Alphabet gibt Ballon-Projekt zur Internet-Versorgung auf

Der Google-Mutterkonzern Alphabet beendet seinen Versuch, entlegene Regionen der Welt mit Hilfe von Ballons mit schnellem Internet zu versorgen. Die dafür gegründete Tochterfirma Loon wird geschlossen.

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Ein Loon-Ballon beim Start in Nevada, 2013. (Quelle: Youtube.com)

«Wir haben keinen Weg gefunden, die Kosten so weit zu senken, dass ein langfristig nachhaltiges Geschäft möglich wird», schrieb Loon-Chef Alastair Westgarth am Freitag in einem Blogeintrag. Google hatte die grossen Ballons, die monatelang in der Luft bleiben können, bereits im Jahr 2013 vorgestellt. Die Idee war, dass entlegene und dünn besiedelte Gegenden sich auf diese Weise günstiger mit Internet versorgen lassen könnten als mit herkömmlicher Telekommunikations-Infrastruktur.

Zwischenzeitlich probierten Google und auch Facebook dafür zudem Drohnen aus, gaben diese Pläne aber relativ schnell auf. Bei den Ballons sah Google dagegen durchaus Geschäftspotenzial. Unter dem Dach der später geschaffenen Konzernmutter Alphabet wurde das Projekt 2018 in die eigenständige Firma Loon gebracht.

Erst im vergangenen Jahr startete Loon in Kooperation mit einem lokalen Netzbetreiber die Versorgung einer Region in Kenia. Alphabet lässt sich Zukunftswetten wie Loon Jahr für Jahr Milliarden kosten, während das Google-Kerngeschäft mit Online-Werbung nach wie vor das Geld dafür liefert. Das bisher bekannteste Innovationsprojekt des Konzerns ist die Roboterwagen-Firma Waymo, die als ein führender Player beim autonomen Fahren gilt. (SDA)

Google droht Australien mit Abschaltungen wegen Mediengesetz

Der Internet-Riese Alphabet droht Australien mit der Abschaltung seiner Suchmaschine Google, sollte er zu Zahlungen an Medienunternehmen für Verbreitung von deren Inhalten verpflichtet werden. Der US-Konzern reagierte damit auf Pläne der australischen Regierung für neue Medien-Richtlinien.

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Nach diesen Plänen müssen IT-Riesen wie Alphabet oder Facebook lokalen Medienunternehmen Geld zahlen, falls sie deren Inhalte verbreiten. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass die Internet-Riesen mit Verlagen und Sendern eine Nutzungsgebühr aushandeln sollen. Scheitern die Verhandlungen, soll ein staatlich bestellter Schiedsrichter die Gebühren festlegen.

«Sollte diese Fassung der Medien-Richtlinien Gesetz werden, dann werden wir keine andere realistische Möglichkeit haben, ausser die Google-Suchfunktion in Australien nicht mehr zugänglich zu machen», erklärte der für Australien und Neuseeland zuständige Alphabet-Manager Mel Silva in einer Anhörung des Senats-Ausschusses am Freitag. (SDA)

Janique Weder wird Ressortleiterin Nachrichten der NZZ

Janique Weder übernimmt per 1. März 2021 die Leitung des Nachrichten-Ressorts der Neuen Zürcher Zeitung. Sie tritt damit die Nachfolge von Tobias Ochsenbein an.

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In ihrer neuen Funktion leitet Janique Weder das Ressort Nachrichten und damit eine zentrale Nahtstelle im Newsroom der Neuen Zürcher Zeitung. Neben der Arbeit im tagesaktuellen Newsgeschäft wird sie mit ihrem Team in Zusammenspiel mit den anderen Ressorts der NZZ für die Bewirtschaftung von Nzz.ch verantwortlich sein. «Janique wird sowohl im Newsroom als auch auf der gesamten Redaktion sehr geschätzt. Sie hat die Führungsqualitäten und das journalistische Format, um das wichtige Ressort Nachrichten zu leiten», lässt sich Eric Gujer, Chefredaktor der NZZ, in einer Mitteilung zitieren.

Janique Weder ist seit Januar 2018 Chefin vom Dienst in der Nachrichtenredaktion der NZZ. Im Januar 2020 wurde sie zur stellvertretenden Ressortleiterin Nachrichten ernannt. Davor arbeitete sie als Online-Redaktorin beim St. Galler Tagblatt, wo sie zunächst ein zweijähriges Volontariat absolvierte. Janique Weder hat an der Universität Fribourg Medien- und Kommunikationswissenschaften und an der Universität Zürich Wirtschaftsgeschichte und Ökonomie studiert. Zu ihrer Ausbildung gehörte auch ein Studiensemester an der Hebräischen Universität in Jerusalem.

Der bisherige Ressortleiter Nachrichten Tobias Ochsenbein hat sich entschieden, die NZZ zu verlassen. Er wird das Ressort noch bis Ende Februar leiten und sich danach neuen beruflichen Herausforderungen widmen, was NZZ-Chefredaktor Eric Gujer sehr bedauert: «Tobias hat massgeblich dazu beigetragen, dass sich das Nachrichtenteam im Haus etablieren konnte und zu einem wichtigen Treiber bei der Umsetzung der Digitalstrategie und im laufenden Transformationsprozess wurde.»

Ochsenbein trat 2014 in die Nachrichten-Redaktion der NZZ ein. 2019 übernahm er die Leitung des damals neu geschaffenen Ressorts Nachrichten.

SRF: Stefan Reinhart wird neuer TV-Korrespondent im Tessin

Mit Stefan Reinhart berichtet ab April 2021 ein neuer TV-Korrespondent für SRF aus dem Tessin. Er folgt auf Reto Kohler, der in die TV-Inlandredaktion nach Zürich zurückkehrt.

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Bereits seit 2004 arbeitet Reinhart bei SRF. Zuerst ein Jahr als Redaktor für das Gesundheitsmagazin «Puls», danach als Reporter und Co-Produzent für die «Tagesschau», bis im Sommer 2009 der Wechsel auf die TV-Korrespondentenstelle nach Berlin erfolgte.

Im Sommer 2014 kehrte Stefan Reinhart als Produzent der Hauptausgabe der «Tagesschau» nach Zürich zurück, zusätzlich hatte er ab Mitte 2017 auch Einsätze als Produzent der «Arena». Seit August 2018 ist Stefan Reinhart Stellvertretender Redaktionsleiter der Videoredaktion von SRF News im Newsroom Zürich Leutschenbach.

Im April 2021 übernimmt Stefan Reinhart nun die Stelle des TV-Korrespondenten im Tessin. Dort löst er Reto Kohler ab, der seit 2018 aus der Region berichtet und nun in die Inlandredaktion nach Zürich zurückkehren wird.

Schweizer Berufstätige bleiben wechselfreudig

Die Corona-Pandemie hat die Schweizer Arbeitswelt im vergangenen Jahr kräftig durchgeschüttelt. Die Karrierepläne wurden davon aber nicht in Schockstarre versetzt: Über die Hälfte der Berufstätigen ist bereit, 2021 den Job zu wechseln, so eine repräsentative Studie von Xing.

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Der Studie zufolge ist mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Berufstätigen grundsätzlich bereit, 2021 den Job zu wechseln. Damit ist die Wechselbereitschaft praktisch gleich hoch wie vor einem Jahr (56 Prozent) und zeigt sich von der Corona-Pandemie weitgehend unbeeinflusst. 16 Prozent der Befragten haben sogar bereits konkrete Pläne für einen Job-Wechsel dieses Jahr.

Weitere 38 Prozent sind offen für einen Wechsel, haben aber noch keine konkreten Schritte unternommen. Anders als es die hohe Wechselbereitschaft vielleicht vermuten liesse, gibt der Grossteil der Befragten (87 Prozent) an, mit ihrer aktuellen beruflichen Tätigkeit sehr oder eher zufrieden zu sein. Auch dieser Wert liegt auf dem Niveau des Vorjahres.

 

Jüngere hegen vermehrt konkrete Wechselpläne

Der Blick auf die Altersgruppen zeigt bei den 18- bis 29-Jährigen eine deutliche Zunahme der Personen, die für das kommende Jahr bereits konkrete Wechselpläne haben (29 Prozent vs. 20 Prozent Anfang 2020). Insgesamt abgenommen hat die Wechselbereitschaft bei den über 50-Jährigen. Mit 37 Prozent liegt diese neun Prozent unter dem Vorjahreswert von 46 Prozent.

 

Pandemie hemmt aktive Jobsuche

Obwohl die allgemeine Wechselbereitschaft praktisch konstant blieb, hält die Corona-Pandemie mitunter wechselbereite Arbeitnehmende davon ab, aktiv nach einer Stelle zu suchen. 49 Prozent der latent wechselbereiten Personen geben an, dass Corona mit ein Grund dafür ist, dass sie sich noch nicht aktiv um eine neue Stelle bemüht haben. Noch deutlich höher ist dieser Wert in der jüngsten Altersgruppe der 18 bis 29-Jährigen. Hier fühlen sich 68 Prozent der latent Wechselbereiten durch die Corona-Pandemie in ihrer aktiven Planung zurückgehalten. Zudem bremst Corona die konkreten Wechselpläne von Mitarbeitenden im Handel deutlich stärker aus als in anderen Branchen.

«Eine hohe latente Wechselbereitschaft macht die aktive Kandidatenansprache für Unternehmen noch wichtiger», erklärt Robert Bertschinger, Geschäftsführer von Xing Schweiz. «Es gibt viele Personen, die für einen Wechsel offen sind. Aber im aktuellen Umfeld zögern sie eher, selbst aktiv zu werden. Zu hoffen, dass sich die passende Kandidatin oder der passende Kandidat von alleine meldet, ist deshalb keine erfolgsversprechende Strategie.»

 

Mittlere Führungsebene leicht weniger zufrieden

Während die Zufriedenheit mit der aktuellen Stelle bei Fachkräften ohne Führungsverantwortung sowie bei Mitgliedern des höheren Managements mindestens gleich hoch wie im Vorjahr ist, nahm bei Arbeitnehmenden im mittleren Management, zum Beispiel Personen mit Teamleitungsfunktion, der Anteil der eher oder sehr Zufriedenen leicht von 90 auf 85 Prozent ab. «Mitglieder des Middle Management waren 2020 durch die Arbeit im Homeoffice oft besonders stark gefordert, da sie ihre direkte Führungsverantwortung unter völlig neuen Bedingungen wahrnehmen mussten. Dieser Druck könnte die Zufriedenheit beeinflusst haben», folgert Bertschinger.

 

Besonders die Jüngeren sorgen sich um ihren Arbeitsplatz

Insgesamt sorgen sich 39 Prozent der Befragten um die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes. Besonders den Jüngeren macht die aktuelle Situation zu schaffen. In der Altersgruppe der 18 bis 29-Jährigen macht sich mit 46 Prozent fast die Hälfte Sorgen um die Sicherheit der eigenen Stelle. Im Branchenvergleich sind es mit 56 Prozent vor allem Berufstätige im Handel, die sich Sorgen um die eigene Arbeitsplatzsicherheit machen. Tiefer sind die Werte in den Sektoren Industrie und verarbeitendes Gewerbe (39 Prozent) sowie Dienstleistungen (36 Prozent).

 

Umgang mit Corona: Gute Noten für Schweizer Arbeitgeber

Knapp zwei Drittel (61 Prozent) der Berufstätigen bewerten den bisherigen Umgang ihres Arbeitgebers mit der Corona-Krise als gut oder sogar sehr gut. Nur 8 Prozent stufen das Verhalten als mangelhaft oder ungenügend ein. Die besten Noten vergeben Arbeitnehmende im Sektor Industrie und verarbeitendes Gewerbe, am kritischsten sind die Beschäftigten im Handel.

Im Auftrag von Xing hat das Markt- und Mediaforschungsinstitut Forsa im Zeitraum vom 4. bis 11. Dezember 2020 in der Deutschschweiz 501 erwerbstätige Personen ab 18 Jahren mittels Online-Panel zur aktuellen Arbeitswelt und ihren beruflichen Plänen für 2021 befragt. Die Auswahl der Umfrageteilnehmer erfolgte mittels repräsentativer Zufallsauswahl.

Davos Klosters macht in Zukunft Ferien mit TBWA\Zürich

Für die Tourismus-Kommunikation der Destination Davos Klosters zeichnet neu die Agentur TBWA\Zürich verantwortlich.

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Obwohl der Pitch, in dem sich TBWA\ gegen zwei Mitbewerber durchsetzte, bereits im Herbst 2020 stattfand, wurde der Start der Winterkampagne aufgrund von Covid-19 zunächst verschoben.

«Davos Klosters ist eine besondere Destination und das keineswegs nur wegen dem World Economic Forum. Die einzigartige Qualität und Breite des Sportangebots, die Grösse der Region und der Mix aus schweizerischen und internationalen Gästen machen sie zu einer der Top-Destinationen der Schweiz. Wir freuen uns sehr über dieses Mandat und wollen mithelfen, sie bei Feriengästen als «place to be» zu verankern, wie sie bei es wirtschaftlich Interessierten seit Jahren schon ist», lässt sich Matthias Kiess, CEO von TBWA\Zürich, in einer Mitteilung zitieren.

Um das breite Angebot zielgenau zu kommunizieren, setzt die Kampagne bereits diese Saison auf einen grossen Anteil an datengetriebener, digitaler Kommunikation, aber auch ein positionierender Image-Film sowie PR- und Social-Media-Massnahmen werden künftig Teil der Kommunikation sein.

ProSiebenSat.1 mildert Gewinnrückgang 2020 mit Schlussspurt

Die Senderkette ProSiebenSat.1 hat von der Erholung der Werbemärkte profitiert und im vorigen Jahr besser abgeschnitten, als zuletzt erwartet worden war. Der operative Gewinn fiel im Gesamtjahr auf rund 700 (Vorjahr: 872) Millionen Euro und der Umsatz sank auf etwa 4,04 (VJ: 4,13) Milliarden Euro.

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Dies teilte der deutsche Fernsehkonzern am Donnerstagabend zu vorläufigen Geschäftszahlen für 2020 mit. Wegen des aktuellen Coronavirus-Lockdowns erwartet er für das laufende erste Quartal 2021 noch einen Dämpfer im Werbegeschäft. «Wir rechnen aber insbesondere im zweiten Quartal im Entertainment-Segment mit einer deutlichen Verbesserung im Vorjahresvergleich», hiess es vom Konzern weiter.

Anfang November hatten die Bayern für 2020 nur einen Gewinn zwischen 600 bis 650 Millionen Euro und einen Umsatz von 3,85 bis 3,95 Milliarden Euro prognostiziert. Beim ersten Coronavirus-Lockdown wegen der Pandemie waren die Werbeerlöse im Frühjahr noch massiv eingebrochen. Ab dem Sommer lief es dann laut Konzernangaben spürbar besser, weil die Kunden im Zuge der Konjunkturerholung wieder mehr Werbung buchten.

Derweil erhöhte der italienische Medienkonzern Mediaset seinen direkten Anteil an dem deutschen Fernsehunternehmen auf 12,38 Prozent. Wie aus einer Stimmrechtsmitteilung hervorgeht, hat das von der Familie des früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi kontrollierte Unternehmen über Aktien und Derivate nun Zugriff auf insgesamt 23,53 Prozent an ProSiebenSat.1. Eine mit der Sache vertraute Person hatte Reuters gesagt, Mediaset werde seinen Aktienanteil an der Senderkette und damit auch die Stimmrechte schrittweise erhöhen. (SDA)

TikTok testet «Q&A

Die Video-App TikTok testet eine «Q&A»-Funktion für Content-Produzenten, mit denen sie Fragen ihrer Fans in Live-Streams und Videos beantworten können. Kreative können ihren Inhalten eine eigene Option beifügen, mit dem ihre Follower Fragen einreichen können. Dadurch sehen sie an einem Ort, was ihre Fans von ihnen wissen wollen.

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«User können bei ihrem Profil einen Q&A-Button hinzufügen, mit dem Follower Fragen stellen können», erklärt Social-Media-Berater Matt Navarra auf Twitter. Bislang war es Produzenten nur in Kommentaren zu ihren individuellen Videos möglich, Fan-Anfragen entgegenzunehmen. Die Q&A-Funktion soll es leichter machen, auf eine Vielzahl von Fragen einzugehen und mit Anhängern direkter zu kommunizieren.

Wie «TechCrunch» berichtet, können momentan nur Nutzer mit mehr als 10’000 Followern an dem Test teilnehmen. Es gibt keine Begrenzung bei der Anzahl von Fragen, die Fans stellen dürfen. Jedoch müssen die Content-Produzenten auch nicht auf jede Anfrage eingehen. In den kommenden Wochen soll das Feature dann für mehr Anwender verfügbar werden.

 

Konkurrenz hatte Feature schon

Die überragende Popularität von TikTok ist weiterhin ungebrochen. Im Jahr 2020 lag die App für kurze Video-Clips an der Spitze der Download-Charts (Werbewoche.ch berichtete). Die Q&A-Funktion ist aber ein Feature, das die Konkurrenz schon länger betreibt, darunter Snapchat und Instagram. (pte)

Annabelle: Schwerpunkt zum Jubiläum «50 Jahre Frauenstimmrecht»

Mit der ersten Ausgabe des Jahres 2021 löst das Frauenmagazin Annabelle sein Versprechen ein, künftig wieder lauter und politischer zu sein – und erscheint mit einem 53-seitigen Themenschwerpunkt zum 50. Jubiläum des Stimm- und Wahlrechts für Frauen in der Schweiz.

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«Dass die Schweiz nun das 50-jährige Bestehen des Frauenstimmrechts «feiert», ist doch eigentlich ein Skandal. Das wohl zweifelhafteste Jubiläum dieses Landes überhaupt», schreibt Chefredaktorin Jacqueline Krause-Blouin in ihrem Editorial. Annabelle habe sich den vermeintlichen Freudentag deshalb zum Anlass genommen, zu fordern, statt zu feiern.

Das Magazin weist in seiner Sonderausgabe auf die nach wie vor bestehenden Ungerechtigkeiten in der Schweizer Gleichstellungspolitik hin – und formuliert folgende Grossbaustellen: Lohnungleichheit, veraltetes Steuersystem, sexuelle Gewalt an Frauen, unbezahlte Care-Arbeit, Altersarmut, Unvereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Untervertretung der Frauen in wirtschaftlichen Führungs- und politischen Machtpositionen. Auch Bundesrätin Simonetta Sommaruga zeigt sich im Interview mit den Annabelle-Redaktor*innen Sven Broder und Helene Aecherli kämpferisch: «Gleichstellung ist ein Kampf. War immer ein Kampf. Und wir kämpfen weiter.»

Das Cover des Magazins ziert diesmal kein Model, sondern die Illustration eines Protestplakats mit der Aufschrift: «Ja – und jetzt? 50 Jahre Frauenstimmrecht, warum wir fordern statt feiern». Als Beilage gibt es zudem ein Extra, bestehend aus einem 16-seitigen Auszug der historischen Sonderausgabe, mit der Annabelle im Jahr 1971 Stimmung für ein Ja gemacht hat. Die Ausgabe 1/21 ist ab Freitag erhältlich. Zudem wird das Bundeshaus in Bern mit einer Speziallieferung bemustert. Jede Parlamentarierin und jeder Parlamentarier erhält ein Exemplar.

Social-Media-Werbeausgaben steigen um mehr als 50 Prozent

Dem Social Media Trend Report von Socialbakers zufolge haben die weltweiten Ausgaben für Social-Media-Ads trotz der anhaltenden wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie im letzten Quartal 2020 stark zugenommen. Die Nutzung von Social-Media-Influencern für Markenwerbung sei in der Vorweihnachtszeit dagegen zurückgegangen.

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«Die Marken haben ihre Investitionen in Social-Media-Ads im vierten Quartal deutlich erhöht. In der Spitze stiegen die weltweiten Werbeausgaben um 50,3 Prozent im Vergleich zum vierten Quartal 2019», erklärt Socialbakers-CEO Yuval Ben-Itzhak. «Allein in Nordamerika haben sie in der Spitze um 92,3 Prozent zugelegt. Der Fokus auf digitale Werbung ist zur neuen Normalität geworden, da Marken daran arbeiten, dauerhafte Beziehungen zu ihren Kunden aufzubauen, um so ihre Online-Umsätze zu steigern.»

 

Anstieg bei Social-Media-Anzeigen und Cost-per-Click 

Nach einem starken Ergebnis im dritten Quartal 2020 setzten die weltweiten Ausgaben für Social-Media-Anzeigen ihren steilen Anstieg im vierten Quartal fort. Die Steigerung der Gesamtausgaben um 50,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum belief sich mit Blick auf die mittleren monatlichen Werbeausgaben sogar auf 56,2 Prozent. Bemerkenswert war dabei vor allem das Plus von 92,3 Prozent in Nordamerika und von 39,6 Prozent in Westeuropa. Dieser Zuwachs war in allen Branchen zu beobachten, wobei die Ausgaben im E-Commerce gegenüber dem vorherigen Quartal um 24,8 Prozent gestiegen sind. Das entspricht einer Verdopplung im Vergleich zum ersten Quartal 2020.

Die Entwicklungen gingen mit einer Erhöhung des weltweiten Cost-per-Click einher. Im Laufe des Jahres 2020 stieg der CPC für Marken auf Instagram und Facebook um 35,6 Prozent, ausgehend von 0,104 US-Dollar auf 0,14 US-Dollar.

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Instagram vor Facebook bei Publikumsgrösse und Engagement

Der Vorsprung von Instagram gegenüber Facebook nimmt weiter zu. Während das Publikum von Instagram um 11,3 Prozent anstieg, sank es bei Facebook im vierten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 17,6 Prozent. Das Publikum der 50 grössten Markenprofile ist auf Instagram nun um 39 Prozent grösser als auf Facebook. Darüber hinaus verzeichnete Instagram 21 Mal mehr Interaktionen. Trotz dieser wachsenden Kluft bei Publikumsgrösse und Engagement wurden im vierten Quartal 61,9 Prozent aller Markenbeiträge auf Facebook veröffentlicht.

Instagram vs Facebook

Ein Lichtblick für Facebook ist zudem, dass die Werbetreibenden über die Plattform nun mehr Menschen ansprechen können. Weltweit stieg die Reichweite von Facebook-Anzeigen im vierten Quartal 2020 um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das grösste Wachstum gegenüber dem Vorquartal verzeichneten dabei die Genussmittelbranche (Alkohol: plus 9,9 Prozent) und die Automobilbranche (plus 12 Prozent).

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Abwärtstrend der Interaktionen

Insgesamt sanken die Interaktionen der Nutzer mit Marken im vierten Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahresquartal leicht. Weltweit lag der Rückgang bei 5,4 Prozent auf Facebook und 6,3 Prozent auf Instagram, wobei es auch Ausreisser gab. In Nordamerika stiegen die Interaktionen bei Facebook auf 11 Prozent, während sie bei Instagram im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent zurückgingen. Auch der E-Commerce-Sektor konnte auf Instagram um 14,4 Prozent und auf Facebook um ein Prozent gegenüber 2019 zulegen.

 

Beliebtes Videoformat führt zu steigenden Werbekosten

Die Nutzung von Videoinhalten auf Social-Media-Kanälen erfreute sich im vierten Quartal erneut wachsender Beliebtheit. Der Anteil der Video-Posts auf Twitter stieg im Vergleich zum Vorquartal um 26,7 Prozent. Der Anteil an Video-Posts auf Facebook nahm um 4,6 Prozent und auf Instagram um 5,9 Prozent zu. Bei 17,9 Prozent aller Posts auf Instagram und 18,1 Prozent aller Posts auf Facebook handelte es sich um Videos.

Die Beliebtheit und Wettbewerbsfähigkeit des Videoformats führte auch zu einem deutlichen Anstieg der Kosten für Videoanzeigen. Im vierten Quartal 2020 stiegen die Werbekosten für Facebook Instream Video um 216,8 Prozent im CPC und um 247,2 Prozent im CPM gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Format Facebook Live verzeichnete im vierten Quartal 2020 mit einigem Abstand das höchste Engagement auf der Plattform, mit 2,8 Mal mehr Interaktionen als bei Bildern und 3,25 Mal mehr Interaktionen als bei regulären Videoinhalten. Die zunehmende Beliebtheit von Live-Videos und die Dynamik rund um Live-Shopping-Erlebnisse zeigt, wie wichtig Social Media als Instrument zur Umsatzgenerierung ist. Live-Shopping ist bereits ein Megatrend bei der Gen Z in China und gewinnt auch im Westen an Zugkraft bei Marken und Konsumenten.

 

Rückgang der Influencer-Posts mit #ad 

Trotz des steilen Anstiegs der globalen Werbeausgaben haben die Marken die Nutzung von Instagram-Influencern für bezahlte Werbung im vierten Quartal offenbar zurückgefahren: Insgesamt sank die Nutzung des Hashtags #ad durch Influencer im Vergleich zum Vorjahr um 17,6 Prozent. Es gab zwar immer noch einen Anstieg in der Weihnachtszeit, dieser erreichte aber nicht das Niveau des Vorjahres.

Influencer Ad usage

«Wenn es eine Sache gibt, die Marken aus der Pandemie gelernt haben, dann ist es die Bedeutung von Social Media. Damit erreichen sie ihr Publikum, können mit ihm in Kontakt treten und ihre Reichweite über ein bestimmtes geografisches Gebiet hinaus ausdehnen. Zudem bietet Social Media den Verbrauchern rund um die Uhr Zugang zu den Marken, die sie lieben», erklärt Ben-Itzhak. «Beim Rückblick auf das Jahr 2020 wird deutlich, dass das Digitale auch im Jahr 2021 eindeutig im Fokus der Marken stehen wird. Der Verbraucher von heute ist online. Um ihr Geschäft zukunftssicher zu machen und Markentreue sowie Profitabilität zu steigern, müssen sich die Marken daher darauf konzentrieren, jedem Kunden ein herausragendes End-to-End-Erlebnis in der digitalen Welt zu bieten.»

Die Daten des Social Media Trends Report Q4 2020 von Socialbakers basieren auf einer Stichprobe von mehr als 15’000 Facebook-Werbekonten.

SWAN startet Online-Berufsverzeichnis für Frauen im audiovisuellen Bereich

Frauen sind in der Schweizer Filmbranche immer noch vergleichsweise untervertreten und werden oft auf geschlechtsspezifische oder statusarme Positionen verwiesen. Das neue Online-Berufsverzeichnis von SWAN Swiss Women's Audiovisual Network zielt darauf ab, die Berufsprofile aller Frauen abzubilden, die im audiovisuellen Sektor in der Schweiz arbeiten.

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Das Verzeichnis von SWAN  wird seit Ende 2019 mit der finanziellen Starthilfe des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann und einer zusätzlichen Finanzierung durch Migros-Kulturprozent entwickelt. Es zielt darauf ab, die Berufsprofile aller Frauen abzubilden, die im audiovisuellen Sektor arbeiten. Eintrag und Abfrage sind kostenlos.

Mit der zusätzlichen Unterstützung der Müller-Möhl-Foundation wird das Verzeichnis am Montag im Rahmen der Solothurner Filmtage lanciert und für die Registrierung eröffnet, sodass Frauen, die in der Schweizer Branche arbeiten, mit wenigen Klicks ihr professionelles Profil erstellen können. Das Netzwerk plant ausserdem eine weitreichende Kommunikationskampagne, die sich sowohl an Frauen in allen Bereichen der Branche als auch an potenzielle Arbeitgebende, Mitarbeitende, Institutionen und interessierte Medien richtet.

Bergbahnen Crans-Montana treten aus Tourismusverein aus

In der Walliser Tourismusdestination Crans-Montana hängt einmal mehr der Haussegen schief. Die Bergbahngesellschaft Crans-Montana-Aminona (CMA) tritt mit mit sofortiger Wirkung aus dem Tourismusverein CMTC (Crans-Montana Tourisme et Congrès) aus.

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Die Unternehmensgruppe CMA, zu der die Bergbahnen gehören, prangert Missstände im Verein an und klagt über Probleme mit dem Vorstand der Tourismusförderung, wie es in einer Medienmitteilung vom Donnerstag heisst. Sie erwägt die Gründung einer neuen unabhängigen Tourismusorganisation.

CMTC und die Gemeinde Crans-Montana weisen die Vorwürfe zurück. CMTC-Direktor Bruno Huggler sagte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage, dass innerhalb des Komitees ein gutes Verständnis und eine «sehr gute Zusammenarbeit» mit dem Chef der Bergbahnen (CMA SA), einem Mitglied der CMA-Gruppe, herrsche.

Die Gemeinden, CMTC und die CMA-Gruppe würden seit einigen Monaten an einer globalen Strategie für die Tourismusdestination bis 2030. arbeiten – dies «zur Zufriedenheit aller Mitglieder, einschliesslich der CMA, die die gemeinsam definierte Strategie validiert und unterzeichnet hat», sagte Huggler.

Es fehle jedoch ein offener und konstruktiver Dialog mit dem Verwaltungsratspräsidenten der CMA-Gruppe, Philippe Magistretti, fuhr er fort. Magistretti ist die rechte Hand des tschechischen Investors Radovan Vitek, Mehrheitsaktionär von CMA.

Die Beziehungen zwischen dem CMA-Präsidenten und dem Tourismusbüro hätten sich verschlechtert, nachdem die Gruppe im April 2018 wegen eines Streits um 800’000 Franken mit der Gemeinde bei besten Schneeverhältnissen die Pisten des Skigebietes schliessen liess.

 

Rücktrittsforderung gestellt

Magistretti sprach gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA von einem Vertrauensverlust in den CMTC-Direktor, der seiner Meinung nach nicht mit dem notwendigen Engagement arbeite und dessen Rücktritt er fordere. Er sei offen für weitere Diskussionen und hoffe, dass sie erfolgreich sein würden.

Auf die Frage, warum er keinen Dialog geführt habe, bevor er die Probleme an die Öffentlichkeit brachte, sagte der CMA-Präsident, er habe genug kommuniziert und gewarnt – ohne Erfolg. (SDA)

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