Komet: Für Lidl auf den Bernhardiner gekommen

Eine Kampagne von Komet soll die Marke «Qualité Suisse» von Lidl Schweiz einführen, aufbauen und langfristig positionieren. Als typisch schweizerischer Sympathieträger kommt ein zottliger Bernhardiner als Markenbotschafter zum Einsatz.

Kürzlich hat Lidl Schweiz «Qualité Suisse» lanciert (Markt-kom.com berichtete). Die preisgünstige Marke vereint hochwertige Lebensmittel aus Schweizer Produktion unter einem gemeinsamen Dach. Im begleitenden Spot mit dem Launch-Slogan «Voll Schwiiz» kommentiert der Bernhardiner «Bernie» mit seiner Gedankenstimme einen typisch schweizerischen Genussmoment, bis ihm schliesslich der Cameo-Auftritt eines nicht minder gewichtigen und schweizerischen Markenbotschafters von Lidl Schweiz die Show stiehlt.

Benno bewirbt die neue Lidl-Marke zurzeit schweizweit auf den Screens in und um die aktuell 187 Lidl-Filialen herum, sowie auch unter anderem auf (D)OOH, Megaposters und SBB-Lokomotiven.


Verantwortlich bei Lidl Schweiz: Nathalie Forrer (Head of Marketing), Désirée Erismann (Strategie & Projektmanagement), Fabio Bruggmann (Strategie & Projektmanagement), Nicolas Cadonau (Sponsoring & Partnerschaften), Yvonne Kringel (Branding & Packaging). Verantwortlich bei Komet: Christa Zesiger (Beratung), Cyril Sollberger (Grafik), Lisa Oppliger (DTP), Claudio Parente (AD/Konzept), Daniel Müller (Text/Konzept), Jeff Gerber (CD), Corinne Hert (Client Service Director). Filmproduktion: Centauri Media, Marcel Wolfisberg (Produktion), Tobias Gysin (Produktionskoordination), Markus Welter (Regie), Marco Barberi (Kamera), Reto Buri (Schnitt). Fotos: Terence du Fresne.

Blüten und Perlen: «Du» oder nicht «Du», das ist hier die Frage

Sarah Pally, Linguistin und Partnerin bei der Agentur Partner & Partner, nimmt in ihrer Kolumne «Blüten und Perlen» die (Werbe-)Sprache unter die Lupe. Dieses Mal dreht sich alles um Brands, die Duzen.

Der Zeitgeist macht vor Brandings und Rebrandings natürlich auch nicht halt. Und das bedeutet, dass sich Brands seit einiger Zeit gerne nahbar, sympathisch, auf Augenhöhe geben. In den Diskussionen zur konkreten Ausgestaltung kommt es daher fast immer zur Frage, ob man also nicht per Du kommunizieren müsste. Hätte, hätte, Fahrradkette… Denn am Schluss sieht alles wieder anders aus – wie in einem guten griechischen Drama.

Erster Akt: Euphoria (kurz)

(Re)Branding-Workshop, irgendwann kommt der Satz, so oder so ähnlich: «…dann müssten wir aber mit Du gehen.» Bähm, das Schauspiel beginnt. Nicken, Schmunzeln, bestätigende Voten. Man sieht förmlich, wie die Fantasie mit den Beteiligten durchgeht – endlich frei von diesem förmlichen, unnatürlichen «Sie»! Ok, cool, geniessen wir diesen naiven Moment, bevor wir ihn wieder verderben.

Zweiter Akt: Ringen um die Lösung

Erste Wolken ziehen auf: «Also auch zum Beispiel gegenüber den Lieferanten? Oder dem Verwaltungsratspräsidenten? Oder den Shareholdern?»…*zirpzirp*… «Guter Punkt – klar können wir nicht alle per Du ansprechen, aber halt einfach die Kunden». «Also auch die Verwaltungsratspräsidentin des Kunden? Und auch, wenn der Kunde stinkig im Call Center anruft? Und auf der Rechnung steht auch du?»

Und da haben wir den Schlamassel, das Drama ist angerichtet. Ob fresh oder frech – wie das «Du» ankommt, entscheidet sich anhand der Matrix des Grauens: Es gibt verschiedene Zielgruppen, verschiedene Kanäle und verschiedene Situationen – und alle möglichen Kombinationen davon. Jetzt kann man hingehen und diese Matrix tatsächlich durchspielen, zumindest ansatzweise. Denn ein generisches «Du» auf einem Plakat ist eben wirklich etwas anderes als ein persönliches «Du» am Telefon oder auf der Rechnung. Ersteres wirkt locker, oft auch sehr natürlich, zweiteres eher übergriffig. Das heisst: Wenn man wirklich, wirklich wollen würde, fände man wahrscheinlich eine ganz okaye Lösung. Aber da stellt sich garantiert die berittene Prinzipienpolizei mit dem leidigen Killerargument «aber das ist inkonsequent» davor. So nicht, da könnte ja jede:r kommen, das haben wir noch nie so gemacht!

Dritter Akt: Die Entscheidung

Wir sind am Höhepunkt angelangt: Was wird Überhand nehmen? Die Zuversicht, dass diese Probleme lösbar sind, wenn sie auftauchen? Die Angst davor, zu wenig konsequent zu wirken?

Doch plötzlich steht er in glänzender Rüstung da: Der vermeintlich rettende Deus ex Machina und sagt nonchalant «wir können doch einfach auf direkte Ansprache verzichten (und so das Problem umschiffen, wie Odysseus es mit Insel der Sirenen hätte tun sollen)?». Alle nicken, von der glanzvollen Idee geblendet, und freuen sich schon, dass die Diskussion damit endlich erschlagen ist.

Bloss: Bei der Ansprache ist es ein bisschen so, wie beim Augenkontakt. Wenn man ihn vermeidet, dann wirkt das halt alles andere als nahbar und sympathisch. Diese Feststellung markiert dann meist das Ende des laufenden Gesprächs: Der letzte Hauch Euphorie verlässt den Raum wie die Luft den losgelassenen Ballon. Schwach, müde und hungrig beschliesst man, das Thema zu vertagen (es wird nie wieder Thema werden).

Dieses klassische Drama wird sich noch viele Male wiederholen. Und allen, die ihre Zielgruppe mehr oder weniger konsequent mit «Du» ansprechen, gehört ein Kränzchen gewindet: Ihr habt irgendwo den Ausweg gefunden und zieht das Du entweder knallhart durch oder habt Kompromisse gefunden – vielleicht sogar mit gesundem Menschenverstand. Ob das in eurem Fall gut ist oder nicht, mögen die Götter urteilen. Aber es ist zumindest ziemlich heroisch.


Seit 2025 analysiert Sarah Pally in ihrer Kolumne «Blüten und Perlen» Begriffe mit Branchenbezug und kommentiert sie mit persönlicher Note, aus einer linguistischen Perspektive – sowie auch mit präzisem Blick auf die Entwicklungen in der Branche. Pally ist Teilhaberin der Agentur Partner & Partner in Winterthur. Sie ist seit 15 Jahren mit den Themen Contentmarketing, Text/Konzept und Storytelling im Kommunikations- und Marketingbereich unterwegs.

Das war das OMR Festival 2025

Rund 67’000 Teilnehmende strömten für das OMR Festival 2025 nach Hamburg. Über 800 Referent:innen diskutierten über aktuelle Themen der Digital- und Marketingbranche. Neben Marketing und KI standen auch Geopolitik und Sport im Fokus.

(Bild: Julian Huke Photography)

Das diesjährige OMR Festival umfasste fünf Bühnen, 270 Masterclassesm 200 Guided Tours sowie 125 Side Events. Die Konferenz widmete sich intensiv der Entwicklung und Anwendung von KI. ChatGPT-Produktchef Nick Turley stellte die Fortschritte der KI in Deutschland dar und betonte, dass dieser Markt eine hohe Relevanz für OpenAI habe. Weitere prominente Beiträge kamen von Unternehmen wie Zalando und Booking.com, die ihre aktuellen KI-Anwendungen präsentierten.

Nick Turley auf der OMR-Bühne. (Bild: Dominik Schreiner)

Die US-Zukunftsforscherin Amy Webb sprach zudem über die Auswirkungen von KI auf das Marketing, indem sie ein Szenario skizzierte, in dem KI-Agenten die Produktsuche für Konsument:innen übernehmen könnten und dabei selbst von anderen KI-Agenten beeinflusst werden. «Man muss Systeme aufbauen, um Dinge an KI-Agenten zu verkaufen», lautete darum ihr Appell an die Marketing-Expert:innen im Publikum.

Neben KI wurden auch politische Themen wie die Beziehungen zwischen Europa und den USA sowie die geopolitische Lage behandelt. Etwa durch Scott Galloway, der die US-Politik kritisierte, oder Airbus-Aufsichtsratschef René Obermann, der mit Blick zu den USA und dem aufrüstenden China für ein selbstbewusstes, souveränes Europa warb.

(Bild: Julian Huke Photography)

Ebenfalls stark präsent waren in diesem Jahr erneut die sportlichen Themen. Welt- und Europameister Gerard Piqué sprach über das von ihm ins Leben gerufene Kleinfeld-Format Kings League und richtete eine Kampfansage an die deutschen Konkurrenten: «Die Kings League ist das Original, deswegen wollen wir auch Marktführer sein.» Zudem diskutierten Rekord-Olympionikin Isabell Werth (Dressurreiten) und Goldmedaillen-Gewinnerin Lisa Buckwitz (Bob) diskutierten über die Finanzierung von Spitzensport in Deutschland, und Basketball-Legende Dirk Nowitzki blickte auf der Conference Stage in einem Interview auf seine Karriere zurück.

Ein weiteres Highlight des OMR Festivals 2025 war Ryan Reynolds. Der Hollywood-Star und Investor sprach über seine Unternehmen, Marketing und Kreativität. Neben viel Geld und viel Zeit sei vor allem eine menschliche Eigenschaft hinderlich: «Perfektionismus ist eine verdammte Krankheit. Man muss bereit sein, zu versagen, um gut zu sein.» Einen aktuellen Gesprächsanlass bot der von Reynolds zusammen mit Schauspieler Rob McElhenney 2020 übernommene Fünftligist Wrexham A.F.C. Der walisische Fussballclub wird seitdem für eine Doku begleitet und ist gerade in die zweite englische Liga aufgestiegen. Seitdem Reynolds in der Loge mitfiebert, stieg der Wert des Clubs von zwei auf 150 Millionen Pfund. Man könnte das in jedem Land und mit jeder Sportart wiederholen, erklärte Reynolds. Er selbst würde allerdings kein zweites Fussballteam kaufen. «Ich möchte gerne verheiratet bleiben.»

Ryan Reynolds (rechts) auf der Bühne mit Moderator Steven Gätjen. (Bild: Dominik Schreiner)

Der Ticketverkauf für das OMR Festival 2026 hat bereits begonnen, mit einem exklusiven Pre-Sale bis 23. Mai 2025.

Rosarot verstärkt kreative Spitze mit Marcin Baba

Die Zürcher Agentur Rosarot holt Marcin Baba als Creative Director und Leiter Kreation in die Geschäftsleitung. Zusammen mit den beiden Co-CEOs zeichnet er für das kreative Produkt der Agentur verantwortlich und soll die Weiterentwicklung von Rosarot aktiv mitgestalten.

(Bild: zVg.)

Marcin Baba lebt seit über 15 Jahren mit seiner Familie in der Schweiz. Das ADC-Mitglied bringt über 25 Jahre Erfahrung aus verschiedenen Netzwerkagenturen mit. Zuletzt war er Executive Creative Director bei Serviceplan Suisse, wo er crossmediale Kampagnen für Marken wie BMW, Mini, Swisscom, Schweizer Post, ABB, Sika und Dilly Socks verantwortete.

Vor Serviceplan war er in leitender kreativer Verantwortung bei FCB Zürich und Scholz & Friends Zürich tätig. Seine kreative Laufbahn begann er bei Scholz & Friends Hamburg.

Mit dem Wechsel zu Rosarot betritt Marcin bewusst neues Terrain: «Nach vielen Jahren in grossen Netzwerk-Agenturen war es an der Zeit, die Komfortzone zu verlassen», so Baba. «Die Idee, die dir Schmetterlinge in den Bauch zaubert, ist der Grund, warum ich morgens aufstehe. Und solche Ideen entstehen am besten in einem eingeschweissten Team, das sich vertraut und Spass an der Arbeit hat.» Genau das habe er nun bei Rosarot gefunden.

«Wir gehen den eingeschlagenen Weg konsequent weiter – mit dem Ziel, unsere Campaigning-Kompetenz auszubauen und kreative Exzellenz mit unternehmerischer Wirkung zu verbinden», erklärt René Karrer, Gründer und Co-CEO von Rosarot.

Vier Bücher, die Sie interessieren könnten

In Zusammenarbeit mit GetAbstract stellen wir Ihnen vier Bücher aus dem Marketing- und Kommunikationsbereich vor. Diesmal: «Wertvolle Fehler – Right kind of Wrong», «Deepfakes und manipulierte Realitäten», «Zwischen Egoismus und Exzellenz» und «Selbstfürsorge für Dummies».

Wertvolle Fehler – Right kind of Wrong

Die praktische Wissenschaft des klugen Scheiterns.

  • Amy Edmondson
  • Verlag: Vahlen
  • Publikationsjahr: 2024
  • Seiten: 325
  • ISBN: 9783800674312

Auch wenn es oft heisst: «Aus Fehlern wird man klug.» – niemand macht gern Fehler. Hinzu kommt: Lernen können Sie vor allem aus wertvollen Fehlern. Welche Fehler nötig sind, um voranzukommen, und welche Fehler sich vermeiden lassen, erklärt Amy Edmondson gut verständlich, anschaulich und mit vielen Beispielen aus der Praxis. Sie wirft einen differenzierten Blick auf verschiedene Fehlerarten und gibt hilfreiche Tipps für einen klugen Umgang mit dem Scheitern, sowohl auf persönlicher als auch auf organisationaler Ebene.

getAbstract-Bewertung: 10

Qualitäten:

  • Innovativ
  • Umsetzbar
  • Augenöffner

Deepfakes und manipulierte Realitäten

Technologiefolgenabschätzung und Handlungsempfehlungen für die Schweiz.

  • Murat Karaboga
  • Verlag: vdf Hochschulverlag
  • Publikationsjahr: 2024
  • Seiten: 436
  • ISBN: 9783728141859

Moderne Deepfake-Technologien machen alles Denkbare darstellbar: Ob Naturkatastrophen oder Terrorangriffe, Promi-Romanzen oder Geschäftsberichte – wenn ein einfacher Sprachbefehl es in die Welt setzen kann, wem oder was können wir dann noch glauben? Das Forscherteam hinter diesem Bericht hat Schweizer Bürger, Politikerinnen, Wirtschaftsakteure und Journalistinnen zu KI-generierten Inhalten befragt. Fazit: Das Thema birgt enormen gesellschaftlichen Sprengstoff. Um ihn zu entschärfen, braucht es eine durchdachte Regulierung, wirksame Aufklärung und mehr Eigenverantwortung der Nutzer.

getAbstract-Bewertung: 7

Qualitäten:

  • Wissenschaftsbasiert
  • Systematisch
  • Überblick

Zwischen Egoismus und Exzellenz

Wie Narzissmus unsere Arbeitswelt verändert und was wir tun können.

  • Ramzi Fatfouta
  • Verlag: Haufe
  • Publikationsjahr: 2024
  • Seiten: 212
  • ISBN: 9783648180990

In aktuellen Beiträgen zum Thema Narzissmus in der Arbeitswelt stehen meist die negativen Aspekte im Vordergrund. Zu Unrecht, meint der Psychologe Ramzi Fatfouta. Der ausgesprochene Führungs- und Leistungswille sowie die Innovations- und Motivationskraft narzisstischer Personen können sogar von Vorteil für Unternehmen sein. Anhand vieler Beispiele aus dem Arbeitsalltag zeigt er, wie Sie als Führungskraft oder Team die positiven Seiten von Narzissten konstruktiv nutzen können. Sein differenzierter Blick auf Narzissmus erlaubt einen neuen, offenen Umgang damit, ohne die Risiken zu verschweigen.

getAbstract-Bewertung: 8

Qualitäten:

  • Analytisch
  • Augenöffner
  • Hintergrund

Selbstfürsorge für Dummies

  • Eva Kalbheim
  • Verlag: Wiley-VCH
  • Publikationsjahr: 2024
  • Seiten: 352
  • ISBN: 9783527723355

Achtsam im Hier und Jetzt leben, bewusst atmen, dankbar sein – für sich genommen sind die Selbstfürsorgetipps, die dieser Ratgeber bietet, hinreichend bekannt. Sein Vorteil besteht darin, alle Tipps und praktischen Hinweise übersichtlich zusammenzufassen und mit Alltagsbeispielen anzureichern. Einzelne Kapitel gehen auf bestimmte Lebenssituationen ein, beispielsweise Beruf oder Elternschaft. Dass sich die Ratschläge dabei wiederholen, ist unvermeidlich. Statt das Buch von vorne bis hinten zu lesen, empfiehlt es sich daher, gezielt nach passenden Abschnitten und nützlichen Übungen zu suchen.

getAbstract-Bewertung: 7

Qualitäten:

  • Umfassend
  • Überblick
  • Praktische Beispiele

Social Media Summit: Rekordnachfrage führt zu erweitertem Programm

Am 5. und 6. November 2025 findet der Social Media Summit in Engelberg statt. In ihrer achten Ausgabe wird die Fachkonferenz für Social Media Marketing auf vier Bühnen stattfinden und reagiert mit zusätzlichen Networking-Formaten auf die hohe Nachfrage.

Die Konferenz wird rund 800 Teilnehmende begrüssen und bietet in zwei Tagen eine Vielzahl an Programmpunkten, darunter Masterclasses zu Performance Marketing und den Einsatz von AI im Social Media Marketing, Keynotes zu den neusten Zahlen zur Social Media Nutzung in der Schweiz sowie Tipps und Tricks zur Content Produktion und dem Storytelling auf Social Media. Insgesamt beleuchten über 50 Speaker:innen aktuelle Trends und erfolgreiche Strategien im Bereich Social Media Marketing. Neben globalen Plattformen wie YouTube und TikTok stehen in diesem Jahr auch lokale Zahlen und Best Practices im Mittelpunkt.

Am Summit kommen Personen aus den verschiedensten Branchen zusammen. In den letzten Jahren trat besonders die starke Präsenz von Finanzinstituten, Tourismusorganisationen und Behörden hervor – allesamt Bereiche, in denen Social Media in den letzten Jahren an strategischer Relevanz gewonnen hat. Denn gerade im stark regulierten Umfeld oder bei komplexen Kommunikationsaufgaben spielt Social Media eine zunehmend entscheidende Rolle. Tanja Herrmann, Gründerin des Events, hebt hervor, dass die Hauptmotivation der Teilnehmenden seit Jahren die Weiterbildung und der Austausch von Best Practices sei.

Zudem wird in diesem Jahr eine neue Networking-Gelegenheit angeboten: die «Fondue Night with Strangers» soll den Austausch in einem informellen Rahmen abseits der Bühnen fördern.


Tickets gibt es ab sofort unter Social-media-summit.ch. Bis Ende Mai profitieren Interessierte noch von den limitierten Tickets zum Early Bird-Preis.

Galaxus besingt die eigene Produktvielfalt

Im Vorfeld des ESC in Basel singt der Onlinehändler Galaxus in der aktuellen Kampagne über seine Produktvielfalt. Fünf schräge Musikvideos sorgen dafür, dass für jeden Musikgeschmack etwas dabei ist – von Schlager über Deutsch-Elektro bis Pseudo Metal.

Millionen lieben ihn, andere weniger: Beim Eurovision Song Contest vertreten Musiker:innen aus ganz Europa auch in diesem Mai ihr Land. In einem eigenen, gewohnt ironischen Beitrag nimmt der Onlinehändler Galaxus dies zum Anlass, aus den Tiefen seines Lagers heraus zeitgleich seine Produktpalette zu besingen.

Im Gegensatz zu den üblichen Songs beim ESC geht es in den Lager-Hits von Galaxus aber nicht um Liebe oder Herzschmerz, sondern ausschliesslich um Produkte aus dem Galaxus-Sortiment. Von Elektro-Drohnen über Föhne oder schwarzen Knoblauch bis zum Mülleimer.

Dreh im eigenen Warenlager

Die Songs wurden zwar selbst getextet, die musikalische Interpretation und der Gesang wurden jedoch der Musik-KI «Suno» überlassen. Gedreht wurden die Videoclips in typischer Lipsync-Art im Galaxus-Warenlager Wohlen. Angaben zufolge hat das Team viele der Effekte am Set spontan mit den bereits vor Ort lagernden Produkten improvisiert. Zum Beispiel Föhne für den Wind, Sprühflaschen für den Regen und Dampf-Bügeleisen statt einer Nebelmaschine.

Zu sehen ist die Kampagne seit Mittwoch als Online-Bewegtbild, im Online-TV und in den sozialen Medien.


Verantwortlich bei Digitec Galaxus (inhouse): Martin Walthert (Chief Marketing Officer), Flurin Spring (Creative Director), Jill Wanner (Leader Brand Communications), Branko Nastic (Projektleitung, Brand Communications), Luisa Silvestri (Art Direction), Julian Stauffer (Team Lead Creation), Manuela Rüegg (Produzentin, Regieassistenz), Valentina Sproge-Werndli (DoP), Davide Arizzoli (Kamera), Aline Piazza (Kamera), Alessandro Aellig (Postproduktion), Cédric Feusi, Luca Giugliano (Digital Marketing & Mediaplanung). Externe Partner: Peter Brönnimann (Text), Johannes Raggio (Text), Jyri Pasanen (Regie), Raphael Werner (Gaffer), Nils Rausch (Beleuchter), Vicky Ramsay (Beleuchterin), Annina Geeser (Ausstattung), Aurelia Buchli (Ausstattungsassistenz), Emilie Fischer (Ausstattungsassistenz), Amanda Brooke (Styling, Hair & Make-up), Lea Mannale (Runner), Marysol Fernandez (Casting), Marko Strihic (Editing), Adriel Pfister (Grading).

Foundry und Liqid setzen auf Smart Money

Foundry gewinnt Liqid als neuen Kunden. Eine aktuelle Kampagne für die Smart Money Portfolios hebt die Vorteile der digitalen Vermögensverwaltungsplattform für Privatanleger:innen hervor.

Liqid positioniert sich als unkomplizierte Möglichkeit für Privatanleger:innen, ihr Portfolio zu diversifizieren. Dabei wird besonders die Integration von Private Equity in den Smart Money Portfolios hervorgehoben. Unter dem Claim «Join the smart Money» rückt die Kampagne die Vorteile der Vermögensverwaltungslösungen in den Fokus. Die Headlines greifen die Vielseitigkeit der Smart Money Portfolios auf, und die Steady-Line «Das ist Smart Money» positioniert Liqid als Vorreiter in der digitalen Vermögensverwaltung.

Die Massnahmen sind seit Anfang Februar auf reichweitenstarken Online-Medien und Publikationen wie der Wirtschaftswoche, dem Tagesspiegel oder dem Handelsblatt zu sehen. Bei der Asset-Erstellung kamen unter anderem auch KI-gestützte Prozesse zum Einsatz.


Verantwortlich bei Liqid: John Hein (Head of Marketing), Tim Hrymon (Creative Operations Manager), Sampo Hänninen (Creative Director). Verantwortlich bei Foundry: Lennart Frank (Creative Direction Concept & Copy), Anke Heyser Ramos (Account Management), Marcos Sequeira (Art Direction), Leon Marenbach (Senior Copywriter), Louis Bouteille (Motion Design), Gregor Wollenweber (Production), Sacha Moser (Brand Strategy).

Studio Wurst provoziert für The Big Smoke

Die Agentur Studio Wurst wirbt mit einer provokanten Kampagne für die elfte Ausgabe des Zigarren-Events «Big Smoke» und inszeniert den Anlass als stilvolles Genusserlebnis für Aficionados.

Mit pointierten Headlines will die Kampagne das Lebensgefühl echter Aficionados ansprechen und bringt den Genussmoment und das Ritualhafte des Zigarrenrauchens auf den Punkt. Dabei wird «The Big Smoke» sowohl als Event wie auch als Lebensgefühl inszeniert. Laut Tobias Hüberli, Verlagsleiter von Salz&Pfeffer, habe die Kampagne von Studio Wurst dem Event zu mehr Sichtbarkeit denn je verholfen.

Die Sujets sind ab sofort in Fach- und Publikumsmagazinen, Online, auf Plakaten sowie in den Medienkanälen des Verlags Salz & Pfeffer zu sehen.


Verantwortlich bei Salz&Pfeffer: Tobias Hüberli. Verantwortlich bei Studio Wurst: Pedro Moosmann, Nino Zuberbühler. Kreation: Sandro Heierli, Tobias Natterer.

Die Schweiz reguliert Social Media womöglich doch noch

2023 hat der Bundesrat die Regulierung grosser Internetplattformen wie Google, Facebook, Youtube und Co. angestossen. Doch einen Gesetzesvorschlag verschob die Regierung seither immer wieder. Das soll sich bald ändern, wie Bundesrat Albert Rösti ankündigt.

(Symbolbild: Unsplash.com)

Was der Digital Services Act (DSA) in der EU regeln soll, könnte bald auch für die Schweiz gelten. Zumindest soll eine Vorlage zur sogenannten Plattformregulierung bereit liegen. Dies sagte Bundesrat Albert Rösti am Rande einer Debatte im Nationalrat, wie die Parlamentsdienste berichten. «In absehbarer Zeit» werde der Gesetzesentwurf wieder in den Bundesrat kommen, kündigte der Vorsteher des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation Uvek an.

Vor drei Wochen hatte die Exekutive sich zwar mit einer entsprechenden Vorlage befasst, dann aber entschieden, sie auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Zu den Kritikern dieses Aufschubs gehört die Organisation Algorithmwatch CH. Sie forderte in einem offenen Brief den Bundesrat auf, die Regulierung von Onlineplattformen wie Instagram, X oder Google nicht weiter zu verzögern. Die «intransparenten Algorithmen und willkürlichen Regeln auf Onlineplattformen sowie die Konzentration von Markt- und Meinungsmacht bei den wenigen Technologieunternehmen dahinter stellen eine Gefahr dar – für unsere öffentliche Debatte, für das Wohlergehen und die Grundrechte einzelner Nutzenden», warnt die Organisation. Laut ihrer Mitteilung signierten den Brief binnen zwei Wochen 24 Organisationen, 1600 Menschen und 40 prominente Erstunterzeichnende, darunter Mitglieder aller Bundeshausfraktionen. Algorithmwatch CH will die Unterschriftensammlung am 7. Mai mit einer Kundgebung auf dem Bundesplatz abschliessen und das Schreiben dann an den Bundesrat abschicken. (René Jaun/yzu/msc/jor)


Dieser Artikel erschien zuerst in der Netzwoche.

Zwei Neuzugänge in der Fachjury des «Swiss Out of Home Award»

Am 4. September 2025 werden in Zürich die «Swiss Out of Home Awards» verliehen. Die Fachjury erhält in diesem Jahr Unterstützung von den beiden neuen Mitgliedern Antonia Lepore und Stefan Hürlemann.

Antonia Lepore und Stefan Hürlemann sind die neusten Jurymitglieder des Swiss Out of Home Awards. (Bilder: zVg.)

Die 14-köpfige Jury wird die besten Arbeiten in der Schweiz im Bereich analoge und digitale Aussenwerbung bewerten. «Die Jury setzt sich intensiv mit jeder eingereichten Arbeit auseinander – unabhängig, kompetent und mit Blick für Qualität. Ausgezeichnet werden Kampagnen, die gestalterisch herausragen, überraschende Perspektiven eröffnen und kommunikative Kraft entfalten», erklärt Christian Brändle, Jurypräsident und Direktor des Museums für Gestaltung Zürich.

Die Jury setzt sich aus Vertreter:innen verschiedener Bereiche zusammen, darunter Kultur, Mediaplanung, Agenturen, Kreativschaffende und der auftraggebenden Wirtschaft. Im Jahr 2025 scheiden Monica Märchy von Studio Way und Melanie Felder von Amag Import aus dem Gremium aus, während Antonia Lepore von Axa Schweiz und Stefan Hürlemann von Skala Design ihre Plätze übernehmen.

Die Jury des Swiss Out of Home Award im Überblick.

Die Preisverleihung findet im Rahmen des Events WOOHW! statt, der vom Verband Aussenwerbung AWS in der Stage One Event & Convention Hall in Zürich durchgeführt wird. Den Auftakt macht eine Fachkonferenz für geladene Gäste. Danach werden die «Swiss Out of Home Awards» in fünf Kategorien verliehen. Durch die Award Night führt Moderatorin und Journalistin Bigna Silberschmidt. Zum Abschluss gibt es eine Dinner-Party mit Musik und viel Networking-Gelegenheiten.

Kuble – House of Intelligence entwickelt KI-Avatar für mentale Gesundheit

Kuble – House of Intelligence hat für die Webplattform «Etwastun?!» den KI-Avatar «Ella» entwickelt. Die Anwendung wurde in Zusammenarbeit mit Angestellte Schweiz und WorkMed entwickelt und soll niederschwellige Hilfe für psychische Herausforderungen bieten.

«Ella» ist ein KI-basierter Avatar, der keine psychologische Fachkraft ersetzen, sondern vielmehr als digitale Gesprächspartnerin Wissen vermitteln und zur Selbstreflexion anregen soll. Entwickelt wurde sie auf Grundlage von arbeitspsychologischer Forschung und den fachlich geprüften Inhalten der Webplattform «Etwastun?!». Nutzer:innen können in Text- und Spracheingaben mit «Ella» kommunizieren, wobei die Gespräche anonym und sicher bleiben.

Die Anwendung soll Menschen in belastenden Situationen helfen, indem sie psychische Themen ansprechbar macht, ohne dabei Diagnosen zu stellen oder therapeutische Eingriffe vorzunehmen. Olivia Schiffmann, Partnerin bei Kuble, erklärt: «Wir haben ‹Ella› so entwickelt, dass sie evidenzbasiertes psychologisches Wissen auf respektvolle Weise zugänglich macht – rund um die Uhr, sicher und anonym.»

Digitale Ersthilfe

Psychische Belastungen sind oft mit Scham und Unsicherheit verbunden. Digitale Gesprächspartner wie «Ella» zielen darauf ab, diese Hürde senken und den Einstieg in die Auseinandersetzung mit dem eigenen Wohlbefinden zu erleichtern. Als jederzeit und ortsunabhängig zugängliche Lösung ist Ella dort verfügbar, wo Unterstützung gebraucht wird.

Die technische Infrastruktur von «Ella» basiert auf Schweizer Rechenzentren und erfüllt Angaben zufolge sämtliche Anforderungen an Datenschutz und ethische Standards.

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