Maybaum Film dreht zwischen Brei und Windeln

Klein aber gemein – im Alltag lauern auf Babys und Kleinkinder viele unscheinbare Gefahren, die grosse Auswirkungen haben können. Maybaum Film hat im Auftrag der BFU mit ganz jungen Hauptdarstellern filmische Warnhinweise für Eltern gedreht.

maybaum_ouups_02

Nach 31 Jahren, in denen Eltern die BFU-Kinderpost als Informationsquelle zur Verfügung stand, hebt die BFU «Ouups!» aus der Taufe. Die Präventionskampagne soll frischgebackene Eltern mit hilfreichen Infos versorgen und vor Gefahren für ihre Kinder warnen. Teil der Kampagne sind Videos zum Thema «Kleine Dinge – grosse Gefahr», die ohne rottenmeiersche Strenge, Drohfinger oder Horror-Storyline überlebenswichtige Infos vermitteln.

Im Pitch hat Maybaum Film aus Baden mit frischen Ideen und schnörkellosem Storytelling überzeugt. Die Videos zur Kampagne zeigen mit geschickter Kameraführung und effektvoller Postproduktion die dramatische Grösse von kleinen Gefahren. Zum Ende jeder Episode passiert das, was in den dargestellten Situationen wünschenswert ist: absolut gar nichts. Und zwar, weil aufmerksame Eltern die Gefahrenquellen mühelos eliminieren und dadurch schlimmeres verhindern. Maybaum zeigt die Best Practice anhand von Menschen, die «wie du und ich» sind. So fühlen sich junge Eltern bestärkt, auch diese zusätzliche Verantwortung zu meistern.

maybaum_ouups_01

Laurent Ulrich von Maybaum Film führte Regie und erreichte beim Dreh neue Sphären der Geduld und einen ungeahnten Spasslevel. Die jüngsten Darsteller am Set waren Kleinkinder, die mit ihrer Unberechenbarkeit für viele Lacher, aber auch für zusätzliche Takes sorgten. Die Eltern der kleinen Hauptdarsteller waren am jeweiligen Drehtag dabei und motivierten ihren Nachwuchs, wenn das Spiel mit der Kamera plötzlich langweilig wurde. Entstanden sind authentische Film- und Fotoaufnahmen, die verschiedene Gefahren im Kleinkinder-Alltag aufzeigen.

Die ersten beiden Videos von Maybaum machen deutlich, an welchen Lebensmitteln und Kleingegenständen sich Babys verschlucken und ersticken können. Die nächsten filmischen Sicherheitshinweise entstehen im 2021 und drehen sich ums Verbrühen, Ertrinken und den nicht zu unterschätzenden Sturz vom Wickeltisch. Die «Ouups!»-Videos kommen mit wenig Text aus und werden so auch von Menschen aus anderen Sprachregionen verstanden. Auf die Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit hat die BFU besonderen Wert gelegt, denn jedes Kind, das sich im scheinbar harmlosen Alltag schwer verletzt oder gar stirbt, ist eines zu viel.

 

Verantwortlich bei BFU: Ruth Beer (Projektverantwortliche); Claudia Schär (Verantwortliche Digitale Medien) Barbara Schürch (Gesamtverantwortliche). Verantwortlich bei Maybaum Film: Michel Frutig (Konzept); Laurent Ulrich (Regie); Simon Huber (Kamera); Christian Rueeger (SFX); Remo Wyss (Set-Design); Tim Zumstein (Assistenz); Simon Ianelli (Fotografie).

Silva Imken leitet das Marketing bei Ananné

Silva Imken übernimmt zum 1. Januar 2021 die Position Director Marketing & Communications für die Kosmetikmarke Ananné. Sie verantwortet damit die weltweiten Marketingaktivitäten der in der Schweiz hergestellten und zertifizierten Wirkstoffkosmetik.

Silva-Imken

Silva Imken war zuletzt Marketingleiterin bei Börlind, wo sie die Bereiche Brand-/ Product Management, Trademarketing, Public Relations, Social Media, Online-Marketing und E-Commerce sowie den Kundenservice für die Marken Annemarie Börlind – Natural Beauty und Dado Sens Dermacosmetics verantwortete.

Ihre Karriere begann sie 1995 bei der Bertelsmann Music Group in Hamburg. Von dort wechselte sie 2003 zur Berliner Ad in Marketing-Beratung. Während dieser Zeit war sie unter anderem als Pressesprecherin für Veranstaltungen wie «Die Goldene Kamera» verantwortlich. 2013 folgte mit Börlind der Einstieg in die Kosmetikbranche.

Bundesrat will Zukunft von Nachrichtenagenturen genauer beleuchten

Der Bundesrat ist bereit, in einem Bericht Modelle aufzuzeigen, wie eine nationale Nachrichtenagentur im Sinne des Service Public betrieben und finanziert werden könnte. Er beantragt ein entsprechendes Postulat kommentarlos zur Annahme.

bundeshaus2

Den Vorstoss eingereicht hat SP-Nationalrat Jon Pult (SP/GR). 14 Nationalrätinnen und Nationalräte aus den Reihen von SP, Grünen, CVP und GLP haben das Postulat mitunterzeichnet. Der Bundesrat ist bereit, den postulierten Bericht zu erstellen, wie er am Montag in seiner Antwort auf den Vorstoss mitteilte.

Pult verlangt von der Regierung, Szenarien für die künftige Versorgung der Schweizer Medien mit Dienstleistungen von Nachrichtenagenturen für alle Landesteile und für alle Landessprachen zu erarbeiten. Diese Aufgabe erfüllt derzeit die Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Die jüngere Geschichte rund um das Unternehmen zeige, wie fragil die Existenz einer solchen medialen Basisinfrastruktur sei, hält Pult fest. «Ohne erhebliche staatliche Stützung würde es diese Agentur in der aktuellen Form wohl nicht mehr geben.» Was die Zukunft im ohnehin sehr volatilen Medienmarkt bringe, sei trotz der aktuellen Stabilisierung von Keystone-SDA ungewiss.

Zudem stellten sich auch grundsätzliche staatspolitische Fragen in Bezug auf die Besitzverhältnisse einer Nachrichtenagentur von nationaler Bedeutung. Aus diesen Gründen sei die Politik gut beraten, wenn sie sich frühzeitig und vorurteilsfrei mit verschiedenen Zukunftsszenarien für diese mediale Basisdienstleistung auseinandersetze, schreibt Pult weiter. (SDA)

Werbemarkt in der Schweiz wohl erst 2023 wieder auf Vorkrisenniveau

Die Corona-Krise hat auch dem Werbemarkt zugesetzt. Allerdings hilft auch hier die digitale Transformation bei der Erholung, wie der Zenith Advertising Expenditure Forecast zeigt.

Maria Brinkmann
Maria Brinkmann, Managing Director von Zenith Schweiz.

Weltweit werden Berechnungen der Agentur Zenith zufolge die Ausgaben im Jahr 2020 um 7,5 Prozent zurückgehen. Im Juli habe die Prognose allerdings noch bei einem Einbruch von 9,1 Prozent gelegen, heisst es in einer aktuellen Mitteilung. Dank des E-Commerce-Booms gebe es bei den digitalen Werbeausgaben sogar ein Wachstum von 1,4 Prozent.

Beim Blick auf die einzelnen Regionen steht Westeuropa im Verhältnis zum Rest der Welt eher schlecht da und wird wohl erst 2023 das Werbeausgabenniveau von 2019 wieder erreichen. «In der Schweiz sehen wir ein ähnliches Bild», erläutert Maria Brinkmann, Managing Director von Zenith Schweiz. 2020 werde der Werbemarkt hierzulande etwa 9,7 Prozent verlieren, danach gehe es in eher kleinen Schritten wieder bergauf.

Dabei werde der E-Commerce und damit Werbung oder Suchanzeigen auf Handelsplattformen seine Bedeutung wohl behalten, auch wenn wieder Normalität herrsche. In China sei dies beispielsweise ein bereits relativ gut etablierter Werbekanal, andernorts gebe es dafür noch grosses Wachstumspotenzial. (SDA/swi)

Die Diplomfeier der Marketing- und Verkaufsleiter 2020 fand erstmals virtuell statt

Virtuelle Diplomfeier der Marketing- und Verkaufsleiter 2020: 180 Talente erhielten ihre Diplome. Zum ersten Mal mit einer digitalen Gratulation.

SwissMarketing_2020_174

Ein fester Termin in der Schweizer Marketing- und Sales-Szene: Immer Ende November findet in Interlaken die Diplomfeier der Marketing- und Verkaufsleiter statt. Und zwar als Live-Event, mit Menschen, die sich gratulieren, in die Arme fallen und nicht zu knapp zuprosten.

Beim Jahrgang 2020 war das für einmal anders. Das Virus hat sich auch bei der Diplomfeier bemerkbar gemacht und die Übergabe der Brevets in der üblichen Form verhindert. Die Veranstalter haben deswegen ein Diplom-Distancing, eine Feier per Live-Stream über den Online-Kanal, umgesetzt. Im Streaming-Studio der Veranstaltungstechnik-Spezialistin Opera fand die Diplomfeier 2020 statt

 

Moderation mit Salar Bahrampoori

Als Moderator führte Salar Bahrampoori im Streaming-Studio durch die Sendung. Der «Glanz & Gloria»- Moderator liess per Film-Einspieler noch einmal Erinnerungen aufkommen an die schriftliche Prüfung in Basel, die zu hundstäglichen Temperaturen über die Bühne ging.

Schon damals war die Pandemie ein Thema. Im ganzen Gebäude galt Maskenpflicht, nur bei der Prüfung selbst konnten sich die Kandidatinnen und Kandidaten sitzenderweise ohne Mund- und Nasenschutz ans Werk machen. «Die Kandidatinnen und Kandidaten haben die Prüfung trotz erschwerter Bedingungen mit Bravour gemeistert», sagte Prüfungskommissions-Präsident der Verkaufsleiter Markus Hinder im Film. Beim Live-Streaming konnte Hinder leider nicht teilnehmen. Die Prüfungspräsidentin der Marketingleiter Ibi Bertschi hielt die Stellung, führte in den Live-Stream ein, gratulierte den erfolgreichen Absolventen gleich selber – und winkte Hinder zu, der die digitale Feier wohl zu Hause am Bildschirm verfolgte.

SwissMarketing_2020_182
Salar Bahrampoori und Ibi Bertschi im Streaming-Studio von Opera.

Viele Jahrgangsbeste präsent im Streaming-Studio

Zu einem grossen Teil waren die Jahrgangsbesten der jeweiligen Prüfungsteile live im Studio und konnten ihren verdienten Award gleich selber in Empfang nehmen. Wer es selbst nicht ins Studio schaffte, wurde per Video-Call zugeschaltet. Alle erfolgreichen Diplomanden hatten schon im Voraus ein Paket mit prickelndem Inhalt erhalten: Prosecco zum Anstossen.

 

180 erfolgreiche Absolventen

Insgesamt waren es 180 erfolgreiche Absolventen, die als Marketing- und Verkaufsleiter brevetiert wurden. Bei den Marketingleitern waren 38 Personen angetreten, davon bestanden 29 oder 76,3 Prozent mit Erfolg. Gesamtnotendurchschnitt: 4.1.

Bei den Verkaufsleiterinnen und -leitern wurden insgesamt 256 Kandidatinnen und Kandidaten geprüft. Bestanden haben 151, was einer Erfolgsquote von 63,3 Prozent entspricht. Spitzenleistungen vollbrachten Michael Winterberger als Jahrgangsbester bei den Marketingleitern sowie Marco Reolon als Jahrgangsbester der Verkaufsleiter. Beide wurden mit einem «Swiss-Marketing-Award» für ihre Leistung ausgezeichnet.

Marco-und-Michael-(4)
Die Jahrgangsbesten Marco Reolon (links) und Michael Winterberger wurden mit einem Swiss-Marketing-Award für ihre Leistung ausgezeichnet.

Minz realisiert neues Kundenmagazin für CSS

Inspirieren statt nur informieren: Die Luzerner Agentur Minz hat für die CSS das neue Kundenmagazin «CSS und Sie?» realisiert.

MINZ-Werbeagentur-Luzern-Design-CSS-Kundenmagazin_2

Bereits im neuen Namen des Magazins sollte die Haltung der CSS zum Ausdruck kommen. Das Magazin erscheint vierteljährlich in einer Auflage von 775’000 und in drei Landessprachen.

 

Inspirieren statt nur informieren

«Wir wollen mit unserem Kundenmagazin inspirieren, nicht nur informieren», so Angela Geering, Leiterin Corporate Publishing bei der CSS. Mit diesem Anspruch führte die CSS einen Agenturwettbewerb durch. Die Luzerner Agentur konnte die Verantwortlichen mit einem kreativen Grundkonzept überzeugen. «In einem gemeinsamen Prozess haben wir dieses weiterentwickelt und verfeinert. Entstanden ist ein Magazin, das inhaltlich wie visuell neue Wege geht», beschreibt Evita Mauron, Chefredaktorin Kundenmagazin, den Entstehungsprozess.

 

Struktur, Orientierung und Augenführung

Eine klare Magazinstruktur mit den drei Teilen Fokusthema, Beiträge zu Gesundheitsthemen und einem klassischen Informationsteil soll die Leser*innen durch die Inhalte führen. Grosse Bilder, Illustrationen und abwechslungsreiche Designelemente für Hervorhebungen sollen Leichtigkeit und Orientierung schaffen. Akzentfarben erweitern das Farbkonzept der CSS. Sie heben Inhalte voneinander ab, lockern auf und betonen Tipps und weiterführende Informationen. Mit einer gezielten Augenführung wird zum Überfliegen oder Vertiefen eingeladen.

 

Themen und Gäste aus dem Leben

Schon die Titelseite zeigt, dass jede Ausgabe einem eigenen Fokusthema gewidmet ist. Jeweils zwei Begriffe setzen dafür den Rahmen: in der Erstausgabe sind es «Risiko + Leidenschaft». Jeweils fünf Gäste aus verschiedenen Lebensbereichen treffen sich zu einer Gesprächsrunde – alle mit einem direkten oder indirekten Bezug zum Thema. Für die erste Ausgabe waren es ein Helikopterpilot, eine Shiatsu-Therapeutin, ein Musiker, ein Psychologe und die CEO der CSS. Die Essenz aus dem Austausch wird zum Leitartikel. Interviews und Porträts einzelner Gäste sollen das Thema vertiefen.

 

Teil einer crossmedialen Strategie

Das neue Kundenmagazin ist Teil der Cross-Media-Strategie der CSS. Inhalte aus dem Magazin sind vernetzt mit digitalen Inhalten auf der Website. «Dafür versehen wir die Artikel und Beiträge im Magazin mit Links zum einfachen Weiterlesen und Vertiefen», ergänzt Lea Kuster, Designerin bei Minz. Mit Posts in den sozialen Medien erweitert die CSS die Reichweite der digitalen Beiträge.

MINZ-Werbeagentur-Luzern-Design-CSS-Kundenmagazin_11

Verantwortlich bei CSS: Marco Imboden (Leiter Corporate Communications), Angela Geering (Leiterin Corporate Publishing), Evita Mauron (Chefredaktorin «CSS und Sie?»). Verantwortlich bei Minz: Susann Blum (Konzept), Lea Kuster, Rahel Schmidiger, Sylvie Rapold und Marc Oertli (Design). Kommunikation: Irene Dörig. Fotografie Gästerunde: Franca Pedrazzetti. Illustration: Nadja Baltensweiler.

Foundry startet eine Geschmacksrevolution für Planted

Durch die grosse Nachfrage nach dem pflanzenbasierten Chicken von Planted hat sich das junge Startup entschieden, nach Deutschland zu expandieren. Als Leadagentur begleitet Foundry das ETH-Spin-Off und lanciert nun die erste grosse Kampagne für die Schweiz und Deutschland.

1

Mit dem ETH-Zürich-Spin-Off Planted haben Lukas Böni, Pascal Bieri, Eric Stirnemann und Christoph Jenny ein pflanzliches Poulet auf Erbsenbasis erfunden, das es seit Anfang 2020 in hunderten Coop- und Migros-Filialen zu kaufen gibt.

Die Anfrage war seit dem ersten Tag gross, die neuen Produktionsanlagen auf dem Maggi-Areal in Kemptthal laufen seit Herbst auf Hochtouren. Somit war es für Planted an der Zeit, eine «#TastyRevolution» zu starten und den Konsumenten klarzumachen, warum – beispielsweise – «Hungry for change» eine gute Sache ist, «No chicken. No cry.» ganz viel Sinn ergibt, und warum es zudem überaus wichtig ist, aktiv Farbe zu bekennen. Das Design-Spektrum von Planted reicht daher von hellorange bis hellgrün, damit für jeden etwas dabei ist.

4

Im #TastyRevolution-Launchfilm zieht eine Horde glücklicher Hühner durch Berlin, Zürich, Bern und Freiburg. Dazu wurde eigens für diese Zwecke der #TastyRevolution-Song komponiert, der von Alexander Kirschner arrangiert und produziert wurde.

Zudem sollen verschiedene Kurzvarianten des Films, Aufrufe in Sozialen Medien, eine grosse Markteinführungskampagne bei Edeka Südwest, ein Newsletter, ein Foodtruck, mehrere Interviewfilme sowie lokale Plakatkampagnen an Coop-Filialen dafür sorgen, dass die Flamme der Revolution hoch gehalten wird und möglichst schnell Einzug in die Herzen und Kochtöpfe der Menschen hält. An der neuen Planted-Zentrale im Kemptthal wurde ausserdem ein Riesenbanner entrollt.

Die Digitalagentur Milk hat die Website Tastetochange.com entwickelt, auf der sich Interessierte über die TastyRevolution informieren können.

7

Verantwortlich bei Planted: Christoph Jenny, Sabrina Balestra, Pascal Bieri, Marion Höchli. Verantwortlich bei Foundry: Sacha Moser, Fieke Clinckemalie, Michaela Melin, Lisa Schlesiger, Sarah Schulz, Saaniya Singhal, Alexander Sistenich, Gregor Wollenweber.

Kreativranking: Jetzt Formular downloaden und ausfüllen

Das Kreativranking der Werbewoche steht an! Alle Schweizer Agenturen, die bei den gelisteten Awards gepunktet haben, dürfen teilnehmen. Das Formular kann ab sofort heruntergeladen werden.

kreativranking-2020-artikel

Auch in diesem krisenbehafteten Jahr 2020 führt die Werbewoche das alljährliche Kreativranking durch. Es bildet ab, wie die Schweizer Agenturen bei den wichtigsten nationalen und internationalen Kreativawards abgeschnitten haben. Das Ranking wird in der ersten Printausgabe der Werbewoche im neuen Jahr sowie online publiziert.

Wie so vieles andere kommt auch das diesjährige Kreativranking mit ein paar kleinen Änderungen daher: Da die Cannes Lions, der Clio-Award sowie der London International Award der Pandemie zum Opfer gefallen sind, können diese drei Award-Kategorien konsequenterweise nicht berücksichtigt werden.

An der «Zauberformel», die in der Ausgabe 2018 ein kleines Update erfahren hat, ändert sich aber nichts: Nebst den Hauptwettbewerben (D&AD, One Show, ADC*E, Eurobest, ADC Schweiz und Swiss Effie) stehen dieses Jahr drei internationale und fünf nationale Wettbewerbe zur Auswahl. Aus ihnen können Agenturen ihre drei besten Resultate zu den Punkten aus den Hauptwettbewerben anrechnen lassen.

Bitte laden Sie das aktuelle Formular herunter. Auf der linken Seite (Hauptwettbewerbe, grün) tragen Sie so viele Awardgewinne wie möglich ein, auf der rechten Seite (3+5 Wettbewerbe, gelb) wählen Sie die drei Awards, die Ihnen am meisten Punkte bescheren.

Formular Kreativranking 2020

Es gelten die selben Regeln wie im vergangenen Jahr.

  • Es zählt nur die höchste vergebene Auszeichnung, wenn eine Kampagne in derselben Jurykategorie mehrere (für mehrere Einzelsujets) Auszeichnungen gewonnen hat.
  • Pro Kategorie und Kampagne wird nur eine Auszeichnung angerechnet.
  • Punkteberechtigt sind Arbeiten, bei denen ein substantieller Beitrag zur Arbeit aus der Schweiz kommt. Reicht eine Schweizer Agentur für eine ausländische Agentur Arbeiten ein, sind diese nicht teilnahmeberechtigt.

Bitte retournieren Sie das ausgefüllte Formular bis zum 21. Dezember 2020 an [email protected] und [email protected].

Wichtig: Bitte informieren Sie die zuständige Person in der Agentur, falls diese den Aufruf nicht sieht. Das Kreativranking der Werbewoche ist seit jeher eine «Bringschuld» – wer nicht einreicht, nimmt nicht teil.

Arbeitsgemeinschaften sollen keine Fernsehabgabe mehr zahlen müssen

Unternehmen sollen die Radio- und Fernsehabgabe nicht doppelt zahlen müssen, wenn sie einer Arbeitsgemeinschaft angehören. Der Nationalrat hat am Montag einer entsprechenden Vorlage ohne Gegenstimme zugestimmt.

serafe-t

Die grosse Kammer nahm damit ein Anliegen der parlamentarischen Initiative von Ständerat Hans Wicki (FDP/NW) auf. Die Fernmeldekommission des Ständerats (KVF-S) hatte die Gesetzesänderung ausgearbeitet.

Heute müssen nicht nur Unternehmen, sondern auch Arbeitsgemeinschaften eine Abgabe zahlen. Der Grund dafür ist, dass Arbeitsgemeinschaften mehrwertsteuerpflichtig sind: Die Erfassung der abgabepflichtigen Unternehmen orientiert sich am entsprechenden Register.

Damit werden auch jene Arbeitsgemeinschaften erfasst, welche von Unternehmen mit dem einzigen Zweck der Abwicklung eines bestimmten Geschäfts gegründet wurden. Die Abgabe wird dann sowohl bei den beteiligten Unternehmen als auch bei der Arbeitsgemeinschaft erhoben. Diese Doppelbesteuerung soll verhindert werden.

 

Per Anfang 2021 gültig

Die Vorlage geht nun an den Ständerat. Dieser entscheidet am Dienstag. Sagt er erwartungsgemäss auch Ja, wird das Bundesgesetz über Radio und Fernsehen entsprechend geändert.

Der Nationalrat verankerte zudem ohne Gegenstimme im Gesetz, dass die Änderungen rückwirkend auf den 1. Januar 2021 in Kraft gesetzt werden sollen, wenn zehn Tage nach Ablauf der Referendumsfrist feststeht, dass gegen das Gesetz kein Referendum zustande gekommen ist. Andernfalls soll der Bundesrat das Inkrafttreten bestimmen. Er kann das Gesetz ebenfalls rückwirkend in Kraft setzen.

Die Abgabepflicht von Unternehmen war ursprünglich Teil des Massnahmenpakets zugunsten der Medien. Weil sich die parlamentarische Diskussion vor allem aufgrund der Skepsis gegenüber der Förderung von Onlinemedien verzögert, haben die vorberatenden Kommissionen beschlossen, diesen Teil der Vorlage separat zu behandeln. (SDA)

Was sich die Digitec-Kund*innen wünschen

Passend zur Weihnachtszeit setzt Digitec in der aktuellen Plakatkampagne den Fokus auf die Begehrlichkeiten der Community und präsentiert 17 ausgewählte Wunsch-Sujets.

digitec_wunsch_01

Der Fokus der aktuellen Plakat-Kampagne liegt auf den persönlichen Wünschen der Community. Die Breite der Wünsche soll tief in die Bedürfnisse der Community blicken und die aufmerksame Betrachterin hoffentlich genauso innehalten lassen wie den gestressten Passanten, der die letzten Einkäufe für den Festschmaus tätigt, so der Onlinehändler in einer Mitteilung.

Die Kampagne mit einer Auswahl aus insgesamt 4513 Wunsch-Kommentaren ist ab Montag auf Plakaten und Hängekartons, Online-Banner, ePanels und eBoards in der ganzen Deutschschweiz zu sehen.

201207_DIG_weblink_Community-2_F200NP_DE_bs-1

Verantwortlich bei Digitec Galaxus: Martin Walthert (CMO); Flurin Spring (Creative Director); Julian Stauffer, Barbara Schuler (Art Direction); Mariya Alipieva, Jill Wanner (Brand Communications Manager/Projektleitung); Clémence Censi, Alessandro Thüler, Severin Keller (Gestaltung und Umsetzung); Gesine Hauder (Mediaplanung); Roberto de Bonis (Digital Marketing).

Maxomedia verhilft Swissgrid zu neuem Arbeitgeberauftritt

Für die sichere Stromzukunft der Schweiz braucht die nationale Netzgesellschaft Swissgrid die besten Fachkräfte. Um diese für sich zu gewinnen, soll die neue Employer-Branding-Kampagne von Maxomedia die Rekrutierung auf eine menschliche, spielerische und persönliche Ebene heben.

FBet32PYesX

Bei der nationalen Netzgesellschaft Swissgrid setzen sich Spezialistinnen und Spezialisten aus über einem Dutzend verschiedener Fachrichtungen täglich für eine sichere und zuverlässige Stromversorgung ein. Deshalb will Swissgrid mit dem neuen Arbeitgeberauftritt verstärkt Gesicht zeigen und richtet den Fokus explizit auf die menschlichen Interaktionen: Jede und jeder profitiert vom Fachwissen der anderen, bringt eigene Kompetenzen ein und leistet so seinen Beitrag zum grossen Ganzen. Dieser Netzwerkgedanke war auch der Ausgangspunkt, mit dem Maxomedia als verantwortliche Kommunikationsagentur den neuen Arbeitgeberauftritt von Swissgrid konzipiert hat.

 

Verbindungen schaffen

Mit dem Go-live zur Weihnachtszeit und dem Jahreswechsel werden bewusst diejenigen hochqualifizierten Fachpersonen angesprochen, die aufs neue Jahr einen Stellenwechsel in Betracht ziehen. Die Leitidee «Verbindungen schaffen» zieht sich dabei teilweise wortwörtlich durch alle Kommunikationsmittel – im Imagefilm, in den Quiz-Ads sowie auch in den Videoporträts, die persönliche Einblicke in das Arbeiten bei Swissgrid bieten.

«Insgesamt standen 81 Mitarbeitende vor der Kamera. Ganze Teams lieferten die fachlichen Inhalte für die erste Welle der Kampagne», erläutert Seraina Greb, Client Director bei Maxomedia, das direkte Involvement der Angestellten in der Kampagne.

TQ9uyKrLjyP

Digitale Transformation, Brand Purpose und Performance beeinflussen Aufschwung in 2021

Der Global Business Compass von Kantar zeigt, dass fast zwei Drittel (61 Prozent) der Unternehmen ihre Marketingausgaben im Jahr 2020 um durchschnittlich 37 Prozent reduziert hatten. Die Hälfte dieser Unternehmen (50 Prozent) kürzten ihre Kommunikations- und Medienausgaben um durchschnittlich 39 Prozent. Das Unternehmen zeigt drei Kerngrundsätze, die Marketing-Teams verfolgen sollten, um ihr Unternehmen beim Aufschwung zu unterstützen.

Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) der global befragten Führungskräfte geht für die zweite Hälfte des aktuellen Jahres von einem Geschäftsrückgang aus. Knapp die Hälfte (45 Prozent) davon erwartet, dass ihr Geschäft um bis zu 20 Prozent zurückgeht, während jeder Fünfte einen Rückgang von mehr als 40 Prozent erwartet. Im Zusammenhang mit den Nachrichten über positive klinische Studien eines Impfstoffes der Stufe 3, erwartet nur ein Viertel (23 Prozent), dass sich ihr Geschäft innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten nach einer Impfstoffeinführung erholen wird, während 41 Prozent eine Erholung innerhalb eines Jahres erwarten. Mehr als ein Viertel (27 Prozent) erwartet, dass es bis zu zwei Jahre dauern wird, bis sich ihr Unternehmen vollständig von der Covid-19-Krise erholt hat.

Angesichts dieser allgemeinen wirtschaftlichen Sorge und der Einschränkungen in den Marketingausgaben, zeigt Kantar drei Kerngrundsätze auf, die einen erneuten Aufschwung positiv beeinflussen werden.

 

Grundsatz 1: Digitale Transformation

Omnichannel und E-Commerce wachsen rasant. 40 Prozent der Verbraucher geben dem Covid-19-Barometer von Kantar zufolge an, ihre Ausgaben für den E-Commerce während der Lockdown-Phase erhöht zu haben. Gleiches sagen 48 Prozent der Haushalte mit Kindern. 45 Prozent der Verbraucher werden weiterhin in Online-Shops einkaufen, die sie während der Pandemie entdeckt haben. Im Global Business Compass geben 55 Prozent der befragten Führungskräfte an, dass ihr Unternehmen während der Pandemie in E-Commerce-Aktivitäten investiert hat. Der Wandel betrifft nicht nur das Online-Geschäft, sondern es entstehen auch neue Kaufmuster und Verhaltensweisen, die Marken und Unternehmen anfälliger für den Wettbewerb machen. Da digitale Angebote zu einem integralen Bestandteil der neuen Normalität geworden sind, gilt es für Marken, die sich behaupten wollen, hier das persönliche Erlebnis zu verbessern.

Marketing-Teams können den Erfolg vorantreiben, indem sie ihre Media-Strategie überdenken und sich auf die leistungsstärksten Kanäle verlagern. Die Erprobung neuer Wachstums- und Partnerschaftsmodelle wie Social Commerce und Direct-to-Consumer sollte auf der Tagesordnung jedes CMO stehen. Gleichzeitig müssen veränderte Konsumentenbedürfnisse, Kaufgewohnheiten und die Bedeutung verschiedener Touchpoints in neue E-Commerce-Strategien einfliessen. Dieses Verständnis wird eine zielgerichtete Datenstrategie erfordern, die die Stärke der eigenen Daten hervorhebt und sie mit vertrauenswürdigen Daten Dritter verbindet. Damit können die Signale der Verbraucher innerhalb der Marketing- und Medienteams besser verstanden werden.

20201126-kantar-compass-studie-drei-grundsaetze-chartset-1

Grundsatz 2: Zweck und Nachhaltigkeit werden einen Unterschied machen

Die Pandemie hat die Menschen dazu gebracht, den Zweck und die Nachhaltigkeit des eigenen Handelns zu hinterfragen und in ihren Prioritäten neu zu bewerten. Dem Covid-19-Barometer zufolge ist es 85 Prozent der Verbraucher wichtig, dass sie bei Unternehmen kaufen, die Aktionen unterstützen, die sie für wichtig erachten. Die Marken müssen einen Einfluss auf das Leben der Menschen und die Welt haben, in der sie leben. Purpose ist ein systemischer Stabilisator für Marken in Zeiten der globalen wirtschaftlichen Rezession. Jetzt ist es wichtig, die Beziehungen zu den Verbrauchern wiederzubeleben und sich als Marke mit den Verbraucherbedürfnissen zu verbinden. Die Unternehmen müssen eine unterstützende und sinnstiftende Rolle in der Lebensführung der Menschen spielen. Dazu müssen sie sich zu Themen wie Vielfalt, lokaler Kultur versus Globalisierung, Rassengleichheit, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft positionieren.

Im Jahr 2021 sollten Marketing-Teams darüber nachdenken, welche expliziten oder impliziten Bedürfnisse sie erfüllen können und welchen Einfluss Sie auf das Leben der Nutzer haben – sei es funktional oder emotional. Es gilt den Zweck als ein lebendiges Element der Kommunikation, des Produkts, des Markenerlebnisses und des Markenengagements integrieren, anstatt ihn als isoliertes Konzept zu behandeln. Unternehmen sollten sich wieder transparent, sinnvoll und vernetzt mit den Verbrauchern und ihren Anliegen auseinandersetzen. Ebenso sollten sie bereit sein, sich für das öffentliche Wohl einzusetzen.

20201126-kantar-compass-studie-drei-grundsaetze-chartset-2

Grundsatz 3: Leistungsfähigkeit und Innovation in Unternehmen

Fast zwei von drei Führungskräften sind der Meinung, dass sie nicht das richtige Geschäftsmodell haben, um wettbewerbsfähig zu sein. Während der Pandemie erlebten 20 Prozent der Unternehmen Wachstum. Aus diesen Beispielen können andere Unternehmen Lehren ziehen, insbesondere über die Art und Weise, wie Unternehmen geführt werden. 59 Prozent der Unternehmen, die während der Pandemie Wachstum erzielten, drehten ihr Geschäftsmodell um. Mehr als ein Viertel investierte stärker in Innovation. Der Erholungsprozess erfordert von den Unternehmen drastische Änderungen der alten Arbeitsweisen und eine ernsthafte Überprüfung und Investition in die Unternehmensperformance.

Mit einer Feedback-Schleife mit Mitarbeitern und Verbrauchern können Unternehmen sicherstellen, dass die Darstellung ihres Unternehmens und die langfristigen strategischen Prioritäten weiterhin relevant sind. Ausserdem wird sich ihre Lernkurve beschleunigen und bewährte Verfahren können konsequent skaliert werden. Die neuen Rituale der Mitarbeiter müssen im Mittelpunkt der Innovationsstrategie stehen. Innovation ist eines der Schlüsselmerkmale, die es bedeutungsvollen und differenzierbaren Marken ermöglichen, sich bis zu neunmal schneller zu erholen. Sie sollen Vertriebsstrategien neu finden, und daran denken, dass Menschen sich nach menschlicher Verbindung sehnen. Unternehmen sollen die menschliche Erfahrung auch in der digitalen Umgebung erhöhen. Dem Covid-19-Barometer zufolge ist nur einer von vier Verbrauchern mit der Omnichannel-Präsenz des Einzelhandels zufrieden. Silo-Organisationen, die das Kundenerlebnis von Vertrieb und Marketing isolieren, müssen dringend umstrukturiert werden. Nur so lässt sich eine ganzheitliche Sicht erhalten, wie die Nachfrage reaktiviert werden kann.

20201126-kantar-compass-studie-drei-grundsaetze-chartset-3

«Der Schlüssel zum Erfolg ist, sich möglichst schnell an neue Bedingungen anzupassen», erklärt Irmgard Heinz, Chief Commercial Officer bei Kantar. «Das Verbraucherverhalten hat sich für immer verändert. Das beinhaltet natürlich auch Wachstumschancen. Passen Sie Ihre Strategie an und realisieren Sie nachhaltige Wettbewerbsvorteile durch eine klare First-Mover-Strategie. Wie die Ergebnisse unserer jährlichen BrandZ-Studie zeigen, sind die Marken, die sich frühzeitig energisch aus Krisen herausarbeiten, dauerhaft erfolgreicher.»

Kantar befragte für den Global Business Compass zwischen Mai und Juni 2020 in mehr als 60 Ländern 4’475 Führungskräfte, davon über 900 auf C-Level. Globale Daten sind gewichtet nach BIP.

get_footer();