«404 Bot»: IAS identifiziert neue Ad-Fraud-Bedrohung

Der Technologieanbieter für Ad Verification Integral Ad Sciences warnt vor der wachsenden Bedrohung durch den sogenannten «404 Bot». Dabei handelt es sich um eine stark wachsende Bot-Betrugsmethode, die gezielt gefälschte Browserdaten generiert und Fake-URLs erstellt, um die Mediaspendings von Werbetreibenden ohne jeglichen Gegenwert abzugreifen.

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Hierzu nutzt der 404 Bot ungeprüfte Ads.txt-Dateien – also genau das Tool, das Ad Buyer eigentlich dabei unterstützen soll, betrügerische Ad Seller zu meiden und den unautorisierten Verkauf von Werbe-Inventar zu verhindern. Der 404 Bot konnte bereits viele präventive Techniken umgehen und dafür sorgen, dass die gefälschten URLs von dem Radar verschwinden. Damit zeigt diese neue Bot-Betrugsmasche einmal mehr, wie raffiniert sich die neuesten Ad Fraud-Techniken ständig weiterentwickeln ‒ und dabei auch von der Industrie geschaffene Sicherheitsmethoden aushebeln. Bis heute sind circa 1,5 Milliarden Videoanzeigen von dem 404 Bot betroffen. IAS schätzt, dass er der Branche schon jetzt über 15 Millionen Dollar gekostet hat – Tendenz steigend.

Der 404 Bot hat bereits eine ganze Reihe an Publisher-Domains angegriffen. Viele von ihnen haben vor allem eines gemeinsam: lange Ads.txt-Listen. Als Reaktion auf den Anstieg von gefälschtem Anzeigeninventar hat das IAB Technology Lab vor einigen Jahren die Initiative «Authorized Digital Sellers», bekannt als Ads.txt, gestartet, um die Transparenz des Inventarflusses im Online-Advertising-Ökosystem zu erhöhen. Mit Erfolg: Die bisherige Implementierung von Ads.txt durch die Publisher hat einen dramatischen Rückgang der Betrugsfälle nach sich gezogen. Seit einiger Zeit sorgen jedoch ungeprüfte Ads.txt-Dateien, die nicht mehr auf dem neuesten Stand sind, für ein erhöhtes Ad Fraud-Aufkommen.

 

Kontinuierliche Prüfung und Aktualisierung erforderlich

«Der 404 Bot ist seit 2018 aktiv. Sein unkontrolliertes Wachstum macht Massnahmen der Branche erforderlich», so Evgeny Shmelkov, Leiter des IAS Threat Lab. «Die Publisher haben bei der Implementierung von Ads.txt hervorragende Arbeit geleistet. Doch dieser neue Bot zeigt uns vor allem eines: Für die erfolgreiche Ad-Fraud-Abwehr ist es entscheidend, Ads.txt-Dateien kontinuierlich zu prüfen und zu aktualisieren.»

«Die Ad Fraud-Bekämpfung ist ein ständiges Wettrüsten», so Oliver Hülse, Managing Director CEE von IAS. «Die Methoden von Betrügern werden immer raffinierter und fast täglich entstehen neue Bot-Netzwerke, um die Werbebudgets der Advertiser zu ergaunern. Der 404 Bot ist ein besonders raffinierter Kandidat, der ungeprüfte Ads.txt-Dateien zu seinem Vorteil nutzt. Das Ausmerzen dieser gefährlichen Betrugsmasche muss daher zur kollektiven Aufgabe aller Mitglieder des digitalen Ökosystems gehören.»

 

Domain-Spoofing

Ähnlich wie 3eve und Hyphbot setzt der 404 Bot auf ein umfangreiches Domain-Spoofing, bei dem URLs auf Browserebene gefälscht werden. Dies bedeutet, dass auch die Daten aus den Browsern gefälscht werden. Um die von früheren Bots aufgezeigten Schwachstellen zu vermeiden, stellt der 404 Bot sicher, dass die gefälschten URLs für das menschliche Auge schwer zu erkennen sind.

Obwohl das IAS Threat Lab Bots regelmässig erkennt, verzichtet IAS darauf, für jede Entdeckung Details zu veröffentlichen, um unnötige Panik im Ökosystem zu vermeiden. Da es aber keine Anzeichen dafür gibt, dass 404 Bots endgültig abgeschaltet werden, veröffentlicht das Threat Lab künftig seine Forschungsergebnisse, um der Branche die Möglichkeit zu geben, ihre Bestände zu bereinigen.

 

Schweiz Tourismus setzt verstärkt auf Tiktok

Schweiz Tourismus setzt verstärkt auf die chinesische Internetplattform Tiktok. Mit den 15 bis 30 Sekunden langen Videos versuche Schweiz Tourismus die «Zielgruppe von morgen und übermorgen» für Ferien in der Schweiz zu begeistern, erklärt André Hefti, Marketingleiter bei Schweiz Tourismus, anlässlich der Jahresmedienkonferenz vom Donnerstag.

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Bisher werde Tiktok von Destinationsmarken noch kaum genutzt. Primär gehe es deshalb darum, erste Erfahrungen zu sammeln, sagte Hefti am Rande der Medienkonferenz zur Nachrichtenagentur AWP. Spannend an Tiktok sei vor allem, dass organisch eine grosse Reichweite erzielt werden könne. Etablierte soziale Medien wie Facebook hingegen hätten sich zu Bezahlkanälen entwickelt.

Auf Facebook etwa erreiche Schweiz Tourismus organisch nur einen «tiefen einstelligen Prozentbereich» der eigenen Fans. Das erfolgreichste Tiktok-Video von Schweiz Tourismus wurde hingegen ohne Werbebudget mehr als 700’000 mal angeschaut.

 

«TikToker» gesucht

Erst vor zwei Wochen hatte die Branchenorganisation bekanntgegeben, sie suche vier «Tiktoker», die Video-Beiträge für Schweiz Tourismus erstellen. In der Zwischenzeit seien bereits Bewerbungen im «hohen zweistelligen Bereich» eingegangen. Eingesetzt würden diese Tiktoker ab Mitte April, sagte Hefti.

 

Im arabischen Raum etabliert

Nach den ersten Erfolgen wird Schweiz Tourismus in einigen Tagen einen zweiten Tiktok-Account in arabischer Sprache eröffnen. Im arabischen Raum habe sich die Plattform bereits etabliert als Medium für Reiseinhalte. Hält der Erfolg an, könnten weitere Accounts folgen. (SDA)

Arosa verbietet Werbung für Pelzprodukte

Der Bündner Ferienort Arosa hat sich entschieden, künftig jegliche Werbung im Dorf für Pelzprodukte zu verbieten. Damit zieht Arosa verschiedenen Luxusmarken nach, die bereits seit einiger Zeit auf Pelze verzichten.

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«Arosa ist Vorreiter und zeigt bereits mit dem Arosa Bärenland auf, wie Tierschutz und Tourismus vorbildlich zusammenarbeiten. Dieses Werbeverbot ist ein logischer nächster Schritt auf diesem Weg», begründet Pascal Jenny, Tourismusdirektor von Arosa, den Entscheid.

Die Tierschutz-Organisation Vier Pfoten begrüsst diesen Schritt: «Es ist wirklich eine zukunftsweisende Botschaft, dass Arosa keine Werbung mehr für Pelzprodukte zulässt. Hoffentlich folgen viele Schweizer Tourismusdestinationen und Gemeinden diesem Beispiel. Arosa wirbt mit nachhaltigem Tourismus und zeigt eindrücklich, dass sie den Worten Taten folgen lässt», freut sich Alexandra Mandoki, Länderchefin von Vier Pfoten Schweiz. Der Organisation zufolge zeigt der Entscheid, dass ethische Mode und Tierschutz auch im Tourismus enorm an Bedeutung gewonnen haben. Anstatt Echtpelz-Tierquälerei wünschen sich moderne Konsumenten heute auch in diesem Bereich Nachhaltigkeit und Innovation.

Jedes Jahr werden mehr als 100 Millionen Tiere von der Pelzindustrie getötet. Nerze, Füchse und Marderhunde leiden auf Pelzfarmen in winzigen Drahtkäfigen, andere Arten sterben durch Fallen einen grausamen Tod. Für die Verarbeitung von Fellen zur Pelzmode werden hohe Mengen an gefährlichen Chemikalien eingesetzt. Vier Pfoten arbeitet international seit vielen Jahren zum Thema Pelz und setzt sich in der Schweiz für ein Importverbot von Pelzprodukten ein.

Numéro10 stellt 121’478 neue Mitarbeiterinnen ein

Im Rahmen von «The Bee Project by Numéro10» wird die Berner Agentur Numéro10 eine ganze Menge neue Mitarbeiterinnen einstellen. Zurzeit befindet sich die Agentur in den Vorbereitungen, um die 121'478 Bienen-Arbeiterinnen im Frühling willkommen heissen zu können.

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Die Agentur ist überzeugt, dass Bienen und die biologische Vielfalt unterstütz und gefördert werden müssen. Rund 600 Bienenarten der Schweiz sind bedroht und damit auch 130 Nutz- und Kulturpflanzen.

Deshalb hat Numéro10 beschlossen, einen kleinen Beitrag zu leisten. Die Agenturmitglieder befinden sich derzeit in der Ausbildung zu Imkern. Im Frühling werden sie drei Bienenstöcke installieren, darunter einen experimentellen Holz-Stock, der zu 100 Prozent ökologisch ist, die Natur ohne Intervention ihre Arbeit machen lässt und das Ökosystem respektiert. Das gemeinsame Projekt soll auch den Teamgeist fördern.

Die Agentur befindet sich in einer Grünzone, in der es Felder, Blumen, Wald und Bäche gibt – eine ideale Umgebung für Bienen. Die Vorbereitungen für das Projekt können auf den Instagram- und Facebook-Konten von Numéro10 mitverfolgt werden.

 

Volvo-Trucks lassen sich auch stapeln

Um die Markteinführung seiner vier neuen Trucks zu bewerben, stapelt sie der schwedische Autohersteller Volvo kurzerhand aufeinander – und den Präsidenten obendrauf.

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Gleich vier LKWs auf einmal zu lancieren ist eine riesige Sache in der Truck-Industrie. Damit sich diese Tatsache auch in der Kommunikation niederschlägt, hat sich Volvo etwas Grosses einfallen lassen.

Der Film spielt in einem düsteren, verregneten Setting. Von weitem sind die Lichter des Truck-Turms zu erkennen, der durch die Nacht fährt. Mit der Zeit übertönt das epische Summen des Songs «Conquest Of Paradise» von Vangelis den Klang des Regens. Als der Werbespot – und auch das Lied – seinen Höhepunkt erreicht, wird erkennbar, dass Roger Alm, der Präsident der Volvo Gruppe höchstpersönlich, mit wehendem Regenmantel auf dem Gefährt steht und es – in Thor-ähnlicher Manier – mit erhobenen Armen blitzen und donnern lässt.

 

Der Film wurde kurz vor dem offiziellen Europa-Launch der Truck-Flotte veröffentlicht: «Das ist der bisher grösste Launch für Volvo. Obwohl ich es mir gewohnt bin, an der Spitze der Dinge zu stehen, war das Turm-Shooting ein doch eher ungewöhnlicher Arbeitstag», lässt sich Präsident Roger Alm in einer Mitteilung zitieren.

Der Film wurde Ende 2019 auf einem Testgelände ausserhalb von Göteborg gedreht. Sowohl der Truck-Turm als auch die meisten visuellen Effekte waren echt. Die Vorbereitungen und Sicherheitsvorkehrungen dauerten rund einen Monat.

 

BlueGlass Interactive übernimmt Digital-Marketing-Mandat für Mobility

BlueGlass Interactive unterstützt per sofort die Digital-Marketing-Aktivitäten für den nationalen Mobilitäts-Dienstleister Mobility und betreut die Kundin bei SEA, Programmatic Advertising, Social Media, Conversion Tracking und SEO.

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Die Zürcher Agentur ist bereits seit 2018 für die grösseren Social-Media-Kampagnen verantwortlich und bewirbt das Mobility-Angebot auf Branding- und Performance-Ebene. Im Zentrum stehen dabei bedürfnisorientierte Nutzertypen, welche zielgerichtet angesprochen und von den Mobilitätslösungen des Unternehmens überzeugt werden sollen.

Neu wird SEA und Programmatic Advertising in das bestehende Kampagnen-Setup integriert und Mobility so ganzheitlich und strategisch betreut. «Wir freuen uns, die bisher professionelle und erfolgreiche Zusammenarbeit auszubauen und einen ganzheitlichen Ansatz zu implementieren», sagt Alex Vavourakis, Digital Marketing Manager bei Mobility.

Die einzelnen Phasen der User-Journey werden aus einer Hand abgedeckt: Programmatic Advertising und Social Media machen potenzielle Kunden themen- und standortspezifisch auf die Mobility-Angebote aufmerksam, während Search-Ads bereits aktiv suchende Personen nach unterschiedlichen Interessen und Verhalten abholen. SEO-Massnahmen begleiten die inhaltliche und technische Weiterentwicklung der Webseite, um für Mobility eine höchstmögliche Visibilität zu erreichen.

«Die noch engere Zusammenarbeit ehrt uns und bietet neue Möglichkeiten, das Potenzial von Mobility dank den kanalübergreifenden, datenbasierten Erkenntnissen noch besser auszuschöpfen», so Christian Haueter, BlueGlass Interactive Head of Paid & Social Media.

Serviceplan führt den ersten ÜberCreative Summit in der Schweiz durch

Unter dem Motto «Breakthrough!» findet der erste ÜberCreative Summit der Serviceplan Gruppe in der Schweiz statt. Am Mittwoch und Donnerstag treffen sich die leitenden Kreativen aller Standorte der Agenturgruppe weltweit in Zürich.

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Insgesamt zum achten Mal und zum ersten Mal in der Schweiz findet der ÜberCreative Summit der Serviceplan Gruppe statt. Während zwei Tagen entwickeln die Kreativen von Tokio über Europa bis Nord- und Mittelamerika neue Ideen, diskutieren ihre aktuellen Arbeiten, tauschen sich über die neusten Trends aus und besprechen, wie sie Marken zu Best Brands machen können. Alexander Schill, Mitinhaber und globaler Kreativchef der Agenturgruppe Serviceplan, hat das Format des Summits 2016 mit dem Ziel ins Leben gerufen, die kreativen Köpfe aus aller Welt zum regelmässigen Austausch zusammenzubringen.

Die Definition ÜberCreativity soll bei Serviceplan für die integrierte Zusammenarbeit aller Experten in den Häusern der Kommunikation stehen. «Früher hat oft eine spannende Story gereicht, um eine Marke aufzubauen. Heute funktioniert die Kommunikation ganz anders. Markenbildung ist zum Teamsport geworden, darum ist es wichtig, interkulturell Aufgaben anzugehen», erläutert Raul Serrat, Gastgeber des ÜberCreative Summits und Executive Creative Director von Serviceplan Suisse. Die Veranstaltung sei eine Plattform, die den Teamspirit fördern und dazu motivieren soll, sich zu challengen.

Zum diesjährigen Rahmenprogramm gehören nebst Impulsreferaten, Präsentationen von Kampagnen aus der Agenturgruppe und Führungen durch Museen auch der Besuch von lokalen Hotspots. Und es wird gearbeitet: Im Brainstormingformat «WigWam» sollen innert kürzester Zeit sehr viele Ideen kreiert werden. Eine Methode, die von Jason Romeyko, Executive Creative Director worldwide der Agenturgruppe Serviceplan, entwickelt wurde

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Jens Paul Berndt wird neuer CEO von Homegate

Jens Paul Berndt wird ab 1. März 2020 neuer CEO des Immobilienmarktplatzes Homegate. Er folgt auf Nick McKittrick, der als CEO zurücktritt und Verwaltungsrat von Homegate bleibt sowie im Verwaltungsrat des Mutterunternehmens TX Markets Einsitz nehmen wird.

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Jens Paul Berndt war zuletzt bereits als Stellvertretender CEO bei Homegate tätig. Seit 2016 hat er als CTO unter anderem das Product-Engineering-Team stark um- und ausgebaut und die Reorganisation von Homegate vorangetrieben. Davor war er für die Scout24-Gruppe in Berlin und Wien in verschiedenen Funktionen tätig. Er hat in Heilbronn Medizinische Informatik studiert. Die Nachfolge in der Position als Chief Technology Officer bei Homegate wird in den nächsten Wochen bekannt gegeben.

Nick McKittrick, Mitgründer sowie ehemaliger CEO des britischen Immobilienportals Rightmove, wird neu Einsitz im Verwaltungsrat von TX Markets nehmen. TX Markets verantwortet das gesamte Classifieds- und Marketplaces-Portfolio der TX Group. Die weiteren Mitglieder des Verwaltungsrats von TX Markets sind Terje Seljeseth (bis Ende 2017 CEO Schibsted Classifieds Media beziehungsweise Chief Product Officer Schibsted) sowie seitens TX Group Pietro Supino (Präsident und Verleger), Andreas Schulthess (Verwaltungsrat), Christoph Tonini (CEO bis 30. Juni 2020), Samuel Hügli (Leiter Technologie & Ventures) und Sandro Macciacchini (Leiter Finanzen & Personal).

TV-Regionalsender erfüllten laut Studie Auftrag bei den Wahlen

Die regionalen TV-Sender haben gemäss einer Studie von Publicom mit ihrer Berichterstattung zu den Wahlen 2019 ihren Auftrag hinsichtlich Menge und Qualität erfüllt. Ihr Verband Telesuisse, der die Studie bestellt hat, beansprucht mehr Geld aus dem Gebührentopf. Die SRG hat Vorbehalte gegenüber der Studie.

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Entsprechend dem Konzessionsauftrag hätten die regionalen Sender regionale Aspekte abgedeckt, teilten Telesuisse und das Beratungsunternehmen Publicom am Mittwoch mit.

Eine Umfrage ergab, dass 48 Prozent der Befragten Inhalte von regionalen TV-Sendern nutzten, um sich über die Wahlen zu informieren. Auf TV-Sender der SRG griffen 84 Prozent zurück. Am Wahltag konsumierten 1‘765‘000 Personen die Programme der Regionalsender. Die Studie war bereits in der Sonntagspresse ein Thema (Werbewoche.ch berichtete).

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Wichtige Plattform

In 60 Prozent ihrer Wahlkampfberichterstattung fokussierten sich die Regionalsender gemäss Programmanalyse der Publicom auf ihre Regionen – Nominierungen und persönliche Kampagnen spielten sich vor allem auf Kantonsebene ab. Bei den TV-Sendern der SRG thematisierten 78 Prozent der Beiträge zum Wahlkampf die nationale Ebene.

Punkto Qualität der Berichterstattung habe es keine signifikanten Unterschiede zwischen den Regionalfernsehsendern und den SRG-TV-Sendern gegeben. Während das Publikum die SRG-Berichterstattung als leicht besser beurteilt habe als jene der Regionalen, hätten politische Akteure gesamthaft keine Unterschiede bezüglich Qualität wahrgenommen.

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Repräsentative Wählerbefragung

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Online-Befragung der politischen Akteure

 

Die befragten Parteimitarbeiter hätten die regionalen TV-Sender als wichtigere Plattformen im Wahlkampf betrachtet. Ging es um den eigentlichen Wahlentscheid, waren gemäss der Studie von Publicom aber auch im vergangenen Jahr Zeitungen das wichtigste Medium. Auch die nationalen SRG-Sender hätten grosse Bedeutung gehabt, gerade im Tessin.

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Online-Befragung der politischen Akteure

 

«Sechs Prozent massiv zu wenig»

Die regionalen Fernsehsender hingegen hätten beim Wahlentscheid eine ähnliche Wichtigkeit wie die Radiosender der SRG oder soziale Medien gehabt. Telesuisse nannte das Studienergebnis in der Mitteilung «erfreulich». Die Sender könnten einen Service für die Region erbringen, den die SRG nicht leisten könne, argumentieren sie.

Der Verband erinnert daran, dass alle Privatsender zusammen sechs Prozent der Einnahmen aus den Empfangsgebühren für Radio und Fernsehen erhielten, während 94 Prozent an die SRG gingen. «Angesichts der steigenden Bedeutung der Regionalberichterstattung und der Krise bei den klassischen Medien sind diese sechs Prozent massiv zu wenig», liess sich Telesuisse-Präsident André Moesch zitieren.

 

Vorbehalte gegenüber der Studie

Die SRG äusserte gegenüber der Studie von Telesuisse grosse Vorbehalte, zumal sie bezüglich Methodik intransparent und fragwürdig sei. Die Sender der SRG würden gemeinsam mit den Regional-Fernsehstationen insbesondere bei Wahlen einen für dieses Land wichtigen Service-public-Auftrag erfüllen, schreibt die SRG in einer Stellungnahme.

Vorbehalte zur Studie, unter anderem was die Darstellung und insbesondere die Kontextualisierung der Resultate angeht, hat auch das Bakom auf Twitter geäussert. Es hat einen Teil der Studie finanziert und damit den Miteinbezug der italienischen Schweiz ermöglicht.

Für die am Mittwoch in Bern vorgestellte Studie analysierte Publicom an sechs Stichtagen 22 Sender. Hinzu kam eine nach eigenen Angaben «bevölkerungsrepräsentative» Befragung von 748 Wählerinnen und Wählern und eine Online-Befragung von Parteisekretariaten. Von 184 angeschriebenen Sekretariaten beantworteten 73 die Fragen. (SDA/swi)

Ruf Lanz lässt Roboter in Radiospots sprechen

Für die Bewerbung der vom 23. bis zum 28. März stattfindenden Informatiktage 2020 hat Ruf Lanz in fünf verschiedenen Radiospots Roboter sprechen lassen.

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An den Informatiktagen bieten Unternehmen, Start-ups, Hochschulen und weitere Gastgeber im Grossraum Zürich Einblicke in ihren Arbeits- und Forschungsalltag. Die Zürcher Agentur hat nach einer Evaluation den Zuschlag für die Bewerbung bekommen.

In den Radiospot laden Roboter XH 733 und seine Kolleginnen und Kollegen die Menschen zu den Informatiktagen 2020 ein. Die Spots übermitteln, dass die Roboter nach wie vor noch nicht perfekt sind und teilweise noch etwas Mühe mit Betonung und Aussprache haben. Die Idee dafür stammt aber nach wie vor von menschlichen Kreativen.

Die Informatiktage sind ein Projekt, das aus dem eZürich-Kooperationsnetzwerk hervorgegangen ist. eZürich ist eine Plattform für Menschen und Projekte, die den ICT-Standort Zürich voranbringen wollen. Sie wird von Stadt und Kanton Zürich koordiniert.

Verantwortlich bei den Informatiktagen 2020: Julia Wüst (Ergon Informatik); Sandra Herkle (ETH); Anita Martinecz, Isabell Metzler (Kanton Zürich, Amt für Wirtschaft und Arbeit); Martin Otzenberger (Stadt Zürich, Organisation und Informatik). Verantwortlich bei Ruf Lanz: Markus Ruf, Danielle Lanz (Creative Direction); Christian Stüdi (Text); Marc Gooch, Lara Cavelti (Beratung). Produktion: Jingle Jungle.

Digitale PR: «Wir alle sitzen in einem grossen Labor»

Neue Kanäle, rasant wachsende Plattformen, KI und sich rasch wandelndes Userverhalten – diese und andere Entwicklungen verändern die Aufgaben und Möglichkeiten von PR-Verantwortlichen. Marketagent.com hat im Rahmen der Umfragereihe PR-Trendradar im Auftrag von APA-Comm den Status Quo und die Trends in der Kommunikationsbranche untersucht.

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Ein ausgewogener Mix aus analoger und digitaler Kommunikation werde sich in Zukunft bewähren, darin sind sich 96 Prozent der Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer einig, erklärt Lisa Patek, Marketing Managerin bei Marketagent.com. Befragt wurden 303 Expertinnen und Experten aus Marketing und Kommunikation. Etwa drei Viertel der Befragten sind der Ansicht, dass Unternehmen ohne digitale PR langfristig nicht erfolgreich sein können.

Das Bewusstsein für die Bedeutung einer dokumentierten Strategie für digitale Kommunikation ist gestiegen. Während bei einer Trendradar-Umfrage im Jahr 2017 noch mehr als die Hälfte der Probandinnen und Probanden angab, ohne eine solche zu arbeiten, waren es 2020 nur noch 21 Prozent.Trends der digitalen Kommunikation

Personalisierte Inhalte und Angebote stellen für 62 Prozent der Befragten den bedeutendsten Trend in der digitalen PR dar, gefolgt von Live-Videos (33 Prozent) und Künstlicher Intelligenz (30 Prozent). Bei den Kommunikationskanälen liegt Instagram an der Spitze: 62 Prozent gehen davon aus, dass die Foto-Plattform in Zukunft noch weiter an Bedeutung gewinnen wird – auch YouTube (61 Prozent) und LinkedIn (53 Prozent) wird wachsende Relevanz für die PR-Branche zugesprochen.

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Das globale Mega-Thema Künstliche Intelligenz ist für viele heimische Kommunikationsprofis bereits im beruflichen Alltag angekommen. 34 Prozent nutzen derartige Algorithmen für Medienmonitoring, 28 Prozent für Medienanalyse und etwa ein Fünftel für automatisierte Datenanalyse.

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Als wesentliche Vorteile werden «Erleichterung der Arbeit» und «Entlastung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen» gesehen. «Mehr Fehler durch Algorithmen» und «Mangelnde Qualität des Outputs» sind laut Umfrage die grössten Herausforderungen. Die Hälfte der Befragten verwendet in ihrem Arbeitsbereich noch keine Tools oder Technologien, die auf Künstlicher Intelligenz beruhen.

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Mehr Kanäle, mehr Interaktion

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden am Dienstag im Rahmen der APA-Comm in Wien von PR-Expertinnen und -Experten diskutiert. Zur digitalen PR von heute und morgen gab es unterschiedliche Einschätzungen. «Der klassischen PR kommt das Geschäftsmodell abhanden», so Thomas Lutz, Head of Communication von Microsoft Austria. PR bestehe nicht mehr darin, sich nur auf Medien zu konzentrieren. Er habe den Ansatz, sein eigenes Medium zu sein, erklärte Lutz: «Ich habe mein eigenes kleines Portal und über das steuere ich meine Inhalte – ich nenne das ‹Amplified Media› – ich versuche, das was ich als Content habe, zu verstärken, über Social Media hinaus in die verschiedensten Kanäle zu verbreiten.»

Julia Wippersberg, Geschäftsführerin von APA-OTS, unterstrich, dass PR kein Selbstzweck sei. Es gehe nie nur darum, die Medien zu erreichen, Kommunikation müsse für das Unternehmen arbeiten und zur Wertsteigerung beitragen. «Image und Reputation sind Wege dorthin, aber nicht das ausschliessliche und letztgültige Ziel von Kommunikation», bekräftigte Wippersberg. Digitale Kanäle hätten einen entscheidenden Vorteil, da Kundinnen und Kunden einem Unternehmen direkt sagen können, was sie an einem Produkt nicht gut finden. «Die, für die wir die Kommunikation machen, können wir durch digitale PR viel besser einbeziehen», fasste die Expertin zusammen.

 

Ethische Fragen durch neue Möglichkeiten

«Wir alle sitzen in einem grossen Labor – gesellschaftlich betrachtet», erläuterte Susanne Grof-Korbel, Geschäftsführerin von Bettertogether, und machte auf sensible Aspekte der neuen digitalen Möglichkeiten aufmerksam. Diese Laborsituation bringe viele ethische Fragestellungen mit sich, gerade dort, wo sich Werbung und PR überschneiden. Als Beispiel aus der digitalen Kommunikationswelt nannte Grof-Korbel Beauty-Events für Kinder. «Dort sitzen die Influencerinnen, die sich diese Mädchen gerne auf YouTube anschauen.» Aus Marketingsicht wäre das positiv, weil neue Zielgruppen erschlossen werden, aber aus ethischer Sicht sei die Frage zu stellen: «Muss ich jetzt alles machen, weil es geht?»

«Die ethische Frage ist keine PR-Frage – das ist Unternehmensethik», fügte Markus Setznagel, Senior PR-Manager bei Austrian Airlines hinzu. Auch was aus Marketingsicht zunächst gut wäre, würde schliesslich «zurückschiessen», wenn die Massnahmen in der Gesellschaft nicht gut ankommen. Um den Herausforderungen der Digitalisierung zu begegnen, setzen die Austrian Airlines auf ein Newsroom-Konzept. Dabei drehe sich laut Setznagel alles um die Grundüberlegung: Was ist das Thema und wie komme ich damit zur Zielgruppe? Erst daraus ergäben sich Format und Kanal. «Das Newsroom-Konzept lebt davon, dass man viel offener miteinander arbeiten muss», so Setznagel. In dieser Konstellation arbeiten «Kanal-Manager» eng mit «Themenverantwortlichen» zusammen, die in täglichen gemeinsamen Redaktionssitzungen der länderübergreifenden Unternehmensgruppe die Planung der Kommunikationsmassnahmen vornehmen.

 

Mehr Selbstbestimmung durch Künstliche Intelligenz

«Fachquarksprech bleibt Fachquarksprech, egal wie Sie es kommunizieren», stellte Klaus Candussi, Geschäftsführer von Atempo, fest und untermauerte seinen Standpunkt mit empirischen Zahlen: 60 Prozent der Bevölkerung können nicht sinnerfassend verstehen, was Qualitätsmedien, Unternehmen und Behörden kommunizieren, weil das sprachliche Komplexitätsniveau zu hoch ist. Um dem entgegenzuwirken, arbeitet atempo mit unterschiedlichen Partnerorganisationen zusammen, um mehr Menschen das Verstehen zu ermöglichen. Unter anderem werden gemeinsam mit der Austria Presse Agentur leicht verständliche Nachrichten angeboten. Durch die Digitalisierung und durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, erwartet Candussi, können in Zukunft Texte aller Art automatisiert in einfache Sprache übersetzt und damit ein wesentlicher Beitrag zur Selbstbestimmung von vielen Menschen geleistet werden.

Das Podium war sich darüber einig, dass Künstliche Intelligenz viel Potenzial habe, in einer digitalisierten PR-Branche für Arbeitserleichterungen zu sorgen und Kapazitäten für kreative Prozesse frei zu machen. (pd)

RTS verliert Marktanteile bei TV und Radio

Das Westschweizer Radio und Fernsehen (RTS) hat im vergangenen Jahr auf den traditionellen Kanälen leicht an Marktanteilen eingebüsst. Während der TV- und Radiokonsum leicht zurückging, legte RTS insbesondere im Internet stark zu.

RTS-änderungen

Beim traditionellen Fernsehpublikum verlor RTS 2019 leicht an Boden. Zusammen erreichten RTS 1 und RTS 2 im vergangenen Jahr einen Marktanteil von 33,9 Prozent. In der Hauptsendezeit erreichten die Sender durchschnittlich 1,2 Millionen Menschen pro Woche, wie RTS am Dienstag mitteilte.

Dass die Reichweite mit 1,25 Millionen Zuschauern und der Marktanteil mit 35,3 Prozent 2018 höher gewesen sei, liege insbesondere an sportlichen Grossereignissen wie der Fussballweltmeisterschaft und den Olympischen Spielen, hiess es im Communiqué.

 

Weniger vor dem Bildschirm

Die Menschen verbringen jedoch auch insgesamt weniger Zeit vor dem Bildschirm. 2019 lag der Fernsehkonsum bei durchschnittlich 131 Minuten pro Kopf und Tag gegenüber 133 Minuten und 139 Minuten in den Jahren 2018 und 2017.

Auch beim Radio sind Marktanteil und Reichweite der RTS leicht rückläufig. Die Radiosender La Première, Espace 2, Couleur 3 und Option Musique kamen zusammen auf einen Anteil von 49,1 Prozent (50,8 Prozent im Jahr 2018). Zusammen erreichen die Radiosender jede Woche durchschnittlich 803’000 Menschen (883’000 im Jahr 2018).

 

Im Internet erfolgreich

Im Internet sowie in den sozialen Netzwerken konnte die RTS ihre Präsenz dagegen deutlich stärken. Die RTS-Website und die mobile App legte mit durchschnittlich 504’000 Besuchen pro Tag (+9,1 Prozent) und 561’000 Einzelnutzern (+9,6 Prozent) erneut stark.

Auch auf Facebook, YouTube, Instagram, Twitter und Linkedin erreicht RTS mit insgesamt 612’000 Aufrufen (+28,8 Prozent) und 34’000 täglichen Interaktionen (+6,3 Prozent) ein immer breiteres Publikum. (SDA)

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