Physische Bücher sind bei Europäern im Trend

Der europäische Buchmarkt verzeichnet dieses Jahr ein starkes Umsatzwachstum. Laut einer Marktanalyse von GfK Entertainment kaufen vor allem in Italien immer mehr Menschen physische Druckwerke.

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«Physische Bücher sind immer noch sehr umsatzstark, im Gegensatz zum physischen Musikmarkt, der bereits vom Streaming abgehängt wird. Besonders interessant ist der Erfolg von Büchern von bekannten YouTubern. Diese locken vor allem jüngere Zielgruppen an, die aber dennoch physische Bücher kaufen. Das zeigt, dass auch junge Leser noch auf das haptische Erleben Wert legen», erklärt GfK Entertainment-Sprecher Hans Schmucker gegenüber dem Nachrichtenportal Pressetext.

GfK Entertainment hat den Umsatz mit physischen Büchern in den sieben europäischen Ländern Italien, Frankreich, Portugal, Spanien, Belgien, der Schweiz und den Niederlanden untersucht. In allen Ländern ausser Belgien stiegen in den ersten drei Quartalen 2019 die Umsätze. In Italien steigerte sich der Absatz um 4,6 Prozent, dahinter folgen Portugal (4,5 Prozent) und die Niederlande (3,5 Prozent). Vor allem Sachbücher haben einen Grossteil der erhöhten Umsätze ausgemacht.

 

Bücher von Promis beliebt

Favoriten bei den europäischen Lesern sind vor allem Bücher von Prominenten wie beispielsweise «Passions» von Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy. Ein Bestseller in Italien und Frankreich ist «Becoming», die Biografie von Ex-US-First-Lady Michelle Obama.

Des Weiteren sind Lebenshilfe-Ratgeber und historische Sachbücher sehr populär. Vor allem Bücher von heimischen Autoren finden bei europäischen Lesern Anklang, internationale Bestseller sind momentan eher selten. (pte)

Netflix verbucht dank «Stranger Things» starkes Nutzerwachstum

Der Streamingdienst Netflix hat im dritten Quartal dank Hitserien wie «Stranger Things» wieder kräftig neue Kunden hinzugewonnen. Unter dem Strich stieg die Anzahl der Bezahlabos in den drei Monaten bis Ende September weltweit um 6,8 Millionen.

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Damit blieb Netflix zwar unter seiner eigenen Prognose von sieben Millionen neuen Nutzern, übertraf aber die Markterwartungen. Insgesamt beliefen sich die bezahlten Mitgliedschaften zum Quartalsende auf knapp 158 Millionen, wie der Online-Videodienst am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. 

Die Entwicklung kam bei Anlegern gut an, die Aktie stieg nachbörslich zeitweise um rund elf Prozent. Dabei strebt Netflix für das laufende Vierteljahr mit 7,6 Millionen neuen Kunden weniger Wachstum an als von Analysten angenommen, obwohl das Weihnachtsquartal eigentlich meist sehr stark ist.

Netflix steht vor dem Start neuer Streaming-Dienste der finanzkräftigen Rivalen Disney und Apple unter Druck und hatte Aktionäre im Vorquartal mit relativ schwachem Wachstum enttäuscht. Besonders schlecht kam damals ein Rückgang der Nutzerzahlen im wichtigen US-Heimatmarkt an. Im jüngsten Quartal sah es jedoch wieder besser aus – in den USA kamen immerhin 517’000 neue Abonnenten hinzu.

 

Kräftige Preiserhöhung

Insgesamt bleibt der US-Markt für Netflix aber schwierig, in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres abonnierten lediglich 2,7 Millionen neue Nutzer den Service. Eine kräftige Preiserhöhung dürfte dabei eine wichtige Rolle gespielt haben. Künftig will das Unternehmen sein US-Wachstum nicht mehr separat ausweisen, sondern zusammen mit den Zahlen für den kanadischen Markt bündeln.

Finanziell lief es indes zuletzt rund: Der Gewinn kletterte im Jahresvergleich von 403 Millionen auf 665 Millionen Dollar und damit deutlich stärker als von Analysten erwartet. Der Umsatz legte um kräftige 31 Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar zu. Allerdings rechnet das Unternehmen angesichts hoher Produktions- und Marketingkosten mit deutlich weniger Überschuss zum Jahresende.

Dass der Streaming-Dienst von Anfang Juni bis Ende September bei Kunden punkten konnte, war nicht zuletzt «Stranger Things» zu verdanken. Mit 64 Millionen Zuschauern in den ersten vier Wochen war es laut Netflix die bislang erfolgreichste Staffel der beliebten Mystery-Serie. Im vierten Quartal baut Netflix vor allem auf Filmproduktionen wie etwa Martin Scorseses «The Irishman» mit den Hollywood-Stars Robert De Niro, Al Pacino und Joe Pesci.

Dem Angriff der Konkurrenten Disney und Apple, deren Videodienste jeweils im November starten und deutlich weniger kosten als die Abos von Netflix, begegnet der Streaming-Marktführer demonstrativ selbstbewusst. Die neuen Angebote würden zwar viel Lärm machen und Netflix kurzfristig womöglich etwas belasten, heisst es im Brief an die Aktionäre. Doch kein Wettbewerber habe eine vergleichbare Vielfalt und Qualität, deshalb werde Netflix weiter wachsen. (SDA)

Ruf Lanz fürs Haus Konstruktiv: Raus aus dem Büro, rein ins Museum

Ruf Lanz erinnert für das Haus Konstruktiv Geschäftsleute anhand ihrer Terminkalender an die konkrete Kunst ganz in der Nähe.

Das Haus Konstruktiv in Zürich ist die führende Institution für konstruktive, konkrete und konzeptuelle Kunst in der Schweiz. Seit 2015 bringt Ruf Lanz das Museum über die eingeweihten Kunstkreise hinaus ins Gespräch – mit  Kampagnen, die mehrfach ausgezeichnet wurden (unter anderem vom ADC Switzerland, Edi, ADC of Europe, Epica und dem Cannes-Festival).

Nun zeichnet die Kreativagentur für einen weiteren Auftritt verantwortlich. Darin werden die Manager in den umliegenden Geschäftsvierteln anhand ihrer elektronischen Terminkalender daran erinnert, sich doch mal eine Pause von der ganzen Hektik zu gönnen: mit konkreter Kunst ganz in der Nähe. Denn das Haus Konstruktiv liegt nur wenige Minuten von Bahnhofstrasse, Paradeplatz und Stauffacher entfernt. Drei Motive kommen auf Plakaten, Gelegenheitsanzeigen, Postkarten sowie in Online-Anwendungen zum Einsatz.

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Verantwortlich beim Museum Haus Konstruktiv: Sabine Schaschl (Direktorin und leitende Kuratorin), Flurina Ribi Forster (Presse, Marketing & Öffentlichkeitsarbeit), Andreas Durisch (Stiftungsratspräsident). Verantwortlich bei Ruf Lanz: Markus Ruf, Danielle Lanz (Creative Direction), Catherine Martin (Art Direction & Illustration), Markus Ruf (Text), Armin Arnold (DTP), Lara Cavelti (Beratung).

Digitalisierung: 1,9 Millionen NZZ-Zeitungsseiten online verfügbar

Bis heute sind rund 1,9 Millionen Zeitungsseiten der NZZ publiziert worden. Nun wird diese enorme Menge digitalisiert und ab 2021 online auf E-newspaperarchives.ch verfügbar sein. Der Kanton Zürich stellt dafür 500'000 Franken aus dem Lotteriefonds zur Verfügung.

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Für das Projekt mit Pilotcharakter kooperieren die NZZ, die Schweizerische Nationalbibliothek NB und die Zentralbibliothek Zürich ZB. Damit wird erstmals eine «deutschsprachige Tageszeitung von weltweiter Ausstrahlung» über einen Schweizerischen Bibliotheksservice vollständig verfügbar sein, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.

Die Jahrgänge 1780 bis 1950 wurden bereits für ein Forschungsprojekt des Instituts für Computerlinguistik der Uni Zürich gescannt. Jetzt können auch die restlichen Ausgaben der NZZ digitalisiert werden. Frei auf der Plattform zugänglich sind ab 2021 alle Ausgaben mit Ausnahme der letzten 25 Jahre. Neuere Ausgaben unterliegen einem Bezahlmodus.

Insgesamt fallen für das Projekt Kosten in Höhe von rund 1 Million Franken an. Die Hälfte übernimmt der Kanton Zürich, NB und ZB steuern je 20 Prozent bei. Mit 100’000 Franken beteiligt sich die UBS Kulturstiftung am Digitalisierungsprojekt. Die Plattform E-newspaperarchives.ch (E-npa.ch) wird von der NB betrieben. (SDA)
 

Die wertvollsten Marken: Facebook schwächelt, Uber und LinkedIn neu in Top 100

Interbrand veröffentlichte am Donnerstag die Rangliste der 100 wertvollsten Marken der Welt. Neu im Ranking sind Uber auf Platz 87 und LinkedIn auf Platz 98. Weniger erfreulich fällt die diesjährige Bewertung für Facebook aus. Die Marke fällt auf einen Wert von 39,857 Milliarden US-Dollar und ist somit nicht mehr unter den Top 10. Apple, Google und Amazon konnten ihren Status als die drei wertvollsten Marken der Welt behaupten.

Facebook ist seit 2012 im Best Global Brands Ranking vertreten und verzeichnete in den folgenden fünf Jahren ein stetiges Wachstum. Auf dem Höhepunkt im Jahr 2017 wurde Facebook mit einem Markenwert von 48,188 Milliarden US-Dollar auf Platz 8 eingestuft. 2018 rutschte Facebook auf Platz 9 ab und liegt nun nach einem Rückgang von 12 Prozent im Jahr 2019 auf Platz 14.

Apple und Google konnten im siebten Jahr in Folge ihre Spitzenposition behaupten. Der Markenwert von Apple stieg um 9 Prozent auf 234,241 Milliarden US-Dollar, der von Google um 8 Prozent auf 167,713 Milliarden US-Dollar. Amazon konnte mit 24 Prozent Wachstum erneut stark zulegen und liegt mit 125,263 Milliarden US-Dollar nach 2018 zum zweiten Mal auf Platz 3.

Die weiteren Marken der Top 10 sind Microsoft auf Platz 4 (108,847 Milliarden US-Dollar), Coca-Cola auf Platz 5 (63,365 Milliarden US-Dollar), Samsung auf Platz 6 (61,098 Milliarden US-Dollar), Toyota auf Platz 7 (56,246 Milliarden US-Dollar), Mercedes-Benz auf Platz 8 (50,832 Milliarden US-Dollar), McDonald’s auf Platz 9 (45,362 Milliarden US-Dollar) und Disney auf Platz 10 (44,352 Milliarden US-Dollar), einem Rückkehrer in die Top 10.

 

Deutsche Automarken auf Talfahrt

Wie schon letztes Jahr schwächeln die deutschen Ikonen aus der Automobilindustrie bedenklich. Verzeichneten Mercedes-Benz, BMW, VW, Audi, Porsche und vor allem auch Mini in den Jahren zuvor noch Zuwächse von bis zu 18 Prozent, wachsen die Markenwerte der sechs deutschen Automarken mit zwischen 9 Prozent (Porsche) und 1 Prozent (BMW) durchschnittlich nur noch um 5 Prozent. Letztere Marke wächst zumindest wieder, wenn auch auf bescheidenem Niveau, nachdem sie 2018 noch 1 Prozent verloren hatte.

MasterCard ist mit einer Steigerung des Markenwerts um 25 Prozent auf 9,430 Milliarden US-Dollar die Marke mit dem grössten Wachstum in 2019 und konnte sich um 8 Plätze auf Rang 62 verbessern. Weitere interessante Top-Performer sind Gucci (15,949 Milliarden US-Dollar, Rang 33) mit einem Wachstum von 23 Prozent und Adobe (12,937 Milliarden US-Dollar, Rang 39) mit 20 Prozent. Dell kehrt nach sechsjähriger Abwesenheit nach erneuter Notierung an der Börse auf Platz 63 zurück (9,086 Milliarden US-Dollar).

26 der 100 Best Global Brands verzeichneten ein zweistelliges prozentuales Wachstum. Insgesamt wächst der Wert aller 100 gelisteten Marken gegenüber dem Vorjahr um 5,7 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 2,131 Billionen US-Dollar.

1999 hatte Interbrand das erste Ranking der wertvollsten Marken, die Best Global Brands, veröffentlicht und feiert dieses Jahr 20-Jahr-Jubiläum. Zeit für ein Zwischenfazit: «Jahrzehntelang ging es beim Aufbau einer Marke nur um die Positionierung. Doch das Zeitalter der Markenpositionierung ist vorbei», sagt Charles Trevail, Global CEO von Interbrand. «In einer Welt, in der sich Kundenerwartungen schneller entwickeln als Unternehmen, können Marken nicht länger getrennt von Unternehmen betrachtet werden.»

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Jahresbericht und Methodik

Interbrands zwanzigster Jahresbericht, «The End of Positioning», analysiert wie die Best Global Brands durch Mut zur Transformation ihre Marke stärken, um dadurch nachhaltigen wirtschaftlichen Wert zu schaffen. Interbrand war das erste Unternehmen, dessen Markenbewertungsmethode nach ISO 10668 zertifiziert wurde, der internationalen Norm der Anforderungen für die monetäre Markenbewertung, und spielte eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung des Standards für Markenbewertungen.

Die Bewertungsmethode von Interbrand basiert auf drei wesentlichen Punkten der Analyse:

  • Die finanzielle Performance der Produkte oder Dienstleistungen einer Marke
  • Die Rolle der Marke im Kaufentscheidungsprozess
  • Die Wettbewerbsfähigkeit der Marke und ihre Fähigkeit, Loyalität und damit nachhaltige Nachfrage und langfristigen Profit zu schaffen

 

Das gesamte Ranking finden Sie unter Interbrand.com/best-brands/best-global-brands/2019/ranking/

 

 

 

Sandra Kuster wird Redaktorin bei Radio Zürisee

Sandra Kuster verstärkt per Anfang 2020 die Redaktion von Radio Zürisee. Die 21-Jährige wird künftig als Reporterin und News-Redaktorin für den Seesender tätig sein.

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Kuster hat ihre Grundschul- und Sekundarausbildung in Eschenbach SG absolviert. Nach einer Ausbildung zur Kauffrau mit Berufsmatura arbeitete sie unter anderem als Event- und Marketingmanagerin in Freienbach SZ.

Erste Medienerfahrungen eignete sich Sandra Kuster bei der Zürichsee Zeitung an. Auf der Redaktion in Wädenswil erlernte sie das Recherchieren und Verfassen von Berichten und Reportagen. Ihre Radiolaufbahn startete Sandra Kuster im Sommer 2019 bei Radio Zürisee in Rapperswil SG, wo sie noch bis Ende Jahr eine halbjährige Stage durchläuft.

Ab Januar 2020 ist sie mit einem Pensum von 40 Prozent bei Radio Zürisee festangestellt.

Neo Advertising gewinnt Plakat-Konzession der Genfer Gemeinde Onex

Ab dem 1. Januar 2020 wird Neo Advertising für mindestens 5 Jahre alle Plakatstellen auf öffentlichem Grund der Stadt Onex bewirtschaften und vermarkten.

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Onex liegt etwa fünf Kilometer südwestlich des Genfer Stadtzentrums und ist mit fast 20’000 Einwohner die sechstgrösste Gemeinde des Kantons. Mit über 230 klassischen sowie hinterleuchteten Plakatstellen erhöht sich das Angebot von Neo Advertising im Grossraum Genf damit auf über 3‘500 Werbeflächen.

Christian Vaglio-Giors, CEO von Neo Advertising: «Mit dem erhaltenen Zuschlag können wir unsere Markführerschaft im Kanton Genf weiter ausbauen. Wir freuen uns auf eine langfristige Partnerschaft mit der Stadt Onex, die für ihre Dynamik und Offenheit, insbesondere im Bereich der Digitalisierung, bekannt ist.»

Die Plakatstellen von Onex sind im City-Angebot 2020 der Stadt Genf von Neo Advertising integriert.

Ombudsstelle unterstützt Beschwerde gegen «Late Update»

Die SRG-Ombudsstelle unterstützt die Beschwerde gegen den Beitrag «Froschmeier trifft Levrat und Zanetti» der Satiresendung «Late Update». Das Aussehen der Juso-Präsidentin sei ironisiert worden, damit sei sie auf ihr Äusseres reduziert und so diskriminiert worden.

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Die Präsidentin der Jungsozialisten (Juso), Ronja Jansen, hatte die Sendung des Fernsehens SRF vom vergangenen 6. Oktober beanstandet. In der Sequenz werde sie als neue Juso-Präsidentin als «Miss Juso» und «heiss» benannt.

Dies sei sexistisch, da es stets Frauen seien, die auf eine solche Art und Weise auf ihr Aussehen reduziert würden, obwohl ihr Tätigkeitsfeld nichts damit zu tun habe. Sexistische Stereotype würden damit verstärkt und reproduziert und es werde in der Sendung auch nicht auf die damit verbundene Problematik hingewiesen.

Diese Argumentation wird von Ombudsmann Roger Blum unterstützt. Blum selber wirft die Frage auf, ob eine solche Bemerkung in einer satirischen Sendung Platz habe. «Ich meine nein, weil sie nicht Ihr Handeln und Verhalten auf die Schippe nimmt, sondern Ihr Aussehen ironisiert und Sie damit auf Äusseres reduziert und so diskriminiert», schreibt er.

Die Redaktion habe argumentiert, dass es sich beim fragenden Journalisten um eine Kunstfigur handle, und dass Kunstfiguren immer wieder dazu dienten, um das Verhalten bestimmter Menschentypen zur Kenntlichkeit zu entstellen. Michael Elsener habe sich ja auf Grund des öffentlichen Protestes, dieser Argumentation folgend, in der nächsten Sendung von den Aussagen der Kunstfigur Frank-Walter Froschmeier selber distanziert.

«Denkt man das zu Ende, dann wäre die Bemerkung des Star-Journalisten nicht sexistisch, sondern eine Kritik am Sexismus», schreibt Blum weiter. Diese Argumentation sei ernst zu nehmen, überzeuge jedoch nicht ganz. Denn eine Kunstfigur müsse typenkonform reden. Als Beispiele nannte er unter anderen Alfred Rassers «HD Läppli» oder Viktor Giacobbos «Harry Hasler».
Diese hätten sich alle typengerecht verhalten. «Dass ein deutscher Journalist einen Romand für einen Franzosen hält, ist noch einigermassen plausibel», schreibt Blum. «Aber ist es typisch für deutsche Journalisten, dass sie sexistisch sind? Hier wird wohl die Kunstfigur etwas überbeansprucht. Darum übernehme ich die Kunstfigur-Theorie nicht.»

Anfang Oktober hatte sich bereits FDP-Chefin Petra Gössi über «Late Update»-Elsener beschwert, nachdem dieser in einem Sketch die Forderung nach Eigenverantwortung mit dem fahrlässigen Gebrauch von Waffen verglichen hatte (Werbewoche.ch berichtete).

 

Zehn von 170 Sendungen beanstandet

Ombudsmann Blum weist in einer Mitteilung vom Donnerstag weiter darauf hin, dass lediglich zehn der über 170 von Radio und Fernsehen SRF in den nationalen Programmen ausgestrahlten Beiträge zu den eidgenössischen Wahlen beanstandet worden seien. Er unterstützte die Kritik nur in zwei Fällen. Dies zeige, dass journalistisch professionell gearbeitet worden sei.

Die zweite Beanstandung, die gutgeheissen wurde, betraf die Sendung «Rendez-vous». Der Beanstander hatte kritisiert, dass nur vom Frauenschub bei FDP und GLP die Rede gewesen sei. Unterdrückt worden sei aber, dass der Frauenanteil auf den Listen der Grünen und der SP nach wie vor am höchsten sei. SP und Grüne hätten deshalb gemäss Ombudsmann Blum erwähnt werden müssen. (SDA/swi)

Johannes Just wird neuer CEO von Geyst

Der Verwaltungsrat von Geyst hat Johannes Just, Gründungspartner von Geyst, per 1. November 2019 zum neuen CEO der Zürcher Agentur ernannt.

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Der 37-jährige Kommunikationsfachmann mit kreativem Background freut sich auf die neue Herausforderung. Er übernimmt den CEO-Posten von Mitgründer Christophe Vouillamoz, der im die Geschäftsleitung seit Anfang 2018 innehatte (Werbewoche.ch berichtete). Vouillamoz wird als Head of Operation weiterhin Teil der Geschäftsleitung sein.

Gleichzeitig wird der Verwaltungsrat verjüngt und die Geschäftsleitung verschlankt. Nach langjähriger Tätigkeit in den verschiedenen Rollen als Inhaber, Geschäftsführer und Verwaltungsratspräsident überlässt der 70-jährige Daniel Straumann die strategische Führung zwei jüngeren Mitinhabern der Firma, Christian Raissig und Luciano Hagge Dias. Gleichzeitig hat auch Hanspeter Detsch seinen Rücktritt aus dem VR-Gremium erklärt, wo er sich seit 2015 als Unternehmer und ehemaliger Verleger aktiv in die Entwicklung der Agentur einbrachte. Hansueli Siber ist seit Mai 2019 Verwaltungsratspräsident (Werbewoche.ch berichtete).

Die Geschäftsleitung der Agentur für Branding, Kommunikation und digitale Lösungen setzt sich ab dem 1. November 2019 neben dem neuen CEO Johannes Just weiter aus Stephan Clavadetscher (Head of Finance & HR, deputy CEO), Steph Huber (Head of Consulting) und Christophe Vouillamoz (Head of Operation) zusammen. Das Führungsteam wird die Wachstumspläne der Agentur aus dem Kreis 9 verantworten und umsetzen.

Einziger Euro Effie Award für die Schweiz geht an ABB mit Serviceplan Suisse als Leadagentur

ABB wird mit dem bronzenen Euro Effie Award in der Kategorie Brand Experience für die Umsetzung der Titelpartnerschaft der ABB FIA Formel E Meisterschaft ausgezeichnet. Damit gewinnt zum zweiten Mal innert zwei Jahren ein Schweizer Unternehmen mit Serviceplan Suisse als Leadagentur bei den Euro Effies.

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Nicolas Ziegler, Head of Markets, Brand and Events bei ABB, Daniela Lužanin, Head of the ABB Formula E Partnership, Chrisitian Baertschi, CEO bei Serviceplan Group Switzerland und Nicolas Gspan, Berater bei Serviceplan Suisse (v.l.n.r.)

 

Der Euro Effie zeichnet jährlich die effektivsten multinationalen Werbekampagnen in einzelnen Kategorien in Europa aus. Zum ersten Mal in der Schweizer Kommunikationsgeschichte konnte der bronzene Euro Effie Award in der Kategorie Brand Experience in die Schweiz geholt werden.

«Ich bin sehr stolz, dass wir den Euro Effie Award bereits zum zweiten Mal entgegennehmen durften. Diese Auszeichnung ist eine Anerkennung für den Kunden und das Team und beweist unsere Kompetenz, internationale Mandate auf höchstem Niveau zu führen. Als Kreativen freut es mich besonders, dass unsere Ideen effektiv sind und einen wesentlichen Beitrag zum Geschäftserfolg unserer Kunden leisten können», meint Raul Serrat, Executive Creative Director von Serviceplan Suisse. Bereits 2017 holte das Haus der Kommunikation einen Euro Effie für die erfolgreiche Lancierung der Marke «Café Royal» in die Schweiz.

Den diesjährigen Euro Effie Award in der Kategorie Brand Experience konnte ABB für die Umsetzung der ABB FIA Formel E Partnerschaft, welche 2018 kommuniziert wurde, entgegennehmen. Serviceplan Suisse hat den Einstieg der global ausgerichteten Titelpartnerschaft der ABB FIA Formel E Meisterschaft begleitet und unterstützte ABB kommunikativ bei der erstmaligen Durchführung der Formel E Meisterschaft unter der Titelpartnerschaft bei 10 Rennen in neun verschiedenen Ländern.

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Verantwortlich bei ABB: Christoph Sieder (Head of Corporate Communications); Nicolas Ziegler (Head of Markets, Brand and Events). Verantwortliche Agenturen: Serviceplan Suisse (Leadagentur); Globeone, Zürich; Standing Ovation, Zürich.

Die zehn gefährlichsten Krisenauslöser in der PR

Unternehmenskrisen entstehen am ehesten, wenn Fehler vertuscht werden. Häufig führt auch falsches Verhalten des Topmanagements zu einer Krise. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle PR-Trendmonitor von News Aktuell und Faktenkontor.

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Dem PR-Trendmonitor zufolge glaubt weit über die Hälfte der PR-Profis, dass das Verheimlichen von Fehlern nach hinten losgeht (58 Prozent). Gut jeder dritte Befragte führt Krisen wiederum auf das persönliche Fehlverhalten beziehungsweise das Versagen der Chefs zurück (40 beziehungsweise 35 Prozent).

Vor negativen Auswirkungen durch einen Social-Media-Shitstorm oder Falschmeldungen fürchtet sich hingegen jeder fünfte Kommunikationsprofi (20 beziehungsweise 19 Prozent). Auch schlechter Service und schlechte Arbeitsbedingungen bereiten den Befragten Sorge: Jeder Zehnte sieht darin gefährliche Auslöser für Kommunikationskrisen (12 beziehungsweise 11 Prozent).

 

Die zehn gefährlichsten Krisenauslöser in der PR:

  1. Vertuschen von Fehlern (58%)
  2. Persönliches Fehlverhalten des Topmanagements (40%)
  3. Versagen des Topmanagements (35%)
  4. Compliance-Probleme (28%)
  5. Social-Media-Shitstorm (20%)
  6. Falschmeldungen (19%)
  7. Fehlerhafte Produkte (16%)
  8. Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen (13%)
  9. Schlechter Service (12%)
  10. Schlechte Arbeitsbedingungen (11%)

Beim PR-Trendmonitor haben die Dpa-Tochter News Aktuell und Faktenkontor 130 Schweizer Fach- und Führungskräfte der PR gefragt, was die gefährlichsten Auslöser für Kommunikationskrisen sind.

Maybaum korrigiert das Image von Schweizer Apotheken

Mehr als ein Pillen-Kiosk: Die Badener Produktionsfirma Maybaum Film korrigiert im Auftrag von Pharmasuisse das Image der Schweizer Apotheken.

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Nachdem die Apotheker in früheren Jahrhunderten angesehene Akademiker im Bereich Gesundheit waren, bleibt ihr Fachwissen heute vielfach ungenutzt. Mittlerweile sucht man die Apotheke fast nur noch auf, wenn man ein ärztliches Rezept in den Händen hält oder die Kopfschmerztabletten aufgebraucht sind.

Pharmasuisse und der Schweizer Apothekerverband wollen dem Image des simplen Pillen-Kiosks ein schmerzfreies Ende bereiten und haben das Team von Maybaum Film ein innovatives Gegenmittel entwickeln lassen. 

Maybaum Film wurde damit beauftragt, die Vielfalt des Apothekerberufs in einem kurzweiligen Imagevideo aufzuzeigen – von der Wundversorgung bis zu den Kosmetiktipps und vom Mischen wirksamer Tees bis zur Ernährungsberatung. Das Video soll auf den Online-Kanälen die nationale Kampagne «Fragen Sie Ihren Apotheker» anführen, informieren und Berührungsängste nachhaltig kurieren.

Gemeinsam mit einem Vertreter der klassischen Kundschaft besuchte ein dreiköpfiges Produktionsteam von Maybaum sechs Apotheken in der Romandie und in der Deutschschweiz, um die Kompetenzen des Fachpersonals mit der Kamera einzufangen.

Entstanden ist ein Film, der das umfangreiche Dienstleistungsportfolio der Apothekerinnen und Apotheker mit Witz und Drive vermittelt. Das informative Video soll die besten Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Fähigkeiten der Apothekerzunft nicht länger brachliegen müssen.

Verantwortlich bei Pharmasuisse: Tom Glanzmann (Leiter Kommunikation); Elio Messerli (Multimedia-Spezialist). Verantwortlich bei Aargauischer Apothekerverband: Daniela Burger, Carmen Walther. Verantwortlich bei Maybaum Film: Sara Maag (Kamera); Björn Härtel (Aufnahmeleitung); Tim Zumstein (Kameraassistent).

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