Aktiv auf vielen Plattformen

Rea Eggli kombiniert jahrzehntelange Berufserfahrung im Bereich Kommunikation und Kultur mit dem richtigen Netzwerk, visueller Ästhetik und organisatorischem Geschick. Zusammen mit ihrem Partner Chris Eggli führt sie die Agentur eggli.eggli in Zürich. Parallel betreibt sie mit zwei weiteren Teilhabern auch Crowdfunding mit der Plattform www.wemakeit.ch.

Kultur, Kreativwirtschaft und Kommunikation: das sind die drei grossen K in der Welt von Rea Eggli. Aktuell macht sie Schlagzeilen mit ihrer Crowdfunding-Plattform Wemakeit.ch. Bereits 1,4 Millionen Franken haben Rea Eggli und ihre Geschäftspartner Johannes Gees und Jürg Lehni über die erste Schweizer Finanzierungsplattform generiert. Und Wemakeit ist erst seit einem Jahr online.

Bereits seit über zehn Jahren führt Rea Eggli parallel zu ihrem Engagement in den verschiedensten Bereichen der Kultur auch eine Kommunikationsagentur. Als Swissandfamous war diese einmal inder ganzen Schweiz bekannt. Heute wollen sich Rea und Chris Eggli nicht mehr hinter dem provokativen Fantasielabel verstecken. «Die Bezeichnung hat uns bei der Gründung im Jahre 2000 amüsiert. Heute haben wir ein gewisses Alter und damit Erfahrung. Jetzt wollen wir mit unseren eigenen Namen auch für das stehen, was wir auf dem Markt anbieten.» Seit September 2010 gibt es deshalb eggli.eggli. Über diese Agentur betreuen Rea und Chris Eggli Kunden aus Wirtschaft, Kreativwirtschaft und Kultur in den Bereichen Kommunikation, Gestaltung und Projektleitung.

Rea Eggli hat ihre Kompetenzen im Verlauf eines sehr farbigen Berufslebens mit immer wieder neuen Wendungen entwickelt. Schon mit 15 hat sie in Texas ein Jahr lang im Unternehmen des Zwillingsbruders ihres Vaters im Bereich Import und Export internationale Luft geschnuppert. «In den USA habe ich als Teenager aus dem Berner Oberland gelernt, wie man sich auch in einer völlig fremden Umgebung behaupten muss, um auf eigenen Füssen zu stehen.»

Vor ihrem Quereinstieg in die Welt der Medien hat sie später ihr Grundwissen an der Hotelhandelsschule erworben und dann kurz in der Gastronomie gearbeitet. In diesen jungen Jahren hat haben sich Rea und Chris kennen gelernt; aus dieser über zwanzigjährigen Beziehung resultierte ein mittlerweile 4-jähriger Bub.

Der damalige Art Director bei der Berner Contexta hat sich schon damals neben seinem Job in der Werbung sehr engagiert auch in anderen kulturellen Kreisen bewegt. «Über diese Beziehung habe ich die Welt der Kunst und Kultur entdeckt», blick Rea Eggli zurück auf ihre Weichenstellung. Davon angetan hat sie sich an der Sorbonne in Paris einen Sommerkurs über Literatur und Kulturgeschichte gegönnt. Zurück in Bern suchte sie einen Temporärjob und landete in Indien.

Bei der damaligen Swiss Telecom war eine Stelle frei im internationalen Team, das unter anderem für ein indisches Joint-Venture arbeitete. Als dieses konkret wurde, bekam Rea Eggli die Chance, den CEO dieses Auslands-Engagements als Assistentin für zwei Jahre nach New Delhi zu begleiten. Sie überlegte nicht lange und unterzeichnete den Expat-Vertrag.

Erfahrungen in Indien

«Das war eine sehr spannende und lehrreiche Zeit. Ich musste Meetings für den Verwaltungsrat organisieren und dazu die unterschiedlichsten VIPs betreuen. » Rund um dieses Indien-Abenteuer der Swiss Telecom hat die gelernte Gastro-Fachfrau bei zahlreichen Marketing-Events auch ihr Talent als Organisatorin weiter professionalisieren können. So hat Rea Eggli schliesslich immer mehr auch Aufgaben im Bereich Marketing und Kommunikation übernommen. «Learning by Doing.» Gelernt hat sie zudem, auch in sehr turbulenten Phasen ihre Nerven zu behalten. «Indien ist nicht ganz einfach. Mit einer Schweizer Mentalität und Firma im Rücken, mussten wir uns oft in Geduld üben. Das hilft mir auch heute noch. Es braucht viel, bis ich gestresst bin oder die Nerven verliere.» Chris Eggli blieb in dieser Zeit zuerst noch bei der Contexta in Bern, später kündigte er und folgte Rea nach Indien. In diesem Sabbatical beschäftigte er sich ausschliesslich mit Kunst und organisierte in Asien verschiedene Ausstellungen. Zurück in Bern arbeitete Rea Eggli 1997 weiter für die Internationale Abteilung der Swiss Telecom – nun im Bereich PR und Kommunikation.

Beim führenden nationalen Anbieter für Telekommunikation war das Internet inzwischen zum kommenden Thema geworden. Eggli wurde für je vier Monatenach Stuttgart und dann nach Wien entsandt, wo sie sich mit einem Intranetkonzept beschäftigte, aber auch erste Presseluft schnuppern konnte. Weil der Livekommunikationsbereich sie «immer stärker interessierte», wollte Rea Eggli die Branche auch einmal von der anderen Seite kennen lernen. Sie liess sich bei der MCI Group anstellen. Für die eben neu eröffnete Zürcher Niederlassung dieses weltweit präsenten Netzwerks mit über 700 Mitarbeitenden konnte Rea Eggli im Jahr 2000 als Leiterin das Event-Department aufbauen und Marketing- Events umsetzen.
 
Bei all diesen Jobs gab es immer wieder die verschiedensten Berührungspunkte mit der Kunst. Rea Eggli realisierte, dass sie als Organisatorin in dieser Branche doch einiges von ihren Erfahrungen für die Kunstschaffenden einbringen könnte. 2001 hat sie deshalb ihren Job gekündigt und sich für den ersten Kulturmanagement-Lehrgang beim Sawi angemeldet. «Diese Weiterbildung war damals noch in den Kinderschuhen, aber da ich mich gleichzeitig selbstständig gemacht habe, konnte ich doch sehr davon profitieren.»

Kulturmanagement

Als «Case» für ihre Diplomarbeit hat sie parallel zur Schule mit ihrem Chris die Agentur Swissandfamous gegründet und aufgebaut. «Das war noch ein ziemlich spontanes Projekt. Wir hatten keinen richtigen Businessplan. Aber ganz viele Ideen.» Erste Umsetzungen waren Lesungen und das Planen von Literaturtourneen. «Das war zu einer Zeit, als noch niemand über Lesungen geredet hat.» Alsbald organisierte Swissandfamous Tourneen für Reeto von Gunten oder Benjamin von Stuckrad Barre, produzierte Theaterstücke mit Beat Schlatter und Patrick Frey, baute, zusammen mit Danielle Stutz, die erste Fotografiemesse «Showcase International » auf, welche bald internationale Nachahmer fand und konzipierte die «Märli am See», die auch heute, nach elf Jahren, immer noch als Veranstaltungsreihe existieren.
 
Heute wird Swissandfamous «nur» noch als kleiner Verlag weitergeführt. Dieser hat kürzlich ein Album mit zehn Hörbüchern mit Werken von Christian Kracht publiziert. Gelesen wurden die exklusiven Produktionen, die in der Schweiz, in Holland und in Deutschland produziert wurden, von drei Musikern: Dieter Meier, Schorsch Kamerun und Dirk von Lowtzow.
 
Mit dem Kommunikationsbüro eggli.eggli wollten Rea und Chris die Aktivität etwas fokussieren und sich aus der Kleinkunst verabschieden. «Es war Zeit für etwas Neues.» Zum Kundenstamm zählen das NZZ Folio mit regelmässigen Kundenmailings, das Viadukt mit der Viaduktnacht, das Schweizerische Landesmuseum mit der Gestaltung der Kommunikationsmittel von Ausstellungen oder auch mal eine Werbeagentur, für die eggli.eggli eine Below-the-line- Produktion übernimmt. Auch für die Medienarbeit des vor einem Jahr neu eröffneten Hamams «Stadtbad » im Zürcher Volkshaus oder von Arctic Paper Schweiz zeichnet eggli.eggli verantwortlich. Chris Eggli ist verantwortlich für die Gestaltung und die Art Direction. Rea ist für die Geschäftsführung und Beratung zuständig. Zusammen sind sie Teilhaber des Buch- und Möbelladens «Westflügel» im Viadukt in Zürich, wo nebst antiquarischen Fotound Kunstbüchern die gesamte INCH-Furniture- Kollektion verkauft wird.

Crowdfunding

Rea Eggli hat zum Ausgleich als ihren Freiraum die Crowdfunding-Plattform www.wemakeit.ch gegründet. Entstanden ist die erste Plattform dieser Art in der Schweiz auf Initiative des Künstlers Johannes Gees. Als dritter Partner dabei, neben Rea Eggli, ist der Designer und Künstler Jürg Lehni . Vor einem Jahr, am 5. Februar 2012, ging Wemakeit online. Inzwischen steuert die erste Crowdfunding- Plattform der Schweiz noch in diesem Jahr auf die 2-Millionen-Grenze zu. Neue Kulturgelder, die kreative Projekte ermöglichen.
 
Der grösste Betrag ist bis jetzt mit über 34 000 Franken für eine Publikation rund um die Einstellung des Zürcher Clubs Abart geflossen. Die ehemaligen Betreiber haben das Projekt online gestellt, um zu testen, ob überhaupt ein Interesse an einem solchen Buch besteht. Das Interesse wurde bestätigt. Will das Publikum diese Ausstellung, diesen Film oder dieses Musikalbum? «Neben der Finanzierung ist das Abklären von einem Bedarf ein sehr wichtiger Aspekt von Crowdfunding», meint Rea Eggli. Die Vorfinanzierung kann dabei auch als Vorverkauf und damit Markttest interpretiert werden. «Zudem kann man wunderbar sein Publikum, seine Fans oder Käufer integrieren und somit eine Kundenbindung erzielen. Statt ein Ticket an der Theaterkasse zu kaufen oder ein Album downzuloaden, finanzieren solche Mikro-Produzenten das Endresultat vor. Sie sind während der ganzen Projektphase mit dabei und wie heisst es so schön: die Vorfreude ist die schönste Freude, fiebern sie als Botschafter für das Endprodukt mit. Eine bessere PR gibt es gar nicht!»
 
Als Gegenleistung gibt es neben den emotionalen Werten zum Beispiel Einladungen zu einem Essen mit den Künstlern, limitierte Kunstwerke, exklusive Previews, private Gartenkonzerte, namentliche Nennung im Abspann oder auch mal ein Mitspracherecht. Crowdfunding funktioniert auch als Trendbarometer. «Ich kann zum Voraus sehen, was in einem Jahr auf den Markt kommen wird. Man ist informiert, bevor etwas passiert», weiss Rea Eggli. Entdecken kann man diese kommenden Projekte beim unverbindlichen Surfen auf der Plattform. Aktuell sind auf Wemakeit rund 50 Ideen aufgeschaltet. Die Projekte stammen aus Kultur, Design, Architektur oder Community. Die Wemakeit-Redaktion prüft vorab, «ob professionell gearbeitet wird und das Budget in einem gesunden Verhältnis steht». Eine Gefahr, dass mit dem immer schnelleren Wachsen der Plattform die Finanzierung sich zu einem nicht mehr sehr wirksamen «Giesskannen-Prinzip » verwässern könnte, will Rea Eggli nicht sehen. «Eine internationale Analyse zeigt, dass das Gegenteil der Fall ist.» Beim amerikanischen Pionier Kickstarter sind mehrere Tausend Projekte gleichzeitig online und diese Plattform hat im letzten Jahr über 400 Millionen Dollar generiert. «In der Schweiz sind wir also erst am Anfang der Crowdfundisierung.»
 
Andreas Panzeri

rea-eggli

Neue LGK inszeniert Kartoffelrezepte neu

Die Neue LGK führt ihre Kampagne für die Kartoffel fort. Nach vier Jahren im TV kommt sie in ihrem elften Jahr wieder zurück auf die Plakatwände.

Kern der Kampagne bleibt der Hinweis auf die umfangreiche Rezeptsammlung auf Kartoffel.ch. In diesem Jahr wird sie mit fünf Sujets beworben. Alles gute Gründe für die Hauptzielgruppe (25- bis 40-jährige Familienmütter und –väter), Schweizer Kartoffeln statt Pasta und Reis einzukaufen, so die Agentur in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Die neuen Motive verzichten auf Schalen-Schnitzereien so wie auf den vorangegangen Plakaten und setzen alleinig auf das Zusammenspiel von Headline und Produkt. Dazu tritt eine neue Typographie, die aus echten Kartoffelstempeln entwickelt wurde und den eigenständigen Charakter der Kampagne unterstützen soll. Wer die F12-Plakate mittels der Kooaba-App auf dem Smartphone scannt, wird direkt auf das jeweilige Rezept auf der mobilen Website von Kartoffel.ch geleitet.

Die neuen Sujets sind über das Jahr verteilt auf F12- und F200-Plakaten in der ganzen Schweiz zu sehen. Ergänzt werden sie durch Banner-Schaltungen im Spätsommer. Demnächst wird auch ein Swisspatat-LKW im aktuellen Kampagnendesign unterwegs sein.

Verantwortlich bei der Branchenorganisation der Schweizer Kartoffelproduzenten Swisspatat: Christine Heller (Geschäftsführung). Verantwortlich bei der Neuen LGK: André Benker, Hans Tanner (Creative Direction), Andreas Szentkuti (Text), Kerstin Berk (Art Direction), Nadia Jost, Nina Ochsenbein (Grafik), Silvano Spezia, Claudia Shatri (Beratung), Jonas Spengler (Fotografie & Bildbearbeitung), Arillo (Type Design).

Plakat1
Plakat2
Plakat3
plakat4
Plakat5

 

Share the Love

Zwei Blicke treffen sich, für mehr reicht der Mut aber nicht. An deutschen Universitäten und Bibliotheken sollen seit Kurzem Facebook-Seiten dafür sorgen, dass die zwei Personen doch noch ins Gespräch kommen. Von Manuel P. Nappo, Studienleiter CAS Social Media Management an der HWZ, Chief Networking Officer bei Centralway. www.about.me/mpn

«Spotted Communities» sind von Glasgow nach Deutschland übergeschwappt und halten auch in der Schweiz Einzug. FB-Fanseiten, welche Kontakte ermöglichen sollen, wenn jemand im Hörsaal, der Mensa oder auf dem Campus gesehen, aber nicht angesprochen wurde. Besonders die Studierenden in Deutschland sind sehr aktiv in den Spotted Communities. Vorreiter ist die Community der Stadtbibliothek München, welche auf Facebook nach nur einem Monat bereits 15 000 Mitglieder zählt. Den Administratoren der Facebook-Seite kann eine Nachricht gesendet werden, welche danach anonym auf der Seite gepostet wird. Dort sind dann im besten Fall Einträge wie «Informatikstudentin mit orangen Haaren und pinker Weste, wer bist du? Möchte dich gerne kennenlernen. » zu lesen.

Wer hinter den Betreibern der Seite steckt, ist ebenso anonym wie die Nachrichten. Einzig die Gründer von Bibflirt.de geben sich auf einigen Spotted Communities zu erkennen. Sie haben auch in einem Interview verraten, wie aufwändig die Kontrolle der Nachrichten sei. Diese Aussage erstaunt insofern, als dass viele der geposteten Nachrichten nicht den Anschein vermitteln, dass sie manuell ausgewählt wurden.

Nur wenige Nachrichten haben ehrliches Interesse daran, jemanden wiederzusehen. Viele sind pure Unterhaltung, plump oder sogar schlüpfrig formuliert. Manchmal trifft man auch ein kreatives Gedicht, aber ein Blick über alle Spotted Communities zeigt eher ein Bild von billiger Anmache. Für viele scheint es unterhaltend zu sein, Nachrichten zu schreiben oder zu kommentieren. In der Schweiz ist die Universität St. Gallen mit rund 2000 Mitgliedern der Vorreiter. Das Bild der Nachrichten sieht auch hierzulande ähnlich aus wie bei unseren Nachbarn.

Es scheint, als wären die Spotted Communities ein unterhaltsamer Zeitvertreib. Auf Facebook ist man sowieso, und braucht man in der Bibliothek eine kurze Verschnaufpause, wirft man einen Blick auf die Seite. Ernst zu nehmen scheinen es nur wenige. Wie viele sich also wirklich dank den Facebook- Seiten wiedersehen, ist fraglich.

Das Ganze wäre wohl anders, wenn die Nachrichten nicht anonymisiert wären. Sicherlich würden dann weniger posten, aus dem einfachen Grund, dass sie Spott und Häme ihrer Studienkollegen fürchten. Aber ich plädiere jetzt hier mal für mehr Mut. An der Uni jemanden auf einen Kaffee einzuladen oder über Studienkollegen herauszufinden, wer die Person ist, kann doch gerade in der heutigen vernetzten Zeit nicht mehr so schwierig sein. Da braucht es anderswo wesentlich mehr Überwindung. Im überfüllten Tram fragt man kaum den Sitznachbar, ob er Lust hätte auf einen gemeinsamen Kaffee. Die Verkehrsbetriebe Zürich helfen hier bereits seit Längerem mit ihrem Portal «Gesehen@ VBZ». Die Nachrichten wirken wesentlich ernstgemeinter als diejenigen in den Spotted Communities auf Facebook.

Ich finde: share the love & a coffee.
 

Den Hebel im Online Marketing richtig ansetzen

Es lohnt sich immer wieder zu prüfen, ob der Hebel im Online Marketing richtig angesetzt ist. Nur so ist es möglich, das Potenzial auszuschöpfen. Dazu möchte ich Ihnen einige Anregungen geben:

Hören Sie auf, den Content Ihrer Website, Facebook- Seite oder Ihres Blogs stiefmütterlich zu behandeln. Sie sollten alles daran setzen, dass der Besucher auf attraktiven Content trifft, der auf seine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Um dies zu gewährleisten, sollten Sie Ihren Content mit folgenden Fragen analysieren:
 
– Mit welcher Absicht rufen die Stakeholder Ihre Website, Facebook-Seite, Ihren Blog auf?
– Erfüllt der Content deren Erwartungen?
– Deckt der Content den ganzen Entscheidungsprozess der Stakeholder – vom Aufkommen des Bedürfnisses über das Nachdenken nach einer Lösung bis zum Entscheid für einen Anbieter – ab?
– Werden die Vorzüge Ihres Angebots so herausgeschält, dass sie den Besucher in seinem Entscheidungsprozess positiv beeinflussen?

Die Analyse der Soll-/Ist-Inhalte deckt Schwächen auf. Damit bildet sie die Richtlinie für die Entwicklung von Content-Elementen, die auf die Stakeholder zugeschnitten sind.

Aktueller Content ist relevant

Pflegen Sie den Content, da aktuelle Informationen die Glaubwürdigkeit einer Marke bei den Stakeholder stärkt. Die Pflege des Content hat eine weitere erfreuliche Wirkung: Sie erhöht die Relevanz einer Website für die Suchmaschinen, was wiederum dem Erreichen von Top-Positionen in den Suchresultaten dienlich ist.

Attraktiver Content erhöht die Aufmerksamkeit

Besucher Ihrer Website oder Facebook-Seite sind bereit, attraktive Inhalte zu teilen. Geteilter Content generiert Backlinks, über welche wiederum neue Besucher auf Ihre Website oder Ihr Facebook-Profil gelangen.

Branded Content unterstützt das Markenimage

Produzieren Sie Branded Content, der die Stakeholder unterhält oder informiert, ohne dass sie ihn als Werbung empfinden. Branded Content profiliert Ihre Marke über den Inhalt als Entertainer oder Kompetenzträger. Hierfür eignen sich Checklisten und vor allem Infografiken.

Non-Branded Keywords führen zu Neukunden

Ein gutes Ranking in den Suchresultaten unter dem Brand Name spricht lediglich Konsumenten an, die Ihre Marke bereits kennen. Erscheint Ihr Angebot in den Suchresultaten unter Non-Branded Keywords, d. h. Keywords, die Ihren Markennamen nicht enthalten, sprechen diese potenzielle Kunden an. Überlegen Sie sich, wie ein potenzieller Kunde nach Ihrem Angebot sucht, ohne Ihre Marke zu kennen, und prüfen Sie, ob Ihr Angebot in den Suchresultaten unter den entsprechenden Keywords erscheint.

Im Suchmaschinenmarketing integral denken

Die Sichtbarkeit Ihres Angebots in den organischen Suchresultaten ist eingeschränkt. Darum sollten Sie AdWords nutzen. So können Sie potenzielle Kunden auf jeder Stufe ihres Evaluations- und Kaufprozesses gezielt und verstärkt mit entsprechenden Angeboten ansprechen. Wenn Sie das integrale Suchmaschinenmarketing – Suchmaschinenoptimierung & Ad- Words – richtig einsetzen, ist Ihr Angebot in den Suchresultaten überall dort anzutreffen, wo sich die potenziellen Kunden aufhalten. Nutzen Sie diese Erfolgsfaktoren in Ihrer Online- Marketing-Strategie und Sie werden von Quick Wins profitieren und sich zudem von den Mitbewerbern absetzen.
 
 Imre Sinka

Werber des Jahres

Peter Brönnimann, Executive Creative Director und Mitgründer von Spillmann Felser Leo Burnett, wird die Branche in diesem Jahr als Werber des Jahres vertreten. Ein bodenständiger Kreativer, der für gewöhnlich lieber seine Kunden als sich selbst in Szene setzt.

bro1

Am Anfang ist es schlimm. Ich versuche jeweils, ruhig zu bleiben und den Schmerz auszublenden. Nach einer Minute wird es langsam besser. Und dann kommt der Moment, an dem ich weiss: Jetzt muss ich raus, sonst kann ich mich den ganzen Tag nicht richtig bewegen.» 

So beschreibt Peter Brönnimann nicht etwa seine Arbeit an der Aemtlerstrasse, sondern sein wöchentliches Bad im Zürichsee. Ob ein strahlender Samstagmorgen im Juni, ein regnerischer Herbsttag oder ein verschneites Winterwochenende: Brönnimann wagt sich ins Wasser. Ohne Schutzanzug, auch wenn der See gerade mal ein paar Grad zählt. Nur an den Händen trägt er im Winter Neoprenhandschuhe, damit seine Hände nach dem Schwimmen wieder sofort funktionstüchtig sind.

Im Winter sei es schon sehr hart und nicht wirklich lässig, gesteht Brönnimann. «Viele meinen, man gewöhne sich daran. Das bezweifle ich. Mir kommt es jedes Mal extrem kalt vor. Lässig wird es im März oder April, wenn es etwas wärmer wird, 9 Grad und drüber. Das empfindet man dann komischerweise als relativ angenehm.»

Weshalb zieht Brönnimann das Ritual dennoch ganzjährlich durch? Lotet der Kreative gerne seine körperlichen Grenzen aus. Jagt er von einem Spektakel zum nächsten? Gar nicht, meint der ECD. Er hält inne und überlegt, bevor er antwortet: «Es ist ein besonderes Naturerlebnis, total ruhig und unbezahlbar schön, ganz einfach und trotzdem spektakulär – und immer anderes: Mal scheint die Sonne, der See ist glatt, das nächste Mal hat es riesige Wellen, es regnet, es windet. Ein anderes Mal schneit es.»

Brönnimann kann dem Alltäglichen, dem Einfachen viel abgewinnen. Die morgendliche Zugfahrt nach Zürich, die andere als lästiges Pendeln abtun, gehört für ihn zur schönsten Zeit des Tages. «Es kommt mir gar nicht vor wie Zugfahren. Es ist mehr, als sässe ich in einem Sessel und läse Zeitung.» Der Kreative mag es, Leute um sich zu haben und den Gesprächen zu lauschen. Bahnt sich neben ihm eine spannende Szene an, stöpselt er sich – zur Tarnung – die Kopfhörer ein und lehnt sich zurück. Im Zug hat er so bereits die absurdesten Dialoge mitbekommen. Er wurde schon Zeuge, wie eine Beziehung am Telefon beendet wurde, wie ein Personalchef ein Bewerbungsgespräch führte oder zwei Punks über die richtige Anwendung von Geschirrspülmaschinen sprachen. Szenen, sähe man sie in einem Film, würde man die Handlung für konstruiert oder gesucht halten. «Bahnfahren ist oft Kino live», meint der ECD.

Geht es um sein eigenes Leben, ist Brönnimann zurückhaltender mit Worten der Begeisterung. Hier scheint der Kreativchef und Mitgründer von Spillmann Felser Leo Burnett (SFLB) einen anderen Massstab anzulegen. Fragt man ihn, wie sein Alltag aussehe, meint er, er habe ein erschreckend unspektakuläres Leben – und das sei prima so.

Aber Brönnimann redet auch davon, dass Brad Pitt ein unspektakuläres Dasein friste. «Manchmal habe ich fast ein wenig Mitleid mit ihm», meint er. «Ich glaube, der hat ein langweiliges Leben – zumindest wenn er bei den Dreharbeiten ist.» Genauso wie Brönnimann die Glorifizierung der Schauspielerei für falsch hält, ist für ihn die Werbewelt, die gerne mit Glamour in Verbindung gebracht wird, alles andere als glanzreich. Dreharbeiten zum Beispiel erinnern ihn eher ans Militär. «Früh aufstehen, viel herumstehen und warten.»

Eintauchen in verschiedene Welten

Was Brönnimann an seiner Arbeit besonders schätzt, ist die Abwechslung. Abgesehen von ein paar Fixpunkten – aufstehen um halb 7, mit der Familie frühstücken und mit der S-Bahn nach Zürich –, gleicht kein Tag dem anderen. Manchmal ist er unterwegs und taucht bei einem Shooting in eine andere Welt ein. Zum Beispiel mit Wetterschmöcker Martin Horat. An einem anderen Tag bespricht er zuerst mit einem CEO eines Konzerns eine Kampagne und beurteilt am Nachmittag mit seinem Team Arbeiten. In anderen Momenten wiederum nimmt sich Brönnimann Zeit, selber kreativ zu sein. Dann konzeptet er zusammen mit Johannes Raggio, mit dem er sich seit ein paar Monaten die Kreativspitze teilt, oder sitzt alleine vor einem weissen Blatt Papier.

Wenn Brönnimann erzählt, wie sein Werbetexter- Weg verlief, stapelt er tief: Im Gymnasium habe er zu wenig gelernt, die Matura nur knapp geschafft und schliesslich «nichts Richtiges» studiert (Journalistik). Danach habe er im Lokalradio eine Sendung gemacht, die niemand hören wollte, später bei der Berner Zeitung schlechte Texte geschrieben und schliesslich bei Martin Suter angeheuert. «Es ist mir heute noch ein Rätsel, weshalb Suter mich damals genommen hat. Ich konnte nichts wirklich Gutes vorweisen.»

So richtig ins Schwärmen kommt Brönnimann dagegen, wenn es um den Werbeoutput von SFLB geht. Die Kreativarbeiten bescheren der Agentur jährlich Spitzenpositionen bei den Rankings. Mindestens so wichtig ist es dem Kreativen jedoch, dass die Werbung bei den Adressaten Anklang findet. «Ich glaube, populäre Werbung ist das, was SFLB auszeichnet. Arbeiten, die die meisten Leute gerne ein zweites Mal anschauen. Oder ein drittes Mal …» Zum Beispiel die einfachen, aber genialen Wendesätze für Swiss Life. Oder die fortlaufende Kampagne für Schweiz Tourismus, bei der sich die Protagonisten mit Schweizer Gründlichkeit, dennoch mit viel Charme und einer Prise Humor für das Wohlergehen der Touristen einsetzen. Derzeit sind Sebi und Paul im aktuellen Winterfilm damit beschäftigt, alle Uhren wegzuräumen, damit die Gäste ihre Ferien ganz entspannt geniessen können. Die Kuckucks- Uhr wird zugenagelt, die Zeiger der Kirchenuhr eingesammelt und dem Hahn ein Kräh-Verbot vor den Schnabel gesetzt.

Werbung für die Schweiz zu machen, empfindet Brönnimann als ganz besondere Verpflichtung. «Du bist sozusagen der werberische Aussenminister und feilst mit deiner Arbeit am Image der Schweiz.» Brönnimann gäbe aber auch selbst einen guten Botschafter ab. «Ich verbringe wahnsinnig gerne Ferien in der Schweiz.» Schneeschuhwandern oder Skifahren im Winter, Bäche stauen im Sommer. Bessere Ferien könne es nicht geben. Mit dem Zug in die Alpen zu fahren sei schliesslich bequemer als in einem Flugzeug eingepfercht zwischen zwei Sitzreihen auszuharren, um die Schwiegereltern in Australien zu besuchen. Mit einer Grösse von 1,94 Metern erst recht.

Doch der Kreative lässt lieber seine Arbeit für sich sprechen, als selber als Werbeträger hinzustehen. Dass in der Werbung die Kunden und nicht die Werber im Mittelpunkt stehen, empfindet er denn auch als sehr angenehm. «Würde ein Werbe-Spot – wie ein Zeitungsartikel – damit beginnen, wer dafür verantwortlich zeichnet, wäre das total komisch», so Brönnimann. «Wir Werber sind also relativ bescheiden.»

Als Werber des Jahres steht Brönnimann in diesem Jahr für einmal trotzdem im Vordergrund. Was bedeutet ihm der Titel? «Ich bin stolz und fühle mich sehr geschmeichelt. Es ist eine Honorierung meiner Arbeit», so der ECD und fügt sogleich an, «in erster Linie ist der Titel jedoch eine grosse Ehre für alle, die bei SFLB arbeiten und sich einsetzen. Es heisst zwar Werber des Jahres. Doch jeder in der Branche weiss, dass es für gute Arbeiten an allen Stellen gute Leute braucht.»

Bei SFLB schätzt Brönnimann die Mischung aus Bodenständigkeit und internationalem Flair in der Leo-Burnett-Agentur. «Und wir haben das Glück, für grossartige Schweizer Marken arbeiten zu dürfen und für Kunden, die an die Kraft guter Ideen glauben.» Die besten Ideen zu haben nütze schliesslich nichts, wenn diese auf Auftraggeberseite nicht erkannt würden. «Wir können uns diesbezüglich sehr glücklich schätzen.»

Dass ihm die Einfälle ausgehen, fürchtet Brönnimann schon gar nicht. «Viele Leute haben das Gefühl, Kreative hätten mit dem Alter weniger Ideen. Das glaube ich nicht.» Effizienter werde man mit der Zeit dagegen schon. «Meine Erfahrung ist, dass man schneller weiss, ob man eine Idee weiterverfolgen soll, wenn sie im Hirn durchfährt.» Hinzu kommt eine Prise Gelassenheit, die Brönnimann als Junior- Werber noch nicht kannte. Wenn er früher im Kino eine interessante Szene sah, studierte er sofort, ob er das nicht für eine Werbung verwenden könnte. Heute hat er Momente, in denen er die Werbung weit hinter sich lässt. «Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich beim Schaffen am besten schaffen kann».

Isabel Imper
 

broenni
br_arb2
br_arb1

Aufgespiesst: Von Negerlein und Zitronenköpfen

Anne-Friederike Heinrich, freie Mitarbeiterin der Werbewoche, über absurden Wörter-Rassismus.

Warum war es so schön, Kind zu sein? Die Sommer waren endlos, denn Uhr und Agenda interessierten nicht. Es war egal, wenn die Stiefel voll Wasser standen oder die Handschuhe durchweicht an den Händen klebten. Klatschnasse Füsse. Tiefgefrorene Finger. Rote Nase. Und vor Eifer glühende Wangen. Einfach Kind sein.

Das war aber nicht alles Gute. Zur Herrlichkeit meines Kindseins gehörten auch zehn kleine Negerlein, ein Negerkönig, Zitronenköpfe, Ober- und Unterbonzen, Kasperl und Seppel, ein kohlpechrabenschwarzer Mohr und der Zappel-Philipp – die ich alle innig geliebt habe. Heute darf es diese lieben Leut’ nicht mehr geben: Denn Neger sagt man nicht, das ist rassistisch, Zitronenköpfe noch rassistischer, Ober- und Unterbonzen wollen eben diese Herrschaften nicht mehr genannt werden (vor allem nicht Unter-), wer ein Kasperl ist, ist ein Seppel, also ein Depp, und das sagt man auch nicht, Mohr – oh, kein Kommentar, und Zappel-Philipps sind im 21. Jahrhundert zu Patienten mit ADHS-Diagnose degeneriert. Leider schleckt man heute auch keine Mohrenköpfe mehr, sondern Schokoküsse – denen man ihre Klebrigkeit schon anhört. Ungeniessbar.

Spontane Sprachübelkeit

Nun sorgt auch noch der Stuttgarter Thienemann- Verlag dafür, dass dem Sprachliebhaber der Appetit vergeht. Der Verlag hält die Rechte an Otfried Preusslers Kinderbuchklassiker «Die kleine Hexe» und bekommt wegen Negern im Schnee kalte Füsse. Der Satz «Wie kamen die beiden Negerlein auf die verschneite Dorfstrasse?» steht in Preusslers Werk. Huch! Vor 56 Jahren liess Preussler Kinder sich als Neger verkleiden, ausserdem als Türken und Chinesinnen. 56 Jahre sind genug, findet Klaus Willberg vom Thienemann- Verlag. Denn Neger, Türke und Chinesin sagt man nicht. Andere Figuren sollen auf Preusslers Dorfstrasse spielen. Zum Beispiel Indianer, Zigeuner oder Eskimos? Moment, natürlich American Natives, Fahrende und Inuit. Klingt bescheuert? Sollten doch besser Afrikaner oder Schwarze im Schnee stehen? Klingt auch bescheuert. Und ist nicht weniger schwarz-weiss. Negerlein sind eben doch nicht so schlecht.

Unheil kommt selten allein

Auch Michael Endes «Jim Knopf» wird von Thienemann verlegt. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis sich Endes Erben den Kopf darüber zerbrechen müssen, wie sie in Zukunft heissen könnten, meine geliebten Ober- und Unterbonzen, der Negerbub Jim Knopf und die «gäggeligelen Zitronechöpf», wie es ganz herrlich in der Dialektfassung von 1970 heisst. Aber können Sie sich die Geschichte aus Lummerland voller CEO und CFO, voller Asiaten mit gelblicher Haut und einem Protagonisten afrikanischer Abstammung vorstellen? Oh Mann! Auch Heinrich Hoffmann, Papa von Struwwelpeter, kann selig sein, dass er von diesem Sprach-Theater nichts mehr mitbekommt. «Es ging spazieren vor dem Tor/ein kohlpechrabenschwarzer Mohr.» Jetzt reimen Sie das mal auf «Schwarzer» nach. Merken Sie was?

Das grosse Missverständnis

Das Schwert der Hüter des heiligen Anti-Rassismus- Grals trifft aber nicht nur die Alten. Selbst Axel Hacke, der 2004 «Der weisse Neger Wumbaba» veröffentlichte, wird als Rassist angeprangert. Vor allem von Menschen, die sein Buch nicht gelesen haben. Denn dort geht es nicht etwa um einen Afrikaner, der als Neger beschimpft würde, sondern um missverstandene Liedtexte. Der Titel spielt auf Claudius’ Abendlied «Der Mond ist aufgegangen» an. Die letzte Zeile der ersten Strophe «der weisse Nebel wunderbar» wurde eben als «der weisse Neger Wumbaba» missverstanden. Was eigentlich ziemlich witzig ist. Aber was ich nicht weiss, macht mich schwarz. Und wütend. Mit Marketeraugen gesehen hat der Neger-Streit auch ein Gutes: «Solange ich Neger sage, bleibt die Kamera bei mir», brachte es Ueli Maurer in der Weltwoche auf den Punkt. Aber mal im Ernst: Es kann doch nicht sein, dass Wörter einfach verboten werden, weil sie missbraucht werden könnten. Dann dürfte man auch keine Küchenmesser mehr verkaufen. Oder Schraubenzieher. Ob der Gebrauch bestimmter Wörter geschmacklos oder rassistisch ist, kommt auf den Zusammenhang an. Man darf denkenden Lesern und Verlegern wohl zumuten, diesen mitzubetrachten. Oder ein wenig mehr wie ein Kind zu lesen. Sonst sehe ich für die deutsche Sprache nur eines: schwarz.
 

Crome gestaltet internationales Gipfeltreffen

«Von Berlitz geschulte Schweizerinnen und Schweizer werden auf der ganzen Welt bestens verstanden.» Um dies zu illustrieren, hat Crome das Matterhorn in Ländern wie Peru, Japan und Ägypten auf Reisen geschickt.

Die Folgekampagne überrascht mit den Sujets Alphorn, Alpsegen und Fahnenschwingen. Diesmal werden aber keine Berge versetzt, sondern die «urchigen Schweizer» machen sich fit für die Welt. Die von Crome eigens für den Schweizer Markt entwickelten Motive sind derzeit als Online-Kampagne und als ÖV-Kampagne zu sehen.

Verantwortlich bei Berlitz: Chantal Dreyer (Marketing Coordinator), Britta Schröder (Country Manager Switzerland). Verantwortlich bei Crome: Bernhard Wenger (CCO), Helge Dilger (Creative Director), Miriam Koppold (Beratung), Carmen Kurath (Text), Patrizia Stalder (Art Director).

BERLITZ-2013_1
BERLITZ-2013_2
BERLITZ-2013_3

Fünfstern: Aus Werner Druck wird Werner Druck & Medien

Beatrice Müller verlässt SRF per Ende Juli 2013

Die «Tagesschau»-Moderatorin Beatrice Müller verlässt Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) per Ende Juli auf eigenen Wunsch. Während 16 Jahren war sie «Tagesschau»-Moderatorin bei Schweizer Radio und Fernsehen.

Beatrice Müller macht sich mit einer Kommunikationsagentur in Zürich selbstständig. Dies teilte SRF am Donnerstag mit. Sie arbeitet seit mehr als 25 Jahren bei Schweizer Radio und Fernsehen.

Von 1984 bis 1994 war Beatrice Müller bei Radio DRS 1 tätig, unter anderem beim Regionaljournal Zürich/Schaffhausen. 1994 war sie bei der Beobachter-Ratgebersendung angestellt, und von 1995 bis 1996 arbeitete sie beim «Echo der Zeit». 1996 wechselte sie zum Fernsehen in die Redaktion der «Tagesschau», wo sie seit 1997 Sendungen moderiert, Interviews führt und Beiträge realisiert.

«Ich habe beschlossen, mich noch einmal auf den Weg zu machen. 52 ist ein gutes Alter, den Schwerpunkt auf die Weitergabe von Erfahrung zu legen», sagt Beatrice Müller über ihre berufliche Neuorientierung. Sie sei stolz, für die «Tagesschau» gearbeitet zu haben, fühlte sich stets geehrt, ein Mitglied dieses Flaggschiffes zu sein, das tagtäglich für guten Journalismus einstehe. «Tagesschau»-Redaktionsleiter Urs Leuthard bedauert den Weggang von Beatrice Müller. Sie habe die «Tagesschau» über eine lange Zeit geprägt, «nicht nur als professionelle und immer sachliche Moderatorin, sondern auch als Reporterin» sagt er.

beatricemueller

Der Motz von Butz: Der ADC jurierte die letzten Raritäten von guter Werbung

Letzte Woche jurierte und prämierte der ADC der Schweiz die eingesandten Arbeiten. Die Anzahl der Einsendungen war schon seit langer Zeit nicht mehr so gering. Sie entspricht etwa 3 Promille des gesamten Werbeaufkommens. Von Theophil Butz, Grafiker, Werbeagentur-Inhaber, Inspirator und seit über anderthalb Jahren auch noch Motzer für die Werbewoche- Leser. Sachdienliche Hinweise bitte an [email protected].

Um was geht es hier: Die Schweiz und ihre Werbung – einst ein Vorzeigeland für originelle und gute Werbung – ist zur Werbeprovinz verkommen. Die grossen Gewinner früherer Zeiten wie der Emmentaler, die SBB, Verlagshäuser wie Tagi, NZZ, SonntagsZeitung und viele mehr, die Swatch, das Glattcenter, der Mediamarkt, Coop und Migros, der Sportplausch Wider, die legendären Plakte für das Willisauer Jazzfestival (siehe alte ADC-Bücher) sind nur noch punktuell oder gar nicht mehr vertreten.

Mein Theorie für diese Entwicklung: Leider ist die Werbung in der Schweiz auf ein Gefrierniveau gesunken. Von den dieses Jahr nur 673 eingesandten und prämierten Arbeiten wurden die meisten für Nonprofit-Organisationen oder kleine und mittelgrosse Auftraggeber generiert: die WOZ, Hiltl, Max Shoes, Unicef, Autismus Forum, Tibits, Swiss Smile, Pastorini, Theater Rigiblick. Sogar mit Silber ausgezeichnet wurde die private Geburtstagseinladung von Alfred Burkhard. Also fehlen die grossen Werbetreiber wie Mobiltelefon-Anbieter, die SBB, die Banken, die Nestlé, die ABB, die Verlage und die Warenhäuser. Warum diese fehlen, ist ganz einfach. Diese lassen von den Werbeagenturen, infiziert durch ihren Angsthasenvirus, gar keine freche, frische und kreative Werbung zu. Aktionitis oder überfüllte, unprofilierte Werbung ist das Resultat. Und, dass dies beim ADC keinen Stich für einen Würfel macht, ist ebenso klar. Also ist die Anzahl der Einsendungen zurückgegangen. Wenn die Werber nicht wieder aufs Gaspedal treten, ist die Institution ADC vom Aussterben bedroht.

Als Gründer des ADC Schweiz im 1976 in der Kronenhalle im 1. Stock habe ich die ganze Geschichte mit Hochs und (Finanz)-Tiefs hautnah miterlebt. Die Idee bestand darin, möglichst verschiedene kreative Köpfe wie Architekten, Designer, Fotografen, Filmer, Gestalter, Journalisten, Texter und sogar Musiker als Mitglieder in den ADC zu gewinnen. Alle diese Champions League Players sollten einmal pro Jahr Gutes, Besseres und das Beste jurieren und in einem Buch verewigen. Martin Suter sprach den berühmten Satz: «Wir verbessern die Werbung, indem wir sie jurieren.» Ziel des ADC ist es noch heute, die Werbung zu verbessern. Mir ist an der ADC-Gala vom letzten Samstag nebst der hervorragenden Organisation, der coolen Location im Güterbahnhof und dem köstlichen Entrecôte aufgefallen, dass beinahe alle Teilnehmer farblos gekleidet erschienen waren. War das schon eine Vorbestattung? Mein Aufsteller der Woche war trotz allem der Jurytag und natürlich die ADC-Gala.

 

Flux Design/Brugger: Wohnbedarf fliegt nach Hause

Nach dem Umbau von Wohnbedarf feiert das Basler Einrichtungshaus seine Rückkehr. Dazu haben Flux Design und Hans Peter Brugger ein Plakat und weitere Werbemassnahmen kreiert.

brugger1_1

Verantwortlich bei Wohnbedarf Basel: Bruno und Ursula Maurer (Gesamtverantwortung). Verantwortlich bei Flux Design und Brugger: Thomas Petraschke (Creative Direction), Heidi Windlin (Grafik), Hans Peter Brugger (Text/Konzept).

 

«You are welcome!»: Dritte Ausgabe des Swiss Hotel Film Award lanciert

Unter dem Motto «You are welcome!» sind Profi-, Nachwuchs- und Amateurfilmer ab sofort aufgerufen, Ideen für den Swiss Hotel Film Award einzugeben. Gleichzeitig sind Mitglieder von Hotelleriesuisse eingeladen, ihr Hotel für die Dreharbeiten zur Verfügung zu stellen.

Nach 2009 und 2011 (Werbewoche.ch berichtete) steht die dritte Ausgabe des Swiss Hotel Film Award neu unter dem Motto: «You are welcome!». «Das Motto stellt die Gastfreundschaft als emotional diskutiertes Thema in den Mittelpunkt», sagt Guglielmo Brentel, Präsident Hotelleriesuisse. «Es soll die Filmschaffenden inspirieren und darf auf alle möglichen Arten interpretiert werden.»

Bis zum 15. April 2013 können die Konzeptideen auf Swisshotelfilmaward.ch eingegeben werden. Gleichzeitig können sich Mitgliederhotels von Hotelleriesuisse ab sofort als Drehort bewerben. «Das Festivalhotel Schweizerhof Luzern hat das Drehteam wo immer möglich unterstützt und konnte den Hotelgästen und den Mitarbeitenden ein spannendes Erlebnis auf einem Filmset ermöglichen», sagt Clemens Hunziker, Direktor des Hotels Schweizerhof Luzern und Gastgeber der siegreichen Filmcrew von 2011 sowie Jurymitglied 2013.

Bewertung durch Fachjury und Internet-Community

Aus den eingereichten Konzepten nominiert die Fachjury 20 Projekte, die anschliessend während maximal zwei Tagen in einem Schweizer Hotel verfilmt werden. Auf der Website Swisshotelfilmaward.ch stellen sich die fertigen Filme auch dem Urteil der Internet-Community. Höhepunkt des Wettbewerbs ist die Preisverleihung am 19. September 2013 in Zürich. Der Award ist mit insgesamt 15’000 Franken dotiert. In der Fachjury sitzen Kenner der Filmszene sowie Vertreter der Hotellerie, die aus allen Landesteilen der Schweiz stammen. Es sind dies Sabine Boss (Regisseurin), Philippe Clivaz (Visions du Réel), Madeleine Hirsiger (Filmexpertin), Clemens Hunziker (Direktor Hotel Schweizerhof Luzern), Mohan Mani (Filmredaktor), Christoph Schaub (Regisseur) und Daniel J. Ziegler (Direktor Relais & Châteaux Hotel Le Vieux Manoir, Murten).

get_footer();