Zu guter Letzt: Nipper, der Grammophon-Hund

Die legendäre Musikkette His Master’s Voice (HMV) ist konkurs. Eine irische Tierschutzorganisation nutzt die Gunst der Stunde für eine passende Kampagne.

Vor 92 Jahren eröffnete an der Londoner Oxford Street der erste HMV Plattenladen. Heute umfasst die Kette 247 Fillialen, beschäftigt laut NZZ rund 4'500 Mitarbeitende und hat jüngst Insolvenz angemeldet. Ob die Plattenladenkette, welche die Musikgeschichte mitprägte, verschwinden wird, ist ungewiss. Sicher ist, dass allen Beteiligten schwere Zeiten bevorstehen. Auch dem Logo-Hund Nipper, der fast ein Jahrhundert lang erstaunt vor seinem Grammophon sass und lauschte.

Die Dubliner Agentur Rothco hat für die Tierschutzorganisation Irish Society for the Prevention of Cruelty to Animals (ISPCA) ein Sujet kreiert, welches in diesen schweren Zeiten an alle Hunde denkt. Illustriert wurde es von Jesse Campbell-Brown. (hae)

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Quelle: Adsoftheworld.com
Teaserbild: HMV / EMI Archives (via Telegraph.co.uk)

Facebooks Conversion Tracking Tool ist da

Wie im November 2012 angekündigt, stellt Facebook nach dem Test nun weltweit das neue Conversion Tracking Tool zur Verfügung. Mit diesem Tool können die Konversionsraten einer Kampagne auf Facebook ermittelt und optimiert werden.

Das Facebook Conversion Measurement and Optimization System ermöglicht eine Messung des ROI von Werbeanzeigen auf Facebook, indem (anonymisiert) aufgezeigt wird, wann ausgewählte Nutzer-Aktionen auf externen Webseiten (wie Einkaufen, Checkouts oder Registrierungen) von jemandem getätigt werden, der eine Anzeige des Werbetreibenden auf Facebook gesehen hat. Zusätzlich können Vermarkter optimiertes CPM Bidding einsetzen, um Werbung direkt an die Konsumenten zu liefern, die am wahrscheinlichsten mit ihrer Website interagieren werden. 

In Produkttests haben Unternehmen laut Mitteilung festgestellt, dass mit Werbeanzeigen, die über optimiertes CPM geschaltet wurden, die Kosten pro Aktion (CPA) 40 Prozent günstiger sind als mit Anzeigen, die über CPC Bidding geschaltet wurden. Facebook will Werbetreibenden zeigen, wie sie ihre Werbekampagnen zu mehr Interaktion animieren und wie sie zukünftige Kampagnen effektiver gestalten können.

 

Aus TBS Identity wird TBS & Partner

Seit dem 1.1.2013 sind die beiden langjährigen TBS-Mitarbeiter Beat Aeschlimann und Jürg Neuenschwander zusammen mit den bisherigen Inhabern Michael Schädelin und Christian Tobler zu gleichen Teilen an der Agentur beteiligt.

Im Zuge dieser Umstrukturierung firmiert das Unternehmen neu mit TBS & Partner, wie es in einer Mitteilung heisst. Aus dem gleichen Anlass wurde die TBS-Website einem umfassenden Redesign unterzogen (Tbspartner.ch). Der Schritt erfolgt, um die unternehmerische Kontinuität nachhaltig zu sichern. Die strategische Ausrichtung und das Erfolgsrezept der Agentur bleiben auch unter neuem Namen unverändert bestehen: Mit den beiden Standbeinen Corporate Identity/Corporate Design sowie Unternehmens- und Marketingkommunikation wird TBS & Partner die Kundschaft weiterhin aus einer Hand sowohl in den klassischen Medien wie auch im Online-Bereich ganzheitlich betreuen. TBS Identity ist seit über 28 Jahren am Schweizer Werbemarkt tätig.

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Die Inhaber von TBS & Partner (v.l.n.r.): Jürg Neuenschwander, Michael Schädelin, Christian Tobler, Beat Aeschlimann.
 

Wildtiere: Wintersport-Kampagne zeigt Erfolge

Wildtiere leiden unter dem Schneesport abseits der Pisten. Die Kampagne «Respektiere deine Grenzen» macht Schneesportler seit rund drei Jahren auf den Tierschutz aufmerksam - und zeigt laut dem Bund und dem Schweizer Alpen-Club (SAC) erste Erfolge.

«Sieben von zehn Menschen in der Schweiz wissen, dass es Wildruhezonen gibt», sagte Kampagnenleiter Reto Solèr am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Dies habe eine repräsentative Umfrage des Bundesamtes für Umwelt (Bafu) und des SAC im Januar 2012 gezeigt. Solèr führt den hohen Bekanntheitsgrad unter anderem auf die breit angelegte Kampagne zurück. «Respektiere deine Grenzen» sei insbesondere deshalb erfolgreich, weil man auf die Zusammenarbeit mit dem Outdoor-Handel und der Tourismusindustrie setze, teilte das Bafu mit. Rund neunzig Unternehmen unterstützten die Kampagne über ihre Kommunikationskanäle. Dabei seien etwa Stationen der Seilbahnen wichtige Plattformen für Flyer, Plakate oder Videobilder.

In einem nächsten Schritt will «Respektiere deine Grenzen» nun evaluieren, ob die Wildruhezonen auch tatsächlich respektiert werden. Dazu arbeite man mit der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft sowie zukünftig mit diversen Wildhütern zusammen, sagte Solèr. Für Wildtiere wie das Birkuhn oder die Gämse bedeutet der zunehmende Schneesport abseits der Pisten Stress. Fluchten im tiefen Schnee kosten die Tieren viel Energie und können im Extremfall zum Tod durch Erschöpfung führen. Zentrales Element der Kampagne sind deshalb vier Regeln: Es gilt Wildschutzgebiete zu beachten, auf den markierten Wegen zu bleiben, Waldränder zu meiden und Hunde an der Leine zu führen. Dank diesen Regeln und zusätzlichen Markierungen im Gelände sollen Rückzugsräume für Wildtiere entstehen.

Wildruhezonen sind auf den neuen Karten mit Schneeschuh- und Skitourenrouten von Swisstopo eingezeichnet. Die Kampagne wird von einer breiten Trägerschaft aus Sport, Handel, Tourismus, Jagd, Landschafts- und Naturschutz unterstützt. (SDA)
 

Google: 50 Milliarden Dollar Umsatzmarke geknackt

Die florierende Online-Werbung lässt bei Google die Kassen klingeln. 2012 stieg der Gewinn des Konzerns um 10 Prozent auf 10,7 Milliarden Dollar. Der Umsatz legte auch dank des Zukaufs von Motorola um 32 Prozent zu und überstieg erstmals die Marke von 50 Milliarden Dollar.

Dies sei «keine schlechte Leistung in nur anderthalb Jahrzehnten» Unternehmensgeschichte, sagte Konzernchef Larry Page am Dienstag bei der Präsentation der Geschäftszahlen. Demnach profitierte Google insbesondere von guten Geschäften zum Jahresende. Das letzte Jahresviertel mit Weihnachten sorgte dabei noch einmal für einen Schub, nachdem das Geschäft im vergangenen Sommer etwas geharzt hatte. Die Nutzer klickten öfter auf Werbeanzeigen, was für Google bares Geld bedeutet. «Wir haben das Jahr 2012 mit einem starken Quartal beendet», erklärte Page am Firmensitz im kalifornischen Mountain View.

Der Umsatz im angestammten Internet-Geschäft verbesserte sich im letzten Jahresviertel um 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wenn man Motorola hinzurechnet, schoss der Umsatz sogar um 36 Prozent auf letztlich 14,4 Milliarden Dollar hoch. Der Quartalsgewinn stieg um 7 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar.

Höhere Werbeeinnahmen

Im Vorquartal hatte Google die Anleger noch mit einem merklichen Rückgang vergrault. Zum einen beeinträchtigte damals ein hoher Verlust von Motorola wegen teurer Smartphone-Neuentwicklungen das Ergebnis. Zum anderen nahm Google weniger Geld pro Klick von seinen Werbekunden ein. Nun konnte Google die roten Zahlen bei Motorola eindämmen. Und die Einnahmen pro Klick erholten sich wieder etwas. Sie lagen zwar im Vorjahresvergleich erneut um sechs Prozent niedriger, im dritten Quartal hatte der Rückgang allerdings noch 15 Prozent betragen.

Die Einnahmen pro Klick auf eine Werbeanzeige sind ein Schlüsselindikator für das Google-Geschäft. Die Sorge ist, dass mit dem Vormarsch der Smartphones und Tablets die Google-Gewinne unter Druck geraten könnten, weil auf ihnen die Werbetarife niedriger sind.

Vorstoss ins mobile Geschäft

Das Handy-Urgestein Motorola hatte Google für 12,5 Milliarden Dollar gekauft, um seinen Vorstoss ins mobile Geschäft abzusichern. Googles Betriebssystem Android ist in der Smartphone-Welt führend, steht aber im Visier von Patentklagen und Motorola hat als Handy-Pionier viele Schutzrechte.

Das zweite Motorola-Standbein mit Empfangsboxen für Fernsehen und Internet stösst Google gerade für 2,4 Milliarden Dollar wieder ab. Haupteinnahmequelle des Konzerns ist ohnehin die Werbung, allen voran die hervorgehobenen Links der Suchmaschine. Immer wichtiger werden zudem grafische Werbeanzeigen, die überall im Web auftauchen.

Google weht jedoch ein rauer Wind im Werbemarkt entgegen: Nicht nur, dass sich Yahoo und Microsoft schon vor geraumer Zeit bei der Internetsuche verbündet haben. Vor wenigen Tagen stellte Facebook eine neue Suchfunktion vor, die es ermöglicht, die Informationen der mehr als eine Milliarde Nutzer im sozialen Netzwerk zu durchforsten. (SDA)
 

Ogilvy: Toblerone in neuer und winterlicher Form

Ogilvy & Mather hat für eine nationale Plakatkampagne die neue Tafelform von Toblerone in Szene gesetzt. Zusätzlich kreierte die Agentur spezielle Sujets für Skigebiete.

Gewohnt dreieckig, aber ungewohnt flach kommt die neue Toblerone in Tafelform daher. Als langjährige Schweizer Leadagentur von Toblerone hat Ogilvy & Mather diese Neuheit gleich doppelt plakativ in Szene gesetzt, wie es in einer Mitteilung heisst. Formal wie medial. In einer nationalen Plakatkampagne, mit einer augenfälligen Dramatisierung der neuen, flachen Form.

Ebenso augenfällig soll die Marke Toblerone im Rahmen der Winteraktivitäten 2012/13 inszeniert werden. Mit drei speziellen Plakatsujets für die Skigebiete Arosa, Grächen und Haute Nendaz und mit einem Markenauftritt an den Tal- und Bergstationen dieser Winterdestinationen. In Grächen wurden zudem Tischsets mit den Plakatmotiven eingesetzt.

Verantwortlich bei Kraft Foods Schweiz: Christina Lund, Jakobsen und Nicolas Christen. Verantwortlich bei Ogilvy & Mather: Thomas Bolliger, Priska Meyer, Markus Sidler (Kreation); Gaby Zimmerli, Samuel Hug, und Karolina Glebicki (Beratung).

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Yjoo erweitert Team

Die Agentur Yjoo mit Standorten in Zürich, St. Gallen, Lugano und Lausanne verstärkt sich mit neuen Köpfen. Anfang Februar übernimmt Jens Wiesenhütter die Leitung von Yjoo St. Gallen. Mit Cornelia Lutz und Sereina Kubli stossen zwei Beraterinnen zum Team.

Ab dem 1. Februar übernimmt Jens Wiesenhütter die Verantwortung als Standortleiter von Yjoo St. Gallen. Wiesenhütter stösst von Raiffeisen Schweiz zu Yjoo, wo er zuletzt als Berater Unternehmenskommunikation und Mediensprecher tätig war. Er hat einen Master-Abschluss in Internationalen Beziehungen an der HSG und arbeitete vor seiner fünfjährigen Tätigkeit für Raiffeisen mehrere Jahre bei einer PR-Agentur. Davor war er Redaktor und Moderator bei verschiedenen Medien.

Sabine Bianchi, die seit dem Firmenstart von Yjoo den Standort St. Gallen geleitet hat, verabschiedet sich im Laufe des Februars in den Mutterschaftsurlaub, wie es in einer Mitteilung heisst. Sie bleibt Partnerin und Geschäftsleitungsmitglied von Yjoo Communications und wird nach ihrer Auszeit wieder als Beraterin für die Kunden von Yjoo im Einsatz sein.

Ausbau des Beraterteams

Ebenfalls auf Anfang Februar erweitert die Agentur das Beraterteam: Cornelia Lutz, die zuletzt bei EKT (ehemals Elektrizitätswerk des Kantons Thurgau) für die Ausführung der Unternehmens-kommunikation zuständig war, beginnt als Consultant in der St. Galler Agentur von Yjoo. Cornelia Lutz ist ausgebildete PR-Fachfrau mit eidgenössischem Fachausweis und war vor ihrer Tätigkeit bei der EKT Assistentin Kommunikation bei Economiesuisse. Sereina Kubli nimmt ab Februar als Junior Consultant ihre Tätigkeit bei Yjoo auf. Sereina Kubli studierte an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) Journalismus und Organisationskommunikation und hat bisher in einer Zürcher Kommunikationsagentur gearbeitet.

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Zwei neue Gesichter bei Media-Work

Auf Anfang des neuen Jahres ist das Team bei Media-Work gewachsen. Der Grafiker Jonas Habermacher und die Praktikantin Eliane Kunz wirken fortan in der vor fünf Jahren gegründeten Luzerner Agentur mit.

Jonas Habermacher unterstützt Media-Work bei der Umsetzung grafischer Ideen. Dafür strebt der gelernte Grafiker unkomplizierte und einfache Lösungen an, wie es in einer Mitteilung heisst. Von 2010 bis 2012 war er als Junior Designer bei der Firma Interbrand in Zürich und Köln tätig. Aus Interesse an Film und Visualisierungen studiert der 25-Jährige zurzeit 3D-Animation.

Eliane Kunz hat Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften im Bachelor studiert. Während des Studiums verschaffte sich die 23-Jährige beim Zofinger Tagblatt einen Einblick in den Redaktionsalltag einer lokalen Zeitung. Bestätigt in ihrem Interesse am Schreiben und Recherchieren entschied sie sich, diesen Weg beruflich weiterzuverfolgen. Bei Media-Work wird Eliane Kunz bei diversen Projekten mitarbeiten.

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Das längste Interview von Didier Cuche

Webguerillas und By The Way veranstalten für Ovo ein neunstündiges Interview mit Didier Cuche. Der Marathon findet auf Joiz statt und wird live ausgestrahlt.

Der Claim «Mit Ovomaltine kannst du’s nicht besser. Aber länger.» könnte in diesem Fall nicht zutreffender sein, denn: Didier Cuche wird während neun Stunden – ohne Unterbruch – Fragen beantworten.

Unterstützung vor Ort

Neben den Joiz-Moderatoren Anthony, Alexandra und Julian, die abwechselnd durch das Interview führen, steht Didier Cuche zusätzlich die erfahrene Sportjournalistin Janine Geigele zur Seite, wie es in einer Mitteilung heisst. Auch verschiedene Personen aus Didiers Umfeld besuchen ihn im Studio oder schalten sich via Videobotschaft oder Skype zu. Mit dabei sind unter anderem Pirmin Zurbriggen, der Sportreporter Bernhard Schär oder Karl Frehsner, der insgesamt 17 Jahre lang Herren-Cheftrainer beim Schweizer Skiverband war. Für das leibliche Wohl von Didier Cuche sorgt der TV-Koch René Schudel. Gemeinsam werden sie live im Studio kochen. Soviel vorab: Dies war bloss eine kleine Auswahl an Überraschungsgästen.

Im Vorfeld oder direkt als Zuschauer Fragen stellen

Auch «normale» Didier-Fans kommen auf ihre Kosten: Ihnen bietet sich die Gelegenheit, bis zum 30. Januar 2013 auf der Facebook-Seite von Ovomaltine Fragen einzureichen, die sie schon immer beantwortet haben wollten. Während des Interviews haben die Zuschauer unter Joiz.ch/onair oder via Social Web die Möglichkeit, weitere Fragen zu stellen oder Kommentare abzugeben – und so selbst Teil der Sendung zu werden. Fragen können zweisprachig gestellt werden – Deutsch und Französisch.

Didier Cuches grösster Fan

Im Vorfeld des Neun-Stunden-Interviews sucht Didier Cuche gemeinsam mit Ovomaltine und Joiz seinen grössten Fan. Auf der Website von Joiz können Fans seit dem 17. Januar 2013 ihre «Bewerbung» einreichen, mit der sie zeigen, weshalb genau sie der grösste Fan von Didier Cuche sind. Er bestimmt anschliessend das beste Bild und somit seinen grössten Fan. Dieser wird dann am 3. Februar 2013 ebenfalls im Studio anwesend sein.

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My Sign übernimmt 100 Prozent von VJii Productions

Mit der Übernahme von VJii Productions will My Sign die Digital Branding-Kompetenz erweitern. Die Agentur will damit der zunehmenden Bedeutung von Video-Content in der Online-Kommunikation Rechnung tragen.

VJii Productions wurde 2010 von My Sign und Imotions gemeinsam gegründet und realisiert Videoreportagen (Web-TV) für kleine und grosse Unternehmen, wie es ein einer Mitteilung heisst. Nach der Aufbauarbeit arbeitet VJii heute für Kunden wie Alpiq, Raiffeisen, Mobiliar, Swisscom oder Coop. VJii vereinfacht bisher aufwändige Produktionsprozesse (Storyline, Produktion, Schnitt, Publikation) und ermöglicht jedem Unternehmen, unabhängig von den Massenmedien, ihre Botschaften emtional und authentisch auf den Punkt zu bringen und über Internet und insbesondere Social Media Kanäle zu verbreiten.

Durch die Übernahme von VJii will My Sign laut Mitteilung den integrierten Ansatz aus der Verbindung von Design, Marketing/Kommunikation, Technologie und Content stärken. My Sign ist überzeugt, dass Video-Content in der Online-Kommunikation in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen wird. Durch die komplette Übernahme von VJii trägt My Sign dieser Entwicklung strategisch Rechnung und kann ihren Kunden professionelle Video-Dienstleistungen noch umfassender anbieten.

Neben der Realisierung von Videoreportagen entwickelt VJii derzeit auch neue Web-TV-Formate. In der Konzeption und Realisation von neuen Formaten wird VJii auch künftig eng mit Patrick Kappeler, Inhaber Imotions, zusammenarbeiten.
 

Sonntags bald ein flotter Dreier

Mit dem Start der Ostschweiz am Sonntag (OaS) baut die NZZ-Mediengruppe auch ihr Werbeangebot aus. Neu bietet sie ab dem 3. März den «Sonntagspool» an, ein Kombi von NZZ am Sonntag, Zentralschweiz am Sonntag und OaS.

Am 3. März wird die Schweiz um ein Sonntagsblatt reicher: Das St. Galler Tagblatt (SGT) lanciert unter dem Titel Ostschweiz am Sonntag (OaS) nun definitiv eine siebte Ausgabe. Diese wird sonntags per Frühzustellung an Abonnenten in der Ostschweiz verteilt. Da aber eine flächendeckende Frühzustellung an Sonntagen durch die Post-Tochter Presto zu aufwändig wäre, startet die OaS mit einer Auflage von 100'000 Exemplaren. «Wir machen bewusst keine grossangelegte Gratisverteilung», sagt Urs Bucher, Leiter Verlag und Marketing beim SGT. «In erster Linie wollen wir mit der neuen Sonntagsausgabe die bestehenden Abonnenten überzeugen». Umso mehr als schon bald deren Zeitungsabo aufschlägt: Statt 404 für das SGT-Abo müssen sie künftig 425 Franken für das Siebentage-Abo bezahlen. Und wer nur die OaS möchte, zahlt 128 Franken beziehungsweise 3,50 Franken am Kiosk.

Hoffen auf 200'000 Leserinnen und Leser

Aufgrund von Erfahrungen mit der «Zentralschweiz am Sonntag», die ebenfalls zur NZZ-Mediengruppe gehört und schon seit 2008 existiert, geht Bucher davon aus, dass nach der Einführungsphase etwa 100 000 Personen die OaS abonnieren werden. Ein weiterer Erfahrungswert: Sonntagsausgaben von Regionalzeitungen kommen auf ungefähr zwei Leser pro Exemplar. Entsprechend rechnet Bucher damit, dass die OaS mit jeder Ausgabe 200 000 Leser erreicht. Auf der Basis dieser Zahlen lancierte er nun sein Angebot für den Werbemarkt: Eine ganzseitige, vierfarbige Anzeige in der OaS kostet 13'200 Franken, was einem Tausendleserpreis von 66 Franken entspricht. Sie bewegt sich damit im oberen Preisspektrum der Sonntagspresse. Und zum Vergleich: Das werktägliche SGT kommt auf einen TLP von 73,60 Franken.

Start des Dreierkombi

Ab dem 3. März bilden zudem OaS, Zentralschweiz am Sonntag und NZZ am Sonntag unter dem Titel «Sonntagspool» ein neues Anzeigenkombi. Die darin vereinten Titel erreichen zusammen 859'000 Leserinnen und Leser in der Deutschschweiz, was einer Reichweite von 19,2 Prozent entspricht. Damit ist der Sonntagspool das reichweitenstärkste Sonntagsangebot, vor dem Sonntagsblick mit 18 Prozent. Wer den Sonntagspool bucht, erhält einen zusätzlichen Kombinationsrabatt von 12,5 Prozent auf Anzeigen und 25 Prozent auf Prospektbeilagen. Der Preis für 1/1 vf beträgt somit 43'790 Franken, der TLP kommt auf 50,98 Franken. Damit kostet der TLP knapp 18 Franken mehr als das günstigste sonntägliche Angebot des Sonntagsblick.

Stefan Bai, Leiter Werbemarkt der NZZ kann sich vorstellen, dass der «Sonntagspool» mittelfristig offen für weitere regionale Sonntagsblätter sein könnte. So könnte das werktägliche Anzeigenkombi «Cityplus», das SGT, NZZ, Neue Luzerner Zeitung, Schaffhauser Nachrichten und Nordwestschweiz vereint, «auch sonntags als Vorbild dienen», sagt Bai. Erst werde man jedoch schauen, wie die OaS und der «Sonntagspool» im Markt ankommen und sich entwickeln.

Übrigens: Unter dem Namen «NZZ am Sonntag plus Zentralschweiz» bestand bisher eine Anzeigen-Kombination zwischen NZZ am Sonntag und Zentralschweiz am Sonntag. Diese wird per 3. März aufgehoben.

Mutiger Kontrapunkt zur Krisenstimmung

Warum aber startet das SGT erst jetzt mit einer siebten Ausgabe? «Wir haben das Thema mehrfach geprüft und kamen zum Schluss, dass wir bei der Sonntags-Auflage eine kritische Grösse von 90'000 Exemplaren erreichen müssen. Das ist dank der Integration der Thurgauer Zeitung per 2011 erreicht», sagt Bucher. Ziel sei es, mit Erlösen aus dem Leser- und Werbemarkt je rund die Hälfte der Kosten zu decken.

Nun sind aber sowohl Reichweite als auch Werbeumsätze der Sonntagspresse seit einiger Zeit rückläufig. Startet die OaS nicht zu einem denkbar ungünstigen Moment? «Sonntags werden Zeitungen doppelt so lange gelesen wie an Werktagen. Das ist auch für den Werbemarkt interessant. Deshalb können und wollen wir nicht einfach auf den besten Lesetag verzichten», erklärt Bucher. Auch habe man positive Rückmeldungen von den Werbekunden erhalten. «Trotz rückläufigem Markt ist also durchaus Inseratepotenzial vorhanden.» Dann fügt er noch einen weiteren Aspekt bei: Das SGT habe im 2011 eines der besten Jahre seit 2000 gehabt – auch dank der Integration der Thurgauer Zeitung. «Mit einem neuen Produkt in schwieriger Zeit wollen wir deshalb bewusst einen Kontrapunkt zu den vielen Sparmassnahmen in unserer Branche setzen», sagt er. Zudem treibe ihn die Hoffnung «dass die OaS dann etabliert sein wird, sobald es wieder aufwärts geht.»

Was aber, wenn die OaS betreffend Inserateaufkommen das werktägliche SGT kannibalisiert? Diesbezüglich hat Bucher keine Befürchtungen. Die Erfahrung der Zentralschweiz am Sonntag zeige, dass dies kaum der Fall sei. «Der grösste Teil der sonntäglichen Werbeeinnahmen sind Zusatzumsätze», weiss er.

Eine Zeitung für die ganze Ostschweiz

Wie bereits früher vermeldet wird die SGT-Redaktion um zwölf Stellen ausgebaut. Geleitet wird die neue OaS vom 41-jährigen Blattmacher Christian Ortner, der bis vor Kurzem Chefredakteur der Vorarlberger Nachrichten war.

Mit dem optischen Auftritt ist die Zeitungsdesignerin Katja Hösli beauftragt, mit der das Tagblatt seit Jahren erfolgreich zusammenarbeitet. Sie hat in Zusammenarbeit mit der Redaktion ein Konzept erarbeitet, das sich zwar am Layout des SGT anlehnt, sich aber auch deutlich davon unterscheidet – selbst im Logo. Die OaS wird eine Vier-Bund-Zeitung sein – und im Gegensatz zum SGT ohne Regionalsplits: Im ersten Teil finden sich grosse Artikel über Politik und Wirtschaft international, national und regional. Der 2. Bund enthält ein grosses Interview, Meinungen und Kommentare sowie Lokales. Danach folgt der Bund «Leben» mit Kultur, Wissen Lifestyle und auch einer Kinderseite. Der Sport findet schliesslich im 4. Bund statt.

Markus Knöpfli

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Presserat rügt Aargauer und Davoser Blätter

Der Presserat rügt ein Davoser Lokalblatt wegen diskriminierender Pauschalisierung. Im Aargau wirft er zwei Gratiszeitungen die «Pervertierung» des demokratischen Auftrags der Presse vor.

Pauschalisierende Vorurteile bleiben solche, selbst wenn sie in Humor verpackt sind. Das lokale Davoser Wochenblatt Gipfel Zytig ging laut dem Presserat in einem Fall zu weit. Diskriminierend sei eine Pauschalisierung von Nationalitäten oder ethnischen Gruppen dann, wenn sie mit einem erheblichen Unwerturteil verknüpft werde, teilte der Presserat am Dienstag zu Beschwerden gegen das Davoser Wochenblatt mit.

Die Gipfel Zytig hatte letzten Sommer laut Presserat zwei «humoristische» Beiträge publiziert. Zuerst wurde die Leserschaft in einem fiktiven Wettbewerb aufgefordert, Fragen zu einem Bild von asiatischen Studentinnen und Studenten zu beantworten. Eine Woche später veröffentlichte die Zeitung einen «Vorschlag für eine neue Schweizer Landeshymne». Mehrere Beschwerden beanstandeten, mit dem «Wettbewerb» würden «Asiaten aufgrund ihres Aussehens aufs Übelste verunglimpft», und der Vorschlag für eine neue Landeshymne habe mit seiner «schockierenden Fremdenfeindlichkeit» ein grosses mediales Echo ausgelöst.

Der Presserat beurteilt die zwei Beiträge unterschiedlich, wie er mitteilte. Die Pauschalisierung, wonach alle Asiaten gleich aussähen, wird im beanstandeten Beitrag nicht mit einer Herabwürdigung dieser Gruppe verbunden. Demgegenüber bedient die Gipfel Zytig im «Vorschlag für eine neue Schweizer Landeshymne» mit einer Schimpftirade gegen verschiedene Nationalitäten reihenweise generalisierende Vorurteile gegen Ausländerinnen und Ausländer.

Aargauer Gratisblätter «pervertieren» Demokratieauftrag

Der Presserat wirft zwei Aargauer Gratiszeitungen vor, den demokratischen Auftrag der Presse «pervertiert» zu haben. Die Rundschau Nord und Rundschau Süd hatten Politikern angeboten, gegen Geld ihre Positionen im redaktionellen Teil der Blätter zu veröffentlichen.

Im Vorfeld der Aargauer Grossratswahlen vom Herbst 2012 hatte der Verlag Effingerhof in Brugg, der die beiden Zeitungen herausgibt, einzelne Politiker angeschrieben und ihnen den Abdruck ihrer Kernthesen offeriert. Die Bedingungen für die Veröffentlichung waren: bereits gedruckte Anzeigen der Kandidaten, geplante Anzeigen – oder die Zahlung von 550 Franken. Dies aber widerspricht dem Gebot der strikten Trennung zwischen redaktionellem Inhalt und Anzeigen, wie der Schweizer Presserat am Dienstag mitteilte. Das Vorgehen sei demokratiepolitisch höchst bedenklich. Das journalistische Selbstkontroll-Organ gibt damit dem Beschwerdeführer – dem Aargauer Juso-Präsidenten Florian Vock – Recht. Er war einer der Empfänger des beanstandeten Angebots.

Der Presserat fordert den Verlag Effingerhof und die beiden Redaktionen dringend auf, ihre Praxis bei künftigen Wahlen zu ändern. Und präzisiert: «Wird die Publikation eines Kandidatenporträts an die Schaltung eines Inserats geknüpft, ist dieses Porträt zwingend als «Werbung», «Inserat» etc. zu kennzeichnen.» (SDA)

Teaserbild: Gipfel Zytig (via Juso.ch)
 

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