Y&R baut digitale Kompetenz aus

Martin Sauter ist neu Chief Knowledge Officer (CKO) der Y&R Group Switzerland, Donat Grimm wird Managing Director von Futurecom.

Um die digitale Kompetenz der Agentur weiter zu fördern, schafft die Y&R Group Switzerland per Anfang Jahr die Funktion eines Chief Knowledge Officers (CKO), wie es in einer Mitteilung heisst. Die neu geschaffene Stelle wird durch Martin Sauter besetzt, bisher Managing Director von Futurecom interactive. Seine Rolle besteht darin, kommunikative und technologische Trends in der digitalen Welt zu recherchieren und das entsprechende Wissen für Kunden und Mitarbeiter nutzbar zu machen. Auch das Prozess- und Qualitätsmanagement sowie die interne Weiterbildung gehören zum Aufgabengebiet des CKO.

Donat Grimm übernimmt den Posten des Managing Directors von Futurecom interactive. Er war die letzten zwei Jahre CMO bei CustVox und zuvor vier Jahre Partner bei itopia. Donat Grimm verfügt über grosse Erfahrung in Branding, Positioning, Vermarktungsstrategien und kommunikativen Umsetzungen in digitalen Medien.

Martin Sauter und Donat Grimm sind Mitglieder der erweiterten Geschäftsleitung der Y&R Group Switzerland.
 

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Schweizer Werbeausgaben stagnieren 2012

Die Schweizer Werbeausgaben 2012 sind Vergleich zum Vorjahr praktisch gleich geblieben. Werbung für rund 4,8 Milliarden Franken wurde geschaltet. Das ist ein Rückgang um 0,1 Prozent, wie dem Media Focus Trend Report 2012/12 zu entnehmen ist.

Der Media Focus Werbemarkt Trend Report 2012/12 kann hier im PDF-Format heruntergeladen werden.

Dass der Rückgang nicht grösser ausfiel, ist dem im Dezember intensivierten Werbeaufwand zu verdanken. Gemäss der Erhebung lag der Werbedruck im Monat der Weihnachtsverkäufe um 1 Prozent über dem Vormonatswert auf 426,9 Millionen Franken. Über das Gesamtjahr gesehen wurden auch 2012 Lebensmittel und Fahrzeuge am meisten beworben. Die Nahrungsmittelbranche hielt einen Anteil von 10,5 Prozent und die Fahrzeugbranche einen von 9,7 Prozent am Werbevolumen der Schweiz. Dabei war die Lebensmittelwerbung 0,2 Prozentpunkte rückläufig, jene für Fahrzeuge blieb gleich.

Die grössten Anteilsverschiebungen gab es 2012 bei Kosmetik und Körperpflege mit einem Plus um einen Prozentpunkt auf 8,5 Prozent. Damit wurde die Schönheits- und Hygienebranche drittstärkste Werbekraft im Markt. Die Telekommunikation hatte noch einen Werbeanteil von 5,1 Prozent und stieg mit diesem Verlust von 0,7 Prozentpunkten vom Rang 7 auf den 10. Platz ab.

Im stagnierenden Werbemarkt tummelten sich fast gleich viele Werbetreibende wie im Vorjahr. Ihre Zahl nahm um 0,4 Prozent ab. Media Focus sieht darin den Unterbruch eines seit 2009 beobachteten Trends. Von 2009 bis 2011 nämlich waren pro Jahr durchschnittlich 6,8 Prozent der Werbefirmen vom Markt verschwunden. (SDA)
 

JvM/Limmat: Drei neue Creative Directors

Die drei langjährigen Mitarbeitenden Samuel Christ, Andy Lusti und Maurus Zehnder sind neu Creative Directors bei Jung von Matt/Limmat. Christ arbeitet bereits seit Juli 2012 als Kreativdirektor, Lusti und Zehnder per 1. Februar 2013.

«Ich bin sehr stolz, dass wir einmal mehr langjährige Mitarbeitende befördern und so die Exzellenz unserer Kreation ausbauen können», freut sich Executive Creative Director Alexander Jaggy in einer Mitteilung. Die drei neuen Kreativdirektoren folgen auf die beiden Abgänge Fernando Perez und Livio Dainese, die per 1. Februar Partner und Mitglieder der Geschäftsleitung von Hinderling Volkart werden (Werbewoche.ch berichtete).

Samuel Christ (34) startete nach seinem Abschluss in Jura seine Kreativkarriere bei Springer&Jacoby in Hamburg. Seit 2006 arbeitet Christ bei Jung von Matt/Limmat und war verantwortlich für mehrere Kampagnen für Graubünden Ferien (Obermutten), Migros (Huhn TV-Spot), Pro Infirmis, smart, Migros Bank und Max Shoes.

Andy Lusti (35) hat die Texterschmiede in Hamburg absolviert und ist 2011 nach Stationen bei KNSK Hamburg, KSB/SJ sowie Advico Young & Rubicam bei Jung von Matt/Limmat eingestiegen. Zu seinen Arbeiten gehören Kampagnen für Graubünden Ferien, Migros und Smart.

Maurus Zehnder (34) war nach seinem Debüt bei Jung von Matt/Limmat bei KSB/SJ und Rod tätig. 2011 kehrte der Bündner zu JvM/Limmat als Art Director zurück. Zu Zehnders Arbeiten zählen Kampagnen für Marken wie Graubünden Ferien, Migros, Pro Juventute oder Smart.

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Alle drei sind Mitglied beim ADC Schweiz und waren verantwortlich für mehrere national und international ausgezeichnete Kampagnen.

 

Hinderling Volkart wird Full Service Agentur

Die Jung von Matt-Kreativdirektoren Fernando Perez und Livio Dainese werden per 1. Februar Partner und Mitglieder der Geschäftsleitung von Hinderling Volkart. Damit wurde der Grundstein gelegt für eine Fullservice-Agentur mit Fokus auf integrierte Kommunikation.

«Es ist kein Geheimnis, dass Digitalagenturen Mühe bekunden, herausragende Kreative für die grosse Kommunikationsidee zu gewinnen.» begründet Michael Hinderling den Schritt in einer Mitteilung. Hinderling Volkart wurde 2007 von Michael Hinderling und Michael Volkart gegründet. Die Agentur mit 25 Mitarbeitern führt mit Websites und Kampagnen Marken wie Swiss, SRF, Bucherer und Microsoft Schweiz im digitalen Raum. 

Fernando Perez und Livio Dainese zeichneten als Kreativdirektoren und Mitglieder der Geschäftsleitung von Jung von Matt/Limmat verantwortlich für die Kommunikation von Graubünden Ferien, die Migros Dachmarkenampagne «Ein M besser», NZZ oder Pro Infirmis. Unter ihrer Führung entstanden Highlights wie die beiden Steinböcke Gian und Giachen, das Facebook-Dorf Obermutten, die Schweigeminute One Minute of Silence for Haiti für Caritas, der Bär von Pro Infirmis oder die Nachhaltigkeitskampagne Generation M für die Migros. Die Arbeiten von Perez und Dainese wurden international und national mit über 230 Preisen geehrt, darunter nebst Cannes Löwen, One Show und D&AD Pencils auch drei goldene und zwei silberne Effies für effiziente Kommunikation.

«Livio und Fernando bringen langjährige Erfahrung in Konzeption und Umsetzung von Kampagnen auf internationalem Niveau mit und ergänzen unsere Kompetenzen perfekt. Wir freuen uns riesig auf diesen bisher grössten strategischen Schritt», kommentiert Michael Volkart die Neupositionierung der Agentur.
 

Union 3: Neue Projektleiterin PR und Marketing

Die Zürcher Agentur Union 3 vermeldet einen Neuzugang: Seit Anfang des Jahres verstärkt Inés Maloigne das Team als Projektleiterin PR und Marketing.

Bei Union 3 ist sie als Projektleiterin PR und Marketing tätig und betreut insbesondere die Mandate Zürich tanzt und die Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe, wie es in einer Mitteilung heisst. Inés Maloigne hat 2006 ihr Studium Journalismus und Organisationskommunikation an der ZHAW abgeschlossen. Nach dem Einstieg in die Kommunikations- und Marketingbranche bei X-tra Productions arbeitete sie fünf Jahre im Marketing von Lucerne Festival.
 

Ruf Lanz: Neandertaler für VZ Vermögenszentrum

Ruf Lanz hat das Werbemandat für die regelbasierten Anlagemodelle des VZ Vermögenszentrum gewonnen. Die Kampagne zeigt: Man sollte sich nicht auf Urinstinkte verlassen.

Die Ausgangslage: Gier und Angst beeinflussen das Verhalten der Menschen seit Urzeiten. Noch heute werden diese Urinstinkte vielen Anlegern zum Verhängnis. Bei sinkenden Kursen verkaufen sie überstürzt. Und bei steigenden Kursen verpassen sie es, ihre Gewinne zu realisieren. Bei regelbasierten Anlagemodellen werden diese menschlichen Urinstinkte ausgeschaltet: Titel aus Anlageklassen mit guter Performance werden automatisch verkauft und Titel aus Anlageklassen mit schlechter Performance automatisch aufgestockt. Diese festen Regeln führen zu einer besseren Rendite. Das beweisen auch die erfolgreichen Anlagemodelle der Universitäten Harvard und Yale, wie die Agentur in einer Mitteilung schreibt.

Die Kampagne von Ruf Lanz unterscheidet sich auffällig von herkömmlicher Finanzwerbung: Am Beispiel von Neandertalern im Businesslook wird gezeigt, dass man sich heute besser nicht mehr auf seine Urinstinkte verlässt. Für die aufwändige Inszenierung arbeitete Ruf Lanz mit dem Fotografen Jonathan Heyer und dem Plastiker Gerd Caris zusammen.

Die drei Sujets erscheinen gezielt in der Wirtschaftspresse.

Verantwortlich bei VZ Vermögenszentrum: Matthias Reinhart, Gabriella Hollenstein, Marc Weber. Verantwortlich bei Ruf Lanz: Markus Ruf, Danielle Lanz (Creative Direction), Isabelle Hauser (Art Direction), Thomas Schöb (Text), Dave Schellenberg (Grafik), Nathalie Jakober (Beratung), Sebastian Durband (Beratungsleitung). Fotografie: Jonathan Heyer. Modellbau: Gerd Caris. Bildbearbeitung: Patrik Rohner.

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Raemy ist neuer Chefredaktor von Travel Inside

Seit dem 1. Januar 2013 hat Travel Inside, die Schweizer Fachzeitung für Touristik, mit Jean-Claude Raemy einen neuen Chefredaktor.

Der 40-jährige Raemy ist bereits seit Januar 1998 bei Primus Publishing tätig. 2003 machte er einen 18-monatigen Unterbruch aufgrund eines Abstechers zu einem anderen Verlagshaus, bevor er am 1. März 2004 bei Travel Inside sein Comeback feierte. Im August 2008 zog Jean-Claude Raemy aus familiären Gründen nach Bergen (Norwegen) und arbeitete fortan als Aussenredaktor für Travel Inside weiter. Im Mai 2011 kehrte Jean-Claude Raemy nach Zürich zurück, übernahm den Posten eines stellvertretenden Chefredaktors und war damit massgeblich an der redaktionellen Umsetzung und Gestaltung des Magazins beteiligt, wie es in einer Mitteilung heisst. Stellvertretender Chefredaktor von Travel Inside bleibt Urs Hirt. Angelo Heuberger, Gründer und bisheriger Chefredaktor, bleibt Herausgeber und Mitglied der Redaktion. Er wird sich künftig verstärkt um die Aufgaben im Verlag kümmern.

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Trollhauser: Neue Luzerner Agentur gegründet

Luzern hat eine Textagentur: Trollhauser, gegründet von Martin Rutishauser und Matthias Troller. Die beiden verbindet viel - zum Beispiel Gürteltiere. 

Rutishauser startete laut Mitteilung bei Velvet Creative Office und gesellte sich dann vor einigen Jahren zu Troller bei Ottiger & Partner BSW. Jetzt haben die beiden selber ein Büro eingerichtet – als Trollhauser für Konzept, Text und Story.

Troller hat es nach einer kurzen Karriere als Kantonsschullehrer in die Kommunikationsbranche getrieben. Seit 2004 ist er Texter/Konzepter in Luzern. Als Germanist liebt er die Sprache. Trotzdem reduziert er sie – zumindest die geschriebene – gerne auf ein Minimum. «Schreiben ist DIN A4, Texten ein Post-It», sagt er, «und das Haftenbleiben das Wesentliche.» Das tun im Übrigen auch seine Reportagen.

Rutishausers erste Karriere war ähnlich kurz: Er war Unternehmensberater am Malik Management Zentrum St. Gallen – weit weg von Engelberg. So startete er 2002 seine zweite Karriere als Texter/Konzepter. Daneben war er Herzblut-Wochenend-Nachtportier im Bellevue Palace, Bern. Heute setzt Rutishauser voll auf Text. Steckenpferd: Storytelling. «Wer verliebt sich schon in Bullet-Points?» Seit 2009 ist er teilzeit als Leiter Kommunikation einer weltweit aktiven Luzerner KMU tätig.

Troller und Rutishauser ergänzen sich bestens. Das wissen sie seit ihrer Zeit bei Ottiger & Partner BSW in Reussbühl/Luzern Seither haben sie sich nicht nur gegenseitig die Texte zerfleischt, bis sie gut waren. Auch privat gibt es immer etwas zu diskutieren: der eine Dortmund-Sympathisant, der andere Bayern-Fan. Der eine steht auf Heavy Metal, der andere ist Mitglied der Electric-Polka-Band Jolly & the Flytrap. Gemeinsamkeiten gibt es auch: Beide mögen sie gut gezapfte Abende. Sie machen bei ihren Töchtern dieselben Erziehungsfehler. Und beide haben ein Faible für Gürteltiere.

Neben Konzepten, Texten und Storys übernehmen Trollhauser gerne auch Projektleitungen. Welche Botschaft welcher Dialoggruppe wie, wann und in welchen Kanälen zu übermitteln ist: Trollhauser analysiert und zeigt es in Kommunikationskonzepten auf.

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Hangar 51 bewirbt David Gym ZH-West

Hangar 51 hat zur Eröffnung von David Gym ZH-West eine Werbekampagne gestartet. Diese läuft unter dem Credo «Stark. Schön. Gross».

Zusätzlich zu den Sujets sollen Radiospots zum Thema «Gebrüder Gym» die neuen Fitness-Abos pushen, welche neue und bestehende Mitglieder während der Aktion «Open House» buchen können. Die offizielle Eröffnung findet am 18., 19. und 20. Januar 2013 statt.

Verantwortlich bei David Gym ZH-West: Kathi Fleig. Verantwortlich bei Hangar 51 | Kommunikation: Mark Seeholzer (CD, Text/Konzept).

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Mehr als nur ein Namenwechsel

Seit Anfang Januar 2013 heisst die vormalige KSB neu KSP. Beziehungsweise ganz offiziell KSP Krieg Schlupp Partner Werbeagentur AG.

WW: Was bedeutet die neue Ausrichtung von KSP: «Werbung und Nachhaltigkeit»?
Daniel Krieg: KSP war, ist und bleibt eine Werbeagentur. Im modernen Sinn von 360 Grad. Dafür steht «Werbung». KSP profiliert und differenziert sich mit ihrer fundierten Expertise beim Thema Nachhaltigkeit beziehungsweise der Kommunikation von Nachhaltigkeit. Dafür steht «und Nachhaltigkeit ». Denn um bei diesem Thema weder in Langeweile zu verfallen noch in Greenwashing oder, viel schlimmer, in unabsichtliches Greenwashing, dafür braucht es schlicht mehr Wissen als bei «normalen» Themen. Andersrum: Egal, ob man Nachhaltigkeit eher defensiv oder offensiv kommuniziert, egal ob auf Teilsortimenten oder als Markenbestandteil oder sogar als zentralen Markentreiber: Man muss genau wissen, wo Kauftreiber vorliegen und wo Kaufhemmer, was imagerelevant ist oder eben nicht, inwiefern eine Mehrzahlungsbereitschaft vorliegt, inwieweit tatsächliche oder emotionale Nutzen vorliegen. Darüber hinaus muss man wissen, wie man bei diesem sensiblen Thema mit allen Stakeholdern umgeht. Dass KSP bei alldem tiefgreifend sattelfest ist, schätzen alle unsere bestehenden Kunden. Und noch viel mehr schätzen sie, dass wir auch in Zukunft bei Nachhaltigkeit die Nase vorn haben werden.

Ist diese neue Positionierung ein Grund, wieso Christoph Bürge die Agentur verlassen hat?
Ja, das ist der Grund.

Gibt es Jobs, die KSP in Zukunft ablehnen will?
Die Aufträge, die wir ablehnen müssten, die kommen gar nicht mehr, weil wir mit «Werbung und Nachhaltigkeit» klar und deutlich Stellung beziehen. Wir werden nie Atomstrom bewerben. Dafür kommen im Gegenzug ganz viele neue Anfragen, genau wegen unseres Spezial-Know-hows. Konkreter möchte ich an dieser Stelle aber noch nicht werden. Und ja, bei allen Kontakten, die wir mit Kunden und potenziellen Kunden haben, ist Nachhaltigkeit immer ein Thema mit hoher Priorität. Nicht das einzige, bewahre, aber ein wichtiges. Für mich persönlich ist es das Zukunftsthema überhaupt. Aus innerer Überzeugung, aber auch aus geschäftlicher Weitsicht. Seit der Neuausrichtung sehe ich die Zukunft von unserer Agentur wieder in jeder Beziehung grün. Wir haben bei unserem Differenzierungsthema Nachhaltigkeit mehrere Jahre Vorsprung.
pan

ksp

Der Impact-Check der Werbewoche Januar 2013

Wir zeigen, wie aktuelle Kampagnen bei den Konsumenten abschneiden.

Bei der Awareness liegt die Chocolat-Frey- Anzeige der Werbeagentur Spillmann, Felser, Leo Burnett an der Spitze, gefolgt von der SBB-Anzeige der Agentur Contexta und der Ikea-Anzeige der Agentur Wirz. Beim Kriterium Uniqueness liegt die Unicef-Anzeige von Saatchi&Saatchi weit vor der Pastorini- Anzeige der Werbeagentur Lesch + Frei und der Anzeige für den Tierpark Goldau von Advico Young&Rubicam. Unicef gewinnt auch beim Brand Fit vor der Anzeige für Schweizer Fleisch der Werbeagentur Polyconsult und der Ikea-Anzeige. Bei der Likeability siegt Unicef knapp vor dem Tierpark Goldau und der Anzeige von Pastorini.

Impact-Check der Werbewoche Januar 2013 (PDF)

Impact-Check der Werbewoche Januar 2013 (detaillierte Resultate, PDF)

Neuer strategischer Fit für Alex Schmid

Alex Schmid bringt seine Dialogkompetenz in die DACHCOM-Gruppe ein und rundet damit sein eigenes integriertes Leistungsportfolio mit digitaler und klassischer Kompetenz ab.

WW: Was hat für ein Zusammengehen mit einer klassischen Agentur gesprochen?
Alex Schmid: Grundsätzlich gab es für mich immer zwei Optionen: Zusammenschluss mit einer Dialogagentur oder Integration in eine klassische Agentur. Für mich mussten primär strategische Dimensionen im Vordergrund stehen. Diese haben jetzt gestimmt. DACHCOM erhält eine Präsenz auf dem Platz Zürich sowie fundierte Dialogkompetenzen, wir auf der anderen Seite können unser Angebot in Richtung integrierte Kampagnen ausbauen und haben Zugriff auf Digitalressourcen. Und das alles ohne Konflikte im Kundenportefeuille.
 
Haben Sie verschiedene Agenturen evaluiert?
In den letzten 20 Jahren habe ich verschiedene Gespräche und Verhandlungen geführt. Im ersten Jahr stand bereits René Hürlimann von Euro auf der Matte und wir haben interessante internationale Optionen geprüft. In der Agenturgeschichte von Alex Schmid war ich zwei Mal Netzwerkpartner: bei Grey und bei Draft. Dabei habe ich wertvolle Erfahrungen gesammelt und gelernt, was Sinn macht und was nicht. Reporten gehört dabei definitiv nicht zu den Favoriten.
 
Wieso ist der Entscheid für DACHCOM gefallen?
Neben vielen rationalen Kriterien, die erfüllt sind, hatte ich am Schluss einfach ein gutes Gefühl mit Christin und Otto Gmeiner. Auch sie haben mit solider Arbeit und aus eigener Kraft Schritt für Schritt etwas aufgebaut und sind beseelt von qualitativ hochstehenden Kampagnen im Interesse der Kunden. Im bin überzeugt, dass das föderalistische Modell der DACHCOM stimmt und dass die zwei Kulturen mit ihren Gemeinsamkeiten und Unterschieden gut zusammenfinden werden. Auch dass es sich um eine inhabergeführte Schweizer Agentur handelt, hat den Entscheid positiv beeinflusst.
 
Welche Vorteile wird die Fusion bringen?
Unsere Kunden werden von einer fundierten Markenkompetenz, einem grossen Kreativpool von über 20 Designern und dem vielfältigen Produktionsangebot profitieren. Gerade die Realisation kann aufgrund der grenznahen Angebots- und Kostenstrukturen kompetitiver angeboten werden. Für uns ergibt sich eine Erweiterung der Dialogkompetenz um Branding, digitale Medien und den interdisziplinären Erfahrungsaustausch.
 
Ist es schwergefallen, nach 20 Jahren Alex Schmid den Namen auf DACHCOM.DIALOG zu ändern? Beim Namen weniger als beim Auftritt. Wir haben im letzten Jahr ein Redesign der Marke «Alex Schmid» vorgenommen. Das ist nun passé. Dafür haben wir jetzt Übung im Relaunchen, solche internen Projekte stellen da immer besondere Herausforderungen dar. Ich denke da beispielsweise an die Website. Wir werden unsere bestehende Site weiterführen, rebranden und mit dem DACHCOM-Auftritt verlinken.
 
Was wird sich an der Arbeitsweise verändern?
Nicht viel. Ich werde die Agentur wie gehabt auf unbestimmte Zeit weiterführen. Kurz und mittelfristig wird es eine Entlastung bei Managementaufgaben wie Finanzen, EDV und dem Personalwesen ergeben. Diese gewonnene Zeit werde ich gerne vermehrt in Akquisition und Konzeption investieren, also das, was mir wirklich Spass macht.
 
Sind schon Resultate zu sehen?
Wir verfügen über einige gemeinsame Kontakte, es gibt aber noch keine konkreten Vorhaben. Der Zusammenschluss hat ja erst seit zwei Wochen offiziell stattgefunden. Bis jetzt wurde von einem unserer Kunden eine Agenturpräsentation gewünscht, das freut uns natürlich, dass das Potenzial gleich erkannt wurde. Wir sind aber sehr motiviert, gemeinsame Projekte anzugehen.

Interview: Andreas Panzeri

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