Vizner Borel: «Gift. Eine Ehegeschichte»

Mercedes: Oscar Ferrer neuer Leiter Marketing

Oscar Ferrer übernimmt per 1. Februar 2013 die Leitung Marketing bei Mercedes-Benz Schweiz. Er folgt auf Marco Jelinek, der per Ende 2012 das Unternehmen verlassen hat.

Der 37-jährige Marketer Oscar Ferrer wird neuer Leiter Marketing für die gesamte Gruppe, wie es einer Mitteilung von Montag heisst. Der studierte Betriebsökonom FH war von 2008 bis Mitte 2012 als Head of Marketing bei Red Bull in Baar tätig. Bereits zuvor war er während fünf Jahren Brand Manager bei Red Bull. In seiner neuen Funktion verantwortet Ferrer die Bereiche Kommunikation, Handelsmarketing, Brand Management sowie Sponsoring und Events für sämtliche Sparten von Mercedes-Benz Schweiz: Smart, Mercedes-Benz Cars, -Vans, -Trucks, Mitsubishi Fuso sowie After Sales.
 

SFLB: Alles Wichtige gibt’s auf der Post

Für die Post hat SFLB einen Spot realisiert. In der Hauptrolle: Der gelbe Leuchtstift, das Keyvisual von Poststellen und Verkauf.

Mit leuchtendem Gelb weist der Stift auf die Angebote der Post und von Postshop.ch hin. Und davon gibt es mittlerweile über zwei Millionen. Für das neue Jahr zeigt der Leuchtstift nun auch im Fernsehen, dass man alles Wichtige auf der Post kaufen kann. Zum Beispiel auch, um frühmorgens pünktlich aufzustehen. Der Spot läuft ab 21. Januar am TV, im Internet und in der Poststelle.

Verantwortliche Poststellen und Verkauf: Sandra Jann (Leiterin Marketing-Services), Yvonne Wehrli (Leiterin Marketing-Kommunikation), Andreas Etter (Senior Berater Marketing-Kommunikation). Verantwortlich bei Spillmann/Felser/Leo Burnett: Oli Kreienbühl, Marco Donada (AD), Reto Vogler (Text), Patrick Suter (CD), Peter Brönnimann (ECD), Erasmo Palomba (Art Buying), Rolf Zimmermann (Strategie), Manuel Schmid, Gianna Maria Meisel (Beratung). Regie: Maki Gherzi. Producer: Onfilm. Animation und VFX: Nik Zuber. Musik: Spacetrain. Tonstudio: Jingle Jungle. Postproduktion: Online Video.

Snapfilm verfilmt die Leuchtenwelt von Regent

Die Basler Firma Regent Lighting, bekannt für Lichtideen und Lichtsysteme, hat Snapfilm mit der Realisierung des neuen Imagefilms beauftragt.

Die Kunst von Licht und Schatten soll auch im Film innovativ aufgezeigt werden, so eine Mitteilung. Der Film wird extern und intern international eingesetzt.

Verantwortlich bei Regent Lighting: Hinrik Wachsmuth, Head of Marketing Communication Cristina Cesaro, Online Communication Manager (Projektplanung). Verantwortlich bei Snapfilm: Michael Kindermann (Produzent & Regie), Jonas Jäggy (Kamera), Joerg Birker (Editor & Bildbearbeitung).
 

http://www.youtube.com/watch?v=_dD83UPc5kY

Who’s Mcqueen erweitert Regieportfolio

Who’s Mcqueen Picture hat zwei neue Regisseure unter Vertrag genommen: Stian Smestad und Jappe Päivinen werden von der Zürcher Werbefilmproduktion exklusiv in der Schweiz vertreten.

Stian Smestad kommt aus Norwegen und hat bereits während seines Studiums mit prämierten Kurzfilmen auf sich aufmerksam gemacht. Ab 2008 wurden seine Werbefilme in Cannes, beim ADC Deutschland, LIA sowie der Klappe prämiert.

Der Finne Jappe Päivinen macht mit seinem skurrilen Sinn für Humor und fein inszenierten Szenen seit über zehn Jahren von sich reden, wie es in einer Mitteilung heisst. Dialoge liegen ihm genauso am Herzen wie visuelle Effekte, CGI, 3D-Animationen oder spezielle Kameratechnik wie zum Beispiel Motion Control. Das hat ihm eine Reihe von Auszeichnungen eingetragen, unter anderem bei Epica, Clio, Cresta, Golden Drum oder am New York Festival.
 

Mission Alpha 245

Pam Hügli und Diana Rossi sind langjährige Weggefährtinnen in der Werbung. Gemeinsam leiten sie nun die Kommunikationsagentur Alpha 245 in Zürich und wollen aus dem Start-up «die persönlichste Agentur der Schweiz» machen.

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Der Name tönt auf das erste Hören etwas technisch. Er steht aber für den innersten Kern einer Kreativität. Alpha 245 heisst die Mine, welche in diesem Bleistift steckt, der schon seit Jahren als Symbol für das kreative Schaffen im Netzwerk von Leo Burnett in den verschiedensten Auftritten abgebildet wird. «Im Moment reagieren viele Kollegen tatsächlich noch etwas verwundert, wenn wir den Namen der neuen Agentur erwähnen. Das soll sich aber schon bald ändern», sind die beiden führenden Köpfe bei Alpha 245 überzeugt.

Die Lösung haben Martin Spillmann und Peter Felser in einer zweiten Agentur gefunden. «Weiter wachsen an einem neuen Ort», meint Pam Hügli. Alpha 245 ist somit ebenfalls Teil der internationalen Leo-Burnett-Gruppe und mit dem gleichen Namen in 15 Ländern auf 4 Kontinenten vertreten. Der neu gegründete Ableger in Zürich bietet alle Dienstleistungen einer Fullservice-Agentur an. Alpha 245 betreibt in Zürich auch ein eigenes Fotostudio und ist komplett ausgerüstet für alle Arbeiten in der Druckvorstufe.

Im Team von Alpha 245 arbeiten einige Ehemalige aus dem Stammhaus an der Aemtlerstrasse. Pam Hügli und Diana Rossi sind aber fest entschlossen, ihrer Agentur schon bald ein eigenes Gesicht geben zu können. «Wir müssen selber akquirieren und haben bereits New Business in der Pipeline.» Obwohl Alpha 245 noch nicht so gross ist, will man sich auch um die ganz grossen Budgets bewerben. Mit im Portfolio sind unter anderem bereits Budgets wie Manor Food, Sympany oder Kantonsspital Aarau. Alpha 245 wird mit Pam Hügli und Diana Rossi «sehr nahe beim Kunden» wie eine inhabergeführte Agentur ins Rennen steigen. Ihr Markenzeichen soll «die persönlichste Agentur der Schweiz» sein. «Mit 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben wir eine überschaubare Grösse und damit sehr kurze Entscheidungswege.» Bei Bedarf kann Alpha 245 ihren Kunden aber gleichzeitig alle Vorteile eines internationalen Netzwerks bieten und trotzdem agil und wendig bleiben.

Die Geschäftsführerin von Alpha 245 wollte eigentlich Grafikerin werden. Ihr Berufsberater hat hier allerdings «etwas falsch verstanden» und meinte, eine stehende Arbeit am Reissbrett sei nicht ideal für Hüglis Rücken. So wurde sie zu einem Info- Abend beim Sawi geschickt und kam bereits mit 16 zur Überzeugung, dass es eine Laufbahn als Werbeassistentin sein soll. Bis sie mit 19 «alt» genug für den Tageskurs beim Sawi war, nutzte Pam Hügli die Zeit für die Matura. Das half ihr auch bei der Bewerbung, denn anders als heute musste man beim Sawi damals noch eine harte und mehrstufige Eintrittsprüfung ablegen und sich dabei gegen eine ganze Reihe von Konkurrenten durchsetzen. Für das anschliessende Praktikumsjahr wollte Pam Hügli am liebsten gleich bei Advico oder Wirz einsteigen. Weil ihre damalige WG-Partnerin ihr aber bei Advico den Job vor der Nase wegschnappte, landete Hügli schliesslich bei Edelweiss Werbung. Die gute Stimmung in der WG hat trotzdem gehalten und ein halbes Jahr später wurde bei Advico wieder eine Praktikantin gesucht.

Rolf Zimmermann hatte die offensichtlichen Qualitäten der ersten Bewerbung nicht vergessen und suchte noch einmal Kontakt mit Pam Hügli. So wurde sie in Gockhausen Assistentin und Beraterin. Später war sie dann bei der Gründung von Spillmann Felser Leo Burnett von Anfang an mit dabei.

In ihren zehn Jahren bei SFLB entwickelte sich Pam Hügli bald zur Beratungsgruppenleiterin und Mitglied des Managements. Sie prägte aber nicht nur viele Kampagnen, die national und international für herausragende Kreativität und Effektivität ausgezeichnet wurden. Pam Hügli war auch eine wichtige Verantwortliche für den guten Geist in der Agentur. Sie hat viele Events für die Mitarbeitenden organisiert, die sich nachhaltig auf die Teambildung ausgewirkt haben. Auch die Nachwuchsförderung war Hügli ein Anliegen. «In dankbarer Erinnerung an meine eigene Chance damals habe ich viele Praktikanten auch selbst ausgebildet.»

Für die eigene Weiterbildung machte Hügli die eidg. dipl. Kommunikationsleiterin und schloss 2012 auch erfolgreich den Master of Advanced Studies in Marketing Management und Betriebswirtschaft an der Universität Basel ab. So wie Diana Rossi auf der kreativen Seite Martin Spillmann als ihren massgeblichen Förderer bezeichnet, sieht Pam Hügli den Strategen und CEO Peter Felser als ihren Mentor. «Er hat mir auch vorgeschlagen, mit Alpha 245 die Chance für eine eigene Agentur zu packen.» Es war genau an dem Punkt, wo Hügli auch selber immer mehr klar wurde, dass sie jetzt mit mehr Verantwortung in ihrem Job ein Unternehmen «etwas stärker prägen möchte». Nach ein paar Monaten für die Organisation hat Managing Director Pam Hügli dann Diana Rossi als CD angefragt. «Ich wäre schon sehr enttäuscht gewesen bei einer Absage», meint Hügli, während Rossi beteuert: «Es hätte mich sehr beleidigt, wäre ich von Pam nicht angefragt worden.» Bei Diana Rossi war der Einstieg in die Werbung gerade umgekehrt. Sie bewarb sich nach einer kurzen Studienzeit als Werbeassistentin. Mangels anderer Arbeitsproben legte sie ein paar Aufsätze noch aus ihrer Gymnasialzeit ins Dossier. So wurde ihr Talent als Texterin entdeckt. Über eine Empfehlung beim BSW-Verband landete Rossi bei einer Kleinagentur in Solothurn. Hier lernte sie in 18 Monaten das Texterhandwerk wirklich von der Pike auf. «Dort habe ich vor allem geschrieben. Und zwar viele, viele Broschüren. Dafür konnte ich das dann aus dem FF.»

Beide Alpha-Frauen haben viel von ihren Lehrmeistern bei SFLB profitieren können

Erlöst vom täglichen Pendeln von Zürich nach Solothurn wurde sie dann mit einem Jobangebot von Euro RSCG. Hier wirkte sie vier Jahre, das erste davon noch vor dem Eintritt von Frank Bodin. Als ein «Glücks-Start-Treffer» wertet Diana Rossi heute ihren ersten Cannes-Löwen für die Arena-Fitness- Clubs. Ein verkürztes Messband sorgte dafür, dass man sich dicker fühlte – also ins Fitnessstudio wollte.

2005 wechselte Rossi zu Spillmann Felser Leo Burnett. Hier sind inzwischen auch noch Silber- Löwe Nummer 2 und 3 dazugekommen. «Es war ein besonderer Moment, im Kino zu sitzen und live erleben zu können, wie ein ganzer Saal über die SMS Spots für Sunrise lacht.» Den anderen Löwen hat sie für die zerbrochene Vase für Fleurop gewonnen. WOZ, Emmentaler oder Migros sind nur einige der Kunden, für die Rossi auch bei den Eurobest, Epica, The Cup, ADC Europe, ADC Deutschland und natürlich als Mitglied auch beim ADC Schweiz zahlreiche Preise gewonnen hat.

Viele dieser Arbeiten sind in enger Teamarbeit mit Peter Brönnimann entstanden. Diana Rossi sieht den heutigen Kreativchef von Spillman Felser Leo Burnett genau wie auch Martin Spillmann als ihre Mentoren. «Ich konnte mit den besten Leuten arbeiten. Das war eine super Zeit, von der ich jetzt viel mitnehmen konnte.» Bei einem Fondue-Essen zu viert haben Martin Spillmann, Peter Felser und ihre beiden Jungunternehmerinnen kürzlich darüber gesprochen, dass sich jetzt die Erfolgsgeschichte nach zehn Jahren noch einmal wiederholen könnte. «Einfach in der weiblichen Version.» Die beiden Köpfe an der Spitze sind gute Freundinnen. Und beide sind wie ihre Vorgänger überzeugt vom gleichen Businessmodell: «Die Denkhaltung muss kreativ sein. Das Resultat lösungsorientiert zum Vorteil für den Kunden.»

Andreas Panzeri

Pam Hügli wollte eigentlich Grafikerin werden und ist dann im Bereich Beratung gelandet. Die Geschäftsführerin von Alpha 245 ist heute eidg. dipl. Kommunikationsfachfrau und hat den Master of Advanced Studies in Marketing Management und Betriebswirtschaft an der Universität Basel abgeschlossen.

Diana Rossi wollte Werbeassistentin werden, ist dann aber beim Texten gelandet. Nach einem Kurzstart in Germanistik hat sie das Handwerk «on the job» bei führenden Agenturen gelernt und war zwei Jahre CD bei Spillmann Felser Leo Burnett, bis sie jetzt zur Alpha-Frau gewählt wurde. Diana Rossi hat neben diversen Preisen auch drei Silber-Löwen in Cannes gewonnen.

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Ein Artikel aus der aktuellen Printausgabe der Werbewoche.

Knapp 88 Prozent der Deutschschweizer hören Radio

In der Deutschschweiz hören im Vergleich zu früheren Jahren etwas weniger Jugendliche und Erwachsene Radio. Im zweiten Halbjahr 2012 hörten 87,9 Prozent aller über 15-Jährigen Radio. Ein Jahr zuvor waren es 88,8 Prozent gewesen.

Im Mittel liefen die Radios etwas mehr als zwei Stunden am Tag, nämlich 124,5 Minuten, wie Publica Data und Mediapulse am Montag mitteilten. Im zweiten Halbjahr 2011 hatten die Medienforscher noch 127,7 Minuten Radio hören pro Tag registriert. Der Marktanteil der SRG-Programme ist leicht zurückgegangen: Die Erhebung wies im zweiten Semester 2012 einen Marktanteil von 65,3 Prozent aus. Im zweiten Semester 2011 waren noch 65,6 Prozent Marktanteil gemessen worden.

Privatsender legen leicht zu

Schweizerische Privatsender erreichten einen Marktanteil von 30,3 Prozent (Vorjahr: 29,8 Prozent). Ausländische Privatstationen kamen auf 4,5 Prozent (Vorjahr: 4,6 Prozent). Der weitaus beliebteste Sender der Deutschschweizerinnen und Deutschschweizer ist nach wie vor Radio SRF 1. Er erreichte einen Marktanteil von 32,4 Prozent – das entspricht rund 1,7 Millionen Hörern. SRF 3 kam auf 17,7 Prozent Marktanteil, SRF 2 Kultur auf 3,7 und SRF 4 News auf 0,7 Prozent. Meistgehörter Privatsender in der Deutschschweiz ist Radio 24 mit einem Marktanteil von 2,9 Prozent oder rund 307'800 Hörern pro Tag. Dahinter folgen Energy Zürich mit 2,3 Prozent und Radio Argovia mit 2,2 Prozent.

In der Westschweiz wird weniger Radio gehört: 84,0 Prozent (Vorjahr: 85,6 Prozent) der über 15-Jährigen hören während durchschnittlich 108,7 Minuten am Tag Radio. Der Marktanteil der SRG-Programme liegt bei 66,1 Prozent. Schweizer Privatstationen kommen auf 23,6 Prozent und ausländische auf 10,3 Prozent.

In der italienischsprachigen Schweiz sind 86,8 (Vorjahr: 87,7) Prozent der über 15-Jährigen Radiohörer. Die Radios laufen im Mittel 120 Minuten pro Tag. Die SRG-Programme kamen in diesem Sprachraum auf einen Marktanteil von 82,0 Prozent, schweizerische Privatsender auf 11,5 Prozent und ausländische auf 6,5 Prozent. (SDA)

Teaserbild: Keystone

Swiss Marketing kooperiert mit Supertext

Seit diesem Jahr schreibt der Sprachdienstleister Supertext aus Zürich-West als neuer Verbandspartner für Swiss Marketing (SMC). Aufmerksam auf die Agentur wurde SMC auf unkonventionelle Art und Weise.

Es begann laut Mitteilung 2010 mit einer Verwarnung. Die drei Supertext-Gründer Rinaldo Dieziger, Fabian Dieziger und Rémy Blättler betraten in schneeweissen Anzügen das KKL in Luzern. Ein Aufmerksamkeit erregender Auftritt am Schweizerischen Marketing-Tag. Die Organisatoren von Swiss Marketing wussten nicht, wie ihnen geschah. Uwe Tännler, Präsident von Swiss Marketing: «Auf so unverfrorenes Guerilla-Marketing waren wir nicht vorbereitet. Eine Kleiderordnung haben wir nicht. Und als sie am Eingang Flyer verteilten, griffen wir ein. Aber das mit den Anzügen war schon clever. Überhaupt hat uns Supertext mit ihrem frischen und kreativen Auftritt überzeugt.»

Schliesslich sei zusammen gewachsen, was zusammen gehöre, so die Mitteilung. Rinaldo Dieziger, Chef vom Ganzen bei Supertext: «Wir freuen uns auf die Partnerschaft mit Swiss Marketing. Wir erhoffen uns spannende Kontakte aus den 35 regionalen Klubs und wollen uns im Verband für mehr Textqualität engagieren. Denn bei all den neuen Möglichkeiten in den neuen Medien wird der Ausgangspunkt jeder Kommunikation im Marketingplan oft vernachlässigt: der Inhalt. Und genau da setzen wir den Schwerpunkt, beim Text.»
 

Eyeloveyou entwickelt Corporate Design für Pier 14

Für den Gewerbepark Pier 14 von Hiag Immobilien hat die Agentur Eyeloveyou ein Corporate Design entwickelt, welches die Nähe zum Hafen als besonderes Merkmal hervorheben soll.

Für den Gewerbepark im Hafen von Birsfelden bei Basel wurde das Logo in Form eines Schiffbugs gestaltet, wie die Agentur in einer Mitteilung schreibt. Gleichzeitig steht das pfeilartige Bugelement für die Zukunftsorientierung von Pier 14. Mit dem Claim «Zugang zu Hafen, Stadt und Kunden» wird die günstige Lage des Gewerbeparks in der Region Basel dramatisiert. Für ein visuelles Highlight sorgt das überdimensionale Logo an der Südfassade der Immobilie. Eine optimale Besucherführung in und rund um das Gebäude garantiert die Signaletik in der Corporate-Design-Schrift.

Auf der Website von Pier 14 können sich interessierte Firmen durch den ganzen Gebäudekomplex klicken und mit Hilfe eines intuitiven Konfigurators erfahren, welche Flächen aktuell noch zur Verfügung stehen. Nebst der Informationsplattform im Internet entwickelte Eyeloveyou eine Vermarktungsbroschüre, die weitere Details über das Projekt enthält.

Verantwortlich bei Hiag Immobilien: Alex Römer (Real Estate Development), Frank Butz
(Verantwortlicher für Kommunikation und Content). Verantwortlich bei Eyeloveyou: Rafael Dietschy (Design, Konzeption), Oliver Kirschbaum (Beratung, Konzeption).

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Zu guter Letzt: Einig Volk von Siegern

Wenn halbjährlich die Hörerzahlen veröffentlicht werden, herrscht in der Radiowelt Einigkeit: Jeder Sender ist mit Abstand der Beste - irgendwie, irgendwo, irgendwann.

Die Tabelle, die Public Data heute veröffentlichte, liest sich wahrlich nicht wie eine Bettlektüre. Abkürzungen, Zahlen, Prozente – zu Hülf (Werbewoche.ch berichtete). Das Positive daran: Jeder Sender kann – wenn er genug lange auf die Zahlen starrt – selbst herauslesen, was ins Konzept passt.

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Radio 105 machte am Morgen den Anfang. Die neusten Zahlen belegen scheinbar, dass 105 massiv zugelegt hat (im Vergleich zur selben Periode des Vorjahres) «während die anderen Zürcher Sender stagnierten oder an Hörer verloren». Und entsprechend freut sich der Chef Giuseppe Scaglione: «Radio 105 ist der einzige Radiosender, der nun seit sechs Semestern (!!) ständig so deutlich zulegt. Das ist grossartig.»

Das beeindruckt nachhaltig. Genauer gesagt bis 13 Uhr, als die Meldung von Radio 24 eintrifft. Der Sender bleibt laut Mitteilung «meistgehörtes Privatradio der Deutschen Schweiz». Wenig später erfährt man: Capital FM «bleibt die Nummer eins in der Stadt Bern», verbucht Rekordwerte und distanziert Mitbewerber Energy Bern um 800 Hörer.

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Im Verlauf des Nachmittags die Meldung, dass auch Radio Grischa das stärkste Privatradio bleibt – im Kanton Graubünden. Obwohl die allgemeine Radionutzung leicht zurückgehe, lege man im Bündnerland zu. Dadurch würden die Zahlen «umso bemerkenswerter». Exakt 20 Minuten später die frohe Botschaft aus Luzern: Radio Central bleibt «Leader der Zentralschweiz». Und Radio Eviva behauptet sich «als klare Nummer eins unter den privaten Kabelradios». Der Sender FM1 gehört neuerdings zu den vier erfolgreichsten Privatradiostationen der Schweiz und konnte den Marktanteil in der Ostschweiz nochmals steigern!

Sehr erfreulich, wie die Radio-Landschaft blüht – Gewinner am Laufmeter. Aber was macht eigentlich Energy Zürich? Die Antwort gibt’s auf dem Heimweg: «Radio Energy ist die klare Nummer Eins» berichtet Blick am Abend über das Ringier-Gspänli. «Das Zürcher Privatradio baut den Vorsprung auf seine direkte Konkurrenz aus.» Alles andere wäre auch eine Überraschung gewesen.

Thomas Häusermann

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Bild: Blick am Abend, 21. Januar 2012
Teaserbild: Keystone
 

«Wir helfen den Medienhäusern, Reichweite zu generieren»

Patrick Warnking, der Chef von Google Schweiz, nimmt im Interview mit der Sonntagszeitung Stellung zum Streit mit den Verlegern. Ein Leistungsschutzrecht lehnt er ab, zeigt sich jedoch zum Dialog bereit.

Den Vorwurf, Google betreibe Piraterie und bediene sich ohne Rückfrage fremder Inhalte, kontert Warnking im Interview mit der Sonntagszeitung mit dem Argument, es sei jedem Verlag freigestellt, ob er seine Inhalte für Google verfügbar mache. Mit einem kurzen Textcode (Robots.txt) könne man sich von der Suchmaschinen-Indexierung ausschliessen.

Warnking sieht die Rolle von Google weniger als Feind denn als Helfer der Medienhäuser. Monatlich leite der Suchmaschinengigant kostenlos 4 Milliarden Klicks auf Seiten von Verlagen weiter. Damit helfe man den Medienhäusern, Reichweite zu generieren und die eigene Werbung zu verkaufen. 2011 seien durch das Vermarktungsprogramm Ad Sense weltweit 7 Milliarden Dollar an Publisher ausgeschüttet worden – darunter viele Presse- und Medienunternehmen. 

Der Chef von Google Schweiz zeigt sich aber interessiert an einer engeren Zusammenarbeit mit den Verlagen. Nicht ein Leistungsschutzrecht, sondern das belgische Modell sei die richtige Richtung. Im Dialog sollen neue Geschäftsmodelle gefunden werden, mit denen die Verlage mit den digitalen Medien «vernünftig Geld verdienen können». Google stehe zum Gespräch zur Verfügung.

Teaserbild: Sonntagszeitung / Siggi Bucher
 

Zu guter Letzt: Ich bin ein Kind, holt mich hier raus

Alle schauen die Dschungelshow. Nicht nur Jung und Alt, sondern auch sehr Jung. Und viele Frauen.

In Australien kämpft zur Zeit wieder eine Gruppe Cervelats um die Reanimierung der Karriere. Einige der Camp-Teilnehmenden waren zu Beginn so unbekannt, dass RTL den Zuschauern erst einmal den Grund ihrer Anwesenheit erklären musste. Eine machte mal bei «Bachelor» mit (und sei schon dort als Zicke bekannt gewesen), eine andere war Kandidatin bei «Germany’s Top Model». Die Mutter von Reality-TV-Phänomen Daniela Katzenberger trifft auf die Tochter von Tony Curtis. Ein ehemaliger DSDS-Kandidat auf eine Soap-Darstellerin, die es allen mal zeigen will (und zufällig im aktuellen Playboy zu sehen ist). Ein türkischer Möchtegern-Latino, der vor langer Zeit einen Trash-Sommerhit landete, ist auch da. Zudem ein suspekter Klaus von Klaus & Klaus, der tragisch gealterte Helmut Berger und der Dagobert-Erpresser, der zusammen mit einem redegewandten Transvestiten die intellektuelle Elite des diesjährigen Dschungelcamps bildet. Und natürlich Patrick Nuo, der die Schweiz vertritt und mit einem Pornosucht-Geständnis die Verkaufszahlen künftiger Tonträger ankurbelt.

Die Sendung bietet einfach alles. Kein Wunder dominiert das Trash-Feuerwerk die Einschaltquoten des deutschsprachigen Raums nach Belieben. Kritische Abhandlungen kann man sich getrost sparen – ebenso wie fadenscheinige pseudo-soziokulturelle Erklärungen, wieso man sich von «Ich bin ein Star, holt mich hier raus!» tagtäglich bestens unterhalten lässt. Eine Sendung, die offiziell niemand schaut – in Deutschland durchschnittlich sieben Millionen pro Abend (und 41 Prozent der Werbezielgruppe). Dass es in der Schweiz ähnlich aussieht, kann man leider nur erahnen – die Einschaltquoten wurden hierzulande ja abgeschafft.

Das Schweizer Qualitäts-Printmedium Blick fragte am Donnerstag entgeistert «Warum schauen gerade Frauen Dschungel-Schrott?». IPMZ-Professor Heinz Bonfadelli erklärte wieso. Da verkam eine andere Stelle des Artikels beinahe zur Nebensächlichkeit: «Bei den ganz Kleinen sind die schleimigen Dschungelprüfungen besonders beliebt: 210'000 Mädchen zwischen drei und 13 Jahren schalten Abend für Abend um 22.15 Uhr ein». Vielleicht wäre die relevantere Frage, was kleine Kinder um diese Zeit (und generell) vor dem Fernseher zu suchen haben. Und wieso man in diesem Alter Sendungen schaut, die unbestritten ein gewisses Mass an Medienkompetenz voraussetzen und definitiv nicht für Kinderaugen gedacht sind. Die Sendezeit gibt ahnungslosen Eltern diesbezüglich vage Hinweise. Leider wurde Professor Bonfadelli dazu nicht befragt.

Thomas Häusermann

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Bild: Blick, 17. Januar 2013

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