintergrundbeleuchtung. Dafür lohnt es sich, ein Abo zu bestellen. Ein weiterer Vorteil ist, dass sämtliche Artikel im Heft im Gegensatz zur Website lektoriert, schön aufbereitet und mit einer Bildstrecke einer Künstlerin ergänzt sind.
 
Diese Vorteile habe ich allerdings auch, wenn ich das kostenlose E‑Paper abonniere und ausdrucke …
Absolut. Das ist auch erlaubt. Wer aber den Mehrwert schätzt, das Magazin jede Woche ausgedruckt und schön aufgemacht zu erhalten, dürfte bereit sein, dafür zu bezahlen. Mit dem Post-Abo fahren wir ein klassisches Premium-Modell. Die Anzahl E‑Paper-Abonnenten wird wohl jene der Post-Abonnenten immer übersteigen. Bereits haben wir aber überraschend viele Post-Abos.
 
Wie viele?
Momentan sind es um die 61. Und total sind wir derzeit bei circa 545 Abonnenten – nur wenige Tage nachdem die Website aufgeschaltet wurde. Ich bin gespannt, wie es sich entwickelt.
 
Welche Zielgruppe wollen Sie mit dem Printprodukt erreichen?
Momentan wird die Mehrheit der Exemplare kostenlos an Bahnhöfen verteilt. Dort erreichen wir aktive Menschen – unter anderem Studenten und Erwerbstätige. Unsere Zielgruppe ist zwischen 18 und 49 Jahre alt. Männer und Frauen sollen je 50 Prozent unserer Leserschaft ausmachen. Wir richten uns an Leute, die es schätzen, etwas Hochwertiges in der Hand zu haben. Mag20 bietet inhaltlich etwas, das ich nicht jeden Tag sehe.
 
Finden die Verteilaktionen nur zur Lancierung statt oder werden sie danach weitergeführt?
Die Verteilungen werden bis auf Weiteres durchgeführt. Alle rund 20 Verteiler sind fix eingestellt – mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist. Der Grund hinter der Aktion ist ein Promotionseffekt. Wir wollen so schnell wie möglich Leute auf die Plattform bringen – und Abonnenten gewinnen.
 
Sie haben also zwei Zielgruppen im Visier: diejenigen, die das Magazin lesen, und jene, die sich aktiv auf der Plattform beteiligen, richtig?
Absolut. Wir orientieren uns an der 90-9-1 Regel von Jakob Nielsen zum Nutzerverhalten auf Websites. Sie besagt, dass 90% der Nutzer lesen und zuschauen, 9% ab und zu interagieren und lediglich 1 % Inhalte beisteuern. In unserem Fall wären es 90%, die das Magazin lesen, 9%, die hin und wieder kommentieren oder über Google+, Twitter oder Facebook etwas empfehlen. Und schliesslich noch die 1%, die Beiträge schreiben. Mit den letzten beiden Gruppen werden wir eine möglichst persönliche und direkte Kommunikation pflegen. Dies ist meines Erachtens für dieses Magazin-Experiment zentral, da Mag20 eine grosse und möglichst hochwertige Community benötigt. 
 
Ansonsten haben Sie ein paar wenige Nutzer, die bestimmen, wie das Heft aussieht …
Genau …
 
Was ist das Ziel: Wie gross soll die Community sein?
Wir haben keine Zahl definiert. Das Ziel ist, so viele Nutzer wie möglich zu gewinnen…
 
Sie haben kein Minimum festgelegt?
Nein, eine Limitierung gibt es nicht. Aufgrund des bereits vorhandenen Interesses – der vielen Beiträge, die verfasst wurden -, bin ich allerdings optimistisch.
 
Mag20 hat keine inhaltliche Ausrichtung. Gibt es Richtlinien, welche Art Beiträge aufgenommen werden?
Inhaltlich verlassen wir uns vollkommen auf den Leser. Was dem Leser gefällt, drucken wir. Eine gewisse Kanalisierung gibt es durch die Rubriken – klassische Zeitungsrubriken wie Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und Wissen. Diese sind zur Optimierung des Leseverhaltens. So ist der Leser relativ schnell beim Inhalt, der ihn interessiert.
 
Mag20 will sich von Titeln wie 20 Minuten abgrenzen. Vielleicht gefällt den Nutzern aber gerade, was man auch in den Gratisblättern findet. Der Artikel «Das Schnarchen der Männer» zum Beispiel kam auf Mag20.com sehr gut an…
Ich finde den Artikel über Schnarchen interessant. Es ist ein Problem, mit dem wir alle schon mal zu tun hatten. Auch in etablierten Magazinen findet man immer wieder Artikel, über die man schmunzeln kann. Ich denke, es ist wichtig, interessante Beiträge zu haben. Die dürfen aber durchaus unterhalten. Es muss nicht immer der pure Ernst des Lebens sein.
 
Wünschten Sie sich als Herausgeber nicht, den Inhalt mehr mitbestimmen zu können?
Nein. Gerade dies ist der Kern des Experimentes und das Spannende am Konzept. Ich möchte bewusst nicht dreinreden. Wichtig ist mir allerdings, nichts Widerrechtliches zu haben und medienethisch den Vorgaben des Presserates zu entsprechen. Wenn ein Beitrag nicht mit den Autorrichtlinien übereinstimmt – weil er zum Beispiel zu PRlastig ist – ziehen wir den Hebel.

Inwiefern?
Die Artikel bleiben nicht auf Mag20.com. Dafür veröffentlichen wir sie auf Dismag20.wordpress.com – inklusive der Begründung, weshalb sie den Richtlinien widersprechen. Unsere Entscheidungen sind transparent.
 
Zurück zum Magazin: Wenn Mag20 zum grössten Teil gratis verfügbar ist, wird das Heft mehrheitlich über Werbung finanziert?
Die Hoffnung ist, mittelfristig die Abonnentenbasis stärken zu können und damit die Abhängigkeit vom Werbemarkt zu reduzieren. Nur mit Inseraten kommt zu wenig Geld rein. Die Autoren sollen aber für gedruckte Beiträge eine Vergütung erhalten und für ihre Zeit und ihre Unkosten entschädigt werden, weshalb wir sie mit 50% an unserem Jah resgewinn beteiligen. Ich glaube, langfristig ein pures Gratisprodukt anzubieten, ist der Qualität nicht förderlich.
 
Eine gewagte Strategie: Auch die Verlage haben ihre News online zuerst gratis angeboten und hoffen nun auf Geld. Wenn sich der Leser an ein Gratis- Produkt gewöhnt hat, gibt er später Geld dafür aus?
Wir fahren ein anderes Modell als die jetzigen Anbieter. Die Medienunternehmen gaben zu Beginn den gesamten Content frei. Nun krebsen sie ein Stück weit zurück. Sie machen Pay-Walls mit dem Effekt, dass der User nicht bereit ist, für den Mehrwert zu bezahlen, und wenn möglich sogar die Plattform verlässt. Bei Mag20 dagegen ist der Content überall zugänglich. Jene Leute, die den Mehrwert eines physischen Magazins, das haptische Erlebnis wollen, lösen ein Abo. Inhaltlich erhalten sie aber dasselbe.
 
Wenn Sie auf die Haptik setzen, wäre da nicht ein Hochglanzmagazin angezeigt?
Natürlich haben wir uns überlegt, in welche Richtung es gehen soll. Zuerst waren wir beim gewöhnlichen Zeitungspapier. Danach hatten wir die Idee, auf ein Hochglanzmagazin zu gehen. Wir entschieden uns aber dagegen, da es mit dem jetzigen Modell – der kostenlosen Verteilung – nicht finanzierbar gewesen wäre. Mit dem verbesserten Zeitungspapier haben wir einen Mittelweg gewählt. Mir gefällt es gut. Aber wer weiss: Es ist ein Experiment. Und wie bei jedem Experiment kann es ab und zu auch Anpassungen geben.
 
Wo steht Mag20 Ende 2013?
Mein Ziel ist es, mit Mag20 zu mehr Medienvielfalt beizutragen. Das Magazin soll ein Tool sein, damit die Gesellschaft einen Teil der öffentlichen Diskussion mitbestimmen kann. Im Web können die Nutzer das schon heute – zum Beispiel auf Blogs. Mit Mag20 sollen sie auch ausserhalb des Internets dazu die Möglichkeit erhalten. Nach wie vor hat man mit Print eine gute Reichweite.
 
Haben Sie sich betreffend Auflage ein Ziel gesteckt?
Absolut nicht. Das wird sich entwickeln. Für mich ist der Mittelpunkt des Ganzen der Leser. Er kann uns sagen, was er für relevant erachtet – und wir werden laufend optimieren. Ich glaube daran: wenn etwas vom Kern her stimmt und laufend optimiert wird, kommt die Auflage beziehungsweise die Reichweite von alleine.
 
Interview: Isabel Imper

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Level Two: Simon Ammann wirbt für Helvetia Versicherung

Der Skispringer Simon Amman stellt die Helvetia Versicherung als Arbeitgeber vor und führt persönlich durch das ganze Unternehmen. Als Produktionsfirma entschied sich die Helvetia Versicherung für Level Two.

Zur Aufgabenstellung der Agentur gehörten die Konzeption und filmische Umsetzung der Präsentation, sowie die Programmierung für die Helvetia Homepage.

Zu sehen ist Simon Ammanns Führung durch die Helvetia Versicherung auf Helvetia.com.

Verantwortlich bei Helvetia Versicherung: Roger Gander (Leiter HR Servicecenter), Renato Fischer (Marketing Communications-Manager Branding Schweiz). Verantwortlich bei Level Two: Gregor Rott (Konzeption und Gesamtverantwortung), André Schneider (Kamera), Christian Rüeger (3D und Grafik), Jan Rieder (Ton), 
Tanja Gandit (Programmierung).
 

Die grosse Chance der Kleinen

Publicis hat in Zürich einen neuen Ableger gegründet. Red Lion ist ein agiler Hotshop mit einem grossen Netzwerk im Rücken. Sacha Moser ist CD. Christian Siegrist Geschäftsführer.

Wenn man die sich die ganze Zeit hoch über dem Meer auf der Reling eines Ozeandampfers bewegt, hat man eine andere Sichtweise als auf einem kleinen Schnellboot. In einem Dampfer steckt viel Power. Ein Kurswechsel muss aber langfristig geplant sein. Ein Schnellboot kann viel agiler reagieren. Weisheiten aus der maritimen Welt – die aber auch für Werbung rund um die aktuelle Wirtschaftslage in einem Binnenland gelten. «So können wir die Vorteile einer Kleinagentur mit dem Backup einer Grossagentur anbieten», fasst Christian Siegrist die Analyse zusammen, welche bei Publicis am 1. Juli zur Gründung von Red Lion führte.

Das Konzept ist nicht ganz neu. Spin-offs mit dem Namen Red Lion suchen für das Netzwerk von Publicis auch in weiteren europäischen Ländern sowie Indien und Brasilien nach neuen Wegen. «Das hat uns inspiriert. Wir glauben, dass die Zeit reif für solche Businessmodelle ist», erklären Sacha Moser und Christian Siegrist ihre Initiative für ein solches «Schnellboot» auch in der Schweiz.

Sacha Moser war Senior AD und Associate CD bei Young & Rubicam New York, bevor ihn Kaspar Loeb im Jahre 2005 zurück nach Zürich als CD in die Publicis holte. Vor seinen fünf Jahren in New York wirkte Moser zwei Jahre bei Y&R in Puerto Rico. Eingestiegen in die Werbung ist Sacha Moser bereits als 14-jähriger Teenager mit einer Schnupperlehre. Konsequent verfolgte er seinen Weg über die Kunstgewerbeschule und eine Grafikerlehre bei DDB. Nach kurzen Intermezzi in Paris und bei Rainer Kuhn wurde es endgültig professionell mit einem «tollen Angebot» bei Advico, wo Moser bereits mit 23 Jahren zum AD befördert wurde, bevor dann seine Karriere die weltmännische Fortsetzung in Übersee fand.

Christian Siegrist «tingelt seit 30 Jahren durch Werbeagenturen». Angefangen hat er in Basel bei der Kleinagentur Roger Meyer, dann folgten Ogilvy Küsnacht und acht Jahre GGK wieder in Basel, bevor es noch einmal zurück nach Küsnacht ging zur damaligen GGK von Hermann Strittmatter. Für die Betreuung des Budgets von IBM durfte sich Siegrist zur GGK in Paris versetzen lassen. Von dort aus war es auf personeller Ebene ein naher Schritt zu Reini Webers WHS, «was damals eine Art Fortsetzung der GGK» war. Weil er es «einmal härter erleben wollte», hat Christian Siegrist dann «die Fronten gewechselt » und betreute für fast vier Jahre bei McCann in Genf das Budget von McDonald’s. «Härter» sei das gewesen, weil diese Werbung nicht mehr von der schönen Kreation getrieben war, sondern auf knallharte Marktzahlen abstützen musste. Das war für Siegrist die gesuchte Herausforderung. «Jeden Montag gab es einen Rapport, was in der Vorwoche an der Kasse passiert ist.»

Als das Budget von IBM inzwischen zu Ogilvy wanderte, wollte dieser Kunde dort noch einmal mit seinem bewährten Ansprechpartner Siegrist zusammenarbeiten. So ergaben sich vier Jahre an der Zürcher Bergstrasse, bevor dann Publicis folgte, wo Siegrist inzwischen bereits seit 14 Jahren wirkt. Die letzten drei davon als COO. «Ich bin nicht einer, der ständig wechselt.»

Der nun interne «Wechsel » zu Red Lion ist sowohl für Siegrist wie Moser ein sehr motivierender Schritt. «Ich habe schon immer gerne neue Sachen aufgebaut», freut sich CD Sacha Moser. Geschäftsführer Christian Siegrist meint: «Ich kann jetzt wieder das machen, für was ich eigentlich in diesen Beruf eingestiegen bin.» In einem Haus mit über 140 Mitarbeitenden habe er sich als COO zwangsläufig «mehr mit Finanzen als mit Kunden und Werbung beschäftigt». Jetzt geht es wieder ums Kreativbusiness. Für ihre «eigene» Agentur sind dem Führungsduo nur zwei Leute vorgesetzt: VR-Präsident Fredy Collioud und Curdin Janett, der als CEO von Publicis die ganze Gruppe vertritt. «Sonst sind wir niemandem Rechenschaft schuldig.» Das Team von Red Lion arbeitet auch in eigenen «sturmfreien» Räumen und mit einem eigenen Server.

In Bezug auf Wachstum macht es natürlich keinen Sinn, dass Red Lion mit eigener Grösse dem Stammhaus Konkurrenz machen will. Der Spin-off soll eine Boutique bleiben. Bis zu 17 Personen sind ein ideales Ziel. «Wir wollen inhabergeführt auftreten können. Alle unsere Leute sind in direktem Kontakt mit den Kunden.» Deren «Zuteilung» zwischen Publicis und Red Lion hat nicht mit der Grösse zu tun. «Es geht um den gewünschten Stil», meint Siegrist. Und Moser kann verraten, dass Red Lion mit diesem Ansatz bereits einen Pitch für eine international tätige Anwaltskanzlei gewonnen hat. Einen Gewinn der besonderen Art hat Red Lion auch in Sachen Einrichtung verbuchen können. Das Sofa für das Sitzungszimmer hat der junge «Startup » für wenig Geld auf Riccardo gefunden. Erst bei der Lieferung hat sich herausgestellt, dass das Möbel vorher bei Euro RSCG zum kreativen Chillen diente.

Nicht so rund ist es mit der Webadresse gelaufen. Die Domain Red-Lion.ch gehört einem chinesischen Restaurant in Kloten. Obwohl sich Moser und Siegrist dort eine Zeitlang als «Stammgäste» eine gute Verhandlungsbasis angegessen haben, wollten die Chinesen schliesslich nicht verkaufen. Dafür war www.red-lion.com frei zum Ersteigern. Ein erstaunlicher Zufall. Immerhin wird der «rote Löwe» in den verschiedensten Bereichen weltweit mit einem Symbol für mythischen Erfolg und geheimnisvolle Stärke assoziiert.

Andreas Panzeri

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Radio 1: Roger und Roger gehen auf Tour

Radio 1 und die Weltwoche haben sich entschieden, den Talk «Roger gegen Roger» künftig im Grossraum Zürich regelmässig live vor Publikum auszutragen.

Am Montag, 3. September 2012 wird «Roger gegen Roger on Tour» erstmals im Club Bolero in Winterthur zu Gast sein. Radio 1-Chef Roger Schawinski und Weltwoche-Verleger Roger Köppel kreuzen die Klingen und liefern sich während rund 45 Minuten den gewohnten Schlagabtausch zu den aktuellen Themen der Woche. Die erfolgreiche Talkshow wurde in ihrer zweijährigen Geschichte bereits zwei Mal live vor Publikum ausgetragen. Zur Studiosendung unterschieden sich die Live-Sendungen durch aktive Publikumsbeteiligung und nahezu doppelter Sendedauer.
 

Notch Interactive: Buch und Website für Greencity

Mit einem Mailing und einer neuen Website bewirbt Notch Interactive die Büroflächen, die im neuen städtischen Quartier Greencity in Zürich Süd entstehen.

Im Süden von Zürich sind bereits heute zahlreiche nationale und internationale Unternehmen angesiedelt. In Zürich Manegg, auf dem Areal der ehemaligen Sihl-Papierfabrik, entsteht nun ein neues städtisches Quartier mit einer Bürofläche von 67'000 m2.

Greencity ist der ideale Bürostandort für fortschrittliche und zukunftsorientierte Unternehmen, wie es in einer Mitteilung heisst. Im Mailing, das Notch Interactive im Auftrag von Losinger Marazzi konzipiert und umgesetzt hat, steht diese Botschaft im Zentrum. Das hochwertige Buch zeige auf, von welchen Vorteilen Unternehmen profitieren, die ihre Firmenstandorte an diesem zentralen Ort zusammenlegen möchten, so die Mitteilung weiter. Mit Gegenüberstellungen von alten und neuen Fotos des Areals und mit einem klaren, an der Architektur orientierten Design thematisiere das Buch wichtige Themen wie innovative Büroflächen, moderne Arbeitswelten oder den Aspekt, dass Greencity schweizweit das erste Stadtquartier sei, das die Kriterien einer 2000-Watt-Gesellschaft erfülle.

Auch die neue Website nimmt diese Themen auf und führt mit animierten Grafiken durch das neue städtische Quartier. Während der neue Standort entsteht, wird sich auch die Website Schritt für Schritt entwickeln und somit immer auf dem neusten Stand der Bauprojekte sein.

Verantwortlich bei Losinger Marazzi: Jürgen Friedrichs (Leiter Immobilienentwicklung Zürich, stv. Direktor), Ulrich Blessing (Gruppenleiter Immobilienentwicklung Zürich), Nicolas Jauslin (Projektleiter Marketing Deutschschweiz). Verantwortlich bei Kuoni Mueller & Partner: Philippe Mueller (Partner bei KM&P), Katharina Reimann (Immobilienvermarkterin).Verantwortlich bei Notch Interactive: Peter A. van der Touw (Gesamtverantwortung), Roger Oberholzer (Strategie), Martin Pfeiffer (Producing), Jeff Gerber (Creative Direction), Marco Klein (Art Direction), David Elmiger (Konzeption, Text), Angela Erni (Design), Tobias Fuhlroth (Technical Direction), Matthias Meier (Interface Programming), Bastian Ballmann (Application Programming), Mathias Tanner (Beratung), Julia Grolimund (Beratung), Sandro Müller (Beratung), Paolo Emmanuele (Fotografie), Detail AG (Lithografie).

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Drei neue Kunden für Flowcube

Kundenzuwachs bei Flowcube Communications: Die Agentur wurde mit den Public Relations-Aktivitäten für die Marken Benci Brothers und Wear Lite sowie für die Tourismusorganisation Genève Tourisme & Congrès beauftragt.

Die Mandate der Schuhmarke Benci Brothers und von Brillengläserhersteller Wear Lite beinhalten die Beratung der Geschäftsleitung, die Corporate Communications, Produkte PR sowie die Betreuung der Pressestelle. Für Genève Tourisme & Congrès deckt Flowcube spezielle Projekte und die gesamte Pressearbeit in der Deutschschweiz ab.
 

Contcept Communication: Neue Kunden im Portfolio

Die Zürcher Kommunikationsagentur Contcept Communication freut sich gleich über drei neue Mandate: 3M, Babyliss und MrLens.

Contcept Communication ist ab sofort zuständig für die Medien- und PR-Arbeit der Firma 3M (Schweiz) mit Sitz in Rüschlikon. Zudem hat die Agentur das Mandat der Marke Babyliss gewonnen. Die Agentur wird Babyliss in der Schweiz vor allem im Bereich Produkte-PR unterstützen. Ein weiterer Mandatszugang ist MrLens. Der Online-Dienstleister für Linsen, Brillen und andere Konsumgüter feiert dieses Jahr sein 10-jähriges Bestehen. Contcept Communication ist ab sofort die Schweizer Pressestelle von MrLens.
 

Westschweizer Radio mit 16 neuen Sendungen

Das Westschweizer Radio bietet in seinem Programm «La Première» seit Montag 16 neue Sendungen an.

Darunter gibt es neu beispielsweise eine Sendung mit langen Reportagen, eine Satire-Sendung und werktags ein langes Interview im Rahmen des Kulturmagazins «Vertigo». Auch im zweiten Programm «Espace 2» wurden mehrere neue Sendungen eingeführt. Nur wenige Veränderungen erfuhr hingegen der Sender Couleur 3.

Mit der Umgestaltung des Programms habe man den Lebensumständen und den Hörgewohnheiten der Westschweizer Radiohörer Rechnung tragen wollen, sagte Gilles Pache, Programmdirektor beim Westschweizer Radio und Fernsehen (RTS), am Mittwoch vor den Medien. Seit 1999 habe es keine grosse Programmveränderungen mehr gegeben. (SDA)
 

Gürth Design wirbt für Tonhalle Late

Die Zürcher Agentur Gürth Design wurde vom Tonhalle-Orchester Zürich erneut mit der Konzeption und Gestaltung des Tonhalle Late-Werbeauftritts beauftragt.

Für den anstehenden Event Ende September wurde die Bildsujet-Serie fortgesetzt, wie die Agentur in einer Mitteilung schreibt. Die Verbindung der Themen «klassische Musik» und «elektronische Musik» wird dabei visuell inszeniert. Beworben wird das Konzertevent mit Flyer und Plakaten.

Verantwortlich bei Tonhalle-Ochester Zürich: Michaela Braun (Leitung Kommunikation und Marketing), Mara Corleoni (Projektleitung Tonhalle Late). Verantwortlich bei Menden & Roos: Marc Menden und Ralph Roos. Verantwortlich bei Gürth Design: Emanuel Gürth (Creative & Art Direction).

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Operhaus Zürich: Neue Pressereferentinnen

Julika Weinecker und Madeleine Wohlfahrt sind ab sofort für die Medienarbeit des Opernhauses Zürich verantwortlich.

Julika Weinecker studierte Allgemeine und Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaften an der Justus-Liebig-Universität in Giessen, bevor sie knapp vier Jahre lang im Pressebüro der Staatsoper Unter den Linden Berlin tätig war. Anschliessend wechselte sie zur Kommunikationsagentur van Almsick und betreute als PR Manager Konzerte und Tourneen nationaler und internationaler Künstler. Per sofort ist sie in der Funktion als Pressereferentin Oper und Konzert am Opernhaus Zürich.

Madeleine Wohlfahrt studierte an der Universität Zürich Publizistikwissenschaft und Medienforschung. Anschliessend war Sie in der PR-Abteilung von Coca-Cola tätig. Beim Filmverleih The Walt Disney Company Switzerland war sie als Publicity Manager für die Kommunikation der Sony Pictures Filme verantwortlich. Per sofort ist sie in der Funktion als Pressereferentin Ballett am Opernhaus Zürich.

(Teaserbild: Keystone)

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