Promoswiss: Markt für Werbeartikel hat sich positiv entwickelt

Die Umfrage des Branchenverbands Promoswiss zeigt ein erfreuliches Bild der Schweizer Werbeartikelindustrie im Jahr 2011. Der Umsatz aller Mitglieder ist auf 138,4 Millionen Franken gestiegen, was einem Plus von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Nachdem der Verband bereits im Jahr 2010 ein Umsatzplus von 6,3 Prozent vermelden konnte, entwickelte sich das Ergebnis im Berichtsjahr 2011 erneut positiv. Aufgerechnet auf 100-Prozent-Vollzeitstellen beschäftigten die Verbandsmitglieder 284 Mitarbeitende, 17 mehr als im Vorjahr. Abgeleitet von den Umsatzsatzzahlen der Promoswiss-Umfrage beziffert Verbandspräsident Marcel Spiess das Gesamtvolumen des Werbeartikelmarktes in der Schweiz auf rund 560 Mio. Franken. Dies schreibt Promosuisse in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Markteinschätzung für das Jahr 2012 zurückhaltend optimistisch

Anlass zur Zuversicht gibt der Auftragseingang für 2012. Die erhobenen Markttrends für das laufende Jahr zeigen, dass 36 Prozent der Mitglieder steigende Umsätze erwarten, 40 Prozent gleichbleibende Umsätze, 24 Prozent rechnen mit einem Rückgang. Bei den Ertragserwartungen zeigt sich folgendes Bild: 33 Prozent erwarten steigende Erträge, 40 Prozent gleichbleibende, 27 Prozent gehen von sinkenden Einnahmen aus.

Inzwischen machen etwa 50 Prozent der Mitglieder eine Bonitätsprüfung bei ihren Kunden. Eine positive Folge davon dürfte sein, dass im Berichtsjahr die Debitorenverluste erneut gesunken sind. Die Mehrheit der Mitglieder geht im Jahr 2012 von einer gleichbleibenden Zahlungsmoral aus.

Umsatz nach Branchen:
– Textil: 26,88 Prozent – Vorjahr: 26,85 Prozent
– Schreibwaren: 16,54 Prozent – Vorjahr: 15,47 Prozent
– Feuerzeuge: 3,48 Prozent – Vorjahr: 3,70 Prozent
– Taschen usw.: 16,47 Prozent – Vorjahr: 14,26 v
– Elektronik: 11,24 Prozent – Vorjahr: 10,84 Prozent
– Anderes: 25,39 Prozent – Vorjahr: 28,89 Prozent
 

Der Zauber des Gewöhnlichen

Die Leserschaft der genossenschaftlichen Gratispresse wächst seit Jahren beständig. Der Mix aus Nutzwert und klarer Marketingunterstützung scheint zu funktionieren. Die Leser wissen, dass man ihnen etwas verkaufen will. Von Karl Lüönd, freier Publizist und Buchautor.

Wie immer sind die WEMF-Zahlen diese Woche wie Schulnoten verstanden und wie ein Casting kommentiert worden. Seit Jahr und Tag fällt den Kommentatoren immer dasselbe ein, und es stimmt ja auch: Die Nutzerzahlen unserer Medien sind stabiler als ihre Auflagenentwicklung und bewegen sich auf einem beneidenswert hohen Niveau geradeaus oder sanft abwärts. Immer ärgerlicher wird die Erhebungslücke um die elektronische Nutzung von Zeitungsangeboten. Sie hat inzwischen bei manchen Titeln – etwa der NZZ – ansehnliche Werte erreicht.

Mir ist auch dieses Mal wieder aufgefallen, dass eine Titelkategorie, die seit Jahr und Tag gegen den Branchentrend leicht, aber beständig wächst, kaum beachtet wird: die genossenschaftliche Gratispresse von Coop und Migros. Das Migros Magazin (früher Brückenbauer) weist in der Deutschschweiz 2,384 Millionen wöchentliche Leser aus, die Coop-Zeitung sogar 2,679 Millionen. Im Zehnjahresvergleich weisen die beiden Titel Pluszahlen von 12 bzw. 18 Prozent auf, während sich die Mehrheit der Tages- und Wochenzeitungen bemühen muss, ihre Minuszahlen bzw. ihr Nullwachstum zu erklären. Etwas müssen die Redaktoren und Verleger im Solde von Coop und Migros also richtig machen. Auch wenn man die Grösse und Reichweite der beiden Titel betrachtet, ist der Akzeptanztest überzeugend.

Ich habe mir die neuesten Ausgaben der beiden Magazine angeschaut und bin zur Überzeugung gelangt: Beide Titel punkten, weil genau das drin ist, was drauf steht: Coop bzw Migros. Woche für Woche ziehen die lesenden Kunden direkten Nutzen aus ihrer Lektüre. Ich wette, dass die Aktionsinserate zu den meistbeachteten Seiten gehören. Aber auch das redaktionelle Programm dreht sich zu einem guten Teil und mit starkem saisonalem Akzent um das jeweilige Geschehen in der Coop- oder Migros-Welt. Beliebte Rubriken wie Kochen, Wein, Sport, Reisen usw. werden ungeniert in Verbindung gebracht mit den jeweiligen Angeboten. Die Coop-Zeitung pusht die Pilzsaison, während das Migros Magazin auf ein Making of vom Dreh des neuen Spots von Migros Bio abfährt. Das redaktionelle Angebot ziert sich nicht, die dahinter stehenden kommerziellen Interessen zu befriedigen. Das stört nicht nur niemanden; ich behaupte sogar: Das erwartet jeder, der ein Heft mit dem Titel Coop-Zeitung oder Migros Magazin zur Hand nimmt.

Journalismus als Dienstleistung und Nutzenvermittlung in der Alltagssphäre von Einkaufen und Haushalten, aufgemischt mit Prominentengeschichten, die ganz eng an die Supercard- oder Cumulus- Aktivitäten geknüpft sind. So gewinnt auch das siebenhundertelfte Udo-Jürgens-Interview in der Coop-Zeitung neuen Reiz, denn man erfährt auch gleich, wie man vergünstigt ins neue Musical kommt. Ja, hier tarnt der Journalismus seine Hilfsfunktion für das Marketing in keiner Weise. Er kommt geradeaus und ehrlich daher und bringt, was er verspricht. Weitgehend ausgeklammert bleibt das Konflikthafte, bleibt die Politik – es sei denn, die Interessen des Grossverteilers wären direkt berührt wie etwa bei den Ladenöffnungszeiten. Nicht der aufklärerische Ansatz zählt, sondern der dienstleistende, der verführende, der unterhaltende.

Man kann darüber die hoch getragene Journalistennase rümpfen. Aber die enormen und über Jahre hinweg stabilen Leserzahlen beweisen, dass diese Art von interessengebundenem Konsum-Journalismus als Ergänzung und Kontrast zum übrigen Programm gerne angenommen und auch richtig eingeordnet wird – ich behaupte: gerade weil die Leute wissen, dass man ihnen auf jeder Seite etwas verkaufen will.

Auch verlegerisch segeln die beiden Schlachtschiffe im Windschatten der vermeintlich Grossen. Spannend ist ja, dass manche Branchen, zum Beispiel Reisebüros mit Spezialangeboten, die enorme Wasserverdrängung dieser Schlachtschiffe gezielt und gerne nutzen. Insgesamt ergibt schon eine einfache Kopfrechnung, dass sowohl Migros Magazin wie Coop-Zeitung, je für sich betrachtet, locker bei den Top-Ten-Unternehmen in der Schweizer Verlagswirtschaft aufgeführt werden müssten, wenn man sie bloss nicht immer vergässe. Was ihnen wahrscheinlich ganz recht ist, denn sonst würde man ja über die Nachfragemacht und den Einfluss der Grossverteiler zu reden anfangen. Sie sind schliesslich nicht nur Anzeigenkunden, sondern auch die grössten Druckauftraggeber – und bedeutende Verleger.

Echtes Wissen in Luzern prämiert

Am 31. August wurden im Grand Casino Luzern die neuen Verkaufsfachleute brevetiert. 304 erfolgreiche Absolventen konnten ihren eidg. Fachausweis entgegennehmen.

Wenn Sommer und Herbst aneinander schnuppern, ist es Zeit für die Diplomfeier der Verkaufsfachleute. Dieses Jahr konnten im Grand Casino Luzern 304 frischgebackene Meister ihres Fachs begrüsst werden. 376 Kandidatinnen und Kandidaten waren insgesamt angetreten; 80,9 Prozent davon schlossen mit Erfolg ab. Die Diplomfeier ist neu positioniert und aufgewertet worden; erstmals führte die TV-Personality Kurt Aeschbacher durch den Anlass. Geehrt wurden Talente, so Hans-Jürg Gehri, Präsident der Prüfungskommission, «die nicht verkopft sind, sondern sich auf dem dualen Weg Theorie und Praxis angeeignet haben.» In die gleiche Richtung zielte Prüfungsleiterin Nicole Beck-Taubenest: «Mit dieser berufsbegleitenden Weiterbildung wird echtes Wissen geschaffen.»

13 Beste ihres Faches ausgezeichnet

Erstmals an einer Verkaufsfachleutediplomfeier wurde der Swiss Marketing Junior Sales Manager Award verliehen. Die Statuette des Schweizer Künstlers Ivo Soldini, die den besten Absolventen des gesamten Jahrgangs ehrt, ging an Corinne Meyer aus Emmenbrücke, die mit der Durchschnittsnote 5.1 abgeschlossen hatte. Weitere Höchstleistungen erbrachten in den schriftlichen Fächern: Ivan Bandel (Verkaufsplanung); Melanie Müller (Verkaufsförderung/Werbung); Maria Impellizzeri (Marketing); Daniel Aebischer (Distribution); Sibylle Wagner (Rechnungswesen/ Controlling); Stefan Merz (Betriebsstatistik) sowie Jasmin Taskiran (Rechtskunde für Verkäufer). In den mündlichen Fächern wurden ausgezeichnet: Valentina Helfenstein (Präsentations- und Verkaufstechnik/ Verkaufsgespräch); Cyliana Bachmann (Persönliche Führungsfähigkeit); Nicole Späni (Marktforschung); Leila Zwyer (Rhetorik/Warenpräsentation und Merchandising): Philippe Cattin (Selbstmanagement) sowie Patrick Moser (Verkaufsprozess). Zum Schluss hauten die musikalischen Entertainer des Abends, die Boogie-Derwische Chris & Mike, noch einmal in die Tasten. Dann fand die Diplomfeier bei einem Apéro ihren würdigen Ausklang.
 

Bandbreite noch nicht ausgeschöpft

Swisscom hat bereits über 90 Prozent der Bevölkerung mit Glasfaser bis in die Quartiere erschlossen. Numéro 10 zeigt in einer Kampagne auf, wie und wo damit für den User die Zukunft bereits begonnen hat.

Seit 2008 werden Glasfaseranschlüsse kontinuierlich ausgebaut. Bis in die Quartiere (Fiber to the Curb) sind bereits über 90 Prozent der Bevölkerung erschlossen. Mit Glasfaseranschlüssen bis in die Wohnungen und Geschäfte (Fiber to the Home) deckt Swisscom in über 40 Städten und Gemeinden bereits mehrere Gebiete ab, darunter: Bern, Zürich, Basel, Genf, Lausanne, St. Gallen, Bellinzona sowie Meilen, Pfyn und Gland. Aktuell hat Swisscom mehr als 420 000 Wohnungen mit Glasfaser erschlossen. Bis Ende 2015 werden es über eine Million sein.

Diese Glasfaserhybridtechnologie ermöglicht Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s. In den nächsten drei bis vier Jahren sogar bis zu 400 Mbit/s. Damit wird für den Kunden nicht nur ultra schnelles Internet mit bis zu 100 000 kBit/s möglich. Weil die Bandbreite noch lange nicht ausgeschöpft ist und bei einem Swisscom-Anschluss auch nicht mit anderen Nutzern geteilt werden muss, eröffnet die neue Technik schier unbeschränkte Möglichkeiten. In einem gleichen Haushalt können auf verschiedenen TV-Geräten gleichzeitig mehrere TV-Programme in HD-Qualität verfolgt werden. Gleichzeitig können andere Sendungen aufgenommen werden und man kann dabei trotzdem parallel und ultra schnell im Netz surfen. All diese Vorteile bietet Swisscom mit den Angeboten Vivo Casa 2 bis 5. Numéro 10 von Gilles Aeby ist nach einer Agentur- Evaluation damit betraut worden, diese News punktgenau in den «betroffenen» Quartieren zu kommunizieren. Zu den Plakaten gibt es Banner, die auf eine Seite lenken, wo man seinen Anschluss einem Check unterziehen kann.

Andreas Panzeri

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Als die Bilder sprechen lernten

Filip Zumbrunn ist mit Leidenschaft Werbefilmer und arbeitet gleichzeitig für den Spielfilm. Der Kameramann hat nie eine Filmschule besucht. Ins Filmlexikon hat er es trotzdem bereits mit über sechs grossen Kinowerken geschafft.

Nur ein Spielfilm pro Jahr, dafür einer, der mich richtig interessiert!», ist sein Motto, das sich auch mit seinem Familienleben vereinbaren lässt. Die restliche Zeit arbeitet er für Werbefilme und andere kürzere Engagements. Filip Zumbrunn ist einer der wenigen Namen in der Schweizer Filmszene, der nicht ständig einem Traumjob nachrennen muss, sondern sich so etwas wie einen geregelten Alltag mit einer sinnvollen «Karriereplanung » leisten kann. Der Schlüssel dazu heisst «Leistungsnachweis». Auf bereits mehr als einem halben Dutzend Plakaten von Schweizer Kinofilmen prangt sein Name als Kameramann. Bei unzähligen Werbespots haben Produktionen wie Stories, WirzFraefelPaal, Chocolate, Rosas`n`Co, Markenfilm, Condor, Eqal oder Solid & Hallerfilm auf seine Bilder vertrauen wollen. Viele dieser Spots sind mit ADC-Würfeln oder einem Edi ausgezeichnet worden. «The Photographer» mit Regisseur Ernst Wirz für die Mobiliar hat in Cannes sogar einen Bronze-Löwen gewonnen. «Werbung ist super», meint Filip Zumbrunn, «weil ich hier die verschiedensten Bedürfnisse an meinen Beruf abdecken kann.» Künstlerisch wird der Kameramann von der Werbung gerne gefordert, weil er hier in zwei Sekunden allein mit Bildern eine Aussage machen muss. «In nur 20 oder 30 Sekunden kann das weniger in einer Erzähldramaturgie passieren. » Technisch ist eine Arbeit in der Werbung interessant, weil er als Kameramann ständig die neusten Geräte, Techniken und Stile ausprobieren kann. Ein drittes Argument für die Werbung ist schliesslich das Familienleben. Seine Frau arbeitet seit 2007 ebenfalls als Regisseurin – zum Beispiel bei Rosas`n`Co, Condor oder Stories. Christine Wiederkehr wirkte früher als Marketingassistentin bei Swatch, studierte an der Filmakademie in Lausanne und machte dann ihren Abschlussfilm an der Zürcher Hochschule für Kunst und Gestaltung. Heute haben die beiden zwei Töchter von neun und sechs Jahren. Diese wollen die Eltern gemeinsam erziehen – so wie beide auch ihre Filmarbeit gleichberechtigt vorantreiben wollen. Dazu bietet ein Job als Freelancer in der Werbung die besten Möglichkeiten, «weil es bei Spots meistens um überblickbare Projekte geht». Vorbereitung, Drehen, Pause. «Das ist familientechnisch extrem viel kompatibler als ein Spielfilm. » Bei einem solchen ist der Kameramann über Monate unterwegs und oftmals auch im Ausland. Ein Künstlerleben aus dem Koffer, von dem sich Filip Zumbrunn allerdings ebenso angezogen fühlt. «Weggehen und dann wieder zurückkommen – damit hält man die Augen offen für alles Schöne, aber auch für die Probleme in dieser Welt.» Dass er dieses Beobachten der Welt einmal hinter einer Kamera zu seinem Beruf machen könnte, war bei Filip schon als Teenager ein Ziel.

Der «intensive Kinogänger» drehte bereits in der Mittelschule Super-8-Filme. Mit seinem Werk «Zeitlos » hat er 1987 an den Schweizer Jugendfilmtagen den Hauptpreis gewonnen. «Es war ein surrealistischer Film im Stile von Bunûel», erinnert sich Zumbrunn. Er sei damit völlig aus dem Rahmen gefallen, weil die meisten seiner Konkurrenten damals «irgendwie Derrick nachmachen wollten». Gefördert wurde Filips Talent schon früh auch von seinem Vater. Dieser war in den 70er-Jahren Werbe- und Modefotograf, bevor er mit seinen Bü chern und Fotos von Autos auch internationales Ansehen erreichen sollte. Filip hat dem Vater «freiwillig und mit grosser Leidenschaft» immer wieder assistiert. Nach der Matura hat er den «Assi» zum Beruf gemacht und sich kontinuierlich «vom Licht bis zur Kamera vorgearbeitet». Mehr als zehn Jahre wirkte Filip Zumbrunn dann als erster Assistent. Für Renato Berta zum Beispiel assistierte er auf «Beresina» von Daniel Schmid. Mit Pio Corradi machte er «Vollmond» von Fredi Murer und «Gripsholm» von Xavier Koller. Dann kam der Moment, wo er es auch selber wissen wollte. «Das war als regelmässig beschäftigter Assistent gar nicht so einfach. Die Rollen sind verteilt. Und wer traut dir zu, dass du auch selber die gefragten Bilder bringen kannst?» Hier sieht Filip Zumbrunn, der als seinen Weg das «learning by doing» wählte, den wohl einzigen Nachteil zu Absolventen einer Filmhochschule. «An der Filmschule reifen Regisseure und Techniker gemeinsam in die Berufswelt hinein und entwickeln entsprechende Netzwerke. Als Assistent kann ich auch keinen Abschlussfilm vorweisen.» In dieser Phase legte der Filmer eine kreative Pause ein. Zumbrunn gründete mit Freunden zusammen die Bar «Acapulco» an der Zürcher Neugasse und wartete dort beim Servieren auf Jobs als Kameramann. Die Chance kam von Dschoint Ventschr. Samirs Filmproduktion hat ihm 2004 die Kamera für «Strähl» anvertraut, für den Zumbrunn beim Schweizer Filmpreis gleich auf Anhieb mit einem Spezial-Award für Kamera und Licht ausgezeichnet wurde. Überzeugt hat sein Stil, bei dem fast alles nur «aus der Hand» gefilmt wurde. Diese Technik hat dem Streifen von Regisseur Manuel Flurin Hendry einen sehr dynamischen Look verpasst und liess den Cops-Film damit ziemlich unschweizerisch und eher wie ein Independent Movie aus New York daher kommen. Entsprechend hat es neben dem Schweizer Filmpreis für die «besten Darsteller» Roeland Wiesnekker und Johanna Bantzer auch noch einen Darstellerpreis beim Filmfestival Max Ophüls in Saarbrücken geregnet sowie Regie-Preise in Schwerin und Hamburg.

Night Train to Hollywood

All diese Palmarès brachten auch Zumbrunns «sprechende Bilder» zum Laufen. Die Anfragen wurden ständig interessanter. Im letzten Jahr war Filip Zumbrunn zum Beispiel Director of Photography und verantwortlich für die gesamte Kameratechnik beim ersten Schweizer 3D-Film «One Way Trip» von HesseGreutert Film. Mehr für ein breiteres Publikum war «Giulias Verschwinden», eine Filmkomödie über das Älterwerden nach einem Buch von Martin Suter. Dieser Film von Christoph Schaub wurde 2009 mit dem Publikumspreis in Locarno gefeiert und im gleichen Jahr auch noch mit dem Zürcher Filmpreis geehrt. Bereits wieder mit Bruno Ganz durfte Zumbrunn von März bis Mai dieses Jahres in Lissabon drehen. In «Night Train to Lisbon» sind auch noch Jeremy Irons, Mélanie Laurent, Jack Huston, Martina Gedeck, August Diehl, Lena Olin sowie Christopher Lee und Charlotte Rampling vor seiner Kamera gestanden.
Dieser bisher teuerste Film von Zumbrunn ist eine Koproduktion von Studio Hamburg und der Zürcher C-Films nach dem Bestseller von Pascal Mercier. Regie führt Bille August. Dieser hat in seinem «The House of Spirits» auch schon mit Meryl Streep und Antonio Banderas gearbeitet oder bei «Pelle the Conquerer», für welchen er 1989 mit dem Oscar ausgezeichnet wurde, mit Max von Sidow. Beeindruckt an der Arbeit mit solchen internationalen Namen hat Filip Zumbrunn die Art, wie diese überhaupt keine Allüren zeigten. «Ein Unterschied zu helvetischen Produktionen war hingegen, dass die Stars vor der Technik viel mehr geschützt wurden.» Sie warten in ihren Wohnwagen und kommen erst aufs Set, wenn der Regisseur zur «Action» rufen kann. «Damit können sich die Schauspieler voll auf ihre Gefühle in der Kunst der Darstellung konzentrieren.» Und jetzt? Wird Zumbrunn nach seinem Gesellenstück mit Weltstars ebenfalls noch einmal ein Etappenziel näher zu Hollywood kommen? «Mir gefällt die Arbeit in der Schweiz», lacht er. Aber der Zürcher zeigt sich schon ein bisschen stolz darüber, dass Bille August ihn vielleicht auch auf sein nächstes Projekt mitnehmen möchte. Vorläufig werden jedoch bei der Familie Zumbrunn Wiederkehr noch keine Koffer nach Übersee gepackt.

Andreas Panzeri

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Draftfcb/Lowe organisiert Mini Ghettoblaster Guerilla

Mini ist offizieller Partner beim International Radio Festival Zürich 2012. Eigens dafür hat Draftfcb/Lowe Zürich mit dem Paper-Stuff-Artist Bartek Elsner einen überdimensionalen Ghettoblaster realisiert.

Damit sollte dem Mini beim Event im Schloss Sihlberg ein starker Auftritt verpasst werden. Am Dienstagnachmittag wurde der Ghettoblaster zudem bei einer Guerilla-Aktion in Zürich aufgestellt. Er sollte die Leute zum International Radio Festival locken. Zudem sorgte der Ghettoblaster für Content auf der Facebook-Seite von Mini Switzerland.

Begleitet wird die Aktion von einem Video mit eigenem Soundtrack und einem Wettbewerb, bei dem man Mini Ghettoblaster-Kissen gewinnen kann. Zu sehen ist die Ghettoblaster-Installation noch bis Sonntag am International Radio Festival beim Schloss Sihlberg.

Verantwortlich bei Mini: Carol Hochuli (Leiterin Mini), Daniela Geiger (Sponsoring & Events Mini). Verantwortlich bei Draftfcb/Lowe Zürich: Dennis Lück (ECD), Tizian Walti (Konzept/Text), Stephanie Lang (Senior AD), Ranja Issa (Junior AD), Sandra Kopplin (Beratung), Bartek Elsner (Paper-Stuff).
 

Apple schliesst Musik-Netzwerk Ping

Apple gibt nach gut zwei Jahren sein erfolgloses Musik-Netzwerk Ping auf. Apple wollte mit Ping eine Plattform aufbauen, über die Künstler mit Fans kommunizieren und Nutzer sich über Musik austauschen können.

«Ping ist ab dem 30. September nicht mehr verfügbar», kündigte Apple in der Nacht zum Donnerstag in dem Netzwerk an. Apple wollte mit Ping eine Plattform aufbauen, über die Künstler mit Fans kommunizieren und Nutzer sich über Musik austauschen können. Vor allem die fehlende Integration mit dem weltgrössten Online-Netzwerk Facebook sorgte jedoch dafür, dass der Dienst ein nur wenig genutztes Nischenangebot blieb.

Ursprünglich sollte Ping eine Facebook-Verknüpfung bekommen, sie wurde jedoch 2010 kurz vor dem Start gekappt. Facebook habe inakzeptable Bedingungen aufgestellt, sagte Apple-Gründer Steve Jobs damals dem Blog «All Things D» ohne nähere Angaben. Schon in den ersten zwei Tagen meldeten sich eine Million Nutzer an, das Interesse sackte jedoch schnell ab.

Der neue Apple-Chef Tim Cook deutete das Ende von Ping bereits im Mai an. Die Nutzer hätten deutlich gemacht, dass sie nicht viel Energie in Ping investieren möchten. «Werden wir es einstellen? Ich weiss es nicht. Ich werde darüber nachdenken», hatte Cook damals gesagt. Apple müsse kein eigenes Online-Netzwerk haben, um im Sozialen Internet aktiv zu sein.

Unter anderem hat sich das Verhältnis zu Facebook inzwischen deutlich verbessert. Ausserdem will Apple Musikern die Möglichkeit geben, direkt in der nächsten Version der Multimedia-Software iTunes Fotos mit ihren Fans zu teilen. (sda)
 

Coundco verstärkt Content und Community Services

Coundco hat die Content und Community Services um ein neues Geschäftsleitungsmitglied erweitert. Die Agentur hat Tobias Stahel als Head of Content und Community in die Geschäftsleitung geholt.

Man wolle so den Zukunftsbereich Digitale Markenführung, Marken Communities und Storytelling stärken, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Tobias Stahel war sieben Jahre bei der X-TRA Production tätig. Die letzten drei Jahre führte er als Marketingleiter und Mitglied der Geschäftsleitung den grössten Geschäftsbereich des Unternehmens und war verantwortlich für die Programmation und Vermarktung aller öffentlichen Veranstaltungen im Club X-TRA. Der ausgebildete Journalist und Kommunikator beendet diesen November sein Masterstudium in Communication Management an der Hochschule Luzern, wo er das Thema digitale Markenführung vertieft hat.

Bei Coundco wird Tobias Stahel das Social Media und Community Team mit vier Mitarbeitern übernehmen und für den Ausbau der Services im Bereich Content und Community verantwortlich zeichnenso die Agentur weiter. Im Besonderen werde der Bereich des «Brand Tellings» und «Content Marketings» vorangetrieben und auf die Schweiz adaptiert.

Zudem erweitert das von Coundco mitgegründete Box Network sein Agentur-Netzwerk in die USA. Damit schlägt das bisher europäische Netzwerk die Brücke über den grossen Teich. Man ermögliche seinen Kunden so die lokal verankerte Umsetzung von internationalen Projekten und Kampagnen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Die Agentur rollt in dieser neuen Konstellation ein erstes Projekt für Victorinox Fragrances global aus.

Rosatom verlängert Stöhlker-Mandat

Das russische Staatsunternehmen Rosatom hat das Mandat der internationalen Beratungsgruppe Stratinvest für ein weiteres Jahr verlängert. Die Zürcher Agentur Stöhlker ist Teil des globalen Netzes von Stratinvest.

Die Agentur ist seit fünf Jahren Public Relations- und Public Affairs-Berater von Rosatom für Deutschland und die Schweiz. Nun plant Stratinvest, gegründet von Leonid Sevastianov und Emmanuel Gout, eine engere Zusammenarbeit zwischen Russland und Westeuropa, so die Agentur. Stöhlker betreut eine Reihe von Unternehmen, die in Osteuropa Produktions- und Vertriebsgesellschaften führen.

Ideart gestaltet für Benefiz Circus Night Luzern 2012

Die Benefiz Circus Night Luzern ist ein Anlass zur Unterstützung von karitativen Stiftungen und Vereinen. Für die diesjährige Circus Gala hat Ideart sämtliche Werbemittel gestaltet.

Die Werbemittel kommen in Form von Plakaten, Programmheften, Flyer und Tickets zum Einsatz. Die Kampagne beginnt im Oktober 2012. Dieses Jahr wird die Stiftung Speranza von Benefiz Circus Night Luzern finanziell berücksichtigt.

Verantwortlich bei Benefiz Circus Night, Luzern: Peter Fischer (Präsident), Oliver Vogt (Marketingg, Sponsoring, Tombola). Verantwortlich bei Ideart Design & Werbung, Luzern: Ludek Martschini (Kreation, Beratung), Peter Martschini (Produktion, Organisation).

Ringier und Tamedia planen Übernahme von Jobs.ch

Ringier und Tamedia haben gemeinsam die Übernahme der Jobs.ch Holding geplant. Sie betreibt unter anderem die Stellenplattform Jobs.ch sowie den Online-Kadermarkt Topjobs.ch und hält eine Beteiligung von 49 Prozent am österreichischen Online-Stellenmarkt Karriere.at.

Die US-Beteiligungsgesellschaft Tiger Global Management hatte 2007 die Mehrheit an Jobs.ch von den Gründern übernommen. Durch die Kooperation von Ringier und Tamedia kommt die Jobs.ch Holding zurück in Schweizer Hände, so die beiden Medienunternehmen in einer Mitteilung vom Mittwoch. Gemeinsam wolle man die Stellenplattformen im zunehmend internationalen Wettbewerb weiter ausbauen und sprachübergreifende Lösungen für Stellensuchende und Firmenkunden entwickeln.

Ringier und Tamedia werden jeweils 50 Prozent an der Jobs.ch Holding halten. Tamedia wird zudem ihre Online-Stellenmarkttochter Jobup in die Partnerschaft einbringen. Die Jobup betreibt mit Jobup.ch eine Stellenportale in der Romandie sowie die Stellenplattformen Jobwinner.ch und Alpha.ch. Die jobs.ch Holding soll nach der Übernahme vom bisherigen Management unter der Führung von CEO Mark Sandmeier weitergeführt werden. Die Transaktion steht unter Vorbehalt der Zustimmung durch die Eidgenössische Wettbewerbskommission und die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde.
 
Die Jobs.ch Holding blickt auf eine über 10-jährige Geschichte im Schweizer Stellenmarkt zurück. 2011 erwirtschaftete die Jobs.ch Holding einen Nettoumsatz von 45,9 Millionen Franken und auf Stufe Ebit ein Ergebnis von 20,2 Millionen Franken. Der für den Kauf massgebende Enterprise Value von 100 Prozent des Aktienkapitals der Jobs.ch Holding liegt bei 390 Millionen Franken. Die von Tamedia in die Partnerschaft einzubringende Jobup wird mit 120 Millionen Franken bewertet. Zudem haben die beiden Partner Kauf- und Verkaufsoptionen vereinbart, die Ringier eine Quotenkonsolidierung nach Swiss Gaap Fer und Tamedia eine Konsolidierung nach IFRS ermöglichen.

Inhalt&Form: 60 Seiten Feuer und Flamme

Inhalt&Form hat für Rüegg Cheminée ein Imagebuch gestaltet. Das Buch bildet nicht allein Produkte ab, sondern dokumentiert Menschen und ihren Bezug zu Rüegg Cheminées.

Die Geschichten wurden in vier Ländern mit Unterstützung der Fotografen Horst Diekgerdes –  und Raphael Zubler dokumentiert. Das Buch ist ein Reil des Rebranding von Rüegg Cheminée in diesem Jahr. Dabei sollen Feuerliebhaber und ihre Produkte ins rechte Licht gerückt werden.

Verantwortlich bei Rüegg Cheminée: Matthias Rüegg (CEO Rüegg Cheminée AG), Christoph Rutschmann (Geschäftsführer), Jasminka Kocev (Leiterin Marketing). Verantwortlich bei Inhalt&Form: Serge Riedener (CD), Claudia Fuchs (AD), Fabian Zahner (Text), Aurelio Burgdorfer (Grafik), Matthias Städeli und Vera Fetz (Beratung). Fotografie: Horst Diekgerdes (People), Raphael Zubler (Cheminées), Tina Aich (Produktion).

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