Somedia gründet Digitalagentur im Alpentourismus

Das Bündner Medienhaus Somedia und die im österreichischen Innsbruck ansässige Firma Speed U Up bauen gemeinsam eine Digitalagentur im Alpentourismus auf. Dafür gründen sie das Joint Venture Speed U Up Suisse in Chur.

Somedia

Das Bündner Medienhaus, zu dem einst auch die Werbewoche gehörte, teilte am Montag mit, es sei geplant, in Chur in kurzer Zeit grössere Strukturen aufzubauen. Sie erlaubten es Schweizer Bergbahnen, Tourismusdestinationen und Hotels, «relevante Quellmärkte in und ausserhalb der Schweiz professionell zu adressieren».

Die österreichische Firma Speed U Up fokussiert laut Mitteilung auf Zukunftstechnologien, Social Media und Kampagnen. Damit treibe das Unternehmen seit mehr als vier Jahren die Digitalisierung im Alpentourismus voran.

Mit rund 20 Mitarbeitenden und über 60 Kunden in Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz sei Speed U Up die am stärksten wachsende Digitalagentur im Segment Alpentourismus. Aktuelle Projekte der Firma lägen in den Bereichen Social Media, Guerilla- und Performance-Kampagnen, Content Produktion und Distribution sowie Amazon Alexa Skills. (SDA/swi)

Vaudoise und Buzz Brothers laden zum Duell gegen Stan Wawrinka

Die Vaudoise-Kampagne mit Stan Wawrinka geht in die zweite Runde. Mit einem AR-Filter können Instagram-Nutzer auf einem virtuellen Tennisplatz gegen den Champion antreten.

Stan Wawrinka

Der Waadtländer Tennisstar hat am Montag die Lancierung des neuen Filters angekündigt und seine Follower, Tennisfans und Kontakte in den sozialen Netzwerken sowie seine Freunde aufgefordert, sich mit ihm auf einem virtuellen Tennisplatz zu messen. Der AR-Filter ist auf dem Instagram-Konto @VaudoiseAssurances verfügbar.

 

Mit dem Kopf zum Matchball

Die Vaudoise Versicherungen haben in Zusammenarbeit mit der Agentur Buzz Brothers einen interaktiven Instagram-Filter entwickelt, mit dem Nutzer auf spielerische Weise gegen Stan Wawrinka antreten können. Dabei wird der Schläger mit dem Kopf bewegt, damit es zu möglichst vielen Ballwechseln mit Stan kommt. Teilnehmende können einen Einkaufsgutschein für Sportausrüstung oder von Stan signierte Goodies gewinnen. Dazu teilen sie ihre Punktzahl auf Instagram und markieren @VaudoiseAssurances.

Die Aktion mit Stan Wawrinka erfolgt im Rahmen des 125-Jahr-Jubiläums der Vaudoise Versicherungen. Der erste Teil der Werbekampagne mit dem Schweizer Tennisspieler wurde Anfang Jahr in Zusammenarbeit mit Inhalt und Form lanciert (Werbewoche.ch berichtete).

Pietro Supino und Przemyslaw Gacek neu im Verwaltungsrat von JobCloud

Pietro Supino, Präsident und Verleger der TX Group, und der Digital-Unternehmer Przemyslaw Gacek nehmen neu Einsitz in den Verwaltungsrat von JobCloud. Sie folgen auf Thomas Gresch und Christoph Tonini.

JobCloud
Neu im JobCloud-Verwaltungsrat: Pietro Supino (links) und Przemyslaw Gacek (rechts).

Przemyslaw Gacek ist Mitgründer und CEO von Grupa Pracuj, einem Anbieter für Recruiting-Lösungen und eines der am schnellsten wachsenden Technologie-Unternehmen in Mitteleuropa. Zu Grupa Pracuj gehört Polens grösste Recruiting-Plattform Pracuj.pl sowie Robota.ua in der Ukraine. Przemyslaw Gacek folgt im Verwaltungsrat von JobCloud auf Thomas Gresch, der die TX Group verlassen hat.

Ebenfalls neu im Verwaltungsrat ist TX-Group-Präsident Pietro Supino. Er ist Nachfolger von Christoph Tonini, dem ehemaligen CEO der TX Group.

Der aktuelle Verwaltungsrat von JobCloud setzt sich wie folgt zusammen:

  • Robin Lingg (Head of International Marketplaces, Ringier), Präsident
  • Olivier Rihs (CEO, TX Markets), Vizepräsident
  • Pietro Supino (Präsident und Verleger, TX Group)
  • Marc Walder (CEO und Managing Partner, Ringier)
  • Michel Kaufmann (Head of Marketing & Growth, Picstars)
  • Przemyslaw Gacek (CEO, Grupa Pracuj)
  • Fabian Kienbaum (CEO, Kienbaum Consultants International)
  • Axel Konjack (Head International Marketplaces Unit, Ringier)

Update realisiert Webauftritt für die Schweizer Digitaltage 2020

Die Schweizer Digitaltage bieten ein breit gefächertes Angebot rund um Digitalisierung. Das Event findet erstmalig auch online statt. Auch dieses Jahr zeichnet Update verantwortlich für die Realisierung der Plattform.

Digitaltage

Vom 1. bis 3. November kann die gesamte Bevölkerung über 300 physische als auch virtuelle Angebote rund um die Themen des digitalen Wandels kostenlos nutzen. Die nationalen Aktionstage umfassen dabei eine Vielzahl von Formaten wie Keynotes, landesweite Ausstellungen, Startup-Battles, Gesprächsrunden, Live-Demos und Unterhaltung. Neben den mehr als 20 Austragungsorten in der ganzen Schweiz kann das vielschichtige Digitaltage-TV-Programm nach Belieben mitverfolgt werden.

Was, wann, wo und mit und von wem organisiert wird, kann im zentralen Veranstaltungskalender unter Digitaltage.swiss eingesehen werden, den Update im Auftrag der Organisatoren weiterentwickelt hat, nachdem sie 2019 bereits eine erste Version umgesetzt wurde. Ebenfalls lassen sich alle Livestreams über die Website verfolgen. Das Design der Website wurde in Zusammenarbeit mit Scholtysik & Partner entwickelt, die technische Umsetzung erfolgte zusammen mit der Agentur Ownbit auf Basis des Content Managment Framework Processwire sowie dem JavaScript-Framework Vue.js für den Veranstaltungsbereich.

Das CMS dient gleichzeitig auch als Verwaltungszentrale für alle physischen und virtuellen Events. Alle Partner der Digitaltage haben ein persönliches Login, über das sie ihre Inhalte einfach und unkompliziert verwalten können. Die Sicherheit und Verfügbarkeit der Plattform wird via Amazons CloudFront gewährleistet.

Die Corona-Krise hat den Trend zur flexiblen Arbeit massiv beschleunigt

Eine Umfrage von Coople gewährt Einblicke in die neue Arbeitswelt: Ein Grossteil der Arbeitgeber kennt die Rechte von Flexworkern nicht, geplant wird im Corona-Jahr viel kurzfristiger und flexibles Arbeiten ist heute eine Möglichkeit, Karriere zu machen.

flexiblen Arbeit
Gerade im Bereich Logistik sind Flexworker sehr gefragt. (Bild: Unsplash.com)

Für die Umfrage erkundigte sich Coople bei Schweizer Personal- und Führungskräften über ihr Wissen bezüglich der Rechte flexibler Arbeitskräfte, ihre Einschätzung der aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt sowie ihren Einsatz flexibler Arbeitskräfte. Überraschend zeigt sich, dass 80% der Befragten die Rechte flexibler Mitarbeiter nicht kennen. 51 Prozent wissen nicht, dass externe, flexible Mitarbeiter ein Anrecht auf Ferienentschädigung haben. 56 Prozent ist nicht bewusst, dass es ein Anrecht auf Krankentagegeld gibt. Und nur 18 Prozent sind informiert, dass externe, temporäre Mitarbeiter ein Anrecht auf Weiterbildung haben.

«Wenn Mitarbeiter über flexible Plattformen angestellt sind, geniessen sie im Vergleich mit Festangestellten nach OR eine gleichwertige soziale Absicherung», erklärt Yves Schneuwly, Geschäftsführer von Coople Schweiz. Diese sei auf die Bedürfnisse flexibel arbeitender Menschen zugeschnitten und die Leistungen reichten von Versicherungen und Altersvorsorge bis hin zur finanziellen Beteiligung an Weiterbildung.

 

Digitalisierung hat Flexwork etabliert  

Durch die Digitalisierung ist Flexwork von einer Notlösung zu einer etablierten, weil zeitgemässen Arbeitsform für Arbeitnehmer geworden. Diese können ihre Online-Profile selbst erstellen und durch gute Bewertungen ständig verbessern.

«Flexworker sind keine zweitklassigen Mitarbeiter», betont Schneuwly. «Sie sind oft sehr ambitioniert und nutzen flexible Arbeit, um sich Möglichkeiten für den beruflichen Aufstieg zu schaffen.» Personal werde sowohl für kurz- und langfristige Personaleinsätze gesucht.

 

Bedeutung von Flexibilität nimmt zu

59 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass Flexibilität wichtig bis sehr wichtig ist. Wurde vor Covid-19 am ehesten vier bis 12 Monate im Voraus geplant, so sind dies jetzt eher ein bis drei Monate. Das ist ein Planungszeitraum, den man mit neuen Festanstellungen oft nicht einhalten kann – flexible Arbeit wird gebraucht. «Der Trend zu flexiblem Arbeiten hat sich durch die Corona-Krise deutlich akzentuiert – ähnlich der Digitalisierung. Flexible Arbeit bedeutet beste Möglichkeiten in guten Zeiten – und in schlechten ist sie essenziell geworden», so Schneuwly. Und: «Bis 2025 könnten Unternehmen über ein Drittel ihrer Belegschaft als flexible Mitarbeiter beschäftigen.»

Die Plattform für flexible Personallösungen Coople befragte zwischen dem 8. und dem 13. September 2020 knapp 200 Personal- und Führungskräfte von kleinen, mittleren und grösseren Schweizer Unternehmen über ihr Wissen bezüglich der Rechte flexibler Arbeitskräfte, ihrer Einschätzung der aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt sowie ihrem Einsatz flexibler Arbeitskräfte.

Wohin mit all den Milliönchen? Komet gibt Empfehlungen für Euromillions

In der aktuellen Euromillions-Imagekampagne regt Komet zum Nachdenken darüber an, was man Sinnvolles mit den dreistelligen Millionengewinnen anfangen könnte.

Komet

Euromillions ist mit regelmässigen Gewinnen über 100 Millionen «die Lotterie mit dem grössten Jackpot Europas». Diese für alle Mitspielstaaten verbindliche internationale Positionierung soll nun mit Hilfe einer Imagekampagne von Komet noch besser in den Köpfen der Schweizer*innen verankert werden.

Ganz im Sinne der zeitgeistigen «Sharing Economy» stellt sie auf sämtlichen Werbemitteln die Frage in den öffentlichen Raum, was man mit derart viel Geld und Glück machen kann. Behalten? Investieren? Oder doch teilen? Dabei erhält man mit jeder Schlagzeile und jeder verniedlichten Million eine kleine Ahnung von der Grösse der Gewinne bei Euromillions, die spätestens mit dem neuen Claim zur Gewissheit wird: Der grösste Jackpot Europas reicht für mehr. Eine für Lotterien ungewöhnliche Kampagne, die zur Selbstreflexion anregt und gleichzeitig die Fantasie potentieller Gewinnerinnen und Gewinner beflügelt.

Die Kampagne wird längerfristig in der ganzen Deutschschweiz und im Tessin eingesetzt.

Komet

Verantwortlich bei Swisslos: Rolf Kunz (Leiter Marketing & Distribution), Alona Jovanovic (Leiterin Produkt-Management Lottos), Patrizia Heinimann (Produkt-Managerin Lottos), Markus Fischer (Leiter Produkt-Management Lotterien). Verantwortlich bei Komet: Jeff Gerber (CD), Daniel Müller (Text), Claudio Parente (AD), Andrea Zaugg (Grafik), Melanie Schlunegger (DTP), Corinne Hert (Client Service Director), Christine Gerber, Nicolas Gabl (Beratung).

Furrerhugi steckt viel menschliche Intelligenz in das neue AI-Festival AiCon

Im Auftrag des Kantons Schwyz hat Furrerhugi gemeinsam mit Evenjo das neue AI-Festival AiCon kreiert und organisiert. AiCon steht unter dem Patronat von Bundesrat Guy Parmelin und verleiht den ersten nationalen AI-Award. Die Veranstaltungsreihe wurde am Mittwoch im Hotel Seedamm Plaza in Pfäffikon SZ lanciert.

Furrerhugi

Furrerhugi und die Partneragentur Evenjo aus Bern – beides Mitglieder der Kommunikationsgruppe Comfederation – haben das neue Festival im Auftrag des Veranstalters Kanton Schwyz geplant, kreiert und umgesetzt. Die Covid-19-Situation zwang die Organisatoren, in diesem Jahr auf den eigentlichen Konferenztag mit mehreren hundert Besucher*innen zu verzichten. Dafür nahmen am Mittwoch rund 60 geladene Gäste an einem Network-Dinner mit Input-Referaten von bekannten Grössen aus der AI-Szene teil und erlebten die Verleihung des ersten nationalen AI-Awards.

 

Umsetzung im Teamwork

Furrerhugi war verantwortlich für das Konzept, die Event-Inhalte, die Medienarbeit sowie die Social-Media-Aktivitäten und kreierte das gesamte grafische Erscheinungsbild. Evenjo lieferte die Eventplanung und -koordination sowie die Eventarchitektur und -technik. Die Website Ai-con.ch wurde von der Agentur Neofluxe aus Biel – die bis vor kurzem noch Cubegrafik hiess – umgesetzt. Ein weiterer wichtiger Partner war Digitalswitzerland. Die Dachorganisation sieht AI als zentrales Element in der Positionierung der Schweiz als führender Forschungs- und Innovationsstandort.

 

Das Festival zeigt die Zukunft 

AiCon wird in den nächsten Jahren zeigen, wohin die Reise im Bereich AI-Technologien geht und welche Rolle die Schweiz spielen kann. AiCon wird organisiert vom Kanton Schwyz in Zusammenarbeit mit der Stiftung Mindfire, Digitalswitzerland und dem Kanton Zürich.

Furrerhugi

Verantwortlich bei Furrerhugi: Lorenz Furrer und Pascal Ihle (Mandatsleitung), Alexandra Hofer, Dominic Tschupp (Projektleitung), Julia Ryser (Art Direction). Verantwortlich bei Evenjo: Esther Kissling (Konzept, Content und Regie), Daniel Schmutz (Gesamtprojektleitung und Beratung), Stefan Bähler (technische Leitung und Umsetzung), Vanessa Lerand (Welcoming und Hospitality). Verantwortlich beim Kanton Schwyz: Urs Durrer, Olivier Dolder.

Ruf Lanz realisiert einleuchtende Kampagne für die BFU

In der aktuellsten Kampagne für die BFU zeigt Ruf Lanz auf einleuchtende Art: Nur wer sich sichtbar macht, wird im Verkehr gesehen.

Ruf Lanz

Die jüngste BFU-Kampagne widmet sich dem Thema Sichtbarkeit. Denn mehr Sichtbarkeit im Strassenverkehr bedeutet nachweislich mehr Sicherheit. Gerade bei Dunkelheit oder schlechter Sicht sind Farben und Details schlecht erkennbar. Aber auch am Tag ist man sicherer unterwegs, wenn man sich sichtbar macht – mit heller Kleidung und Leuchtelementen.

Ruf Lanz hat dafür eine einleuchtende Metapher geschaffen. Mit Leuchtstiften wird das markiert, was einem besonders wichtig ist. Für verschiedene Zielgruppen sind so prägnante Sujets entstanden.

Die Kampagne läuft seit Samstag bis Mitte November, pünktlich zur dunkleren Jahreszeit. Das Hauptwerbemittel sind F4-Plakate entlang der Strassen in der ganzen Schweiz – dort, wo die Zielgruppen sich bewegen. Flankierend kommen ein Safety-Kit, Kleinplakate und Social-Media-Massnahmen zum Einsatz. Für Polizeiaktionen rund um den nationalen Tag des Lichts vom 5. November 2020 wurde zudem ein praktisches Give-away kreiert.

Ruf Lanz

Verantwortlich bei der Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU: Nathalie Wirtner Julmi (Kampagnenleiterin), Peter Matthys (Leiter Kampagnen), Jürg Beutler (Leiter Kommunikation, Mitglied der Geschäftsleitung). Verantwortlich bei Ruf Lanz: Danielle Knecht Lanz, Markus Ruf (Creative Direction), Isabelle Hauser (Art Direction), Markus Ruf (Text), Armin Arnold (DTP), Miro Poffa (Beratung). Illustration: Isabelle Hauser. Bildbearbeitung: Aschmann Klauser, Michèle Aschmann.

Düstere Aussichten für die Hotellerie wegen Corona

Eine aktuelle Umfrage zur Lageeinschätzung in der Beherberungsbranche vom Verband Hotellerie Suisse zeigt: Die Lage sowie auch die Prognose für den Winter verschlechtern sich. Die Ergebnisse legen eine höhere Konkurswahrscheinlichkeit in den kommenden Monaten nahe.

Hotellerie

Die Branchenumfrage, die zwischen dem 30. September und dem 4. Oktober 2020 durchgeführt wurde, zeigt schweizweit eine Verschärfung der Lage auf. Die kommenden Monate werden für die Beherbergungsbranche deutlich herausfordernder als der Sommer.

 

Touristische Erholung nur schleppend

Die Sommersaison verlief für die grosse Mehrheit der Betriebe schweizweit deutlich schlechter als im Vorjahr (66 Prozent). Obwohl in den ländlich-alpinen Gebieten mehr Schweizerinnen und Schweizer Ferien machten, wurden teils massive Einbussen verzeichnet. Vor allem Betriebe im Berner Oberland und im Wallis fehlten die internationalen Gäste.

In den kommenden Monaten erwarten die Hotelbetriebe klar tiefere Auslastungszahlen sowie grosse Umsatzeinbussen. So rechnen schweizweit 70 Prozent der Betriebe mit einer schlechteren Wintersaison als im Vorjahr. Besonders alarmierend sind die Einschätzungen aus den städtischen Gebieten. 90 Prozent der Befragten in den städtischen Gebieten sehen eine deutliche Verschlechterung der Lage. In den Ferienregionen rechnen 57 Prozent mit einem negativeren Verlauf der Wintersaison.

 

Unklare, uneinheitliche Reisebestimmungen bremsen Tourismus aus

Als besondere Herausforderung sehen die Befragten die uneinheitlichen Reiseregelungen in Europa. Derzeit wird die Erholung der Reisetätigkeit massiv ausgebremst. 63 Prozent der Befragten befürworten eine Harmonisierung. Weiter wünschen sich 61 Prozent eine schnelle Zulassung von Schnelltests und die Anpassung der Quarantäneregelungen. Verbandspräsident Andreas Züllig fordert deshalb den Bundesrat auf, «schnellstmöglich für die Harmonisierung der Reiseregelungen einzutreten und die Quarantäneregelungen anzupassen».

Die derzeitigen Regeln würden die Wirtschaftlichkeit der Betriebe gefährden, was die Gefahr für unnötige Betriebsschliesungen erhöhe. Oft werden ganze Teams von Mitarbeitenden unter Quarantäne gestellt. Zudem werden Reisende abgeschreckt, in die Schweiz zu kommen.

 

Investitionen werden sistiert, Fachkräfte abgebaut

Aufgrund der Corona-bedingten Liquiditätsprobleme werden zwei Drittel der Hotelbetriebe (67 Prozent) ihre geplanten Investitionen in den nächsten sechs Monaten verschieben. Damit greifen deutlich mehr Betriebe zu dieser Massnahme als noch in der Juni-Umfrage, wo es noch 55 Prozent waren.

Mehr als ein Drittel der Befragten (37 Prozent) werden in den kommenden Monaten Kündigungen aussprechen müssen. Die Quote ist vor allem in den Städten hoch (59 Prozent). Somit bleibt die Situation auf dem Arbeitsmarkt besorgniserregend. Die Möglichkeit der Kurzarbeit bleibt deshalb auch in den kommenden Monaten eine wichtige Stütze im Kampf gegen Massenarbeitslosigkeit im Gastgewerbe.

 

Konkurswahrscheinlichkeit steigt

Aufgrund der deutlich getrübten Aussichten schätzt die Hotellerie die Konkurswahrscheinlichkeit wieder höher ein. Während im Juni ca. 3 Prozent der Hotelbetriebe eine Konkurswahrscheinlichkeit von 60% und mehr angegeben hatten, rechnen nun 6 Prozent mit einem solch hohen Konkursrisiko. Dabei sind vor allem städtische Betriebe betroffen: Die Konkurswahrscheinlichkeit von 60 Prozent und mehr droht 12 Prozent der Betriebe in der Stadthotellerie, vor allem in Zürich und Genf. Allein auf die gesamte Stadthotellerie hochgerechnet sind aktuell rund 142 Betriebe konkursbedroht.

Der Verband fordert deshalb einen zeitnahen Rückzahlungserlass einfacher Covid-Kredite in Härtefällen sowie einen Nullzinssatz während der gesamten Laufzeit. Diese Massnahmen seien nötig, um Liquiditätsprobleme und Investitionsstaus zu bekämpfen sowie Arbeitsplätze und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu erhalten.

Ringier Sports übernimmt Sportal

Um die eigene Digital Unit zu verstärken, hat Ringier Sports per 1. Oktober 2020 Sportal Media übernommen. Die Plattformen Sport.ch und Sportalhd.com bleiben als eigenständige Marken bestehen und werden unter dem Dach von Ringier Sports weitergeführt.

Ringier

Sportal Media wurde 2003 gegründet und fokussiert sich auf die Produktion von Sportcontent und die Vermarktung digitaler Medienangebote. Unter der Marke Sportal werden Sportinhalte für Fans und Marken auf verschiedenen sozialen, digitalen und TV-Plattformen aggregiert und kuratiert. Mit Sportal HD verfügt die Unternehmung über Programm-Know-how. Die Produktions-Unit erstellt und vertreibt Sport- und Lifestyle-Original-Programme sowie Branded Content. Sportal konzipiert Engagement-Strategien für Sport-Communities auf digitalen Plattformen und in Sozialen Netzwerken.

Sportal betreibt die Aggregations-Plattform Sport.ch und beliefert junge, digital-affine Fans mit der täglichen Dosis an Sport in Form von Live-Ticker, Highlights, Videos, News und Streams. Zu Sportal gehört mit Sportalhd.com auch das einzige deutschsprachige Sport-Streaming-Angebot, das Live-Sport-Highlights mit exklusiven Talks und Original Programm kombiniert. Zum Streaming-Programm gehört zum Beispiel der Fussball-Talk «The Soccer Lounge», der bereits seit sechs Saisons wöchentlich das Geschehen rund um die Raiffeisen Super League mit Spielern und Experten beleuchtet. Die Portale verzeichnen über 1,8 Millionen Visits pro Monat.

 

Synergien durch Integration

Im Zuge der Übernahme von Sportal Media wurden die 13 Mitarbeitenden von Sportal per 1. Oktober 2020 von Ringier Sports übernommen und in die Digital Unit integriert. Alexander Grimm, ehemals Gründer und CEO von Sportal, bekleidet neu die Position des Chief Digital Officers und nimmt Einsitz in die Geschäftsleitung.

Agence Trio klopft an die richtigen Türen

Zusammen mit Agence Trio hat die Schweizerische Koordination Service Check ihre erste Sensibilisierungs-Kampagne «Sauber! Angemeldet?» gestartet. Mit dem Service Check sollen sämtliche in der Hauswirtschaft tätigen Personen durch vereinfachte Abläufe bei den Sozialversicherungen gemeldet werden.

Coordination-suisse-des-Chèques-emploi-(©-Agence-Trio)

Die Situation von nicht gemeldetem Hauspersonal ist während der sanitären Krise noch schwieriger geworden, als sie ohnehin schon war. Wie verschafft man denjenigen Personen mehr Gehör, deren Rechte oft nicht respektiert werden? Die Sensibilisierungskampagne von der Schweizerischen Koordination Service Check will genau dieses Problem angehen. «Sauber! Angemeldet?» bezweckt, dass sämtliche in der Hauswirtschaft angestellten Personen dank dem Service Check mit seinen vereinfachten Abläufen an die Sozialversicherungen gemeldet werden.

Das von Trio vorgeschlagene Kreativkonzept richtet sich an das breite Publikum, indem der in der Schweiz wohlbekannte Ausdruck «Sauber, in Ordnung» in Frageform abgewandelt wird. Die Kampagne umfasst Social-Media-Massnahmen, eine Website, eine Animation in Französisch und Deutsch sowie eine breit angelegte PR-Operation und rückt sowohl die Qualität der Arbeit (sauber!), als auch den Status des Arbeitnehmers (angemeldet?) auf einen Blick in den Vordergrund.

Zuerst wurden auf Cheques-emploi-suisse.ch die verschiedenen regionalen Entitäten des Service Checks unter einem Dach vereinigt. Nach einer Auffrischung der Website wurde eine kurze, dynamische Animation geschaffen, um ein klares Porträt des Service Checks zu vermitteln.

Um die Aufmerksamkeit noch stärker auf die wichtige Rolle des Service Checks zu lenken, wurde in der ganzen Westschweiz eine auffällige Guerilla-Aktion gestartet. Rund tausend Türhänger mit dem Kampagnenslogan und einem QR-Code zur Visualisierung der Animation wurde an strategisch wichtigen Stellen – wie Redaktionen, Verbänden oder Verwaltungen – platziert.

 

Verantwortlich bei Schweizerische Koordination Service Check/EPER: Clotilde Fischer (Project Manager), Elise Shubs (Coordinator). Verantwortlich bei Agence Trio: Michael Kamm (CEO), Julien Munier (Account Manager), Romane Zuccatti (Junior Account Manager), Emile Savoy (Account Manager), Guillaume Roud (PR Director), David Chauvet (PR Manager), Fabian Monod (Art Director), Marie Doan Jacot-Descombes (Junior Art Director),  Arthur Moreillon (Graphic Designer), Philippe Bystranowski (Copywriter), Saïnath Bovey (Motion Designer), Léanne Dejeu (Strategic Planner), Sabrina Nunes (Digital Specialist).

Authentische Social-Media-User sind glücklicher

Authentische Social-Media-Nutzer sind glücklicher als diejenigen, die sich lieber verstellen. Ehrlichkeit auf sozialen Plattformen macht Menschen mit ihrem Leben zufriedener und wirkt sich positiv auf ihr mentales Wohlbefinden aus, wie eine Studie der Columbia University zeigt.

Authentische

«Wenn Social-Media-User ehrlich sind, zeigen sie nicht nur die schönen Seiten ihres Lebens und geben zu, wenn es ihnen schlecht geht. Bekommen sie darauf positive Rückmeldungen, bestätigt das ihr echtes Selbst. Lob für eine geschönte Darstellung führt nur zu mehr Täuschung. Es gibt aber auch Menschen, die nur über negative Emotionen schreiben und damit nach Mitleid suchen. Authentische User müssen genau das ausdrücken, was sie wirklich fühlen», empfiehlt Stefan Caduff, Geschäftsleiter der Luzerner Medienpsychologie-Institution Sapia im Interview mit Pressetext.

Die Forscher haben 10’560 Facebook-Profile untersucht. Von den Likes und Status-Updates haben sie deren Persönlichkeitsmerkmale nach dem psychologischen «Big Five»-Modell definiert. Dabei hat sich herausgestellt, dass authentische Offenheit und Lebenszufriedenheit miteinander in Zusammenhang stehen.

 

Idealisierte Darstellung schadet

Zusätzlich zu den Facebook-Profilen hat das Team ein Experiment mit 90 Studenten durchgeführt. Über den Zeitraum von jeweils einer Woche mussten die Probanden entweder authentische Inhalte posten oder eine idealisierte Selbstdarstellung pflegen. In Befragungen haben die Wissenschaftler schließlich den Gemütszustand analysiert. Auch hier zeigte sich, dass eine ehrliche Haltung im Social Web deutlich glücklicher macht. «Ob die Verwendung einer Plattform hilft oder schadet, hängt davon ab, wie man sich darauf ausdrückt», erklärt die Studien-Koautorin Erica Bailey. (pte)

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