Login-Allianz: Schweizer Verlage starten Online-Registrierung von Mediennutzern

Vier Schweizer Verlage haben am Dienstag auf ihren Nachrichtenportalen mit der vorerst freiwilligen Online-Registrierung der Besucher begonnen. Die Nutzer von mehr als 20 Titeln werden gebeten, sich vor dem Lesen von Artikeln mit einem Login zu registrieren.

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Die Registrierung ist vorerst freiwillig, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung der Verlage heisst. Ab September 2020 soll das Login laut Tamedia-CEO Christoph Tonini dann zur Pflicht werden.

Vom Nutzer abgefragt werden eine E-Mail-Adresse und ein Passwort, teils aber auch Namen, Geschlecht, Alter und Wohnort. Mit einem persönlichen Passwort können sich registrierte Nutzer auf allen beteiligten Online-Portalen anmelden.

Zu der 2018 ins Leben gerufenen Digital-Allianz gehören sowohl die grossen privaten Medienhäuser Tamedia (Tages-Anzeiger, 20 Minuten), Ringier (Blick, Beobachter), CH Media (Aargauer Zeitung, Luzerner Zeitung) und die NZZ-Mediengruppe (Neue Zürcher Zeitung) wie auch die öffentlich-rechtliche SRG (Werbewoche.ch berichtete).

 

Personalisierte Inhalte und Werbung

Die Login-Kampagne startete zunächst in der Deutschschweiz. Die Romandie und das Tessin sollen Anfang 2020 folgen. Die SRG will 2020 mit einem freiwilligen Login nachziehen.

Durch die Registrierung erhalten die Medienhäuser zusätzliche Daten von ihren Nutzern, was zielgenauere Werbung ermöglicht. Damit wollen die Verleger ihre Position im Wettbewerb mit den übermächtigen amerikanischen Technologiekonzernen Google und Facebook stärken.

Für die Nutzer liegt der zentrale Vorteil der Registrierung laut der Verlage in der stärkeren Personalisierung der journalistischen Angebote. (SDA)

Inhalte wiederverwerten: Warum Content Recycling nützlich ist

Ganzheitliches Online-Marketing erfordert enorm viel Einsatz. Durch Social-Media-Portale und Co. ist für kreative Marketingfachleute eine Spielwiese entstanden, für die sich Text beziehungsweise Content Recycling bestens eignet.

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Karin Bosshard

 

Text Recycling? Reicht es nicht, wenn der Content einmal auf meiner Website steht? Auf keinen Fall! Ganzheitliches Online-Marketing erfordert ja viel mehr Einsatz, als Texte hochzuladen, die auf ein paar Keywords optimiert sind! Schliesslich umfasst Suchmaschinenoptimierung heute auch Social Signals, Backlinkaufbau, einen interessanten Media-Mix, eine gute interne Linkstruktur und, und, und.

Auch Social-Media-Portale sind zu einer Trafficquelle geworden, auf die kein Unternehmen mehr verzichten kann! So stehen kreative Marketingfachleute vor einer spannenden Spielwiese, die geradezu danach schreit, mit besonders erfolgreichen (älteren) Inhalten immer wieder neu gefüttert zu werden – nur eben in ständig wechselnden Variationen, die neue Portale erobern und neue Leads generieren.

Jede Woche das Rad neu zu erfinden, um im Gespräch zu bleiben und ständig online präsent zu sein, ist eine ganz schön anstrengende Geschichte. Schliesslich kostet das Erstellen hochwertiger Inhalte Zeit, Geld und manchmal auch Nerven. Um überhaupt virale Effekte zu erzielen und neue User aufmerksam zu machen, ist Mehrwert aber das A und O auf dem Weg zum Expertenstatus. Da ist es eher kontraproduktiv, einfach «irgendwas» zu veröffentlichen, um sichtbar zu bleiben und nicht an Reichweite zu verlieren.

Viel besser ist es, die Highlights in den eigenen Statistiken näher unter die Lupe zu nehmen, um herauszufinden, welche Inhalte das Potenzial haben, durch eine gezielte Überarbeitung immer wieder zu begeistern. Denn Content Recycling bedeutet eben nicht, immer wieder den erfolgreichsten Artikel vom letzten Jahr auf Facebook zu teilen! Es bedeutet, nicht genutztes Potenzial ausfindig zu machen, neue Aspekte eines Themas zu beleuchten oder andere Formate zu erstellen, um für den Leser das Beste herauszuholen!

 

Welche Inhalte eignen sich fürs Recycling?

Zugegeben, nicht jedes Thema eignet sich für erfolgreiches Recycling. Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern und das gilt auch für tagesaktuelle Meldungen im Internet. Kate und William sind nun mal längst verheiratet, da nützt auch eine neue Infografik nichts – dieser Inhalt wird nicht mehr spannend.

Viel besser geeignet sind also Inhalte, die …

  • ein umfassendes und komplexes Thema behandeln, das noch nicht vollkommen ausgeschöpft ist.
  • zeitlos sind wie ein gutes Kochrezept von Oma! Dazu gehören Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Fliesenlegen genauso wie Video-Tutorials, um einen Oldie auf der Gitarre zu erlernen. Je zeitloser der Content ist, umso besser lässt er sich recyceln.
  • in den Statistiken besonders geglänzt haben. Alle Inhalte, die besonders viele Aufrufe hatten, auffallend viel geteilt, gelikt und kommentiert wurden, zeigen an, dass grosses Interesse an dem Thema besteht!
  • besonders viele Backlinks generiert haben. Denn wenn andere Website-Betreiber so begeistert sind, dass sie Inhalte in ihren eigenen Beiträgen verlinken, ist das ein Ritterschlag für besonders gute Inhalte.

 

Ein Wort über den Mittelpunkt der Content Planung: Der User geht immer vor!

Natürlich sind Statistik-Tools ein wichtiges Hilfsmittel, um zu ermitteln, welche Artikel das höchste Potenzial für ein erfolgreiches Recycling bieten. Fast noch wichtiger ist es aber, sich in den User hineinzuversetzen. Das Bauchgefühl darf also ruhig mitreden.

Sich an die eigene Nase zu fassen und das eigene Verhalten im Internet einfach mal zu beobachten, ist ebenfalls enorm hilfreich. Denn wir alle haben eine gewisse Routine entwickelt, um auf dem Laufenden zu bleiben. Der eine informiert sich auf Facebook, der andere nutzt ganz gezielt Suchmaschinen, der nächste fühlt sich auf YouTube so zu Hause, dass er sich bei jeder aufkommenden Frage erst einmal das passende Video sucht.

Verschiedene Menschen haben eben auch verschiedene Vorlieben und keiner von uns kann immer alles mitbekommen. Die Sorge, dass recycelte Inhalte langweilig – oder sogar aufdringlich – wirken könnten, ist also vollkommen unberechtigt, wenn wir all die vielfältigen Möglichkeiten der digitalen Medien nutzen, um Inhalte breit zu streuen und immer wieder für verschieden Zielgruppen zu überarbeiten! Nur, wer den Vorlieben verschiedener User gerecht wird, erzielt auch die Reichweite, die gute Inhalte verdienen!

 

Tipps für das Content Recycling in der Praxis

Um noch einmal an den virtuosen Musiker zu denken: Eine grossartige Melodie wird nicht schlechter, wenn wir sie auf verschiedenen Instrumenten spielen! Im Grunde genommen knüpft das Recycling von Inhalten sogar an die darstellenden Künste an und steht damit in einer grossen Tradition. Schliesslich schätzten schon die alten Griechen das Theater und auch da blieben die Stücke dieselben, nur das Publikum wechselte und erlebte die Darbietung immer wieder neu.

Es kommt eben auf die Inszenierung an! Bei der Content Planung sollten wir also immer auf eine spannende Inszenierung setzen, aber die Besetzung oder die Instrumente variieren.

  • Blogartikel zu komplexeren Themen eignen sich hervorragend, um eine Serie oder ein eBook daraus zu machen. So können Einzelaspekte des Themas intensiver behandelt werden, der Mehrwert potenziert sich dadurch.
  • Videos gehen einfach immer und der Trend scheint auch nicht abzureissen. Auf den ersten Blick scheint es natürlich aufwendig, gleich einen «ganzen Film» zu drehen, sind die Idee und die Inhalte aber einmal erstellt, ist der Rest gar nicht so schwierig. Kurze Erklärvideos, die zum Beispiel die Handhabung und Vorzüge eines Produkts anschaulich zeigen, lassen sich mit der passenden Software einfach produzieren, erreichen aber eine völlig andere Userschicht als Textinhalte!
  • Viele Inhalte eignen sich für Grafiken, die als echter Eyecatcher auf Social-Media-Portalen virale Effekte erzielen. Bildinhalte werden nicht nur bevorzugt angezeigt, sie sind für interessierte Leser auch der optimale Einstieg, um Neugier zu entwickeln und eine Website zu besuchen.
  • Viele Menschen nutzen gern Audio-Inhalte – im Auto, in der Bahn, bei der Hausarbeit oder einfach auf dem Sofa. Umfangreiche Blogartikel als Audio-Version herauszugeben, etwa in Form von Podcasts, erreicht eine weitere Zielgruppe und bietet eine tolle User Experience.
  • Das Leben findet nicht nur online statt. Viele Inhalte von einer Website lassen sich auch für Präsentationen auf Tagungen, Messen oder ähnlichen Events aufbereiten. So wird der Expertenstatus auch «in der echten Welt» gestärkt.
  • Tutorials oder Schritt-für-Schritt-Anleitungen eignen sich perfekt, um einen E-Mail-Kurs oder ein kleines Webinar zu erstellen. Diese Contentformen können auch als Giveaways eingesetzt werden, um die Conversion Rate zu erhöhen.
  • Auch Social-Media-Seiten wollen regelmässig mit interessanten Inhalten gefüttert werden. Einfach nur Links zur Website zu posten, verführt aber immer weniger User dazu, ihre gewohnte Timeline zu verlassen und dem Link zu folgen. Für diese User lohnt es sich, komplexere Artikel in einer knackigen Zusammenfassung zu posten.

Recycling guter Inhalte ist übrigens keine Einbahnstrasse! All diese Möglichkeiten, bewährte Themen neu darzustellen, funktionieren natürlich auch umgekehrt. Das beste Beispiel dafür ist die Deskription von Videos für die Website – so werden Videoinhalte auch für Suchmaschinen viel transparenter und damit leichter auffindbar.

 

Content-Management ist auch Zeit-Management

Eine gut gepflegte Website wird mit den Jahren immer umfangreicher, zeitlose Artikel bleiben aber lange aktuell. Zeitfenster für das «kleine Recycling zwischendurch» zu nutzen und ältere Dauerbrenner auf den neusten Stand zu bringen, lohnt sich wirklich! Denn so wirken auch Artikel, die vor einigen Jahren erstellt wurden und eigentlich nur noch Besucher über Suchmaschinen anziehen, immer frisch.

Vor allem können später erschienene Artikel als Links eingepflegt werden, was die interne Linkstruktur der Seite verbessert und die Verweildauer der Leser erhöht – und dadurch verbessert sich auch wieder das Ranking bei Google.

Jung von Matt/Limmat für Die Mobiliar: Die Tücken der Technik

Jung von Matt/Limmat realisiert im Herbst 2019 den ersten TVC für die Dachkampagne der Mobiliar. Im Spot werden technische Neuheiten zu ungeahnten Schadensquellen. Zentrales Element ist und bleibt der altbekannte «Liebe Mobiliar»-Duktus.

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Der aktuelle Spot der Mobiliar-Dachkampage, realisiert von Jung von Matt/Limmat, beginnt mit der altbekannten Einleitung «Liebe Mobiliar…», die den Beginn der Schilderung eines Schadensfalls kennzeichnet.

 

Voice Assistant auf Abwegen

Der dreisprachige TVC zeigt die Tücken der modernen Technik. So wird der hilfreiche Sprachassistent durch eine fälschliche Aktivierung plötzlich zum Übel und richtet bei den Nachbarn einen Schaden an. Der Spot, der ab dem 14. Oktober 2019 schweizweit ausgestrahlt wird, erscheint ab Ende November zusätzlich in einer Special Edition für die kalte Jahreszeit. 

Neue Gegebenheiten, altbewährte Dienstleistung

«Der Voice Assistant als Auslöser für einen Schaden mag ungewöhnlich wirken. Für uns ist so ein Schadenfall aber durchaus realistisch: neue Technologien sind immer auch Gewöhnungssache und bis diese Gewöhnung erreicht ist, kann es zum einen oder anderen Missgeschick kommen», meint Frédéric Zürcher, Leiter Marketingkommunikation der Mobiliar.

«Die enge Zusammenarbeit mit der Mobiliar in den vergangenen 12 Monaten hilft uns, möglichst nahe an die DNA des Unternehmens zu rücken und Projekte zu realisieren, die die Mobiliar und ihre Marke 1:1 repräsentieren – dazu gehören auch die aktuellsten Herausforderungen bei Schadenfällen», ergänzt Cyrill Hauser, Chief Client Officer bei Jung von Matt/Limmat.  

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Verantwortlich bei die Mobiliar: Frédéric Zürcher (Leiter Marketingkommunikation); Hanna Poffet, Nicole Bieri (Projektleitung). Verantwortlich bei Jung von Matt/Limmat: Sören Schröder (Creative Direction); Cla Campell, Cenk Korkmaz (Text); Regine Cavicchioli (Art Direction); Merlin Obrero (Grafik); Fiona Gottwald (Beratung); Wolfgang Bark (Executive Director); Cyrill Hauser (Chief Client Officer); Dennis Lück (Chief Creative Officer). Verantworlich bei Stories: Tobias Fueter (Regie); Filip Zumbrunn (Kamera); Meret Früh (Producer); Yves Bollag (Executive Producer). Verantwortlich bei Mediaschneider: Valérie André (Beratungsgruppenleitung); Thomas Kambert (Beratungsgruppenleitung); Silja Achermann (Senior Beraterin); Tereza Cerna (Junior Beraterin).

Der Schweizerische Hauseigentümer lässt sich von der Agentur am Flughafen beraten

Der Schweizerische Hauseigentümer ist eine bedeutende Fachzeitung für Haus- und Stockwerkeigentum. Die Agentur am Flughafen wird nun ein Marken- und Kommunikationskonzept für die Verbandszeitung ausarbeiten.

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Der Schweizerische Hauseigentümer hat rund 579’000 Leserinnen und Leser, die eine Zielgruppe bilden für verschiedenste Bau-, Energie- oder Einrichtungsprodukte. Die zahlungskräftige und konsumfreudige Klientel ist jedoch durchaus auch für Werbeverantwortliche von Konsum- und Luxusmarken spannend.

Um dies entsprechend zu kommunizieren, wurde die Agentur am Flughafen mit der Entwicklung eines langfristigen Marken- und B2B-Kommunikationskonzepts beauftragt. Erste Massnahmen werden in Kürze zu sehen sein.

Erlebnislocation: Abheben im Windkanal

Windwerk ist der einzige Skydiving-Windkanal in der deutschsprachigen Schweiz. Der Oktober-Breakfast-Club von Expo Event Swiss Live Comm Association führte nach Winterthur.

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Der Traum vom fliegenden Menschen fasziniert seit jeher. Das war die Ausgangslage für die Gründung des Indoor-Skydiving-Windkanals Windwerk durch die mehrfachen Schweizer Meister in Skydiving Tobias Oertle, Andri Steinmann und Reto Welti. Im Dezember 2018 wurde der Betrieb aufgenommen. 

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Atemberaubend: Der Windkanal

Am 9. Oktober 2019 fand im Rahmen des Breakfast Clubs von Expo Event die Besichtigung des Windwerkes statt. CEO Tobias Oertle (links im Bild, rechts Daniel Wyss, Veranstalter Breakfast Club bei Expo Event) schilderte die junge Geschichte des Windwerkes und die schnelle Realisierung.

Das Windwerk bietet mit dem verglasten Windkanal und den hohen Räumlichkeiten eine aussergewöhnliche Kulisse für Firmenevents. Der fünf Meter hohe Raum mit dem verglasten Windkanal ist eine im besten Wortsinn atemberaubende Eventlocation. 

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Reel und virtuell

Windwerk benötigte bloss 14 Monate Bauzeit und beschäftigt heute 15 Festangestellte. Ein Flug im Windkanal dauert eine Minute und entspricht der Freifalldauer eines Fallschirmsprungs aus über 4’000 Metern. Ein zusätzliches Flugerlebnis bietet Windwerk mit der Virtuellen Realität «Birdy». Dank der Cyberbrille tauchen User in virtuelle Welten ein und fliegen durch eine prähistorische Dinosaurierlandschaft oder über New York. 

 

Erlebnislocation

Im Indoor-Skydiving-Windwerk in Winterthur wird das unbeschreibliche Gefühl des Traums vom Fliegen, die Spannung vor dem Absprung und das unbeschreibliche Gefühl des freien Falls Realität. Windwerk hat es in der Kategorie «Erlebnislocations» für Erlebnisse und Teamevents beim Swiss Location Award unter die ersten zwanzig Locations geschafft. Windwerk ist eine Eventlocation für Private, Familien und Firmen. 

Pro Infirmis bringt Menschen mit Behinderung in die Werbung

Die neue Sensibilisierungskampagne von Pro Infirmis startete schweizweit am 14. Oktober 2019. Bekannte Schweizer Werbesujets werden neu interpretiert der Öffentlichkeit präsentiert. Kreiert hat die Kampagne die Agentur CRK.

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Ob online oder offline, Werbung gehört zu unserem Alltag dazu. Dass in der Werbewelt nicht immer die Realität abgebildet ist, mag zwar vielen bewusst sein. Repräsentation, besonders auch in der Werbewelt, ist aber für Minderheiten ein wichtiger Schritt zur Inklusion in der Gesellschaft. Mit der Kampagne «Ungehindert Behindert» hat sich Pro Infirmis zu einer Übernahme der besonderen Art entschlossen: Schweizer Werbesujets werden neu und inklusiv interpretiert.

Am 14. Oktober 2019 startete die Sensibilisierungskampagne «Ungehindert Behindert». Die Vision von Pro Infirmis ist eine inklusive Gesellschaft. Das Ziel der Kampagne ist dementsprechend, der Inklusion von Menschen mit Behinderung einen Schritt näher zu kommen. In Zusammenarbeit mit Migros, Appenzeller Käse, Coop, Digitec/Galaxus und der Mobiliar werden bekannte Werbesujets nachgestellt. Dabei sind die Protagonistinnen und Protagonisten ausschliesslich Menschen mit einer Behinderung.

 

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Werbetreibenden gefällt die Idee

Die Idee kam auch bei involvierten Werbekunden gut an. «Als Pro Infirmis mit ihrer Kampagnenidee auf uns zugekommen ist, waren wir sofort begeistert. Für uns ist diese gemeinsame Kampagne eine weitere Chance zu zeigen, dass wir mit «Für mich und dich» für alle da sind», sagt etwa Vanessa Finzer, Leiterin Werbung und Kulinarik bei Coop. Auch Martin Walthert, Chief Marketing Officer von Digitec Galaxus, ist vom Ansatz überzeugt: «Uns hat die Idee der Kampagne auf Anhieb gefallen. Da wir in unserer aktuellen Galaxus-Werbung alltägliche, gewöhnliche Situationen zeigen, fanden wir sie besonders geeignet für die Mitwirkung: Menschen mit Behinderung sind natürlich in den Alltag inkludiert.»

Für Christoph Holenstein, Direktor Sortenorganisation Appenzeller Käse, war die Mitwirkung eine Herzensangelegenheit: «Ich stehe privat jemandem mit Trisomie 21 nahe und weiss was diese Behinderung bedeutet. Mir ist wichtig, dass alle Menschen gleichermassen auch an den Freuden des gesellschaftlichen Lebens teilhaben können – mit oder ohne Behinderung.» 

Die Kampagne wird auf Plakaten, Online-Bannern sowie auf den eigenen Kanälen von Pro Infirmis in drei Sprachen zu sehen sein. In den Schweizer Werbungen sind Menschen mit Behinderung bis jetzt selten oder nie sichtbar. So finden 1,8 Millionen Menschen mit Behinderung in der Schweiz keine Identifikationsfigur in der Werbung. Darauf will CRK mit der Kampagne «Ungehindert behindert» aufmerksam machen. (pd/hae)

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Lindt & Sprüngli lanciert in China eine Kampagne mit Roger Federer und Xin Zhilei

Das Schweizer Schokoladenunternehmen Lindt & Sprüngli macht einen grossen Schritt auf dem chinesischen Markt und startet eine neue Kampagne mit Roger Federer und der chinesischen Schauspielerin Xin Zhilei.

Gemeinsam sollen die beiden Stars die Kernwerte von Lindt – Qualität und Leidenschaft – repräsentieren und den chinesischen Konsumenten die Welt der Schweizer Schokoladen öffnen. Das erste veröffentlichte Video erreichte in weniger als einer Stunde 12 Millionen Zuschauer. Gemeinsam mit der chinesischen Schauspielerin soll der Schweizer Tennisspieler die Markenbekanntheit von Lindt bei den chinesischen Konsumenten steigern. Roger Federer ist seit 2009 globaler Markenbotschafter von Lindt. (pd/hae)

50 Jahre Internet: Kurioses aus der Geschichte des Internets

Vor 50 Jahren wurden die Grundlagen für das Internet gelegt. Das damalige Netz hiess Arpanet und verband vorerst nur US-Universitäten miteinander.

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  • Die erste Internetverbindung am 29. Oktober 1969 floppte: Schon beim «o» in «Login» hängte sich der Computer auf. Ein paar Stunden später klappte es: Ein Computer an der University of California in Los Angeles kommunizierte mit einem Computer der Stanford University nahe San Francisco.
  • Die Queen war das erste Staatsoberhaupt, das eine E-Mail versandte. Am 26. März 1976 schickte sie aus Malvern in der Grafschaft Worcestershire eine elektronische Nachricht über Arpanet, den noch nicht massengängigen Vorläufer des Internets. Ihre E-Mail-Adresse lautete «HME2» – «Ihre Majestät, Elizabeth II.»
  • Einer der ersten Computer-Viren war «Creeper», der 1971 im Arpanet kursierte und sich mit der Nachricht «I’M THE CREEPER: CATCH ME IF YOU CAN» zu erkennen gab. Sein Gegenspieler «The Reaper» gilt als erster Antivirus der Geschichte.
  • Das erste Facebook-Logo von 2004 zeigte ein Porträt von Al Pacino.
  • Der «Like»-Button hiess ursprünglich «Awesome Button» (Grossartig-Knopf)
  • «Gmail» war ursprünglich ein Gratis-Mail-Service für Garfield-Fans.
  • Eines der schlimmsten friendly Fires der US-Armee wurde per Internet verursacht. Ein Soldat programmierte ein GPS für einen B-52 Bomber auf eine Taliban-Stellung, als er merkte, dass die Batterie schwächelte. Nachdem er sie ersetzt hatte, machte das GPS unbemerkt einen Neustart und ging auf die Ausgangskoordinaten zurück – den Standpunkt des Soldaten. Er und 7 Kameraden starben.
  • Vor 20 Jahren benötigte das Internet noch 0 Elektrizität. Heute braucht die digitale Ökonomie 10 Prozent der Energie, mehr als 1985 nötig war, um den ganzen Erdball zu beleuchten. Daten zu transportieren frisst heute 50 Prozent mehr Energie als der weltweite Flugverkehr.
  • Praktisch alle Unternehmen geben die Datenschutzbestimmungen an, welche sie befolgen. Gemäss Techdirt.com würde ein durchschnittlicher Nutzer pro Jahr 181 bis 304 Stunden, das heisst 22-38 Arbeitstage benötigen, um diese Bestimmungen zu lesen. Keiner tut’s, jeder bestätigt’s.
  • Ein modernes Smartphone hat eine Million mehr Arbeitsspeicher als der Bordcomputer AGC, der Apollo 11 zum Mond brachte. Die 512 Gigabyte Festspeicher eines Smartphones sind rund sieben Millionen Mal mehr als die 72 Kibibyte (1 Kibibyte = 1024 Byte) des AGC. Schon das iPhone 6 soll 120 Millionen Mal schneller gewesen sein als der AGC.
  • Google stellte 1999 eine Frau namens Bonnie Brown als Physotherapeutin in Teilzeit an für 450 Dollar Wochenlohn und Optionen auf Belegschaftsaktien. Als sie nach fünf Jahren kündigte, waren ihre Aktienoptionen 12 Millionen Dollar wert. (SDA)

Blick lanciert zum Jubiläum eine individuell gestaltbare Swatch

Am 14. Oktober 1959 erschien die erste Ausgabe von Blick – also exakt am Montag vor 60 Jahren. Zu diesem Jubiläum ist während einer Woche eine Swatch erhältlich, die jeder Käufer selber aus dem Design von Blick-Zeitungsseiten gestalten kann.

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«Der Blick ist seit seiner Gründung nah bei den Leuten. Mit der Uhr Swatch X Blick kann jetzt jeder ein Stück Schweizer Zeitungsgeschichte am Handgelenk tragen», so Christian Dorer, Chefredaktor der Blick-Gruppe, einer Mitteilung. Seit Montag ist die Uhr für eine Woche auf Swatch.ch/blick erhältlich. Mit dem Online-Konfigurator kann aus rund 80 Blick-Schlagzeilen und -Symbolen aus den letzten 60 Jahren ein individueller Design-Hintergrund für die gesamte Uhr ausgewählt werden. Jede Uhr ist somit ein Unikat und wird mit einer weltweit einzigartigen Digitaldruck-Technologie von Swatch hergestellt. Die Uhr «Swatch X Blick» ist eine von vielen Jubiläums-Aktionen, die seit Jahresbeginn laufen.

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Wenig News konsumieren: Gruppe der «News-Deprivierten» wächst

In der Schweiz gibt es immer mehr Personen mit einem weit unterdurchschnittlichen Newskonsum. Der Bevölkerungsanteil der «News-Deprivierten» stieg von 2009 bis 2019 um 15 Prozentpunkte auf 36 Prozent. In der Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen sind es gar 56 Prozent.

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Das stellen die Autoren des neusten Jahrbuchs «Qualität der Medien» fest. Demnach sind nicht nur die «News-Deprivierten» mit relevanten Hardnews unterversorgt, sondern auch die «Global Surfer». Während die «News-Deprivierten» generell wenig News konsumieren, gelten die «Global Surfer» zwar als newsaffin, aufgrund ihres Medienmenüs werden sie aber unzureichend mit regionaler und nationaler Berichterstattung konfrontiert.

Die Versorgung mit Angeboten aus dem Inland sei aber notwendig, um auf informierter Grundlage die demokratischen Grundrechte ausüben oder an der Öffentlichkeit eines Landes, in dem man lebt, teilnehmen zu können, heisst es in der Studie.

Die News-Deprivation sei in mehrfacher Hinsicht problematisch. Sie gehe einher mit geringerem politischem Wissen und mit geringerer Teilhabe am politisch-demokratischen Prozess. Die News-Deprivation korreliere weiter mit geringerem Vertrauen in staatstragende Institutionen.

Nicht zuletzt sei das gesellschaftliche Bild der «News-Deprivierten» stärker emotional und bedrohlich aufgeladen: Skandale und Krisen, Unfälle, Katastrophen und Anschläge fänden stärker Eingang in die Newsfeeds solcher Nutzergruppen. Und: Die prioritäre Nutzung von sozialen Medien fördere die News-Deprivation.

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Abnahme der Old-World-Newsrepertoires und Zunahme der New-World-Newsrepertoires: Die Darstellung zeigt die Anteilsentwicklungen der sechs Repertoiretypen im Zeitraum von 2009 bis 2019 (n = 37’623). Die gepunktete Linie stellt den Verlauf dar, wenn kein Update der Repertoires erfolgt wäre. Lesebeispiel: Der Anteil der «News-Deprivierten» nimmt von 21 Prozent im Jahr 2009 auf 36 Prozent im Jahr 2019 zu.

 

Das Problem der News-Deprivation beschränke sich keineswegs auf die Schweiz, heisst es weiter. Dies zeige die internationale Forschung zur sogenannten News Avoidance. Der Bevölkerungsanteil der «News Avoider», die aktiv und bewusst News verweigern, liege in westlichen Demokratien heute zwischen 15 und 41 Prozent.

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Nutzungshäufigkeit von Medienkategorien zu Newszwecken: Abgebildet sind die Anteile der Befragten, die als Nutzungshäufigkeit «oft» oder «sehr oft» angegeben haben (n = 37’623; Quelle: Daten basierend auf der jährlichen Mediennutzungsstudie GfK/fög). Lesebeispiel: 2019 nutzen 70% der Befragten Social Media oft oder sehr oft zu Newszwecken.

 

 

Vertrauen in klassische Medien

Trotz des Bedeutungsgewinns von Plattformen wie Facebook, Google, WhatsApp, Snapchat oder Instagram: In 38 untersuchten Ländern, so auch in der Schweiz, wird klassischen Informationsmedien deutlich mehr vertraut (47 Prozent als den Suchmaschinen (29 Prozent) oder Social Media (17 Prozent) als Informationsquellen.

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Medienvertrauen im internationalen Vergleich: Die Darstellung zeigt für die Schweiz und die Referenzländer den Anteil der Befragten, die angeben, überwiegend oder stark den Informationsmedien, Suchmaschinen beziehungsweise Social Media zu vertrauen (Quelle: Reuters Institute 2019). Lesebeispiel: In der Schweiz geben 47% der Befragten an, den Medien überwiegend bis stark zu vertrauen.

 

Die intensivsten Social-Media-Nutzer, also die jüngsten Befragten, misstrauen den Nachrichten auf Social Media am meisten (62 Prozent). Insgesamt gibt es den bemerkenswerten Befund, dass die zunehmende Nutzung sozialer Medien mit sinkenden Vertrauenswerten in diese Plattformen einhergeht.

Das sei für den Schweizer Informationsjournalismus ein wichtiger Befund, heisst es im Jahrbuch: Trotz hoher und wachsender Bedeutung der sozialen Medien als Quellen träten die Nutzerinnen und Nutzer den sozialen Plattformen mit tendenzieller Skepsis gegenüber und seien sich offensichtlich der wichtigen Funktion professioneller Informationsmedien als Garanten eines aufgeklärten gesellschaftlichen Diskurses bewusst.

Die Zahlungbereitschaft für Onlinenews bleibt in der Schweiz und in vielen weiteren Ländern tief. Lediglich 11 Prozent der Schweizer Mediennutzerinnen und -nutzer geben 2019 an, für digital verfügbare News zu bezahlen.

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Zahlungsbereitschaft für Onlinenews im internationalen Vergleich Die Darstellung zeigt für die Schweiz und die Referenzländer den Anteil der Befragten, die angeben, im letzten Jahr für Onlinenews bezahlt zu haben (Quelle: Reuters Institute 2019). Lesebeispiel: In der Schweiz geben 11% der Befragten an, im vergangenen Jahr für Onlinenews bezahlt zu haben.

 

 

Für mehr Medienpatriotismus

Die Plattformisierung schwäche den professionellen Schweizer Informationsjournalismus, ablesbar unter anderem an der fortschreitenden Medienkonzentration in der Schweiz, schreiben die Autoren der Studie. Professionelle Informationsmedien sowie redaktionell produzierte News blieben für die demokratische Gesellschaft aber unverzichtbar.

Was deshalb nottue, sei ein neuer Medienpatriotismus. Dieser müsse von der Einsicht geleitet sein, dass hiesige journalistische Informationsmedien für einen demokratischen Nationalstaat wie die Schweiz unverzichtbar seien, diese jedoch in erster Linie von aussen, das heisst durch die globalen Tech-Plattformen, bedrängt würden.

Die Stützung des nationalen Systems professioneller Informationsmedien müsse sowohl staatliche wie darüberhinausgehende Massnahmen umfassen. Im Bereich staatlicher Massnahmen wurden Vorschläge für eine Besteuerung von Werbeerträgen, die auf journalistischen Inhalten durch die Tech-Plattformen erzielt werden, bereits im letzten Jahrbuch «Qualität der Medien» gemacht, ebenso der Vorschlag, die direkte Medienförderung auszubauen.

Im nichtstaatlichen Bereich wäre die Kooperation zwischen den Medienorganisationen zu intensivieren. Im Raum steht die Vision einer schweizerischen digitalen Allmend für den professionellen Informationsjournalismus, die überall dort auf Kooperation setzt, wo der publizistische Wettbewerb als Voraussetzung für einen aufgeklärten, vielfältigen Diskurs nicht geschmälert wird.

 

Zum zehnten Mal publiziert

Das Jahrbuch «Qualität der Medien» wird zum zehnten Mal publiziert. Es wird vom Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft (FÖG) der Universität Zürich verfasst. Finanziert wird es von der Kurt Imhof Stiftung für Medienqualität und der Universität Zürich.

Befragt wurden rund 2000 Internetnutzer in der Deutschschweiz und der Suisse romande. Zudem flossen Umfragedaten aus einer alljährlich durchgeführten Mediennutzungsstudie des fög in Zusammenarbeit mit GfK Switzerland in die Analysen ein. Im Rahmen dieser Studie werden seit 2009 rund 3400 Onlineinterviews jeweils zum Jahresbeginn durchgeführt. (SDA)

Blick feiert 60-Jahr-Jubiläum mit Ausgabe für 20 Rappen

Die Schweizer Boulevardzeitung Blick hat ihr 60-Jahr-Jubiläum am Montag mit einer Sonderausgabe zum Ursprungspreis von 20 Rappen statt den heutigen 2,50 Franken gefeiert. Das Blatt erschien mit neun Extra-Seiten und Anekdoten von Lesern.

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In der jüngsten 28-seitigen Ausgabe kommen 60 Prominente zu Wort. Dazu zählen etwa alt SVP-Bundesrat Adolf Ogi («Die Schweiz verdankt dem Blick viel!») oder Radrennfahrer Fabian Cancellara («Was habe ich mich manchmal aufgeregt!»). Daneben erinnern sich Leser in kurzen Anekdoten an ihre erste Begegnung mit der Zürcher Tageszeitung. In der Sonderausgabe ist zudem die allererste Titelseite («Der Diener ist nicht der Mörder») zu finden.

 

Sechs Seiten beim Start

Der Blick erschien erstmals am 14. Oktober 1959 und umfasste gerade mal sechs Seiten. In 60 Jahren hat sich der Titel vom verachteten «Revolverblatt» zu einer der grössten Schweizer Tageszeitungen hochgearbeitet.
Mit der Lancierung der ersten Boulevardzeitung der Schweiz reagierte das Verlagshaus Ringier auf die gesellschaftlichen Veränderungen der 50er-Jahre – Stichworte Wohlstand, Konsumgesellschaft, elektronische Massenmedien. Vorbild war die 1952 gegründete deutsche „Bild“-Zeitung.

 

Einst leserstärkste Zeitung

Das Blatt legte das Schwergewicht auf Unglücksfälle, Verbrechen, Sport, Unterhaltung – und auf Sex. Es übertrug erstmals in der Schweiz die Bildsprache des neuen Mediums Fernsehen in den Printbereich. Dafür wurde Blick in politischen Kreisen und in der traditionellen Presse geächtet, boykottiert, gelegentlich auch öffentlich verbrannt (so bei der verfrühten Meldung über den Tod von Papst Johannes XXIII 1963) – aber von immer mehr Leuten gelesen.

Ohne Konkurrenz im Boulevard-Bereich wurde der Blick zur leserstärksten Zeitung der Schweiz mit einer Auflage von 380’000 Exemplaren Mitte der 80er-Jahre. Der Wandel der Medienlandschaft in den 90er-Jahren mit Internet- und Gratiszeitungen machen auch der einst stärksten Tageszeitung der Schweiz zunehmend zu schaffen. Seine Auflage sinkt seither kontinuierlich. Ende März dieses Jahres betrug die Auflage laut Wemf noch rund 107’000 Exemplare.

 

Blick TV vor dem Start

1969 wurde der SonntagsBlick lanciert. Regionalausgaben in Zürich und Basel scheiterten dagegen. Mit Blick.ch kam im Internetzeitalter ein Onlineportal hinzu und ab nächstem Jahr will der Verlag zusätzlich mit Blick TV einen digitalen Fernsehkanal anbieten. (SDA)
 

Publicis für Frauenzentrale: Wie lange bleibt Bundesbern noch in Männerhand?

In der Schweiz gibt es ungefähr gleich viele Frauen wie Männer. Im Parlament sind die Frauen jedoch stark untervertreten. Mit einem von Publicis konzipierten Onlinefilm fordert die Frauenzentrale Zürich auf, das Missverhältnis bei den Wahlen zu korrigieren.

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Sehr geehrte Kollegen und Kollegen …

Mit diesen Worten startet das von Publicis konzipierte Online-Video. Der Film macht darauf aufmerksam, dass der Frauenanteil im Nationalrat zu niedrig ist. Denn er liegt bei knapp einem Drittel. Im Ständerat sind es sogar nur 13 Prozent. Und die Gefahr ist gross, dass die weibliche Unterrepräsentanz noch eklatanter wird, wenn die Sitze von abtretenden Politikerinnen bei den kommenden Wahlen an Männer gehen.

Die Frauenzentrale Zürich macht sich – schon seit der Einführung des Frauenstimmrechts 1971 – stark für mehr Frauen in Bundesbern. Dieses Mal mit einem fast schon sarkastischen Onlinevideo, das mit der krassen Männer-Dominanz  im Parlament spielt.

Das Video verweist auf die Landingpage Clever-frauen-waehlen.ch, die erklärt, wie man als Wähler den Frauenanteil tatsächlich erhöhen kann. Sollen mehr Frauen in Bern sitzen, reicht es nämlich nicht, beliebig Frauen zu wählen. Man muss dies clever tun, damit die Stimme aufgrund des Listen-Wahlsystems dann nicht doch wieder an einen Mann geht.

Verantwortlich bei Frauenzentrale Zürich: Sandra Plaza, Helen Stadlin. Verantwortlich bei Publicis Zürich: Johannes Raggio, Pablo Schencke, Peter Brönnimann (Kreation); Thomas Wildberger (CEO). Verantwortlich bei Prodigious: Stefan Rüegg (Produktion).

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