Kommunikation von Die Botschafter erreicht ein «Ja» für Infrastrukturprojekt

Am Bodensee haben drei Gemeinden einem regionalen Verkehrskonzept mit einem neuen Autobahnanschluss für insgesamt 315 Millionen Franken zugestimmt. Die Botschafter haben im Vorfeld dafür eine Kommunikation entwickelt, die eine positive Grundstimmung erzeugen sollte.

Fächerbroschüre

Das Generationenprojekt soll das Verkehrssystem neu organisieren und Entwicklungspotentiale erschliessen. In einem ersten Schritt entwickelten die Botschafter «Warum-»Botschaften, verstärkten diese bildlich und machten den technischen Masterplan bürgergerecht zugänglich.

Weitere Kommunikationsmittel waren ein digitales 3D-Modell, eine Fächer-Broschüre an alle Haushalte, eine Storyteller-App für zielgruppenspezifische Präsentationen durch die Gemeindebehörden sowie eine Befragung zur Bestimmung des Stimmungsbilds und Infoveranstaltungen für Direktbetroffene.

3D-Modell-dynamisch

Verantwortlich bei der Trägerschaft: Marcel John (Kantonsingenieur Kanton St. Gallen); Dominik Gemperli (Gemeindepräsident Goldach); Beat Hirs (Gemeindepräsident Rorschacherberg); Thomas Müller (Stadtpräsident Rorschach). Verantwortlich bei Die Botschafter: Christian Hacker (Projektleitung, Konzeption); Axel Thoma (Konzeption); Erich Koller (Art Direction).

«Klimajugend» ist das Wort des Jahres Schweiz 2019

Klimajugend, vague verte, onda verde und luf sind die Wörter des Jahres Schweiz 2019. Sie zeigen, worüber die Gesellschaft nachdenkt und was sie bewegt. ZHAW-Forschende nutzten die grösste Textdatenbank der Schweiz als Basis, das Sprachgefühl der Jury entschied die Wahl.

WortDesJahres_2019

Auf den zweiten und dritten Plätzen folgen OK Boomer und Flugscham fürs Deutsche, féminicide und flygskam fürs Französische, sciopero delle donne und 5G fürs Italienische sowie diaspora und unda verda fürs Rätoromanische. «Diese Wörter haben 2019 den Diskurs in der Schweiz geprägt – wissenschaftlich belegt in der Textdatenbank und bestätigt durch die Wahl der Sprachschaffenden», erklärt ZHAW-Linguistin Marlies Whitehouse, operative Leiterin des Projekts Wort des Jahres Schweiz.

 

Erstmals auch Rätoromanisch 

2017 hat das Departement Angewandte Linguistik der ZHAW die Verantwortung für die Wahl des Wortes des Jahres übernommen. Seither erfolgt die Wahl mehrsprachig, forschungsbasiert und interaktiv. In Zusammenarbeit mit der Lia Rumantscha ist 2019 erstmals das Wort des Jahres Schweiz in Rätoromanisch gewählt worden.

Für jede Sprache führt die Wahl über drei Stufen: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler analysieren die Schweizer Diskursdatenbank Korpus Swiss-AL und bestimmen pro Sprache die zwanzig Wörter, die im Jahr 2019 häufiger oder deutlich anders verwendet wurden als in den Jahren zuvor. Dann wählt eine Jury von Sprachprofis aus dieser Liste, aus Publikumsvorschlägen und aufgrund eigener Erfahrung die drei markantesten Wörter. Und schliesslich zeigen die Forschenden auf, wie sich diese Wörter 2019 im Sprachgebrauch in der Schweiz entwickelt haben und für welche gesellschaftlichen Veränderungen sie stehen.

Die vier Jurys bestehen aus je rund zehn Sprachschaffenden aus der deutsch-, französisch-, italienisch- und rätoromanischsprachigen Schweiz. Für Datenbank und Projektleitung zeichnet das Departement Angewandte Linguistik der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW in Winterthur verantwortlich.

Wort des Jahres Schweiz 2019

 

Platz 1: Klimajugend

In ernster Besorgnis rufen die Jugendlichen in der Schweiz dazu auf, endlich etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen. Und sie haben Biss, Schlagkraft und Ausdauer wie Greta Thunberg: Immer wieder bringen sie Zehntausende auf die Strasse zum Klimastreik. Viele von ihnen wollen auf breiter Front einen Umdenkprozess anstossen und gemeinsam Wege aus der Klimakrise finden, zusammen mit Politikern, Wissenschaftlern und der Bevölkerung. Denn die Jugendlichen wissen: Das Klima geht uns alle an und es bestimmt, wie ihre Zukunft aussieht.

 

Platz 2: OK Boomer

Kurz und bestimmt. OK Boomer ist die Antwort darauf, wenn sich eine Person aus der Babyboomer-Generation abwertend und herablassend über die Meinung einer jüngeren Person äussert. Er taucht in den letzten Jahren vereinzelt auf und verbreitet sich rasch ab Oktober, unter anderem ausgelöst durch den Zwischenruf in einer Klimadebatte: Ein Babyboomer unterbricht eine junge Rednerin, die mit „OK Boomer“ quittiert. Totschlagformulierung oder Einforderung von Respekt? Fest steht: Alt und Jung wollen gehört sein und ernst genommen werden.

 

Platz 3: Flugscham

Fliegen oder nicht fliegen? Flugscham wird 2019 zum Thema; das Wort bezeichnet die Scham darüber, trotz Klimawandel nicht auf Flugzeugreisen zu verzichten. Im Wort Flugscham verbindet sich Reiselust mit Klimakrise, setzt Globalisierung ihren ökologischen Fussabdruck, verzahnen sich Flugmeilenprämien mit Gewissensbissen. Die Zahlen zum Reisen über den Wolken sprechen eine deutliche Sprache: Die Anzahl der Flugpassagiere steigt weltweit kontinuierlich an. Flugscham breitet sich währenddessen überall aus, bei den Babyboomern und der Klimajugend.

Schweiz importiert markant weniger Bücher und Zeitschriften

Seit 2008 sind die Importe von Büchern und Zeitschriften in die Schweiz um einen Drittel beziehungsweise um die Hälfte zurückgegangen. Unterbrochen wird dieser Trend jeweils zum alljährlichen Schulbeginn, vom Auftakt der Literatursaison und in der Weihnachtszeit.

swiss-map-328052_1280-t

Der kurzfristige Höhenflug finde jeweils zwischen September und November statt, schreibt die Eidgenössische Zollverwaltung in einer Medienmitteilung vom Dienstag. In diesen Monaten schnellten die Importzahlen jeweils um bis zu 20 Prozent in die Höhe.

Der Sinkflug lasse sich damit aber nicht aufhalten. Die Einfuhr von Büchern zwischen 2008 und 2018 ist laut Zollverwaltung um 35 Prozent von 703 auf 454 Millionen Franken zurückgegangen. Bei den Zeitschriften sei im gleichen Zeitraum eine Abnahme von 46 Prozent zu beobachten: von 402 auf 219 Millionen Franken.

Obwohl sich die Entwicklung der Wechselkurse und die sinkenden Preise beim Grenzübertritt vorteilhaft auf die Schweizer Importe ausgewirkt hätten, sei der wertmässige Rückgang grösstenteils auf die reduzierte Einfuhrmenge (Bücher: minus 28 Prozent, Zeitschriften minus 44 Prozent) zurückzuführen, schreibt die Zollverwaltung. Als Gründe vermutet sie veränderte Lesegewohnheiten, das Aufkommen von E-Books und Online-Publikationen.

Die zwei wichtigsten Zulieferer von Büchern und Zeitschriften sind Deutschland und Frankreich. Italien gehört im Bereich Zeitschriften zu den drei wichtigsten Anbietern. Bei den Büchern liegt das südliche Nachbarland allerdings hinter Grossbritannien nur auf Platz vier. Einen Sprung nach vorn hat China gemacht. Bei den Büchern ist das asiatische Land vom sechsten auf den fünften Platz vorgerückt und hat die USA überholt. (SDA)
 

Pisa-Studie zeigt Rückstand der Schweiz beim Einsatz digitaler Geräte

Die Schweiz weist gemäss der Pisa-Studie beim Einsatz von digitalen Geräten in der Schule noch einen Rückstand gegenüber dem Durchschnitt der OECD-Länder auf. Die schulischen Leistungen jener, die mit digitalen Geräten arbeiten, sind allerdings statistisch schlechter als bei jenen, die keine elektronischen Geräte verwenden.

tablet-ipad-schule-bildung

Dieses Ergebnis sei jedoch bei der Beurteilung der tatsächlichen Auswirkungen des Einsatzes von Informations- und Kommunikationstechnologie auf die Schulleistungen mit Vorsicht zu interpretieren, heisst es im Bericht der Erziehungsdirektorenkonferenz zum Pisa-Bericht. Eine entscheidende Rolle dürfte nämlich auch die Art und Weise spielen, wie digitale Geräte im Unterricht eingesetzt werden.

Digitale Geräte könnten, wenn Schülerinnen und Schüler diese für nicht mit dem Erlernen des Fachs zusammenhängende Aktivitäten verwendeten, wie etwa das Chatten mit Freunden oder das Surfen im Internet, zu einem Ablenkungsfaktor werden, der mit einer Reduktion der eigentlichen Lernzeit einhergehe.

Diese Annahme scheine sich auch durch die Pisa-Daten zu bestätigen: Die Schülerinnen und Schüler, die in den getesteten Bereichen deutlich höhere Leistungen erbracht hätten, seien gleichzeitig auch diejenigen gewesen, die angegeben hätten, dass digitale Geräte im Unterricht nur von Seiten der Lehrpersonen eingesetzt worden seien. Seien digitale Geräte hingegen nur von Schülerinnen und Schülern eingesetzt worden, so sei dies mit den niedrigsten Leistungen einhergegangen.

Trotz Investitionen in den letzten Jahren herrsche in der Schweiz bezüglich des Einsatzes von digitalen Geräten weiterhin Handlungsbedarf. Wichtig sei dabei, nicht mit einmaligen Sonderbudgets zu agieren, sondern fortlaufend in die Nutzung digitaler Technologien in den Schulen zu investieren. Im Zentrum dürfe dabei nicht bloss die Anschaffung von Geräten stehen, sondern die Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen und die Erstellung innovativer Lehrmittel, heisst es weiter. (SDA)

Valeria Konecna ist neue Campaign & Marketing Managerin bei Eurotax

Seit Anfang November verstärkt Valeria Konecna neu als Campaign & Marketing Managerin das Team bei Eurotax. In ihrer Funktion wird Konecna für das digitale Kampagnen- und Marketingmanagement verantwortlich sein und damit die Produkt- und Vertriebsverantwortlichen in der Schweiz und in Österreich unterstützen.

Valeria_Konecna_eurotax

Die 22-jährige Valeria Konecna studierte Publizistik- und Kommunikationswissenschaft mit betriebswirtschaftlichem Schwerpunkt an der Universität Wien. Anschliessend lernte sie das ganze Spektrum digitaler Marketingkommunikation bei zwei Unternehmen für digitale Transformation und Online-Business in Österreich kennen. Content Marketing, Performance Marketing und Social Media Marketing sind für sie ebenso geläufige Tätigkeitsfelder wie strategisches Storytelling, Social Listening, Multi-Channel-Kampagnen und Analytics.

Als Vertreterin der Generation Z bringt sie zudem wertvolle Voraussetzungen mit, die für den «Digital First»-Ansatz von Eurotax wichtig sind. Konecna spricht Deutsch, Französisch, Englisch, Slowakisch und Tschechisch.

Treffpunkt BOE International: High Touch und High Tech

Die BoE International 2020 legt ihren Fokus am 15. und 16. Januar 2020 in der Messe Dortmund auf das Thema Technologie. Die führende internationale Fachmesse für Erlebnismarketing hat mehr als 600 Aussteller gewinnen können mit Angeboten zu Special Effects, atmosphärischer Beleuchtung, Virtual Reality und Self Service Technologien.

1__BoE_OW2_6266

Die BOE, internationale Fachmesse für Erlebnismarketing, ist am 15. und 16. Januar 2020 Treffpunkt der Event-Industrie. Rund 600 Aussteller aus den Bereichen Eventveranstaltung und -ausstattung sowie Messebau präsentieren sich. Insgesamt erwarten die Veranstalter der BOE 2020 wieder rund 11’000 Besucher, was den Status der BOE als internationale Leitmesse bestätigt.

2_-Loos

High Touch

«Die BOE hat sich über viele Jahre als absoluter Branchentreffpunkt etabliert. Mit dem Schwerpunkt Technologie trifft sie nun den Nerv der Zeit», erklärt Sabine Loos (Bild), Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Unternehmensgruppe. «Die neue Informations- und Kommunikationstechnik erlaubt der Eventbranche eine immer weitreichendere Verknüpfung von Daten, Services sowie Diensten und ermöglicht so immer neue Showkonzepte und gesteigerte Interaktivität», so Sabine Loos.  

 

High Tech

Die Hallen 4 bis 8 sind in die sieben Themenbereiche Safety- & Security-Forum, Technology & Scenography, MICE-Forum, Culinary-Stage, Digital Forum, Career Hub und Acts on Stage gegliedert, damit die Besucher sich besser orientieren und die gewünschten Bereiche schneller erreichen können. Dort präsentieren die Aussteller wieder die Highlights aus den Bereichen Event-Veranstaltung, Ausstattung und Messebau.

Begleitet wird die internationale Leitmesse einmal mehr von einem spannenden und informativen Programm, das Besuchern Impulse für das ganze kommende Jahr liefert. Für internationale Besucher bieten die Macher der BOE die «ZOI»-App an, die Vorträge aufnimmt und in mehrsprachige Mitschriften umwandelt.

 

Forenprogramm

Das Safety- & Security-Forum bietet individuelle Sicherheitslösung für jede Art von Veranstaltung, das Vortragsformat Technology & Scenography beleuchtet, wie die Messegäste ihren Messeauftritt unverwechselbar inszenieren können.

Das MICE-Forum bietet viele spannende Diskussions- und Informationsformate zu zentralen Branchenthemen wie beispielweise Pecha-Kucha-Vorträge, bei denen nur Präsentationen ohne Text zum Einsatz kommen. Die Culinary-Stage bietet kreative Ideen für die kulinarische Versorgung von Gästen, auf dem Digital Forum sprechen Top-Speaker aus der Veranstaltungs- und Digitalbranche. Im BOE Career Hub und dem Forum-Event finden Nachwuchskräfte Informationen über die Eventbranche. Bei Acts on Stage zeigen verschiedene Performance-Künstler, wie ihre Fähigkeiten jede Veranstaltung verschönert. In den zugehörigen Acts-on-Stage-Workshops können sich Künstler, Agenturen und Planer weiterbilden.

Boe-messe.de

BrandEx-Award am 14. Januar 2020

Neu auf der BOE International 2020 ist seit 2019 das International Festival of Brand Experience (BrandEx). Hier werden am 14. Januar 2020, am Tag vor der BOE International 2020, aktuelle Themen der Branche besprochen und die Gewinner des zweiten BrandEx-Awards ausgezeichnet. Die Auszeichnungen des Kreativwettbewerbs für erfolgreiche Live-Kommunikation unter dem diesjährigen Motto «02 | Die Leidenschaft» werden in der Messe Dortmund verliehen.

Insgesamt gibt es 45 Gewinner mit Gold, Silber oder Bronze. Sechs Gewinner bekommen den BrandEx Fresh Award. Wer den ersten, zweiten oder dritten Platz in dem jeweiligen Segment erhalten hat, erfahren die Teilnehmer erst auf der Bühne. Damit bleibt es für alle bis zum 14. Januar 2020 spannend.

Marketing-Gespräch zu Krise und Kommunikation: ernstes Thema, schöner Abend

Das vierte Marketing-Gespräch von MK und Werbewoche ist über die Bühne - und war erfolgreich: Vergangene Woche lockten Metadesign-CEO Alexander Haldemann, der ehemalige Spitzenmanager Thomas Middelhoff und der Missbrauchsaufklärer P. Klaus Mertes SJ über 120 Besucherinnen und Besucher ins Kosmos.

Das vierte und letzte Marketing-Gespräch im 2019 war zugleich das mit Abstand erfolgreichste: Dank über 120 Besucherinnen und Besuchern durfte das Team von MK und Werbewoche sich darüber freuen, dass die Eventreihe sich nun in Zürich etabliert hat. Im Gegensatz zu anderen Branchenveranstaltungen sollen die Gäste bei den Marketing-Gesprächen zwar fachlichen Input erhalten, aber vor allem auch inspiriert werden – und danach gemütlich und zwanglos netzwerken.

«Nicht in Schockstarre verharren»

Zu Beginn der Veranstaltung skizzierte Anna Kohler, die publizistische Leiterin von MK und Werbewoche sowie Gastgeberin des Abends, das durchaus ernste Thema: Es ging um Krisen – und die Möglichkeiten, damit (zum Beispiel via Kommunikation) umzugehen. Also etwas, das jeder aus seinem Berufsalltag, aber wohl auch aus dem Privatleben kennt.

DSC_0163_cr

Anna Kohler formulierte zunächst einige eigene Gedanken dazu, wie sich aus Krisen heraus etwas Neues beginnen lässt: «Es gilt Ballast abzuwerfen, Illusionen über Bord zu schmeissen und dann im besten Fall ehrlich, dankbar und mutig die Schritte zu gehen, die es braucht, um vielleicht sogar über sich selbst hinauszuwachsen», so die Publizistin.

Metadesign-CEO: Marken als Anker nutzen

Dann folgte das Input-Referat von Dr. Alexander Haldemann, dem CEO von Metadesign. Die Markenagentur hilft seit 1979 Kunden wie Apple, VW und Swiss Life, sich nach aussen zu präsentieren. Klar, dass dies auch den Umgang mit Krisen einschliesst: «Kunden sind heute nicht mehr nur Empfänger von Markenbotschaften, sondern auch Sender und Multiplikatoren», so Haldemann in seinem Vortrag.
DSC01552

Mündige Kunden bedeuteten für Marken deshalb eine Menge Arbeit – denn ihr Feedback könne, öffentlich geäussert, viel Schaden anrichten. Kommunikation in Krisen müsse deswegen primär auf die Wiederherstellung von Vertrauen gerichtet sein. Der Markenkern könne dabei – klug eingesetzt – als eine Art «Anker» dienen, an dem sich Unternehmen festhalten können.

Middelhoff und Mertes: Offenheit, Demut und Kommunikation

Zum Kamingespräch trafen sich dann zwei Männer, die in den vergangenen Jahren selbst gravierendste Krisen zu durchleben hatten: Der ehemalige Mega-CEO Thomas Middelhoff und P. Klaus Mertes SJ, der Rektor des Jesuitenkollegs St. Blasien und profilierteste Missbrauchsaufklärer Deutschlands.

Thomas Middelhoff hatte ein Leben, von dem die meisten Menschen nur träumen: Als CEO von Bertelsmann und KarstadtQuelle (später Arcandor) verdiente er Millionen, dinierte mit Staatsoberhäuptern und flog im Privatjet um den Globus. Doch dann fiel «Big T», wie Medien und Kollegen ihn nannten, tief: Auf die Pleite von Arcandor folgten Gerichtsprozesse und schliesslich eine dreijährige Haftstrafe wegen Untreue und Steuerhinterziehung. 2017 aus dem Gefängnis entlassen, krempelte er sein Leben radikal um. In seinen Bestsellern «A115 – Der Sturz» und «Schuldig: Vom Scheitern und Wiederaufstehen» geht Middelhoff mit sich selbst hart ins Gericht, macht sein Schicksal auch an der Arroganz und Gier fest, die ihn lange Jahre im Griff hatten.

Hätte er damit gerechnet, einmal zu einem der begehrtesten Referenten für das Thema Scheitern zu werden, wollte Moderator Johannes Hapig von Thomas Middelhoff wissen. Dessen Antwort: «Nein. Und ich hätte es mir auch nicht gewünscht.» Dennoch sei sein Leben, so der frühere Mega-CEO, heute erfüllter und schöner als früher. Er habe Zeit für sich, zum ersten Mal richtige Hobbies und nutze seine Erfahrung, um junge Menschen vor ähnlichen Fehlern zu warnen.

DSC01860

P. Klaus Mertes SJ ist der Direktor des renommierten Jesuitenkollegs und Internats in St. Blasien im Schwarzwald. Bekanntheit erlangte er aber durch die Stelle, die er zuvor innehatte: als Rektor des Canisius-Kollegs in Berlin, wo er 2010 die erste grosse Welle von Aufdeckungen sexuellen und physischen Missbrauchs junger Menschen an kirchlichen (und später auch an nichtkirchlichen) Bildungseinrichtungen in Deutschland auslöste. Während die Zivilgesellschaft und die deutsche Politik Mertes in höchsten Ehren halten, wird er – noch heute, zehn Jahre später – von konservativen Kreisen innerhalb der katholischen Kirche als «Nestbeschmutzer» diskreditiert und gemieden.

Ob er, dessen Krisenkommunikation ihm selbst zahlreiche schwere Opfer abverlangte, alles wieder so machen würde? Mertes antwortete ohne zu Zögern «Ja, natürlich!» und erntete dafür einen langanhaltenden Zwischenapplaus.

Musik von Arthur Henry

Traditionell bei den Marketing-Gesprächen ist mittlerweile auch der musikalische Rahmen, den in der Regel junge, innovative Künstler bilden. Diesmal war es Arthur Henry, mehrfacher Schweizer Meister im Beatboxen.

DSC01602

Apéro lässt Abend ausklingen

Mit einem Apéro Riche klang das vierte Marketing-Gespräch schliesslich aus. Die Gäste nutzten die Gelegenheit, um persönlich mit den Referenten zu sprechen; ebenso die Chance, untereinander neue Kontakte zu knüpfen. Und viele waren sich bereits sicher: Für das nächste Marketing-Gespräch im März 2020 sind sie wieder dabei.

DSC01697
DSC01870

Wunderman Thompson für UPC: Wo Gbit/s denn so was?

In einer breit angelegten Kampagne stellt die Zürcher Agentur Wunderman Thompson das neue Giga-Portfolio des Kabelanbieters UPC mit schweizweitem Gigabit-Internet vor.

wt_upc_dec19_02

Im heiss umkämpften Schweizer Internet-Markt bestand die Herausforderung, das neue Giga-Portfolio von UPC erfolgreich zu kommunizieren, das per sofort im gesamten Verbreitungsgebiet Surfen in Gigabit-Geschwindigkeit ermöglicht. Zudem stellten auch UPC TV und das 100-tägige Rücktrittsrecht wichtige Inhalte der Kampagne dar.

Einerseits sollte der Slogan «Wo Gbit/s denn so was?» auf die neue Geschwindigkeit und die landesweite Verfügbarkeit wortspielerisch aufmerksam machen. Andererseits wurde für Visuals und Bewegtbilder mit einem sich ausbreitenden Strahl in den UPC-Farben – dem «Beam» – bewusst eine klare und verständliche Formensprache geschaffen.

Neben Out-of-Home-Massnahmen in Form von Megaplakaten im HB Zürich und in Genf, sowie auch Tram- und Bus-Branding, wurde auch auf Digital-Out-Of-Home-Werbung, TV-Spots, Online Banners, Native Ads, Social Media Ads und Print-Anzeigen in diversen Medien gesetzt. Zudem fuhren eigens gebrandete Trucks während des Kampagnenzeitraums einmal quer durch die Schweiz. 

wt_upc_dec19_01

Verantwortlich bei UPC: Nikki Constantine (Director Brand, Media & Communications); Laura Ballestrin (Manager Marketing Communication); Graziella Gut (Marketing Communication Manager); Pietro Scarascia (Head Digital Marketing). Verantwortlich bei Wunderman Thompson: Swen Morath (CCO); Annette Häcki (CD); Christoph Schäfer (Text); Stephanie Belvedere (AD); Eveline Hagenbuch (Beratung). Verantwortlich bei Manifesto (Produktion): Reto Salimbeni (Director); Shannon Mildon (Producer); Michelle Bucher (Producer); Tilman Cluss (Editor); Andy Jenny (3D/VFX Artist).

Umfrage zum Konsumverhalten: Diese Weihnachten wird gespart

Rund ein Viertel der Konsumentinnen und Konsumenten will in diesem Jahr für Weihnachten weniger ausgeben als im Vorjahr und 15 Prozent wollen gar nichts schenken. Dies ergab eine neue repräsentative Umfrage des Zürcher Online-Marktforschungsinstituts Marketagent.com Schweiz.

christmas-weihnachten-shopping

In der im Oktober durchgeführten Umfrage gaben 1000 Personen aus der Deutsch- und Westschweiz zwischen 14 und 65 Jahren unter anderem Auskunft darüber, wo sie in diesem Jahr Geschenke einkaufen und wie viel sie ausgeben wollen.

 

Ein Viertel will weniger ausgeben, jede/r Siebte gar nichts 

Zwar plant das Gros der Befragten gleich viel für Geschenke auszugeben wie im Vorjahr (70%). Beachtliche 24 Prozent geben aber an, heuer weniger tief in die Tasche greifen zu wollen. Nur 6 Prozent wollen mehr ausgeben. 

15 Prozent der Befragten gaben zudem an, gar nichts verschenken zu wollen. Bei einer vergleichbaren Umfrage, die Marketagent.com Schweiz vor drei Jahren durchgeführt hatte, war der Anteil derjenigen, die nichts schenken wollen, mit 15,5 Prozent ähnlich hoch. 

 

Geschenke werden (vor allem) in der Schweiz gekauft 

Was für Weihnachten ausgegeben wird, bleibt mehrheitlich in der Schweiz. Auf die Frage, wo die Befragten ihre Geschenke einkaufen wollen, antworteten 69 Prozent in Läden in der Schweiz, 44 Prozent wollen in einem Schweizer Online-Shop Geschenke besorgen (Mehrfachnennungen möglich). 

Rund ein Fünftel der Befragten will auch auf ausländischen Websites einkaufen, dort vor allem auf Amazon. Doch nur 14 Prozent planen, ihre Geschenke in Läden jenseits der Grenze kaufen zu wollen. 

 

Ess- und Spielwaren sind Favorit 

Ganz oben auf der Einkaufsliste stehen Ess- und Spielwaren (32% beziehungsweise 29%) sowie Parfüms, Kosmetik- und Artikel für die Körperpflege (26%), gefolgt von Kleidern, Schuhen und Accessoires (22%) und Bargeld (21%).

 

Online: Männer bevorzugen Digitec, Frauen Zalando 

Erste Wahl unter den Online-Shops ist Galaxus.ch (40%), gefolgt von Digitech.ch und Zalando.ch (je 29%), Amazon.de/Amazon.com (27%) sowie Mediamarkt.ch (20%).

Während Frauen und Männer Galaxus.ch mit seinem Vollsortiment ähnlich oft genannt haben, sieht es bei der auf Elektronik spezialisierten Schwestergesellschaft Digitec.ch anders aus. 39 Prozent der Männer gaben an, hier Geschenke kaufen zu wollen; bei den Frauen ist es bloss die Hälfte (19 Prozent). Umgekehrt ist die Reihenfolge bei Zalando.ch: Hier will rund ein Drittel der Frauen einkaufen; bei den Männern war es ein Viertel.

Marketagent.com Schweiz ist ein auf quantitative und qualitative Online-Markt- und Meinungsforschung spezialisiertes Forschungsinstitut und verfügt in der Schweiz über ein ISO zertifiziertes Befragungspanel mit über 60’000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Alter zwischen 14- und 74 Jahren (Stand: November 2019).

Carina Sjöberg ist neuer Head of Communication bei Standing Ovation

Als neuer Head of Communication und neues Mitglied des Führungsteams bei der Agentur Standing Ovation bringt Carina Sjöberg umfassende Management- und Marketing-Kompetenz ins Kommunikationsteam ein.

STO_CarinaSjoeberg

Bevor sie zu Standing Ovation stiess, hat Carina Sjöberg bei FBM Entertainment unter anderem die Marketing- und Kommunikationsaktivitäten rund um Musicals, Shows, Comedy-, Tanz- und Konzertaufführungen, insbesondere des Original Broadway Musical «The Lion King», konzipiert und koordiniert. Zudem war sie zehn Jahre bei der Freddy Burger Management Group als Head of Marketing im Bereich Public Events tätig.

Bei Standing Ovation wird Sjöberg das Leistungsspektrum der Agentur in Richtung 360-Grad-Kommunikation ausbauen.

Serviceplan für Dilly Socks: Die schlechten Seiten des guten Geschmacks

Serviceplan Suisse hat für DillySocks eine humorvolle Kampagne realisiert, in der Menschen für ihr Stilbewusstsein teuer bezahlen.

DillySocks_16x9_1_xmas

Ob zum Casual-Look, Party-Outfit oder sogar zum Anzug – wer die knalligen Socken des Schweizer Startup DillySocks trägt, fällt auf. In gewissen Situationen ist es jedoch nicht ratsam, aufzufallen.

Unter diesem Gedanken hat Serviceplan Suisse eine Kampagne kreiert, die zeigt, dass die Socken sogar in höchst ungünstigen Situationen alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Für die Kampagne wurden drei Motive – statisch und bewegt – realisiert. In Szene gesetzt hat sie der Schweizer Fotograf Jonathan Heyer. Die Kampagne erscheint auf Plakaten, Social-Media-Ads und im Kino, und läutet mit einer Sales-Promotion auch gleich das Weihnachtsgeschäft ein.

DillySocks_16x9_3_bear

Verantwortlich bei DillySocks: Sean Pfister (Co-Founder); Sophie Witte (Head of Marketing & Growth). Verantwortlich bei Serviceplan: Raul Serrat (ECD); Nicolas Vontobel, Michael Kathe (Creative Direction); Hanning Beland (Art Direction); Marietta Mügge, Peter Liptak (Text); Alexandra Hofmänner, Aline Litchenhaus (Beratung); Pam Hügli (Gesamtverantwortung). Produktion: Jonathan Heyer Fotografie + Film (Fotograf); Dhondup Tersey, Aliza Eva Berger (All In Production; Producer); Katerina Carambellas (Hair + Make Up); Alessandro Fischer, Elias Gmünder, Sebastian Heeb, Letizia Marco (Photo-Assistant); Stephan Riederer (Pixelpolish; Bildbearbeitung).

Energie nutzen: Freundliche Grüsse realisiert B2B-Kampagne für Energie 360°

Freundliche Grüsse wurde von Energie 360° mit einer Kampagne beauftragt, die ihr Lösungsgeschäft auf B2B- und digitaler Ebene bewirbt.

E360_PM_Website_1920x1080px_v02

Die Agentur aus Zürich hat eine Bildsprache für das Lösungsgeschäft von Energie 360° entwickelt, welche die erhältlichen Leistungen auf eine frische Art und Weise kommunizieren soll: Smart Worlds. 

Auf dem Leitsatz «Energie ist überall. Nutzen wir sie.» aufbauend, wurden drei Welten – für jede Zielgruppe eine – entwickelt. Diese kommen ohne äussere Energieversorgung aus. Das Herz jedes Keyvisuals bildet dabei jeweils ein von M.C Escher inspirierter unmöglicher Kreislauf der Energie. Der Kreislauf soll widerspiegeln, dass Energie 360° mit ihren Energielösungen selbst scheinbar Unmögliches möglich machen kann. In den Details finden sich verschiedene für die Zielgruppe interessante Teile des Angebots von Energie 360°. Auch in den Headlines werden ihre Bedürfnisse aufgegriffen. 

Die Kampagne findet seit Ende September in drei Phasen auf Inseraten in Fachmagazinen, Landingpages, LinkedIn sowie Messen statt. Zudem kommt auch ein Mailing zum Einsatz, auf dem die kommunikative Klammer aufgegriffen wird: Teile des Mailings mit UV-empfindlichem Lack gedruckt, wodurch die Botschaft erst mit Sonnenlicht sichtbar wird. 

E360_PM_Mail_1920x1080px_v02

Verantwortlich bei Energie 360: Tom Blum (Projektleiter Digitale Kommunikation); Daniela Mininni (Leiterin Kommunikation); Marcel Brülisauer (Produktmanager Lösungen). Verantwortlich bei Freundliche Grüsse: Pascal Deville, Samuel Textor, Manuela Brunner (Gesamtverantwortung); David Voges, David Elmiger (Text/Konzept); Alain Aebersold, Norihito Iida (Art Direction); Mara Schwegler (Grafik); Sebastian Blomgren (Beratung). Tobias Stierli, Flaeck (CGI).

get_footer();