Online-Spiel macht die Energiewende erlebbar

Die Universitäten Bern und della Svizzera italiana haben das Online-Spiel «Ensured Energy» lanciert. Das Spiel veranschaulicht die Herausforderungen, mit denen die Schweiz auf dem Weg zur Energiewende bis 2050 konfrontiert ist.

Die Schweiz hat sich verpflichtet, bis 2050 ihr Energiesystem auf Netto-Null umzustellen. Zentrales Element dabei ist das Ausbau erneuerbarer Energien. Forschende der Universität Bern und der Università della Svizzera italiana haben im Rahmen des Bundesförderprogramms SWEET das Online-Spiel «Ensured Energy» entwickelt, in dem Teilnehmende die Schweizer Energieversorgung der kommenden 30 Jahre simulieren und steuern können. Das Spiel soll das Verständnis für komplexe Zusammenhänge innerhalb der Schweizer Energiepolitik stärken.

Energietransition erlebbar gemacht

In «Ensured Energy» treffen die Spielenden Entscheidungen zu Energieinfrastruktur, Stromimporten sowie politischen Massnahmen und sehen direkt die Auswirkungen ihrer Wahl auf die Versorgungssicherheit. Dabei treten auch unerwartete Ereignisse auf, etwa extreme Wetterlagen oder schwankende Energiepreise.

Meinungsbildung im Fokus

Das Projekt entstand unter der Leitung von Isabelle Stadelmann-Steffen, Professorin für Vergleichende Politik an der Universität Bern. Ihr Team lieferte thematische Grundlagen, während die Forschenden der Università della Svizzera italiana für das Game Design, die Modellentwicklung und technische Umsetzung verantwortlich waren. «Unser Ziel ist es, dass es Spielerinnen und Spielern dank des Spiels leichter fällt, sich eine Meinung zu energiepolitischen Alternativen auf dem Weg zu Netto-Null zu bilden», erklärt Stadelmann-Steffen.

Das Bundesamt für Energie (BFE) unterstützt das Spiel finanziell im Rahmen des SWEET-Konsortiums «Sustainable and Resilient Energy for Switzerland» (SURE), das nachhaltige Energielösungen für die Schweiz erforscht. Das Spiel ist zugleich Teil einer Bevölkerungsumfrage, die untersucht, ob solche interaktiven Angebote die Meinungsbildung und das Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit zur Energiewende stärken. Ergebnisse dieser Studie liegen noch nicht vor.

Santiago Calatrava gestaltet Kunstausgabe der NZZ

Der spanisch-schweizerische Architekt Santiago Calatrava übernimmt die künstlerische Gestaltung der NZZ-Kunstausgabe vom Samstag. In der Sonderausgabe gibt Calatrava zudem Einblick in seine Arbeitsweise und seinen Bezug zur Stadt Zürich.

(Bilder: 2025, NZZ Art, Santiago Calatrava))

Bekannt für markante Bauten wie Brücken und Bahnhöfe, gestaltet der in Zürich wohnhafte Architekt Santiago Calatrava die diesjährige Kunstausgabe der NZZ. Seine Arbeit zeichnet sich durch organische Formen aus und bewegt sich im Spannungsfeld von Architektur, Kunst und Natur. «Meine Methode besteht darin, sehr viele Skizzen und Zeichnungen zu machen. Das serielle Arbeiten bringt einen dorthin, wohin man gar nicht gelangen wollte», erläutert Calatrava im Interview mit Roman Bucheli, dem stellvertretenden Leiter des Ressorts Feuilleton bei der NZZ.

Calatrava, der ursprünglich aus Valencia stammt, beschreibt seine heutige Wahlheimat Zürich als Stadt, die für ihn eine künstlerische Offenbarung wurde: «Die Nüchternheit in Zürich, die Stille und zugleich das Licht in dieser Stadt am See, das alles bedeutete eine Befreiung. Ich atmete wieder leichter. Hier erlebte ich den Aufbruch in eine neue Kunst, denn ich habe Architektur immer als Kunst verstanden.»

Exklusiv zur Kunstausgabe hat Calatrava für die NZZ eine Serie von 25 Aquarellen sowie eine limitierte Edition mit zwei Lithografien geschaffen, welche ab Samstag im Shop der Zeitung erhältlich sind.

Bold flucht weiter für die GVB

Die Kampagne von Bold für die Gebäudeversicherung Bern GVB geht in die dritte Runde. Und auch dieses Mal wird wieder ordentlich geflucht – allerdings in einem weiterentwickelten Look. Die Botschaft: Fluchen ist gut, schützen ist besser.

Mit der Fachstelle Naturgefahren unterstützt die Gebäudeversicherung Bern GVB die Berner Bevölkerung dabei, ihr Zuhause vor Unwetterschäden zu schützen. Die dazugehörige Kampagne wurde 2023 lanciert (Markt-kom.com berichtete). Die neu lancierte Welle thematisiert Schäden durch Unwetter thematisiert. Ob ein überfluteter Keller, durch Hagelkörner zerschlagene Storen oder vom Sturm heruntergerissene Ziegel: Die Kampagne zeigt auf, wie wichtig Prävention zum Schutz des Daheims ist. Beachten Gebäudeeigentümer:innen einige Dinge, können sie kostspielige und zeitintensive Schäden verhindern.

Vordenken statt nachfluchen

Damit der Keller bei starkem Regen trocken bleibt, sollten Gebäudeeigentümer:innen schon beim Bau des Gebäudes Abdichtungen, Schutzbarrieren und Rückstauklappen einplanen. Droht Hagel, rät die GVB Eigentümer:innen und Mietenden, die Rollläden hochzuziehen. So bleiben sie unversehrt. Und bevor ein Sturm aufzieht, ist es sinnvoll, das Dach auf lose Ziegel zu kontrollieren. Weitere konkrete Tipps gibt die Fachstelle Naturgefahren der GVB Gebäudeeigentümer:innen auf ihrer Website an die Hand.

Die Kampagne wird über Engagement Ads, Social-Media-Posts, Site Ads, TV-Spots und Plakate im Kanton Bern ausgespielt.


Verantwortlich bei GVB: Daniel Hofer, Team Kommunikation. Verantwortliche Agentur: Bold.

Engadin Samnaun Val Mustair startet Kampagne «Mach’s besser»

Die Ferienregion Engadin Samnaun Val Müstair startet mit der Kampagne «Mach’s besser» in die Sommersaison. Mit einem Augenzwinkern lädt die Bündner Destination zu erholsamen Ferien in den Bergen ein. Der Höhepunkt der Kampagne ist für Ende Juni geplant.

Mit Humor und einer Portion Selbstironie rückt die Kampagne entspannte Erlebnisse ins Zentrum und hält hektischen Reisesituationen charmant den Spiegel vor. «Mit unserer Kampagne zeigen wir eine Ferienalternative mit viel Raum für Erholung. Und zwar abseits der überlaufenen Tourismus-Hotspots, wie man sie aus den Medien kennt», erklärt Franz Thomas Balmer, Vizedirektor und Leiter Marketing der Ferienregion. Gemeinsam mit seinem Team zeichnet er verantwortlich für die Konzeption und Umsetzung.

Inspiration statt To-do-Listen

Zentrales Element der Kampagne ist dabei eine Landingpage, die anstelle klassischer To-do-Listen eine All-you-can-Inspiration bietet. Quasi ein digitales Ideenbuffet für besondere Ferienerlebnisse. Angelehnt an das bekannte «All-you-can-eat»-Prinzip erhalten Gäste humorvoll formulierte Vorschläge, wie zum Beispiel «Fisch deinen Fisch» beim Fliegenfischen. Ein begleitender Wettbewerb auf Social Media lädt Gäste ein, ihren persönlichen #machsbesser-Moment zu teilen. Zu gewinnen gibt es drei «All-you-can»-Wochenenden in den Regionen Engadin, Samnaun oder Val Müstair.

Finale mit Überraschungseffekt

Der Höhepunkt der Kampagne folgt ab Ende Juni und verspricht, für zusätzliche Aufmerksamkeit zu sorgen. Die kreative Idee und Umsetzung dafür stammt von der Zürcher Werbeagentur Wirz. Details werden in den kommenden Wochen kommuniziert.

Zimmermann Communications inszeniert Rapsöl als Must-Have

In der aktuellen Basiskampagne für den Verein Schweizer Rapsöl inszeniert Zimmermann Communications das einheimische Speiseöl als Must-Have für jede Küche.

Die Kampagne zeigt die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten des einheimischen Speiseöls, vom schnellen Studentenessen über den Weekend-Brunch bis zum Familienklassiker. Dabei wird Rapsöl als verbindendes Element zwischen Generationen, Lebensstilen und Essgewohnheiten inszeniert. Der Claim «Gehört in jede Küche.» und die lebensnahen, authentischen Spots sollen Lust machen und Qualität und Schweizer Herkunft hervorheben.

Das Konzept ist bewusst auf mindestens drei Jahre ausgelegt. Die flexible Leitidee lässt sich für zukünftige Wellen und Formate weiterentwickeln. Zu sehen ist die Kampagne seit Ende April in der Deutsch- und Westschweiz im TV, DOOH und Online.


Verantwortlich bei Verein Schweizer Rapsöl: Luana Monopoli, Marketing & Kommunikation. Verantwortlich bei Zimmermann Communications: Creative Direction: Christoff Strukamp, Art Direction: Julia Hofmann, Text: Sophie Güntensperger, Projektleitung: Lara Cavelti, Gesamtverantwortung: Dominik Mätzener. Filmproduktion: Marty–Trezzini. Tonstudio: Dubdub Studios.

Let’s talk about women’s football: Volta entwickelt visuelle Identität der SFV-Legacy

Für den Schweizer Frauenfussball von morgen: Volta Studio entwickelt die visuelle Identität der SFV-Legacy «Here to stay».

Mit der Uefa Women’s Euro 2025 im eigenen Land nutzt der Schweizerische Fussballverband (SFV) die Bühne nicht nur für das Turnier, sondern auch für ein langfristig angelegtes Förderprogramm: Die SFV-Legacy vereint über 20 Projekte zur gezielten Stärkung von Mädchen und Frauen im Schweizer Fussball.

Unter dem Claim «Here to stay» bekräftigt der SFV, dass die im Umfeld der Euro 2025 angestossenen Massnahmen über das Turnier hinaus wirken sollen. Ziel ist, bis 2027 die Zahl der aktiven Spielerinnen, Trainerinnen, Schiedsrichterinnen und Funktionärinnen zu verdoppeln.

Volta Studio hat für dieses Zukunftsprogramm eine eigenständige visuelle Identität entwickelt. Diese bündelt die SFV-Legacy gestalterisch und transportiert die Werte des Verbands klar. Der neue Look soll für nachhaltige Entwicklung und Fortschritt stehen – bewusst abgelöst von gendertypischen Klischees.

Der Auftritt wird seit Dienstag im Rahmen der Pressekonferenz in der Barfüsserkirche in Basel, schrittweise auf digitalen Plattformen, bei Veranstaltungen und an physischen Orten eingeführt. Die begleitende Website Heretostay.ch wurde von Mutoco konzipiert und umgesetzt.


Verantwortlich beim Schweizerischen Fussballverband SFV: Alice Holzer, Dominik Erb, Nils Sommer. Verantwortlich bei Volta Studio: Isabelle Lindner, Selina Muth, Janika Schweizer. Website (Design/Code): Mutoco.

Wie Schweizer Jugendliche KI in ihren Alltag integrieren

Über zwei Drittel der Schweizer Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren haben bereits einmal KI-Tools genutzt oder verwenden sie regelmässig. Die Einstellung zur Technologie variiert je nach Geschlecht, Wohnort und Nutzungserfahrung. Dies geht aus der James-Focus-Studie hervor.

(Symbolbild: Unsplash.com)

Künstliche Intelligenz hat bei Schweizer Jugendlichen einen festen Platz eingenommen. 71 Prozent der befragten 12- bis 19-Jährigen haben KI-Tools schon einmal eingesetzt, viele nutzen sie bereits regelmässig, wie aus der James-Focus-Studie der ZHAW und Swisscom hervorgeht. Die Focus-Studie baut auf der James-Studie von November 2024 auf und legt den Schwerpunkt auf den Alltagseinsatz bei Teenagern.Mit zunehmendem Alter steigt die Nutzungsrate demnach deutlich: Bei den 18- bis 19-Jährigen setzen bereits 84 Prozent auf KI-Tools, bei den 12- bis 13-Jährigen erst rund die Hälfte. Für die repräsentative Studie wurden 1183 Jugendliche aus der Deutschschweiz, der Romandie und dem Tessin befragt.

Überwiegend schulische Nutzung

Die Ergebnisse zeigen, dass Jugendliche KI-Technologien vor allem zu schulischen Zwecken einsetzen, wie etwa für Recherchen, zur Erklärung von Themen, zum Aufzeigen von Lösungswegen oder zur Textgenerierung. Die Nutzung zu Unterhaltungszwecken, etwa mit Chatbots oder Bildgeneratoren, spiele hingegen eine untergeordnete Rolle.

Favorit ist ChatGPT

In der Welt der KI-Anwendungen dominiert ChatGPT. Das Tool werde von den befragten Jugendlichen mit Abstand am häufigsten genutzt. Dies lasse sich vermutlich darauf zurückführen, dass es als erstes Tool einer breiten Öffentlichkeit kostenlos zur Verfügung stand.

Auf den weiteren Plätzen folgen «My AI», der Chatbot von Snapchat, und Microsofts Copilot. «My AI» sei besonders bei Mädchen beliebt, was wahrscheinlich mit der generell hohen Nutzung von Snapchat unter Jugendlichen zusammenhänge. Insgesamt wurden in der Studie 67 verschiedene KI-Anwendungen genannt.

Vorsichtiger Optimismus statt blinde Euphorie

«Die Studie zeigt ein differenziertes Bild: Die meisten stehen der Technologie vorsichtig optimistisch gegenüber. Sie sind nicht bedingungslos euphorisch, sondern reflektiert», lässt sich ZHAW-Forscher und Co-Studienleiter Gregor Waller zitieren. Regelmässige Nutzer:innen seien der Technologie gegenüber positiver eingestellt. Dies zeige sich besonders bei der Informationssuche, möglicherweise aufgrund des unmittelbar erlebten Mehrwerts. Die Studienergebnisse deuten auf eine Wechselwirkung hin: Jugendliche, die mit KI gute Erfahrungen machen, entwickeln mehr Vertrauen – und umgekehrt.

Die Einstellung zur KI werde ausserdem stark von individuellen Lebenswelten, Interessen und alltäglichen Erfahrungen beeinflusst. Auffällig sind dabei geschlechtsspezifische Unterschiede: Mädchen bewerteten KI signifikant negativer als Jungen, wie es weiter heisst. Die Forschenden vermuten, dass dies auf sozial geprägte Vorbehalte, stereotype Rollenbilder oder ein geringeres Vertrauen in die eigenen technischen Fähigkeiten zurückzuführen sein könnte. Auch der Wohnort spiele eine Rolle. Jugendliche aus städtischen Gebieten stünden KI offener gegenüber als ihre Altersgenossen auf dem Land.

Herausforderungen für Bildung und Erziehung

Da KI die Lebenswelt junger Menschen zunehmend prägen wird, halten die Studienautor:innen es für essenziell, Jugendlichen den Zugang zu KI-Technologien zu ermöglichen und sie zu einem reflektierten, verantwortungsvollen Umgang zu befähigen. Sie weisen darauf hin, dass KI-User sich im schulischen und beruflichen Kontext Vorteile verschaffen könnten – etwa durch effizienteres Lernen, bessere Bewältigung komplexer Aufgaben oder gesteigerte Produktivität.

Die schnelle technologische Entwicklung stelle sowohl Pädagog:innen als auch Eltern vor neue Herausforderungen. «Die technischen Entwicklungs-Schritte sind eine grosse Herausforderung. Wir sind gut beraten, dass wir als Eltern und Pädagogen uns aktiv um das Thema bemühen, um unsere Kinder und Jugendlichen bestmöglich begleiten zu können», betont Michael In Albon, Jugendmedienschutz-Beauftragter bei Swisscom.

Um die Fähigkeit zum kritischen Hinterfragen zu stärken, soll das Vertrauen der Jugendlichen in ihre eigenen Fertigkeiten und Kenntnisse gefördert werden. Häufig fehle ein differenziertes Verständnis über Risiken und Chancen von KI – ebenso bei Erwachsenen. Es sei deshalb empfehlenswert, wenn Jugendliche und Eltern gemeinsam die neuen Technologien erkunden. (Tanja Mettauer/NetzKI Bot/rja)


Dieser Artikel erschien zuerst in der Netzwoche.

Salz & Water für Flank: intuitive Brand Identity für intuitive KI

Die Zürcher Agentur Salz & Water positioniert das Berliner Legal‑AI‑Unternehmen Flank mit der Leitidee «Legal intelligence beyond artificial» und übersetzt das intuitive Tool‑Erlebnis in einen unkonventionellen Markenauftritt.

Legal-Tech bringt laufend neue Tools auf den Markt, was jedoch oft zusätzliche Komplexität bedeutet. Flank entschied sich für einen radikalen Gegenentwurf und positioniert sich nicht als weitere Software, sondern als «lebendige Intelligenz», die sich unsichtbar mit E‑Mails, Dokumenten und Chats verwebt.

In Interviews und Marken‑Sprints identifizierte Salz & Water dieses intuitive Erleben als differenzierendes Moment unter dem Leitsatz «Legal intelligence beyond artificial». Flank wird als symbiotische, mitlernende Präsenz positioniert, die menschliches Denken erweitert und eine neue Kategorie jenseits klassischer Legal‑Tech begründet. Diese Leitidee dient als Nordstern für Produkt‑Roadmap, Kommunikation und Design.

«Unsere Strategie zielte darauf ab, Flanks Legal AI nicht als reine Funktion, sondern als symbiotische Intelligenz zu positionieren – nahtlos eingebettet, selbstlernend und so intuitiv, dass sie sich wie ein natürlicher Teil juristischen Denkens anfühlt», erklärt Fréderic Praplan, Brand Strategy Director und Managing Partner bei Salz & Water.

Markenidentität zwischen Bytes und Botanik

Gemeinsam mit dem Genfer Studio Andhüman verwandelte Salz & Water die Strategie in ein organisches Erscheinungsbild. Herzstück ist ein dynamischer Asterisk, der wie ein digitaler Farn aufblüht und das symbiotische Zusammenspiel von Mensch und Maschine symbolisiert. Dunkle Grundtöne treffen auf leuchtende Akzente und schaffen eine Bildwelt, die sich klar von herkömmlichen Tech‑Ästhetiken abhebt.


Verantwortlich bei Flank: Lilian Breidenbach (Co‑Founder & Managing Director), Jake Jones (Co‑Founder & Managing Director). Verantwortlich bei Salz & Water Agency: Matthias Kadlubsky (Creative Direction), Fréderic Praplan (Brand Strategy), Christian Schickler (Digital Strategy), Yoshiya Abiko (Design). Verantwortlich bei Andhüman: Ala Ho (Design Strategy), Ania Martowska (Art Direction).

Kommunikation in der Zeitenwende: HarbourClub legt «CCO Compass 2025» vor

Der HarbourClub hat am SwissMediaForum den «CCO Compass 2025» vorgestellt. Dieser soll den Kommunikationsverantwortlichen in Unternehmen Orientierung für den Umgang mit Herausforderungen wie Polarisierung und Fake News bieten. Die Publikation enthält Empfehlungen, wie Unternehmen ihre Kommunikation strategischer ausrichten und Stakeholder-Beziehungen bewusster gestalten können.

Unter dem Eindruck von zunehmender Fragmentierung und Polarisierung der Öffentlichkeit sowie der wachsenden Problematik rund um Fake News sieht der HarbourClub dringenden Handlungsbedarf bei Unternehmen. Gemäss dem neu vorgelegten «CCO Compass 2025» sollten Kommunikationsverantwortliche verstärkt als Stakeholder-Relationship-Manager:innen agieren, um eine aktivere Rolle im Unternehmen einnehmen und die Glaubwürdigkeit der Kommunikation sicherstellen zu können.

Die Publikation entstand anlässlich des 25-Jahre-Jubiläums des HarbourClubs unter Mitwirkung der rund 100 Mitglieder und wurde erstmals am Swiss Media Forum in Luzern präsentiert. Sie formuliert dreizehn konkrete Massnahmen als Empfehlung für fünf zentrale kommunikative Handlungsfelder. Dazu gehören insbesondere die Vertrauensbildung, der Umgang mit einer fragmentierten Öffentlichkeit sowie die Positionierung zu gesellschaftspolitisch relevanten Fragen. Unternehmen stehen dabei häufig vor der Entscheidung, sich öffentlich zu kontroversen Themen zu äussern oder bewusst zurückzuhalten. Laut HarbourClub sollte Haltung künftig stärker strategisch und weniger taktisch bezogen werden. In den letzten Jahren sei dies oft «aus einer Laune heraus oder aus der Befindlichkeit einzelner Führungspersonen im Unternehmen» passiert.

Eine informelle Befragung unter Schweizer Kommunikationsverantwortlichen zeigt, dass vor allem beim Klimawandel, Nachhaltigkeitsthemen, der Beziehung der Schweiz zur EU sowie Fragen rund um sozialen Frieden Stellungnahmen von Unternehmen erwartet werden. Hinzu kommen branchenabhängige Themen wie geopolitische Entwicklungen und der Umgang mit Technologie und künstlicher Intelligenz.

In Zukunft – der Zeitenwende, wie es der HarbourClub formuliert – werde die Kommunikation anspruchsvoller, wobei faktenbasiertes, transparentes und konsistentes Storytelling entscheidend seien. Hans-Peter Nehmer, Präsident des HarbourClubs, fasst wie folgt zusammen: «Die Kommunikationschefin beschäftigt sich nicht mehr nur mit dem ‹Senden›, sondern mit der Gestaltung von Beziehungen zu allen Stakeholder-Gruppen. Das heisst auch zuhören und in Dialog treten. Wir müssen künftig noch stärker auf Fakten und Transparenz achten. Die Kommunikationschefs sollten in einer Position sein, für das Unternehmen Verantwortung für die Aufrichtigkeit der Kommunikation übernehmen zu können. Eine Kommunikationsabteilung, die lediglich ‹interner Dienstleister› ist, und nicht steuernde Funktion, ist früher oder später ein Reputationsrisiko.»

Klar schärft Arbeitgebermarke der APGN

Die Agentur Klar Employer Branding hat für die Alters- und Pflegeheime Glarus Nord APGN die Arbeitgebermarke positioniert sowie auch die neue Webseite realisiert.

Im Zentrum der Zusammenarbeit zwischen Klar und der APGN stand zunächst ein Workshop, in dem mittels Canvas-Methodik die zentralen Arbeitgeberwerte identifiziert und zu einer prägnanten Employer Value Proposition verdichtet wurden.

In einer zweiten Phase erfolgte die komplette Neukonzeption der Unternehmenswebsite mit Integration der neuen Arbeitgeberseite. Dazu gehören UX/UI, Entwicklung der Bildwelt und Icons sowie die Programmierung.

Der Neuauftritt soll die APGN als attraktive Arbeitgeberin in der Region etablieren und qualifizierte Fachkräfte für die wichtige Arbeit in der Alterspflege gewinnen. Bewohnende, potenzielle Bewohnende sowie Angehörige, Besuchende und Behörden werden gleichermassen angesprochen, um die Qualitäten und Dienstleistungen eindrücklich zu vermitteln.

Für einen nächsten Schritt in der Kommunikation wird Klar eine Social-Media-Strategie erarbeiten, die Stelleninserate gestalten und ein Newsletter-Konzept entwickeln, um die Unternehmens- und Arbeitgebermarke weiter zu stärken.


Verantwortlich bei APGN: Harald Klein, Erna Lobnig, Ruth Rüegsegger, Raphael Baumgartner. Verantwortliche Agentur: Klar Employer Branding. Fotograf: Samuel Trümpy.

Lumina Health für KSA Aarau: Damit die Luft nicht ausgeht

Die Agentur Lumina Health lanciert für das Kantonsspital Aarau eine Kampagne zu Pneumologie, Thoraxchirurgie und Schlafmedizin. Im Zentrum stehen die Erfahrungen der Patient:innen und medizinische Expertisen.

Die aktuelle Kampagne «Luft – Lunge – Leben» des Kantonsspitals Aarau KSA soll das Bewusstsein für die Bedeutung gesunder Atemwege und umfassender Versorgung bei Lungen- und Thoraxerkrankungen stärken. «Mit dieser Omnichannelkampagne setzen wir neue Akzente in der Kommunikation zu Lungengesundheit – innovativ, aufmerksamkeitsstark und auf allen Kanälen präsent», sagt Tarja Zingg, Kampagnenleiterin und Geschäftsführerin von Lumina Health. «Uns war es wichtig, die Vielschichtigkeit pneumologischer und thoraxchirurgischer Erkrankungen aus der Sicht der Patient:innen und der Ärzteschaft zu vermitteln.»

Informativ und nahbar zugleich

Im Zentrum steht ein informatives Magazin, das Fachinputs, Patient:innengeschichten, nützliche Tipps für den Alltag sowie spielerische Elemente wie ein Comic und eine Rätselseite vereint. Begleitend dazu wird die Kampagne auf verschiedenen Kanälen gespielt – von Social Media über Veloboxen bis hin zu animierten Inhouse-Screens.

Das Kampagnenvisual verbindet Rationalität mit Emotionalität – zwei vermeintliche Gegensätze, die in der Medizin eng miteinander verbunden sind. Die Mischung aus KI-generierter Lungenvisualisierung und verspielten Illustrationen soll dieses Spannungsfeld widerspiegeln.


Verantwortlich beim KSA: Julien Buro, Ralph Schröder, Claudia Morach, Johanna Häseli; verantwortlich bei Lumina Health: Tarja Zingg (Strategie, Konzept), Corinne Dietziker (Design), Lena Rauh (Projektleitung), Steph Kohler (Lektorat); Fotografie: Phil Wenger.

Stärkung der Medienvielfalt: Historische Kooperation zwischen SRG und VSM

Die SRG und der Verlegerverband Schweizer Medien VSM haben eine Einigung erzielt, um die Medienlandschaft in der Schweiz zu stärken und die Versorgung der Bevölkerung mit fundierten, unabhängigen Informationen zu sichern. Im Fokus stehen die digitale Ausrichtung der SRG und eine verstärkte Zusammenarbeit mit privaten Medien.

In einer historischen Vereinbarung haben die SRG und der Verlegerverband gemeinsam Massnahmen beschlossen, um die Medienvielfalt in der Schweiz zu fördern. Es ist das erste Mal, dass öffentliche und private Medien in der Schweiz eine derartige Zusammenarbeit eingehen.

Diese Kooperation umfasst unter anderem die Reduzierung des digitalen Angebots der SRG, die künftig verstärkt auf Audio- und Videoformate setzt. Zudem wird sie weiterhin auf Werbung im Online-Angebot verzichten und «ausländische Plattformen wie YouTube oder Instagram nur ausnahmsweise» nutzen, wie es heisst. Auch werde die SRG ihre Textbeiträge auf 2400 Zeichen begrenzen und auf textbasierte Liveticker bei exklusiv übertragenen Sportereignissen verzichten. Ergänzend wird die SRG, wo redaktionell sinnvoll, auf Beiträge privater Schweizer Medien verlinken und damit deren Reichweiten stärken.

Bei Sportübertragungen wird sich die SRG auf Inhalte konzentrieren, die von kommerziellen Anbietern nicht abgedeckt werden, und nimmt bei der Auswahl von Rechten verstärkt Rücksicht auf private Anbieter. Die SRG prüft hier aktiv Kooperationen wie beispielsweise Bietergemeinschaften, immer unter der Berücksichtigung der kartellrechtlichen Vorgaben. Auch werden Kooperationen gezielt ausgebaut, indem die SRG nutzbares Rohmaterial zur Verfügung stellt und sich an einer Replay-TV-Branchenlösung beteiligt. Zudem investiert sie den Grossteil ihrer Online-Marketingmittel bei privaten Schweizer Medienhäusern und setzt damit ein wichtiges Zeichen zur Stärkung des Werbemarkts Schweiz.

Streaming stärken, KI regulieren

Des Weiteren wurde vereinbart, dass die SRG ihre Streaming-Technologie teilt und auch private Medien ihre Inhalte auf der neuen digitalen SRG-Plattform mit dem Arbeitstitel «PlayNext» verbreiten können sollen. Zudem beteiligt sich die SRG an der Login-Allianz und deren Weiterentwicklung, unterstützt die regulatorischen Abklärungen für eine Login-Pflicht im eigenen Onlineangebot.

Auch wird eine gemeinsame koordinierte Haltung gegenüber der Künstlichen Intelligenz eingenommen: Die SRG wird ihre Inhalte für KI-Plattformen sperren, wenn auch die führenden Verlage dies tun. Zudem unterstützt sie regulatorische Initiativen des VSM zum Schutz journalistischer Inhalte im Urheberrecht (Leistungsschutzrecht und KI).
Durch die Vereinbarung schränkt sich die SRG also in zentralen Bereichen ein. Im Gegenzug bekennt sich der VSM zur Gebührenfinanzierung der SRG und spricht sich gegen die Halbierungsinitiative aus. Als nächstes wird die Vereinbarung der Wettbewerbskommission Weko zur kartellrechtlichen Prüfung vorgelegt. Die TX Group trägt die Vereinbarung nicht mit, wird aber weiterhin an den Gesprächen beteiligt sein – Ziel sei ein komplementäres Mediensystem zwischen privaten und öffentlichen Anbietenden. Zudem sollen die Schwesterorganisationen Médias Suisses und Stampa Svizzera die Einigung ebenfalls unterzeichnen.

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