SDV-Junior Award 2013

Der Spezialpreis SDV-Junior soll den Nachwuchs der Schweizer Dialogmarketingbranche fordern und fördern. So wird die letztjährige Siegerarbeit dieser Kategorie in diesem Jahr als Motto «Die Dialogmarketing-Spiele» umgesetzt.

Wer beim SDV-Junior-Award mitmacht, kann um Gold im Junior-Bergauf-Lauf kämpfen. In diesem Award-Jahr übernimmt die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW die Teilnahmegebühren für den SDV Junior-Award 2013. Die Eingabefrist endet am 31. Januar 2013.

Wemf: Weniger Inseratevolumen im November

Bei den Schweizer Printmedien geht die Anzeigenflaute weiter. In diesem November verdienten die Pressetitel rund 13 Millionen Franken weniger durch Inserate als vor einem Jahr.

Die Einnahmen beliefen sich Insgesamt auf 142.6 Millionen Franken. Dies entspricht gegenüber dem November 2011 einem Minus von 8,3 Prozent. Vor allem auf Stellenanzeigen mussten die Zeitschriften und Zeitungen verzichten (-18,5 Prozent), wie aus der am Mittwoch publizierten Inseratestatistik der Wemf für Werbemedienforschung hervorgeht.

Bei den Liegenschaftsanzeigen ergibt sich ein Minus von 12,9 Prozent. Bei den kommerziellen und übrigen Anzeigen ergibt sich mit 115,5 Millionen Franken eine Abnahme von 8,8 Prozent. Die Prospektbeilagen verzeichneten mit 13,7 Millionen Franken ein Plus von 7,4 Prozent. Die Fachpresse war mit -14,8 Prozent am stärksten vom Rückgang betroffen. Als einzige Sparten druckten die Finanz- und Wirtschaftspresse mit einem Plus von 14,4 Prozent sowie die Sonntagspresse mit einem Plus von 0,7 Prozent mehr Anzeigen als vor einem Jahr.

Zur Inseratestatistik der Schweizer Presse

wemf2
wemf1

Allink realisiert den Weinkeller des XXI Jahrhunderts

Das Start-Up Vinearoom bietet einen Service für Weinliebhaber an. Allink hat für Vinearoom die Onlineplattform konzipiert und realisiert.

Ein Interface auf Basis von HTML5 ermöglicht den Kunden weltweit Zugriff auf ihren persönlichen Weinkeller. Die Darstellung wurde für Desktop- sowie Tablet-Geräte optimiert. Sämtliche Einkäufe und Transaktionen können in einem eigens entwickelten CRM vom Vinearoom vorgenommen werden. Die Onlinepräsenz wird zudem durch einen redaktionellen Teil ergänzt, in dem Artikel zur Welt des Weins veröffentlicht werden.

Auf der Plattform können Kunden anhand eines Drinking Profiles angeben, welche Art von Wein sie mögen. Auf Basis dieser Angaben wählt Vinearoom exklusive Tropfen aus. Diese werden unter optimalen klimatischen Bedingungen in einem Weinkeller gelagert. Möchte ein Kunde eine Flasche Wein geniessen, kann er sie über Vinearoom.com zu sich nach Hause liefern lassen.

Verantwortlich bei Vinearoom: Luca Valeggia, Nicolas Steyaert, Sibylle Valeggia Bigler. Verantwortlich bei Allink: David Zangger (CD),Silvan Spross (IT), Mike Walder (Projektleitung).

allink1

Visu‘l: Winterkampagne für Gstaad Mountain Rides

Pünktlich zum Start der Wintersaison hat Gstaad Mountain Rides das Angebot mit einem neuen Snowpark und weiteren Erlebnisangeboten ausgebaut. Die Berner Agentur Visu’l hat für die Freizeitregion die Kampagne Rock the Mountains realisiert.

Gstaad Mountain Rides ist die Region mit dem einzigen Gletscher-Skigebiet im Berner Oberland und bietet Schneevergnügen von Ende Oktober bis Mai, die längste Skiabfahrt der Gesamtregion und attraktivne Angebote für die ganze Familie, wie es in einer Mitteilung heisst. Mit der Kampagne Rock the Mountains will  Visu'l die Vorzüge des Skigebietes zu einem Key-Visual verdichten: der einprägsame Eiswürfel. Die Gesamtvisualität der Kommunikationsmassnahmen soll alle Dialogsgruppen ansprechen – insbesondere auch jüngere Wintersportbegeisterte. Nebst dem Basismedium Plakat wird die Kampagne neu auch via Tramhänger, Postkarten, Inserate, ePanels sowie Internet-TV-Spots transportiert. Wer beim SMS & Win Wettbewerb mitmacht, hat die Chance auf ein Saisonabonnement der Region und viele weitere attraktive Preise. Visu’l setzt die jährliche Winterkampagne für Gstaad Mountain Rides bereits zum sechsten Mal um.

Verantwortlich bei beim Verein Gstaad Mountain Rides: Markus Walker, Projektleiter Marketing. Verantwortlich bei Visu'l: Grégoire Bossy (CD); Grégoire Bossy, Barbara Lüthi, Sarah Platzer (Grafik); Rolf Loepfe (Text/Konzept); Rolf Loepfe / Barbara Lüthi (Beratung); Karin Künzle (Media).
 

Wintersujet_2012_Montage_LW
Tram_Haengekarton_d_def
Plakat_Kampagne_F200_d_def

Cooala: App für Markenfans

Cooala ist eine Schweizer App für die spielerische und kontrollierte Interaktion zwischen Marken und ihren Fans. Cooala soll Usern massgeschneiderte Vorteile bringen und Unternehmen zu Marktforschungsdaten verhelfen. 

Junge Konsumenten sind mit Werbung nur schwer zu erreichen, wie es in einer Mitteilung der Entwickler heisst. Auch auf Social Plattformen wie Facebook haben sie nur wenig Interesse daran, sich mit Marken zu verknüpfen. Laut einer Forrester-Studie von 2011 tun dies in den USA nur sechs Prozent. Firmen klagen über geringe Reichweiten und hohe Budgets für Werbegelder auf der Zuckerberg-Plattform, User sind sich ihrer Daten nicht sicher und ärgern sich über die massive Zunahme von Werbung auf ihrer Pinnwand. Cooala setzt genau hier an: Die Cooala-Nutzer entdecken Marken, abonnieren ausgewählte Inhalte und profitieren von exklusiven Inhalten und Angeboten der Lieblingsfirmen. Dabei behalten User stets die voll Kontrolle über ihre Daten.

Für die Nutzer: ganz spielerisch

«What’s cooler?» lautet die entscheidende Frage: Gaga or Bieber? FC Bayern München oder Real Madrid? DC or Quiksilver? Ferrari or Mini? In verschiedenen Produktkategorien wählen die Fans aus den vorgeschlagenen Paaren ihren Favorit und bauen sich so ihre Brand Map auf. Neue, coole Brands lassen sich mit hinterlegten Infos und Bildern entdecken und alle Aktionen mit Freunden teilen. Das Beste: Von den Lieblingsmarken abonniert der Fan nur genau die Angebote, die ihn interessiert: bei VW einen Event, bei Stimorol Muster, bei McDonald’s Coupons oder bei Apple Informationen zu neuen Produkten. Und alles an einem Platz.

Cooala bietet den Usern:

• Spielerisch Marken bewerten und mit Freunden teilen
• Tausende von neuen Brands entdecken, bald auch lokal
• Lieblingsmarken in Brandboards zusammenstellen
• Love Brands abonnieren und Produktnews, Eventeinladungen, Muster, Coupons, Geschenke und mehr erhalten. Kein Spam – nur genau wie abonniert.
• Vollkommene Kontrolle über den Kontakt zu Firmen

Für Unternehmen: Marktforschung und zielgenaues Targeting

Auch für Unternehmen bietet die Plattform viele Vorteile: Zum einen müssen sie ihre Botschaften, Informationen und Give-awas nicht mehr wahllos und mit grossem Streuverlust verteilen. Dank Cooala entscheiden die Fans selbst, was genau sie haben wollen , und erhalten nur diese Inhalte – ein perfekter qualitativer Lead.  Unternehmen kommunizieren also mit ihren Fans auf Augenhöhe und im gegenseitigen Einverständnis, ohne Spam, ohne Verlust.
Ebenfalls sehr interessant: Cooala liefert in Echtzeit Marktforschungsdaten zu eigenen Brands und Mitbewerbern, zum Beispiel zum Coolness-Faktor einer Marke, der Markenentwicklung im Vergleich zur Konkurrenz und den Bedürfnissen der User.

Cooala bietet Unternehmen:

• Zielgenauer Kontakt mit hochaffinen Zielgruppen ohne Streuverlust
• Einen unaufdringlichen, spielerischen Kontakt zu bestehenden und neuen Fans
• Positionierungsmöglichkeiten im Umfeld der Mitbewerber
• Anonymisierte Marktforschungsdaten zur eigenen Marke und den Mitbewerbern
• Hocheffizientes Tool zur schnellen und zielgerichteten Lancierung von Kampagnen

Die fünf Cooala-Partner, alle erfahrene Spezialisten in ihren Bereichen, entwickeln die App mit Hochdruck. CEO Mike Schwede ist zuversichtlich: «Die bisherigen Reaktionen der jungen, markenaffinen Zielgruppe sind sehr positiv. Sie stöbern sich durch die Markenprofile,  spielen begeistert mit der App und erwecken sie durch die Share-Funktionen zum Leben.» Ab heute können iPhone-User Cooala im Appstore downloaden.  Die Android-Version der App ist für Frühling geplant. Eine abgespeckte Facebook-Version ist in Arbeit.

Zum Team gehören nebst Orange8 Interactive-Gründer und Social Media Experte Mike Schwede auch Fabian Bürgy (Creative Director mit Erfahrung bei Goldbach Interactive, JvM), Sinan Yasargil (langjähriger iPhone-Entwickler), Ben Stähli (Interacitive-Entwickler) und Christian Roth (Backend-Entwickler für Grossunternehmen).

1_allphones
IMG_0001
IMG_0002
IMG_0003
IMG_0004
 

Saatchi & Saatchi: Weltuntergangs-Fluchtwagen

Das Ende der Welt ist nah. Wer jetzt noch keine Vorbereitungen getroffen hat, kann sich noch mit dem neusten Fluchtwagen der Welt in Rettung bringen. Am Dienstag den 18. Dezember 2012 stellt Seat den neuen Seat Leon FR in einem Notfallkasten vor dem Bahnhof Winterthur auf.

Im neuen Seat Leon stecken viele laut Mitteilung Innovationen die den Fahrer aktiv und passiv unterstützen und für mehr Fahrsicherheit garantieren. Für viel Leistung sorgt das Sportpaket FR. Der perfekte Wagen, um sich vor der Apokalypse in Sicherheit zu bringen.
 
Bis zum 20.12.2012 um 12.12 Uhr können sich Überlebenswillige für den Fluchtwagen auf Seat.ch/maya anmelden. Geht die Welt unter, gehört der Fluchtwagen dem Auserwählten. Bleibt er aus, darf er ihn bis zum 28.12.2012 behalten. Der Schlüssel wird dem Gewinner von Bachelor Lorenzo Leutenegger übergeben.
 
Die Aktion zur Errettung konzipierte die Lovemarks Agentur Saatchi&Saatchi. Die Aktion vor Ort wird über PR, Promotion vor Ort sowie online beworben.
 
Verantwortlich bei Seat: Peter Schmid (Markenchef), Andreas Huwyler (Marketingleiter), Gregory Panizzutti (Werbeleiter), Anja Fässler (Digital Managerin). Verantwortlich bei Saatchi & Saatchi: Felix Freese (Text/Konzept), Frédéric Nogier (Art Direction), Pascal Schaub (Managing & Strategy Director), Jürg Aemmer (Creative Director), Léonie Kelly, Carla Bubb (Beratung), Mediafisch (Online), Blofeld (PR).

Ambient_Maya_Pers
Visuel_Maya_Pers

Bakom: keine Konzessionsverletzung bei Energy Basel

Das Privatradio Radio Energy Basel verstösst nicht gegen seine Konzession. Zu diesem Schluss kommt das Bundesamt für Kommunikation (Bakom). Es hat deshalb ein Aufsichtsverfahren eingestellt, das vom Basler Lokalsender Radio X ausgelöst worden war.

Die Redaktion von Energy Basel verfüge zwar über geringe  personelle Ressourcen,hält das Bakom in einer Mitteilung vom Dienstag fest. Der Personalbestand reiche jedoch aus, um den Programmauftrag zu erfüllen. Dieser ist in der im  Oktober 2008 erteilten Konzession des Lokalsenders festgeschrieben.

Das frühere Radio Basel hat im letzten Januar das Programmkonzept der Energy-Gruppe übernommen und nennt sich seither Energy Basel. Im Zuge dieser Veränderungen kam es auch zu einem Stellenabbau. In seinem im Mai eröffneten Verfahren klärte das Bakom ab, ob der Sender seinen Leistungsauftrag mit verändertem Personalbestand erfüllen kann.
Ausgelöst hatte das Verfahren Radio X, ein weitere Basler Lokalsender. Nach Ansicht dessen Stiftungsratspräsidenten hätte das Bakom die Konzession neu genehmigen und eine Anhörung durchführen müssen, weil mit dem Wechsel von Radio Basel zu Energy Basel das Programm radikal verändert worden sei.

Mit dem neuen Namen hatte Energy Basel auch neue Mitbesitzer erhalten. Der damalige Alleineigentümer Karlheinz Kögel behielt 85 Prozent und holte für die  Neulancierung des Senders Ringier und die NRJ Group Paris an Bord. Die Beteiligungsverhältnisse seien nicht Gegenstand des nun eingestellten Verfahrens gewesen, hielt das Bakom weiter fest. (SDA)

 

Schweizer Medien-Komponisten gründen Berufsverband

Führende Schweizer Medien-Komponisten haben am 8. Dezember 2012 in Zürich die Swiss Media Composers Association (Smeca) gegründet. Ziel des neuen Berufsverbandes ist es, die Urheber von Auftragsmusik für Medien-Nutzungen zu vereinen, zu vertreten und zu unterstützen.

In der Schweiz wird Musik, die speziell für Filme, Werbung, Games, Webseiten oder Fernsehen komponiert wird, immer wichtiger. Smeca möchte die Arbeitsbedingungen der Urheber von Medien-Musik vereinheitlichen und verbessern. Zu den wichtigsten Ansprechpartnern des neuen Berufsverbands gehören die Verwertungsgesellschaften und die Produzenten-Verbände. Ein 13-köpfiger Smeca-Vorstand repräsentiert das ganze Spektrum von Medien-Musik in der Deutsch- und Westschweiz. Für die Umsetzung seiner Ziele stützt sich der Vorstand auf die eigens gegründete Geschäftsstelle.

Auftraggeber profitieren in Zukunft bei beim Verband Smeca von einfach gestalteten Branchen-Empfehlungen für Mindesthonorare, Produktionskosten, Nutzungsrechte sowie Standard-Verträgen. Als Drehscheibe für Mitglieder, Produzenten und Partner-Organisationen dient ab Februar 2013 die Website Smeca.ch.

 

Ruf Lanz reinigt für Real Clean gründlich

Das Dienstleistungsunternehmen Real Clean bringt mit 110 Teil- und Vollzeitmitarbeitern Büros, Praxen, Restaurants, Fabriken und Betriebe aller Art auf Hochglanz. Wie gründlich, demonstriert die neue Imagekampagne von Ruf Lanz mit einem interessanten Dreh.

Die drei Sujets erscheinen doppelseitig in Wirtschafts- und KMU-Magazinen, unter anderem in der Handelszeitung, wie die Agentur in einer Mitteilung von Dienstag schreibt.

Verantwortlich bei Real Clean: Toni Romano (Gesamtverantwortung). Verantwortlich bei Ruf Lanz: Markus Ruf, Danielle Lanz (Creative Direction), Isabelle Hauser (Art Direction), Maren Beck (Text), Dave Schellenberg (Grafik), Doelkar Monkhar (Beratung). Produktion: Mel Y Mel. Fotografie und Bildbearbeitung: Lorenz Cugini. Design: Andri Müller.

RealClean-01
RealClean-02
RealClean-03

McKinivan Moos: Markenraum für Credit Suisse

Die Agentur McKinivan Moos hat für Credit Suisse einen neuen Markenraum im Flughafen Zürich kreiert. Das Herzstück bildet dabei eine Wasserwand.

Der neue Credit Suisse-Markenraum im vorgelagerten Raum zum neuen Duty-free-Laden begrüsst die ankommenden Passagiere mit einer vielschichtigen Installation: Zuerst treten die Passagiere in eine Klangwolke ein, zur Zeit Mövengezwitscher und Meeresrauschen –  passend zum aktuellen Kampagne-Sujet mit Credit Suisse-Kunde Kuoni. Mitten im Raum angelangt, entdecken sie einen dreidimensionalen Schaukasten, in dem das Sujet räumlich und mit Liebe zum Detail umgesetzt wird. Die Botschaft des Sujets lautet: «Kuoni weiss, dass Ferien kostbar sind. Credit Suisse verhilft dem Unternehmen zu Glanz.» Die 3-D-Umsetzung mit echtem Sand und zahlreichen Kristallobjekten sollen dieses Anliegen laut Mitteilung der Agentur verdeutlichen. An der Front des Markenraums schliesslich erwartet die Passagiere das Herzstück des Markenraums: eine Wasserwand aus Puschlaver Serpentin-Gestein mit dem Schriftzug «Welcome to Zurich» und dem Credit Suisse-Logo. Die Wasseraufbereitung ist auf dem neusten Stand der Technik und aus einer nachhaltigen Sicht entwickelt.

Die auf Erlebnismarketing spezialisierte Agentur McKinivan Moos hat den Markenraum entwickelt und mit verschiedenen Partnern umgesetzt.

Verantwortlich bei Credit Suisse: Francesca Krist, Michael Bürgin (Advertising). Verantwortlich bei McKinivanMoos: Pius Sidler (Partner and Head of Consulting); Sara Wirz, Inma Mendiola (Beratung). Verantwortlich bei Konform: René Spörri (Leitung Dekorationskinetik / Technik). Verantwortlich bei Frontwork: Dirk Hilmerich (Projektleitung), Angela Wiederkehr (Beratung). Wasserwand/Brunnenbau: Peter Winter Brunnenbau.

Credit-Suisse_foto1
Credit-Suisse_foto2
Credit-Suisse_foto3
Credit-Suisse_foto4
Credit-Suisse_foto5
Credit-Suisse_foto6
Credit-Suisse_foto7
Credit-Suisse_foto8

 

Presserat: entstellender Titel bei Le Matin

Darf ein satirischer Beitrag die Fakten entstellen? Nein, sagt der Presserat. Zumindest der Aussagekern einer Satire muss wahr und die Satire als Absicht für das Publikum erkennbar sein.

Le Matin titelte in einem kurzen Text über den Tierschützer Erwin Kessler: «Er will die Botox Bakterien retten». Der Autor bezog sich darin auf ein kürzlich ergangenes Bundesgerichtsurteil, welches eine Urteil gegen Kessler wegen Ehrverletzung der Tagesschausprecherin Katja Stauber bestätigte, wie der Presserat am Dienstag mitteilt. Der Tierschützer beschwerte sich beim Presserat, Le Matin unterschlage, dass die Produktion von Botox von grausamen Vergiftungsversuchen an Versuchstieren begleitet werde und es sein nie die Rede davon gewesen, die Botox-Bakterien zu schützen. Die Zeitung erwidert, die  verkürzende Darstellung der Fakten sei in einem satirischen Beitrag zulässig.

Der Presserat erinnert in seiner Stellungnahme daran, dass die berufsethischen Normen auch für satirische Beiträge gelten. Das Publikum muss in die Lage versetzt werden, zwischen Fakten und Wertungen zu unterscheiden. Zudem muss die Satire auf einem wahren Tatsachenkern beruhen. Der beanstandete Titel erfülle diese Voraussetzung nicht. Zudem erlaube der Kontext der Publikation der Leserschaft nicht ohne Weiteres – der Text erschien auf der Leitartikelseite – die satirische Absicht zu erkennen.

Teaserbild Erwin Kessler: Keystone
 

Zu guter Letzt: Jeder Lappen zählt

Das Magazin weiss: Nicht nur jeder Rappen, sondern auch jeder Lappen zählt. Gemeint sind damit afrikanische Vorhäute.

Momentan sammelt SRF – also SRF 2 und Radio SRF 3 – wieder Geld mit JRZ. JRZ auf SRF, sozu- aber nicht einfach zu sagen. «Jeder Rappen zählt» heisst die Glasbox-Show, die alljährlich hunderttausende von Schweizerinnen und Schweizern in kollektiv zelebrierte Wohltätigkeit versetzt. Im Verbund feiert man die gemeinsame Grosszügigkeit. Ganz egal, ob man per SMS eine Liebesbotschaft über den Bildschirm flimmern lässt oder die neue Single unplugged vorstellt – nicht nur die Ärmsten der Welt haben etwas von JRZ. Einfach alle, einfach toll!

Apropos toll: Erwähnenswert ist auch die Titelseite der aktuellen Das Magazin-Ausgabe. Das Wortspiel «Jeder Lappen zählt» bezieht sich auf die «Jagd» nach Vorhäuten im südlichen Afrika. Im Dienste der Gesundheit und im Kampf gegen Aids sollen bis 2015 20 Millionen Männer beschnitten werden. Ja, es gibt scheinbar einen Zusammenhang zwischen HIV-Infektion und Beschneidung. Auch wenn dieser laut Artikel wissenschaftlich seit 20 Jahren diskutiert und in Frage gestellt wird, unterstützt die WHO das Vorhaben und listet die Entfernung der Vorhaut als offizielle Präventivmassnahme. Der empfehlenswerte Artikel von Fabian Dietrich kann auf Dasmagazin.ch gelesen werden. (hae)

das-magazin
Titelseite Das Magazin, Nummer 50, 15.12.2012
 

get_footer();