TVO-Chefredaktor Dumeni Casaulta wechselt in die Kommunikation

Per Ende April 2025 verlässt Chefredaktor Dumeni Casaulta den Ostschweizer Regionalfernsehsender TVO. Er wechselt in die interne Kommunikation von Stadler.

(Bild: zVg.)

Dumeni Casaulta arbeitet seit 2011 in verschiedenen Funktionen für Radio FM1, FM1Today und TVO. Seit 2021 verantwortet er die Inhalte des Ostschweizer Regional-TV-Senders als Chefredaktor. Nun schlägt der 37-jährige St. Galler einen neuen beruflichen Weg ein. Per Ende April 2025 verlässt er TVO, um zu Stadler zu wechseln. Beim international tätigen Schienenfahrzeughersteller wird er die interne Kommunikation der Schweizer Division verantworten.

«Ich bleibe Zuschauer und Fan»

Zu seinem Entscheid sagt Dumeni Casaulta: «TVO und dieses leidenschaftliche, enorm engagierte Team zu verlassen, fällt mir schwer. Und doch spüre ich nach über 13 Jahren im Tagesjournalismus den Drang, einen neuen Weg einzuschlagen, um andere Eindrücke zu gewinnen und Neues zu lernen. TVO kann in diesem Jahr mehrere neue Sendungen realisieren und ist in meinen Augen gut aufgestellt für die Zukunft. Ich bleibe Zuschauer und Fan.»

«Mit Dumeni Casaulta verlieren wir einen kreativen, mutigen und vielseitigen Chefredaktor. Sein Verdienst ist es, TVO zusammen mit seinem Team wieder erfolgreich in der Ostschweiz positioniert zu haben», so TVO-CEO Dominique Lammer.

13-jährige Laufbahn im Journalismus

Seine journalistische Karriere startete Dumeni Casaulta nach einem ZHAW-Studium in Journalismus und Organisationskommunikation als Redaktor bei Radio FM1. Von 2016 bis 2021 war er als Redaktionsleiter von Radio FM1 und FM1Today tätig. In der Folge übernahm er als Chefredaktor die publizistische Verantwortung für TVO. Dem TVO-Publikum ist er zudem als Moderator der Diskussionssendung «Zur Sache» und von verschiedenen Sondersendungen bekannt.

Über seine Nachfolge will TVO «zu gegebener Zeit» informieren.

Boom Creative Studio erweitert Roster um AI-Künstler:innen

Boom Creative Studio ergänzt sein Portfolio um ein kuratiertes Roster von AI-Künstler:innen. Damit will das Studio neue kreative Möglichkeiten erschliessen und künstliche Intelligenz gezielt in Film- und Bildproduktionen integrieren.

Boom Creative Studio setzt verstärkt auf AI-gestützte Kreativprozesse und präsentiert erstmals ein Line-up von Künstler:innen, die sich durch unverwechselbare Stilrichtungen auszeichnen. Das bestehende Roster bleibt bestehen, wird aber um AI-Creatives ergänzt, wie das Studio in einer Mitteilung schreibt. Ziel ist es, die Möglichkeiten von AI nahtlos in klassische Filmproduktionen zu integrieren.

Das Studio bringt bereits Erfahrung in der AI-gestützten Postproduktion mit und hat entsprechende Workflows etabliert. Dadurch können AI-generierte Inhalte effizient in bestehende Produktionsprozesse eingefügt werden.

Zum neuen Roster gehören der mehrfach ausgezeichnete Regisseur Stéphane Benini, der mit KI neue Formen des Storytellings entwickelt, das Kollektiv Phantom X aus Los Angeles, das sich als Vorreiter im AI-Filmbereich etabliert hat, sowie die Pariser Grafikdesignerin Justine Fabarez alias Voyager.ai, die AI-generierte Stills mit Retro-Elementen kombiniert.

Neben der künstlerischen Umsetzung setzt Boom Creative Studio auf gezieltes Management von AI-Briefs. Agenturen und Kund:innen werden über die Potenziale künstlicher Intelligenz informiert und dabei unterstützt, AI-Technologien sinnvoll in ihre Projekte zu integrieren.

KMU brauchen in Sachen KI mehr Unterstützung

Schweizer KMU benötigen bei der Nutzung von KI mehr Unterstützung von öffentlichen und privaten Stellen sowie einen klaren regulatorischen Rahmen. Welche Fortschritte Unternehmen in KI sehen und welche Herausforderungen es zu meistern gilt, zeigt eine Studie der HWZ in Zusammenarbeit mit Swisscom.

(Bild: Emerson23work / pixabay.com)

Ansetzend an der Frage, wie weit die Einführung von KI in Schweizer KMU effektiv fortgeschritten ist, ergeben die Studienergebnisse, dass 38 Prozent der befragten Unternehmen generative KI bereits eingeführt haben oder deren Einsatz aktiv prüfen. Typische Anwendungsbereiche von GenAI-Anwendungen sind laut des HWZ-Berichts die Content-Erstellung, Marketing und die Prozessautomatisierung. Nach generativer KI folge die Nutzung von Datenanalysen mit 35 Prozent, wohingegen maschinelles Lernen mit nur 12 Prozent zurückbleibe, heisst es in den Ergebnissen. Gründe dafür: mangelndes Verständnis des Potenzials von Machine Learning und dessen wahrgenommene Komplexität.

Herausforderungen in der KI-Adoption

Den Ergebnissen zufolge schätzen Unternehmen den Fachkräftemangel im KI-Bereich sowie fehlendes Verständnis für die Technologie als zentrale Herausforderungen ein. Regulatorische Vorgaben – insbesondere im Datenschutz – würden die Einführung künstlicher Intelligenz zusätzlich erschweren. Viele KMU wünschen sich transparente und zuverlässige Lösungen, da sie KI-Outputs validieren und Haftungsfragen klären wollen. Generative KI-Services wie ChatGPT entwickeln sich stets weiter, doch oft vermissen Unternehmen laut Studienergebnissen massgeschneiderte Lösungen auf Basis selbst trainierter Modelle und eigener Daten.

Evangelos Xevelonakis, Leiter des Centers for Data Science & Technology an der HWZ (l.) und Matthias Mohler, Head of Data & AI Consulting bei Swisscom. (Bild: zVg.)

«Die Technologie macht zwar Fortschritte, aber ohne gezielte Investitionen in die Weiterbildung von Mitarbeitenden und die Schaffung transparenter Prozesse kann keine nachhaltige Adoption erfolgen. Menschliche und organisatorische Faktoren sind entscheidend, um das Potenzial von KI voll auszuschöpfen», sagt Evangelos Xevelonakis, Leiter des Centers for Data Science & Technology an der HWZ.

​«Die Ergebnisse zeigen, dass Schweizer Unternehmen grosses Interesse an datengetriebener Führung haben, aber die Entwicklung spezialisierter KI-Lösungen oft durch fehlende Kompetenzen und Unsicherheiten über den ROI behindert wird», ergänzt Matthias Mohler, Head of Data & AI Consulting bei Swisscom.

Chandler Robinson, Student des MAS Applied Data Science an der HWZ, hat die Studie im Rahmen seiner Masterarbeit durchgeführt. Unterstützung erhielt er laut Bericht von Evangelos Xevelonakis von der HWZ sowie Matthias Mohler von Swisscom. Durchgeführt wurde die Umfrage im Herbst 2024. Sie umfasst Einblicke in die KI-Nutzung von 123 Schweizer KMU und 5 Grossunternehmen. Ergänzend zur Umfrage führte Robinson sieben persönliche Interviews mit leitenden IT-Führungskräften durch.  (Dylan Wildhaber/jor/swi)


Dieser Artikel erschien zuerst in der Netzwoche.

Online-Shop von Jelmoli bleibt: Kampagne macht darauf aufmerksam

Während das Warenhaus Jelmoli in Zürich bald schliesst, bleibt die Versandhandelsmarke Jelmoli-shop.ch bestehen. Eine Kampagne mit Model Manuela Frey soll diese Kontinuität signalisieren.

(Bilder: zVg.)

Die Schliessung des Warenhauses Jelmoli markiert das Ende einer Zürcher Institution, doch der Name bleibt online präsent: Jelmoli Versand setzt seine Tätigkeit als Onlinehändler fort. Eine aktuelle Kampagne unter dem Slogan «Da, um zu bleiben» begleitet diesen Übergang und soll den Markenwert in der Öffentlichkeit weiter verankern.

Im Zentrum der Kampagne steht Model Manuela Frey, die auf Plakaten und digitalen Screens in und um das Warenhaus sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln zu sehen ist. Die Botschaft vermittelt, dass Jelmoli-shop.ch weiterhin 24/7 verfügbar bleibt.

Für Manuela Frey hat die Kampagne eine persönliche Bedeutung: Schon als Kind bewunderte sie die Werbeplakate am Jelmoli-Gebäude und träumte davon, eines Tages selbst dort zu erscheinen. Dass sie nun für den Versandhändler auf der Aussenfassade des Warenhauses zu sehen ist, schliesst für sie einen Kreis – während Jelmoli-Versand seine Tradition im digitalen Raum fortführt

Microsoft eröffnet KI-Labor in Zürich

Microsofts KI-Chef Mustafa Suleyman stellt ein Team für ein neues Forschungslabor in Zürich zusammen. Drei ehemalige Google-Mitarbeiter sollen bei der Entwicklung von Microsoft Copilot eine zentrale Rolle spielen.

(Symbolbild: Unsplash.com/Henrique Ferreira)

Microsoft eröffnet ein KI-Forschungslabor in Zürich und gesellt sich damit zu Google und OpenAI. Das neue Co-Workingspace soll sich laut Blick in der Stockerstrasse befinden und mehrere Dutzend Mitarbeitende beschäftigen. Damit etabliere sich Zürich Enge regelrecht zu einem KI-Powerhouse.

Um Microsofts Copilot weiterzuentwickeln, hat KI-Chef Mustafa Suleyman drei ehemalige Mitarbeiter von Google Deepmind ins Boot geholt, wie Financial Times schreibt. Es handle sich dabei um Matthias Minderer, dessen Spezialgebiet die Bildanalyse sei, Marco Tagliasacchi und Zalán Borsos. Die letzten beiden hätten zuvor schon am geplanten KI-Agenten von Deepmind namens Astra gearbeitet. Ausserdem hätten sie bedeutende Rollen in der Entwicklung von Audio Overviews – einer Text-zu-Audio-Funktion – in Googles NotebookLM gespielt.

Das Forscher-Trio ist gemäss Financial Times integral für die nächste Generation von Copilot und soll dabei helfen, interaktive KI-Agenten zu entwickeln, die Aufgaben wie Reisebuchungen oder Kalenderverwaltung übernehmen können. Alle drei äussern sich auf Linkedin zu ihrer neuen Beschäftigung bei Microsoft.

Matthias Minderer: «Job-Update: Ich bin als Gründungsmitglied des neuen Zürcher Büros bei Microsoft AI eingestiegen, wo wir gerade ein fantastisches Team zusammenstellen. Ich werde mit Kollegen in London und den USA an Bildanalyse-Funktionen arbeiten und kann es kaum erwarten, loszulegen. Es gibt viel zu tun!»

Marco Tagliasacchi: «Ich freue mich, bekannt geben zu können, dass ich als Gründungsmitglied des neuen Zürcher Büros zu Microsoft AI gekommen bin. Ich werde im Audiobereich arbeiten und mit Teams in London und den USA zusammenarbeiten. KI ist weiterhin eine transformative Kraft, wobei Audio eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung natürlicherer, intuitiverer und immersiverer Interaktionen spielt. Ich freue mich auf die bevorstehende Reise.»

Zalán Borsos: «Ich freue mich, mitteilen zu können, dass ich als Gründungsmitglied des neuen Zürcher Büros zu Microsoft AI gekommen bin. Gemeinsam mit einem hervorragenden Team werde ich mich auf die Weiterentwicklung der Audiofunktionen konzentrieren. Ich freue mich auf die spannende Reise, die vor mir liegt!» (Dajana Dakic/jor)


Dieser Artikel erschien zuerst in der Netzwoche.

Supertext lanciert KI-Übersetzer mit Profi-Check

Der Sprachdienstleister Supertext bietet neu eine Plattform, die KI-Übersetzungen mit professioneller Prüfung kombiniert. Nutzer:innen können Texte kostenlos maschinell übersetzen und auf Wunsch innert Minuten von Expert:innen überprüfen lassen. Ein interner Vergleich attestiert dem System in drei von vier Sprachkombinationen bessere Ergebnisse als DeepL.

Maschinelle Übersetzungen werden immer leistungsfähiger, stossen aber insbesondere in der professionellen Kommunikation an Grenzen. Supertext setzt mit seiner neuen Plattform auf einen hybriden Ansatz: Eine KI-basierte Übersetzung lässt sich optional durch professionelle Sprachprofis prüfen, was eine schnelle und zugleich verlässliche Lösung bieten soll.

Das Angebot startet mit sechs Sprachkombinationen, die schrittweise ausgebaut werden. Ein LinkedIn-Post in fehlerfreiem Französisch kostet etwa 5.70 Franken und wird in durchschnittlich acht Minuten geliefert. Eine A4-Seite ist für rund 19 Franken innert 15 Minuten erhältlich – deutlich schneller und günstiger als klassische Übersetzungsdienste.

Supertext setzt auf eigene Sprachmodelle, die von einem Inhouse-Team aus Fachleuten für maschinelles Lernen, Engineering und Linguistik entwickelt wurden. Das System läuft auf Schweizer Servern und erfüllt hohe Datenschutzstandards. Unternehmen können zudem firmenspezifische Sprachmodelle trainieren lassen, um ihre Corporate Language konsistent zu halten.

Interne Tests attestieren dem Supertext-System in drei von vier untersuchten Sprachkombinationen eine höhere Qualität als DeepL. Besonders bei längeren Texten schnitt die neue KI besser ab. Unternehmen, die auf spezialisierte Modelle setzen, erreichen laut Supertext zudem eine deutlich höhere Quote an druckreifen Übersetzungen als mit gängigen KI-Lösungen.

(Grafik: Supertext)

NZZ lanciert Politik-Podcast «Machtspiel» für Deutschland

Die «Neue Zürcher Zeitung» erweitert ihr Audio-Angebot mit dem wöchentlichen Podcast «Machtspiel». Das neue Format analysiert die politische Lage in Deutschland. Eine Kooperation mit der Brost-Stiftung ermöglicht das Projekt, das unabhängig von der NZZ umgesetzt wird.

Deutschland steckt in einer politischen Krise: Die Ampel-Koalition ringt um Lösungen, Infrastrukturprobleme bleiben ungelöst, und die Migrationspolitik polarisiert. Der neue NZZ-Podcast «Machtspiel» nimmt diese Herausforderungen in den Blick. Das Moderationsteam analysiert aktuelle Debatten, stellt kritische Fragen und diskutiert alternative Perspektiven.

Zu den Hosts gehören Benedict Neff, Feuilletonchef der NZZ, Mirna Funk, Autorin und Journalistin, Marc Felix Serrao, Chefredaktor der NZZ in Deutschland, und Sven Preger, Podcast-Leiter der NZZ. In 30-minütigen Gesprächen, je nach Thema auch mit Gästen, beleuchten sie wöchentlich die politische Dynamik Deutschlands.

Die erste Folge ist ab sofort verfügbar. Neue Episoden erscheinen jeweils donnerstags auf Nzz.ch, in der NZZ-App und auf allen gängigen Podcast-Plattformen.

SRF baut weiter Stellen ab und spart in Technologie und Angebot

Bis Anfang 2026 baut das Medienhaus rund 50 Vollzeitstellen ab und will knapp 8 Millionen Franken einsparen. Neben der bereits kommunizierten Einstellung von «G&G» fallen weitere TV-, Radio- und Onlineformate weg oder werden überarbeitet. Auch in der Technologie sind Einschnitte geplant.

Schweizer Radio und Fernsehen SRF
Das SRF Gebäude in Leutschenbach. (Bild: SRF)

SRF reagiert auf rückläufige Einnahmen und steigende Kosten mit einem beschleunigten Umbau im Rahmen von «SRF 4.0». Bereits Anfang 2025 wird der Stellenabbau beginnen. «Wir müssen die ursprünglich für 2026 geplanten Anpassungen so rasch wie möglich umsetzen, um ein ausgeglichenes Budget sicherzustellen», sagt SRF-Direktorin Nathalie Wappler. Konkret bedeutet das: weniger Eigenproduktionen, ein schlankeres Angebot im Radio und Einsparungen in der IT.

Auch «SRF bi de Lüt – Live» und SCA gestrichen

SRF richtet das TV-Angebot noch stärker auf die Primetime aus. Das Vorabendprogramm wird verschlankt, «G&G – Gesichter und Geschichten» nach 20 Jahren eingestellt, wie bereits am Mittwoch bekannt wurde (Markt-kom.com berichtete). Die Gesellschaftssendung wird durch eingekaufte Unterhaltungsformate ersetzt. «Wir bündeln unsere Ressourcen dort, wo sie die grösste Wirkung haben», so Wappler. Auch das Samstagabendprogramm von SRF 1 wird gestrafft: Die jährlichen Ausgaben von «SRF bi de Lüt – Live» sowie die «Swiss Comedy Awards» entfallen. Wiederholungen und verlängerte Sommerpausen sollen zusätzlich Kosten senken.

Radio: Kürzere Beiträge, weniger Live-Moderation

Auch im Radio wird gespart. Längere Formate wie das Hörspiel und «Trend» auf SRF 1 oder das «Wissenschaftsmagazin» auf SRF 2 Kultur verschwinden. Stattdessen sollen kürzere Beiträge den Programmfluss stärken. Auf SRF 4 News fallen am Vormittag die Live-Moderationen weg, während sich SRF 2 Kultur stärker auf Kunst und Gesellschaft fokussiert. Einige Podcasts und Spezialsendungen werden eingestellt oder mit anderen Formaten fusioniert.

Einsparungen in der Technologie

Zusätzlich reduziert SRF sein Technologie-Budget um 3 Millionen Franken. Geplante Projekte werden verschoben, Lizenz- und Servicekosten gesenkt und sieben weitere Vollzeitstellen gestrichen.

Die Massnahmen sollen bis Anfang 2026 umgesetzt werden. Gleichzeitig plant SRF weitere Sparrunden für 2026, unter anderem eine Verkleinerung der Geschäftsleitung. «Unsere finanzielle Situation lässt uns keine Wahl», sagt Wappler. Dennoch betont sie, dass SRF weiterhin in digitale Formate und innovative Angebote investieren wolle.

Numéro10 setzt für Groupe Mutuel auf Balance

Groupe Mutuel hat die bilinguale Agentur Numéro10 mit der Konzeption und Umsetzung ihrer neuen nationalen Plakatkampagne betraut, welche die Vorsorgelösungen der Versicherung kommunizieren soll.

Nach dem TV-Spot aus dem Jahr 2024 setzt die Agentur ihre strategische Mission fort: das Gleichgewicht zwischen Gesundheit und Leben herzustellen, um Groupe Mutuel weiter als globalen Personenversicherer zu positionieren, der echte Vorsorgelösungen anbietet.

20 Jahre Google Maps: Die meistbewerteten Orte der Schweiz

Seit 20 Jahren hilft Google Maps weltweit Menschen, sich zu orientieren. Der Kartendienst ist längst mehr als ein Navigationssystem – er lebt von den Beiträgen seiner Nutzer:innen, die mit Rezensionen und Fotos für aktuelle Informationen sorgen.

Vor zwei Jahrzehnten veränderte Google Maps die Art und Weise, wie Menschen sich orientieren. Heute nutzen über zwei Milliarden Menschen weltweit den digitalen Kartendienst, mehr als 500 Millionen tragen aktiv mit Rezensionen und Fotos bei. In der Schweiz ist der Rheinfall mit 75’000 Bewertungen der am häufigsten bewertete Ort.

Da steckt viel Schweiz drin

Mit täglich über 100 Millionen Aktualisierungen und einer Billion bereitgestellten Wegkilometern allein im Jahr 2024 sorgt der Kartendienst für aktuelle und präzise Informationen. Auch Schweizer Entwickler:innen haben dazu beigetragen: Die Übernahme des Luzerner Geodaten-Unternehmens Endoxon 2006 legte den Grundstein für zahlreiche Innovationen. So wurde etwa Google Transit, die ÖV-Funktion von Google Maps, stark vom Zürcher Google-Standort mitentwickelt und zunächst in der Schweiz lanciert. Auch die Velo-Navigation «Bike Directions» wurde hier konzipiert und 2012 als Pilotprojekt eingeführt.

Meistbesuchte Schweizer Orte

Die Community spielt eine zentrale Rolle für den Erfolg von Google Maps. Nutzer:innen tragen mit Rezensionen und Fotos laufend neue Informationen bei. Die am meisten bewerteten Orte in der Schweiz sind neben dem Rheinfall der Zürcher Zeughauskeller mit 12’000 Bewertungen sowie das Lindt Home of Chocolate mit 17’000.

Top 10 der auf Google Maps am häufigsten bewerteten Restaurants in der Schweiz

  • Zeughauskeller, Zürich
  • Hiltl, Zürich
  • Kiosque des Bastions, Genf
  • Harder Kulm Panorama Restaurant, Interlaken
  • Frau Gerolds Garten, Zürich
  • Swiss Chuchi Restaurant, Zürich
  • Indian Plaza, Genf
  • Parfums de Beyrouth, Genf
  • Restaurant Rosengarten, Bern
  • Korean BBQ Restaurant Aare, Interlaken

Top 10 der auf Google Maps am häufigsten bewerteten Sehenswürdigkeiten in der Schweiz  

  • Rheinfall, Schaffhausen
  • Löwendenkmal, Luzern
  • Titlis Cliff Walk, Engelberg
  • L’Horloge Fleurie, Genf
  • Lindenhof, Zürich
  • Piazza Grande, Locarno
  • St. Beatus-Höhlen am Thunersee
  • Jungfraujoch, Berner Alpen
  • Trümmelbachfälle, Lauterbrunnental
  • Aareschlucht, Haslital

Top 10 der auf Google Maps am häufigsten bewerteten Museen in der Schweiz

  • Lindt Home of Chocolate, Kilchberg
  • Verkehrshaus der Schweiz, Luzern
  • Olympisches Museum, Lausanne
  • Chaplin’s World, Corsier-sur-Vevey
  • Landesmuseum, Zürich
  • Technorama, Winterthur
  • Kunsthaus, Zürich
  • Swissminiatur, Melide
  • Freilichtmuseum Ballenberg, Hofstetten bei Brienz
  • Fondation Beyeler, Riehen

Blüten und Perlen: Wie gut ist «neu»?

Sarah Pally, Linguistin und Partnerin bei der Agentur Partner & Partner, nimmt in ihrer Kolumne «Blüten und Perlen» die (Werbe-)Sprache unter die Lupe. Dieses Mal dreht sich alles um «Neu!».

Haben Sie schonmal «Neu!» in einem Störer verwendet? Wenn Sie in der Werbebranche arbeiten: Vermutlich schon. Vermutlich haben Sie es mit gemischten Gefühlen getan – denn bei vielen Konzepter:innen und Kreativen gilt: Neu ist ja nett, aber nicht sonderlich relevant. Wirklich?

Ist «neu» nicht Relevanz schlechthin? (Ok, vielleicht gleich hinter «Sale»). Klar, das ist so richtig unkreativ und abgedroschen und einfach. Aber wir reden ja auch von Verkaufen und nicht von Kunst. Schliesslich fallen wir ständig alle auf irgendeinen Kram mit Neuheitswert herein – die neue Kollektion, den «latest Shit», irgendeinen Hype oder Trend.

Gönn dir

Denn neu bedeutet eben auch «gönn dir». Neu ist im Zweifelsfall besser. Neu ist aufregend. Neu ist zwar ein bisschen plump, aber auch ein bisschen geil. Neu ist ein süsses Versprechen. Neu schürt Erwartungen. Neu ist kurz und prägnant. Neu ist so weiss, rein, unberührt und überraschend wie frisch gefallener Schnee an einem klirrend kalten Morgen im frühen Dezember im Flachland. Neu bringt Augen zum Leuchten und Kreditkarten zum Glühen. Und am nächsten Tag? Genau: Schnee von gestern! Aus meinen Augen! Aus meinem Sinn!

Darum hat die Skepsis gegenüber dem kleinen Wörtchen eben doch seine Berechtigung, denn es ist das Memento Mori unter den Werbebotschaften: Wenn «neu» dein bestes Argument ist, dann siehst du schnell alt aus. Oder anders gesagt: Sei nie nur neu.

Neu und gut

Neu und gut sind zwei verschiedene Wörter. Sie bedeuten nicht dasselbe. Neu suggeriert nur so etwas wie gut – aber es ist nicht automatisch gut. Neu kann sogar richtig schlecht sein und gewaltig nerven. Diese Applikationen zum Beispiel, bei denen ständig irgendwelche Features und die UX oder das Design ändert, because you can? Nervt. Aber wenigstens wird einem dabei nicht langweilig und das scheint schon die halbe Miete zu sein. Zumindest erhöht es die Nutzungsdauer, weil die User:innen alles wieder neu suchen müssen.

Neu kann auch heissen, «die Verpackung sieht zwar hübscher aus, aber eigentlich mache ich einfach die Öffnung der Tube grösser, damit du mehr verbrauchst und schneller nachkaufst» oder «die Verpackung sieht zwar hübscher aus aber hat dafür für den gleichen Preis weniger drin, weil irgendwer das neue Verpackungsdesign ja zahlen muss». Mit der suggestiven Kraft von «neu» wird also auch munter geblendet, eben weil sie so stark ist. Das ist ein bisschen wie eine Giftmüllhalde zu beschneien, damit die Kiddies was zum Runterrutschen haben. Juhuuu!

Und manchmal, aber nur sehr manchmal, ist «alt» auch schon so verdammt gut, dass neu kaum besser sein kann: Wenn dein alter Wein in den immergleichen alten Schläuchen einfach genau das ist, was die Welt braucht, dann stick halt with it.

Wie neu ist «neu»?

Solange also irgendwas neu ist, ist «neu» als Verkaufsargument zumindest aus rechtlicher Sicht legitim. Mitunter stellt sich aber die Frage, wie lange man etwas Neues als neu verkaufen darf. Wie beim Neuschnee kommt es natürlich auf die Bedingungen an: Wie warm ist es, wird es reinregnen, wie viele Autos sind schon durchgefahren, wie viele Kinder haben die Schneedecke schon durchwühlt, wie viele Hunde schon …, wie viel Dreck aus den Kaminen schlägt sich nieder – und so weiter.

Die beste Antwort ist: Aus rechtlicher Sicht darf Neuschnee wahrscheinlich länger als Neuschnee bezeichnet werden, als aus wohlmeinender Sicht – an was orientieren Sie sich?


Fast ein Jahrzehnt lang analysierte Benno Maggi in seiner Kolumne «Was bedeutet eigentlich» branchenverwandte Begriffe und kommentierte sie mit persönlicher Note. Seit 2025 führt seine Kollegin Sarah Pally in ihrer Kolumne «Blüten und Perlen» diese Tradition weiter – mit neuen Impulsen und gewohnt präzisem Blick auf die Entwicklungen der Branche. Sie bringt dabei ihre eigene, stärker linguistisch geprägte Perspektive ein und setzt neue thematische Akzente. Pally ist Teilhaberin der Agentur Partner & Partner in Winterthur. Sie ist seit 15 Jahren mit den Themen Contentmarketing, Text/Konzept und Storytelling im Kommunikations- und Marketingbereich unterwegs.

Goldbach Crossmedia Award: Wer erhält den Publikumspreis?

An der Award Night vom 3. April 2025 wird dieses Jahr nebst dem Crossmedia Award erneut auch der Publikumspreis verliehen. Das Voting ist ab sofort für alle eröffnet.

Der Goldbach Crossmedia Award fördert seit über zwei Jahrzehnten die crossmediale Kommunikation in der Schweizer Medien- und Werbebranche und wird bereits zum 21. Mal verliehen.

Nebst der Verleihung von Gold, Silber und Bronze durch die Fachjury wird im Rennen um den Crossmedia Award 25 erneut auch der Publikumsliebling gekürt. 19 Kampagnen wurden von Kreativen, Agenturen und Werbetreibenden eingereicht:

  • Achtung – Perfekte Pisten, Skiregion Adelboden-Lenk / Inhouse
  • Alinghi Red Bull Racing, Red Bull / Phd Schweiz
  • Arosa macht Träume wahr, Arosa Tourismus / Yoveo|Team Farner
  • Die Lehrstellen-Kampagne für die Gen Z, Login Berufsbildung / Webrepublic
  • Die Migros als Playmobil, Migros Supermarkt / Wirz Group
  • Die schönste Job-Perspektive der Welt, SBB / Farner
  • Ein Tick besser. Ein Tick grüner., SBB / Contexta, Havas Switzerland
  • Fanta x Fasnacht, The Coca-Cola Company, EssenceMediacom
  • Grand Tour, Astara Switzerland / Saatchi & Saatchi
  • LXmas For You, Swiss / MSM.digital
  • Raum voller Möglichkeiten, Migros Fachmarkt / Ingo Zürich, Ogilvy Switzerland
  • Ready! für Sex, Bundesamt für Gesundheit, Rod Kommunikation
  • Realtime DCO, McDonald’s Schweiz / OMD Schweiz
  • SBB Halbtax PLUS, SBB / Contexta, Havas Switzerland
  • Swiss Natural Science – Weleda Blauer Enzian, Weleda / Mediaplan, Tempomedia
  • Verfluchtes Unwetter, Gebäudeversicherung Bern / Bold
  • Werbung naja, Zins gut., Bank Cler / Neu Creative Agency
  • When breaking counts!, Continental Suisse / Follow Red
  • Zeit, danke zu sagen, Basler Kantonalbank / Mona und Mateo

Voting ab sofort eröffnet

Ab sofort können alle Interessierte über das Online-Tool für ihren persönlichen Favoriten abstimmen. Das Voting läuft bis zum 3. März 2025. Die Gewinnerteams werden an der Award Night von Best of Swiss Web am Donnerstag, 3. April 2025 in The Hall in Zürich ausgezeichnet.

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