E,T&H Werbeagentur mit neuem Standort und neuem Namen

Die Agentur E,T&H Werbeagentur ist von Rorschach nach St.Gallen an die Teufener Strasse 3 umgezogen. Zudem nennt sie sich neu «Die Botschafter».

diebotschafter_Logo-hoch

Der neue Agenturstandort – drei Minuten vom Hauptbahnhof St.Gallen gelegen – ermöglicht agile Formen der Zusammenarbeit und erhöht die Attraktivität für Mitarbeitende auf der Achse Zürich – St.Gallen.

Der Namenswechsel unterstreicht die Kompetenz der Agentur in der digital unterstützten Vertriebskommunikation und der Kommunikation der öffentlichen Hand. Weiterhin inhabergeführt, führen seit 2013 Axel Thoma, Christian Hacker und Erich Koller die Agentur und das insgesamt 15-Personen starke Team.

Ikea Schweiz sucht den Chief of Sleep

Von diesem Job träumen wohl die meisten Menschen – buchstäblich. Denn Ikea Schweiz sucht ab September oder nach Absprache eine oder einen Chief of Sleep, einen Schlafprofi. Damit möchte die Firma dem Geheimnis der Nachtruhe auf den Grund gehen und die Konversation Rund um das Thema Schlaf vorantreiben.

ikea-chiefofsleep

Laut einer Umfrage, die Ikea Schweiz zusammen mit YouGov durchgeführt hat, messen Schweizerinnen und Schweizer ihrem Schlaf zunehmend weniger Wichtigkeit zu. Um diesem Trend die Stirn zu bieten, soll die oder der Chief of Sleep unter anderem mithilfe von Schlafexperten nachhaltige Lösungsansätze für einen besseren Schlaf finden, und diese auf spielerische Weise aufbereiten. Als Schlafbotschafter beziehungsweise Schlafbotschafterin soll er oder sie die Wichtigkeit der Ruhe und des Ausschlafens in den Köpfen der Schweizerinnen und Schweizer verankern, sowie auch intern bei Ikea mehr Work-Life-Sleep-Balance bescheren. Die Idee wurde in Zusammenarbeit mit Virtue, der Leadagentur von Ikea Schweiz, entwickelt und umgesetzt.

Das Markenversprechen der Firma manifestiert sich in der neu geschaffenen Stelle. Um wahrhaftig mehr Zuhause – also mehr Ruhe und Frieden – in den Alltag und die Allnacht der Kundinnen und Kunden zu bringen, braucht es neue Ansätze. Oder eben: neue Stellen.

Ikea meint es ernst: Die Stelle ist bereits ausgeschrieben – mit einem 60 bis 80-Prozent-Pensum. Gemäss Ikea-Sprecher Manuel Rotzinger sind bereits diverse vielversprechende Bewerbungen eingegangen. Gesucht wird eine ausgeruhte Persönlichkeit, die sich für das Thema Schlafen begeistern kann, ausserordentlich gut und gerne schläft und Erfahrungen im Bereich Content Creation und Journalismus hat.

TheIndustry realisiert verschiedene Massnahmen für VeloLoft

Gut gesattelt für den digitalen Auftritt: Für den Zweirad-Fachhändler VeloLoft hat das Jungunternehmen TheIndustry verschiedene Massnahmen realisiert.

3_Veloloft_zhwelt-Posting

VeloLoft ist ein Velo-Fachgeschäft mit zwei Filialen in Zürich und jeweils einer in Hinwil und Baden. Unter anderem hat sich das Unternehmen auf die immer beliebteren E-Bikes spezialisiert und auch in Sachen elektronischer Werbemassnahmen schaltet VeloLoft nun einen Gang höher.

Unterstützt wird VeloLoft dabei von TheIndustry, welche im April das Mandat übernommen hat. Als solche produziert das Start-up für VeloLoft regelmässigen Foto- und Video-Content, der anschliessend auf diversen Zürich-affinen Social-Media-Kanälen geteilt wird. Insbesondere der Instagram-Account «zhwelt» mit über 54‘000 Abonnenten hat sich zu einem reichenweitenstarken Medium entwickelt, das über eine engagierte lokale Community verfügt

Zusätzlich hat TheIndustry eine Display-Ad-Kampagne erstellt und diese in einem für den Kunden passenden Netzwerk ausgespielt. Als Motive dienten diverse Aktionen, beispielsweise konnte ein E-Bike für 14 Tage getestet und dabei bis zu 1000 Schweizer Franken gespart werden. In Verbindung mit der Social-Media-Strategie wurde so eine Branding-Kampagne lanciert, die den Bekanntheitsgrad von VeloLoft zusätzlich vergrössern sollte.

2_Veloloft_zhwelt-Posting

«Ich denke, dass viele ‹Social Selling› mit ‹Social Werbung› verwechseln»

Im Gespräch mit MK Werbewoche erklärt der Unternehmensberater und Social Media-Experte Roger L. Basler, was es beim Social Selling – der Verbindung von Social Media, Content und Beziehungspflege – zu beachten gilt und welches die aktuellen und künftigen Trends sind.

Grafik-Social-Selling

MK Werbewoche: Herr Basler, weshalb funktionieren klassische Push-Werbe-Massnahmen, gerade im B2B-Umfeld, nicht mehr?

Roger L. Basler: Push hat eigentlich noch nie wirklich funktioniert, man hatte bisher einfach wenig bis keine alternativen Möglichkeiten. Grundsätzlich aber wollen Menschen im B2B-Umfeld vor allem eine Vertrauensbasis haben, bevor sie sich entscheiden. Das ist anders als im B2C, wo man schnell mal ein Produkt kauft, testet und dann dieses für gut oder schlecht befindet. Darum setzt man im B2B vermehrt auf Pull-Massnahmen, also das langfristigere Aufbauen von Geschäftsbeziehungen über Wissen und Vertrauen.

 

undefined

 

Was ist Social Selling und welche Strategie steckt dahinter? 

Im Social Selling versuchen wir einerseits den Menschen und dessen Beweggründe zu verstehen. Was will die Finanzchefin eines KMU wissen? Was bewegt den HR Leiter einer Grossfirma, wie können wir einander helfen und unterstützen und damit eine Beziehung aufbauen. Mit dem Ansatz des gegenseitigen Helfens und Vernetzen baut man eine Netzwerkdichte und Interaktion auf, die dazu führt, dass man in Erinnerung gerufen wird, wenn es um Problemlösungen, sprich Dienstleistungen und Produkte geht – auf neuenglisch «Top of Mind» ist.

 

Ist Digital & Social Selling dasselbe wie Social-Media-Marketing oder hat es mit Social-Media-Werbung zu tun? 

Eine Kategorisierung ist nicht so einfach, denn im Volksmund spricht man allgemein gerne von «Social Media» egal ob es einfache Beiträge, Werbung oder Interaktionen sind. Grundsätzlich ist aber unter dem Begriff des Digital Marketing das Social Media eine Methode, welche vertieft wird in entweder Social-Media-Marketing (Push-Werbung) oder Social Selling (Pull-Beziehungspflege). 

 

undefined

 

Wenn Social Selling ein typischer Sales-Ansatz ist, wie genau funktioniert das Lead-Management? 

Leads werden in einer ersten Stufe identifiziert und klassifiziert, danach gefüttert und angereichert, damit sich diese als warme oder abschliessbare Leads qualifizieren. Das Lead-Management als System ist also mehr Methode und Kontinuität, was man zum Beispiel mit dem Sales Navigator von LinkedIn oder einer Software wie Pipedrive oder Hubspot begleitet werden kann. Dabei setzt man auf systematische Listen und einen definierten Prozess, der dazu führen soll, einerseits mehr über die Personen zu erfahren, aber auch um das Angebot besser zu personalisieren und abzustimmen. 

 

Und wo liegen die Tücken beim Social Selling? 

Ich denke, dass viele Social Selling mit «Social Werbung» verwechseln. Das heisst, wenn jemand einen Post macht für einen Workshop oder ein Produkt empfiehlt, heisst es schnell «oh, sie macht Social Selling aka Verkaufen auf Social Media», aber das ist mit Social Selling nicht gemeint. Social Selling ist indirekt und langfristig. Der Grund warum das dann aber bei vor allem anderen «Expertinnen und Experten» gebasht wird, ist weil sie es nicht verstehen. Sie denken noch klassisch: Push-Werbung gibt Pull-Wirkung, so verdienen sie Geld, mit TKP und CPC aber das hat nicht immer den gleichen Effekt. Ich denke beides hat seine Berechtigung, je nach Ziel und Zweck ist aber eine Kombination wirkungsvoller, solange der Pull Anteil grösser ist.

 

Wie gross darf der Pull Anteil Ihrer Meinung nach sein?

Ich habe dazu eine 5:3:2 Regel: 5 Posts (oder 50 Prozent) sollten hilfreich, nicht werbend oder gebrandet sein, 3 Posts (oder 30 Prozent) dürfen einen Bezug zum Unternehmen oder zur Person herstellen aber nicht verkaufend wirken und nur 2 (oder 20 Prozent) der Inhalte sollten verkäuferisch wirken, damit haben wir auch gleich das Pareto-Prinzip von 80:20 berücksichtigt.

 

undefined

 

Wie wird man zum Themenbotschafter und Influencer des eigenen Unternehmens? 

Wer den Social-Selling-Index von LinkedIn liest – es ist ein reiner Index, man kann sich davon nichts kaufen – der oder die sieht: die Grundlage ist ein gutes, fundiertes Netzwerk (Klasse nicht Masse ist gefragt), heisst man sollte sich aktiv vernetzen und dieses Netzwerk auf pflegen (online wie offline). Danach folgt mit grosser Gewichtung «Durch Einblicke Interesse wecken», heisst in meinen Worten, dokumentieren statt kreieren, aus dem Alltag heraus. Was mach ich den ganzen Tag jobbezogen? Wem helfe ich? Wem könnte ich noch helfen. Damit erreicht man eine Sichtbarkeit über das eigene Unternehmen hinaus. Firmen, die so genannte Corporate Influencer aufbauen, sollten sich jedoch bewusst dem Thema annehmen, Leitlinien definieren ohne gross einzuschränken, begleiten ist wichtiger als kontrollieren. Der Erfolg findet im Verbund statt und wenn man diese Menschen befähigt, das heisst, man schaut gemeinsam an, welche Botschaften will man platzieren, was passt zum Unternehmen UND zum Menschen und was kann man lernen, wenn man etwas herausspielt. Eine Influencerin oder ein Influencer ist eigentlich nichts anderes als eine Botschafterin mit Multiplikationseffekt über Soziale Netzwerke – aber auch offline, das dürfen wir nie vergessen.

 

Kann jeder B2B-Influencer oder Fachexperte in sozialen Netzwerken werden? 

Natürlich. Denn jede und jeder hat einen Vertrauensvorschuss erhalten mit dem Arbeitsvertrag. Das heisst, jemand hat der Person zugetraut, diesen Job gut zu machen, warum sollte diese Person nicht auch darüber sprechen dürfen?

 

undefined

 

Wie schafft man es, als Experte gesehen zu werden und wie erreicht man genug Reichweite? 

Es braucht Langfristigkeit und man sollte das eigene Ego rausnehmen. Helfen statt verkaufen, dokumentieren statt kreieren. Jemand sagt mir mal: Eine Marke ist das was man über dich sagt, wenn du nicht im Raum bist. Das kann auch virtuell sein. Heisst, wenn wir es schaffen, mit unserem Wissen Einblicke zu geben und zu helfen.

 

Wie haben Sie sich zum B2B-Influencer aufgebaut? 

Ich würde mich (noch) nicht als Influencer bezeichnen, eher als Netzwerker und jemand, der die Menschen motivieren und begeistern möchte. Ich bin aber bestimmt auf gutem Weg dazu, indem ich Einblicke gebe und mein Wissen teile, meinen beruflichen Alltag dokumentiere und das, was ich lerne, kostenlos zur Verfügung stelle.

 

Welche Formate nutzen Sie, um zu zeigen, dass Sie der Experte sind? 

Ich schreibe Bücher, habe einen YouTube-Kanal und veranstalte Workshops. Ein Podcast wird gerade erstellt und ich achte darauf, dass mich Menschen auch live erleben und spüren. So kann man zum Beispiel 20 Minuten mit mir Kaffee trinken – je nach Distanz auch online, aber bevorzugt persönlich. Espresso, schwarz.

 

undefined

 

Haben Sie konkrete Tipps, wie man die Weichen für einen erfolgreichen Start ins Social Selling stellt? 

Zuerst sollte man sich einen Mehrwert überlegen und sein Netzwerk gut pflegen, indem man vor allem zuhört. Passt mein Mehrwert hier rein? Wem kann ich helfen und wie genau? Danach loslegen und schauen, was sich entwickelt. Es braucht Geduld und Zeit, aber es wird Freude machen, wenn man die ersten Feedbacks erhält.

 

Wie wird sich Social Selling weiter entwickeln und mit welchen neuen Trends rechnen Sie? 

Video und vor allem Live-Video wird immer wichtiger werden, genauso wie Podcasts sich als spannende Formate etablieren. Wir sind hier erst am Anfang. Somit wird jede und jeder zum Broadcaster, machen wir also etwas daraus.

 

Interview: Karin Bosshard

Roger L. Basler ist Betriebsökonom FH und Digital-Unternehmer. Er arbeitet in den Bereichen Digitalisierung, digitale Geschäftsmodelle, E-Commerce und digitales Marketing. Er doziert an diversen Instituten und hat zahlreiche Fachbücher und Artikel zu den genannten Themen in Deutsch und Englisch veröffentlicht.

Instagram zeigt Gefällt-mir-Angaben in sechs Ländern nicht mehr an

Das Online-Netzwerk Instagram verbirgt ab sofort die Gefällt-mir-Angaben unter Bildern von Nutzern in sechs Ländern, darunter Italien, Japan und Australien.

instagram-3319588_1920-

Das Unternehmen gab an, den Druck von seinen Nutzern nehmen zu wollen, möglichst viele sogenannte «Likes» zu erzielen. Es reagierte damit auf Vorwürfe, wonach Online-Netzwerke der mentalen Gesundheit schaden.

Vorläufig ist für die Nutzer nicht mehr erkennbar, wie viele Gefällt-mir-Angaben ein Foto in einem anderen Account erzielt hat. Die Anzahl an Likes im eigenen Profil ist hingegen weiterhin sichtbar.

Bei dem Versuch gehe es darum, dass die Menschen sich darauf konzentrieren «die Dinge zu teilen, die sie lieben», erklärte eine Verantwortliche des Unternehmens in Australien und Neuseeland. «Wir wollen nicht, dass der Eindruck entsteht, bei Instagram finde ein Wettbewerb statt», fügte sie hinzu.

Dauer der Testphase unklar

Der Konzern gab nicht bekannt, wie lange die Testphase dauern soll. Die Messinstrumente, mit denen Unternehmen die Reichweite ihrer Werbung auf Instagram messen, seien demnach nicht von der Änderung betroffen.

Vor einer Woche hatte Instagram angekündigt, Hasskommentare mithilfe von künstlicher Intelligenz bekämpfen zu wollen. In den vergangenen Jahren hatten Studien über den Einfluss von Online-Netzwerken gezeigt, dass Instagram eine negative Wirkung auf die mentale Gesundheit seiner Nutzer haben kann.

Eine US-Studie des «Pew Research Center» aus dem Jahr 2018 fand heraus, dass fast 40 Prozent der Jugendlichen auf Instagram sich unter Druck setzten, nur Inhalte zu veröffentlichen, von denen sie sich möglichst viele Reaktionen erwarten.(sda)

Die Schweizer Affiliate-Marketing-Konferenz wird zur TactixX

Die Affiliate-Marketing-Konferenz schliesst sich mit der deutschen Konferenz TactixX zusammen und macht unter neuem Namen TactixX gemeinsame Sache.

tactixx_logo_zuerich

Die Schweizer Affiliate-Marketing-Konferenz, welche in diesem Jahr am 24. Oktober 2019 zum sechsten Mal von Adresult in Zürich durchgeführt wird, heisst neu TactixX und schliesst sich mit der deutschen Konferenz mit identischem Namen zusammen. 

Die TactixX ist eine Konferenz für Affiliates, Merchants, Netzwerke und Agenturen. Seit 13 Jahren wird die TactixX jährlich in München veranstaltet und ist mit jeweils über 700 Teilnehmer die grösste Affiliate-Marketing-Konferenz in Deutschland. Veranstalter der Konferenz ist Oliro, welcher unter anderem Betreiber des Retargeting-Anbieters Targeting360 ist. 

Durch den Zusammenschluss der Konferenzen und dem Rebranding der Schweizer Affiliate-Marketing-Konferenz bündeln Adresult und Oliro ihre Kräfte und nutzen sich ergebende Synergien, um der Nachfrage und der Entwicklung im DACH-Markt adäquat entgegenzukommen.

Die Affiliate-Marketing-Konferenz in Zürich wird bereits bei der diesjährigen Durchführung am 24. Oktober 2019 mit neuem Namen auftreten. Das Webseiten-Rebranding, die Bekanntgabe des Programmes sowie der Start des Ticketverkaufs erfolgt am 12. August 2019.

Blueheart realisiert Kampagne für das Glasfasernetz von SWL

Die Agentur Blueheart hat eine Kampagne für das Glasfasernetz von SWL Lenzburg umgesetzt.

iStock-690367928_Hero

SWL bietet lokalen Firmen- und Privat-Kunden in und um Lenzburg Dienstleistungen. Dazu gehört auch der Bereich Fibre to the Home (FTTH), dem eine zunehmend wichtige Rolle zukommt. Mit einem flächendeckenden Glasfasernetz sollen bis 2020 rund 90 Prozent aller Liegenschaften in den Genuss einer blitzschnellen Verbindung für Internet, TV und Telefonie kommen.

Unter dem Motto «Ihr Anschluss an die Zukunft» dramatisiert die Kampagne von Blueheart die Erschliessung durch die Glasfaser-Technologie. Gezeigt werden markante Gebäude aus der Region Lenzburg wie etwa die Überbauung Widmi oder das Hero-Verwaltungsgebäude, welche jeweils – symbolisiert durch ein überdimensioniertes Kabel – ans lokale Glasfasernetz angeschlossen sind.

5RZ_SWL_Telematik_Plakat-F200_C-hi-2

Verantwortlich bei SWL: Markus Blättler (Geschäftsführer); Sonja Kreis (Leiterin Unternehmenskommunikation). Verantwortlich bei Blueheart: Olivier Kilchherr (CD Art); Hanno Lietz (CD Text/Konzept); Janine Simmen (AD); Nicolas Renzen (Beratung). Fotografie: Beni Basler.

Netflix verzeichnet schwache Abozahlen – Aktie fällt

Das US-Filmportal Netflix hat erstmals seit acht Jahren US-Streaming-Kunden verloren und die Ziele für neue Abonnenten in Übersee verfehlt. Als Gründe nannte der Abo-Videodienst weniger ansprechende Shows im Quartal und Preiserhöhungen in einigen Märkten.

netflix-logo

In den drei Monaten bis Ende Juni gewann Netflix weltweit unterm Strich lediglich 2,7 Millionen neue Bezahlabos hinzu, wie der Online-Videodienst am Mittwoch nach US-Börsenschluss im kalifornischen Los Gatos mitteilte. In den USA büsste Netflix sogar 130’000 Kunden ein. Die erfolgsverwöhnten Anleger sind sich das nicht gewöhnt – einen ähnlichen Flop gab es zuletzt 2011, als das Unternehmen seinen DVD-Versand abgespalten hatte.

Mit den Nutzerzahlen blieb Netflix weit unter den Erwartungen der Wall-Street-Experten und auch unter seiner eigenen Prognose von fünf Millionen neuen Nutzern. Insgesamt schaffte der Streaming-Riese zum Quartalsende dank Zugewinnen ausserhalb des US-Heimatmarkts immerhin noch einen Anstieg auf knapp 152 Millionen bezahlte Mitgliedschaften. Die Investoren reagierten jedoch nervös und liessen die Aktie im nachbörslichen US-Handel zeitweise um 13 Prozent fallen.

Preiserhöhungen bremsten

Ganz überraschend kam das schwache Wachstum nicht: Netflix lieferte im jüngsten Quartal relativ wenig Film- und Serienhits und erhöhte zudem in etlichen Ländern – auch in der Schweiz – die Preise. Die Erwartungen waren deshalb bereits gedämpft, mit einem so geringen Nutzerzuwachs hatte dennoch keiner gerechnet. Das Unternehmen räumte eine besonders schlechte Entwicklung in Regionen ein, in denen die Abogebühren im vergangenen Quartal angehoben worden waren.

Was die Finanzergebnisse angeht, liefen die Geschäfte zuletzt indes noch rund: Der Umsatz legte im Jahresvergleich um 26 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar zu – der Gewinn übertraf mit 270,7 Millionen Dollar die Vorhersagen der Wall Street. Trösten konnte die Börsianer dies nicht. Allerdings stieg die Aktie im Jahresverlauf auch schon um 35 Prozent, so dass sich Gewinnmitnahmen anbieten.

Gegenangriff der Entertainmentriesen

Der wirkliche Härtetest steht Netflix aber ohnehin erst noch bevor: Nachdem Entertainment-Giganten wie Walt Disney das rasante Wachstum des Senkrechtstarters jahrelang relativ passiv verfolgten und dabei immer mehr Kabelkunden ans Fernsehen im Internet verloren, beginnt jetzt der Gegenangriff. Nicht nur Disney, auch der zu AT&T gehörende Konkurrent WarnerMedia mit seinem Bezahlsender HBO und NBCUniversal haben Konkurrenz-Services in der Pipeline.

Der Angriff trifft Netflix gleich doppelt, denn die Schwergewichte der etablierten Unterhaltungsindustrie verfügen nicht nur über viel Finanzkraft, sondern auch über begehrte Inhalte. Und viele davon liefen bislang gegen Lizenzgebühren bei Netflix. Doch weil Disney und Co. nun eigene Online-Dienste starten, wandern Marvel-Produktionen und andere Hits zu ihnen. So verliert Netflix mit «Friends» und «The Office» seine beiden erfolgreichsten US-Shows an direkte Rivalen.

Schlecht aufgestellt ist das Unternehmen trotzdem nicht. Netflix hat ein enormes Produktionsbudget – alleine dieses Jahr dürfte rund 15 Milliarden Dollar in exklusive Inhalte fliessen – und verfügt über grosses Markenpotenzial, das längst nicht ausgeschöpft ist. Fanartikel, wie sie Disney etwa zu seinen Superheldenfilmen anbietet, hat Netflix für seine Erfolgsproduktionen bislang kaum am Start.

Und auch wenn HBO – vor allem dank der Abschlussstaffel von «Game Of Thrones» – Netflix mit insgesamt 137 Nominierungen bei der diesjährigen Emmy-Preisverleihung klar ausgestochen hat, dürfte dies nur eine Momentaufnahme sein. Im laufenden Quartal hat Netflix mit neuen Staffeln von «Stranger Things» und «Orange Is the New Black» zwei Superhits im Rennen, die viele neue Abokunden anlocken könnten.

Keine Pläne für Werbung

Angesichts der jüngsten Entwicklung verwundert es aber wenig, dass Netflix keine Pläne hat, die Einnahmen durch Werbung zu erhöhen. Dass das Kunden erst richtig abschrecken könnte, ist dem Unternehmen bewusst. «Wir glauben, dass wir langfristig ein wertvolleres Geschäft betreiben, indem wir uns aus dem Wettbewerb um Werbeeinnahmen heraushalten und stattdessen voll und ganz um die Zufriedenheit der Zuschauer konkurrieren», heisst es im Brief an die Aktionäre.

Fest steht: Im Streaming-Markt wird die Luft bald dünner. Denn nicht nur die Entertainment-Riesen aus Hollywood wollen die Jagd auf Netflix eröffnen. Auch Tech-Konzerne aus dem Silicon Valley wie der iPhone-Gigant Apple wollen in dem boomenden Geschäft mitmischen. Hinzu kommen bereits vorhandene Kontrahenten wie Amazon und Hulu, die ebenfalls keine Anzeichen von Wettbewerbsmüdigkeit zeigen. (sda)

Bloom setzt neuen Markenauftritt von HotellerieSuisse um

«Mit der Tradition, die uns verbindet, gemeinsam in die digitale Zukunft»: Die Agentur Bloom Identity hat ein Rebranding für HotellerieSuisse realisiert. Die neue Wort-Bild-Marke positioniert den Verband als führendes Kompetenzzentrum der Schweizer Beherbergungsbranche.

HS_Case_Mockups_Medienmitteilung_4

Der Verband HotellerieSuisse vertrag früher die Hotelbetriebe, heute repräsentiert er die gesamte Beherbergungsbranche. Mit einem neuen Markenauftritt wird die Institution als führendes Kompetenzzentrum der Schweizer Beherbergungsbranche positioniert. Umgesetzt wurde der Auftritt von der Branding Agentur Bloom Identity.

«Der neue Auftritt stärkt die Dachmarke HotellerieSuisse und trägt gleichzeitig der Heterogenität der Regionen sowie der Sektionen Rechnung.», erklärt Maneka Fahrer Bruno, Managing Director von Bloom Identity. 

Mit der Überarbeitung des Auftritts setzt die Marke auf «digital first». «Gerade im digitalen Zeitalter helfen uns eine starke Positionierung und ein zukunftsorientierter Auftritt, die Interessen unserer Mitglieder glaubwürdig und kompetent zu vertreten», ist Patric Schönberg, Leiter Kommunikation und Marketing HotellerieSuisse, überzeugt. «Nach dem Motto ‹Mit der Tradition, die uns verbindet, gemeinsam in die digitale Zukunft› freuen wir uns, unseren neuen Auftritt nun gemeinsam mit unseren Regionalverbänden und Partnern ins Leben zu rufen.»

Viel Swissness, starker Wiedererkennungswert

Durch den reduzierten Aufbau wirkt die Wort-Bild-Marke modern und passt sich problemlos digitalen Kanälen an. Mit der Farbwahl der Wort-Bild-Marke, der Schreibweise «HotellerieSuisse» und der Verwendung der Schweizer Schrift «LL Brown» wird der Swissness Ausdruck verliehen. Abgerundet wird der Auftritt mit dem Netzwerkgedanken, der visuell in Form von Linienelementen zusätzlichen Wiedererkennungswert schafft. Der neue Auftritt soll entscheidend dazu beitragen, die Leistungen des Verbandes verständlicher zu gruppieren und so seine Kompetenzen verstärkt zum Ausdruck zu bringen. «Eine Wort-Bild-Marke bildet das zentrale, identitätsstiftende Element eines Markenauftrittes. Daher muss sie die Geschichte der Organisation erzählen und deren Haltung und Wirken wiedergeben», ergänzt Maneka Fahrer Bruno. 

Neue Web-Plattform folgt 2020

Der neue Auftritt repräsentiert die Identität der Organisation und orientiert sich am Markenversprechen «gemeinsam die Schweizer Beherbergungsbranche zu gestalten, zu beleben und zu verbinden». Abgeschlossen wird die Lancierung des Neuauftrittes mit dem Release einer überarbeiteten Web-Plattform im Frühling 2020.

HS_Case_Mockups_Medienmitteilung_5

Sechs Persönlichkeiten zeigen für Fusetea ihre «Fusion-Story»

In der neuen Online-Videokampagne des Eistee-Brands Fusetea zeigen sechs Schweizer Persönlichkeiten ihre «Fusion-Story» - dem Markenclaim «Vergiss entweder oder – finde deine eigene Fusion» entsprechend. Die Kampagne soll Millenials dazu aufrufen, ihren eigenen Weg zu gehen und sich nicht in eine Schublade stecken zu lassen.

Unbenannt-1

Die Protagonisten – Eishockeyspieler Eric Blum, Biathletin Selina Gasparin, Schwinger Harald Cropt, Musikerin Priya Ragu, Rapper Marash Pulaj und Dragqueen Ennia Face – zeigen die Verschmelzung von üblicherweise konfligierenden Themen auf: Vereinbarkeit von Karriere und Familie, die Identifikationsfrage von Doppelbürgern oder zwei Karrieren in Einklang bringen.

«Die Kampagne soll Millennials inspirieren, mutig zu sein, sich nicht in eine Schublade stecken zu lassen und die eigene ‹Fusion› zu leben.», sagt Matthias Schneider, Leiter Unternehmenskommunikation bei Coca-Cola Schweiz. Fusetea spricht diejenigen Spannungsfelder an, die Millennials gemäss eigenen Untersuchungen am meisten beschäftigen: die Entscheidung zwischen Karriere oder Familie, die Wahl zwischen einer Festanstellung oder Selbständigkeit. Die über 47 Prozent der Millennials mit ausländischen Wurzeln befassen sich insbesondere mit der Frage nach Identifikation und Zugehörigkeit. Die Kampagne wurde in Zusammenarbeit mit der Agentur Oppenheim & Partner konzipiert und umgesetzt.

Bianca Gähweiler wird Nachfolgerin von Prisca Huguenin-dit-Lenoir bei der Hotelplan Gruppe

Nach zwölf Jahren als Kommunikationsleiterin und Mediensprecherin bei der Hotelplan Gruppe, hat sich Prisca Huguenin-dit-Lenoir entschieden, eine neue Herausforderung ausserhalb des Unternehmens zu suchen. Bianca Gähweiler, aktuell Mediensprecherin Interhome und Fachspezialistin Kommunikation, wird die Nachfolge per Mitte September 2019 übernehmen.

gähwiler-huguenin-header

Bianca Gähweiler ist seit 2017 als Mediensprecherin für den Ferienhausvermittler Interhome tätig und unterstützt gleichzeitig auch die interne Kommunikation für die gesamte Hotelplan-Gruppe. Die 33-Jährige absolvierte die Diplom-Ausbildung in Journalismus an der Schweizer Journalistenschule MAZ in Luzern. Nach ihrer sechsjährigen Tätigkeit als Redaktorin und Moderatorin beim Schaffhauser Radio Munot, war sie als Projektleiterin Kommunikation bei der auf Politik und Wirtschaft spezialisierten Firma Generis tätig. «Ich freue mich auf diesen Karriereschritt, den ich mit Respekt und grosser Freude antreten werde», sagt Bianca Gähweiler. Sie wird ab Mitte September 2019 direkt an Thomas Stirnimann, CEO Hotelplan Group, rapportieren. 

Weiterhin ist Markus Fässler für die interne Kommunikation zuständig sowie als Verantwortlicher Nachhaltigkeit tätig und wird Bianca Gähweiler bei Abwesenheiten als Mediensprecher stellvertreten. Die personelle Suche zur Ergänzung des Kommunikations-Teams ist eingeleitet worden.

Prisca Huguenin-dit-Lenoir hat im Oktober 2007 die Leitung der Kommunikationsabteilung von Hotelplan Group übernommen und diese massgeblich aufgebaut. In den letzten zwölf Jahren war sie zusätzlich auch als Mediensprecherin tätig und wurde für den Reiseveranstalter dreimal in Folge zur besten Pressesprecherin der Schweiz gewählt. Die 46-Jährige hat sich nun entschieden, eine neue Herausforderung zu suchen. «Der Entscheid, die ‹Hotelplan-Familie› zu verlassen, ist mir schwergefallen. Ich habe aber gemerkt, dass ich nach der langen Zeit nochmals einen Blick in ein anderes Unternehmen werfen möchte und bin offen für verschiedene Branchen», sagt Prisca Huguenin-dit-Lenoir.

«Wir bedauern ausserordentlich, dass Prisca Huguenin-dit-Lenoir uns verlassen wird. Sie hat die Kommunikation der Hotelplan-Gruppe in den letzten zwölf Jahren geprägt und war für Mitarbeitende und auch Journalisten stets erreichbar. Wir wünschen ihr von Herzen sowohl privat, als auch beruflich nur das Beste, wohin ihre Reise sie auch führen mag», sagt Thomas Stirnimann, CEO Hotelplan Group. «Gleichzeitig freuen wir uns, dass wir mit Bianca Gähweiler innerhalb des Teams eine ideale Nachfolgerin für die Leitung der Unternehmenskommunikation gewinnen konnten. Wir wünschen ihr bereits heute in ihrer neuen Funktion viel Erfolg.»

Die Top 5 Werbevideos auf Youtube in der Schweiz im zweiten Quartal 2019

Youtube veröffentlicht das Ranking der Top 5 Werbevideos auf Youtube in der Schweiz von April bis Juni 2019.

yt_logo_rgb_light

1.    Coop

Coop. Für mich und dich. Und Pascal.

2.    Mc Donald’s Switzerland

Einfach gut.

3.    Denner

Denner – Schrebergarten

4.    Sony Pictures Releasing Schweiz

Men in Black: International – Bold – Ab 13. Juni im Kino

5.    Coop

Coop. Pour moi et pour toi. Et pour Pascal.

get_footer();