Jung von Matt/brand identity integriert die Marke Wabco in ZF Friedrichshafen

Für die Akquisition des Nutzfahrzeugzulieferers Wabco durch ZF Friedrichshafen hat Jung von Matt/brand identity die passende Markenstrategie entwickelt. Auf Basis einer Brand Equity Transfer-Analyse erarbeiteten die Brandingspezialistinnen und -spezialisten die optimale Markenintegration, um den geschaffenen Markenwert der Marke zu erhalten und kapitalisieren.

Jung von Matt/brand identity

Wabco blickt auf eine 150-jährige Geschichte zurück. Bei der Akquisition durch den Automotive-Zulieferer ZF stellte sich die Frage, ob ZF die erworbene Marke Wabco integrieren sollte, um die eigene Marke und Marktposition zu stärken, oder ob die Marke Wabco weitergeführt werden sollte, um Kundenirritationen zu vermeiden und den geschaffen Markenwert zu erhalten.

 

Brand Equity Leverage-Effekte 

Auf Basis einer von Jung von Matt/brand identity durchgeführten Brand Equity Transfer-Analyse wurden die Marken Wabco und ZF verglichen. Im Falle einer Markenintegration und eines geplanten Re-Branding von Wabco zu ZF konnten im Brand-Redeployment-Modell positive Brand Equity Transfer-Effekte festgestellt werden. Aufgrund der hohen Markenstärke von ZF, dem Marken- und Business-Fit von Wabco und ZF und einem ausgeprägten Integrationsmanagement beurteilten Kunden und Stakeholder die Integration positiv und blieben loyal. Der Markenwert wird somit nicht vernichtet, sondern kapitalisiert und am Ende gesteigert.

Auf Basis dieser Ergebnisse hat Jung von Matt/brand identity Szenarien für die Markenintegration und das Re-Branding entwickelt und geplant. Im Frühsommer 2020 wurde die Marke Wabco schliesslich in ZF integriert und der Auftritt auf ZF umgestellt. In einzelnen, definierten Bereichen, wie zum Beispiel auf Produkteben oder im Aftermarket, wird die Marke Wabco weitergeführt.

 

Souveräne Signaletik

Im Zuge der Markenintegration wurde auch die ZF-Signaletik dem in 2017 eingeführten Corporate Design angepasst. Das ZF-Zeichen erscheint neu nicht mehr auf einer Fläche, sondern präsentiert sich als freigestelltes Logo. Jung von Matt/brand identity entwickelte das Gestaltungskonzept für die Nah- und Fernkennzeichnung und setzte dieses mit dem Signaletik-Spezialisten Kaufmann in Ulm um. Bei Tag erscheint das Logo in ZF-Blau, bei Nacht leuchtet es sichtbar weiss. Die neue Signaletik soll das ZF-Brand Design mit einem souveränen Zeichen für intelligente Mobilität und Automotivetechnologie der Zukunft komplettieren.

Jung von Matt/brand identity

Markenintegration

Verantwortlich bei ZF Friedrichshafen: Philipp Braun (Leiter Advertising & Corporate Design). Verantwortlich bei Wabco: Kim-Eva Daberkow (Global Brands Leader/ Global Marketing Communications Leader Truck). Verantwortlich bei Jung von Matt/brand identity: Dr. Thomas Deigendesch (Managing Partner).

Markensignaletik

Verantwortlich bei ZF Friedrichshafen: Philipp Braun (Leiter Advertising & Corporate Design). Verantwortlich bei Jung von Matt/brand identity: Christina Widman (Design Director); Boris Stoll (Design); Diana Geissel (Consulting).

TheIndustry lanciert DAB Display Ads

Die Zürcher Agentur TheIndustry und die Schweizer DAB-Netzbetreiberin Digris führen eine neue Werbeform ein. Neu können Display Ads direkt auf den Bildschirm von DAB-fähigen Autodisplays gestreamt werden.

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Bei den DAB Display Ads erscheint das Werbebild auf dem DAB Display, unabhängig vom Radiosender, der gerade gespielt wird. Ziel ist es, alle Autofahrerinnen und -fahrer in der Schweiz, wie auch die Beifahrerinnen und -fahrer, zu erreichen.

Aktuell sind gemäss Bundesamt für Statistik rund 1’031’000 PKW auf Schweizer Strassen mit Digital Audio Broadcasting ausgestattet. Jährlich kommen bis zu 300’000 weitere solcher Fahrzeuge hinzu. Der Bundesrat hat festgelegt, das terrestrische Analogradio UKW bis 2024 komplett durch die DAB-Technologie abzulösen. Zum Launch der DAB Display Ads haben TheIndustry und die Netzbetreiberin Digris zusammengespannt. Letztere verbreitet 60 Prozent aller Schweizer DAB-Radios.

 

Erste Kunden bereits an Bord 

Der Versicherer Smile.direct, der Kaffeehersteller Lattesso sowie die Seeklinik Brunnen schalten bereits nationale Kampagnen.  Joséphine Chamoulaud, Head Marketing & E-Commerce von Smile.direct: «Als Digitalversicherung sind wir immer wieder auf der Suche nach neuen, innovativen Möglichkeiten, um unsere Kunden zu erreichen. Mit der DAB Display Ad von TheIndustry sehen wir grosses Potential, Schweizer Autofahrer zur richtigen Zeit am richtigen Ort abzuholen.»

Auch die Verantwortlichen von Latesso sehen das Potential der neuen Werbemassnahme:  «Mit dem innovativen DAB Display Ad von TheIndustry bringen wir die Botschaft direkt als beste Pausenempfehlung ins Auto. Somit animieren wir mit unserer Botschaft (clean & safe) zielgenau zum Kauf beim nächsten Halt an der Tankstelle», erläutert Erich Kienle, General Manager bei Latesso.

TheIndustry

Löhne der Medienschaffenden stagnieren laut Studie seit 14 Jahren

Die Löhne der Medienschaffenden in der Schweiz haben in den letzten 14 Jahren stagniert. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Gewerkschaftsbundes und der Medienverbände Syndicom und SFJ-AJS. Das wirksamste Mittel gegen sinkende Löhne seien Gesamtarbeitsverträge (GAV).

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Der Medianlohn der Medienschaffenden lag zum Zeitpunkt der Befragung im Februar 2020 bei 7333 Franken, wie der SGB am Donnerstag in einer Mitteilung zur Studie schreibt. Das sind rund 800 Franken mehr als der Medianlohn aller in der Schweiz beschäftigten Personen gemäss Lohnstrukturerhebung des Bundes von 2018. Die 7333 Franken sind aber nur unwesentlich mehr als in der entsprechenden Studie zur Situation der Medienschaffenden von 2006.

In dieser hatte sich ein Medianlohn von 7200 Franken ergeben. 50 Prozent der Teilnehmenden verdienten also mehr, die anderen 50 Prozent weniger als diese Summe. Die Zahlen der neuen Studie sind allerdings nur bedingt vergleichbar, weil 2020 überdurchschnittlich viele SRG-Mitarbeitende und sehr viel mehr Freischaffende teilgenommen haben als vor 14 Jahren. Trotzdem lasse die neue Studie aussagekräftige Rückschlüsse zu, so die Autoren.

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Der höchste Medienlohn weist die Studie mit 7900 Franken für SRG-Mitarbeitende aus, gefolgt von jenen der Fachpublikationen (7’633 Franken), der Verbandspresse (7333 Franken), der Onlinepublikationen (7279 Franken) und der Printmedien (7143 Franken). Weit abgeschlagen rangieren Mitarbeitende der privaten TV- und Radiostationen mit einem Medianlohn von 5526 Franken.

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800 Franken mehr Lohn dank GAV

Die Auswertung belege auch deutlich den Wert eines Gesamtarbeitsvertrages (GAV) für das Lohnniveau in der Branche, heisst es in der Studie. Medienschaffende ohne GAV verdienten im Durchschnitt 800 Franken weniger im Monat als GAV-geschützte Mitarbeitende. Vor allem auf die tieferen Löhne würde sich ein GAV stabilisierend auswirken, kommt die Studie zum Schluss.

Von einem GAV profitieren jedoch nur die Mitarbeiter der Printmedien in der Romandie. Für Printmedien und deren Onlineprodukte in der Deutschschweiz sowie die privaten audiovisuellen Medien gibt es keinen GAV. Dabei habe in der Regel bessere Löhne, klarere Arbeitszeiten und weniger Lohndiskriminierung, wer über einen GAV verfüge, heisst es in der Mitteilung.

Klar verschlechtert gegenüber 2006 hat sich die finanzielle Situation der Freischaffenden. Hier sank der Medianlohn von knapp 7000 auf 5600 Franken. Nur jeder und jede fünfte kann laut Studie den effektiven Zeitaufwand in Rechnung stellen. 4 von 5 befragten Freien arbeiten mit Pauschalen.

Medienfrauen verdienen auf ein Jahr hochgerechnet zwischen 1900 und 3100 Franken weniger als ihre männlichen Kollegen. Am kleinsten sind die diesbezüglichen Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern bei der SRG.

 

Druck, Unsicherheit und Existenzangst

Bezüglich der Arbeitsbedingungen weist die Studie einen erhöhten Termindruck aus. Häufig arbeiten Medienschaffende auch in der Freizeit und die Unsicherheit steigt. 60 Prozent der Freischaffenden und ein Viertel der Festangestellten haben Angst um ihre jetzige Auftragslage respektive ihre Stelle. Trotzdem sei die Identifikation der grossen Mehrheit der Befragten mit ihrer Tätigkeit nach wie vor hoch, so die Studie.

Letztmals haben Medienverbände und der SGB 2006 eine Befragung der Medienschaffenden zu deren Lohn- und Einkommenssituation durchführen lassen. Die neue Befragung wurde online durchgeführt. Teilgenommen haben über 1600 Medienschaffende. Alle Fragen bezogen sich auf die Situation im Februar 2020, also vor der Pandemie.

43 Prozent der Teilnehmenden arbeiteten zum Zeitpunkt der Befragung für die SRG, vor 14 Jahren lag dieser Anteil bei 21 Prozent. Mitarbeitende der SRG sind damit in der neuen Studie leicht überrepräsentiert. Im Vergleich zur Studie 2006 wiederum ist der Anteil von Freischaffenden und Online-Medienschaffenden höher. (SDA/swi)

Sunrise kommt mit leichten Symptomen durch Coronakrise

Sunrise hat den Höhepunkt der Coronapandemie im Frühling mit nur leichten Symptomen überstanden. Der zweitgrösste Telekomkonzern der Schweiz konnte Umsatz und Betriebsgewinn stabil halten. Seit den Lockerungen der Einschränkungen ist Sunrise wieder auf Wachstumskurs.

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Im zweiten Quartal hat Sunrise trotz des wochenlangen Lockdowns den Umsatz ganz leicht um 0,3 Prozent auf 456 Millionen Franken steigern können. Der bereinigte Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) nahm indes um 1,4 Prozent auf 163 Millionen Franken ab.

Unter dem Strich sank der Reingewinn allerdings um 17 Prozent auf 21 Millionen Franken, wie Sunrise am Donnerstag in einem Communiqué bekannt gab. Der deutliche Rückgang liege an höheren Amortisationen und Steuern sowie an Wechselkurseffekten.

 

Roamingeinnahmen weggebrochen

Die Schliessung der meisten Läden habe auf das Wachstum gedrückt, weil man in den Shops weniger Abos verkauft habe, sagte Konzernchef André Krause am Donnerstag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP. Gleichzeitig habe es aber auch weniger Kündigungen durch die Kunden gegeben. Dies habe man durch überdurchschnittlich hohe Verkäufe übers Internet und über die Kundendiensthotline kompensieren können.

Bei den Handyabos, im TV- und Internetgeschäft konnte Sunrise Neukunden gewinnen. Dagegen ging der Aderlass beim Prepaid weiter, weil die Kunden weiter zu Abos wechseln. Zudem schlug auf den Prepaidabsatz durch, dass wegen der Pandemie massiv weniger Touristen kamen und die Läden vorübergehend geschlossen waren.

Überdies hatte Sunrise während des Lockdowns praktisch keine Roamingeinnahmen, weil wegen Corona die Grenzen geschlossen waren. Auch das Geschäft mit Firmenkunden litt.

Dank einem guten Jahresstart konnte Sunrise im gesamten ersten Halbjahr den Umsatz um 1,5 Prozent auf 915 Millionen Franken erhöhen. Der bereinigte EBITDA kletterte gar um 2,2 Prozent auf 331 Millionen Franken. Der Reingewinn fiel allerdings um 29 Prozent auf 43 Millionen Franken. Schuld am Taucher ist ein ausserordentlicher Gewinn im Vorjahr, der das Semesterergebnis 2019 nach oben gedrückt hatte.

 

Wieder auf Wachstumskurs

Konzernchef Krause zeigte sich zufrieden. Sunrise sei sehr robust durch die Phase des Lockdowns gekommen und befinde sich mittlerweile wieder auf Wachstumskurs. Mit den Lockerungen habe sich das Geschäft mit den Privatkunden wieder normalisiert.
Bei den Geschäftskunden sei man dagegen noch unter dem normalen Niveau. Mittlerweile hätten die Roamingeinnahmen wieder angezogen, weil die Leute in den Sommerferien wieder mehr reisen würden. Allerdings dürfte der Rückstand bis Jahresende nicht ganz aufgeholt werden können.

Deshalb erwartet Krause, dass im Gesamtjahr 2020 lediglich das untere Ende des EBITDA-Ziels von 675 bis 690 Millionen Franken erreicht wird. Am Umsatzziel von 1,84 bis 1,88 Milliarden Franken hält der Konzernchef unverändert fest.

Bis dahin soll eh der Verkauf von Sunrise an UPC-Besitzerin Liberty Global für 6,8 Milliarden Franken über die Bühne gegangen sein. Die gemeinsame Integrationsplanung werde im September starten. Wegen der wettbewerbsrechtlichen Beschränkungen werde man sich auf Themen der Organisation und der Prozesse fokussieren, sagte Krause. Kein Thema seien dagegen beispielsweise Produktplanung, Preise oder Marktkampagnen, weil UPC und Sunrise weiterhin Konkurrentinnen am Markt seien.

Bereits auf Eis liegt die Kooperation mit Salt zum Ausbau der Glasfaseranschlüsse, da sich die Lage durch die geplante Übernahme und den Zusammenschluss mit UPC völlig verändert hat. Man werde die Situation nach Abschluss des Milliardendeals analysieren und dann entscheiden, wie es weitergehe, sagte Krause.

Liberty Global will Sunrise bis zum 28. Oktober übernehmen. Danach soll das Unternehmen von der Schweizer Börse genommen werden. (SDA)

Auch die Screen-up findet dieses Jahr nicht statt

Nach den jüngsten Auflagen des Kantons Zürich haben sich die Veranstalter der Screen-up dazu entschieden, den Event vom 17. September 2020 abzusagen.

Screen-up

Unter den aktuellen Bedingungen wäre es nicht möglich, ein tolles Event-Erlebnis bieten zu können, ohne dabei ein Sicherheitsrisiko für Gäste, Sender und Akteure einzugehen, heisst es in einer Mitteilung von Donnerstag.

Die Veranstalter arbeiten jedoch an einem alternativen Konzept, sodass die bevorstehenden TV-Highlights und Insights zu den Marktentwicklungen trotzdem gezeigt werden können, heisst es weiter. Weitere Informationen werden zu gegebener Zeit bekanntgegeben.

Rocket zeigt, dass es in der Zentralschweiz #VorwärtsAufwärts geht

Auch in der aktuell herausfordernden Lage investieren viele Zentralschweizer Unternehmen in die Zukunft. Rocket hat für die Wirschaftsförderung Luzern und ihre Partner eine Kampagne umgesetzt, die zeigt, dass es auch in der Zentralschweiz #vorwärtsaufwärts geht.

Rocket

Ob Investitionen in die Wasserstoff-Technologie der Auto AG Rothenburg, ein innovatives Bergbahnprojekt wie Titlis 3020 oder die Digitalisierung der Möbelproduktion beim Familienbetrieb Veriset – viele Unternehmen aus der Zentralschweiz investieren gerade jetzt weiter in die Zukunft.

Um diese Veränderungen sichtbar zu machen, initiierten die Wirtschaftsförderung Luzern, die Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz IHZ und der KMU- und Gewerbeverband Luzern KGL zusammen die Kampagne #VorwärtsAufwärts.

 

CEOs und Unternehmer erzählen von Investitionen

In kurzen Filmportraits erzählen Unternehmer und Unternehmerinnen, welche Investitionen Sie tätigen, ganz egal ob es sich um stetige Mitarbeiterentwicklung/Ausbau HR oder komplette Infrastrukturen handelt.

Die Kampagne setzt auf Statements in Form von Kurzvideos, die über LinkedIn und weitere digitale Kanäle an Entscheider in der Zentralschweiz gelangen. Die «Good News» stossen bislang auf eine sehr hohe Beachtung und bestärken Unternehmer, positiv in die Zukunft zu schauen.

Rocket zeichnet für die Konzeption, Kreation mit Grafik und Video sowie Programmierung und Mediaplanung der Kampagne verantwortlich.

 

Post erwirtschaftet trotz Corona-Paketflut weniger Gewinn

Die Corona-Krise wirkt sich auf das Halbjahresergebnis der Post aus: Der Konzerngewinn im ersten Halbjahr dieses Jahres beträgt 30 Millionen Franken, 163 Millionen Franken weniger als im Vorjahr - dies obwohl die Paketmenge wegen des boomenden Onlinehandels um 22 Prozent zunahm.

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Das Halbjahresergebnis werde wegen der Corona-Pandemie mit rund 120 Millionen Franken belastet, teilte die Post am Donnerstag mit. Das Betriebsergebnis (Ebit) habe im ersten Halbjahr 61 Millionen Franken betragen, das seien 208 Millionen weniger als im Vorjahr.

Bei der Paketverarbeitung sei es zwar zu einem Rekord gekommen, der aber letztlich die negativen Auswirkungen des Coronavirus auf das gesamte Konzernergebnis nicht ausbügeln konnte. Das Betriebsergebnis von Postlogistics habe sich im ersten Halbjahr auf 108 Millionen Franken belaufen, es liege damit 40 Millionen Franken über dem Vorjahreswert.

Allein im April 2020 wurden laut Mitteilung 17 Millionen Pakete verarbeitet – noch nie seien es in der 170-jährigen Geschichte der Post in einem Monat so viele gewesen.

Im ersten Halbjahr habe die Paketmenge insgesamt um rund 22 Prozent zugenommen, so habe die Post von Januar bis Ende Juni 87 Millionen Pakete versendet (Vorjahr: 71 Millionen). Zum Betriebsergebnis hätten aber auch Versicherungszahlungen und die Auflösung von Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Überfall auf einen Geldtransporter im Jahr 2019 beigetragen.

Die Corona-Zeit beschleunigte aber auch den Trend zur Digitalisierung, deshalb musste das Briefgeschäft ein Minus von 7,8 Prozent hinnehmen, wie es weiter heisst.

 

Weniger Werbesendungen

Vor allem bei Werbesendungen kam es zu einem starken Rückgang: Das führte bei den adressierten Briefen und Sendungen ohne Adresse zu einem Ertragsrückgang von 72 Millionen Franken. Postmail erwirtschaftete im ersten Halbjahr ein Betriebsergebnis von 110 Millionen Franken und unterschritt damit den Vorjahreswert um 84 Millionen.

 

Zahlungsverkehr in Filialen eingebrochen

Auch das Postnetz fuhr wegen der Pandemie Einbussen im Kerngeschäft ein: Der Zahlungsverkehr in den Filialen sank um 15 Prozent. Bei der Briefaufgabe ging der Umsatz um 11 Prozent zurück.

Weil im Vorjahr aufgrund der Organisationsentwicklung 20 Millionen Franken zurückgestellt wurden, verbesserte sich das Betriebsergebnis dennoch um eine Million Franken. Postnetz erzielte im ersten Halbjahr einen Betriebsverlust von 72 Millionen Franken.

Postauto reduzierte wegen des Coronavirus das Angebot vorübergehend. Deshalb sank der Verkehrsertrag im Vergleich zum Vorjahr um 17,8 Prozent. Der operative Gewinn erreichte 393 Millionen Franken nach 414 Millionen im Vorjahreszeitraum.

 

Weniger Gewinn bei Postfinance

Der Betriebsgewinn von Postfinance sank laut Mitteilung gegenüber dem Vorjahr um 86 Millionen auf 60 Millionen Franken. Hauptgrund für den Rückgang war der Zinsertrag, der aufgrund der anhaltend tiefen Zinsen um 31 Millionen Franken sank.

Weiter brachen wegen der Corona-Krise die Umsätze der Bargeld-Transaktionen am Schalter sowie an den Geldautomaten markant ein. Auch wurde wegen der eingeschränkten Reisetätigkeit weniger Bargeld in fremde Währungen getauscht. (SDA)

Kargo und Pro Velo starten Veloförderaktion «Cyclomania»

Kargo Kommunikation setzt sich im Pitch durch und erarbeitet einen kreativen Auftritt für die neue Veloförderaktion «Cyclomania» von Pro Velo Schweiz.

Kargo Kommunikation

In die Pedale treten lohnt sich im September besonders: Mit Cyclomania lanciert Pro Velo Schweiz eine neue schweizweite Aktion zur Förderung des Veloverkehrs, in Zusammenarbeit mit Swisscom und Panter sowie mit Unterstützung von Energie Schweiz und der Stiftung Mercator.

 

Velo-Challenge

Die Aktion geht im September erstmals über die Bühne, mit insgesamt 19 Challenges in 80 Gemeinden, Städten und Regionen. Über die kostenlose Mitmach-App können sich Interessierte jetzt für die Aktion anmelden und laufend ihr Mobilitätsverhalten tracken. Dem fleissigsten Radler beziehungsweise der fleissigsten Radlerin winken stramme Waden und attraktive Preise.

Kargo hat die nationale Velo-Challenge mit einem Namen und einem kreativen Auftritt ausgestattet. Neben dem einprägsamen Keyvisual wurden diverse weitere Werbemittel konzipiert, um die gewünschte Zielgruppe an unterschiedlichen Touchpoints optimal abzuholen. Die Agentur übernimmt die gesamte Konzeption des Kampagnen Setups sowie die Steuerung der verschiedenen Creatives und Ads auf den diversen Kanälen.

Kargo Kommunikation

Verantwortlich bei Pro Velo: Anna Schuler (Projektleiterin Cyclomania); Claudia Bucher (Leiterin Corporate Communications); Stephanie Amsler (Projektmitarbeiterin). Verantwortlich bei Kargo: Christoph Balsiger (Creative Direction); Fabia Dellsperger (Art Direction); Nicole Balsiger-Gerber (Strategische Beratung digital); Lea Masserini (Projektmanagement); Jorge Martinez (Animation); Pasquale Herren (Grafik).

Wunderman Thompson und PostFinance verhelfen Jugendlichen zu eigenem Konto

Zur Bewerbung des Jugend- und Ausbildungskontos von PostFinance hat Wunderman Thompson eine Kampagne kreiert, die den Jugendlichen dabei hilft, ihre Eltern von den Vorteilen eines eigenen Kontos zu überzeugen.

PostFinance

In der Kommunikation gab es mehrere heterogene Zielgruppen zu beachten: Jugendliche, deren Eltern und junge Erwachsene in Ausbildung. Jede davon sollte mit einer individuellen Botschaft und im passenden Umfeld angesprochen werden. So wie den Jugendlichen Argumente für deren Eltern zurechtgelegt wurden, so bekamen auch Eltern Vorschläge, wie sie ihr Kind von einem eigenen Konto überzeugen könnten.

Das Ergebnis ist eine einheitliche Kampagne, die gleichzeitig unterschiedliche Botschaften an verschiedene Zielgruppen transportiert. Geschickte Instrumentierung in Kombination mit Retargeting sorgte dafür, die richtigen User am richtigen Ort zu erreichen und so von den Vorteilen des jeweiligen Produkts zu überzeugen. Visuell orientiert sich die Kommunikation an anderen PostFinance-Kampagnen, behält dabei aber einen eigenständigen Look.

PostFinance

Zielgruppengerechte Streuung

Verschiedene Mechanismen sorgten dafür, dass eine Zielgruppe keine Argumente zu sehen bekam, die für eine andere Zielgruppe bestimmt waren. Die Bewegtbildumsetzung passt sich zum Beispiel in Tempo, Länge, Musik und Botschaft der Aufmerksamkeitsspanne der jeweiligen Zielgruppen-Generation an.

Zu sehen ist die Kampagne seit Anfang August auf OOH, DOOH, im Kino, auf Online- und Social-Media-Video-Ads, Display Ads und Post-Stellen.

 

Verantwortlich bei PostFinance: Marco Serratore, Ladina von Allmen (Konzeption, Realisation); Rose Portmann (Social Media); Amanda Bickel (Retail Marketing). Verantwortlich bei Wunderman Thompson: Swen Morath (Chief Creative Officer); Kevin Zysset (Art Director); Winfried Schneider (Senior Texter/Konzepter); Kathrina Seiler (DTP); An Le (DTP); Marlon Perini (Programmierung); Romaine Brunner (Senior Account Manager). Motion Design: Robert Rauchfuss, Beni von Alemann. Media: Havas Media (offline Medien); Webrepublic (online Medien).

Youtube löscht mehr Videos als je zuvor

Youtube hat im vergangenen Quartal so viele Videos gelöscht wie noch nie zuvor. Im Zeitraum von April bis Juni 2020 lag die Zahl der entfernten Videos bei 11,4 Millionen und überschritt erstmals die Schwelle von zehn Millionen, wie ein Transparenzbericht der Google-Tochter offenlegt.

Youtube

Im Vergleichszeitraum vor einem Jahr lag die Zahl der Videos, die wegen eines Verstosses gegen die Youtube-Community-Richtlinien gelöscht wurden, noch weltweit bei knapp neun Millionen.

 

Kinderschutz, unerwünschte Werbung und betrügerische Inhalte

In 3,8 Millionen Fällen (33,5 Prozent) waren Verstösse gegen den Kinderschutz Anlass für eine Löschung. 3,2 Millionen Videos (28,3 Prozent) wurden als unerwünschte Werbung (Spam) beziehungsweise als betrügerische oder irreführende Inhalte identifiziert. Bei 1,7 Millionen Videos (14,6 Prozent) beanstandete Youtube nicht erlaubte Nacktheit oder sexuelle Inhalte. Hasserfüllte Inhalte oder Beleidigungen führten in nur in 80’033 Fällen (0,7 Prozent) zu einer Löschung.

 

Algorithmus unterstützt Prozess

Beim Erkennen und Entfernen von verbotenen Inhalten erhalten die Google-Mitarbeiter Unterstützung von einem Computerprogramm. 95 Prozent der Videos, die Youtube im vergangenen Quartal entfernt habe, seien von dem Algorithmus identifiziert und erst danach von Mitarbeitern geprüft worden, hiess es in dem Blogeintrag. 42 Prozent der maschinell erkannten Videos konnten demnach gelöscht werden, bevor sie auch nur ein einziges Mal angesehen wurden. 33,7 Prozent wurden nur bis zu zehn Mal aufgerufen.

Die meisten Videos, die Youtube wegen eines Verstosses gegen die Richtlinien gelöscht hat, stammten von Anwendern aus den USA (1,02 Millionen), gefolgt von Indien (827’000) und Brasilien (485’000).

Die Statistik zum Löschen von Videos legt Youtube regelmässig vor. Der Google-Videoplattform und anderen Online-Firmen wird immer wieder vorgeworfen, extremistische Inhalte nicht schnell genug zu entfernen. Youtube muss sich allerdings auch mit Vorwürfen auseinandersetzen, zu viele Inhalte zu löschen. So beschwerten sich Mitglieder der rechtsgerichteten Alt-Right-Bewegung in den USA oder der identitären Bewegung in Deutschland und Österreich, wenn einzelne Videos oder komplette Kanäle von Youtube verschwanden. (SDA/swi)

Gratis Internet, dafür wählen PAM und Twifi den Kindernamen

Wer sein Kind Twifia oder Twifius tauft, kriegt 18 Jahre gratis Internet vom neuen Internetanbieter Twifi. Für die Lancierungskampagne der etwas anderen Art zeichnet die Zürcher Agentur PAM Advertising verantwortlich.

Twifi

Im August trat der neue Internet Anbieter Twifi auf den Markt. Um auf dessen Namen aufmerksam zu machen, hat sich die Agentur folgende Aktion ausgedacht: Eltern, die ihrem Neugeborenen den Namen Twifia oder Twifius geben, erhalten 18 Jahre lang gratis Internet von Twifi. Als Beleg für den Namen des Babys dient der standesamtliche Geburtsschein, den die Eltern über die Twifi-Homepage hochladen können. Mal sehen, wie viele werdende Eltern sich von diesem Deal überzeugen lassen.

Twifi

Verantwortlich bei Twifi: Philippe Fotsch (Geschäftsführer). Verantwortlich bei PAM Advertising: Parvez Sheik Fareed, Miro Pfister (Kreation, Strategie).

Bedeutung von Medien während des Lockdowns gestiegen

Während des Covid-19-bedingten Lockdowns hat die Bedeutung sämtlicher Medien für die Schweizer Bevölkerung zugenommen, allen voran jene der SRG-Medien (54 Prozent). Dies ergeben erste Analysen der diesjährigen MediaBrands-Studie von Publicom.

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Damit liegen die elektronischen Medien deutlich vor den unterhaltungsorientierten Streaming-Diensten. Bei diesen erreicht der Bedeutungsgewinn 31 Prozent, wie Publicom aufgrund der seit 2013 jährlich erhobenen MediaBrands-Studie am Mittwoch mitteilte. Die Zunahme bei sozialen Medien betrage 27 Prozent, bei Bezahlzeitungen 26 Prozent. Kostenlosen Zeitungen und Portalen hätten 25 Prozent zugelegt.

Als besonders glaubwürdig erachtet die Schweizer Bevölkerung weiterhin die regionalen, abonnierten Tageszeitungen und die öffentlich finanzierten Radio- und Fernsehsender, wie Publicom schreibt.

Die höchste Glaubwürdigkeit attestiere die Bevölkerung dem SRG-Medium RTS-Radio La 1ère, knapp vor Radio SRF 4 News und Radio SRF 1. Insgesamt liegt La 1ère fast gleichauf mit der Freiburger Regionalzeitung La Liberté, die das gesamtschweizerische Ranking anführt, wie es weiter heisst. Glaubwürdigstes Privatradio sei der bernjurassische Sender RJB.

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Mehr Vertrauen in einheimische Medien

Generell vertraue die Bevölkerung einheimischen Medien weitaus mehr als ausländischen – nur der TV-Sender ARD habe es unter die 50 glaubwürdigsten Medienmarken geschafft. Als wenig glaubwürdig erachte die Schweizer Bevölkerung weiterhin soziale Medien. Bei diesen belege Facebook auch dieses Jahr mit grossem Rückstand den letzten Platz.

 

Radionutzung bleibt stabil

84 Prozent (Vorjahr: 83 Prozent) der Befragten schalteten im Frühjahr in einem Zeitraum von drei Monaten mindestens einmal ein Radioprogramm ein. Das Radio erreicht damit mehr Menschen als gedruckte Zeitungen (72 Prozent), Social Media (59 Prozent), Zeitschriften/Magazine (50 Prozent), Streaming-Dienste (neu: 40 Prozent) oder Kino (10 Prozent). (SDA/swi)

In der diesjährigen MediaBrands-Studie untersuchte Publicom 174 Medienmarken auf ihre qualitative Ausstrahlung im Publikum. Die Befragung startete Ende April und dauerte bis Anfangs Juni. Die Erhebung basiert auf einer für die Bevölkerung von 15 bis 79 Jahren repräsentativen Stichprobe von 4806 Personen. Die statistische Fehlerquote liegt bei +/- 1,4 Prozent.

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