UPC verliert weiter Kunden und macht 2019 weniger Umsatz

Der Kabelnetzbetreiber UPC hat in der Schweiz im vergangenen Jahr wie bereits in den beiden Jahren davor an Umsatz eingebüsst. Die Verkäufe gingen um 3,5 Prozent auf 1,25 Milliarden Franken zurück.

UPC

Im Schlussquartal ist UPC jedoch gegenüber dem dritten Quartal gewachsen. Der Umsatz nahm da um 1,8 Prozent auf 312,7 Millionen Franken zu, wie die zum britischen Telekomkonzern Liberty Global gehörende Firma am Freitag mitteilte.

UPC sei es gelungen, den Rückgang der Abonnentenzahlen deutlich zu bremsen, hiess es. Nachdem 2018 an die 153’000 Abos verloren gingen, waren es im letzten Jahr noch deren 68’000. Zudem habe man bei der Messung der Kundenzufriedenheit die besten Werte seit 2009 erreicht.

 

Mit Wachstumsplan auf Kurs

Baptiest Coopmans, der seit Anfang Februar die Geschicke bei UPC Schweiz leitet, sieht das Unternehmen mit dem Wachstumsplan auf Kurs. Er will die TV-Plattform sowie das Gigabit-Angebot weiter auf dem Markt etablieren und bei den Mobil- und Festnetzangeboten Kunden dazugewinnen.

Vor über einem Jahr hatte UPC ein Programm aufgelegt, um mit Sonderaktionen den Kundenschwund einzudämmen. UPC verdoppelte die Höchstgeschwindigkeit fürs Internet und lancierte nach dem Wechsel von Salt auf das Handynetz von Swisscom neue Mobilfunkangebote. Ausserdem wurde an der Servicequalität gearbeitet.

Zulegen kann UPC im Mobilfunk: Im vergangenen Jahr gewann UPC Mobile 54’000 Abonnenten dazu, womit die Gesamtzahl auf über 200’000 angestiegen sei. Einen Aderlass erlitt das Unternehmen im TV-Geschäft. Da gingen über 90’000 Abonnenten verloren. Leicht rückläufige Abozahlen meldet UPC im Internet- und im Festnetz-Bereich.

Im Geschäftskundenbereich wächst UPC in der Schweiz hingegen. Der Umsatz ging im vergangenen Jahr um 5,2 Prozent nach oben. UPC habe in die Produktqualität und die schweizweite Verfügbarkeit von Gigabit-Internetgeschwindigkeiten investiert, hiess es. Neue oder erweiterte Verträge schloss UPC mit der Migros, SV Hotel oder der Schaffhauser Kantonalbank ab.

 

Gescheiterte Übernahme

Das Jahr 2019 stand bei UPC aber ganz im Zeichen der gescheiterten Übernahme durch die Konkurrentin Sunrise (Werbewoche.ch berichtete). Der 6,3 Milliarden Franken schwere Deal wurde im Oktober abgeblasen. Er scheiterte am Widerstand der Sunrise-Grossaktionäre unter der Führung der deutschen Freenet, die Kritik am hohen Kaufpreis übten.

Damit misslang erneut ein Versuch, im Schweizer Telekommarkt einen stärkeren Herausforderer dem Branchenprimus Swisscom entgegenzustellen. Die Eidgenössische Wettbewerbskommission Weko hatte vor neun Jahren die geplante Fusion von Sunrise und Orange aus Wettbewerbsgründen verboten. Gegen den UPC-Kauf durch Sunrise hatten die Kartellwächter allerdings nichts einzuwenden.

Nach dem geplatzten Zusammenschluss ist es Anfang Februar bei UPC Schweiz zu einem Chefwechsel gekommen: Severina Pascu übergab die Geschäftsführung an Baptiest Coopmans (Werbewoche.ch berichtete). Die 46-jährige Pascu wechselte zu Virgin Media, welches die grösste Tochtergesellschaft von Liberty Global ist. Dort amtet sie als stellvertretende CEO und Finanzchefin. (SDA)

15 Jahre Youtube: Vom Hobbyfilmer-Spielplatz zum Video-Imperium

Seit anderthalb Jahrzehnten gibt es Youtube. Was mit einem banalen Tiervideo begann, wurde zu einem Milliardengeschäft und einem der grössten Portale der Unterhaltungswelt. Doch in Zeiten von Fake News, Hetze und Filterblasen im Netz ist auch die Kritik gross.

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Den Anfang machten ein paar Elefanten im Zoo von San Diego. «Das Coole an diesen Typen ist, dass sie diesen echt langen Rüssel haben», sagt Youtube-Mitgründer Jawed Karim, zwei Dickhäuter im Hintergrund. Das erste Video auf der Online-Plattform war banal und unspektakulär – ganz im Gegensatz zum Aufstieg von Youtube, der folgen sollte.

Die Website entwickelte sich rasch zum Inbegriff des kurzweiligen Internet-TVs und ist heute eine Supermacht der Unterhaltungswelt. Doch so gross der Erfolg, so gross ist inzwischen auch die Kritik. Zum 15. Geburtstag am Samstag ist Youtube umstritten wie nie.

 

Werbeerlöse von 15 Milliarden

Nette Tierfilmchen wie den Elefanten-Clip gibt es zwar noch immer, doch die Zeiten der Unschuld sind längst vorbei. Die Übernahme durch Google, die Kommerzialisierung, die Werbemilliarden – der einstige «Broadcast Yourself»-Spielplatz für Privatvideos ist für Googles Mutterkonzern Alphabet längst nur noch ein grosses Geschäft. Mit dem rasanten Wachstum der Bandbreite haben jedoch auch Einfluss und Verantwortung massiv zugenommen. In der Ära von Fake News, Hetze und Filterblasen im Netz ist Youtube ein steter Stein des Anstosses.

Das weiss auch Youtube-Chefin Susan Wojcicki: «Alle sind die ganze Zeit wütend auf dich», sagte sie zur New York Times vergangenes Jahr in einem Interview zu Youtubes umstrittenem Umgang mit extremen Inhalten. Enorme rund zwei Milliarden aktive monatliche Nutzer hat die Plattform nach eigenen Angaben inzwischen. Vor fünf Jahren waren es noch halb so viele.

Was Youtube zu Alphabets Erlösen beiträgt, war lange eines der bestgehüteten Geheimnisse der Finanzmärkte – kürzlich gewährte der Konzern erstmals Einblick. 2019 spielte die Plattform demnach bereits Werbeerlöse von gut 15 Milliarden Dollar ein.

 

Etliche Skandale

Dass Youtube-Chefin Wojcicki alle Hände voll zu tun hat, liegt folglich nicht an den Finanzen. Probleme machen vor allem anstössige Inhalte und der Umgang damit. Soziale Medien geraten zunehmend unter Druck, gegen die Verbreitung von Propaganda und Extremismus vorzugehen, Youtube ist hier keine Ausnahme.

Allein schon die schiere Masse an Videos – über 300 Stunden an Material werden pro Minute von Nutzern hochgeladen – macht das Ausmisten zu einer Herkulesaufgabe. Doch kann sich ein Grosskonzern mit einem Jahresgewinn von über 34 Milliarden Dollar mit sowas rausreden?

Fest steht: Regelwidrige Clips können sich auf der Plattform durch ständiges Wiederhochladen so rasant verbreiten, dass Youtube trotz ausgeklügelter Algorithmen mit dem Löschen kaum hinterherkommt. Kritiker bezweifeln aber, dass das Unternehmen alles in seiner Macht Stehende tut.

In den vergangenen Jahren kam es zu etlichen Skandalen – von Selbstmord-Aufnahmen in den «Trending»-Empfehlungen über Pädophilen-Clips und Sex-Videos im Kinderbereich bis hin zu Videos mit Holocaust-Leugnung und anderer Propaganda. Ex-Mitarbeiter beschuldigten Youtube, die Kontrolle kontroverser Inhalte dem geschäftlichen Nutzen unterzuordnen – also den Werbeerlösen.

 

Schwächen bei Uploads

So etwas würde das Unternehmen natürlich nie zugeben. Doch gegenüber der New York Times gab Wojcicki durchaus Schwächen im Umgang mit problematischen Uploads zu. «Ich weiss, dass wir es besser machen können, aber wir kommen dahin», sagte die 51-Jährige. «Wir erreichen einen Punkt, an dem wir viele dieser Probleme gelöst haben, und ich habe das Gefühl, dass wir schon deutliche Fortschritte gemacht haben.» Das war im April 2019. Seitdem wurde es tatsächlich deutlich ruhiger um die Plattform, auch wenn es weiter viele Kontroversen gibt – etwa um politische Werbung und manipulative Inhalte.

Es wäre allerdings auch unfair, Youtube zum 15-Jahre-Jubiläum auf Diskussionen um strittige Videos zu reduzieren. Ein grosser Teil der bisherigen Geschichte ist von harmlosen viralen Phänomenen geprägt – die Plattform ist eine schier unerschöpfliche Fundgrube für Clips aller Art, in der sich von Musikvideos über Rezepte bis hin zu historischen Sportübertragen oder Beauty- und Lifestyle-Guides eigentlich alles findet. Das Portal ist eine Art riesiges Archiv, das Nutzer durch sein cleveres Empfehlungssystem bei der Stange hält.

Youtube hat die Unterhaltungsindustrie nachhaltig verändert und sogar Spuren in der Berufswelt hinterlassen – aus Hobby-Entertainern wurden «Youtuber», die an Werbeerlösen beteiligt werden und teilweise ordentlich Geld mit ihren Videos verdienen. Einige von ihnen sind Stars, an denen sich Millionen von Fans orientieren. Die Plattform hat massgeblich dazu beigetragen, der «Influencer»-Kultur den Weg zu ebnen. Die Kommerzialisierung geht indes weiter: Inzwischen versucht Youtube auch schon, mit selbst produzierten Inhalten und Bezahlabos im von Netflix dominierten Streaming-Markt Fuss zu fassen. (SDA)

Valentinstag 2020: Reisen und Beauty sind die Verkaufsschlager bei deutschen Online-Shoppern

Eine Erhebung der Global Savings Group GSG zeigt, dass die Deutschen Online-Shopper in den letzten zwei Wochen vor dem diesjährigen Valentinstag am meisten Geld für Reisen ausgegeben haben.

Valentinstag

Demnach betrug der durchschnittliche Bestellwert für Reisen in der Zeit vom 3. bis zum 13. Februar 479,82 Euro. Für den gleichen Zeitraum im Jahr 2019 lag der Wert noch bei 367,58 Euro. Im Bruttowarenvolumen, also dem Wert aller Waren, die während der zwei Wochen verkauft wurden, sind Reisen mit 15,32 Prozent 2020 sogar deutscher Spitzenreiter.

Ebenfalls zugelegt haben Gesundheits- und Beautyprodukte. Sie kamen in den letzten zwei Wochen auf einen durchschnittlichen Bestellwert von etwa 74 Euro und nahmen 8,02 Prozent des Bruttowarenvolumens ein. Im vergangenen Jahr waren es noch 49,30 Euro und 4,47 Prozent.

Die echten «Geschenkeklassiker» zum Tag der Liebe, Schmuck (0,78 Prozent) und Blumen (0,73 Prozent), machen hingegen nur einen kleinen Teil vom Bruttowarenvolumen aus.

Zur Einordnung: Insgesamt lag der durchschnittliche Bestellwert mit 116,87 Euro in den zwei Wochen vor dem diesjährigen Valentinstag deutlich über dem 12-Monatsdurchschnitt aus 2019 (98,74 Euro).

Was auch interessant ist: In den USA nahm Damenmode mit 16,91 Prozent den grössten Anteil am Bruttowarenwert ein, während Reisen mit 9,55 Prozent am Bruttowarenvolumen und einem durchschnittlichen Bestellwert von 192,78 US-Dollar deutlich schlechter abschneiden als in Deutschland.

Die ETH wählt Scholtysik & Partner für die Modernisierung des Markenauftritts

Die ETH Zürich hat sich nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren für Scholtysik & Partner entschieden. Die Agentur wird den Markenauftritt der universitären Hochschule modernisieren.

Scholtysik & Partner

Die ETH Zürich gehört nicht nur zu den besten Hochschulen der Welt, sie ist auch eine komplexe Organisation mit 16 Departements und mehreren hundert Instituten, Laboratorien, Sammlungen und Lehrstühlen. Der neue Auftritt soll zeitgemäss sein, Kontinuität und Zweckmässigkeit wahren und gleichzeitig Faszination und Virtuosität der Wissenschaft vermitteln. Die ETH soll international als starke Dachmarke etabliert werden, die der Freiheit und Dynamik der Organisation den nötigen Raum gibt.

Scholtysik & Partner konnte sich in einer zweistufigen Agentur-Evaluation der Hochschulkommunikation durchsetzen. Der Auftrag umfasst Markenarchitektur und Co-Branding sowie das komplette Corporate Design mit der Ausarbeitung von Konzepten für Web, Print und räumliche Anwendungen. Mit umfangreichen Template-Bibliotheken soll das neue Design der grossen und heterogenen Anwendergruppe einfach und effizient zugänglich gemacht werden.

Von Ringträger-Katzen und Apportier-Schildkröten

Hund oder Katze? Eine gesellschaftsspaltende Frage, zu der die Hundekuchen-Marke Milk Bone klar Stellung bezieht – und gleich noch Schildkröten mit ins Rennen schickt.

Schildkröten

Katzen sind äussert eigenwillige Geschöpfe. In einem kurzen TV-Spot, den Publicis für den Hundekuchen-Brand realisiert hat, stellt eine Katze den Bräutigam vor der gesamten Brautgesellschaft bloss. Sie hat nun mal gerade keine Lust, brav mit den Ringen dort zu sitzen – vor allem, wenn so viele interessante Bäume um den Altar herum stehen.

Ähnlich wenig Lust muss wohl Schildkröte Stanley in einem weiteren TV-Spot haben. Denn als Frauchen mit einem Stöckchen herumfuchtelt und es fortwirft, damit Stanley es holen kann, zottelt dieser nur sehr langsam von dannen. Woran das wohl liegen mag?

Milk Bone konkludiert beide Werbespots mit dem Statement, dass das Leben mit Hunden – und Milk-Bone-Hundekuchen – einfach lustiger ist. Und obwohl Katzen und Schildkröten durchaus ihre Vorzüge haben, und Hunde genauso unberechenbar sein können, sehen wir vom grösseren (Zeit-)Aufwand und den vielen Hundehaaren mal ab und stimmen dem Werbenden unter Vorbehalt zu.

 

Martin Fritsche wird Partner bei Hilda design matters

Hilda design matters baut ihre Kompetenzen aus. Aufgrund der steigenden Nachfrage in den Bereichen Brand Consulting und Positioning holt die Zürcher Agentur Martin Fritsche als Partner an Bord.

Martin Fritsche

Martin Fritsche, Gründer und Inhaber von Positionings, bringt per Anfang Februar 2020 sein Know-how in der Entwicklung und der Umsetzung von Positionierungsstrategien bei Hilda design matters ein. Der promovierte Kommunikationswissenschaftler und zertifizierte Leadership Coach ECA wird die Bereiche Dynamic Branding und Brand Positioning ausbauen. Seine Spezialität ist die Konzeption und die Durchführung von Co-Creation- und Brand-Thinking-Workshops für die strategische Kommunikationsplanung.

Der Schweizer Presserat ist so gefragt wie noch nie zuvor

Der Schweizer Presserat hat im vergangenen Jahr so viele Entscheide gefällt wie noch nie. 83 Stellungnahmen hat das Gremium im Lauf des Jahres veröffentlicht. Angesichts der Mehrarbeit werden die personellen und finanziellen Ressourcen des Presserates knapp.

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2018 hatte der Presserat 62 Stellungnahmen verfasst und veröffentlicht. Die Zahl der erledigten Verfahren – vereinigte oder zurückgezogene Verfahren und Nichteintretensentscheide ohne Stellungnahme mitgezählt – erreichte 2019 mit 125 einen Höchststand, wie der Presserat am Freitag in einem Communiqué mitteilte.

Das Bedürfnis, sich mit Beschwerden an den Presserat zu wenden, ist gemäss den Angaben gross. 126 Beschwerden wurden 2019 beim Presserat deponiert. Im Jahr davor waren es 115 und im Jahr 2017 deren 127 gewesen. In jenem Jahr habe es einen Sprung nach oben gegeben, sagte Geschäftsführerin Ursina Wey der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Ein Grund für den Anstieg sei, dass der Presserat in der breiten Öffentlichkeit bekannter geworden sei. Andere Faktoren für den Anstieg lassen sich laut Wey nicht eindeutig festmachen. Klar ist für sie aber, dass der Anstieg mit den Ressourcen, die der Presserat heute zur Verfügung hat, nicht zu schaffen ist.

 

Hoffen auf indirekte Medienförderung

Ende 2019 hat der Stiftungsrat des Presserates deshalb Reformen verabschiedet, um die Verfahren zu beschleunigen. Auch will sich das Gremium stärker in medien- und berufsethische Debatten einbringen können. Unter anderem soll die Geschäftsstelle leicht aufgestockt werden, wie der Presserat im Dezember mitteilte.

Um ans nötige Geld zu kommen, hofft die Stiftung auf Mittel aus der indirekten Medienförderung durch den Bund. Hier hat das Parlament das letzte Wort. Mit mehr Geld aus dieser Quelle könne aber frühestens 2022 oder 2023 gerechnet werden, sagte Wey.

Der Presserat ist das Selbstregulierungsorgan der Medienbranche in der Schweiz. Gegenwärtig wird die Stiftung Schweizer Presserat von journalistischen Berufsverbänden und Gewerkschaften, Arbeitgeberorganisationen und einzelnen Medienunternehmen getragen. (SDA)

Konzepterin Daniela Bär wechselt zurück zum RAV

Nach einem rund zweieinhalbjährigen Abstecher zum Zürcher Design-Büro Melt kehrt die Konzepterin Daniela Bär Anfang März zum RAV zurück.

Konzepterin

Dort freut man sich vor allem auf den aktualisierten Lebenslauf der 30-jährigen Zürcherin und die bürokratische Herausforderung: Mit einer auslaufenden Festanstellung, die von 40 bis 100 jede Prozentzahl umfasste, einer inzwischen offiziellen Teilselbstständigkeit und andauernden Engagements als Freelancerin ist sie ein administrativer Ausnahmefall.

«Wir sind ebenso überzeugt davon wie glücklich darüber, dass Frau Bär bald eine neue Anstellung als Konzepterin und Texterin findet», sagt M. B.*, Daniela Bärs zuständiger RAV-Betreuer. Ihre Kompetenzen seien schliesslich vielseitig und herausragend: Bei Melt war sie für Konzepte sämtlicher Live-Communication-Formate zuständig und übernahm innert kürzester Zeit als Junior-Projektleiterin viel Verantwortung. Neben Design Thinking und Brainstorming setzt sie ihren Kopf ebenso gekonnt wie effizient in sämtlichen anderen Denkdisziplinen ein. Als Content-Verantwortliche hat sie für Kunden wie Zweifel Chips, UBS oder den Kanton Zürich recherchiert, konzipiert und getextet. Ihre Schreibe wurde zudem von den Solothurner Literaturtagen ausgezeichnet und vom Migros Kulturprozent gefördert.

Daniela Bär lässt sich gerne buchen, zum Beispiel am 12. März von ihrem RAV-Berater und ab sofort schon für Briefings und Bewerbungsgespräche.

 

*Name der Redaktion bekannt

Konzepterin

Frauen in Führungspositionen haben ein besseres Image als Männer

Gemäss einer aktuellen Umfrage von Marketagent.com Schweiz sind dreimal so viele Befragte der Ansicht, Frauen seien als Topmanagerinnen vertrauenswürdiger als Männer. Insgesamt hat indessen das Vertrauen der Bevölkerung in die Führungskräfte von Schweizer Unternehmen in den letzten zehn Jahren abgenommen.

Marketagent

In der Mitte Januar durchgeführten repräsentativen Umfrage gaben 1000 Personen aus der Deutsch- und Westschweiz zwischen 14 und 65 Jahren Auskunft darüber, wie gross ihr Vertrauen in die Führungen der Schweizer Unternehmen ist und welche Branchen sowie Unternehmensführerinnen und Unternehmensführer diesbezüglich das beste Image haben.

 

Vertrauen hat abgenommen – Detailhandel am besten

Insgesamt zeigt die Umfrage eine Ernüchterung gegenüber den Führungsspitzen. Von den 30-Jährigen und Älteren gaben 55% an, ihr Vertrauen in die Topmanager habe in den letzten zehn Jahren abgenommen. Nur noch 6% haben ein «sehr grosses Vertrauen» in die Führungskräfte der Schweizer Unternehmen; demgegenüber ist dieses Vertrauen bei 10% «sehr gering».

Am besten ist das Image des Detailhandels. Dessen Führungscrews kommen auf einer 10er-Skala auf einen Mittelwert von 6,5. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Maschinenindustrie mit 6,3 und der Energiesektor mit 6,5. Am schwächsten scheiden die Banken und der Pharmasektor mit je 5,1 ab.

Die Hauptgründe für mangelnde Glaubwürdigkeit der Führungskräfte sind «schlechter Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern»: 43% der Befragten sagten, dies habe einen «sehr grossen» Einfluss. Ebenfalls sehr negativ wirken sich «Interne Skandale» wie jener bei der Grossbank Credit Suisse CS (42%) und persönliches Fehlverhalten von Topmanagern aus (41%).

Dementsprechend ist es nicht überraschend, dass CS-CEO Tidjane Thiam mit einem Mittelwert von 4,1 (auf einer 10er-Skala) auf den schlechtesten Platz aller Topmanager kam. Auf dem zweithintersten Rang landete sein Chef, CS-Verwaltungsratspräsident Urs Rohner, mit einem Wert von 4,4.

Die Glaubwürdigkeitsrangliste der Schweizer Topmanagerinnen und Manager führt Swatch-Group-CEO Nick Hayek mit einem Mittelwert von 6,6 an, gefolgt von Peter Spuhler, dem Verwaltungsratspräsidenten von Stadler Rail, mit 6,4 und Thomas Jordan, dem Direktionspräsidenten der Schweizer Nationalbank, mit 6,0. Gewertet wurden nur die Resultate jener Befragten, welche den jeweiligen Topmanager beziehungsweise die jeweilige Topmanagerin kannten.

 

Monika Ribar und Suzanne Thoma Spitze bei Topmanagerinnen

Von den abgefragten Topmanagerinnen schneiden SBB-Verwaltungsratspräsidentin Monika Ribar und Suzanne Thoma, CEO des Energiekonzerns BKW, mit einem Mittelwert von je 5,4 am besten ab. Hinter ihnen folgen EMS-Chefin Magdalena Martullo-Blocher mit 5,1 und Muriel Lienau, CEO von Nestlé Schweiz, mit 5,0 Punkten.

Insgesamt sind deutlich mehr der von Marketagent.com Schweiz Befragten der Ansicht, dass Frauen in Toppositionen mehr Vertrauen verdienen als Männer. Zwar spielt das Geschlecht der Führungskräfte für den Grossteil der Befragten (75%) keine Rolle. Doch vom restlichen Viertel sind dreimal mehr (19%) der Ansicht, Topmanagerinnen seien vertrauenswürdiger als ihre männlichen Kollegen (6%).

Marketagent.com Schweiz mit Sitz in Zürich ist ein auf quantitative und qualitative Online-Markt- und Meinungsforschung spezialisiertes Forschungsinstitut und verfügt in der Schweiz über ein ISO zertifiziertes Befragungspanel mit über 60’000 (Stand: November 2019) Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Alter zwischen 14 und 74 Jahren.

Colinda Kürschner verstärkt den Verwaltungsrat von Internezzo

Die Agentur Internezzo erweitert ihren Verwaltungsrat mit Colinda Kürschner, der Gründerin des Instituts für angewandte Markenführung. Damit stärkt die Agentur für Onlinekommunikation ihre Strategiekompetenz.

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Kürschner war zehn Jahre in der Agenturleitung von Visuelt tätig. Nach dem Zusammenschluss mit A4, der Agentur für Markenführung, Design und Kommunikation, war sie dort als Strategic Brand Consultant tätig. 2019 gründete Kürschner ifam, ein Institut für angewandte Markenführung, das sich auf die Sicherung der Zukunftsfähigkeit von Unternehmen fokussiert, und ist seither als Institutsleiterin tätig.

Seit Anfang dieses Jahres ergänzt Colinda Kürschner nun das strategische Gremium von Internezzo. Kürschner sieht viel Potenzial in der neuen Zusammenarbeit: «Mir ist es wichtig, Unternehmen für ihr Wachstum zu stärken und zukunftsfähig aufzustellen. Dies passt gut zum Ziel von Internezzo, ihre Kunden mit durchdachter Online-Strategie und qualitativ hochstehenden Lösungen erfolgreich zu machen.»

Kommunikationschefin Amacker verlässt die SBB Ende März

Zusammen mit dem CEO Andreas Meyer wird auch die Kommunikations- und Nachhaltigkeitschefin Kathrin Amacker Ende März die SBB-Konzernleitung nach siebenjähriger Tätigkeit verlassen. Sie will sich künftig auf Verwaltungsrats- und Verbandsmandate konzentrieren.

SBB

Mit Blick auf den CEO-Wechsel und die nächste Strategiephase der SBB sei für Amacker der richtige Zeitpunkt für einen nächsten Laufbahnschritt gekommen, teilte die Kommunikationsstelle der SBB am Donnerstag mit. Amacker war Mitte 2013 von der Swisscom zum Bahnkonzern gestossen. Zuvor stand sie in den Diensten von Novartis.

Als Kommunikationschefin habe Amacker eine tragende Rolle rund um die Eröffnungsfeierlichkeiten für den neuen Gotthard-Basistunnel gespielt, hiess es in der Mitteilung weiter. Zudem habe sie die SBB mit einer Nachhaltigkeitsstrategie bereits vor längerer Zeit als Vorreiterin positioniert und vor Kurzem die Ambition einer klimaneutralen SBB bis 2030 konkretisiert.

Bis zur definitiven Nachfolgeregelung wird ab dem 1. April Amackers Stellvertreter Bernhard Meier den Bereich Kommunikation, Politik und Nachhaltigkeit interimistisch führen.

Walter Tagliaferri wird Director Advertising bei Branders

Branders besetzt die neu geschaffene Stelle eines Directors Advertising mit Walter Tagliaferri. Er war zuletzt bei Foundry tätig und blickt auf eine langjährige Karriere in der Schweizer Kommunikationsbranche zurück.

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Die auf Omnichannel Erlebnisse spezialisierte Creative Consultancy besetzt mit Walter Tagliaferri die Position eines Directors Advertising neu. Der 55-Jährige übernimmt die Leitung des Communication Teams mit dem Ziel, Branders bei der Entwicklung und Vermittlung ganzheitlicher Markenerlebnisse gezielt zu unterstützen.

«Als Creative Consultancy haben wir den Anspruch, Ideen zu entwickeln, die Strategien in Emotionen übersetzen und damit neue Potenziale erschliessen. Dies erfordert ein breites und vielseitiges Spektrum an Kompetenzen, die uns als Team auszeichnen und die wir stetig weiterentwickeln.» sagt Branders CEO René Allemann in einer Mitteilung. «Ich bin überzeugt, dass Walters langjährige Werbe-Erfahrung, seine Professionalität und sein spezifisches Wissen rund um integrierte Marken-Kommunikation unsere Kompetenzen entscheidend stärken werden», so Allemann weiter.

Walter Tagliaferri blickt auf eine langjährige Karriere in der Schweizer Kommunikationsbranche zurück – nach mehreren Stationen bei Werbeagenturen sowie als Leiter Marketing-Kommunikation bei Manor, war er zwischen 2008 und 2016 Client Service Director und Mitglied der Geschäftsleitung bei Havas Worldwide in Zürich. Bevor er zu Branders stiess, sammelte er unter anderem Erfahrungen als Managing Director bei Alpha 245 sowie bei Ruf Lanz und Lesch + Frei. Zuletzt war er bei Foundry Zürich tätig. Tagliaferri übernimmt die Leitung des Communication Teams von Thea Ferretti, die sich künftig gezielt um die Branders-Kunden im südostasiatischen Raum kümmern wird.

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