Politik-Werbung hat kaum Einfluss auf Wähler

Politische Werbung hat nur wenig Einfluss auf Wähler. Weder die politische Einstellung von Menschen noch die Aufbereitung der Anzeigen hat einen besonders starken Effekt auf ihre Stimmabgabe, wie eine Studie der Yale University zeigt.

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Besonders die Kandidaten von US-Präsidentschaftswahlen, wie momentan Donald Trump und Joe Biden, geben mehrere Milliarden Dollar für Werbung aus, was eigentlich nicht nötig ist.

«Es gibt die Vorstellung, dass eine gute Werbung, die genau im richtigen Kontext an die richtige Zielgruppe geht, eine Wirkung auf die Wahl hat. Jedoch haben wir bei verschiedenen Kriterien durch die Bank nur wenig überzeugende Effekte gefunden. Positive Anzeigen funktionieren nicht besser als angriffige. Republikaner, Demokraten und Unabhängige reagieren gleich auf Werbungen», erläutert Alexander Coppock, Koautor der Studie.

Um die Wirkung von politischer Werbung festzustellen, haben die Forscher im Jahr 2016 etwa 34’000 US-Wähler herangezogen. Sie haben Daten zu ihren Reaktionen auf 49 verschiedene Wahlkampfanzeigen gesammelt und mit denen auf gewöhnliche Werbungen verglichen. Dabei haben sie auf verschiedene Kriterien wie beispielsweise den Ton der Anzeigen geachtet.

 

Fokus auf Zielgruppen wichtig

Auf einer Skala mit fünf Punkten mussten die Befragten einordnen, wie sehr ihnen ein Präsidentschaftskandidat zusagt. Durch die Werbung hat sich diese Bewertung im Schnitt nur um 0,05 Punkte verschoben. Weil die Effekte von Person zu Person fast identisch sind, sollten sich Wahlkampagnen laut den Forschern auf bestimmte Zielgruppen konzentrieren. Coppock zufolge können Werbungen zwar wenig an der Einstellung von Wählern ändern, jedoch einen Kandidaten bei einem grösseren Publikum bekannt machen. (pte)

Hier geht es zur Studie «Political ads have little persuasive power».

Zimmermann Communications und Ticino Turismo: Die Welt ist ein Kanton

Unter dem seit diesem Frühling lancierten Motto «Exotik liegt so nah – die Welt im Tessin entdecken» hat Zimmermann Communications auch die Herbstkampagne für Ticino Turismo konzipiert und mit diversen Massnahmen umgesetzt. Die Kampagne kommt auch in Deutschland zum Einsatz.

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In der neusten Kampagne von Ticino Turismo kommen vier Ausländer zu Wort, die bereits seit vielen Jahren im Tessin wohnen. Ein Sherpa aus dem Tibet, eine Japanerin, ein Brasilianer aus Rio de Janeiro und eine Frau, die in der Nähe des Napa Valley aufgewachsen ist. Sie erzählen in ihrer Muttersprache, welche Gegend des Tessins sie an ihre Heimat erinnert und weshalb. Der Film schliesst mit der Feststellung, «Die Welt ist ein Kanton.» und lädt ein, die Welt im Tessin zu entdecken.

Als Tag-on und quasi kleiner Schmunzler entdeckt dann auch noch ein Zürcher Gast etwas im Tessin, das in an seine Heimat erinnert: den Üetliberg. In der Version für die Westschweiz kommt ein Genfer Gast zu Wort und erinnert beim Blick auf den kleinen Jet d’eau in Lugano mit den Worten «Jolie, la version miniature» an das Original in seiner Heimatstadt Genf.

Die vier Personen im Film werden in Online-Stories in den sozialen Medien sowie auf der Ticino-Website näher vorgestellt. Der Film wird mit der bereits im Juni gestarteten Plakatkampagne ergänzt, die fünf neue Sujets zeigt, die ebenfalls das Tessin mit exotischen Orten der Welt vergleicht – beispielsweise an den Yosemite Park, den Arches National Park, die ligurische Küste, Tibet oder eine Fahrt mit dem Orient-Express.

Der Massnahmenmix wird durch eine Digital- und Performance-Kampagne ergänzt, die auf ganz spezifische Zielgruppen ausgerichtet ist und zum Ziel hat, mittels konkreter Angebote direkt Buchungen auszulösen. Im deutschen Baden-Württemberg werden die Sujets als grossflächige Plakate gezeigt und der Film sowie diverse Content-Elemente kommen in einem breiten Mix an digitalen, sozialen und PR-Massnahmen zum Einsatz.

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Verantwortlich bei Ticino Turismo: Manuela Nicoletti (Director of Marketing); Jutta Ulrich (Leiterin Kommunikation). Verantwortlich bei Zimmermann Communications: Christoff Strukamp, Marietta Mügge (Kreation); Florian Bieniek (Beratung); Rolf Zimmermann (Strategie und Media). Verantwortlich bei Truecolorfilms Lugano (Filmproduktion): Alvaro Vogel (Executive Producer); Andrea Todaro (Creative Director).

Die Post-Cookie-Ära wird das Zeitalter der Kooperationen einleiten

In einer Studie zum Thema «Online-Werbung in der Post-Cookie-Ära» haben die deutsche Organisation Werbungtreibende im Markenverband OWM und der Bundesverband Digitale Wirtschaft BVDW unterschiedliche Handlungsszenarien für Werbungtreibende und andere Marktteilnehmer in der Post-Cookie-Ära bewertet.

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(Quelle: Owm.de)

Eines der Kernergebnisse lautet, dass in der Post-Cookie-Ära keine bestimmte Lösung zur qualifizierten Ansprache von Endnutzern folgt, sondern eine Kombination aus First-Party-Daten, Contextual Targeting und weiteren technischen Lösungen. «Die Privacy Sandbox spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle», betont OWM-Vorstand Arne Kirchem. «Wir werden sehr genau beobachten, ob Google – die ja immer wieder betonen, dass es sich um einen offenen Standard handelt, an dessen Entwicklung man mitarbeiten könne und solle – die Interessen der Werbetreibenden ausreichend berücksichtigt.» BVDW-Vizepräsident Thomas Duhr fügt an: «Die Ergebnisse zeigen, dass das drohende Aus von Third-Party-Cookies keine Revolution ist, sondern Evolution. First-Party-Daten werden zur Grundvoraussetzung in der Mediaplanung. Sie werden zur Basis für effiziente Zusammenarbeit.“

 

Brückentechnologien bereits im Einsatz, Erfolg noch offen

Die in der Studie interviewten Werbeexperten glauben, dass Advertising Identifier eine wichtige technologische Brücke zwischen Nutzerdaten auf der Buy- und Sell-Side sind. Offen sei allerdings, wie Interoperabilität funktionieren wird, und ob sie langfristig von Regulatoren und Browsern unterstützt werden. Daher steht die Branche nun vor dem Zeitalter der Kooperationen, nur gemeinsam können neue Standards entwickelt und etabliert werden.

«Was wir uns aus Sicht der Werbetreibenden wünschen, ist eine Standardisierung», erläutert Arne Kirchem. «Ein Wildwuchs an neuen Ad-Identifiern und ein Dschungel von Ad-Tech-Anbietern sollte unbedingt vermieden werden. Hier müssen alle an einem Strang ziehen und die Funktionalität des gesamten Ökosystems muss im Fokus stehen; das im Zweifel vor den Partikularinteressen einzelner Marktteilnehmer. Die gemeinsame Studie der OWM mit dem BVDW zeigt wie sinnvoll es ist, Themen gemeinsam zu entwickeln.»

BVDW-Vizepräsident Thomas Duhr ergänzt: «Alte Polaritäten sollten über Bord geworfen werden, trag- und zukunftsfähige Lösungen werden nur gemeinsam entwickelt werden können. Werbungtreibende, Technologie- und Marktpartner müssen enger zusammenarbeiten, um auch in Zukunft datenschutzkonforme und effektive digitale Werbung zu ermöglichen. Kollaborative Lösungen führen gleichermassen zu Datensparsamkeit und besserer User Experience.»

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(Quelle: Owm.de)

Die Untersuchung, die von der OWM beauftragt und vom BVDW partnerschaftlich unterstützt wurde, führte Vonwerschpartner Digital Strategies im April bis Juni 2020 durch. Anlass der Untersuchung sind regulatorische und Browser-getriebenen Entwicklungen, die ein Ende der Third-Party-Cookies herbeiführen werden. Dafür wurden rund 100 Experten aus den Umfeldern von OWM und BVDW – dazu gehörten Werbungtreibende, Technologieanbieter, Agenturen, Publisher und weitere Marktpartner – im Rahmen von Tiefeninterviews und einer Online-Untersuchung befragt.

 

Auf Owm.de kann eine Kurzfassung der Studie heruntergeladen werden.

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(Quelle: Owm.de)

Heimat und Bank Cler: Auch kleines Geld bietet grosse Chancen

Heimat Zürich rückt für die Anlagekampagne der Bank Cler den guten alten Einfränkler in den Mittelpunkt.

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Das jüngste Hin und Her an den globalen Aktienmärkten zeigt: Geldanlage ist kein einfaches Thema. Aber mit der nötigen Kompetenz und etwas Geduld sichert man sich langfristig die Chance auf eine attraktive Rendite.

Eine Chance, von der jetzt fairerweise alle profitieren können: Mit der Anlagelösung bietet die Bank Cler eine professionell gemanagte Vermögensverwaltung schon ab 1 Franken Startkapital. Anlegen wird demokratisiert. Inmitten der wirtschaftlichen Unwägbarkeiten infolge der Corona-Krise verspricht die Kampagne von Heimat deshalb: «Jedes Geld ist eine Chance.»

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Diese Botschaft wird anhand von zahlreichen Massnahmen kommuniziert. Mehrere OOH- und Print-Sujets mit Close-ups von «Einfränklern» im alltäglichen Umfeld lenken die Aufmerksamkeit auf die unscheinbare Münze. Durch zwei Online-Filme erhält die seit Juni laufende Kampagne neuen Schub. In ihnen wird unterhaltsam demonstriert, wie begehrlich Kleingeld dank dem neuen Anlageangebot sein kann.

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Ausgelassene Stimmung beim Filmdreh: Heimat Zürich im Formationsflug.

Ergänzt wird die Kampagne durch Ambient-Aktionen in mehreren Schweizer Städten und einer Vielzahl an getargeten Bannern. Ausserdem gab es Publireportagen in unterschiedlichen Medien, die das Anlegen auch mit kleinem Startkapital thematisieren.

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Verantwortlich bei Bank Cler: Gregor Eicher, Barbara Gürtler. Verantwortliche Agentur: Heimat Zürich. Media: PHD. Filmproduktion: Who’s Mcqueen. Fotografie: Oliver Nanzig.

Davos Klosters, Spot und Dario Cologna sorgen für Gamification beim Wandern

Die Destination Davos Klosters hat die neue Web-App #Aussichtsmeister lanciert. Mit der Erkundigung von 60 Aussichtspunkten können Belohnungen freigeschaltet werden. Für Konzept, Design und Programmierung zeichnet die St. Moritzer Agentur Spot Werbung verantwortlich.

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Im Mittelpunkt der Aussichtsmeister-Challenge steht eine neue Web-App. Darin können Benutzer ihren aktuellen Stand einsehen und sich mit anderen Aussichtsmeistern vergleichen. Taktische Schachzüge sorgen dabei für zusätzliche Gamification. Denn je schwieriger ein Aussichtspunkt ist, desto mehr digitale Abenteuerpunkte gibt es. So kann jemand, der nur wenig Zeit zum Wandern hat, die Aussichtspunkte einfach strategisch geschickt kombinieren – und somit ebenfalls viele Punkte sammeln.

Zu den Belohnungen, die im Ferienshop der Destination freigeschaltet werden können, zählen beispielsweise vergünstigte Tagesskipässe, ein Mittagessen auf der Strelaalp, exklusive Aussichtsmeister-Gadgets oder eine Übernachtung im Walserhuus Sertig.

Bei der Aussichtsmeister-App handelt es sich um eine sogenannte Progressive Web App (PWA), einer Symbiose aus einer responsiven Website und einer App. Die PWA kann wie eine Website mittels URL im Browser aufgerufen werden und stellt gleichzeitig Offline-Funktionalitäten bereit. Das heisst: Es ist keine Installation notwendig. Ebenfalls erhalten Benutzer schneller Updates, da die PWA-App nicht zuerst von Apple oder Google freigegeben werden muss im Vergleich zu einer gewöhnlichen Smartphone-App.

 

Coronakrise katapultiert die Onlineverkäufe in die Höhe

Onlineshops erleben 2020 wegen der Coronakrise einen Wachstumsschub. Jedes zweite Internetgeschäft in der Schweiz verzeichnete in der Coronakrise einen Anstieg der Bestellungen von über 20 Prozent. Und der Schub dürfte längerfristig anhalten, wie aus der «Onlinehändlerbefragung 2020» der ZHAW hervorgeht.

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(Grafiken: Zhaw.ch)

Vom Wachstum profitieren sowohl kleine als auch grosse Onlineshops. Die von der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW durchgeführte Befragung basiert auf einer repräsentativen Umfrage unter 330 Schweizer Onlineshops und wurde zwischen dem 6. Mai und dem 13. August 2020 durchgeführt. Es kam heraus, dass sowohl Shops für Privatkunden vom Wachstum profitierten wie auch Geschäfte mit einem Fokus auf Unternehmenskunden.

«Viele Onlineshops erlebten eine Umsatzsteigerung von bis zu 1’500 Prozent und konnten sich vor Bestellungen kaum retten», wird Studienautor Darius Zumstein in einem Communiqué zur Studie zitiert. Schweizer hätten wegen der temporären Schliessung von stationären Läden vermehrt online eingekauft.

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Der Ansturm während der Corona-Krise stellte die Onlinehändler vor Herausforderungen.

Ausserdem hätten viele Menschen im Homeoffice gearbeitet oder auch sonst deutlich mehr Zeit zu Hause verbracht. Sie änderten somit auch ihre Freizeitgestaltung, was die digitale Nachfrage nach Gütern wie Gartenutensilien, Lebensmitteln sowie Sport- und Spielwaren stark gesteigert habe.

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Besonders gefragt waren unter anderem Lebensmittel, DIY-Artikel und Sportwaren.

Aufschwung dürfte anhalten

Aus denselben Gründen hätten auch die Online-Bestellungen von Produkten im Bereich Elektro, Computer und Multimedia stark zugenommen. Und trotz der besonderen Umstände des Wachstums rechnen die Onlinehändler nun nicht damit, dass der Aufschwung bald wieder abflaut.

82 Prozent der Befragten Shops erwarteten auch längerfristig eine moderate oder sogar starke Zunahme von Bestellungen. Viele Unternehmen planten dementsprechend verstärkte Investitionen in das digitale Geschäft, etwa einen Ausbau ihres Onlineshops oder des Online-Marketings.

Zu ähnlichen Resultaten wie die ZHAW war bereits die Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW gelangt. In ihrer im Juli publizierten E-Commerce-Studie hatte diese prognostiziert, dass Schweizer in diesem Jahr 13 Milliarden Franken für Einkäufe im Internet ausgeben werden – 3 Milliarden mehr als noch 2019 (Werbewoche.ch berichtete).

Das würde bedeuten, dass jeder Einwohner der Schweiz – vom Baby bis zum Altersheimbewohner – 2020 im Schnitt für etwa 1’500 Franken im Internet einkaufen würde. Eingerechnet wurden dabei jedoch auch Onlinekäufe von Flugtickets oder Zugbillette. Im vergangenen Jahr hatte der Schweizer Onlinehandel gemäss FHNW bereits eine neue Stufe erreicht, indem er erstmals die 10-Milliarden-Franken-Grenze knackte.

 

Rechnung und Kreditkarte

In der Studie der ZHAW wiederum wurden noch die beliebtesten Zahlungsmittel bei den Kunden abgefragt. An der Spitze liegen weiterhin die Rechnung und die Kreditkarte mit einem Anteil von 49 beziehungsweise 32 Prozent der Transaktionen.

Stark zugenommen hat aber die Verbreitung der Mobile-Payment-Plattform Twint, die inzwischen jeder zweite Schweizer Onlineshop anbietet. Technisch im Hintergrund abgewickelt werden die Zahlungsvorgänge am häufigsten über die Anbieter PayPal, PostFinance, Worldline/SIX Payment Services und Datatrans. (SDA/swi)

Verbraucher wollen neuen Marken auch nach dem Lockdown treu bleiben

Weltweit haben 39 Prozent der Verbraucher während des Corona-bedingten Lockdowns Produkte neuer Marken gekauft und beachtliche 88 Prozent werden auch weiterhin Kunden dieser Marken bleiben. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage von Bazaarvoice, dem führenden Anbieter von Kundenrezensionen und User-Generated Content (UGC).

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Die «Verhalten, das bleibt»-Studie bietet Einblicke in die Shopping-Gewohnheiten von mehr als 8000 Verbrauchern aus den USA, Grossbritannien, Kanada, Frankreich, Australien und Deutschland und beschäftigt sich mit Trends, die sich auch nach dem Lockdown halten werden.

 

Neugierige Verbraucher stossen auf neue Marken

Während der Corona-bedingten Beschränkungen haben in Deutschland 53 Prozent der Verbraucher mehrmals pro Monat online eingekauft, 33 Prozent sogar mindestens einmal pro Woche. Besonders junge Konsumenten nutzten Online-Angebote, ein Fünftel aller 18- bis 24-Jährigen shoppte mehrmals pro Woche im Internet. Junge Verbraucher waren auch besonders experimentierfreudig: die Hälfte von ihnen kaufte Produkte neuer Marken, während bei den über 65-Jährigen nur zwölf Prozent diesen Schritt wagten.

86 Prozent der Deutschen geben an, dass sie Marken, die sie erstmals während des Lockdowns gekauft haben, auch weiterhin treu bleiben wollen. Wenn also eine neue Marke gekauft wurde, hat sie sehr wahrscheinlich einen neuen Kunden gewonnen. Gründe, die gegen den Kauf neuer Brands angeführt werden, sind verbesserungswürdige Nachhaltigkeitsaspekte (25 Prozent), die erneute Verfügbarkeit gewohnter Marken (25 Prozent) oder Qualitätsdefizite (19 Prozent).

 

Produktabonnements nehmen zu

Aufgrund geschlossener Geschäfte und leerer Supermarktregale stieg die Nachfrage nach bestimmten Produkten zu Beginn der Corona-Pandemie in ungeahnte Höhen. 17 Prozent der Deutschen griffen während dieser Zeit auf Angebote zurück, die zum Beispiel Lebensmittel oder Hygieneartikel im Abonnement angeboten haben. Wie bei neuen Marken überzeugen die Angebote nachhaltig, denn 87 Prozent der Verbraucher in Deutschland gaben an, ihre Abos auch weiterhin nutzen zu wollen. Gründe hierfür sind der Convenience-Faktor (40 Prozent), regelmässige Lieferungen (34 Prozent) und die Ersparnis gegenüber Einzelkäufen (32 Prozent). Für 15 Prozent der Käufer zwischen 18 bis 54 Jahren war zudem die Verfügbarkeit von Kundenrezensionen ein ausschlaggebender Faktor, weiterhin das Abo zu beziehen.

 

Neue Technologien beim Kundenkontakt auf dem Vormarsch

Die Deutschen schauen auf den Preis. 35 Prozent gaben an, dass der Preis der zentrale Faktor bei der Kaufentscheidung sei. Aber auch die Möglichkeit, das Produkt online kaufen zu können (16 Prozent), bzw. die Verfügbarkeit des Produktes (15 Prozent) sind wichtig. All das unterstreicht wie essentiell eine Omnichannel-Strategie für alle Anbieter ist.

Interessanterweise spielt TV-Werbung fast keine Rolle mehr. Denn obwohl viel Zeit zu Hause verbracht wurde, sagen lediglich vier Prozent der Befragten, dass sie davon überzeugt wurden. Viel wichtiger sind mittlerweile Rezension und Bewertungen anderer Kunden, die für 13 Prozent der Verbraucher das entscheidende Argument für einen Kauf in den nächsten drei Monaten sind.

Die Fähigkeit, in Zeiten der vollen Digitalisierung effektiv zu kommunizieren, wie ein Produkt funktioniert, aussieht und sich anfühlt, ist für Marken und Einzelhändler von entscheidender Bedeutung. Während des Lockdowns nutzten 34 Prozent der 18- bis 44-jährigen Verbraucher die Apps von Unternehmen für weitere Informationen und 28 Prozent traten mittels Chatbots mit den Marken in Kontakt.

Tobias Stelzer, Head of Sales Central Europe bei Bazaarvoice, kommentiert: «Amazon war der grosse Gewinner der vergangenen Monate. Die sich ändernden Kaufgewohnheiten sind aber eine Chance für alle Marken, neue Kunden zu gewinnen, die dem Unternehmen dann auch weiterhin treu bleiben. Der Erfolg von Abonnements beweist den rapiden digitalen Wandel, den wir aktuell durchlaufen. Junge Verbraucher sind wirkungsvolle Influencer und ihre Aktivität in sozialen Netzwerken spielt eine grosse Rolle dabei, Kunden eine Stimme zu geben, um Erfahrungen mit Marken auszutauschen. Der Einfluss von Bewertungen und Rezensionen betont die grosse Möglichkeit, die sich Brands hier bietet: Sie können das Feedback von Kunden nutzen, um ein besseres Kauferlebnis zu bieten, was sich in besseren Verkäufen und höherer Kundenloyalität ausdrückt.»

 

Ein Blick voraus

Es steht ausser Frage, dass es einen beispiellosen Wandel im Verbraucherverhalten gegeben hat, der sich nachhaltig auf die Einzelhandelsbranche auswirken wird. Noch bis Ende Oktober werden 50 Prozent der deutschen Verbraucher wahrscheinlich online einkaufen, wobei sich 62 Prozent aller Deutschen beim Online-Shopping wohl fühlen.

Das Aufsuchen stationärer Geschäfte ist für viele Verbraucher mit Ängsten verbunden, nur 24 Prozent würden sich bei einem Besuch vor Oktober wohl oder sehr wohl fühlen. Folgende Faktoren für einen Besuch gilt es für Händler zu beachten: 47 Prozent wünschen sich gut umgesetzte Hygiene- und Abstandskonzepte, für 32 Prozent sind Angebote und Vouchers ein Grund für einen Besuch und 29 Prozent wollen Informationen zur Verfügbarkeit von Produkten.

«Händler und Marken müssen sich den Prioritäten der Verbraucher anpassen und umfassend über ihre Geschäftskonzepte und Produkte informieren», sagt Stelzer. «Wenn die Verbraucher in die Geschäfte zurückkehren, wird es wichtig sein, die Käufer online und offline zu erreichen und sie vor ihrem Besuch mit Produktinformationen zu versorgen. Ein Omnichannel-Ansatz ermöglicht nicht nur eine stärkere Verbindung mit den Verbrauchern, sondern schafft auch ein nahtloses Erlebnis.»

Methodik

8062 Verbraucher wurden im Rahmen der Savanta-Studie im Juli 2020 in –Deutschland, Grossbritannien, Australien, Kanada, Frankreich und den Vereinigten Staaten von Amerika zu ihren Motivationen und Kaufhindernissen befragt. Das E-Book «Verhalten, das bleibt» finden Sie hier zum Download.

Werber brauchen kaum Daten für Tracking-Profil

Online-Marketer brauchen nur eine Liste von 50 bis 150 Lieblings-Websites von Konsumenten, um ein einzigartiges Werbetracking-Profil von ihnen zu erstellen. Dadurch fällt es ihnen leicht, Internet-Nutzer immer wieder zu identifizieren und sie mit Anzeigen zu verfolgen. Das ergibt eine Studie von Mozilla.

Werbetracking-Profil

«Vor allem für Marken ist es wichtig, online potenzielle Zielgruppen zu erkennen und gezielt für sie Werbung zu machen. Das Tracking erlaubt es, ihre Customer Journey und ihr Kaufverhalten nachzuvollziehen. Kunden nervt das aber häufig, was dem Brand schaden kann. Die Gratwanderung zwischen zu wenig und zu viel Werbung ist heute die grösste Herausforderung von Marketern. Es gibt hier keinen Königsweg, deswegen ist viel Fingerspitzengefühl gefragt», sagt Marketing-Experte Felix Murbach gegenüber dem Nachrichtenportal Pressetext.

Mehr als 52’000 Firefox-User haben an der Studie teilgenommen und anonyme Browser-Daten zur Verfügung gestellt. Insgesamt haben die IT-Forscher Informationen von 35 Millionen Website-Besuchen auf 660’000 individuellen Domains analysiert. Anhand der Daten haben sie versucht, möglichst genaue User-Profile zu erstellen, deren Genauigkeit sie in einem Testlauf überprüft haben.

 

Nicht viele Daten erforderlich

Mit einem Datensatz von 50 oft besuchten Webseiten konnte das Forschungs-Team Profile erstellen, die mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent deren individuelle Nutzer wiedererkennen konnten. Bei einem Datensatz von 150 Domains stieg diese Wahrscheinlichkeit auf 80 Prozent. Laut den Studienautoren brauchen Marketer also nicht viele Informationen, um Konsumenten auf der Spur zu bleiben. Das treffe selbst dann zu, wenn keine User-Namen verfügbar sind. (pte)

Vaudeville Studios kreieren Post-Briefmarken zur Ceneri-Tunnel-Eröffnung

Am Freitag wird das letzte Teilstück der NEAT eingeweiht: Der Ceneri-Bahntunnel. Die Schweizer Post hat zu diesem Ereignis die Vaudeville Studios beauftragt, zwei Briefmarken im Panoramaformat zu erschaffen.

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Mit der NEAT stellt die Schweiz auf dem europäischen Nord-Süd-Korridor eine moderne, leistungsfähige Bahninfrastruktur zur Verfügung – und zwar als umweltschonende Alternative zur Strasse. Die Eröffnung des Ceneri-Basistunnels ist der letzte Baustein des Jahrhundertwerks Rhein-Alpen- Korridor und zugleich Sinnbild für das Zusammenrücken von Nord- und Südeuropa.

Genau dieser Aspekt wird durch die Gestaltung der Sondermarken inszeniert. Auf der linken Seite fährt ein Güterzug durch die Niederlande. Bei genauerem Hinsehen ist sein Ziel erkennbar, der Hafen von Rotterdam. Auf dem rechten Wertteil erreicht ein Personenzug gerade Mailand, visualisiert durch den Dom. Verbunden sind die beiden Briefmarken durch einen sogenannten Zwischensteg, auf dem sich der Ceneri- Basistunnel befindet. Die Alpen sind hier nicht eine Barriere zwischen Nord und Süd, sondern werden als Natur inszeniert – ein Hinweis auf die klimafreundliche Mobilität, die der Tunnel fördert.

Die beiden Inhaber der Vaudeville Studios, Martin Brunner und Roger Zürcher, haben bereits 2016 die Briefmarke zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnels kreiert.

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Verantwortlich bei der Schweizerischen Post: Isabelle Bühler. Verantwortlich bei den Vaudeville Studios: Roger Zürcher und Martin Brunner (Projektleitung), Nicolas Charly (Illustration).

Das NZZ Folio ist mit neuem Konzept zurück

Nach der coronabedingten Pause erscheint das NZZ Folio ab Montag mit überarbeitetem Konzept und neuem Design. Es kommt optisch leichter und jünger, inhaltlich relevanter und zugänglicher daher.

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Der Schwerpunkt – bestehend aus einer Hauptgeschichte und mehreren Nebengeschichten – wird künftig den ersten Teil des Magazins ausmachen. Neues gibt es im Rubrikenteil zu entdecken, der die zweite Hälfte des Magazins umfasst. Die Klassiker «Das Experiment», «Wer wohnt da?» und die «Folio Folies» von Cartoonist Gerhard Glück bleiben erhalten. Ergänzt werden sie durch verschiedene neue Gefässe wie etwa ein grosses Interview mit Menschen, die etwas zu sagen haben, die Essay-Reihe «Best Practice – Worst Case», in der sich die Autorinnen und Autoren einem aktuellen Thema entweder lobend oder kritisch nähern, die Artikelreihe «Suisse Miniature», die einen liebevollen Blick auf die Einzigartigkeit der Schweiz wirft, und die Kolumne «Worauf warten Sie?», die einen persönlichen Blick auf ein fremdes Land erlaubt.

 

Modernes Layout, grösseres Format

Optisch kommt das Magazin mit einem neuen, modernen Layout und einem etwas grösseren Format daher. Zudem erscheint das Folio neu nur noch im Zweimonatsrhythmus. «Das gibt uns publizistisch mehr Luft, um die Stärken von NZZ Folio noch besser zur Geltung zu bringen», lässt sich Christina Neuhaus, Redaktionsleiterin des NZZ Folio, in einer Mitteilung zitieren. «Gleichzeitig reagieren wir damit auch auf den strukturellen Werbemarktrückgang und tragen dem Wunsch vieler Kunden nach einem hochwertigen, fokussierten Angebot Rechnung.»

 

Verstärkte Zusammenarbeit

Zur Neuausrichtung gehört auch die verstärkte Zusammenarbeit mit Reportern und Korrespondenten der NZZ. So wird etwa die neue Kolumne «Worauf warten Sie?» von den NZZ-Korrespondenten verfasst. Und schliesslich wird die Folio-Redaktion punktuell mit den Verantwortlichen der Dokumentarfilmreihe «NZZ Format» zusammenspannen, um ein Thema aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten.

Scholz & Friends Zürich für Rivella: Daheim, wo der Dialekt am Schönsten ist

Mit der neuen Out of Home-Kampagne setzen Rivella und seine Leadagentur Scholz & Friends Zürich die neue Markenkampagne «Wo immer dein Durst daheim ist» fort. Mit 30 individuellen Motiven zeigt das inoffizielle Schweizer Nationalgetränk, dass es sich überall dort daheim fühlt, wo es der Durst der Menschen ebenfalls ist.

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Die neue Out of Home-Kampagne von Rivella erfrischt mit regionalen Headline-Motiven, welche die Vielfalt der Schweiz und die kulturellen Eigenheiten, Leidenschaften und Aktivitäten feiern. So thematisieren sie zum Beispiel die lustigsten Dorfnamen, Zürcher Badis, den Luzerner Hausberg, St. Galler Kulinarik oder schüren den Lokalpatriotismus bei der Diskussion um den schönsten Schweizer Dialekt.

Die Plakat-Motive des neuen orchestrierten Markenauftritts «Wo immer dein Durst daheim ist», den Rivella im April unter anderem in TV, Online, Social Media, PoS, Gastro und als On Pack-Promotion lanciert hatte, sind derzeit auf mehr als 4000 Plakatstellen, SBB Railpostern und Hängekartons im ÖV zu sehen.

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Verantwortlich bei Rivella: Thomas Warring (Chief Marketing Officer), Andri Freyenmuth (Leiter Brand Management), Raphael Lingg (Senior Brand Manager), Lisa Schürmann (Brand Manager), Annika Montalenti (Senior Media & Digital Communication Manager). Verantwortlich bei Scholz & Friends: Luca Stancheris, Maira Weidmann, Martin Stulz, Aster Loerli, David Fischer, Christian Vosshagen (Kreation), Victoria Kirsch, Freyja Hablitz, Mathias Rösch, Tobias Händler (Beratung & Strategie).

Freundliche Grüsse geht mit UBS «Kids» in die zweite Runde

UBS hilft Eltern, ihren Kindern Finanzkompetenz zu vermitteln. Nach einer erfolgreichen ersten Phase geht die Kampagne «Finanzerziehung» nun in die zweite Runde. Für Konzeption und Umsetzung zeichnet weiterhin Freundliche Grüsse verantwortlich.

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Die Content-Plattform wurde im Sommer 2020 bei «Best of Content Marketing» mit Gold und Silber ausgezeichnet. Der Deutsche Preis für Wirtschaftskommunikation kürte das Projekt zum besten Content-Marketing-Case des Jahres.

Nun wird in einer zweiten Phase die Zusammenarbeit mit der Pädagogin Marianne Heller fortgesetzt. Erfrischend ehrliche Inhalte wurden erarbeitet, welche die altersspezifischen Lernfenster der Kinder berücksichtigen. Themen wie Konsumverhalten oder finanzielle Ungleichheit werden greifbar und direkt anwendbar vermittelt.

 

Kinder sprechen über Geld

Neu wurde jetzt auch das Video «Kinder sprechen über Geld» lanciert. Von Fragen wie «Was ist eigentlich Geld?» bis hin zu «Hättest du lieber eine Million oder ein Geschwister», erklären Kids aus der ganzen Schweiz in ihren eigenen Worten ein komplexes Thema. Das Video wird mit Clips auf Social Media beworben.

 

Konsumverhalten spielerisch untersuchen

Des Weiteren wurde ein interaktives Lernspiel konzipiert und umgesetzt. Mit dem interaktiven Online-Game «Finde was du brauchst» untersuchen Kinder gemeinsam mit ihren Eltern spielerisch ihr tägliches Konsumverhalten. Welche Gebrauchsgüter sind wirklich notwendig, und worauf könnten sie eigentlich auch verzichten?

Das Online-Magazin ermöglicht eine Annäherung an ein komplexes Thema und richtet sich immer nach den aktuellsten pädagogischen Erkenntnissen. So wird das Wissen einfach und auf Augenhöhe vermittelt. Mit Erfolg: Der Gesamt-Traffic stieg innerhalb der Zielgruppe um +93 Prozent.

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Verantwortlich bei UBS Schweiz: Daniel Fischer (Leiter Marketing Region Schweiz); Oliver Vedolin (Leiter Digital Marketing & Communication); Alessandro Monsurrò (Leiter Marketing Personal Banking & Wealth Management CH); Joël Frey (Leiter Digital Communication); Simone Leuchtmann (Fachverantwortliche Marketing Personal Banking & Wealth Management CH); Sascha Meissner (Content Marketing Spezialist); Rebecca Aebli (Digital Marketing Spezialistin). Verantwortlich bei Freundliche Grüsse: Pascal Deville, Samuel Textor, Manuela Brunner (Gesamtverantwortung); Janine Sonderegger (Head of Content); Mara Schwegler (Art Direction); Sebastian Blomgren, Jasmine Segginger (Beratung); Nadine Mojado (Head of Creative Production); MM motion pictures (Film).

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