SDV Award 2019 – das sind die Gewinner der Jubiläums-Ausgabe

Zum 20. Mal prämierte der Schweizer Dialogmarketing Verband die besten Werbekampagnen des Jahres. An der Award-Night am Donnerstag in Zürich wurden 28 Gold-, Silber- und Bronze-Auszeichnungen sowie fünf Branchenpreise verliehen. Den DM Life Time Award durfte Swisscom entgegennehmen.

IMG_7626

Maxomedia gewann Gold in der Kategorie «Digital: Creative Use of Data».

 

Wäre der SDV Award ein Film, er wäre bereits ein Klassiker. Seit nunmehr 20 Jahren werden mit dem Preis die Werbekampagnen prämiert, in denen Kreativität und Handwerk am besten miteinander verschmelzen. Dem Jubiläum entsprechend wurde an der Award-Night in der Zürcher Evenlocation StageOne im Breitbildformat gefeiert: Eine imposante Leinwand und bequeme Bestuhlung verströmten Lichtspiel-Ambiente.

SDV Award 2019 Branchenkategorien
Kategorie Kampagne Agentur Auftraggeber
Kampagnen für Finanzdienstleister Swiss Fire Abend Focus Dialog CSS Versicherung
Kampagnen für Konsumgüter / FMCG Unlimited Bottle Notch Interactive Rivella
Kampagnen für Handel / E-Commerce Grosseltern-Vorverkauf Jung von Matt/Limmat Graubünden Ferien
Kampagnen für Automobilbranche The 8 Experience Serviceplan Suisse BMW Schweiz
Kampagnen für NPO und Prävention The Last Sweater Wirz Communications / Wirz Gruppe WWF Schweiz
QUELLE: SDV
SDV Award 2019 Medienpreise
Kategorie Kampagne Agentur Auftraggeber Status
Mailing B2C (2D) über 100’000 Ex. Schritt für Schritt zum Bonus Wirz Acitivation / Wirz Gruppe Swisscard AECS Bronze
POS-Aktionen / teil- und unadressierte Massnahmen 20 Minuten Design-Edition Jung von Matt/Limmat Samsung Electronics Schweiz Silber
POS-Aktionen / teil- und unadressierte Massnahmen Gegen ausradierte Erinnerungen Agentur am Flughafen Stiftung Synapsis – Alzheimer Forschung Schweiz AFS Silber
POS-Aktionen / teil- und unadressierte Massnahmen Aktion Brustkrebs Heimat Zürich Bank Cler Bronze
Mailing B2B (2D) Von wegen «unzustellbar» Agentur am Flughafen Localsearch – Swisscom Directories Silber
Mailing B2B (2D) Rubbel your day! Agentur am Flughafen Post CH Bronze
Ambient-Event Post vom Königshaus Inhalt und form Black&Blaze Coffee Roasting Company Silber
Ambient-Event Unlimited Bottle Notch Interactive Rivella Gold
Ambient-Event Sonova Sound Taxi Freundliche Grüsse Sonova Bronze
Mailing 3D (B2B & B2C) Grosse Beulen für kleine Autos Agentur am Flughafen Carrosserie Autospritzwerk Ludwig Bronze
Mailing 3D (B2B & B2C) Swiss Fire Abend Focus Dialog CSS Versicherung Silber
Mailing 3D (B2B & B2C) Golf Forte 45000 Jung von Matt/Limmat Graubünden Ferien Gold
Multichannel Unlimited Bottle Notch Interactive Rivella Gold
Multichannel UBS Digital Banking Publicis Zürich UBS Switzerland Bronze
Multichannel Grosseltern-Vorverkauf Jung von Matt/Limmat Graubünden Ferien Silber
Multichannel Accor/Ibis «Insta-Sitter» Jung von Matt/Limmat AccorHotels Switzerland Silber
Dialogkampagnen mit dem Schwerpunkt E-Mail-Marketing und Social Media Unlimited Bottle Notch Interactive Rivella Bronze
Dialogkampagnen mit dem Schwerpunkt E-Mail-Marketing und Social Media Sanagate Herbstkampagne Equipe Sanagate Gold
Dialogkampagnen mit dem Schwerpunkt E-Mail-Marketing und Social Media Bündnerfleisch – Energie vom Feinsten Jung von Matt/Limmat Graubünden Ferien Gold
Dialogkampagnen mit dem Schwerpunkt E-Mail-Marketing und Social Media Accor/Ibis «Insta-Sitter» Jung von Matt/Limmat AccorHotels Switzerland Gold
Digital: Creative Use of Data Sonova Sound Taxi Freundliche Grüsse Sonova Bronze
Digital: Creative Use of Data Eines für alles Maxomedia Energie Wasser Bern Gold
QUELLE: SDV
SDV Award 2019 Spezialkategorien
Kategorie Kampagne Agentur Auftraggeber Status
Handwerk: Art Direction und Production Hopf Schwiiz Notch Interactive Simmentaler Braumanufaktur Bronze
Handwerk: Art Direction und Production Bündnerfleisch – Energie vom Feinsten Jung von Matt/Limmat Graubünden Ferien Gold
Handwerk: Art Direction und Production Gold Forte 450000 Jung von Matt/Limmat Graubünden Ferien Bronze
Handwerk: Art Direction und Production Illustriert. Dramatisiert. Degustiert. Four Werbeagentur Paul Ullrich Bronze
Handwerk: Art Direction und Production Der Mailing-Altar Wirz Acitvation / Wirz Gruppe Wirz Gruppe Silber
Handwerk: Text Hopf Schwiiz Notch Interactive Simmentaler Braumanufaktur Bronze
QUELLE: SDV

Zertifikate und Agentur-Ranking

19 der 130 eingereichten Kampagnen schafften es nicht ganz auf die Preisplätze. Ihre vorhandene Qualität wurde jedoch durch das Zertifikat «Letter of Distinction» anerkannt. Das Agenturen-Ranking gab für diese Happy Ends jeweils einen Punkt, während etwa der Branchenpreis fünf Punkte einbrachte. Unter dem Strich konnte die Agentur Jung von Matt/Limmat (Bild unten) mit Abstand am meisten Punkte sammeln. Mit 33 Punkten verwies sie Notch Interactive und die Agentur am Flughafen beziehungsweise Wirz Communications / Wirz Gruppe auf die Ehrenplätze.

SDV Award 2019 Ranking
Rang Agentur Punkte
1 Jung von Matt/Limmat 33
2 Notch Interactive 22
3 Agentur am Flughafen 12
3 Wirz Activation / Wirz Communication 12
5 Focus Dialog 8
6 Freundliche Grüsse 6
6 Serviceplan Suisse 6
8 Equipe 5
8 Maxomedia 5
10 Inhalt und Form 4
11 Four Werbeagentur 3
12 Heimat Zürich 2
12 UBS Switzerland 2
14 Brandkitchen 1
14 Interpunkt 1
14 Ogilvy Schweiz 1
QUELLE: SDV

Der «Ehrenoscar»: Der DM Life Time Award

Der von der Post CH gestiftete DM Life Time Award wurde dieses Jahr an Swisscom vergeben. Die Fachjury befand die Swisscom im Bereich des Kundendialogs als herausragend. Mit Stolz durfte Björn Wiese – der stellvertretender Leiter Customer Value Management Swisscom – den Preis von Oliver Egger, Leiter Marketing PostMail bei der Post CH, entgegennehmen.

sdv-award-2019-1

Moderator Julian Thorner, SDV-Co-Präsident Roger Muffler und SDV-Präsident Stephan Isenschmid (v.l.) bei der Begrüssung des Publikums im StageOne (Fotos: Anna Kohler, MK Werbewoche).

 

Prämiert wurden die Kampagnen – die Stars aber waren an diesem Abend die jeweiligen Agenturen. Jede Agentur durfte im Interview mit dem Moderator Julian Thorner etwas aus ihrem Dialogmarketing-Nähkästchen erzählen. Die Show des Beatboxers Camero sorgte zwischendurch genauso für Begeisterung wie der Stargast, der die nachfolgende Party «crashte»: Der DeLorean DMC-12 aus «Zurück in die Zukunft» wurde für die Leute zum begehrten Fotoobjekt.

Award-würdig: Die Gewinner

Auch in der Jubiläumsausgabe wurden die Preise in drei verschiedenen Sparten vergeben: in Medien-Kategorien, Branchen-Kategorien und Spezial-Kategorien. Dabei vergab die Jury in fünf von insgesamt acht Branchen-Kategorien einen Gesamtpreis, während sie in den anderen Sparten insgesamt 28 Gold, Silber und Bronze-Trophäen verlieh. Die kürende «Academy» bildeten der Jury-Chairman Thomas Engeli und 15 Jurorinnen und Juroren.

IMG_7622

Thomas Engeli, Chairman der Jury.

IMG_7642
IMG_7651
IMG_7654

Geyst: Markenentwicklung der Mortgage Boutique Hyrock

Für die unabhängige Mortgage Boutique Hyrock verantwortet Geyst sowohl Markenentwicklung und -auftritt. Damit verbunden konzipierte und realisierte das Zürcher Kreativ-Studio auch sämtliche Offline-Kommunikationsmittel und steht Hyrock auch weiterhin in allen kommunikativen Belangen zur Seite.

hyrock_PM_Titel

Seit Firmengründung im vergangenen Herbst konnte die «Mortgage Boutique» Hyrock AG mehr als 750 Millionen Franken an Hypothekarvolumen beraten und platzieren. Geyst AG hat die Erfolgsstory mitgeschrieben – und verantwortet unter anderem Markenentwicklung sowie Markenauftritt. Das Segment von komplexeren und grösseren Immobilienfinanzierungen lässt sich kaum standardisieren, entsprechend der Auftritt von Hyrock. So etwa wird die klassische Schwarz-Weiss-Bildsprache durch moderne, knallige Schrift-Farben akzentuiert.

Markenentwicklung und Markenauftritt beinhalten mitunter das Corporate Wording, das Logo, der Markenclaim, die Website inklusive Corporate-Video und darüber hinaus sämtliche Offline-Kommunikationsmittel. Allesamt zahlt auf die Einzigartigkeit der Mortgage Boutique ein.

hyrock_PM_2

Verantwortlich bei Hyrock: Alessandro Carroccia (CEO), Salvatore Spadaro (Business Manager). Verantwortlich bei  Geyst: Steph Huber, Tanja Birrer (Beratung), Matthias Kadlubsky, Christian Raissig, Cyril Schicker, Marcel Capeder, (Kreation), Yannis Petrone, Tim Holder (Kamera, Schnitt) Robert Lisac, Nicole Leiser, Phillippe Ahles, Giuseppe La Tona (Programmierung).

«Inhalt ohne Emotionen nimmt der Kunde nicht wahr»

Am 6. Juni fand der Content Marketing Day der IAB Switzerland Association in Zürich zum zweiten Mal statt. Wieder war der Anlass im Kosmos Kino mit über 200 Besuchern ausverkauft. Deutlich wurde, dass es heutzutage nicht mehr darum geht, einfach Geschichten zu erzählen, sondern Geschichten mit Emotionen zu füllen, mit denen sich die Zielgruppe identifiziert.

«Für die IAB Switzerland ist Know-how Transfer ein starkes Bedürfnis. Vor allem bei einer jungen und dynamischen Disziplin wie Content Marketing». Mit diesen Worten eröffnete David Burst, Präsident der IAB Switzerland den Content Marketing Day 2019 auf der Bühne zusammen mit Andy Waldis, Vertreter von Carpe Media, Platin Sponsor des Events.

Ade kalte Reichweite

Die erste Keynote des Tages mit dem Motto «Die Zeit der kalten Reichweite ist vorbei: Ein Strategiewechsel» hielt Nora Beckershaus (Bild unten), Chief Innovation Officer bei Storymachine. Sie verdeutlichte, dass qualitative Reichweite erst dann entsteht, wenn die eigenen Beiträge ein Following erreichen, welches für eine spezifische Demografie, Meinung oder Mission steht. «Wir müssen die Menschen dort erreichen wo sie sind, mit den richtigen Emotionen und dem richtigen Inhalt», erklärt Nora Beckershaus. Zudem zeigte sie wie Content heute intelligent umgesetzt wird, wie qualitative Reichweite gemessen und Verbindungen online aufgebaut werden können.

Nora Beckershaus

Gretchenfrage: Was wünscht sich der Kunde?

Es folgte Tim Alexander, Chief Marketing Officer der Deutschen Bank, der die Frage stellte, ob Content Marketing auch als Schlüssel zum Erfolg in stürmischen Zeiten sinnvoll ist. Dabei berichtete er direkt aus der Praxis und warum es für die Bankenbranche, die sich in einer herausfordernden Zeit befindet, besonders wichtig ist sich uneingeschränkt mit den Kunden zu vernetzen und Dialoge in Echtzeit anzubieten. «Ich habe zu viel Content Marketing gesehen, welches einfach nur eine Geschichte erzählt. Ohne Aufbau von Emotionen wird keine Nachricht wahrgenommen», meint Tim Alexander.

Tim Alexander 2

Die Arbeit der New York Times

Am Nachmittag standen zwei weitere Top-Speaker auf der Bühne. Chomoi Picho-Owiny (Bild unten), Kreativdirektor von T Brand Studio International gab Einblicke in die Arbeit der New York Times, die täglich rund 250 eigens recherchierte Artikel veröffentlicht. Er verdeutlichte was wirklich wichtig ist, um gute Stories zu produzieren und wie der Markenmarketing-Arm der New York Times Erzählungen nutzt, um Marken dabei zu helfen, weltweit eine grössere Rolle zu spielen.

Chomoi Picho-Owiny

Was Marken von You Tubern lernen können

Michael Gross legte als letzte Keynote des Tages nochmals so richtig los und stellte etablierten Brands You Tuber von heute gegenüber. Er legte dar, was Marken von erfolgreichen YouTubern lernen können, um loyale Communities aufzubauen. Wie unterscheiden sich die Content-Konzepte von Marken mit denen von erfolgreichen YouTubern? Und welche Best Practices können Werbetreibende nutzen, um auffindbaren, relevanten und authentischen Content zu generieren?

Weiteres Wissen gab es am Content Marketing Day anhand diverser Praxiscases: 

  • #LaMiaMaserati – Vorteile und Herausforderungen beim Journalistischen Storytelling; Nora Chapero Janetzkowski, Product Manager, Audienzz 
  • Neue Werbeformen in traditionellen Medien; Corinna Rota, Leiterin Projektteam Content-Marketing Partnerschaften und Ivo Tuchschmid, Projekt Manager Brand Studio, Ringier 
  • Visionär wie Volvo; Christian Lüscher, Leiter Commercial Publishing, Tamedia 
  • Mit kleinem Budget über 1000 neue Blutstammzellspender gewonnen; Christoph Emch, Head of Content Marketing & Storytelling, Farner 
Content Marketing Day 2019_volles Haus

Agenturcheck: Freundliche Grüsse

Agenturhund? Mutterschaftsurlaub? Überstunden? Homeoffice? In unserer Rubrik «Agenturcheck» prüfen wir Schweizer Agenturen auf Herz und Nieren. Diesmal im Fokus: Freundliche Grüsse aus Zürich.

FG-Logo-Agenturcheck-online
  • Adresse: Bäckerstrasse 26, 8004 Zürich
  • Gründungsdatum: 1. April 2014
  • Gründer: Samuel Textor, Pascal Deville
  • Aktuelle Agenturchefs: Stefanie Schmid (Beratung), Manuela Brunner (Strategy), Pascal Deville (Creative Director), Samuel Textor (Creative Director)
  • Anzahl Mitarbeitende: 18
  • Aktuelle Kunden: Baloise, Coop, Franke, Public Eye, Solidarmed, Sonova, Stadt Zürich, Swiss Milk, UBS

Auf welche Kampagne wart Ihr im vergangenen Jahr am meisten stolz?

Mit dem Sound Taxi für Hansaton (Sonova) haben wir in puncto Innovation und Experience sicher einen Benchmark in der Schweiz gesetzt – auch wenn die Idee dazu auf einem Agenturausflug in Berlin entstand und der Kunde aus Österreich ist.

Die bisher wichtigste Kampagne der Agenturgeschichte – und wieso?

Die Begleitmänner-Aktion für die FC Zürich Frauen, unsere erste Arbeit mit eigener Agentur. Die Kampagne enthielt schon damals alle Ingredienzen, die Freundliche Grüsse heute verkörpert.

Der ausgefallenste Ort, an den sich Eure Kreativen zum Kreativsein zurückziehen?

Bei uns passiert das eigentlich in der Agentur, wir lieben es hier.

Was macht Ihr bei Denkblockaden?

Wir mischen die Teams neu, nehmen Intellektuelle und Musiker dazu.

Was ist Eure Agenturphilosophie?

Create positive Impact.

Warum sollten Talente unbedingt zu Euch arbeiten kommen?

Wir sind mit unserer Positionierung sicherlich ein Sonderfall in der Schweizer Agenturlandschaft: Wer schafft den Spagat zwischen Kommerz, Engagement und Technologie?

Wie lang bleiben Mitarbeiter im Durchschnitt bei Euch?

Schwierig zu sagen bei einer Agentur, die es erst seit knapp fünf Jahren gibt.

Wie alt ist Euer jüngster, wie alt der älteste Mitarbeitende?

23 Jahre beziehungsweise 41 Jahre.

Wie ist das Verhältnis zwischen dem am besten und dem am schlechtesten bezahlten Mitarbeiter?

1 zu 1,6.

Lohntransparenz: Wissen die Mitarbeitenden untereinander, wer wie viel verdient?

Unsere Mitarbeiter wohnen teilweise zusammen in Wohngemeinschaften. Da wird sicherlich nicht nur der Putzplan diskutiert.

Wie viele Überstunden macht Ihr im Schnitt pro Woche?

Etwa 10.

Mit welchen Benefits entschädigt Ihr Eure Mitarbeiter für besagte Überstunden?

«Übertage» können vollumfänglich kompensiert werden.

Wie lang bekommt man bei Euch Mutterschafts- und wie lang Vaterschaftsurlaub?

Unser Vertragswerk ist sehr überschaubar – auch was Benefits betrifft. Wir sind aber punkto Teilzeit- und anderen Speziallösungen immer grosszügig. Die Leute sollen sich ja auch neben der Agentur verwirklichen können; als Mutter, Vater, Musiker, was auch immer.

Ist Homeoffice erlaubt – und wenn ja, wie oft?

Erlaubt schon, nur macht davon niemand Gebrauch. Besser kommt bei uns Berlinoffice an – arbeiten und wohnen in Berlin Lichtenberg, unsere Dependance in Deutschland.

Wie hoch ist aktuell die Frauenquote?

Bei uns braucht es eher eine Männerquote – der Anteil Frauen liegt derzeit bei rund 60 Prozent!

Beschäftigt Ihr Praktikanten?

Ja, jedoch bisher nur im Rahmen unseres Förderungsprogrammes «Integrated – Flüchtlingen neue Arbeitsfelder eröffnen» (Freundlichegruesse.com/integrated).

Veranstaltet Ihr Teamevents?

Bisher standen Berlin, Art Basel und Fantoche auf dem Programm. Alpamare und Skiweekend kann man sich dann für den Mutterschafts- bzw. Vaterschaftsurlaub aufheben. Zu unserem 5-Jahres-Jubiläum diesen Sommer lassen wir uns aber etwas einfallen.

Habt Ihr einen Agenturhund oder sonst ein Maskottchen?

Ja, seit Agenturgründung unsere Pommes-Kisten.

Wo trinkt Ihr Euer Feierabendbier?

In unmittelbarer Nähe unseres Agenturkühlschranks.

agenturcheck-fg

2017 verlässt zum ersten Mal ein Mitarbeiter nach drei Jahren die Agentur: Christ geht auf Weltreise. Er ist bis heute unterwegs.

fg-agenturcheck-aussenansicht

Seit drei Jahren ist Freundliche Grüsse im runden Hexenhaus an der Bäckerstrasse (das Auto stand schon vorher da).

fg-agenturcheck-2
fg-agenturcheck-3

KSP gewinnt Pitch um South Pole

Die Agentur um Daniel Krieg und Uwe Schlupp hat im Pitch den Neukunden South Pole gewonnen.

etat

Da South Pole mit einem globalen Team weltweit «Klimaschutzmassnahmen für alle» entwickelt, passt der Kunde gut zur nachhaltig ausgerichteten Agentur Krieg Schlupp Partner, die sich mit «More Purpose – More Profit» im Markt differenzieren.

Migros plant Mikroshops, die nachts ohne Personal auskommen

Migros will den Migrolino neu erfinden: Als Mini-Laden, der auch nachts seine Produkte anbietet. Dazu setzt das Unternehmen auf Selbstbedienung per App. Stellte nicht ein anderes Schweizer Handelsunternehmen vor kurzem ein ganz ähnliches Konzept vor?

migros-24h

Migrolino will Läden mit einer Grösse von 50 bis 80 Quadratmetern eröffnen. Diese sollen das bestehende Netz von Filialen erweitern und nur tagsüber von Mitarbeitern besetzt sein. Nachts mutierten sie zu autonomen Shops, in denen sich Kunden selbst bedienen können, wie einem Bericht von Watson.ch zu entnehmen ist. Migrolino-Chef Markus Laenzlinger enthüllte die Pläne im hauseigenen Migros-Magazin.

Die Migros ziele mit den «Mikrolinos» auf städtische Standorte und Shell-Tankstellen. Für den nächtlichen Zutritt und Einkauf benötigten Kunden die Migrolino-App, die mit einer Software ausgerüstet ist, wie sie Banken benutzten. So könne die Migros Kunden identifizieren und sicherstellen, dass nur über 18-Jährige Alkohol beziehen. Ob die Geschäfte 24 Stunden lang geöffnet seien, habe Migrolino nicht verraten.

Das Vorhaben der Migros sei pikant, denn es kopiere das Konzept der kürzlich vorgestellten «Avec-Boxen» von Valora. Migros und Valora arbeiteten laut Watson beim Aufbau des Convenience-Geschäfts einst zusammen. Bis 2008 hätten sie ein Joint Venture betrieben, aus dem die ersten Avec-Läden hervorgingen. Danach hätten sich die Unternehmen getrennt. Valora behielt Avec, Migros startete mit Migrolino neu. (Oliver Schneider/Netzwoche)

 

 

Partnerpost

BLS rüstet neue Züge mit Passengertv-Screens von Livesystems aus

Das Unternehmen Livesystems wird im Auftrag der BLS die 52 neuen Züge der Bahngesellschaft mit rund 676 Passengertv-Screens ausstatten.

livesystems

Livesystems bietet Informationssysteme für Züge an und betreibt diese. Nun werden in 52 neuen Zügen aus der neusten StadlerRail-Serie Bildschirme mit dem Passengertv-Programm installiert. 

Bisher wurden bereits 23 Lötschberger-Züge der BLS mit Passengertv ausgerüstet, der letzte Screen geht Ende 2019 in Betrieb. Daniel Hofer, Leiter Personenmobilität der BLS, zeigt sich zufrieden: «Das System funktioniert technisch einwandfrei und der gute Mix aus Neuigkeiten von Nau.ch, Wetter und Werbung bietet den Reisenden eine Ergänzung zu den Fahrgastinformationen».

Die Passengertv-Bildschirme sind mittlerweile in über 60 ÖV-Unternehmen und 23 Kantonen präsent.

2019_06_05_MM_passengertv_-BLS-Infografik

AI-Marketing-Startup Nexoya geht erfolgreich aus erster Finanzierungsrunde hervor

Die Marketing-Analytics-Plattform setzt für das Marketing der Zukunft auf künstliche Intelligenz.

Founders

Das Zürcher Startup ist im letzten Juli gestartet und macht mit datengesteuerten Voraussagen Marketingkampagnen erfolgreicher. Mittlerweile steht das Unternehmen kurz vor dem Beta-Release und verarbeitet mit Machine Learning täglich mehrere Millionen Datensätze. Zu den Kunden gehören Agenturen, Finanzdienstleister sowie auch Industrieunternehmen. Aktuell stehe die Weiterentwicklung der Plattform und die Expansion im Fokus. Momentan besteht das Team aus sieben Mitarbeitern, wird aber in den nächsten Monaten vergrössert.

Artificial-Intelligence-Trend im Marketing

Gemäss den Nexoya-Gründern Manuel Dietrich und Marco Hochstrasser wird Artificial Intelligence in den kommenten Jahren die gesamte Wertschöpfungskette im Marketing beeinflussen. Im Fokus des Unternehmens steht dabei Marketing Analytics: Daten werden automatisiert aus Dutzenden von Tools zusammengeführt, wobei Anomalien erkannt und mit Marketing Intelligence Voraussagen ermöglicht werden, die zu richtigen Entscheidungen verhelfen sollen.

Logo_pos_alpha_600dpi

Firefox schirmt Nutzer künftig stärker vor Werbe-Trackern ab

Die Entwickler von Firefox möchten Nutzer künftig stärker vor Werbe-Trackern abschirmen. Dies soll durch sogenannte «Containers» erreicht werden, aus welchen die Tracker keine Daten übermitteln können.

firefox

Die Entwickler des Web-Browsers Firefox schirmen die Nutzer künftig standardmässig stärker vor Werbe-Trackern ab, die Informationen über ihr Online-Verhalten sammeln. Sogenannte Cookies von Drittanbietern, die auf Websites oft im Hintergrund heruntergeladen werden, werden dabei in jeweils eigenen «Containern» isoliert.

Aus diesen Containern heraus können sie keine Daten übermitteln. Für die Nutzer sollen dabei keine negativen Folgen entstehen, betonte der zuständige Manager Dave Camp vom Firefox-Entwickler Mozilla zur Ankündigung von Dienstag.

Welche Tracker auf diese Weise blockiert werden, bestimmt Mozilla anhand einer Liste, die kontinuierlich gepflegt werden soll. Damit geht der Firefox-Anbieter nicht ganz so weit wie Apple, wo beim Webbrowser Safari praktisch alle Tracker von Drittanbietern zunächst einmal grundsätzlich blockiert werden.
Mozilla will zudem bei den Nutzern mit erweiterter Funktionalität punkten und bringt zum Beispiel den hauseigenen Passwort-Tresor unter dem neuen Namen Lockwise (bisher: Lockbox) auch auf Desktop-Computer. Insgesamt sollen mehr Dienste des Anbieters unter dem Markennamen Firefox gebündelt werden, um ihre Erkennbarkeit zu steigern.

Boden verloren

Der Firefox-Browser hatte in den vergangenen Jahren Boden an die Konkurrenz-Software Chrome von Google verloren. Chrome ist der weltweit meistgenutzte Browser, auch dank der vielen Smartphones mit dem Google-System Android.

Zuletzt ersetzte sogar Microsoft bei seinem Browser Edge die technische Basis aus eigener Entwicklung durch Chromium, die Open-Source-Variante von Chrome. Mozilla und Apple entwickeln ihre Browser weiterhin selbst. (SDA)

Schweizer Markenkongress: Markenkommunikation im radikalen Wandel

Die Digitalisierung ist in der Wirtschaft allgegenwärtig und führt zu einer starken Veränderung und Erhöhung der Mediennutzung. Am Schweizer Markenkongress 2019 zeigten Verantwortliche namhafter Unternehmen, wie sie mit den Herausforderungen umgehen. Rund 500 Markenentscheider nahmen am Dienstag an der Veranstaltung im Zürcher Hotel The Dolder Grand teil.

SMK_Print_A5B_9428

Die Art und Weise, wie Marken und Kunden miteinander interagieren, hat sich in den letzten 15 Jahren radikal verändert. «Die gängigen Prinzipien erfolgreicher Markenkommunikation werden auf den Kopf gestellt», meint Marketing-Experte Torsten Tomczak von der Universität St.Gallen. «Werfen Sie die Bücher über Markenführung weg, auch meine!», wird Tomczak noch deutlicher. Markenführung entwickle sich immer mehr zum Teamsport, in dem immer mehr Spezialistenjobs perfekt besetzt sein müssen.

Was eine vollumfänglich geführte Marke heute leisten muss, darüber sprach Carl-Frank Westermann, CEO von Wesound: «Audio-Branding gibt der Marke zusätzlichen Wert». Ein gutes Corporate Design sorge ihm zufolge nicht nur visuell, sondern auch akustisch für Aufmerksamkeit. Beim Schweizer Versicherer Die Mobiliar setzt man bereits akustische Akzente und verschafft sich damit Gehör. «Wir haben die Musik in der Warteschleife der Telefonhotline abgeschafft. Stattdessen werden jetzt die Geschichten der Schadensskizzen vorgetragen», erklärt Michèle Rodoni, Leiterin Markt Management von Mobiliar.

Aufmerksamkeit ist die neue digitale Währung

«Marken haben drei Sekunden Zeit, um Aufmerksamkeit zu erzielen», verdeutlicht Roger Haemmerli, Head of Social Media bei Ringier. Daher sei Aufmerksamkeit auch die neue digitale Währung. Blick kreiert für seine rund 1 Millionen Follower deshalb rund 200 Content-Beiträge pro Tag. Unternehmen konkurrieren laut Haemmerli mittlerweile mit allen Medieninhalten.

Statt Content-Masse setzt man bei Coop auf gezielte Ansprache der Kunden durch Regionalität und Individualisierung. Kommunikation in verschiedenen regionalen Dialekten stärkt die Sympathie der Kunden, was Identifikation mit der Marke schafft. Peter Erni, Partner bei Brain & Heart Communication, fasst den Erfolg auf Social Media in die Säulen Content, Reichweite und Community-Management zusammen: «Marken müssen auf allen Kanälen die Reichweite, den nötigen Content und die User erfolgreich handhaben».

Der Spagat zwischen «Digital-First» und «Customer-First»

Geht es nach Nicolas Ziegler, Group Vice President bei ABB, braucht dieser Spagat nur minimal zu sein. Das Industrieunternehmen hat sich den Anspruch gesetzt, «Digital-First» und «Customer-First» zu verkörpern. «Wir haben alles auf den Kopf gestellt, ausser das Logo: Markenerlebnis, Masterbrand und Markenaktivierung. Digital First, weil das der wichtigste Touchpoint für den Kunden ist», so Ziegler.

Mammut geht noch einen Schritt weiter und vernetzt nicht nur sein Produktportfolio, sondern die Kunden gleich mit. «Wir haben eine digitale Plattform geschaffen, über die sich Mammut-Kunden für gemeinsame Skitouren finden können», erklärte Oliver Pabst, CEO von Mammut. Ziel von Mammut ist es, Digital Leader in der Outdoor-Branche zu werden.

Digitale Inflation – und was ist mit Print?

Olaf Hartmann, Geschäftsführer der Multisense Instituts in multisensorischem Marketing, bricht eine Lanze für die nicht digitalen Kommunikationskanäle wie Print und TV. Diese seien für die Übermittlung vieler Markenbotschaften noch immer erste Wahl, obwohl die Kosten höher sind. «Olymp hat es mit reinen Print-Massnahmen geschafft, den Umsatz seit 2009 zu verdoppeln. Multisensuale Kommunikation unter Einbezug von Haptik und Sound ist für viele Markenbotschaften der Königsweg».

Award für Praxis und Wissenschaft

Am Schweizer Markenkongress vergab die «Swiss Academy of Marketing Science Award» erneut den «Rigour & Relevance Research Award» für ein besonders praxisnahes Forschungsprojekt. Diesen erhielt 2019 Tim Böttger für seine Forschungsarbeit zum Thema «Customer Inspiration». Laut Böttger setzt die heute übliche Messung der Kundenzufriedenheit viel zu spät in der Customer Journey an.
 

Florian Hämmerle wird CPO bei Watson

Florian Hämmerle wird per 1. August 2019 Chief Product Officer und Mitglied der Geschäftsleitung beim Newsportal watson. Er folgt auf Oliver Schibli, der das Unternehmen bereits im Februar verlassen hat.

portraet-florian-haemmerle

Der 28-jährige Vorarlberger hat an der Fachhochschule Dornbirn und am Technological Institute of Crete Software Engineering studiert und über mehrere Jahre für die Agentur Lovely Systems als Projekt Manager gearbeitet. In dieser Rolle hat er verschiedene Digitalprojekte der AZ Medien mitverantwortet, so etwa die Weiterentwicklung der Newsportale der Zeitungen, den Aufbau der Petitionsplattform Petitio sowie den Relaunch der Radio- und TVSeiten. Zuletzt hat Hämmerle mit seiner eigenen Digitalagentur verschiedene Medien- und ECommerce- Projekte betreut.

«Florian Hämmerle ist durch seine Erfahrung in der digitalen Produktentwicklung von Medienangeboten und sein tiefgreifendes technologisches Verständnis die ideale Besetzung für den Job. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm», sagt Michael Wanner, CEO von Watson, in einer Mitteilung. Die watson Geschäftsleitung besteht ab 1. August 2019 aus Michael Wanner, CEO, Tarkan Özküp, Chief Commercial Officer, Maurice Thiriet, Chefredaktor, und Florian Hämmerle, Chief Product Officer.

Agentur am Flughafen kreiert schlanke Werbung für Hauser und Allergan

Allergan bietet Fettreduktion durch Kälte. Die Agentur am Flughafen macht das Kryolipolyse-Verfahren bekannt.

plakat-t

Allergan ist ein globales Unternehmen, das im Geschäftsbereich «medizinische Ästhetik» unter anderem CoolSculpting vertreibt. Dabei handelt es sich um ein nicht-invasives Verfahren zur Fettreduktion. Verschiedene Anbieter in der Schweiz bieten diese Kryolipolyse-Behandlungen an. Um dies bekannt zu machen, vertraut Allergan auf die Agentur am Flughafen. In einem Pilotprojekt, zusammen mit der Hautarztpraxis Hauser in Rorschach wird auf F12 Plakaten, welche vor allem in Ostschweizer Millionärsorten ausgehängt werden, das Kryolipolyse-Verfahren erklärt. Bei dem Verfahren werden dank gezielter Kälteeinwirkung Fettzellen unterhalb der Haut kristallisiert und vom körpereigenen Immunsystem abgebaut. Für vertiefende Fachinformationen wurde die Landingpage Wegmitfett.ch geschaffen. 

plakat1

Verantwortlich bei Allergan: Nina Knellwolf (Product Manager CoolSculpting). Verantwortlich bei Agentur am Flughafen: René Eugster (Creative Direction), Dominique Rutishauser (Art Direction), Tilman Mäder (Grafik/Illustration/Programmierung), Miriam Egli (Beratung/Text), Julia Lüchinger (Koordination).

get_footer();