Wolfgang Tillmans gestaltet Plakat für Locarno78

Für die 78. Ausgabe des Locarno Film Festival entwarf der deutsche Künstler Wolfgang Tillmans das offizielle Plakat. Das Motiv zeigt einen Leoparden inmitten abstrakter Farbwirbel – eine Hommage an die Festivalplakate der 1980er- und 1990er-Jahre.

(Bild: Wolfgang Tillmans)

Das Locarno Film Festival setzt für seine visuelle Identität erneut auf ein Kunstwerk von internationalem Rang: Wolfgang Tillmans, einer der einflussreichsten zeitgenössischen Fotografen, hat das Plakat für die 78. Festivalausgabe gestaltet. Das Motiv zeigt einen Leoparden, eingebettet in eine Komposition aus Gelb- und Violetttönen, die mit Tillmans’ experimenteller Xerox-Technik entstanden ist. Die verschwommene Textur verleiht dem Bild eine eigentümliche Tiefe, während die psychedelische Farbpalette an frühere Festivalplakate erinnert.

«Das Locarno-Plakat muss einen Leoparden und die Farbe Gelb zeigen», lautete das Briefing. Tillmans kombinierte für seine Interpretation ein Foto eines in Kenia aufgenommenen Leoparden mit Kunstpelz-Fäustlingen im Leopardenmuster, die er als Jugendlicher selbst genäht hatte. «Der Kopierer scannt in vier Durchgängen für die vier CMYK-Farben, und ich bewegte das Foto und die flauschigen Fäustlinge so, dass beim Scanvorgang besonders viel Gelb im Ausdruck erschien und, während andere Farben an den Rändern aufblitzten», erklärt der Fotograf.

Maja Hoffmann, Präsidentin des Locarno Film Festival, beschreibt das Plakat als Feier der Vorstellungskraft: «Das diesjährige Festivalplakat fängt den mutigen, emotionalen und lebendigen Geist des Kinos ein. In seinen Arbeiten verwischt Wolfgang Tillmans – einer der bedeutendsten Kunstschaffenden unserer Zeit – die Grenzen zwischen Abstraktion und Wirklichkeit. Wie das Kino selbst lotet auch sein Werk die verschiedenen Ebenen der Wahrnehmung aus, mit einer Sensibilität, die gängige Konventionen infrage stellt.»

Das Locarno Film Festival findet vom 6. bis 16. August 2025 statt. Das offizielle Plakat ist ab sofort im Vorverkauf erhältlich.

Destinazio erhält Webflow Enterprise Partner Label

Die Webagentur Destinazio wird eigenen Angaben zufolge als erste Schweizer Firma mit dem Webflow Enterprise Partner Label ausgezeichnet. Damit gehört das Unternehmen zu einem exklusiven Kreis von Agenturen, die grosse, skalierbare Webprojekte für internationale Kund:innen realisieren.

Das Kernteam von destinazio (von links nach rechts): Jens Grichting, Chris Bachmann, Manuel Cina, Olga Grossenbacher. (Bild: zVg.)

Die Webagentur Destinazio aus dem Wallis hat als erste Schweizer Firma das Webflow Enterprise Partner Label erhalten. Das Content-Management-System Webflow hat sich als Alternative zu klassischen Webentwicklungsplattformen etabliert und vergibt diese Auszeichnung nur an Agenturen mit nachgewiesener Expertise in der Umsetzung grosser, internationaler Digitalprojekte. Angaben zufolge wurden solche Labels bisher vor allem an Agenturen in Metropolen wie New York, Paris oder London verliehen – nun geht eine der begehrten Zertifizierungen erstmals in die Schweiz.

Laut Geschäftsführer Chris Bachmann ist die Auszeichnung eine Bestätigung der langjährigen Arbeit des Unternehmens: «Es war ein unglaublicher Moment zu wissen, dass unsere Arbeit und unser technisches Know-how weltweit anerkannt werden.»

Vom Wallis in die internationale Webbranche

Destinazio wurde vor zwölf Jahren im Rahmen eines Förderprogramms der Fachhochschule Westschweiz (HES-SO Wallis) gegründet und startete ursprünglich mit der Entwicklung einer semantischen Suchmaschine für Mountainbikereisen. In den Folgejahren entwickelte sich das Unternehmen zu einer spezialisierten Webagentur. Während anfangs klassische CMS wie WordPress oder Typo3 im Einsatz waren, setzt Destinazio seit 2019 vollständig auf Webflow.

Zu den Kund:innen der Agentur gehören heute sowohl lokale Unternehmen als auch internationale Konzerne wie PepsiCo sowie öffentliche Institutionen und nationale Verbände.

Erfolgsprojekt mit Trading-Plattform Deriv

Den entscheidenden Schritt zum Webflow Enterprise Partner Label machte Destinazio mit einem Projekt für den weltweit tätigen Online-Broker Deriv. Das Unternehmen mit über 2,5 Millionen registrierten Nutzer:innen und 21 Millionen monatlichen Website-Besuchen suchte eine Agentur, die eine mehrsprachige Webplattform mit hohem technischen Anspruch umsetzen konnte.

«Unsere Mehrsprachigkeit, der Faktor ‹Swissness› und ein professioneller Pitch trugen dazu bei, das nötige Vertrauen aufzubauen», erklärt Bachmann. Über sechs Monate hinweg migrierte Destinazio über 6’000 Seiten für die neue Finanzplattform und koordinierte das Projekt über drei Zeitzonen mit 30 Beteiligten.

Das erfolgreiche Projekt überzeugte schliesslich auch Webflow: Destinazio wurde als erste Schweizer Agentur mit dem Enterprise Partner Label ausgezeichnet – ein Meilenstein für das Unternehmen und ein Signal für die Schweizer Digitalbranche.

«Eco Talk»: Eveline Kobler folgt auf Reto Lipp

Eveline Kobler kehrt zu SRF zurück und wird künftig die Hauptmoderation des «Eco Talk» übernehmen. Neben ihr moderiert weiterhin auch Andi Lüscher die Sendung. Reto Lipp geht in Pension und wird voraussichtlich im Dezember 2025 durch seine letzte Sendung führen.

(Bild: SRF/Philip Brand)

Mit Eveline Kobler kehrt im Herbst 2025 eine bekannte Stimme zu SRF zurück. Die 48-jährige Zürcherin war bis Ende 2022 Moderatorin der «Samstagsrundschau» von Radio SRF, in der sie während elf Jahren Grössen aus Wirtschaft und Politik auf den Zahn fühlte. Ausserdem leitete sie während mehrerer Jahre die Wirtschaftsredaktion von Radio SRF. Aktuell verantwortet sie bei Swiss Life als Head of Group Communications die Kommunikation des Konzerns.

«Ich freue mich sehr, in den Journalismus zurückzukehren», wird Kobler in einer Mitteilung zitiert. «Wirtschaftsthemen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, ist eine Herzensangelegenheit. Beim ‹Eco Talk› kann ich zudem wieder meiner Leidenschaft für das Führen von Gesprächen nachgehen und zum Hauptinhalt meiner Arbeit machen.»

Andi Lüscher weiterhin im Moderationsteam

Neben Eveline Kobler moderiert weiterhin Andi Lüscher den «Eco Talk». Der 44-jährige Schwyzer wird künftig ein «Eco Talk»-Moderationspensum von 30 Prozent übernehmen und daneben wie gewohnt die Sendung «SRF Börse» moderieren. Zudem führt Lüscher weiterhin in Co-Leitung mit Matthias Pfander die TV-Wirtschaftsredaktion.

Reto Lipp moderiert seine letzte «Eco Talk»-Sendung voraussichtlich im Dezember 2025.

Blüten und Perlen: Contenance!

Sarah Pally, Linguistin und Partnerin bei der Agentur Partner & Partner, nimmt in ihrer Kolumne «Blüten und Perlen» die (Werbe-)Sprache unter die Lupe. Dieses Mal dreht sich alles um Zeichen des Nachdrucks in der Kommunikation.

Wer kennt sie nicht: schriftliche Nachrichten, die offensichtlich mit – sagen wir «Nachdruck» – verfasst wurden. Mit so acht bis zwölf Ausrufezeichen, teilweise mit Einsen durchsetzt, wegen des zornigen Vertippens. Alles in fetter Schrift, in einem wenig liebevoll gehaltenen Rot-Ton. Gerne auch in Versalien. Vielleicht noch mit Unterstreichung, je nach Geschmack, eine Stilfrage. Und eventuell sogar mit gelber Hinterlegung. Um sicher zu gehen.

Man muss davon ausgehen, dass den Absendenden egal ist, dass das alles jetzt nicht soooo souverän wirkt. Im Gegenteil: Die Message ist sonnenklar – zumindest diejenige zwischen den Zeilen. Und die lautet oft «ich bin verzweifelt.»

Lechzende Teenager
Zwar steckt nicht hinter jedem Ausrufezeichen nackte Verzweiflung. Aber erstaunlich oft. Es ist wie beim Anschreien des Teenagers: Man gibt sich damit volle Blösse. Was zeigt die eigene Verzweiflung, das eigene Unvermögen sich Gehör zu verschaffen besser als Schreien? Verzweiflung und Unvermögen sind Schwachpunkte, nach denen jeder Teenager lechzt. Die pulsierende Wunde, in die man nur noch den Finger reinhalten muss. Angstlust wie bei Tom & Jerry.

Beim Einsatz jedes Ausrufezeichens sollte man sich daher dringend fragen: Ist das schon Verzweiflung oder ist es noch Nachdruck? Oder besser noch etwas reflektierter: Warum wollte ich jetzt eigentlich schreien? Kann ich nicht auf den Punkt bringen, was ich sagen will, und habe mit dem Ausrufezeichen einen Ausweg gesucht? Ist meine Aussage per se zu wenig kraftvoll, sodass ich sie mit anderen Mitteln verdeutlichen muss? Fühle ich in meinem tiefsten Innern, dass meine Botschaft ohne Ausrufezeichen zu wenig überzeugend ist?

Schmerzhafte Selbsterkenntnis
Ja, Selbsterkenntnis ist schmerzhaft. Aber vor dem Plakataushang nochmals über die Botschaft und des Pudels Kern nachgedacht zu haben, lohnt sich. Denn grundsätzlich wird niemand so richtig gerne angeschrien, auch schriftlich nicht. Die Lesenden werden deine Verzweiflung riechen. Doch, ganz sicher. Aber es gibt auch hier – wie überall – Ausnahmen: Wer seiner Begeisterung, einer wirklich wichtigen Information oder etwas positiv Überraschendem Lautstärke verleiht, darf das tun! Go for it! Party on!

Lieber nicht mit Blut unterschreiben
Selten clever sind Ausrufezeichen wiederum bei Claims. Es wird da manchmal ein bisschen gar viel versprochen. Das muss man jetzt nicht unbedingt auch noch mit Blut unterschreiben – oder mit einem Ausrufezeichen herausschreien. Wer das für übertrieben hält: Der Konzern Red Bull wurde 2013 in den USA angeklagt, weil das Getränk Red Bull eben doch keine Flüüügel verleiht – weder echte noch sprichwörtliche. Die Klage wurde mit 13 Millionen Dollar beigelegt. Man stelle sich vor, da wäre noch ein Ausrufezeichen dahinter gewesen!

Sind jetzt also alle Ausrufezeichen doof? Nein! Und wenn man als Texter:in ehrlich ist (ja, ich weiss: haha), dann muss man zugeben, dass man es crazy oft einsetzt. Natürlich niemals aus Verzweiflung, NIEMALS!! Aber: Sehr oft, um Befehle zu erteilen. Es heisst schliesslich CALL to Action. Und ausserdem heisst es: Call to ACTION.


Seit 2025 analysiert Sarah Pally in ihrer Kolumne «Blüten und Perlen» branchenverwandte Begriffe und kommentiert sie mit persönlicher Note, aus einer linguistischen Perspektive – sowie auch mit präzisem Blick auf die Entwicklungen der Branche. Pally ist Teilhaberin der Agentur Partner & Partner in Winterthur. Sie ist seit 15 Jahren mit den Themen Contentmarketing, Text/Konzept und Storytelling im Kommunikations- und Marketingbereich unterwegs.

KI-Videos: Maz-Tagung beleuchtet Chancen, Herausforderungen und ethische Fragen

KI verändert die Videoproduktion grundlegend – von Nachrichtenclips über Werbespots bis hin zu personalisierten Inhalten. Eine Tagung am Maz in Luzern widmet sich den technologischen Möglichkeiten, den Auswirkungen auf den Journalismus und den ethischen Fragen rund um KI-generierte Videos.

(Symbolbild: Unsplash.com)

KI-gestützte Videos eröffnen neue Perspektiven für Medien, Unternehmen und Kreative. Doch mit den technologischen Fortschritten wachsen auch die Herausforderungen: Wie verändert KI das Storytelling? Welche Risiken birgt die Automatisierung? Und wie lassen sich Qualität, Ethik und Glaubwürdigkeit in einer zunehmend von KI geprägten Medienwelt sicherstellen?

Diese Fragen stehen im Zentrum der Thementagung «KI-Videos – Chancen und Gefahren», die das Maz am 21. Mai 2025 in Luzern durchführen wird. Die Veranstaltung richtet sich an Medien- und Kommunikationsfachleute, Kreative, Wissenschaftler:innen und Entscheidungsträger:innen, die sich mit den neuesten Entwicklungen im Bereich KI und Video auseinandersetzen wollen.

Use-Cases und übergeordnete Perspektiven

Zum Auftakt beleuchtet Satiriker und Regisseur Patrick «Karpi» Karpiczenko, wie sich KI-generierte Videos auf den Journalismus auswirken – mit einem kritischen, aber auch humorvollen Blick auf die Medienlandschaft. Anschliessend zeigen Filmemacher Jan Janutin und die Kommunikatorin Antonia Zahner, inwiefern KI-Videos bereits heute in der Filmproduktion, im Marketing und in der Unternehmenskommunikation anzutreffen sind.

In den technischen und wissenschaftlichen Teil der Tagung führen Prof. Touradj Ebrahimi von der EPFL Lausanne und Dr. Patrick Raemy von der Universität Fribourg ein. Sie analysieren die aktuellen Möglichkeiten und Grenzen von KI-gestützten Videos und diskutieren die Auswirkungen auf Glaubwürdigkeit und Medienethik.

Den Abschluss bildet eine Podiumsdiskussion, in der alle Referierenden über die Potenziale und Risiken von KI-Videos für Medienhäuser und Unternehmen debattieren.

«AI Overviews»: Google bringt KI-Suche in die Schweiz

Google schaltet seine Funktion «Übersicht mit KI» jetzt auch in der Schweiz frei. Das Feature soll es Nutzenden der Suchmaschine ermöglichen, Antworten auf komplexe Fragen in einer einzigen Übersicht zu finden.

(Bild: Hebi B./Pixabay)

Google erweitert seine Suchmaschine mit einer neuen Funktion. Das Feature «Übersicht mit KI» soll die Google-Suche Nutzenden, die Informationen zusammentragen möchten, das Leben erleichtern. Die KI-basierte Übersicht erlaube es, sich einen Überblick über ein Thema zu verschaffen und relevante Antworten und Websites schneller und einfacher als zuvor zu finden, schreibt Google.

Bisherige Nutzer:innen der neuen Funktion sind laut Google zufriedener mit den Suchergebnissen und erhalten auf komplexe Fragestellungen durch die KI- Übersicht eine grössere Bandbreite an Websites zur Verfügung gestellt. Auch würden bei der Google-Suche Links in Übersichten mehr Klicks generieren, als wenn die Seite als herkömmlicher Webeintrag in der Suchmaschine erscheine.

Die Google-Suche zeigt mit der KI-basierten Übersicht die relevantesten Informationen auf einen Blick. (Bild: zVg.)

Die KI-basierte Übersicht, die bis jetzt nur in den USA verfügbar war, können angemeldete User ab 18 Jahren ab sofort auch in der Schweiz nutzen – und zwar auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. Auch Belgien, Deutschland, Irland, Italien, Österreich, Polen, Portugal und Spanien haben neu Zugriff auf die Funktion. In allen anderen europäischen Ländern sei die Übersicht in maximal zwei Sprachen verfügbar (eine davon Englisch). (Dajana Dakic/jor)


Dieser Artikel erschien zuerst in der Netzwoche.

Thjnk Zürich und Ochsner Sport lassen Athlet:innen vom Himmel fallen

Mit der Integration von SportXX – und damit 24 neuen Stores – zementiert Ochsner Sport den Claim «Die Schweiz ist unser Sportplatz». Thjnk Zürich unterstreicht dies mit einer aktualisierten Imagekampagne.

Neu können Sportbegeisterte in 100 Filialen schweizweit das Sortiment von Ochsner Sport entdecken. Diese Neuerung zahlt auf den seit 2019 bestehenden Claim «Die Schweiz ist unser Sportplatz.» ein.

Deshalb wird die Plattform mit einer Imagekampagne neu aufgeladen. Der Film zeigt die besondere Anziehungskraft, die die Schweiz auf Sportler:innen ausübt. Ihre vielfältige Landschaft – von dichten Wäldern über grüne Wiesen bis hin zu ewigem Schnee – macht sie zur perfekten Arena für jede Sportart. Aus den Weiten des Alls machen sich Snowboarder, Biker, Läuferinnen und weitere Athlet:innen auf den Weg. Ihr Ziel: Der Sportplatz Schweiz.

Parallel zum Film startet eine Print- und (D)OOH-Kampagne. Die Motive zeigen die Weite und Schönheit der Schweiz und laden dazu ein, sie selbst zu entdecken – ob auf Skis, dem Bike oder in Laufschuhen.


Verantwortlich bei Ochsner Sport: Marco Greco (Leiter Marketing), Patrizia Fiechter (Teamleiterin Klassische Kommunikation), Claudio Keist (Teamleiter Content & Social Media). Verantwortlich bei Thjnk Zürich: Alexander Jaggy, Pablo Schencke (GF Kreation), Lukas Amgwerd, Lukas Frischknecht (Creative Direction), Josephine Jeanguenin (Graphic Design), Andrea Bison (GF Beratung), Andrea Häfliger, Roxane Bründler, Cornelia Nünlist (Beratung), Gordon Nemitz (GF Strategie). Externe Partner: Hillton (Produktion), Mona Bertschinger, David Bertschinger Karg (Executive Producer), Mischa Rozema (Regie, Jan Mettler (DOP), Jingle Jungle (Sound Studio).

Digitaler Foxtrail startet in Zug und Schaffhausen

Der Schweizer Outdoor-Anbieter Foxtrail erweitert sein Angebot mit einer digitalen Variante: Foxtrail Go kombiniert reale Ortsrätsel mit interaktiven Aufgaben auf dem Smartphone. Die ersten digitalen Trails sind ab sofort in Zug und Schaffhausen verfügbar.

Foxtrail bringt mit «Foxtrail Go» ein neues Erlebnis für Rätsel- und Outdoor-Fans auf den Markt. Statt festgelegten Routen und Startzeiten setzt das digitale Angebot auf flexibles, eigenständiges Spielen mit dem Smartphone. Die Teilnehmenden erkunden die Stadt, lösen Aufgaben und sammeln virtuelle Belohnungen.

Ein neuer Schritt für Foxtrail

Somit wird das klassische Konzept weiterentwickelt: Rätsel sind nicht nur in der Stadt versteckt, sondern auch digital inszeniert. «Wir wollten ein Erlebnis schaffen, das die analoge Welt von Foxtrail mit digitaler Interaktivität verbindet», erklärt Ursina Berchtold-Heim, CEO von Foxtrail.

Das digitale Abenteuer beginnt mit dem Kauf eines Zugangscodes für 19 Franken pro Person. Über die App werden die Spieler:innen auf eine Spurensuche durch die Stadt geschickt. Durch das Lösen von Rätseln erhalten sie virtuelle Bauteile für die fiktiven Maschinen von «Ferdie Fox», der als digitaler Begleiter durch die Tour führt. Die erste Version von Foxtrail Go startet in Zug und Schaffhausen – in Schaffhausen in Zusammenarbeit mit Schaffhauserland Tourismus. Weitere Städte sollen folgen.

Werbemarkt im Februar 2025: OOH trotzt dem Negativtrend

Der klassische Werbemarkt bleibt unter Druck, während Out-of-Home als einzige Mediengattung zulegen kann. Im digitalen Bereich bleibt Search trotz Rückgängen führend, während YouTube weiterhin wächst. Dies zeigen die Zahlen von Media Focus zum Monat Februar.

(Grafiken: Media Focus)

Der Werbemarkt in der Schweiz schliesst auch im Februar 2025 mit einem Minus. Der Werbedruck der «klassischen» Medien lag bei 255,8 Millionen Bruttofranken, was einem Rückgang von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Besonders betroffen sind Print, TV, Radio und Kino, während Out-of-Home mit einem Wachstum von 8,7 Prozent als einzige Mediengattung zulegen konnte. Nichtsdestotrotz bleibt die Rangfolge im Media Mix unverändert, TV vor Print vor Out-of-Home, Radio und Kino.

Nach den ersten beiden Monaten des Jahres liegt der kumulierte klassische Werbedruck bei 517,3 Millionen Franken, was einem Rückgang von 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Digitale Werbung: Search bleibt vorne, YouTube legt weiter zu

Im digitalen Werbemarkt hält Search mit einem Anteil von 45,4 Prozent weiterhin die Spitzenposition, obwohl Google-Anpassungen zu einem Rückgang des Werbedrucks führten. Display-Werbung folgt mit 35,5 Prozent, während YouTube mit 19,1 Prozent als einzige Kategorie eine positive Entwicklung verzeichnet.

Detailhandel dominiert im klassischen Werbemarkt

Von den 21 analysierten Branchen konnten sich nur sieben dem allgemeinen Negativtrend entziehen. Der Detailhandel führt mit einem Wachstum von 32 Prozent das Ranking an und baut seinen Vorsprung weiter aus. Auch die Telekommunikationsbranche (+15,6 %), Finanzdienstleistungen (+13,6 %) und die Energiebranche (+38,4 %) zeigen eine positive Entwicklung.

Die grössten Verluste verzeichnet die Tabakbranche (-84,3 %), was auf die neuen Werbeverbote zurückzuführen ist. Auch Nahrungsmittel (-8,5 %), Freizeit/Gastronomie/Tourismus (-24,7 %) sowie Pharma/Gesundheit (-17,2 %) mussten deutliche Rückgänge hinnehmen.

Branchenranking klassische Medien.

Digitale vs. klassische Werbung: Branchen im Vergleich

Im digitalen Werbemarkt führt die Branche Freizeit, Gastronomie, Tourismus, gefolgt von Detailhandel und Finanzdienstleistungen. Im klassischen Werbemarkt liegt hingegen der Detailhandel an der Spitze, während sich die Finanzbranche nur auf Rang 5 halten kann.

Tabakwaren, Veranstaltungen und Reinigungsprodukte belegen im digitalen Werbemarkt die letzten Plätze, obwohl einige davon im Vergleich zum Vorjahr zulegen konnten. Im klassischen Markt bleibt die Tabakbranche Schlusslicht, direkt gefolgt von den Branchen Energie, Medien und Verkehrsbetriebe.

Branchenranking digitale Medien.

 

(Grafiken: Media Focus)

Meistbeworbene Produkte im Februar

Im Display-Bereich steht spusu.ch an der Spitze, während bei Search booking.com die höchste Werbepräsenz hat. Auf YouTube liegt der Audi A6 E-Tron auf Platz eins. Auch Tui Reisen und Tui.ch schafften es in die Top 10 der digitalen Werbekampagnen.

Mediapulse publiziert neu «Big Screen Data» zu Daten über TV-Geräte

Begriffe wie Smart TV, Connected TV oder Big Screen verweisen auf Erwartungen an einen grundsätzlichen Funktionswandel des herkömmlichen TV-Gerätes. Daher bündelt Mediapulse erstmals umfassende Daten zur Verbreitung und Nutzung von TV-Geräten in der Schweiz. Soeben wurden erste Befunde für das abgelaufene Jahr 2024 publiziert.

Lange Zeit stand die Mediennutzung auf mobilen Endgeräten im Zentrum der Aufmerksamkeit. Doch spätestens seit der Pandemie erlebt das klassische TV-Gerät eine Renaissance – sei es als Plattform für lineares Fernsehen oder als Multimedia-Zentrale für Streaming und digitale Inhalte. Mediapulse hat nun unter dem Begriff «Big Screen Data» erstmals umfassende Daten zur Verbreitung und Nutzung von TV-Geräten in der Schweiz zusammengefasst. Der erste Report mit Zahlen aus dem Jahr 2024 steht ab sofort kostenlos zur Verfügung.

Empirische Grundlage für Trends im TV-Konsum

Die «Big Screen Data» basieren auf zwei etablierten Erhebungen. Zum einen liefert der Mediapulse Establishment Survey, eine jährliche Befragung von 12’000 Haushalten, verlässliche Angaben zur technischen Ausstattung der Schweizer Haushalte in Bezug auf TV- und Radioprogramme. Diese Erhebung besteht seit 2008 und bildet die Entwicklung der Empfangsgeräte detailliert ab.

Zum anderen fliessen Daten aus dem Mediapulse TV-Messpanel ein, das seit 2013 von Kantar Media Switzerland im Auftrag von Mediapulse betrieben wird. Das Panel misst sekundengenau die Nutzung von TV-Inhalten (Mediapulse TV Data) und seit 2021 auch die Nutzung von Non-TV-Angeboten (Mediapulse Streaming Data).

Regelmässige Updates und Zukunftsausblick

Der erste «Big Screen Data»-Report fasst die Erkenntnisse für das Jahr 2024 zusammen und wird künftig jährlich im ersten Quartal aktualisiert. Die Auswertungen sollen helfen, zentrale Fragen der Medienbranche zu beantworten: Wie entwickeln sich Reichweiten? Wie verändert sich die Nutzung von Smart-TVs und Streaming-Diensten? Welche Zielgruppen setzen noch auf klassisches Fernsehen?

Neben dem Standardreport prüft Mediapulse derzeit weitere Möglichkeiten zur Datenbereitstellung. Denkbar sind vertiefte Analysen über längere Zeiträume sowie detailliertere Zielgruppen-Segmentierungen, um Trends in der TV- und Streaming-Nutzung noch präziser abzubilden.

NZZ setzt auf digitales Wachstum und investiert in Journalismus

Mit der Weiterbildungsinitiative «Digitales Wissen» trieb die NZZ über zweieinhalb Jahre hinweg die digitale Transformation in den Redaktionen voran – ein zentraler Schritt, um die Marktposition in der Schweiz und Deutschland auszubauen.

Die digitale Transformation bleibt für die NZZ ein strategischer Schwerpunkt. Während die Zahl der Redaktor:innen seit 2015 kontinuierlich steigt, verlagert sich der Fokus verstärkt auf neue digitale Formate. Die Weiterbildungsinitiative «Digitales Wissen», die nun nach knapp zweieinhalb Jahren abgeschlossen wurde, sei ein zentraler Baustein dieser Entwicklung gewesen, wie die NZZ in einer Mitteilung schreibt.

Seit Anfang 2023 haben rund 300 Redaktionsmitarbeitende im Schnitt fünf Weiterbildungstage absolviert. Die Schulungen wurden, in Zusammenarbeit mit dem Maz Institut für Journalismus und Kommunikation, speziell für die NZZ entwickelt und umfassten Open Source Intelligence (Osint), Datenjournalismus, redaktionelle Datenanalyse sowie den Einsatz künstlicher Intelligenz in journalistischen Arbeitsprozessen.

Chefredaktor Eric Gujer betont die Bedeutung dieser Investitionen: «Die fortschreitende Entwicklung der künstlichen Intelligenz führt zu einer noch grösseren Informationsflut – und damit auch zu einer steigenden Gefahr von Desinformation und Manipulation. Umso wichtiger ist es, dass wir als NZZ mit faktenbasiertem, glaubwürdigem Journalismus Orientierung bieten.»

Die stellvertretende Chefredaktorin und Leiterin Operations, Carola Ettenreich, zieht eine positive Bilanz: «Die hohe Teilnehmerzahl und das durchwegs positive Feedback zeigen, dass unsere Mitarbeitenden das Weiterbildungsangebot sehr geschätzt haben. Die Investition in digitale Kompetenzen war richtig und wichtig.» Auch Maz-CEO Martina Fehr sieht in der Initiative ein zukunftsweisendes Modell: «Mit dieser umfassenden Weiterbildung nimmt die NZZ eine Vorreiterrolle ein.»

Auch nach Abschluss des Programms bleibe die Stärkung digitaler Kompetenzen ein Schwerpunkt der NZZ, wie es weiter heisst. Neben weiteren Schulungen investiert das Unternehmen in Innovationen und technologische Weiterentwicklung, um den digitalen Wandel aktiv mitzugestalten. Nicht zuletzt soll mit diesen Massnahmen auch die wirtschaftliche Basis des Unternehmens in der Schweiz und in Deutschland gestärkt werden.

SIHF lanciert eigenen Instagram-Account für Fraueneishockey

Kurz vor der Frauen-WM 2025 erhält das Schweizer Fraueneishockey eine eigene Social-Media-Präsenz: Unter @swissicehockeywomen bietet Swiss Ice Hockey ab sofort exklusive Einblicke in die Nationalteams. Mehr Sichtbarkeit ist das Ziel – sowie eine direktere Interaktion mit der Fan-Community.

Kurz vor dem Start der IIHF Women’s World Championship 2025 in Tschechien schafft die Swiss Ice Hockey Federation SIHF eine eigene digitale Plattform für das Schweizer Fraueneishockey. Der neue Instagram-Account @swissicehockeywomen rückt sowohl das Frauen-A-Nationalteam als auch die Nachwuchs-Nationalteams in den Fokus. Die Plattform soll die Sichtbarkeit und Anerkennung des Fraueneishockeys erhöhen und den Fans eine direktere Anlaufstelle bieten.

Auf dem neuen Kanal erhalten Interessierte ab sofort exklusive Blick hinter die Kulissen, aktuelle News zu den Nationalteams, Trainingseinblicke und Interviews. Die bereits bestehenden Accounts @postfinance_womensleague für die höchste Frauenliga und @skyswissleagueofficial für die zweite Liga bleiben unverändert bestehen.

Der bisherige Instagram-Account @swissicehockeyfederation bleibt weiterhin die zentrale Plattform für alle anderen Bereiche der SIHF – darunter die Männer-Nationalmannschaften, der National Cup, der Swiss Ice Hockey Day und die Swiss Ice Hockey Night. In Zukunft plant der Verband, auch für die Männer-Nationalteams einen separaten Instagram-Account einzuführen.

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