Denner und Vizner Borel ergreifen Initiative

Im Zuge der Abzocker-Initiative nimmt Denner Stellung. Die Kampagne von Vizner Borel läuft unter dem Motto «Abzocken tun andere. Denner nicht!».

Verantwortlich bei Denner: Petra Gayko (Leiterin Marketingkommunikation, Gesamtverantwortung), Sabine Gassmann (Projektleiterin Marketingkommunikation).Verantwortlich bei Vizner Borel: Lajos Vizner, Guillaume Borel (Gesamtverantwortung), John Leuppi (Text), Gian Maurizio (Art Direction), Andrea Vizzarro (Beratung), Markus Binggeli (Strategie), Nina Rolle (JBW Media).

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Wunderman: Surface RT-Kampagne in Westeuropa

Für die Lancierung von Microsofts Surface RT realisierte Wunderman Zürich eine europaweite Kampagne. Diese bewarb die Vorteile des neuen Tablet-Computers: die Vereinigung von Laptop und Tablet in einem Gerät.

Zur Kampagne gehörten Banner auf vielbesuchten Websites und MSN Homepage Takeovers. Zudem wurde digitale Aussenwerbung an stark frequentierten Orten in ganz Europa gezeigt, von der Rotterdam Beurs Station in Holland bis zur Zürich Rail City in der Schweiz. Seit dem 14. Februar 2013 ist das Surface RT nun auch in der Schweiz und elf anderen Ländern in Westeuropa erhältlich.

Verantwortlich bei Microsoft: Karen Carter (Director of Consumer Marketing Communications Western Europe HQ). Verantwortlich bei Wunderman: Thomas Engeli (CD), Daniel Schranz (AD), Florian Tillmann, Kevin Bloch (Text), Sebastian Eppler (Screendesign), Rafael Tucev, Lukas Zgraggen, Dominik Cattaneo (Multimedia), Roger Schäffeler, Caroline Perkins, Philipp Arnold (Beratung).

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Matter & Gretener: Das Problem ist die Lösung

Matter & Gretener hat für die Ladenpassage Uschter 77 einen neuen Auftritt lanciert. Die Kampagne soll kommunizieren, dass in der Ladenpassage die angesagtesten und beliebtesten Brands von Uster zu finden sind.

Dabei löst der neue Kommunikationsauftritt ein kniffliges Problem: Wie integriert man die Logos von 25 verschiedenen Geschäften? «Ganz einfach», so die Agentur, «man macht sie Teil der Idee»:

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Verantwortlich bei Uschter 77: Bruno Benz (Centerleiter). Verantwortlich bei Matter & Gretener: Victor Rosser (Beratung), Daniel Matter (Creative Direction), Dominik Imseng (Text), Caroline Jordan (Art Direction), Jonas Kuhn (Photographie).

 

IFH Interforum Holding mit neuem Verkaufsleiter

Die NZZ-Mediengruppe verstärkt ihren Konferenzbereich: Ruedi Minger wird per 1. Mai 2013 die Stelle als Verkaufsleiter bei der IFH Interforum Holding übernehmen, zu der unter anderem auch das Swiss Economic Forum gehört.

Neben seiner Funktion als Verkaufsleiter wird Minger das Team als Projektleiter für das NZZ Capital Market Forum unterstützen. Gleichzeitig wird er sich für verschiedene Projekte im Werbemarkt Print einsetzen. Ruedi Minger ist ein ausgewiesener Kenner des Werbemarktes Schweiz sowie eine erfahrene, kundenorientierte Führungskraft, wie es in einer Mitteilung der NZZ-Mediengruppe vom Freitag heisst. Er war bereits 2012 als Anzeigenleiter Kommerz bei NZZ Media für die NZZ im Einsatz, bevor er zu Le Temps Media wechselte.

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Gürth Design wirbt für Tonhalle Late

Die Agentur Gürth Design wurde vom Tonhalle-Orchester Zürich erneut mit der Konzeption und Gestaltung des Tonhalle Late-Werbeauftritts beauftragt. Für den aktuellen Event wurde die Bildsujet-Serie bereits zum sechsten Mal fortgesetzt.

Die Verbindung der Themen «klassische Musik» und «elektronische Musik» wird dieses Mal visuell durch eine Violine mit elektronischen Reglern inszeniert. Beworben wird das bereits vorzeitig ausverkaufte Konzertevent vom 1. März 2013 mit Flyern und Plakaten.

Verantwortlich bei Tonhalle-Ochester Zürich: Michaela Braun (Leitung Kommunikation und Marketing), Mara Corleoni (Projektleitung Tonhalle Late). Verantwortlich bei Menden & Roos: Marc Menden und Ralph Roos. Verantwortlich bei Gürth Design: Emanuel Gürth (Creative & Art Direction).

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DD Com realisiert Online-Plattform für Jelmoli

Die Zürcher Kommunikationsagentur Ddcom hat für Jelmoli eine Online-Plattform realisiert. Dazu kommen ein neuer Newsletter und eine neue App fürs iPhone.

Der Magazincharakter der Website soll mit einer komfortablen Leseansicht und mit seitlich durchklickbaren Artikeln zum Onlineschmökern einladen. Zudem wurde der bisher separierte Spotted-Blog in die Website integriert und liefert – neben den News – stets aktuellen Content, so die Agentur in einer Mitteilung vom Freitag. Die neue App bietet wie bisher den beliebten Spotted-Blog mit tagesaktuellen Einträgen und News aus dem Haus. Ein Markenverzeichnis zeigt den Standort jedes Brands auf den fünf Etagen. Mit einem integrierten QR-Code-Reader können die Jelmoli-Besucher schneller und direkter auf die Infos und Angebote zugreifen, die im und um Jelmoli mit einem «J» im QR-Code markiert sind.

Der neue Onlineauftritt ist Teil der Jelmoli-Gesamtstrategie, Online- und Offline-Aktivitäten enger zu verknüpfen und vor allem visuell eine stärkere Wiedererkennung auf allen Kanälen zu schaffen.

Verantwortlich bei Jelmoli: Franco Savastano (CEO), Monica Monsch (Leiterin Marketing und Kommunikation). Verantwortlich bei Ddcom: Daniel Müri (Creative Direction/Strategie), Marco Huber (Konzeption/Art Direction), Marc Hahn (Art Direction/Kreation), Noemi Fraefel (Beratung/Projektleitung). Verantwortlich bei Astina: Matthias Alder (Konzeption und technische Umsetzung).

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Touch! Point! Sieg!

Auf Tuchfühlung mit dem Kunden von heute: Mit ihrem Sachbuch «Touchpoints» hat Anne M. Schüller aktuell gültige Managementstrategien für unsere neue Businesswelt entwickelt und damit einen Bestseller gelandet.

Die Digitalisierung und das mobile Internet haben die Beziehungen zwischen Unternehmen und Kunden grundlegend verändert. Die entscheidenden Fragen dabei: Wie gelingt es, in diesen neuen Zeiten die zunehmende Vielfalt der Kundenkontakte zu meistern? Wie kann man auch heute noch die Menschen berühren und somit wertvolle Pluspunkte sammeln? Und wie muss ein Anbieter fortan aufgestellt sein, um schliesslich den Sieg zu erringen? Die Hörbuch-Edition «Touchpoints» von Anne M. Schüller, Bestsellerautorin und Vordenkerin in Sachen Touchpoint-Management, gibt eine Fülle von Antworten darauf.

Auf insgesamt acht CDs wird umfassend erläutert, was veraltet und was neu ist in Management, Service, Sales und Marketing. Und wie unsere neue Businesswelt wirklich tickt. Unkompliziert, auf heitere Weise und überaus praxisnah wird gezeigt, wie man «vollends loyale Kunden» gewinnt und wie sich über emsige Fans und aktive Weiterempfehler das Neugeschäft sichern lässt. Die internen Rahmenbedingungen, die nötig sind, um diese hehren Ziele zu erreichen, werden ebenfalls ausführlich besprochen.

Hierzu hat Managementconsultant Schüller zwei Konzepte entwickelt, die sich in Form vierstufiger Prozesse umsetzen lassen: das Customer-Touchpoint- Management, das die Kundenbeziehungen in unseren Zeiten von «social» und «mobile» passend gestaltet, sowie das eigentliche Mitarbeiter-Touchpoint- Management, das die Beziehungen zwischen Führungskraft und internen Kunden neu strukturiert. Zahlreiche Checklisten sowie ein reicher Fundus an Beispielen und Tipps verdeutlichen, wie beides ganz genau funktioniert. Das gleichnamige Buch zum Thema war Bestseller in Deutschland, Österreich und der Schweiz und erhielt auch den Deutschen Trainerbuchpreis 2012. Anne M. Schüller ist Managementdenker, Keynote- Speaker, mehrfach ausgezeichnete Autorin und Businesscoach. Die Diplom-Betriebswirtin gilt als Europas führende Expertin für Loyalitätsmarketing und ein kundenfokussiertes Management. Sie referiert in den höchsten Kreisen der Wirtschaft und ist Gastdozentin an mehreren Hochschulen. pan

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Üppiges Sonntagsmenu

Mit dem Markteintritt der Ostschweiz am Sonntag und der Auflagenerhöhung der Sonntags- Zeitung in Basel wird das Werbeangebot am Sonntag in der deutschen Schweiz noch reichhaltiger. Gleichzeitig verschieben sich auch die Gewichte. Von Ueli Custer

Im März geht es auf dem Sonntagszeitungsmarkt Schlag auf Schlag. Am 3. März erscheint erstmals die Ostschweiz am Sonntag, und am gleichen Tag werden die Abonnenten der Basler Zeitung erstmals mit der Sonntagszeitung beliefert. Am 24. März wird dann aus dem Sonntag der AZ Medien und der Südostschweiz am Sonntag die neue Schweiz am Sonntag. Für den Werbemarkt haben die beiden Veränderungen auf Anfang März eine Erhöhung der Kontaktzahl um schätzungsweise zwölf Prozent auf rund drei Millionen zur Folge. Dabei ist aber davon auszugehen, dass dieser Wert wieder abnehmen wird, weil sich durch die zusätzlichen Belieferungen Doppelleser ergeben werden, die sich nach Ablauf der Einführungsangebote zum Teil vom einen oder andern Titel trennen werden.

Sonntagsblick fällt auf Rang drei

Unter den vorläufigen Voraussetzungen wird aber die SonntagsZeitung knapp zum neuen Reichweiten-Leader in der deutschen Schweiz. Neben den 40 000 Abonnenten der Basler Zeitung beliefert sie ja schon seit letztem Herbst rund 36 000 Abonnenten des Bund. Geht man davon aus, dass jedes dieser zusätzlich gelieferten 76 000 Exemplare von je zwei Personen auch tatsächlich genutzt wird, kommt man auf 152 000 zusätzliche Leser. Das ist eher vorsichtig geschätzt, denn bisher kam die Sonntagszeitung mit gut 177 000 verbreiteten Exemplaren und 734 000 Lesern nämlich auf gut vier Leser pro Ausgabe. Mit den neu errechneten 886 000 Lesern erreicht die SonntagsZeitung rund 20 Prozent mehr Leser und gleichzeitig knapp 20 Prozent Reichweite in der deutschen Schweiz. Sie überflügelt damit – mindestens vorläufig – den SonntagsBlick deutlich (siehe Grafik «Sonntagsreichweiten Deutsche Schweiz»). Der SonntagsBlick fällt sogar auf Rang drei zurück, weil der neue NZZ-interne Sonntagspool der beiden regionalen Titel für die Ost- und Zentralschweiz zusammen mit der NZZ am Sonntag nach Verlagsangaben auf rund 19 Prozent Reichweite kommen dürfte. Für die in der MACH Basic ausgewiesene Kombination «Sonntagsblick gesamt» wird zwar eine Reichweite von 21,8 Prozent ausgewiesen. Für den Werbemarkt spielt dieses Angebot aber keine Rolle, da kaum jemand eine Anzeige in der Beilage und im Trägertitel gleichzeitig schalten dürfte. Diese Kombination bleibt deshalb unberücksichtigt.

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Ist Basel bereits besetzt?

Unangefochten auf Rang vier steht die NZZ am Sonntag. Denn sie erreicht – bei steigender Tendenz – bereits jetzt 529 000 Leser oder 11,8 Prozent der Bevölkerung. Die neue Schweiz am Sonntag belegt dagegen mit 9,8 Prozent nur Rang fünf. Das würde sich nicht einmal dann ändern, wenn das von Peter Wanner an der Medienkonferenz genannte Ziel von 500 000 Lesern erreichbar wäre. Aus eigener Kraft dürfte das allerdings sehr schwierig werden, denn dazu müsste man über 60 000 neue Leserinnen und Leser finden. Das sind angesichts von lediglich 2,3 Lesern pro Exemplar rund 25 000 bis 30 000 zusätzliche Käufer. Grosse Hoffnungen setzt man in Aarau offenbar auf die digitale Ausgabe. An der Medienkonferenz wurde dies mit stark steigenden Verkäufen von Apps begründet. Diese dürften aber vorwiegend von Abonnenten heruntergeladen worden sein, die sich einfach die Option für die digitale Nutzung offen halten wollen. Denn die Erfahrung zeigt, dass gerade am Sonntag die Nutzung auf Papier deutlich beliebter ist als die digitale. Für eine weitere Erhöhung der gedruckten Auflage gibt es höchstens noch in Schaffhausen und Biel regionale Nischen mit Partnern für eine regionale Sonntagsausgabe. Deren Interesse hängt aber nur davon ab, ob sich für sie ein solches Geschäft auch wirklich lohnt. Der heisseste Platz für die Schweiz am Sonntag wäre ja eigentlich Basel, wo es bereits eine regionale Ausgabe gibt. Nachdem jetzt aber die SonntagsZeitung den Markt mit rund 40 000 Exemplaren verstopft, ist es noch schwieriger geworden, hier zum Erfolg zu kommen.

Ungleicher Sonntagspool

Am sinnvollsten wäre vermutlich ein Einbezug der Schweiz am Sonntag in den Sonntagspool der NZZ-Gruppe. Dies analog zum Citypool bei der Tagespresse. Doch auch dann bliebe eine deutliche Schwäche im goldenen Dreieck Zürich- Basel-Bern (siehe Grafik «Regionale SonntagsZeitungen »). Schon jetzt ist die geografisch sehr ungleiche Verteilung die grosse Schwäche des Sonntagspools. Wie die Grafik «Sonntagspool» zeigt, liegt er in den Gebieten, wo nur die NZZ am Sonntag vertreten ist, mehrheitlich weit unter dem Durchschnitt. Auf Grund seiner Zusammensetzung kommt er dagegen auf weit überdurchschnittliche Reichweiten in der Zentral- und Ostschweiz. Die neue Ostschweiz am Sonntag hat im Prinzip das gleiche Konzept wie ihre Schwester in der Zentralschweiz, verzichtet aber auf Regional- Splits. Sie kommt im WG 26 (St. Gallen/ AI/AR) nach Verlagsangaben auf eine Reichweite von 40,2 Prozent und im WG 44 (Thurgau) von 37,8 Prozent. Insgesamt erwartet der Verlag 200 000 Leserinnen und Leser. Das sind 80 Prozent der Leserschaft des St. Galler Tagblatts. Zusätzlich bedient werden aber auch die Abonnenten von Werdenberger & Obertoggenburger sowie der Rheintalischen Volkszeitung, die ihren überregionalen Redaktionsteil ja von der Südostschweiz beziehen (siehe Werbewoche vom 15. Februar).

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Die Sonntagszeitung im goldenen Dreieck

Mit der Bedienung der Abonnenten von Bund und Basler Zeitung ist der SonntagsZeitung ein grosser strategischer Coup gelungen, denn sie kommt so nicht nur auf die grösste Reichweite in der deutschen Schweiz. Zusätzlich ist sie auch klare Marktführerin im goldenen Dreieck (siehe Grafik «SonntagsZeitung»). In allen drei Wirtschaftsgebieten kommt sie auf mehr Reichweite als im Durchschnitt der deutschen Schweiz, aber auch auf mehr als die Konkurrenz (siehe Grafik «Reichweite im Goldenen Dreieck»). Dafür liegt sie in allen andern Wirtschaftsgebieten mehr oder weniger deutlich unter dem Durchschnitt von knapp 20 Prozent. Genau umgekehrt sieht die geografische Abdeckung beim SonntagsBlick aus, der seine grössten Schwächen in den Wirtschaftsgebieten Zürich, Schaffhausen und Basel hat und auch im Berner Mittelland nur auf seinen Durchschnitt der deutschen Schweiz kommt. Deutlich am stärksten ist er dafür in den Zentralalpen (siehe Grafik «Sonntagsblick»). Die NZZ am Sonntag weist auf Grund ihrer DNA im WG Zürich die höchste Reichweite aus. Aber auch in Zug und Basel ist sie stärker als im Durchschnitt (siehe Grafik «NZZ am Sonntag»). Aber bei ihr spielt neben der geografischen Verteilung das Zielpublikum eine wichtige Rolle. Und das ist deutlich hochkarätiger als bei den andern Titeln. Spitzenaffinitäten erreicht sie insbesondere bei Leuten in der obersten Führungsebene (208), bei Freiberuflern (186), Leuten mit hoher Schuldbildung (174), Unternehmern (149) und solchen in der mittleren Führungsebene (148).

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Verwässerte Sonntagszeitung-Leserschaft

Die SonntagsZeitung weist in diesen Segmenten zwar auch deutlich überdurchschnittliche Affinitäten auf, der höchste Wert liegt aber nur bei 144 für die oberste Führungsebene. Etwas verwässert wird diese Struktur durch die neuen Leser aus Basel. Denn die Basler Zeitung hat zwar mit 130 eine noch höhere Affinität bei Leuten mit hoher Schulbildung, aber auch eine weit überdurchschnittliche Affinität bei den über 70-Jährigen (172 zu 88 der SoZ) und bei den Rentnern (160 zu 100). Auch die Affinitäten in den beiden Führungsebenen liegen unter denjenigen der Sonntagszeitung. Welchen Einfluss die Bund-Leser haben, lässt sich nicht sagen, da er in der MACH Basic nur zusammen mit der deutlich grösseren Berner Zeitung ausgewiesen wird. Der SonntagsBlick hat dagegen eine Leserschaft, die meist sehr nahe am Durchschnitt der Bevölkerung ist. Im Gegensatz zu allen andern Titeln kommt er bei den 14- bis 19-Jährigen mit 112 und bei den 20- bis 29-Jährigen mit 108 auf eine leicht überdurchschnittliche Affinität. Alle andern Titel liegen in diesen Alterssegmenten dagegen weit unter dem Durchschnitt. Die regionalen Sonntagstitel bilden vor allem die Struktur der Bevölkerung in ihrem Verbreitungsgebiet ab. Die Titel in der Zentral-, Ost- und Südostschweiz haben zum Beispiel extreme Spitzenwerte bei den selbständigen Landwirten.

Älteste am günstigsten

Ein Blick noch auf die Tausend-Leser-Preise (TLP) auf der Basis der offiziellen Listenpreise für eine ganze Farbseite. Dabei ist vorauszuschicken, dass vor allem die TLP von SonntagsZeitung und Ostschweiz am Sonntag auf Grund der Schätzungen der Leserschaft mit Vorsicht zu geniessen sind. Trotzdem – die entsprechende Grafik zeigt, dass die beiden ältesten Titel auf dem Markt, der SonntagsBlick und die SonntagsZeitung, deutlich günstiger sind als alle andern. Bis Ende Juni ist die Sonntagszeitung mit weniger als 33 Franken theoretisch sogar Preis-Leader. Erst dann steigt der Listenpreis um eher bescheidene fünf Prozent und der TLP auf über 34 Franken und damit über die CHF 33.50 des SonntagsBlick. Die Ostschweiz am Sonntag ist bei identischem Seitenpreis wie ihre Zentralschweizer Schwester leicht günstiger – sofern sie die erwarteten 200 000 Leserinnen und Leser auch tatsächlich erreicht. Neu gemischt werden die Karten dann auf Grund der neuen MACH Basic, die im September erscheint. Fachleute erwarten, dass die SonntagsZeitung dann weniger Leser ausweisen kann, weil sich auf Grund der mit Logos unterstützten Abfrage weniger Verwechslungen mit andern «Sonntagszeitungen » ergeben sollten. Bis sich der Markt aber in den neuen Strukturen gefestigt hat und diese Strukturen auch in der MACH Basic ihr Abbild finden, dürfte es wohl Frühling 2015 werden.

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Sonntagstitel: Auf Brautschau in den Regionen

Ab März wird der Sonntag zum Unruhetag: Sonntagszeitung, Sonntagspool und Schweiz am Sonntag kämpfen um weitere Reichweiten und benötigen dazu Partner in den Regionen. Dort zeigen sich einige recht interessiert. Von Markus Knöpfli

Im März beginnt der Frühling, und dieser macht sich dieses Jahr auch in der Verlagsbranche bemerkbar. Genauer im Sonntagsmarkt: Am 3. März lanciert das St. Galler Tagblatt (SGT) seine Sonntagsausgabe Ostschweiz am Sonntag (OaS), die zusammen mit der NZZ am Sonntag und der Zentralschweiz am Sonntag (ZaS) den neuen Sonntagspool bilden, gleichentags tauscht die Basler Zeitung ihre bisherige Sonntagsausgabe gegen Tamedias Sonntagszeitung (SoZ) aus, und am 24. März legen Südostschweiz Medien und AZ Medien ihre Sonntagsausgaben zur Schweiz am Sonntag (CHaS) zusammen.

Dieses Frühlingserwachen wird punkto Reichweiten und Rangfolgen zu einer Umkrempelung im Sonntagsmarkt führen, mit entsprechenden Auswirkungen für die Werbekunden (siehe Artikel Seite 19). Doch das ist nur ein Aspekt. Ein Zweiter: Die drei grossen Player – SoZ, Sonntagspool und CHaS – sind erklärtermassen alle offen für weitere Partner Dies mit dem Ziel, die eigene Reichweite in den Kerngebieten zu vertiefen oder sich geografisch auszudehnen. Dies hat bereits eine neue Dynamik ausgelöst, so in Buchs (SG) und im St. Galler Rheintal. Die Kooperationsmodelle sehen allerdings für die potenziellen Partner sehr unterschiedlich aus, darum werden sie hier kurz aufgeschlüsselt.

Drei Modelle stehen zur Auswahl

– Das CHaS-Angebot besteht aus einem Inseratekombi, dem sich weitere Verlage anschliessen können – vorausgesetzt, sie verfügen über eine regionale Sonntagsausgabe oder entscheiden sich für die Lancierung einer solchen. Dann steht ihnen auch der redaktionelle Mantel der CHaS, hergestellt in Aarau, zur Verfügung, den sie ganz oder teilweise übernehmen können. Die Südostschweiz am Sonntag ist die erste Zeitung ausserhalb der Nordwestschweiz, die dieses Angebot nutzen wird, was dazu führt, dass die CHaS künftig kein zusammenhängendes Gebiet mehr abdeckt. Umso stärker ist sie an weiteren Partnern interessiert.
 
– Der Sonntagspool vereinigt drei Kompaktzeitungen ohne Regional-Splits. Weitere Partner mit eigener Sonntagsausgabe können sich dem Pool anschliessen, doch zumindest in den Verbreitungsgebieten von OaS und ZaS ist auch eine andere Form von Partnerschaft möglich, wie die Beispiele Werdenberger & Obertoggenburger beziehungsweise Rheintaler zeigen (siehe Werbewoche 3/13): W&O und Rheintaler bieten ihren Abonnenten die OaS mit einem attraktiven Kombi- Abo an – im Sinne der Leserbindung. Die OaS wiederum kann so in den entsprechenden Gebieten ihre Reichweite vertiefen.
 
– Ähnlich geht die SoZ vor, wie sie in Basel vordemonstriert. Es sei am Rheinknie weder ein regionaler Split noch eine redaktionelle Zusammenarbeit mit der BaZ geplant, sagt Verlagsleiter Diego Quintarelli. «Die SoZ bleibt eine nationale Zeitung. » Die BaZ sei auch nicht am Anzeigenerlös beteiligt, sie kann aber im Raum Basel der SoZ ihren Stellenanzeiger beilegen. Gerüchten, wonach die SoZ in Basel für bloss 18 Franken abgegeben werde, tritt Quintarelli klar entgegen. Fakt sei, dass die Basler Zeitung Medien die erforderlichen rund 40 000 SoZ-Exemplare der Tamedia abkaufe und sie dann den bisherigen Abonnenten zu einem frei gewählten Kombipreis anbieten könne. Aktuell beträgt dieser 426 Franken, gleichviel wie das bisherige Siebentage-Abo der BaZ und 37 Franken mehr als das BaZ-Werktagsabo. Anders in Bern: Bund-Abonnenten bezahlen dort mit SoZ nur 20 Franken zusätzlich.

In Schaffhausen stehen die Türen offen

Den Angeboten dieser grossen Sonntags-Player ist eines gemeinsam: Kooperationen machen nur dann Sinn, wenn bereits eine sonntägliche Frühzustellung besteht oder eine solche aufgebaut wird. Die Beispiele W&O und Rheintaler zeigen: Es gibt Kleinverleger, die bereit sind, in die sonntägliche Logistik zu investieren. Darum fragte die Werbewoche bei 16 weiteren Lokal- und Regionalzeitungen nach, wie gross das Interesse an einer eigenen Sonntagsausgabe oder einer sonntäglichen Partnerschaft ist. Das Resultat:

– Bei 4 der 16 angefragten Titeln war keine Antwort erhältlich: Liechtensteiner Volksblatt, Tessiner Zeitung, Willisauer Bote/Wiggertaler Bote.
 
– Zwei der angefragten Titel haben bereits eine Sonntagsausgabe: die Vaduzer Medienhaus AG (Liechtensteiner Vaterland) gibt schon seit 20 Jahren die Gratis-Sonntagszeitung Liewo heraus, die mit eigener Frühzustellorganisation auch im Gebiet Werdenberg an alle Haushalte verteilt wird. Er sei durchaus offen für einen Schweizer Partner, sagt Verlagsleiter Daniel Quaderer, vorausgesetzt, Front und Mantelteil lassen sich splitten. Aber einen grossen Handlungsbedarf sehe er «im Moment nicht». Auch die Schaffhauser Nachrichten verbreiten sonntägliche News – allerdings ausschliesslich online. Gemäss Verleger Norbert Neininger «trainiere» damit die Redaktion schon mal für einen möglichen Printausbau auf sieben Tage. Noch sei der Zeitpunkt dafür aber nicht reif. Er prüfe jedoch beide Möglichkeiten – eine eigene Sonntagsausgabe und auch eine Kooperation mit einem grossen Player. «Am intensivsten sprechen wir mit der OaS, da wir mit dem St. Galler Tagblatt schon ein Stellenkombi haben», sagt er.

Der Walliser Bote steht bereit

Auch beim Bieler Tagblatt und Journal du Jura erwägt der Verlag gemäss Direktor Marcel Geissbühler immer wieder beide Varianten. Zudem habe man schon eine zweisprachige Sonntagsausgabe diskutiert. «Es gibt aber kein spruchreifes Projekt, denn noch hat uns kein Businessmodell überzeugt», sagt er.

Bei den Verlagen von Bote der Urschweiz, March Anzeiger, Höfner Volksblatt und Sarganserländer wird ein Einstieg in den Sonntagsmarkt ebenfalls immer wieder diskutiert – nur schon, weil sie werktags Teil des Südostschweiz-Medienverbundes sind. Urs Kälin, Verlagsleiter vom Sarganserländer, befürchtet aber, dass kaum zusätzliche Werbeeinnahmen generiert werden könnten. «Das Volumen wird lediglich unter der Woche verteilt», meint er. Hugo Triner, Verleger des Bote der Urschweiz, kann sich «vielleicht in ein paar Jahren» eine Sonntagsausgabe vorstellen, doch gemäss Umfragen sei derzeit das Bedürfnis der Abonnenten zu gering. Und Verleger Philipp Theiler (March Anzeiger/Höfner Volksblatt) steht einer Leserbindungsaktion in Kooperation mit einem grossen Sonntagsblatt skeptisch gegenüber. «Das bringt uns keinen Vorteil, bloss höhere Abokosten », sagt er.
 
Andernorts sieht man das differenzierter: So ist für Gilbert Bühler, Direktor der Freiburger Nachrichten, die Herausgabe einer eigenen Sonntagsausgabe zwar ebenfalls kein Thema. Und die Kooperation mit einem Grossen? «Never say never», sagt er, weist aber sofort auf die wenig ausgebaute sonntägliche Frühzustellung im Sense-Bezirk hin.

Dieses Problem kennt auch Kurt Hasen, Geschäftsführer beim Walliser Boten (WB). Dennoch diskutiert er derzeit mit der SoZ ein Kombi-Abo ab dem zweiten Quartal 2013 – für die WB-Abonnenten in den Agglomerationen Brig, Visp und Naters. «Denn eine Ausweitung der sonntäglichen Distribution kommt nicht in Frage», stellt er klar. Immerhin – in den drei Agglos hat der Walliser Bote knapp 6000 Abonnenten, die SoZ dagegen setzt im Oberwallis bloss etwa 1250 Exemplare ab. Für sie bestünde also Potenzial. Und was schaut für den WB heraus? «Wir haben keinen Nutzen, wollen aber unseren Lesern einen Zusatznutzen bieten – einen Kostenvorteil dank dem Walliser Boten», sagt Hasen. Wobei die SoZ den Abo-Rabatt gewähren müsste. Anders als die BaZ sei er jedenfalls nicht bereit, Geld auszugeben. Man werde einzig die SoZ im WB bewerben. «Noch gilt es aber, den Vertragsentwurf und das Entschädigungsmodell der SoZ abzuwarten», fügt Hasen hinzu.

Selbst die Volksstimme zeigt sich aufgeschlossen

Bleiben noch jene Zeitungen, die bloss zwei- bis dreimal wöchentlich erscheinen – etwa die Volksstimme in Sissach, die Neue Fricktaler Zeitung oder die Botschaft in Zurzach. Bei allen hat man bisher noch nie über eine Sonntagsausgabe nachgedacht – wegen der Kosten. Gegenüber Kombi-Abos mit einem Grossen zeigen sie sich aber offen. «Über solche Dinge kann man immer diskutieren» sagt etwa Walter Herzog, Verleger der Neuen Fricktaler Zeitung. «Das wäre denkbar», meint auch Bernhard Bürli, Verleger der Botschaft. Fast schon begeistert zeigt sich Susi Quinter, Verlegerin der Volksstimme: «Die Leute lesen gerne am Sonntag, eine Verbindung wäre eventuell eine gute Sache», meint sie. Eine Kooperation mit der AZ Medien käme für sie allerdings kaum in Frage – weil deren Basellandschaftliche Zeitung und die Volksstimme teilweise Konkurrenten sind. «Die NZZ am Sonntag könnte hingegen gut zu uns passen», meint sie. «Denn wir nahmen uns immer schon die Qualität der NZZ zum Vorbild – einfach runtergebrochen auf den lokalen Markt.»

Markus Knöpfli

SoZ-Anzeigentarif bis Mitte Jahr unverändert Ab 3. März erhalten rund 40 000 Abonnenten der bisherigen BaZ-Sonntagsausgabe neu die SoZ. Wird sich durch diese konservativ geschätzte Zusatz-Reichweite von 80 000 Personen der SoZ-Anzeigentarif (aktuell 29 440 Franken für 1/1 4f) erhöhen? «Nein», sagt SoZ Verlagsleiter Diego Quintarelli. «Wir werden in den ersten vier Monaten die Reichweitensteigerung kostenlos an unsere Werbeauftraggeber weitergeben – als Dankeschön für die Treue in den vergangenen Jahren.» Ab dem 1. Juli 2013 hingegen werde die Auflagensteigerung um mehr als 20 Prozent zu einer Preiserhöhung von 5 Prozent führen. «Dennoch wird das Preis-Leistungs-Verhältnis der SoZ damit noch einmal deutlich attraktiver», fügt er hinzu. Die SoZ hatte ihren Anzeigentarif schon per 2. September 2012 um 5 Prozent erhöht und dies damals mit der «Auflagensteigerung durch die Kooperation mit dem Bund» in Bern (plus etwa 60 000 Leser) begründet. (mk)

 

Pool Position: Comedian Peter Löhmann unter Vertrag

Seit Februar 2013 steht Peter Löhmann bei Pool Position Switzerland unter Vertrag. Der deutsche Comedian, Entertainer und Moderator plant, mit Unterstützung des Management-Unternehmens seine Karriere weiter professionell voranzutreiben.

Pool Position aus dem Hause Ringier betreut Entertainer, Musiker, Comedians und Models. Als Full-Service-Management reichen die Leistungen von der strategischen Beratung in künstlerischen und wirtschaftlichen Fragen über die Konzeption und Durchführung von PR-Massnahmen, Vertragsverhandlungen bis zur Terminkoordination.
 

Walter Vontobel verlässt NZZ Media

Der Filialdirektor von NZZ Media, Walter Vontobel, verlässt die Zweigniederlassung von Publicitas per Ende Juni 2013. Die Neubesetzung der Leitung wurde noch nicht bekanntgegeben.

Walter Vontobel will seine berufliche Laufbahn ausserhalb des Unternehmens fortsetzen. Er startete seine Karriere vor über 25 Jahren bei der OFA Orell Füssli Werbe AG in Uster. 1997 führte er die Zürichsee-Zeitungen in ein Regieverhältnis mit Publicitas und war verantwortlich für die langjährige Zusammenarbeit mit den Zürcher Land Zeitungen. Im November 2005 wurde Walter Vontobel zum Filialdirektor von NZZ Media, eine Zweigniederlassung der Publicitas, ernannt und zeichnete seither verantwortlich für den Erfolg des Regiemandats zwischen Publicitas und NZZ.

Walter Voltobel habe die langjährige Zusammenarbeit zwischen Publicitas und der NZZ Mediengruppe massgeblich geprägt, sagt Beat Roeschlin, CEO Publicitas. Stefan Bai, Leiter Werbemarkt NZZ: «Mit Walter Vontobel verliert die NZZ Media eine sehr engagierte Persönlichkeit, die sich während seiner über siebenjährigen Tätigkeit vollumfänglich mit den Werbeträgern aus dem Hause NZZ identifiziert und diese im Werbemarkt mit Erfolg vermarktet hat.»

Teaserbild: Nzzwerbung.ch

TV: Zusätzlicher Kick durch neue digitale Medienangebote

Im Laufe der letzten zehn Jahre hat die Mediennutzungsdauer der Konsumenten deutlich zugenommen. Dies liegt vor allem an der zunehmenden Internetnutzung, in jüngerer Zeit aber auch an der steigenden Nutzung mobiler Endgeräte.

Das TV bleibt dabei jedoch klar das bedeutendste Massenmedium. Im Unterschied zu anderen Medien wie Zeitungen und Zeitschriften profitiert es vom engen Zusammenspiel mit dem Internet und mobilen Devices. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Navigator-Studie von SevenOne Media aus Deutschland. Die Untersuchung macht deutlich, dass der Alltag der Konsumenten stark durch die Medien geprägt wird. Die Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen nutzt heute im Schnitt während fast 10 Stunden täglich die Medien (585 Minuten). Das Medienzeitbudget der Konsumenten hat sich damit gegenüber 2002 um 16 Prozent erhöht. Bei dieser Entwicklung spielt erwartungsgemäss die gestiegene Internetnutzung eine grosse Rolle.

Heute nutzen 94 Prozent der Befragten regelmässig das Internet, und die durchschnittliche Online-Zeit ist in den letzten 10 Jahren von 30 auf 107 Minuten pro Tag gestiegen. Wie steht es vor diesem Hintergrund um das TV und die anderen Medien?

Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass das Fernsehen das bedeutendste Massenmedium bleibt. Praktisch alle Konsumenten zwischen 14 und 49 Jahren sehen fern, 79 Prozent sogar täglich. Mehr als ein Drittel der gesamten Mediennutzungszeit, im Schnitt 205 Minuten täglich, werden mit dem Fernsehen verbracht. Besonders interessant: Die Popularität des TV hat im Zehnjahresvergleich sogar zugelegt. Die durchschnittliche tägliche TV-Nutzungszeit ist gegenüber 2002 um 9 Prozent gestiegen. Die meisten anderen Medien konnten dagegen von der zunehmenden Mediennutzung nicht profitieren. Die Radionutzung ist gegenüber 2002 um 7 Prozent auf 149 Minuten täglich gesunken. Verloren haben auch Zeitschriften (durchschnittlich 8 Minuten täglich, -53%) und Zeitungen (durchschnittlich 19 Minuten täglich, -20%).

Der Studie nach wird sich dieser Trend fortsetzen. 89 Prozent der Befragten rechnen damit, dass das Internet weiter an Bedeutung gewinnen wird, 87 Prozent erwarten das für Smartphones. Unter den klassischen Medien hat das TV die besten Zukunftsaussichten, 38 Prozent der Befragten rechnen mit einem weiteren Bedeutungsgewinn. Beim Radio halten sich die Einschätzungen von Bedeutungsgewinn und -verlust die Waage (19% / 20%). Bei Zeitschriften (50%) und Zeitungen (47%) wird überwiegend mit rückläufiger Bedeutung gerechnet. Eine weitere Erkenntnis der Studie: TV und Internet werden immer mehr parallel genutzt.

Clemens Koob 

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