Deepseek fordert ChatGPT und Co. heraus

Das Unternehmen Deepseek mischt mit seinen grossen Sprachmodellen den Markt auf. Die KI-Modelle des chinesischen Jungunternehmens sollen mindestens so leistungsfähig sein wie jene hinter ChatGPT und Co, jedoch deutlich weniger Ressourcen benötigen.

(Bild: John Cameron/Unsplash.com)

Wenn ein Unternehmen ein eigenes grosses Sprachmodell lanciert, ist das heutzutage meist keine grosse News mehr. Anders verhält es sich mit Deepseek, dessen KI-Produkte Deepseek V3 oder Deepseek R1 seit Tagen schon für Schlagzeilen sorgen – und nicht nur dafür: Auch die Aktienkurse namhafter KI-Unternehmen wie Nvidia kamen in den letzten Tagen ins Schlingern, wie etwa Euronews berichtet.

Der Hauptgrund für den Aufruhr ist, dass die Deepseek-KI-Modelle in verschiedenen Leistungstests besser abzuschneiden scheinen als grosse Sprachmodelle bekannter Hersteller. Gleichzeitig lasse sich Deepseeks KI mit deutlich weniger Ressourcen ausführen – es sind also weniger leistungsfähigere Prozessoren dafür nötig.

Ausserdem stellt Deepseek seine fertig trainierten KI-Modelle quelloffen (Open Source) zur Verfügung. Damit können sie alle auf ihrer eigenen Hardware ausführen und für spezifische Anwendungsfälle weiter entwickeln.

Die Chip-Not zur Tugend gemacht

Zu alledem kommt noch der Umstand, dass das Jungunternehmen Deepseek in China beheimatet ist. Gegründet wurde das Unternehmen 2023 von Liang Wenfeng, wie einem Porträt von Wired zu entnehmen ist. Er habe Deepseek für die Forschung und aus Neugier gestartet, nicht um kurzfristig Gewinn zu machen, zitiert das Portal den Gründer aus einem Interview.

Ginge es nach den USA, sollten chinesische Unternehmen in puncto KI keine grossen Sprünge machen können – zumindest nicht mit westlicher Technologie. Dafür sorgen die Vereinigten Staaten, indem sie den Chip-Export nach China einschränken. Doch wie Wired aufschlüsselt, scheint genau dies Deepseek zum Erfolg verholfen zu haben: Das Unternehmen habe für seine Entwicklungen 10’000 A100-Chips von Nvidia zur Verfügung gehabt, heisst es im Artikel – das ist wenig im Vergleich zu den vielen Ressourcen grosser westlicher Player. Das Startup machte aus der Not eine Tugend und bemühte sich daraufhin, ihre KI möglichst effizient zu entwickeln, um die Nachteile der vergleichsweise schwächeren Prozessoren auszugleichen.

Dass dies dem Player aus China gelungen ist, schockiere viele westliche Unternehmen, heisst es in einer Analyse von Ben Thompson. Deepseek zeige nicht nur, wozu China fähig sei. Generell habe das Unternehmen bewiesen, dass nicht die teuerste Hardware nötig sei, um die Leistung eines KI-Modells zu steigern. (René Jaun/dda)


Dieser Artikel erschien zuerst in der Netzwoche.

Excom Media vermarktet neu die DOOH-Screens an der Autobahnraststätte Würenlos

Excom Media übernimmt die Vermarktung der DOOH-Screens an der Autobahnraststätte Würenlos, einem der meistfrequentierten Stopps der Schweiz.

Die Raststätte, die umgangssprachlich auch als «Fressbalken» bezeichnet wird, verfügt über 18 Shops, vier Restaurants und 40 Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge. Das Vermarktungsangebot umfasst insgesamt vier ultragrosse LED-Wänden (210 Zoll) am Eingang – je zwei in Fahrtrichtung Zürich und Bern – sowie acht strategisch platzierte 55-Zoll-Screens im Innenbereich. Mit dieser Werbeinfrastruktur werden Angaben zufolge rund 1,3 Millionen Bruttokontakte pro Woche erzielt.

Excom Media hebt auch die überzeugende Wirtschaftlichkeit der Werbeflächen hervor. Ein attraktiver Tausender-Kontakt-Preis (TKP) ermögliche kosteneffiziente Kampagnen mit grosser Reichweite und nachhaltigem Erfolg. So bezeichnet die Vermarktungsfirma die Location als besonders spannend für den Werbemarkt.

Die zwölf Screens können direkt über Excom Media oder die gängigsten DSPs programmatisch gebucht werden.

Numéro10 würdigt ihren Kunden Le Gruyère AOP

Seit vier Jahren unterstützt Numéro10 Le Gruyère AOP in der Kommunikation auf Instagram, TikTok, Snapchat, YouTube und Facebook, sowohl in der Schweiz als auf internationaler Ebene. In einem Showreel zeigt die Agentur nun eine Auswahl der besten Content-Momente aus der Zusammenarbeit.

In ihrer Arbeit für Le Gruyère AOP legt die zweisprachige Agentur mit Sitz in Bern den Schwerpunkt auf das Kreieren von didaktischem und unterhaltsamem Content, der auf das Engagement der Nutzer:innen ausgelegt ist.

So hat die Agentur im hauseigenen Videostudio Serien entwickelt, die speziell auf Le Gruyère AOP zugeschnitten sind. Darunter befinden sich Dokumentationen, die Einblicke in die Branche und ihre verschiedenen Berufe geben, kulinarische Ausflüge in die idyllische Produktionsregion, Produktaufnahmen im Wechsel der Jahreszeiten – oder auch Spiele im Studio mit einem Moderator.

Nun würdigt Numéro10 Le Gruyère AOP mit einem Showreel, das eine Auswahl der besten Momente ihrer Zusammenarbeit zeigt.

Dynamite gestaltet Branding für BacDevil

Die Zuger Agentur Dynamite hat den Gesamtauftritt für «BacDevil» konzipiert und umgesetzt. Der Zahnbürstenbecher stammt von einem Startup-Projekt.

Während viele Zahnbürstenbecher hygienisch vernachlässigt werden, will BacDevil mit innovativer Keramik und einer Turmalin-Anreicherung eine effektive Abwehr gegen Bakterien bieten. Ein Drei-Punkte-Auflagesystem soll für eine optimale Luftzirkulation sorgen, damit die Zahnbürsten nach Gebrauch schnell trocknen. So wird vermieden, dass die Feuchtigkeit bleibt und sich Bakterien bilden.

Dynamite zeichnet für das Branding, das eigenständige Becher-Design, den Content, die Gestaltung der Website Bacdevil.ch sowie die Fotografien verantwortlich.



Verantwortlich bei BacDevil: Marius Fontana (Erfinder und Inhaber). Verantwortlich bei Dynamite: Roger Bosshart (Beratung und Text); Ralitsa Ruseva (Art Direction); Aleksandra Wolkow (Grafik und Reel).

Corpmedia für Coca-Cola HBC: Modularer Ansatz im Employer Branding

Die Agentur Corpmedia hat für Coca-Cola HBC Schweiz eine umfassende Kampagne konzipiert und umgesetzt, die mit einem modularen Ansatz neue Massstäbe im Employer Branding setzen will.

Ziel der Kampagne war es, die Position der Business Developer (BD) als zentrale Akteur:innen im Unternehmen herauszustellen. Dazu kam ein modulares Storyworld-Framework zum Einsatz.

Um die hohen Ansprüche des internationalen Netzwerks von Coca-Cola HBC zu erfüllen und gleichzeitig die Mitarbeitenden in der gesamten Schweiz abzuholen, wurde ein modularer Langfilm realisiert. Dieser wurde mit vielseitigen «Sollbruchstellen» versehen, die gezielte Anpassungen für verschiedene Kanäle und Zielgruppen ermöglichen.

Für die Produktion nutzte Corpmedia die Kinokamera Sony Burano, die in 8.6K-Auflösung drehte und damit höchste Bildqualität gewährleistete. Der Fokus lag auf dynamischen Übergängen und frischen Locations in und um Zürich, um der Kampagne eine unverwechselbare Ästhetik zu verleihen.

Angaben der Agentur zufolge waren die Reaktionen auf die Kampagne durchwegs positiv. Besonders die Qualität der Bilder und die dramaturgische Umsetzung fanden grossen Anklang. Durch die modulare Struktur und die hohe Auflösung kann das Material sowohl für digitale Kanäle als auch für Printkampagnen verwendet werden.

Benedikt Locher wird neuer Leiter der Blue Cinemas

Per Anfang Februar 2025 übernimmt Benedikt Locher als Chief Product Officer die Führung der Blue Cinemas bei Blue Entertainment.

(Bild: zVg.)

Benedikt Locher bringt umfangreiche Erfahrung in der Führung grosser Organisationen sowie der Strategieentwicklung und -Umsetzung mit, wie es in einer Mitteilung heisst. Zuletzt war er als Head of Design, Delivery & Operations bei Swisscom für die Enterprise Kunden zuständig.

Darüber hinaus besitzt Locher eine fundierte Expertise im Privatkundensegment: Er war führend an der Neugestaltung der Gesamtexperience aller Swisscom Shops und deren Umbau von 2010 bis 2014 beteiligt. Der Betriebswirtschafter mit Abschluss der Universität St. Gallen ist sowohl sowohl mit Retail- als auch B2B-Geschäften vertraut und innerhalb des Konzerns hervorragend vernetzt. In seiner Freizeit ist der 40-jährige Familienvater mit seiner Familie gerne aktiv in der Natur unterwegs.

«Ich freue mich sehr darauf, in meiner neuen Funktion einen aktiven Beitrag zur Weiterentwicklung und Stärkung von Blue Cinema zu leisten. Besonders wichtig ist mir dabei, gemeinsam mit meiner Organisation auf den bestehenden Stärken aufzubauen und bestes Kundenerlebnis und Innovation zu vereinen», sagt Benedikt Locher.

ZFF mit erweiterter Geschäftsleitung

Das Zurich Film Festival (ZFF) stellt sich organisatorisch neu auf. Seit Januar 2025 wird Festivaldirektor Christian Jungen von einem Führungsteam unterstützt: Reta Guetg wird Vizedirektorin, Alessandro Monsurrò übernimmt die Geschäftsführung von Spoundation Motion Picture, und Marco Misuraca wird Operations Director.

Neu in der Geschäftsleitung des Zürich Film Festivals: Reta Guetg, Alessandro Monsurrò und Marco Misuraca (v.l.n.r.). (Bilder: zVg. ZFF)

Festivaldirektor Christian Jungen, seit 2019 beim ZFF, bleibt zuständig für Programmation, Öffentlichkeitsarbeit und die Gewinnung neuer Partner:innen. Ihm zur Seite steht ein dreiköpfiges Team, bestehend aus Reta Guetg, Alessandro Monsurrò und Marco Misuraca. Mit der Erweiterung der Geschäftsleitung will das ZFF die Weichen für eine nachhaltige Weiterentwicklung des Festivals stellen.

Reta Guetg wurde zur Vizedirektorin ernannt. Die langjährige Co-Programmleiterin und Head of Industry vertritt Jungen künftig in künstlerischen Belangen, darunter Programm, Gäste und Öffentlichkeitsarbeit. Mit einem akademischen Hintergrund in Filmwissenschaft und Publizistik sowie Erfahrung als Mitbegründerin des Kurzfilmfestivals «Shnit» hat sie das ZFF in den vergangenen zehn Jahren massgeblich geprägt.

Alessandro Monsurrò übernimmt die Position des Managing Directors von Spoundation Motion Picture, der Vermarktungsagentur des ZFF. Er leitet die Teams für Media, Marketing, Partnerschaften und Hospitality. Monsurrò ist seit 2023 Teil des ZFF und bringt über 20 Jahre Erfahrung aus der internationalen Finanzbranche mit.

Marco Misuraca wird neuer Operations Director bei Spoundation Motion Picture. Er verantwortet die operativen Abläufe, darunter Controlling, Digitalprozesse und Eventmanagement. Misuraca ist seit 2022 beim ZFF und war bisher Head of Events und Business Manager.

Roger Crotti fokussiert auf VR

Roger Crotti, bisher Managing Director von Spoundation Motion Picture, wird sich künftig auf seine Rolle als Verwaltungsratspräsident konzentrieren. In dieser Funktion bleibt er eng in die strategische Weiterentwicklung des Festivals eingebunden.

Weiterbildungen: KI wird eingesetzt, die Kompetenzen fehlen aber

Schweizer Weiterbildungsanbietende nutzen künstliche Intelligenz (KI) vor allem in Marketing, Kommunikation sowie in Lehr- und Lernsettings. Laut einer Umfrage des Schweizerischen Verbands für Weiterbildung SVEB mangelt es jedoch an den nötigen Kompetenzen: Nur 39 Prozent der Institutionen bewerten ihre Mitarbeitenden als ausreichend qualifiziert.

(Grafiken: SVEB)

Der Einsatz von KI gewinnt auch in der Weiterbildung an Bedeutung. Eine Umfrage des SVEB unter 423 Organisationen zeigt, dass 32 Prozent KI bereits nutzen, 13 Prozent planen den Einstieg, während ein Viertel dies in naher Zukunft ausschliesst.

KI wird besonders in Marketing und Kommunikation sowie zur Erstellung von Lernmaterialien eingesetzt. Häufig genutzte Tools wie ChatGPT oder DeepL erleichtern den Arbeitsalltag. Zwei Drittel der Befragten erwarten durch KI einen Qualitätsgewinn in der Weiterbildung, speziell bei der Individualisierung von Lehr- und Lernangeboten.

Ethische Herausforderungen und Kompetenzlücken

Trotz der positiven Erwartungen sehen 60 Prozent der Anbieter ethische Risiken wie Datenschutzprobleme oder die potenzielle Verdrängung von Lehrpersonen.

Die grösste Hürde bleibt jedoch die Qualifikation des Personals: Nur 39 Prozent der Organisationen bewerten die Kompetenzen ihrer Mitarbeitenden als ausreichend. Immerhin zeigen 80 Prozent Offenheit gegenüber KI. Um die Lücke zu schliessen, bieten 44 Prozent der Weiterbildungsanbieter bereits Schulungen an, die von Basiswissen bis hin zu spezialisierten Anwendungen reichen.


Die Daten der SVEB-Anbieterumfrage stammen aus einer Online-Befragung von Weiterbildungsanbietern in allen drei Sprachregionen zwischen dem 30. April und 28. Mai 2024. Die Teilnehmenden repräsentieren Organisationen verschiedener Grössen und Ausrichtungen, von beruflicher Weiterbildung bis zu Grundkompetenzförderung.

Zur gesamten Studie FOCUS Weiterbildung des SVEB

So verbreitet ist Stress in der Deutschschweiz

Eine Studie des digitalen Markt- und Meinungsforschungsinstituts Marketagent Schweiz beleuchtet die Stresslage der Bevölkerung in der Deutschschweiz. Die Ergebnisse zeigen, wie verbreitet Stress ist, welche Faktoren besonders belasten und welche Strategien helfen, um resilient zu bleiben.

(Grafiken: Marketagent.com)

Der durchschnittliche Stresswert liegt in der Deutschschweiz bei 3,7 auf einer Skala von 1 (sehr niedrig) bis 7 (sehr hoch). Während 12% der Befragten ihren Stresslevel als hoch einschätzen, fühlt sich immerhin jede:r Fünfte (24%) wenig bis gar nicht gestresst. Besonders herausfordernd ist der Alltag für Menschen mit Care-Aufgaben: Sowohl Eltern als auch Personen, die pflegebedürftige Angehörige betreuen, berichten von signifikant höheren Stresswerten. «Care-Aufgaben gehören zu den oft unsichtbaren, aber enorm belastenden Stressfaktoren, die dringend mehr gesellschaftliche Aufmerksamkeit verdienen», so Andrea Berger, Research & Communications Manager bei Marketagent.

Beruf, Zeitdruck und Finanzen als Stressauslöser

Zeitdruck und finanzielle Sorgen zählen mit 37% beziehungsweise 33% zu den grössten Stressfaktoren in der Deutschschweiz. Auch Arbeitsumfrage beziehungsweise Arbeit, Beruf beziehungsweise Ausbildung im Allgemeinen belasten mehr als drei von zehn Menschen (jeweils 32%). Besonders stark spüren Jugendliche und junge Erwachsene den Druck von Schule, Studium und Co.: Mit 48% Zustimmung ist dies der mit Abstand grösste Stressauslöser in der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen.

Social Media stresst

Die Studie zeigt klar: Ein gesunder Lebensstil kann helfen, Stress abzufedern. Teilnehmer:innen mit niedrigerem Stresslevel berichten von besseren Ernährungs-, Schlaf- und Bewegungsgewohnheiten. Menschen, die auf einen gesunden Alltag achten, profitieren somit sowohl körperlich als auch mental. Dagegen scheint digitale Dauererreichbarkeit ein Risikofaktor für die mentale Gesundheit zu sein. Menschen mit höherem Stresslevel greifen häufiger zum Smartphone, um Nachrichten oder Anrufe zu checken. Eine intensive Social-Media-Nutzung korreliert ebenfalls mit gesteigertem Stressempfinden.

Reaktionen auf Stress

Stress hinterlässt deutliche Spuren: Gereiztheit und Ungeduld (55%) sowie Schlafprobleme (45%) sind die häufigsten unmittelbaren Reaktionen. Besonders alarmierend ist, dass mehr als sechs von zehn Befragten von langfristigen körperlichen Beschwerden wie Schlafstörungen, Kopf- oder Rückenschmerzen berichten (64%). Dies verdeutlicht die Notwendigkeit präventiver Massnahmen.

Burnout: Jede:r Vierte fühlt sich gefährdet

Jede:r fünfte Befragte (20%) hatte selbst bereits ein Burnout, drei von zehn kennen Betroffene im eigenen Umfeld. «Besonders beunruhigend ist, dass 26% der Umfrageteilnehmer:innen sich selbst als (eher) stark Burnout-gefährdet einstufen – in der Gruppe mit hohem Stresslevel liegt dieser Wert sogar bei 63%. Diese Zahlen zeigen, wie dringend ein gesellschaftlicher Wandel hin zu mehr Prävention und Unterstützung notwendig ist», betont Thomas Schwabl, Gründer von Marketagent Schweiz.

Stressmanagement erlernen

Fast jede:r Zweite (49%) hat sich bereits aktiv über Stressbewältigung informiert. Gleichzeitig fordern rund drei Viertel (73%), dass Stressmanagement ein fester Bestandteil von Schulen und beruflichen Weiterbildungsprogrammen sein sollte. «Hier liegt eine Chance, präventiv anzusetzen und Stresskompetenz zu fördern. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass besonders junge Menschen durch schulische und berufliche Anforderungen unter enormem Druck stehen. Es braucht insgesamt mehr Unterstützung und Aufmerksamkeit für die Bewältigung dieser Belastungen», erklärt Studienleiterin Silke Hirschberger.

Natur als Schlüssel zur Entspannung

Nur knapp die Hälfte der Deutschschweizer:innen schafft es, in stressigen Situationen Gelassenheit zu bewahren (49%). Entspannung stellt ebenfalls eine Herausforderung dar: Lediglich 52% können sehr oder eher gut entspannen, wobei dies nur 18% sehr gut gelingt.

Als effektivste Massnahmen zur Stressbewältigung gelten Zeit in der Natur und ausreichend Schlaf – gut sechs von zehn Befragten empfinden diese Strategien als besonders hilfreich. 45% setzen die Auszeit im Grünen auch selbst bewusst im Alltag ein. Zu ausreichend Schlaf kommen 42%.

Jede:r Fünfte nimmt sich täglich bewusst Zeit für Entspannungsübungen. Besonders erfolgreich gelingt dies Personen mit einem niedrigen Stresslevel – ein Drittel von ihnen (33%) hat diese Erholungspausen fest in den Alltag integriert. Auf der anderen Seite zeigt sich ein besorgniserregender Teufelskreis: Gerade jene, die Entspannung am dringendsten bräuchten, finden keinen Raum dafür. In der Gruppe mit hohem Stresslevel geben 41% an, dass sie gerne regelmässig Entspannungsübungen machen würden, es jedoch aktuell nicht schaffen, diese in ihren Alltag einzubauen.

Neue Plattform zeigt, warum die Schweiz mit dem ÖV entdeckt werden soll

Mit einer neuen Plattform will Travel Switzerland die ganze Welt zum Umsteigen auf die Schweizer ÖV bringen. Für die Umsetzung zeichnen Studio Marvin Hugentobler und Kreation Lübke verantwortlich.

Den Menschen in der Schweiz muss man die Vorteile des öffentlichen Verkehrs mitnichten mehr erklären. Anders verhält es sich hingegen mit Besucher:innen aus der ganzen Welt. Und das ist Sache von Swiss Travel System. Die Marketing-Gesellschaft wurde im Jahr 2011 von der SBB, Schweiz Tourismus und fünf Schweizer Transportunternehmungen des öffentlichen Verkehrs gegründet. Sie vermarktet den Schweizer ÖV weltweit unter dem Brand Travel Switzerland.

Seit Dezember 2024 geschieht dies unter der neuen «5+ Reasons» Plattform, für welche die beiden Creative Directors Marvin Hugentobler und David Lübke verantwortlich zeichnen. Ziel der neuen Kommunikation ist es, die internationalen Gäste davon zu überzeugen, sich in der Schweiz für den Zug, den Bus, das Schiff und die weiteren öffentlichen Verkehrsdienstleistungen zu entscheiden – sowohl für die Anreise aus den benachbarten Ländern als auch die Erkundung des Lands selbst.

Ein Quintett an Gründen macht den Anfang

Es gibt verschiedene Gründe, weshalb man die Schweiz besuchen sollte. Viele davon kennt alle Welt aus James Bond, Bollywood-Filmen oder gar von Heidi. Dass die Entdeckungsreise am besten mit den ÖV gemacht wird, dürfte vielen jedoch weniger bekannt sein. Im Zentrum der neuen Kommunikation stehen darum die fünf wichtigsten Gründe, die für den ÖV sprechen: The view, the reach, the reliability, the sustainability und the ticket.

Die Plattform und deren Botschaften wurden dabei bewusst offen konzipiert, sodass sich in den kommenden Jahren mühelos weitere Gründe zu diesen fünf Wichtigsten gesellen können – und auch werden. Denn genau so, wie es immer noch einen weiteren Grund gibt, die Schweiz zu besuchen, gibt es auch immer noch einen weiteren, sich dabei für die ÖV zu entscheiden.

Nachhaltigkeit als Leitgrund

Ein Spezialfall bildet der Grund «The Sustainability». Einerseits handelt es sich bei der Nachhaltigkeit um einen Megatrend, der sich auch in den Reisegewohnheiten der Menschen widerspiegelt: Slow Travel und Mindfulness nehmen stetig an Bedeutung zu. Und andererseits ist es natürlich ein Feld, in dem der Schweizer ÖV schon seit jeher kommuniziert. Deshalb geht die neue Plattform hierbei eine Stufe tiefer und liefert bereits jetzt fünf weitere, der Nachhaltigkeit untergeordnete Sub-Gründe.

Die Plattform wurde im Dezember 2024 lanciert und wird ab 2025 in allen relevanten Zielmärkten und zahlreichen Kanälen rund um den Globus zum Einsatz kommen.


Verantwortlich bei Swiss Travel System: Philipp Schad (Projektleiter 5 Reasons), Tanja Blumer (Projektleiter Sustainability), Nathalie Jakober (Creative Consultant/Project Manager Marketing Production), Michael Kistler (Media Designer), Wido Kuhlemeier (Copywriter), Nadia Ficer (Head of Marketing Production), Andy Niederhauser (Head of Marketing Coordination) . Verantwortlich bei Studio Marvin Hugentobler: Marvin Hugentobler (Creative Direction). Verantwortlich bei Kreation Lübke: David Lübke (Creative Direction).

BAK setzt neue Impulse für die Schweizer Filmpolitik

Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat an den Solothurner Filmtagen die Weichen für die Filmförderung ab 2026 gestellt. Im Fokus stehen Publikum, Vielfalt und Nachhaltigkeit, ergänzt durch neue Ansätze zur internationalen Vernetzung und Förderung innovativer Formate.

Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat im Rahmen der Solothurner Filmtage die Grundzüge einer umfassenden Weiterentwicklung der Filmpolitik vorgestellt. Ziel ist eine Neuausrichtung hin zu einer globalen Audiovisionspolitik, die stärker auf veränderte Konsumgewohnheiten und aktuelle Herausforderungen der Branche eingeht. Die daraus abgeleiteten Massnahmen für die Förderperiode 2026 bis 2028 werden im Herbst 2025 verabschiedet und sollen ab Januar 2026 gelten.

Fokus auf Publikum, Vielfalt und Nachhaltigkeit

Die künftige Filmförderung des Bundes will verschiedene Publikumsgruppen stärker berücksichtigen. Neben Kinoveröffentlichungen rücken auch Streaming-Plattformen, Festivals und andere Kanäle in den Fokus. Zudem soll die Genrevielfalt gefördert werden – Produktionen, die sich an ein breiteres Publikum richten, wie zum Beispiel Familienfilme, sollen vermehrt unterstützt werden, wie das BAK schreibt.

Auch die Transparenz bei Förderentscheiden soll verbessert werden. In der Nachwuchsförderung ist ein spezielles Begleitcoaching geplant, um junge Filmschaffende gezielt zu unterstützen. Darüber hinaus möchte das BAK innovative Projekte wie XR (Extended Reality) fördern und die ökologische Nachhaltigkeit sowie faire Entlohnung im Filmschaffen stärken.

Internationale Vernetzung und strukturelle Anpassungen

Die Förderung der internationalen Zusammenarbeit spielt eine zentrale Rolle. Neue Koproduktionsabkommen sollen Schweizer Produktionen mehr Sichtbarkeit im Ausland verschaffen. Gleichzeitig ist eine bessere Koordination zwischen regionalen, nationalen und privaten Förderstellen geplant, um grössere Projekte effizienter zu realisieren.

Antwort auf den digitalen Wandel

Die strategische Neuausrichtung basiert unter anderem auf der Studie «Schweizer Filmförderung im Wandel», die das BAK 2023 in Auftrag gegeben hat. Sie zeigt, wie stark die Digitalisierung Herstellungs- und Auswertungsprozesse verändert hat. Die neuen Massnahmen sollen sicherstellen, dass die Schweizer Filmförderung zeitgemäss bleibt und die Branche langfristig unterstützt. Bis zur Verabschiedung der Massnahmen im Herbst 2025 führt das BAK wie gewohnt eine Konsultation mit der Filmbranche durch.

Brancheninformation Film 24.1.25

Wirz und BKW setzen auf tragfähige Lösungen

In ihrer aktuellen Schneesportkampagne bringen BKW und Wirz Schweizer Ski-Profis vor die Kamera und werben mit Solar-, E-Mobilitäts- sowie Beleuchtungslösungen und viel Humor für einen nachhaltigeren Schneesport.

Seit 2015 ist die BKW Premium- und Nachhaltigkeitspartnerin von Swiss-Ski und unterstützt die rund 300 Athlet:innen, den Verband sowie die Veranstalter vor Ort finanziell und mit Fachkompetenz.

Engagement und Know-how vermitteln

Die aktuelle Kampagne für mehr Nachhaltigkeit im Schneesport hebt die Rolle der BKW als aktive Unterstützerin dessen hervor und bringt Schweizer Ski-Stars mit innovativen BKW-Produkten und -Lösungen aus den Bereichen Energie, Gebäude und Infrastruktur in Verbindung. Humorvoll wird inszeniert, dass diese allerdings situativ nur bedingt geeignet sind.

Bei der Kampagne dabei sind die Schweizer Ski-Profis Michelle Gisin, Alexis Monney, Daniel Yule, Ramon Zenhäusern und Marc Rochat. Mit viel Engagement und Humor zeigen sie, dass sie glücklicherweise nur das BKW-Logo tragen müssen, und nicht auch noch die Lösungen der BKW für mehr Nachhaltigkeit.

Die Kampagne wird bis zum Saisonende im TV, Print, online und auf Social Media mit gezielten, kanalgerechten Foto- und Bewegtbildkonzepten ausgestrahlt.


Verantwortlich bei BKW: Martin Schweikert (Leiter Group Communications), Michael Morgenthaler (Head of Brand Experience, Partnerships & Campaigns), Lukas Schmid (Projektleiter Sponsoring & Events), Michèle Wildisen (Senior Communication Manager Brand Experience). Verantwortlich bei Wirz Group: Livio Dainese, Johannes Raggio, Matthias Fürst, Tim Lieberherr, Nico Schläpfer, Stephanie Ackermann, Erasmo Palomba, Yussef Serrat, Günther Prächt, Corinne Räber, Oliver Fäs. Produktion: Markenfilm (Filmproduktion), Harald Zwart (Regie), Joel Scheidegger (Executive Producer), Meret Früh (Producer), Tobias Dengler (DoP), DubDub Studios (Audio Postproduktion), Gregor Rosenberger (Audio Engineer), Sandro Palomba (Producer), Olaf Gardeler (Postproduktion Compositing / Online), Dominic Frei (Grading), Johannes Mink (Fotograf).

get_footer();