Media Focus Trend Report: «Zalando-Virus»

Das Marktforschungsunternehmen Media Focus veröffentlicht regelmässig einen Trend Report über die Entwicklungen im Suchmaschinenmarketing. Diesen Monat mit der Sonderanalyse «Zalando-Virus».

Der Trend Report zeigt auf, wie sich die Budgetausgaben für Search Engine Advertising branchenspezifisch entwickeln und welche Branchen wie stark von Brandbidding und AdHijacking betroffen sind. Ergänzt wird der Trend Report mit einer Sonderanalyse, welche jeweils ein aktuelles Thema im Kontext des SEA und SEO untersucht. Diesen Monat mit der Sonderanalyse: «Zalando-Virus».

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FBM Communications: Neuer Vice Managing Director

Remo Burkart übernimmt ab September neu die Funktion des Vice Managing Director von FBM Communications.

Der ursprünglich gelernte Bankfachmann ist seit einem Jahr bei der Zürcher Agentur tätig und war für zahlreiche Kundenmandate verantwortlich. Er blickt auf eine Ausbildung der Schweizerischen Hotelfachschule Luzern und ein Betriebsökonomie Studium der Hochschule Luzern mit Vertiefung in Kommunikation und Marketing zurück. «Als Vice Managing Director übernehme ich neben dem Daily Business zusätzliche Aufgaben – eine Herausforderung, die mich fasziniert und begeistert», führt Remo Burkart in einer Mitteilung aus.
 

Valencia: Coop Weinmagazine im neuen Look

Valencia Kommunikation konzipiert und gestaltet seit Jahren die Coop Weinmagazine. Nun hat die Agentur das Layout der Coop Zeitung-Beilage aufgefrischt.

Zu den von Coop jährlich realisierten Magazinen gehören die drei Weinmagazine Schweiz, Frankreich und Spanien. Zwei der drei Ausgaben sind bereits erschienen, das Weinmagazin Spanien erscheint am Dienstag, 11. September 2012 als Beilage der Coop Zeitung. Auffallend ist das neue Format und das überarbeitete Layout. Eine grosszügige Bildwelt wechsle sich neben redaktionellen Fachbeiträgen, Rezepten sowie Aktions- und Normalpreisangeboten ab, heisst es in einer Mitteilung.

Verantwortlich bei Coop: Philipp Schenker (Leiter CCM Grundnahrungsmittel/Getränke), Thomas Schwetje (Leiter Marketing/Services), Sylvia Berger (Category Managerin Weine/Schaumweine), Sacha Zuberbühler (Leiter Werbung), Maryline Hermann (Projektleiterin Werbung). Verantwortlich bei Valencia Kommunikation: Marco Rosenberg (Leiter Beratung), Claudia Ferrari, Daniela Fernández (Beratung), Tommy Schilling (Creative Director), Anett Oldenburg (Art Director), Guillermo Garcia, Paul Imhof (Texter), Marco Fritz, Özge Altin (Desktop).
Foto: Martin Graf.

WEINMAGANZINE
 

Wemf: Gratiszeitungen top, Leseverhalten stabil

Die neue Wemf-Studie zeigt: Die Gratiszeitungen bleiben in der Deutschschweiz die meistgelesenen Printtitel der Tagespresse, während Titel der lateinischen Schweiz Verluste verzeichnen. Das Leseverhalten der Schweizer ist stabil.

Wie die am Dienstag, 11. September 2012 veröffentlichte Wemf-Studie Mach Basic 2012-2 zeigt, scheinen die neuen digitalen Medien die Printtitel nicht zu verdrängen, wie es in einer Mitteilung heisst. Über die Jahre betrachtet bleiben die Leserzahlen von Zeitungen und Zeitschriften stabil. 89,3 Prozent der über 14-jährigen Schweizerinnen und Schweizer lesen regelmässig mindestens eine der in der Studie abgefragten Zeitungen, 89,0 Prozent eine Zeitschrift (siehe Tabelle).

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Unterschied Viel- und Wenigleser

Der Durchschnitt der Befragten gab an, acht unterschiedliche Titel der 394 abgefragten Zeitungen und Zeitschriften regelmässig zu lesen. Dieser Wert blieb über die letzten 10 Jahre stabil. Es zeigt sich, dass Personen, die mindestens 13 Printtitel regelmässig lesen, überdurchschnittlich oft über eine mittlere Schulbildung verfügen. Diese Gruppe ist vermehrt weiblich und verfügt in der Regel über ein höheres Haushaltseinkommen als die Gruppe, welche maximal drei Titel liest und in der Mehrheit nur die obligatorische Schulbildung absolviert hat. 

Gratiszeitungen weiter an der Spitze

Die kostenlose Pendlerzeitung 20 Minuten führt die Liste der leserstärksten Deutschschweizer Tageszeitungen weiterhin mit grossem Abstand an und baute den Vorsprung aus (1,4 Millionen/+21'000). Den zweiten Platz musste die kostenpflichtige Blick-Ausgabe wieder der Gratiszeitung Blick am Abend überlassen. Bei der letzten Erhebung hatte Blick die Nase noch knapp vorn, musste diesmal hingegen den grössten Leserschwund aller Tageszeitungen hinnehmen (-19'000). Beide Titel verfügen über eine weniger als halb so grosse Leserschaft wie 20 Minuten. Steigern konnte sich der Tages-Anzeiger (514'000/+6000), die Zürcher Regionalzeitungen (251'000/+4000) und die Basler Zeitung (163'000/+2000). Während die NZZ (283'000/-5000) und die Neue Luzerner Zeitung (258'000/-11'000) Verluste verzeichnen mussten, konnte die Zeitung Südostschweiz ihre Leserschaft auf dem Niveau der letzten Erhebung halten (237'000). 

Sonntags Blick führt, NZZ am Sonntag legt zu

Der Sonntags Blick ist nach wie vor der beliebteste Deutschschweizer Titel der Sonntagspresse (805’000/+7000). Auffällig hingegen der starke Leserzuwachs der NZZ am Sonntag: Der Titel vergrössert die Leserschaft um 33'000 auf 529'000 und verringert so den Abstand auf die zweitplatzierte Sonntags Zeitung, die einen Leserschwund verzeichnet (-6000). 

Leserzuwachs bei den Konsumentenzeitschriften

Die Liste der Deutschschweizer Magazine und Zeitschriften wird immer noch von den Publikationen der Grossverteiler Coop und Migros dominiert: Die Coop Zeitung (2,7 Millionen/+55'000) kann den Vorsprung sogar noch stärker ausbauen als das Migros-Magazin (2,4 Millionen/+30'000). Gefolgt werden die beiden Gratiszeitschriften von den kostenpflichtigen, ebenfalls stark gewinnenden Konsumentenmagazinen Beobachter (1,0 Millionen/+24'000) und K-Tipp (994’000/+14'000). Weitere Gewinner in der Deutschschweiz sind die Schweizer Familie (732'000/+8000) und die Weltwoche (314’000/+10'000). Ebenfalls Leser gewinnen konnten Das Magazin (769'000/+3000), NZZ Folio (651'000/+1000) und Gesundheitstipp (610'000/+4000). Titel wie Geo, Schweizer Illustrierte, Drogistenstern, Annabelle und Automobil Revue hingegen verloren bis zu 14'000 Leser.

Lateinische Schweiz: Leserschwund

In der Westschweiz und im Tessin überwiegen die Leserverluste. Einzig 20 Minutes (507’000/+33'000) und La Liberté (98’000/+4000) konnten im Welschland ihre Leserschaft vergrössern. Gemäss der Nachrichtenagentur SDA verloren die meisten anderen Titel zwischen 16'000 und 1000 Leser. Die Tessiner Presseerzeugnisse sind ebenfalls mit einem Rückgang der Leserzahlen konfrontiert. 

Die folgende Tabelle zeigt die Leserzahlen ausgewählter Zeitungen und Zeitschriften im Vergleich zur letzten Mach Basic Studie. 2012-2: April 2011 bis März 2012, 2012-1: Oktober 2010 bis September 2011.

 

Tageszeitungen (Deutschschweiz) 2012-2 2012-1 +/-
20 Minuten 1'397'000 1'376'000 +21'000
Blick am Abend 633'000 629'000 +4000
Blick 613'000 632'000 -19'000
Tages-Anzeiger 514'000 508'000 +6000
Berner Z. & Der Bund 364'000 353'000 nvgl
Aargauer Z. (Ges.ausgabe) 359'000 384'000 nvgl
Neue Zürcher Zeitung 283'000 288'000 -5000
Neue Luzerner Zeitung 258'000 269'000 -11'000 
St. Galler Tagblatt      250'000 261'000 nvgl
Zürcher Regionalzeitungen 251'000 247'000 +4000
Südostschweiz 237'000 237'000 —
Basler Zeitung 163'000 161'000 +2000
       
Sonntagspresse (Deutschschweiz):      
Sonntags Blick 805'000 798'000 +7000
Sonntags Zeitung 738'000 744'000 -6000
NZZ am Sonntag 529'000 496'000 +33'000 
Sonntag 331'000 332'000 -1000
Zentralschweiz am Sonntag 182'000 179'000 +3000
Südostschweiz am Sonntag         107'000 108'000 -1000
       
Magazine u. Zeitschriften      
Coop-Zeitung 2'679'000 2'624'000 +55'000
Migros-Magazin 2'384'000 2'354'000 +30'000
Beobachter 1'011'000 987'000 +24'000
K-Tipp 994'000 980'000 +14'000
Schweizer Illustrierte 878'000 886'000 -8000
Drogistenstern 800'000 814'000 -14'000
Geo 774'000 775'000 -1000
Das Magazin 769'000 766'000 +3000
Schweizer Familie 732'000 724'000 +8000
NZZ Folio 651'000 650'000 +1000
Gesundheitstipp 610'000 606'000 +4000
Tele 508'000 519'000 -11'000
Glückspost 414'000 426'000 -12'000
Annabelle 315'000 318'000 -3000
Weltwoche 314'000 304'000 +10'000 
Automobil Revue 169'000 177'000 -8000
Die Wochenzeitung (Woz) 105'000 108'000 -3000
       
Wirtschaftszeitungen      
Bilanz 196'000 181'000 +15'000
Handelszeitung 113'000 116'000 -3000
Finanz und Wirtschaft 100'000 96'000 +4000
       
Tageszeitungen (Westschweiz)      
20 Minutes 507'000 474'000 +33'000 
Le Matin 245'000 260'000 -15'000 
24 Heures 233'000 241'000 -8000
La Tribune de Genève 136'000 136'000 —
Le Nouvelliste 117'000 120'000 -3000
Le Temps 115'000 116'000 -1000
La Liberté 98'000 94'000 +4000
L'Express 54'000 59'000 -5000
       
Westschweizer Sonntagszeitungen      
Le Matin Dimanche 502'000 518'000 -16'000
       
Tessiner Tageszeitungen:      
Corriere del Ticino 122'000 129'000 -7000
La Regione Ticino 107'000 112'000 -5000
Giornale del Popolo 49'000 50'000 -1000

nvgl: Titel aus methodischen Gründen nicht mit Mach Basic 2012-1 vergleichbar

Tabelle: SDA

Angelink: Erfrischende Guerilla Aktion in Zürich

Für die Lancierung der neuen Bonbon-Marke Profresh aus dem Hause Fisherman’s Friend hat die Agentur ein wasserspeiendes Werbeplakat kreiert, das feucht fröhlich hält, was die Werbung verspricht: «Longlasting Freshness.»

Die erfrischende Werbebotschaft sollte für einmal nicht nur zu lesen, sondern zu spüren sein, heisst es in einer Mitteilung. Zu diesem Zweck hat Angelink Düsen im Plakatrahmen anbringen lassen, die nichts ahnenden Passanten unvermittelt mit Wasser besprühten, sobald sie an der Plakatstelle vorbei flanierten. Die Reaktionen der verblüfften «Werbeopfer» und der amüsierten Beobachter wurden mit versteckten Kameras eingefangen und verpackt in einem  Viral Video auf Youtube hochgeladen.

Verantwortlich bei Dabso: Jean-Yves Cuendet (Idee, Konzept). Verantwortlich bei Angelink: Markus Gabriel. Produktion: Guave Studios (Sergio Herencias).

 

http://www.youtube.com/watch?v=cXc7uwBD0E0

Susanne Borer lanciert neue Fotorepräsentanz

In der neu gegründeten Agentur Borerfotografen werden sechs Fotografen durch Susanne Borer vertreten. Borerfotografen.com soll als Schnittstelle zwischen Fotografen, Unternehmen und Werbeagenturen dienen.

Durch die Artbuyerin Susanne Borer ins Leben gerufen, sollen in der Agentur langjährige Erfahrungen in der Bildbeschaffung mit dem kreativen Prozess der einzelnen Fotografen vereint werden, heisst es in einer Mitteilung. Durch Borerfotografen vertreten werden neu Peter Fuchs, Günther Kathrein, Sarah Keller, Jean-Jacques Ruchti Christof Schürpf und Tobias Sutter.

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Bild: Screenshot Borerfotografen.com

 

Festland: Imagekampagne für Stiftung Waldheim

Die Agentur Festland macht die Bewohner zu Botschaftern der Stiftung Waldheim.

Die Stiftung Waldheim bietet Menschen mit schwerer geistiger, körperlicher und psychischer Behinderung Wohnheimplätze. Wie die Agentur in einer Mitteilung schreibt, investiert die Stiftung jedes Jahr mit Plakaten in die eigene Bekanntheit.

Festland rückt für die aktuelle Image-Kampagne Menschen mit Behinderung in den Mittelpunkt: bei Freizeitaktivitäten, beim Arbeiten oder einfach beim Verweilen. Die von Désirée Good fotografierten Portraits zeigen Xaver, Pascale und Edith – stellvertretend für alle, die in der Stiftung Waldheim eine Heimat finden. Zu sehen sind die Plakate von Altstätten bis Zürich in den Formaten F24, F12 und F200.

Verantwortlich bei der Stiftung Waldheim: Dorji Tsering (Geschäftsleiter), Jürgen Schöbel (Spendenwesen), Carmen Angehrn (Marketing). Verantwortlich bei Festland: Othmar Geser (Creative Director), Romea Williams (Beratung).

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F24_Xaver

 

Blu: Kampagne für den Natur- und Heimatschutz Uri

Der Natur- und Heimatschutz des Kantons Uri macht mit einer Plakataktion auf seine Arbeit aufmerksam. Für die Konzeption und Umsetzung ist die Agentur Blu Design und Kommunikation verantwortlich.

Auf dem Kantonsgebiet von Uri sind vom 9. September bis zum 5. Oktober 2012 an zwanzig Standorten mobile Plakate platziert. Sie stehen neben historischen Bauten oder in Landschaften und Lebensräumen, welche vom kantonalen Natur- und Heimatschutz gepflegt und unterhalten werden. Die Plakate im typographischen Design sind mit einer Frage versehen, die den Bezug zum jeweiligen Standort herstellt, so beispielsweise: «Wie kommt es, dass Wilhelm Tell hier so lebendig aus den Fresken tritt?». Antworten vermittelt die Webseite Wiekommtes.ch, welche weiterführende Informationen liefert und Interaktionsmöglichkeiten bietet, unter anderem in Form eines Votings oder Wettbewerbs. Die Aktion hat zum Ziel, die Bevölkerung von Uri für die Themen des Natur- und Heimatschutzes zu sensibilisieren. Wie die Agentur in einer Mitteilung schreibt, soll das moderne, typographische Design und die ungewöhnlichen Plakat-Fragen darüber hinaus besonders jüngere Zielgruppen ansprechen und ihr Interesse für Natur- und Kulturwerte wecken.

Verantwortlich beim Kanton Uri: Georges Eich, Eduard Müller (Justizdirektion des Kantons Uri, Amt für Natur- und Heimatschutz). Verantwortlich bei Blu Design und Kommunikation: Thomas Meyer (Text/Konzept), Felix Blum, Claudia Denier (Grafik), Irene Denzler, Carole Lehmann (Beratung).

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Wunderbare Leservermehrung bei der Basler Zeitung

Allen Erwartungen zum Trotz weist die Basler Zeitung gemäss Mach Basic 2012-2 mehr Leser aus als bisher. Dieser Zuwachs ist allerdings nicht real, sondern bloss Ergebnis eines legalen «Tricks», mit dem die Baz-Verantwortlichen das Wemf-System geschickt ausnützten.

Die Mach Basic 2012-2, die für einige Titel unerwartet deutliche Entwicklungen aufzeigt, hält auch eine Überraschung bereit, die nicht signifikant ist und deshalb zunächst kaum auffällt: Die Basler Zeitung (Baz) erreicht neu 163'000 Lesern, ein Plus gegenüber Vorjahr von 2000 Lesern. Dieses sanfte Wachstum, das innerhalb der statistischen Unschärfe liegt, ist deshalb so überraschend, weil es einen Aufwärtstrend andeutet, wo doch jedermann angesichts der medialen Turbulenzen am Rheinknie einen Verlust erwartet.

Abokündigungen nach Verkauf an Tettamanti & Co

Zur Erinnerung: 2010, kurz nach dem Verkauf der Basler Zeitung Medien (BZM) an Tito Tettamanti und Martin Wagner, wies die BaZ 175'000 Leser aus. Nachdem Tettamanti und Wagner zahlreiche Gratisabos für pensionierte BZM-Mitarbeiter strichen, Christoph Blochers Beratungsfirma zuzogen, Markus Somm als Chefredaktor installierten und schliesslich die BZM an Moritz Suter «übergaben», kam es in Basel zu einer ersten Protestwelle mit Aboabbestellungen. Entsprechend fiel die Baz-Reichweite vor einem Jahr auf 161'000 Leser (-8 Prozent). Kurz danach übernahmen Tettamanti und Blocher bei der BZM wieder offiziell das Ruder, was erneut Abokündigungen auslöste. Gleichzeitig geriet der Nordwestschweizer Zeitungsmarkt in Bewegung: Die Tageswoche wurde lanciert und die AZ Medien bauten die Basellandschaftliche Zeitung und den Sonntag in Basel kräftig aus. Aufgrund all dieser Ereignisse wäre nun bei der Baz eine weitere Lesererosion nur logisch gewesen. Doch welch ein Wunder: Sie legt sogar um 1,2 Prozent zu.

Clever eingefädelt

Wie das möglich wurde, geht aus den Wemf-Unterlagen hervor: Demnach weist die Baz ihre neue Sonntagsausgabe nicht wie andere Verlage als eigenständigen Titel aus, sondern betrachtet sie lediglich als siebte Ausgabe. Dies hat Folgen für die Berechnung der Anzahl Leser pro Ausgabe.

Doch der Reihe nach: Die Erhebungsperiode für die Mach Basic 2012-2 dauerte vom 6. April 2011 bis 25. März 2012. Im letzten Quartal dieser Periode, konkret am 8. Januar 2012, lancierte die Baz ihre Sonntagsausgabe, die sie mit einer Auflage von 240 000 Exemplaren drei Monate lang, also bis zum Ende der Erhebung, gratis verteilte. Dank dieser riesigen Startauflage generierte die Baz sonntags jeweils geschätzte 480‘000 Leser (zwei Leser pro Exemplar), also rund dreimal mehr als mit der Werktagsausgabe.

Weil die Baz nun die Sonntagsausgabe lediglich als siebte Ausgabe betrachtet, addiert die Wemf die vielen sonntäglichen Leser zu den Werktagslesern, was den Durchschnitt pro Ausgabe nach oben drückt. Anders gesagt: Die Sonntagsausgaben konnten die werktäglichen Verluste sogar leicht überkompensieren.

Doch wie viel werktäglichen Verlust vermochten die Sonntagsausgaben auffangen? Modellrechnungen der Werbewoche zeigen: 480'000 Leser pro Sonntagsausgabe können einen Verlust von bis zu 19'000 Lesern pro Werktagsausgabe kompensieren. Im diesem Fall käme also die Baz ohne Sonntagsausgabe noch auf 142'000 Leser pro Ausgabe (-12 Prozent). Doch selbst wenn man vorsichtiger rechnet und von nur einem Leser pro Sonntagsexemplar ausgeht, resultiert unter der Woche noch ein Verlust von etwa 9000 Lesern pro Ausgabe (-6 Prozent). Die Wahrheit dürfte also irgendwo dazwischen liegen.

Abwärtstrend, aber eher kein signifikanter Verlust

Fairerweise sei hier erwähnt, dass der aktuelle Verlust vermutlich näher bei 9000 Lesern liegt. Mehrere Indizien deuten darauf hin. Eines davon: Die Baz-Sonntagsausgabe, obwohl gratis verteilt, stiess bei der Nordwestschweizer Bevölkerung auf relativ geringe Resonanz und vielerorts auf Ablehnung: An vielen Briefkästen prangten Kleber, die ein Einwerfen der Sonntags-Baz untersagten. Und an Orten, wo sie aufgelegt wurde, blieb sie teils in grosser Zahl liegen. Fest steht auch, dass die Auflage der abonnierten Sonntagsausgabe nach Auslaufen der dreimonatigen Promoauflage deutlich absackte und tiefer war als die Auflage der werktäglichen Baz. Kurz: Die Sonntagsausgabe kam in der Startphase wohl eher auf einen Leser pro Exemplar als auf zwei, was ihr Kompensationspotenzial in der Wemf-Studie vermindert. Somit dürfte der Verlust der Werktags-Baz kaum signifikant ausgefallen sein, aber anders als die Wemf-Zahlen glauben machen ist doch von einer weitereren Abwärtsbewegung auszugehen.

Wemf bestätigt Verlust

Es sei hier auch darauf hingewiesen, dass die WW-Modellrechnung mehrere unbekannte Variabeln enthält und darum auf diversen Annahmen beruht. Für eine genauere Rechnung wären zusätzliche Angaben der Wemf nötig, die dort aber nicht erhältlich sind. Roland Gauglhofer, zuständig für die Mach Basic, bestätigt lediglich die Grundannahme: «Ohne Sonntagsausgabe wäre bei der werktäglichen Baz ein Leserverlust zu erwarten», sagt er. Weiter bekräftigt Gauglhofer, dass die Baz als einziger Schweizer Titel seine sonntäglichen Leser mit der werktäglichen Reichweite verrechnet. Dies sei aber mit den Regeln der Mach-Studie durchaus konform.

Bloss ein «angenehmer Nebeneffekt»?

Und was sagt man bei der Baz? Der mittlerweile abgetretene CEO Roland Steffen verwahrt sich dagegen, in irgendeiner Form «getrickst» zu haben. Es sei nie die Absicht gewesen, die werktägliche Reichweite der Baz mittels Sonntagsausgabe nach oben zu drücken und besser darzustellen, als sie ist. Dass es nun doch so herausgekommen sei, «ist bestenfalls ein angenehmer Nebeneffekt», sagt Steffen. Im übrigen habe man die Sonntagsausgabe immer als siebte Ausgabe der Basler Zeitung bezeichnet, nie als eigenständigen Sonntagstitel. «Die Sonntagsausgabe haben wir zudem nur wegen des Angriffs der AZ Medien lanciert und weil sie uns als letzte einigermassen realistische Wachstumsmöglichkeit für die Baz erschien.»

Der «Trick» nützt ein Jahr lang

Welche Reichweiten-Zahlen sind nun künftig bei der Baz zu erwarten? Kurzfristig keine, da ja die Wemf wegen der Umstellung auf die neue Reichweitenstudie Mach 3 im nächsten Frühjahr für einmal keine Leserschaftszahlen publiziert. Das heisst, die Baz darf ein Jahr lang mit der aktuellen Zahl operieren. Erst im Herbst 2013 publiziert die Wemf die neuen Mach-3-Reichweiten, doch diese sind dann wegen dem Währungsbruch mit den heutigen Zahlen nicht mehr vergleichbar. Die BZM hat also doppeltes Glück. Oder für ihren «Trick» ein super Timing gewählt. Einzig die Auflagenzahlen, die in wenigen Wochen erscheinen, könnten das Bild noch etwas trüben, geben sie doch näheren Aufschluss darüber, wie es wirklich um die Baz und ihre Sonntagsausgabe steht

Nebenbei: Seit dem 1. Juli 2012 stellt die BZM allen Baz-Abonnenten die Sonntagsausgabe automatisch zu und verlangt seither auch mehr für das Abo . Ursprünglich konnte man die Sonntagsausgabe separat abonnieren (oder eben darauf verzichten). Das neue Zwangsabo wird wohl Ende Jahr einige weitere Abokündigungen zur Folge haben, längerfristig aber der Sonntagsausgabe zu einer stabileren Auflage verhelfen.

Markus Knöpfli
 

NZZ optimiert Raumnutzung am Standort Zürich

Mit Blick auf eine optimale Raumnutzung am Standort Zürich organisiert die NZZ bis zum Ende 2014 ihre publizistischen, verlegerischen und führungstechnischen Aktivitäten neu.

Künftig werden im Stammhaus der NZZ an der Falkenstrasse 11 die Redaktionen der Neuen Zürcher Zeitung und der NZZ am Sonntag arbeiten, Verlag und NZZ Media sowie IT an der Seehofstrasse 16, wie es in einer Mitteilung heisst. Im Gebäude an der Falkenstrasse 12 werden das Gruppenmanagement sowie die Konzernleitung Einsitz nehmen. Die bisher von der NZZ am Sonntag gemieteten Räumlichkeiten an der Mühlebachstrasse 52/54 werden aufgegeben, das Gebäude, das der Vorsorgestiftung gehört, soll verkauft werden.

Durch die räumliche Zusammenführung in Content-, Verlags- und Dienstleistungsgebäuden werden die Informationswege verkürzt und werden bestehende Abläufe und Organisationen optimiert. Der Umzug soll bis Ende 2014 realisiert sein.

Pool Position übernimmt auch Kommunikation von Lara Gut

Pool Position Switzerland zeichnet ab sofort für die Kommunikation der Skirennfahrerin Lara Gut verantwortlich.

Die Zürcher Management-Agentur aus dem Hause Infront Ringier baut somit ihr Leistungen aus, welche Pool Position für Lara Gut übernimmt. Bereits Velorennfahrer Fabian Cancellara und Fussballer Yann Sommer stehen bei Pool Position unter Vertrag.

Teaserbild: Screenshot Pool-position.ch

Zu guter Letzt: Ich sehe Sternenhimmel

Eine Website machts möglich: Endlich kann man mit Galaxien schreiben! Testen Sie es selbst.

Das Gadget-Magazin Gizmodo.com hat heute auf die Website Writing.galaxyzoo.org aufmerksam gemacht. Seit 2007 helfen mehr als 250'000 Nutzer mit, Galaxien zu klassifizieren. Steven Bamford, eines der Mitglieder des Teams, hat die riesige Bilderdatenbank nun genutzt, um daraus eine Schriftart zu erstellen. So kann jeder Besucher Wörter eintippen, welche Sekunden später als Galaxien-Salat angezeigt werden. Mal lesbar, mal weniger. Misslungene Versuche (Bild 1) können per Knopfdruck solange wiederholt werden, bis sie passen (Bild 2).

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