Libra zum Schweizer Finanzwort des Jahres 2019 gekürt

Die von Facebook lancierte Kryptowährung Libra ist zum Schweizer Finanzwort des Jahres 2019 gekürt worden. Eine Jury unter Federführung des Finanzportals Finews.ch und der Migros Bank hat das für 2020 geplante Zahlungsmittel unter mehr als 250 Einsendungen zum Sieger erkoren.

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Falls sich das rein digitale Zahlungsmittel durchsetzt, hat es laut der Jury das Potenzial die Finanzwelt umzukrempeln und sich als globale Währung zu etablieren, wie aus einer Mitteilung vom Montag hervorging.

Das Ziel von Libra sei es, Geld unkompliziert zu tauschen und grenzüberschreitende Transaktionen rasch und kostengünstig auszuführen, führte die Jury aus. Noch sei zwar ungewiss, ob Libra den Durchbruch schaffe. Die Kryptowährung habe aber angesichts der Anzahl möglicher Nutzer ein enormes Potenzial. Insbesondere in Entwicklungsländern könnte Libra dazu beitragen, die wirtschaftliche Entwicklung durch den Zugang zu Finanzdiensten zu fördern.

«Libra ist nicht nur eine Antwort auf die lange Suche nach einer globalen Digitalwährung, sondern auch eine auf die schleichende Geldentwertung traditioneller Währungen», liess sich Jury-Mitglied und Schriftsteller Michael Theurillat in der Mitteilung zitieren.

Die Wahl zum Schweizer Finanzwort hat 2019 zum sechsten Mal stattgefunden. In den vorhergehenden Jahren wurden die Wörter Strafzoll, Bitcoin, Negativzinsen, Nullzinspolitik und Frankenschock zum Finanzwort des Jahres gekürt. (SDA)

Globale Werbeausgaben werden 2020 erhöht, Zuschaueranteil wird jedoch zurückgehen

Werbetreibende werden ihre globalen Werbeausgaben im Jahre 2020 um bis zu 4,3 Prozent erhöhen, jedoch wird der von Medien versorgte Zuschaueranteil bei Werbesendungen um 1,6 Prozent zurückgehen. Dies verursacht einen Anstieg der Medienpreise um 6,1 Prozent, wie der aktuelle «Advertising Expenditure Forecast» von Zenith zeigt.

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Die Nachfrage nach Werbung ist in diesem Jahrzehnt stetig gestiegen. Um Marktanteile behaupten zu können, müssen grosse Marken bei Käufern und potenziellen Neukunden bekannt sein, was regelmässige Kampagnen zum Aufbau von Marken mit grosser Reichweite erfordert. Gleiches gilt für kleinere Brands, die gerne ihr Geschäft ausweiten möchten. In der Zwischenzeit haben kleine Unternehmen, die möglicherweise zuvor überhaupt keine Werbung betrieben haben, gezielte Werbung auf digitalen Plattformen durchgeführt und dem Markt auf diese Weise neue Nachfrage zugeführt.

Seit dem Jahre 2010 sind die Werbeausgaben durchschnittlich um 5,1 Prozent gestiegen. Die traditionelle Breitenwirkung geht zurück: zuerst im Printbereich und jetzt auch bei TV in den Schlüsselmärkten. Viele Zuseher ersetzen das lineare Fernsehen durch werbefreie Videoplattformen wie Netflix, Amazon Prime Video, HBO sowie Disney+, wodurch das verfügbare Publikum reduziert wird und eine Fragmentierung entsteht.

Die Verwendung von Adblockern bedeutet, dass einige Zielgruppen nur wenig digitaler Werbung ausgesetzt sind. Die dadurch entstehende steigende Nachfrage und das sinkende Angebot führen zu einem raschen Preisanstieg. Gemäss der Zenith-Studie ist das Angebot an Zuschauern seit dem Jahre 2010 um durchschnittlich 1,3 Prozent pro Jahr zurückgegangen, während die Mediainflation durchschnittlich 6,5 Prozent pro Jahr betrug. 

«Die Zeiten sind lange vorbei, in denen wir das Publikum an einem Ort finden konnten. Dank neuer Technologien erreichen wir sie jetzt – online wie offline – und gewinnen den Mehrwert für unseren Kunden durch Effizienz und Wirksamkeit zurück, indem wir sicherstellen, Konsumenten entlang der Consumer Journey mit der richtigen Nachricht zum richtigen Zeitpunkt anzusprechen und zu erreichen», so Matt James, Global Brand President bei Zenith. 

 

Handelskrieg USA-China gegen das Quadrennial im Jahr 2020 

2020 gilt als so genanntes Quadrennial, das nur alle vier Jahre wiederkehrt, und so von den Olympischen Sommerspielen, der Uefa Euro 2020 und den US-Präsidenschaftswahlen profitiert. Es wird erwartet, dass diese Stimulation dem globalen Werbemarkt 7,5 Milliarden US-Dollar an Werbeausgaben hinzufügen wird. Unter normalen Umständen würde das Ausgabenwachstum im Jahre 2020 leicht über der diesjährigen Wachstumsrate liegen.

Allerdings liegt das prognostizierte Wachstum von 4,3 Prozent im nächsten Jahr kaum über dem für 2019 geschätzten Wachstum von 4,2 Prozent. Der Handelsstreit zwischen den USA und der Volksrepublik China stört die Volkswirtschaften auf der ganzen Welt, unterbricht Lieferketten und leitet Handel und Investitionen um. Aufgrund dessen wird das Wachstum verringert und die Unsicherheit steigt, wodurch die Werbetreibenden bei ihrer Finanzplanung vorsichtiger werden. Man schätzt, dass dieser wirtschaftliche Gegenwind den globalen Werbemarkt im Jahre 2020 1,1 Prozentpunkte an Wachstum kosten wird. Ansonsten wäre der Markt um 5,4 Prozent gestiegen. 

 

Indien wird zweitgrössten Beitrag zum Werbewachstum leisten 

Trotz des Handelskonflikts sind die USA und China nach wie vor weltweit führend bei der Steigerung der Ausgaben. Es wird erwartet, dass der US-amerikanische Werbemarkt von 2019 bis 2022 um 39,1 Milliarden US-Dollar und China um 10,3 Milliarden US-Dollar wachsen wird. Zusammen werden sie in den nächsten drei Jahren für 56 Prozent des gesamten Wachstums an Werbeausgaben aufkommen. Chinas Wachstumsrate verlangsamt sich mit der zunehmenden Reife des eigenen Werbemarktes.

Nachdem China jahrelang eine produktionsgetriebene, wachstumsstarke Volkswirtschaft war, wandelt es sich nun hin zu einer konsumgetriebenen, entwickelten Volkswirtschaft und sein Werbemarkt ähnelt immer mehr dem von anderen Industrieländern. Für das Jahr 2020 wird ein Wachstum der chinesischen Werbeausgaben von 4,1 Prozent gegenüber 4,8 Prozent in den USA prognostiziert. Den drittgrössten Beitrag leistet Indien und wird zwischen 2019 und 2022 um 4,3 Milliarden US-Dollar wachsen.

Die indischen Werbeausgaben steigen stetig im zweistelligen Prozentbereich. Das prognostizierte Wachstum für das Jahr 2020 liegt bei 12,4 Prozent, 2021 bei 12,9 Prozent und 2022 bei 12,6 Prozent. Der indische Werbemarkt verfügt über ein grosses Potenzial für langfristiges Wachstum und trägt in diesem Jahr nur 0,3 Prozent zum BIP bei im Vergleich zu 0,6 Prozent in China und 0,7 Prozent weltweit. Mit den derzeitigen Entwicklungsraten wird Indien bis Mitte der 2020er Jahre China als Hauptwachstumsquelle in der Region Asien-Pazifik und als zweitgrösste der Welt ablösen. 

 

Online-Videos und Social Media führen Wachstum weiterhin an 

Online-Videos und soziale Medien bleiben zwischen 2019 und 2022 die am schnellsten wachsenden Werbekanäle und legen durchschnittlich um 16,6 Prozent beziehwungsweise 13,8 Prozent pro Jahr zu, was vor allem auf den anhaltenden Anstieg der Nutzung von Smartphones zurückzuführen ist. Kino wird mit einem jährlichen Wachstum von 11,5 Prozent an dritter Stelle stehen, das von der steigenden Nachfrage in China getrieben, jedoch im Jahre 2022 nur noch 0,9 Prozent der weltweiten Werbeausgaben ausmachen wird. 

TV wird in den nächsten drei Jahren kein Wachstum verzeichnen, da die Preisinflation den Rückgang der weltweiten Zuschauerschaft kompensiert. Für Print steigen die Preise ebenfalls, jedoch nicht schnell genug, um den anhaltenden und raschen Rückgang der Leserschaft ausgleichen zu können. Die Werbeausgaben für Zeitungen werden bis zum Jahre 2022 jährlich um 4,5 Prozent und für Zeitschriften jährlich um 8,1 Prozent sinken. 

«Da die geopolitischen Spannungen den Grossteil der zu erwartenden Gewinne aus Sport und Wahlen zunichtemachen werden, wird das Jahr 2020 ein enttäuschendes Quadrennial», meint Jonathan Barnard, Head of Forecasting bei Zenith. «Sobald der Handelskrieg beigelegt ist, sind wir für das Jahr 2021 optimistischer und prognostizieren dann trotz des Ausbleibens des Quadrennials ein Wachstum der globalen Werbeausgaben von 4,5 Prozent.»

KSP für VW: «See you next year!» – der ID.3 gratuliert Tesla

Gleich in drei von vier Kategorien ist das Model 3 von Tesla Schweizer Auto des Jahres. Dazu gratuliert der ID.3 von Volkswagen dem Gewinner in einer Gratulationsanzeige. Für die Umsetzung zeichnet KSP Krieg Schlupp Partner verantwortlich.

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Nebst der Gratulation steht auf der Anzeige die Frage «War’s zu einfach, Tesla?» – mit einem grossen Augenzwinkern. Da der ID.3 dieses Jahr noch nicht zur Wahl stand, hatte es der Tesla ja auch recht einfach, zu gewinnen. Deshalb freut sich der ID.3 nun auf die nächstjährige Wahl.

Das Sujet erscheint in der Schweizer Illustrierten und im L’Illustré.

Verantwortlich bei Amag Import Volkswagen: Melanie Felder (Teamleader Marketing Communication Volkswagen); Diana Rizzo (Marketing Communication Manager Volkswagen). Verantwortlich bei KSP: Daniel Krieg (Creative Direction); Nico Kesper (Text und Content); Florian Kech (Grafik); Stéphanie Tschanz, Franziska Saxer (Beratung); Noemi Rubera (Produktion). Verantwortlich bei Mediacom: Niels Keil (Communication Planning Manager); Svetlana Savatic (Senior Communication Planner /Consultant); Laura Schädler (Junior Communication Planner).

Kreativranking: Jetzt Formular downloaden und ausfüllen

Das Kreativranking der Werbewoche steht an! Alle Schweizer Agenturen, die bei den gelisteten Awards gepunktet haben, dürfen teilnehmen. Das Formular kann ab sofort heruntergeladen werden.

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Alle Jahre wieder steht das Kreativranking der Werbewoche vor der Tür. Es bildet ab, wie die Schweizer Agenturen bei den wichtigsten nationalen und internationalen Kreativawards abgeschnitten haben. Das Ranking (Top 10) wird in der ersten Printausgabe der Werbewoche im neuen Jahr sowie online publiziert – auch 2020 wieder mit einer umfassenden begleitenden Berichterstattung. 

Seit der Ausgabe 2018 wird das Kreativranking nach neuer «Zauberformel» durchgeführt: Nebst den Hauptwettbewerben (Cannes Lions, D&AD, One Show, ADC*E, Eurobest, ADC Schweiz und je nach Durchführungsjahr Swiss Effie) stehen fünf internationale und fünf nationale Wettbewerbe zur Auswahl. Aus ihnen können Agenturen ihre drei besten Resultate zu den Punkten aus den Hauptwettbewerben anrechnen lassen. 

Bitte laden Sie das aktuelle Formular herunter. Auf der linken Seite (Hauptwettbewerbe, grün) tragen Sie so viele Awardgewinne wie möglich ein, auf der rechten Seite (5+5 Wettbewerbe, gelb) wählen Sie die drei Awards, die Ihnen am meisten Punkte bescheren.

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Es gelten die selben Regeln wie im vergangenen Jahr. 

  • Es zählt nur die höchste vergebene Auszeichnung, wenn eine Kampagne in derselben Jurykategorie mehrere (für mehrere Einzelsujets) Auszeichnungen gewonnen hat.
  • Pro Kategorie und Kampagne wird nur eine Auszeichnung angerechnet. 
  • Punkteberechtigt sind Arbeiten, bei denen ein substantieller Beitrag zur Arbeit aus der Schweiz kommt. Reicht eine Schweizer Agentur für eine ausländische Agentur Arbeiten ein, sind diese nicht teilnahmeberechtigt.

 

Bitte retourieren Sie das ausgefüllte Formular bis am 17. Dezember an [email protected].

Wichtig: Bitte informieren Sie die zuständige Person in der Agentur, falls diese den Aufruf nicht sieht. Wir werden das Formular vereinzelt auch noch persönlich versenden, können aber nie alle Agenturen und Personen, die es betrifft, abdecken (weil teilweise auch von Jahr zu Jahr die zuständigen Mitarbeitenden wechseln). Das Kreativranking der Werbewoche ist seit jeher eine «Bringschuld» – wer nicht einreicht, nimmt nicht teil.

Philipp Gut verlässt die Weltwoche in gegenseitigem Einvernehmen

Philipp Gut ist nicht mehr stellvertretender Chefredaktor der Weltwoche. Die Auflösung des Arbeitsverhältnisses erfolge in gegenseitigem Einvernehmen, hiess es.

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Verleger und Chefredaktor Roger Köppel bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA die Meldung. Zu den Gründen für die Trennung vom langjährigen Mitarbeiter wollte sich Köppel nicht äussern. 

Das Onlineportal zitierte weiter aus einer Mitteilung Köppels, der Verlag der Wochenzeitung danke Gut für dessen «herausragende Leistungen» und wünsche ihm für die Zukunft alles Gute. 

Gut war unter anderem in die Schlagzeilen geraten im Zusammenhang mit der sogenannten Zuger Affäre. Das Zürcher Obergericht hatte ihn im Juni wegen mehrfacher übler Nachrede zulasten der ehemaligen grünen Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin verurteilt. Auch für seine Berichte über eine Stellenbesetzung an der Uni Zürich hatte sich Gut einen Schuldspruch wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte eingehandelt. (SDA)
 

«Chère M» – So duftet die Mobiliar

Wie duftet eine Versicherung? Die Mobiliar hat in Zusammenarbeit mit dem Parfümeur Marc Daniel Heimgartner von Luzi Fragrance Compounds den Raumduft «Chère M» kreiert.

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Das Parfum soll nach Citrus und Kräutern riechen und eine leichte Holznote haben und wird in den 80 Generalagenturen von Die Mobiliar eingesetzt. Mit dem Duft soll dem Corporate Design der Versicherung eine zusätzliche, unverwechselbare und persönlichere Note verliehen werden. Darüber hinaus soll diese neue Markendimension zu einem positiveren Kundenerlebnis beitragen.

Der Raumduft kommt nicht in den Handel und kann nicht von Privatpersonen erworben werden. 

Bundesrat regelt Details zu Roaming und Telefonwerbung

Fernmeldedienstanbieterinnen sollen Kundinnen und Kunden künftig besser vor unerwünschten Werbeanrufen und hohen Roaming-Gebühren schützen. Das Parlament hatte im Frühjahr Gesetzesänderungen dazu beschlossen. Nun werden die Details der Umsetzung festgelegt.

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Der Bundesrat hat am Freitag die Vernehmlassung zu einem Paket von Verordnungen zum Fernmeldegesetz eröffnet. Neu sind die Anbieterinnen von Fernmeldediensten verpflichtet, ihre Kundinnen und Kunden nicht nur vor unlauterer Massenwerbung, sondern auch vor unlauterer Werbung zu schützen.

Dazu gehören Werbeanrufe von einer nicht im Telefonverzeichnis registrierten Nummer. Auch wer nicht beachtet, dass ein Kunde gemäss Vermerk im Telefonbuch keine Werbemitteilung erhalten möchte, betreibt unlautere Werbung. Schliesslich fallen jene unter die Bestimmung, die Daten aus solchen Anrufen verwenden.

 

Verschiedene Filterangebote

Künftig sollen die Kundinnen und Kunden die Angaben über die Anrufenden bei der Anbieterin in Erfahrung bringen können. Die Anbieterinnen sind zudem verpflichtet, den Kundinnen und Kunden mindestens zwei Lösungen anzubieten: eine, die von der Anbieterin bewirtschaftet wird und von den Kunden nur noch aktiviert oder deaktiviert werden muss sowie eine, welche die Kunden selber bewirtschaften müssen.

Dies können zum Beispiel zwei Filterangebote sein, wie der Bundesrat im erläuternden Bericht zur Vernehmlassung schreibt. Die individuell zu bewirtschaftende Lösung ermöglicht es den Kundinnen und Kunden, auch Anrufe zu blockieren, die unter Umständen von den Anbieterinnen nicht blockiert werden dürfen, weil diese entweder lauter sind oder gar nicht unter das entsprechende Gesetz fallen.

 

Kunden informieren

Weitere Änderungen betreffen das Roaming. Das Parlament hatte dem Bundesrat die Möglichkeit gegeben, unverhältnismässig hohe Endkundentarife zu bekämpfen und Preisobergrenzen festzulegen.

Der Bundesrat will die Anbieterinnen primär dazu verpflichten, die Kundinnen und Kunden zu informieren. Normalerweise erhalten diese die Information zum Roaming in Form eines SMS. Kann ein Kunde ein solches SMS nicht empfangen, muss die Anbieterin den Zugang zu den Roamingdiensten sperren, bis der Kunde ihn selbst wieder aktiviert hat.

 

Limite festlegen

Spätestens beim Reaktivieren des Zugangs zu den Roamingdiensten müssen die Kundinnen und Kunden auch über die geltenden Preise und den Ort informiert werden, an dem sie die geltenden Tarife sowie die ihnen zur Verfügung stehenden Tarifoptionen für Preisreduktionen abfragen können.

Die Kundinnen und Kunden müssen ausserdem die Möglichkeit haben, eine Limite für ihre Roamingkosten festzulegen oder eine entsprechende Tarifoption zu wählen. Diese Massnahmen sind nur zwingend, wenn die Kosten für Roamingdienste höher sind als bei einer ähnlichen Nutzung in der Schweiz.

 

Sekundengenau abrechnen

Weiter ist vorgesehen, dass die Mobilfunkanbieterinnen sekunden- und kilobytegenau abrechnen müssen. Die neusten Zahlen zeigten, dass immer noch ein Missverhältnis zwischen verrechneten und tatsächlich konsumierten Minuten bestehe, heisst es im Bericht.

Der Grundsatz, dass die Konsumenten nur jene Volumina bezahlen, die sie auch bezogen haben, soll sowohl für Daten wie auch für Anrufe gelten. Der Endbetrag darf auf die nächsten 10 Rappen aufgerundet werden.

 

Maximal 30-Sekunden-Tarif

Vorgesehen ist eine Ausnahme: Erhalten die Schweizer Mobilfunkanbieterinnen die für die Rechnungsstellung notwenigen Daten von ihren ausländischen Partnerfirmen nicht sekunden- und kilobytegenau, können sie die Dienstleistungen auch nicht so genau an ihre Kundinnen und Kunden weiterverrechnen. Die Anbieterinnen müssen das jedoch anhand der gelieferten Daten belegen.

Die Mobilfunkanbieterinnen dürfen ferner Minimalkosten für einen Anruf festlegen, damit sie die zum Verbindungsaufbau anfallenden Kosten in jedem Fall decken können. Die Minimalkosten pro Anruf dürfen maximal dem Tarif für 30 Sekunden entsprechen. Diese Tarifstruktur entspreche jener der EU und habe sich bewährt, schreibt der Bundesrat.

 

Drittanbieterinnen nicht behindern

Weiter dürfen die Mobilfunkanbieterinnen das Nutzen von Roamingdienstleistungen von Drittanbieterinnen im Ausland nicht behindern. Sofern ein solches Angebot besteht und eine Kundin oder ein Kunde dieses beziehen will, muss dies auf einfache Weise möglich sein.

Hinzu kommen neue Bestimmungen zu Kurznummern, Notrufen sowie Ausnahmen von der Pflicht zur Netzneutralität. Interessierte Kreise können bis zum 25. März 2020 zu den geplanten Verordnungsänderungen Stellung nehmen. (SDA)

Beat Rechsteiner neuer Vorsitzender der Unternehmensleitung von Meier + Cie

Der Verwaltungsrat des Schaffhauser Medienhauses Meier + Cie hat an seiner Sitzung vom 5. Dezember Beat Rechsteiner zum neuen Vorsitzenden der Unternehmensleitung ernannt. Er löst per Januar 2020 Stefan Gasser ab, der das Unternehmen seit dem Tod von Norbert Neininger im Mai 2015 geführt hat.

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Stefan Gasser habe schon frühzeitig signalisiert, vorzeitig in den Ruhestand treten zu wollen, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Gasser habe mit Engagement und sozialem Einfühlungsvermögen wichtige strukturelle Massnahmen auf der Kosten- und Ertragsseite umgesetzt und dadurch die Ertragskraft des Unternehmens gestärkt, lobt der Verwaltungsrat. Man schätze es daher sehr, dass Stefan Gasser weiterhin als Finanzchef zur Verfügung stehen werde, um so die Nachfolgeregelung solide vorbereiten zu können.

Sein Nachfolger Beat Rechsteiner verfügt über breite publizistische und betriebswirtschaftliche Erfahrungen. Zusätzlich zu seinem Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Zürich hat er berufsbegleitend als diplomierter Betriebsökonom die St. Galler Business School abgeschlossen. Der langjährige Journalist und ehemalige Blattmacher der Schaffhauser Nachrichten ist 2012 zu Meier + Cie Schaffhausen zurückgekehrt. Seither hat er mehrere multimediale Projekte geleitet und auf verschiedenen Ebenen Führungsverantwortung übernommen. Unter anderem führt er das Schaffhauser Fernsehen und ist Delegierter des Verwaltungsrates von Lokalinfo in Zürich. Seit 2015 ist er Mitglied der Unternehmensleitung, seit 2017 stellvertretender Unternehmensleiter.

Zum Stellvertreter von Beat Rechsteiner wird Stefan Wabel, Leiter des Verlags, ernannt.

Srf.ch: Mehr aus der Region – weniger für die Region

Zu wenig Klicks: Die «Regionaljournal»-Seiten auf Srf.ch sind bald Geschichte. Das gilt auch für das Regionaljournal Bern Freiburg Wallis. Die Programmkommission hat sich an ihrer Sitzung vom 26. November 2019 die Frage gestellt, warum sich SRF online aus den Regionen zurückzieht und wie der Entscheid zu beurteilen ist.

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Eine Umfrage zu Beginn der Sitzung vom 26. November 2019 zeigt: Die Mitglieder der SRG-Programmkommission Bern Freiburg Wallis nutzen die Website des Regionaljournals auf Srf.ch wenig bis nie. Sie konsumierten SRF nur via Radio und Fernsehen, sagen die einen; die Seite sei zu versteckt, sagen die anderen.

Damit unterscheidet sich die Online-Nutzung der Programmkommissions-Mitglieder nicht fundamental von jener der Durchschnitts-User. Die Zahlen zeigen: Die Regi-Websites finden kaum Publikum. Wobei für die Kommission auch klar ist: Da das Einzugsgebiet der Regionaljournale begrenzt ist, bleiben auch die Klick-Zahlen beschränkt. 

Mit den fehlenden Zugriffen begründet auch der Leiter des Regionaljournals Bern Freiburg Wallis, Peter Brandenberger, das Ende der regionalen Websites auf Srf.ch. Eine quantitative Analyse von SRF habe gezeigt, dass die Artikel auf den regionalen Unterseiten oftmals nur wenige hundert Personen erreichen. Und eine qualitative Umfrage zu Nutzerbedürfnissen habe ergeben, dass das Publikum von SRF im Web überregional interessante Themen, Hintergründe und Einordnungen zu grossen regionalen Ereignissen erwartet.

Regionale News würden auf den Newsportalen der regionalen Zeitungen abgerufen, nicht bei SRF. Mit seiner Seite Srf.ch/bern komme das Regionaljournal auf zu wenig Views pro Woche, vor allem bei den reinen Newsartikeln. Das lohne den Aufwand nicht, so Brandenberger.

 

Reset- statt Delete-Knopf?

Die Meinungen zum Online-Rückzug aus den Regionen sind innerhalb der Programmkommission nicht schwarz/weiss. Ein Mitglied empfindet den Entscheid als weitere Sparmassnahme. Brandenberger widerspricht: Man wolle die Ressourcen anders einsetzen, zum Beispiel für Podcasts, für mehr Recherche und für Hintergrundberichte auf der Online-Plattform. Ein anderes Mitglied zeigt Verständnis dafür, dass bei derart tiefen User-Zahlen Massnahmen ergriffen werden müssen.

Die Programmkommission stellt indes die Frage in den Raum, ob nicht auch Optimierungen ins Auge gefasst werden könnten, statt die Websites im Frühling 2020 vom Netz zu nehmen. Diverse Ideen werden genannt: bessere Bewerbung der Seiten; regionale Seiten, eingeteilt nach Kantonen, so wie das bei Wahlen und Abstimmungen schon gehandhabt wird. Auch hätte SRF bei diesem Entscheid von den regionalen Programmkommissionen profitieren können, hätte es sie frühzeitig in den Prozess eingebunden.

 

Mehr Korrespondenten-Aufgaben

In Zukunft sollen die regionalen Themen, welche die ganze Schweiz interessieren, vermehrt oben auf der Startseite von Srf.ch stattfinden. Das sei eine Chance für die Regionaljournale, so Peter Brandenberger. Eigene gute Geschichten könnten so prominent platziert werden. Die Regis sollen im Netz stärker Korrespondenten-Aufgaben wahrnehmen. Oder anders gesagt: mehr aus der Region – weniger für die Region.

«Cyber Weekend» für Konsumenten attraktiver als Black Friday und Cyber Monday

Eine aktuelle Studie von Bazaarvoice zeigt das wachsende Interesse von Konsumenten an weiterlaufenden Black-Friday-Angeboten am darauffolgenden Samstag und Sonntag. Im Ergebnis stieg die Zahl der Käufer am diesjährigen sogenannten «Cyber Weekend» gegenüber 2018 um 26 Prozent.

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Dabei nahm die Begeisterung für den Black Friday selbst im Jahresvergleich weiter zu. Erkenntnisse aus dem Bazaarvoice-Netzwerk zeigen einen Anstieg der Käuferzahl am diesjährigen Black Friday um 20 Prozent und am Cyber Monday um 18 Prozent.

Das bedeutet, dass die Käuferzahl am Black Friday in nur fünf Jahren weltweit um erstaunliche 86 Prozent anwuchs. Auch der Cyber Monday hat seit 2015 um 82 Prozent zugelegt – allerdings werden beide vom Wochenende dazwischen übertroffen, an dem sich die Zahlen mehr als verdoppelt haben – durchschnittlich 102 Prozent.

Sophie Light Wilkinson, VP Marketing, EMEA bei Bazaarvoice: «Wir beobachten hier ein völlig natürliches – taktisches – Käuferverhalten. Als Reaktion auf die grosse Nachfrage nach Deals und Schnäppchen am Black Friday investieren die Kunden mehr Zeit für die Recherche. Für Marken und Einzelhändler ist dies nur gut, da sich nicht nur das Kauffenster erweitert, sondern auch die Zeit, die mit der Suche nach neuen und alternativen Produkten verbracht wird.»

Am Sonntag vor Cyber Monday stieg die Gesamtzahl der Seitenaufrufe durch Verbraucher weltweit am stärksten an (20 Prozent). Das bedeutet, dass an diesem Tag verstärkt recherchiert wird und verdeutlicht die Chance für Marken und Einzelhändler, in letzter Minute potenzielle Kunden mit Produkten und Angeboten zu gewinnen.

Bei der Betrachtung des eingesetzten Mediums wird deutlich, dass mobile Geräte nach wie vor eine wichtige Rolle als Point of Purchase spielen. 47 Prozent der Transaktionen am Black Friday fanden auf diesem Weg statt, was eine wichtiger werdende Rolle des Social Shoppings nahelegt.

«Sicher kann es verlockend sein, am Wettlauf der der sinkenden Preise teilzunehmen. Aber Marken und Einzelhändler, die die sich ändernden Präferenzen erkennen und informative, interaktive Online- und Offline-Erlebnisse bieten, werden sowohl ihre bestehenden Kunden halten als auch neue gewinnen», so Sophie Light Wilkinson.

In seiner jährlichen Umfrage befragte Bazaarvoice mehr als 2000 Verbraucher in Grossbritannien, den USA, Frankreich und Deutschland. Ihr zufolge ist die Zahl der Verbraucher, die grossen Wert auf die Möglichkeit legen, direkt über Social-Media-Plattformen wie Instagram, Facebook und Pinterest zu entdecken und zu kaufen, in 12 Monaten um 38 Prozent gestiegen.
 
Die Zahlen der Studie stammen aus dem Bazaarvoice-Netzwerk, das 6200 Marken- und Händler-Websites sowie alle Transaktionen umfasst, die an Thanksgiving, Black Friday und Cyber Monday auf ihnen stattfinden.

Schlüsselkennzahlen, die bei der Datenverarbeitung verwendet werden, sind definiert als:

  • Seitenaufrufe: Eine Seitenaufruf ist der Aufruf (ob mit oder ohne UGC) einer Seite, die mittels Tracking-Code von Bazaarvoice Analytics verfolgt wird. Dies können Produkt-, Kategorie- oder andere Seiten sein, je nachdem, welche Bazaarvoice-Produkte implementiert sind.
  • Käufer: Eine Person, die im Bazaarvoice-Netzwerk einkauft und durch Personalization ProfileID, BVID, BVBrandID oder Hash-UA-IP identifiziert wird, in der Reihenfolge der Präferenzen nach Verfügbarkeit.

Schläfle Trittibach lanciert limitierte Posterserie für Horgenglarus

Die Zürcher Agentur Schläfle Trittibach wurde von der ältesten Stuhl- und Tischmanufaktur der Schweiz Möbelfabrik Horgenglarus mit der Konzeption und Realisation einer limitierten Posterserie beauftragt.

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Die 1880 in Horgen bei Zürich gegründete und 1902 um den Werkstandort Glarus erweiterte Möbelfabrik Horgenglarus ist die älteste Stuhl- und Tischmanufaktur der Schweiz.

Die Posterserie, soll die DNA des Unternehmens anhand von typografischen Quotes aufzeigen. Zudem wurde ein Fabrikstempel kreiert, der auf allen Prints zum Einsatz kommt. Die limitierte Auflage kann im Showroom in Glarus oder online unter Horgenglarus.ch bezogen werden.

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Bundesrat will Tabakwerbungs-Initiative zuvorkommen

Der Bundesrat will die Tabakwerbung einschränken und insbesondere Kinder und Jugendliche besser schützen. Die Tabakwerbungs-Initiative lehnt er zwar ab, deren Ziele unterstützt er aber weitgehend.

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Die Initiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» verlangt ein lückenloses Verbot für Tabakwerbung, die Kinder oder Jugendliche erreicht. Faktisch würde damit Zigarettenwerbung auf Plakaten im öffentlichen Raum verboten. Hinter der Initiative stehen verschiedene Gesundheitsorganisationen (Werbewoche.ch berichtete).

 

Ball beim Parlament

Deren Grundanliegen teilt der Bundesrat. Er begrüsse wesentliche Einschränkungen der Tabakwerbung, um die Jugendlichen besser vor den Gefahren des Tabaks zu schützen, schreibt er in einer Mitteilung vom Freitag.

Er hatte dem Parlament bereits 2015 entsprechende Vorschläge unterbreitet, diese scheiterten aber. Beim zweiten Anlauf hat der Bundesrat die Werbebeschränkungen wie vom Parlament gefordert weitgehend gestrichen.

Der Ständerat hat die Regeln jedoch wieder verschärft. Er verabschiedete im September ein Gesetz, das zusätzliche Werbeverbote für Zigaretten in der Presse und im Internet vorsieht. Auch das Sponsoring internationaler Anlässe soll verboten werden. Zudem sollen keine Tabakprodukte an Minderjährige mehr verkauft werden dürfen.

 

Bundesrat macht Druck

Der Bundesrat unterstützt diese Beschlüsse, wie er in der Mitteilung festhält. Die Entscheide des Ständerats verstärkten den Jugendschutz und erlaubten, das 2005 in Kraft getretene Rahmenübereinkommen der Weltgesundheitsorganisation zur Eindämmung des Tabakgebrauchs zu ratifizieren. Damit werde ein seit langem angestrebtes Ziel des Bundesrats erreicht.

In der weiteren parlamentarischen Debatte will sich der Bundesrat für zusätzliche Massnahmen für den Jugendschutz einsetzen. So soll Tabakwerbung auch im Kino und auf Plakaten verboten werden. Ziel sei ein Gesetzesprojekt, das dem Anliegen der Initiative weitgehend entspreche, schreibt der Bundesrat. Mit diesem Vorgehen erübrige sich ein indirekter Gegenvorschlag.

Nun liegt das Tabakproduktegesetz beim Nationalrat. Dort könnten die neuen Mehrheiten zum Tragen kommen: Im ersten Anlauf hatte sich die grosse Kammer 2016 mit 101 Stimmen für die Rückweisung an den Bundesrat ausgesprochen, wobei SVP und FDP fast geschlossen stimmten. (SDA)

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