Zur Sache: Blauäugig ins Debakel

2011 entschied sich die Mediapulse AG, das in die Jahre gekommene Telecontrol-Messsystem – ursprünglich eine Erfindung des langjährigen SRGForschungsleiters Matthias Steinmann und heute im Besitze des Marktforschungsunternehmens GfK – durch ein anderes System zu ersetzen. Dieses sollte auch neue Formen der Fernsehnutzung wie zum Beispiel zeitversetztes Fernsehen und TV-Nutzung auf dem Computer abbilden können.

GfK ging bei der Auftragsvergabe leer aus, der Auftrag ging an die englische Firma Kantar. Gemäss eigenen Angaben ist Kantar Media der globale Leader in Medienmessung und misst in über 40 Ländern die TV-Einschaltquoten. Auch der Slogan «local understanding, global knowledge», den sich Kantar Schweiz zu eigen machte, tönte vertrauensvoll. Vielleicht zu vertrauensvoll, denn Mediapulse beschloss, die Fernsehdaten nur gerade einen Monat doppelt zu erheben. Erstens aus Kostengründen und dann hatte man Angst, zwei verschiedene Währungen zu haben.

Kantar begann mit der Rekrutierung eines vollkommen neuen Zuschauer-Panels. Im Dezember starteten die ersten Datenerhebungen. Zu Beginn gab es einige Fehler in der Datenaufbereitung, die zum Teil aber ausserhalb des Einflussbereiches von Kantar oder Mediapulse lagen. Dinge, die bei einem solch grossen Projekt eigentlich normal sind. Mediapulse gab sich weiterhin optimistisch. Nach weiteren Verzögerungen und einer abgesagten Pressekonferenz war es dann so weit. Die Zahlen sollten am 18. Februar veröffentlicht werden.

Doch dann kam alles ganz anders. VR-Präsident Marco de Stoppani musste verkünden, dass bei gewissen Kunden (Sender und Vermarkter) grosse Bedenken betreffend der Plausibilität der Ergebnisse bestehen würden. Die Unterschiede zu den Daten von 2012 seien erheblich. Die Kunden verlangten deshalb eine externe Expertise. Bevor diese neue Expertise vorliegt, was Anfang März der Fall sein sollte, dürfe die Mediapulse keine Zahlen veröffentlichen. Wer Druck ausgeübt habe, wollte de Stoppani nicht sagen. Er meinte nur, dieser sei «von verschiedenen Quellen, mündlich und schriftlich und auch von Anwälten» gekommen. Rechtliche Schritte seien noch nicht eingeleitet, aber in Aussicht gestellt worden. Der Verwaltungsrat knickte ein und beschloss einstimmig, dass vor dem Vorliegen des neuen Expertenberichtes keine Zahlen veröffentlicht werden dürfen. Die Sender und Vermarkter erhalten sie zwar zum Studium, die Agenturen müssen sich aber im Blindflug üben.

Die Glaubwürdigkeit der Forschung hat gelitten und die neuen Zahlen werden nach diesem Debakel kaum akzeptiert werden. Das wird noch heiter werden!

Pierre C. Meier, Chefredaktor
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Mobilmachung

Der Berner Start-up Muvacon hat sich darauf spezialisiert, Websites Mobile-tauglich zu machen. Co-Gründer Alessandro Graf berichtet über seine Erfahrungen an der Mobilmachungsfront.  

Muvacon
Deependra Pandey (links) und Alessandro Graf (rechts) haben zusammen den Start-up Muvacon gegründet, der auf mobile Websites spezialisiert ist und am 20. Februar mit dem Förderpreis von Basecamp4Hightech, dem Förderungsprogramms für Jungunternehmen des Kantons Bern, ausgezeichnet wurde.
 
Zuerst kurz zu Ihrem Angebot. Was ist das Besondere an Ihrem Lösungsansatz?
Unsere Lösung ist CMS-unabhängig, optimiert für praktisch alle mobilen Geräte, schnell realisierbar, kostengünstig und beinhaltet alle wichtigen Funktionen. Dank einem Software-Entwicklungsteam in Indien haben wir preisgünstig Zugang zu den neusten und innovativsten Technologien. Zudem ist unser Design sehr kundenorientiert und einfach in der Handhabung.
 
Mit welchem Ansatz gehen Sie bei der Gestaltung mobiler Websites vor?
Es ist für die Nutzer unterwegs sehr wichtig, dass der Inhalt nicht gleich dem Inhalt der Standard- Website entspricht, sonst werden sie mit zu vielen Informationen überhäuft. Dies ist ein Nachteil der oft erwähnten sog. Responsive-Design-Lösungen, welche zudem kostenintensiver sind. In einem nächsten Schritt passen wir die Inhalte unserer Kunden und deren Endkunden spezifisch an, geben dem Kunden Feedback über Text und Bild und installieren die mobile Webseite innert zwei bis drei Wochen auf dem Kundenserver.
 
Sie haben bereits 17 Kundenprojekte realisiert und sind dabei, weitere zu gewinnen. Welches sind die hauptsächlichen Beweggründe, die heute Unternehmen veranlassen, die eigene Website Mobile-tauglich zu machen?
Das ist der Zeitgeist – die meisten Kunden von Unternehmen werden mobiler und sind viel unterwegs. Folglich zielen so ziemlich alle Marketingaktivitäten aufs Mobile: egal ob Zeitungsinserate, Radiospots, Mund-zu-Mund-Propaganda – alles geschieht unterwegs. Die einen möchten innovativ sein und mit dem Zeitgeist mitgehen, die anderen möchten ihre Kundenbindung stärken oder sogar neue Kunden ansprechen. Jedoch gibt es bei den Unternehmen eine gewisse Zurückhaltung. Die meisten wollen nicht zu den ersten gehören und den nächsten Schritt wagen. Hinzu kommt, dass die meisten Lösungen auf dem Markt eine Veränderung oder gar eine Neugestaltung der Webseite verlangen, was wiederum sehr kostspielig sein kann. Die Mobile- Thematik bedeutet auch, dass zum Teil die internen Prozesse überdacht werden müssen, so dass sich ein Unternehmen ganzheitlich auf die Mobile- Kunden fokussieren kann.
 
Wie nehmen Sie bei Kommunikations- und Werbeprofis, die ja oft eine Scharnierfunktion zwischen Unternehmen und Website-Produzenten haben, das Problembewusstsein für die Mobile-Thematik wahr?
Wir haben bereits für eine Werbeagentur aus der Schweiz und eine aus Frankreich mobile Webseiten erstellt, und zu anderen haben wir Kontakte aufgebaut. Dabei habe ich bisher zwei Sichtweisen festgestellt: Die einen sehen den Bereich eher als Zukunftsmusik und beobachten dieses Phänomen mit der gleichen Distanz wie Social Media. Andere Agenturen wenden mobile Massnahmen eher für besonders innovative Kunden an, aber noch nicht für alle. Bei fast allen Werbeagenturen ist zu spüren, dass diese für die letzten zehn Jahre praktisch nur analoge Werbemassnahmen geplant haben. Nun müssen sie erkennen, diese neue Sparte in die bestehenden Werbemassnahmen zu integrieren, um die Kundenwünsche noch vollumfänglicher erfüllen zu können. Deshalb arbeiten wir sehr eng mit Werbeagenturen zusammen und beraten sie bei jeglichen Anliegen rund um Mobile, wie zum Beispiel Aufklärung über die neusten Technologien und Trends sowie über gezielte Einsatzmöglichkeiten von mobilen Werbeinstrumenten. Zudem sind wir mit unseren Produkten sehr schnell in der Umsetzung und flexibel, um auf etwaige individuellen Kundenwüsche einzugehen.
 
Welche Entwicklung erwarten Sie im Mobile- Markt in der Schweiz in den nächsten Jahren?
In der Schweiz gibt es rund 312 000 KMU. Davon haben in der Hightech-Industrie-Branche 94 Prozent und in der modernen Dienstleistungsbranche 86 Prozent eine eigene Webseite. Auch eine hohe Anzahl von kleinen (80%) und mittelgrossen (93%) Unternehmen haben ihre eigene Webseite. Auf der anderen Seite haben wir eine sehr hohe Smartphone- Penetration in der Schweiz (nach den neuesten Erkenntnissen sind dies 3,6 Millionen). Knapp 60 Prozent benutzen das Smartphone täglich zum Surfen im Internet. Diese Tatsache wird die Schweizer KMU dazu zwingen, in naher Zukunft in den Mobile- Markt einzusteigen. Genau diese Situation verlangt nach einer Lösung, die kundenindividuell, kosteneffizient, mit ansprechendem Design und funktional ist – dies waren die Überlegungen bei der Entwicklung unseres Produkts.
 
Was müsste aus Ihrer Sicht geschehen, damit der Mobile-Markt weiter wachsen kann?
Unternehmen sollten analysieren, wie viele Besucher schon heute über ein mobiles Endgerät die Unternehmenswebseite besuchen respektive besuchen möchten. Anschliessend sollten sie kritisch ihre Prozesse speziell mit dem Fokus auf Mobile hin überprüfen. Denn viele Prozesse werden durch Mobile effizienter, effektiver. Und Fehlerquellen werden reduziert, etwa wenn Mobile-Payment eingesetzt wird. Dies birgt ein hohes Sparpotenzial für Unternehmen. Auch die Kundenbindung kann durch das Smartphone erhöht werden. Um diese Vorteile vollständig auszuschöpfen, bedarf es einer unternehmensspezifischen Beratung, die aufzeigt, welche mobilen Massnahmen das Unternehmen weiterbringen und spezifisch für den zukünftigen Mobile- Markt rüsten.

Interview: Christoph J. Walther

Sonntagstitel: Auf Brautschau in den Regionen

Ab März wird der Sonntag zum Unruhetag: Sonntagszeitung, Sonntagspool und Schweiz am Sonntag kämpfen um weitere Reichweiten und benötigen dazu Partner in den Regionen. Dort zeigen sich einige recht interessiert. Von Markus Knöpfli

Im März beginnt der Frühling, und dieser macht sich dieses Jahr auch in der Verlagsbranche bemerkbar. Genauer im Sonntagsmarkt: Am 3. März lanciert das St. Galler Tagblatt (SGT) seine Sonntagsausgabe Ostschweiz am Sonntag (OaS), die zusammen mit der NZZ am Sonntag und der Zentralschweiz am Sonntag (ZaS) den neuen Sonntagspool bilden, gleichentags tauscht die Basler Zeitung ihre bisherige Sonntagsausgabe gegen Tamedias Sonntagszeitung (SoZ) aus, und am 24. März legen Südostschweiz Medien und AZ Medien ihre Sonntagsausgaben zur Schweiz am Sonntag (CHaS) zusammen.

Dieses Frühlingserwachen wird punkto Reichweiten und Rangfolgen zu einer Umkrempelung im Sonntagsmarkt führen, mit entsprechenden Auswirkungen für die Werbekunden (siehe Artikel Seite 19). Doch das ist nur ein Aspekt. Ein Zweiter: Die drei grossen Player – SoZ, Sonntagspool und CHaS – sind erklärtermassen alle offen für weitere Partner Dies mit dem Ziel, die eigene Reichweite in den Kerngebieten zu vertiefen oder sich geografisch auszudehnen. Dies hat bereits eine neue Dynamik ausgelöst, so in Buchs (SG) und im St. Galler Rheintal. Die Kooperationsmodelle sehen allerdings für die potenziellen Partner sehr unterschiedlich aus, darum werden sie hier kurz aufgeschlüsselt.

Drei Modelle stehen zur Auswahl

– Das CHaS-Angebot besteht aus einem Inseratekombi, dem sich weitere Verlage anschliessen können – vorausgesetzt, sie verfügen über eine regionale Sonntagsausgabe oder entscheiden sich für die Lancierung einer solchen. Dann steht ihnen auch der redaktionelle Mantel der CHaS, hergestellt in Aarau, zur Verfügung, den sie ganz oder teilweise übernehmen können. Die Südostschweiz am Sonntag ist die erste Zeitung ausserhalb der Nordwestschweiz, die dieses Angebot nutzen wird, was dazu führt, dass die CHaS künftig kein zusammenhängendes Gebiet mehr abdeckt. Umso stärker ist sie an weiteren Partnern interessiert.
 
– Der Sonntagspool vereinigt drei Kompaktzeitungen ohne Regional-Splits. Weitere Partner mit eigener Sonntagsausgabe können sich dem Pool anschliessen, doch zumindest in den Verbreitungsgebieten von OaS und ZaS ist auch eine andere Form von Partnerschaft möglich, wie die Beispiele Werdenberger & Obertoggenburger beziehungsweise Rheintaler zeigen (siehe Werbewoche 3/13): W&O und Rheintaler bieten ihren Abonnenten die OaS mit einem attraktiven Kombi- Abo an – im Sinne der Leserbindung. Die OaS wiederum kann so in den entsprechenden Gebieten ihre Reichweite vertiefen.
 
– Ähnlich geht die SoZ vor, wie sie in Basel vordemonstriert. Es sei am Rheinknie weder ein regionaler Split noch eine redaktionelle Zusammenarbeit mit der BaZ geplant, sagt Verlagsleiter Diego Quintarelli. «Die SoZ bleibt eine nationale Zeitung. » Die BaZ sei auch nicht am Anzeigenerlös beteiligt, sie kann aber im Raum Basel der SoZ ihren Stellenanzeiger beilegen. Gerüchten, wonach die SoZ in Basel für bloss 18 Franken abgegeben werde, tritt Quintarelli klar entgegen. Fakt sei, dass die Basler Zeitung Medien die erforderlichen rund 40 000 SoZ-Exemplare der Tamedia abkaufe und sie dann den bisherigen Abonnenten zu einem frei gewählten Kombipreis anbieten könne. Aktuell beträgt dieser 426 Franken, gleichviel wie das bisherige Siebentage-Abo der BaZ und 37 Franken mehr als das BaZ-Werktagsabo. Anders in Bern: Bund-Abonnenten bezahlen dort mit SoZ nur 20 Franken zusätzlich.

In Schaffhausen stehen die Türen offen

Den Angeboten dieser grossen Sonntags-Player ist eines gemeinsam: Kooperationen machen nur dann Sinn, wenn bereits eine sonntägliche Frühzustellung besteht oder eine solche aufgebaut wird. Die Beispiele W&O und Rheintaler zeigen: Es gibt Kleinverleger, die bereit sind, in die sonntägliche Logistik zu investieren. Darum fragte die Werbewoche bei 16 weiteren Lokal- und Regionalzeitungen nach, wie gross das Interesse an einer eigenen Sonntagsausgabe oder einer sonntäglichen Partnerschaft ist. Das Resultat:

– Bei 4 der 16 angefragten Titeln war keine Antwort erhältlich: Liechtensteiner Volksblatt, Tessiner Zeitung, Willisauer Bote/Wiggertaler Bote.
 
– Zwei der angefragten Titel haben bereits eine Sonntagsausgabe: die Vaduzer Medienhaus AG (Liechtensteiner Vaterland) gibt schon seit 20 Jahren die Gratis-Sonntagszeitung Liewo heraus, die mit eigener Frühzustellorganisation auch im Gebiet Werdenberg an alle Haushalte verteilt wird. Er sei durchaus offen für einen Schweizer Partner, sagt Verlagsleiter Daniel Quaderer, vorausgesetzt, Front und Mantelteil lassen sich splitten. Aber einen grossen Handlungsbedarf sehe er «im Moment nicht». Auch die Schaffhauser Nachrichten verbreiten sonntägliche News – allerdings ausschliesslich online. Gemäss Verleger Norbert Neininger «trainiere» damit die Redaktion schon mal für einen möglichen Printausbau auf sieben Tage. Noch sei der Zeitpunkt dafür aber nicht reif. Er prüfe jedoch beide Möglichkeiten – eine eigene Sonntagsausgabe und auch eine Kooperation mit einem grossen Player. «Am intensivsten sprechen wir mit der OaS, da wir mit dem St. Galler Tagblatt schon ein Stellenkombi haben», sagt er.

Der Walliser Bote steht bereit

Auch beim Bieler Tagblatt und Journal du Jura erwägt der Verlag gemäss Direktor Marcel Geissbühler immer wieder beide Varianten. Zudem habe man schon eine zweisprachige Sonntagsausgabe diskutiert. «Es gibt aber kein spruchreifes Projekt, denn noch hat uns kein Businessmodell überzeugt», sagt er.

Bei den Verlagen von Bote der Urschweiz, March Anzeiger, Höfner Volksblatt und Sarganserländer wird ein Einstieg in den Sonntagsmarkt ebenfalls immer wieder diskutiert – nur schon, weil sie werktags Teil des Südostschweiz-Medienverbundes sind. Urs Kälin, Verlagsleiter vom Sarganserländer, befürchtet aber, dass kaum zusätzliche Werbeeinnahmen generiert werden könnten. «Das Volumen wird lediglich unter der Woche verteilt», meint er. Hugo Triner, Verleger des Bote der Urschweiz, kann sich «vielleicht in ein paar Jahren» eine Sonntagsausgabe vorstellen, doch gemäss Umfragen sei derzeit das Bedürfnis der Abonnenten zu gering. Und Verleger Philipp Theiler (March Anzeiger/Höfner Volksblatt) steht einer Leserbindungsaktion in Kooperation mit einem grossen Sonntagsblatt skeptisch gegenüber. «Das bringt uns keinen Vorteil, bloss höhere Abokosten », sagt er.
 
Andernorts sieht man das differenzierter: So ist für Gilbert Bühler, Direktor der Freiburger Nachrichten, die Herausgabe einer eigenen Sonntagsausgabe zwar ebenfalls kein Thema. Und die Kooperation mit einem Grossen? «Never say never», sagt er, weist aber sofort auf die wenig ausgebaute sonntägliche Frühzustellung im Sense-Bezirk hin.

Dieses Problem kennt auch Kurt Hasen, Geschäftsführer beim Walliser Boten (WB). Dennoch diskutiert er derzeit mit der SoZ ein Kombi-Abo ab dem zweiten Quartal 2013 – für die WB-Abonnenten in den Agglomerationen Brig, Visp und Naters. «Denn eine Ausweitung der sonntäglichen Distribution kommt nicht in Frage», stellt er klar. Immerhin – in den drei Agglos hat der Walliser Bote knapp 6000 Abonnenten, die SoZ dagegen setzt im Oberwallis bloss etwa 1250 Exemplare ab. Für sie bestünde also Potenzial. Und was schaut für den WB heraus? «Wir haben keinen Nutzen, wollen aber unseren Lesern einen Zusatznutzen bieten – einen Kostenvorteil dank dem Walliser Boten», sagt Hasen. Wobei die SoZ den Abo-Rabatt gewähren müsste. Anders als die BaZ sei er jedenfalls nicht bereit, Geld auszugeben. Man werde einzig die SoZ im WB bewerben. «Noch gilt es aber, den Vertragsentwurf und das Entschädigungsmodell der SoZ abzuwarten», fügt Hasen hinzu.

Selbst die Volksstimme zeigt sich aufgeschlossen

Bleiben noch jene Zeitungen, die bloss zwei- bis dreimal wöchentlich erscheinen – etwa die Volksstimme in Sissach, die Neue Fricktaler Zeitung oder die Botschaft in Zurzach. Bei allen hat man bisher noch nie über eine Sonntagsausgabe nachgedacht – wegen der Kosten. Gegenüber Kombi-Abos mit einem Grossen zeigen sie sich aber offen. «Über solche Dinge kann man immer diskutieren» sagt etwa Walter Herzog, Verleger der Neuen Fricktaler Zeitung. «Das wäre denkbar», meint auch Bernhard Bürli, Verleger der Botschaft. Fast schon begeistert zeigt sich Susi Quinter, Verlegerin der Volksstimme: «Die Leute lesen gerne am Sonntag, eine Verbindung wäre eventuell eine gute Sache», meint sie. Eine Kooperation mit der AZ Medien käme für sie allerdings kaum in Frage – weil deren Basellandschaftliche Zeitung und die Volksstimme teilweise Konkurrenten sind. «Die NZZ am Sonntag könnte hingegen gut zu uns passen», meint sie. «Denn wir nahmen uns immer schon die Qualität der NZZ zum Vorbild – einfach runtergebrochen auf den lokalen Markt.»

Markus Knöpfli

SoZ-Anzeigentarif bis Mitte Jahr unverändert Ab 3. März erhalten rund 40 000 Abonnenten der bisherigen BaZ-Sonntagsausgabe neu die SoZ. Wird sich durch diese konservativ geschätzte Zusatz-Reichweite von 80 000 Personen der SoZ-Anzeigentarif (aktuell 29 440 Franken für 1/1 4f) erhöhen? «Nein», sagt SoZ Verlagsleiter Diego Quintarelli. «Wir werden in den ersten vier Monaten die Reichweitensteigerung kostenlos an unsere Werbeauftraggeber weitergeben – als Dankeschön für die Treue in den vergangenen Jahren.» Ab dem 1. Juli 2013 hingegen werde die Auflagensteigerung um mehr als 20 Prozent zu einer Preiserhöhung von 5 Prozent führen. «Dennoch wird das Preis-Leistungs-Verhältnis der SoZ damit noch einmal deutlich attraktiver», fügt er hinzu. Die SoZ hatte ihren Anzeigentarif schon per 2. September 2012 um 5 Prozent erhöht und dies damals mit der «Auflagensteigerung durch die Kooperation mit dem Bund» in Bern (plus etwa 60 000 Leser) begründet. (mk)
 


Zum Thema:


Üppiges Sonntagsmenu

Mit dem Markteintritt der Ostschweiz am Sonntag und der Auflagenerhöhung der Sonntags- Zeitung in Basel wird das Werbeangebot am Sonntag in der deutschen Schweiz noch reichhaltiger. Gleichzeitig verschieben sich auch die Gewichte. Von Ueli Custer

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Aussicht auf ein Happy End

Zeit zum Renovieren? Die Kreativen von Metzgerlehner helfen den Wohneigentümern bei einer schwierigen Entscheidung und haben dazu eine Kampagne für die Fenster der 4B-Gruppe entwickelt.

Die 4B-Gruppe ist ein in 4. Generation geführtes Schweizer Traditionsunternehmen mit Sitz in Hochdorf und Niederlassungen in der ganzen Schweiz. Das im Fassaden- und Fensterbau tätige Familienunternehmen bietet qualitativ hochwertige und innovative Produkte wie zum Beispiel das einzige Schweizer Minergie-Renovationsfenster aus Holz-Aluminium.

Für die Zielgruppe der Wohneigentümer entwickelte Metzgerlehner eine Marken-Kampagne, die nicht nur dem Imageaufbau dient, sondern gleichzeitig auch im Verkauf Akzente setzt. Die Kampagne kombiniert die Vorteile der hervorragenden Produktqualität von 4B-Fenstern mit einem emotiona- len Benefit, über den sich die Marke differenzieren kann: Die Zielgruppe verbindet das Renovieren grundsätzlich mit Sorgen und Unsicherheit – Sorgen darüber, dass man es mit komplizierten Abläufen zu tun hat, dass alles teurer wird als geplant, dass Dreck gemacht wird, dass Termine nicht eingehalten werden, dass schludrig gearbeitet wird oder dass Schäden entstehen.

Die Kampagne will in dieser Situation der Zielgruppe bei ihrer schwierigen Entscheidung helfen – mit einem Versprechen, das vom Marktführer 4B auch eingelöst werden kann: Wie in einem schönen Hollywoodfilm verspricht 4B ein Happy End. Dank des patentierten Produktes wie auch des sauberen und schonenden Einbauprozesses braucht sich die Zielgruppe keine Sorgen zu machen. Denn nur 4B hat das Fenster mit eingebautem Happy End. Dieses spielt sich beim Ausblick in den Garten ab. «Mit dem Leitmotiv des Happy Ends wurde eine Metapher gewählt, die wie keine andere für sorgenfreies Glück steht und bei der jeder sofort ein positives Bild im Kopf hat», erklärt dazu CD Michael Rottmann. Die Kampagne umfasst neben den drei TVSpots, welche von Pumpkin Films und der Regisseurin Alexandra Fisher in entsprechend «grandioser Hollywood-Manier» umgesetzt wurden, viele weitere Werbemittel wie Online, Anzeigen, Flyern und Promotionen. pan

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SRG: Partnerschaft mit SSF verlängert

Die SRG hat die Kooperation mit dem Sport Szene Fernsehen SSF um weitere vier Jahre bis Ende 2016 verlängert.

Die beiden Vertragspartner pflegen seit dem Sendestart des SSF im Herbst 2007 den Austausch von Bildmaterial und Rechten wie auch, auf der produktionstechnischen Ebene, die Kooperation bei Produktion und Distribution. Die SRG und SSF schaffen so eine für beide Seiten synergetische Kooperation. Dies schreibt die SRG in einer Mitteilung auf Presseportal.ch. Das SSF mit seiner Berichterstattung über Schweizer Mannschafts- und Breitensportarten biete eine sinnvolle Ergänzung zum breiten Sportangebot der SRG-Kanäle, mit Schweizer Sportlerinnen und Sportlern, bedeutenden nationalen und internationalen Sportveranstaltungen in der Schweiz sowie internationalen Events im Fokus, sagt Roger de Weck, Generaldirektor der SRG.

 

APG ist wieder solide und hat volle Kriegskassen

Die APG erzielte 2012 einen Gewinn von 52 Millionen Franken und konnte ihren Gruppenumsatz um 2 Prozent auf 318 Millionen Franken steigern. Auch ist sie wieder schuldenfrei. Soeben konnte sie sich zudem vom Geschäft in Montenegro trennen.

Lauter gute Nachrichten für die Aktionäre der APG. Die Aktuellste: Vor wenigen Tagen ist es der Unternehmensleitung unter Führung von CEO Daniel Hofer gelungen, aus einem weiteren ausländischen Markt auszusteigen. Konkret konnte die APG ihre Gesellschaft in Montenegro verkaufen. Damit ist sie aktuell nur noch in zwei Osteuropäischen Ländern aktiv – in Rumänien und Serbien. Und dort wird sie vorläufig auch bleiben, obwohl Hofer vor einem Jahr eigentlich prioritär Rumänien verlassen wollte. Man sei zwar mehrmals kurz davor gestanden, die rumänische Firma, die immerhin die Nummer 2 im Markt ist, zu verkaufen, doch hätten schliesslich die (finanziellen) Konditionen nicht gestimmt, sagte Hofer. Doch die Firma konnte soweit fit getrimmt werden, dass sie heute operativ schwarze Zahlen schreibt. «Wir sind deshalb entspannt, ein Verkauf drängt nicht», sagte der CEO.

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Abschreiber in Serbien

Ähnliches gilt für Serbien: Dort ist APG Marktleader, nahm aber ein Impairment (Abschreibungen) von 20,1 Millionen Franken auf sämtlichen Goodwill und einen Teil der Verträge vor und bewertete die Firma völlig neu. Das Management mache einen guten Job und das Mobiliar sei «qualitativ auf Schweizer Niveau», sagte Hofer. Eine Folge dieser Massnahmen: Das APG-Auslandgeschäft reduzierte sich um ein Drittel auf 20,5 Millionen Franken (noch inklusive Montenegro), zum Gesamtumsatz trug es 6,5 Prozent bei (Vorjahr: 10 Prozent). Ein Nachtrag zu Griechenland: Die drei verbliebenen Firmen befinden sich in planmässiger Liquidation, ein definitiver Ausstieg dürfte aber gemäss Hofer noch bis zu drei Jahre dauern.

Schweiz: Wahlwerbung 2011 überkompensiert

Die zweite gute Nachricht: Trotz dem Umsatzrückgang im Ausland konnte die APG ihren Gesamtumsatz um 1,9 Prozent auf 317,6 Millionen Franken zu steigern – weil sie im Heimmarkt Schweiz gar um 5,9 Prozent auf 297 Millionen Franken wachsen konnte. Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil es der APG gelang, die im Wahljahr 2011 erzielten Zusatzumsätze von rund 10 Millionen Franken mit Umsatzsteigerungen in allen APG-Geschäftssegmenten zu steigern. Das Schweizer Geschäft macht somit neu 93,5 Prozent des Gesamtumsatzes aus (Vorjahr: 90 Prozent).

Das Nettoergebnis beläuft sich auf 52,1 Millionen Franken (+22.1 Prozent). Einen starken Einfluss auf diese Zunahme hatte die Umstellung der APG-eigenen Pensionskasse vom Leistungs- aufs Betragsprimat.

Digitalisierung im Schneckentempo

Und die dritte gute Nachricht: Das Unternehmen stehe heute «wieder sehr solide» da. Und gemäss Hofer auch völllig schuldenfrei. 2012 hätten die letzten 15 Millionen Franken Schulden zurückbezahlt werden können. Die APG weist auch eine gut gefüllte Kriegskasse auf. Gemäss aktueller Strategie des Verwaltungsrates sei dieses Geld aber nicht für neue Einkäufe im Ausland vorgesehen, sondern für Investitionen in die Digitalisierung von Schweizer Plakatstellen, sagte Hofer. Letztes Jahr investierte die APG 5,4 Millionen Franken, unter anderem in 43 e-Panels in Bahnhöfen. Solche digitalisierten Flächen machen derzeit gut 5 Prozent des APG-Umsatzes aus.

Für das laufende Jahr konnte Hofer allerdings keine konkreten Investitionsvorhaben in grösserem Stil benennen. Immerhin hat die APG aber in verschiedenen Gemeinden Pilotprojekte laufen, unter anderem auch in Zürich, wo sie letztes Jahr bei einer Ausschreibung 90 Prozent aller Flächen auf öffentlichen Grund gewinnen konnte. «Doch die Digitalisierung von Plakatflächen ausserhalb von Gebäuden kommt langsamer voran als wir dachten», gestand Hofer gegenüber der Werbewoche. Es bestünden seitens Behörden noch zu viele Vorurteile. Dabei verfolge die APG keine blinkende und grelle Digitalisierung à la Time Square, sondern eine stille, sanft hinterleuchtete Form an ausgewählten und gut frequentierten Standorten. Auch Bewegtbilder wie in den Bahnhöfen sind nicht vorgesehen, sondern starre Plakatsujets, die aber gewechselt werden können. Dies würde es den APG-Werbekunden in ferner Zukunft ermöglichen, beim Medium Plakat nicht nur eine Breiten-, sondern neu auch eine Targetingstrategie zu fahren. Denn mit digitalen Plakaten liessen sich zu unterschiedlichen Tageszeiten auch unterschiedliche Zielgruppen ansprechen.

Bevölkerungswachstum und Mobilität nützen der APG

Der CEO ist im Übrigen durch zwei Entwicklungen in der Schweiz «zuversichtlich» gestimmt: Die Bevölkerungszunahme und die wachsende Mobilität. «Davon profitieren wir, denn das bringt unseren Flächen mehr Kontaktchancen.» Hinzu komme, dass die APG nicht nur auf der Strasse, sondern auch in Bus, Tram und Bahn sowie an POS, Bahnhöfen, Flughäfen und bei Bergbahnen präsent sei. Sie decke somit viele Lebensbereiche (Arbeitsweg, Freizeit, Ferien) ab – und dies rund um die Uhr. «Sobald Sie Ihr Haus verlassen, gehören Sie zu unserer Zielgruppen», triumphierte Hofer.

Markus Knöpfli

apginzahlen
 

Das Quoten-Debakel

Das Trauerspiel um die Fernsehnutzungsdaten geht weiter. Auf Geheiss des Verwaltungsrates darf Mediapulse vor dem Vorliegen des neuen Expertenberichts (anfangs April) keine Zahlen veröffentlichen. Diese gehen nur an Sender und Vermarkter. Die Werbewoche wollte wissen, wie die Media-Agenturen mit der Situation umgehen.

WW: Was meinen Sie ganz generell zum Debakel?

Brigitte Gubser, CEO ZenithOptimedia: Die ganze Situation ist höchst unerfreulich. Das Schlimme ist, dass es nicht so weit hätte kommen müssen. Bei solchen Grossprojekten kann schnell etwas schief gehen oder länger dauern als geplant, und wir halten es für sehr fahrlässig, dass kein Notfallplan existierte. Ein Parallelbetrieb des alten Panels wäre für eine Übergangszeit eine saubere Option gewesen, um in Ruhe die «Kinderkrankheiten» des neuen Systems zu beseitigen.

Axel Beckmann, CEO MediaCom: Jetzt sollten sich alle mal wieder beruhigen. Zum Thema ist ja wirklich alles gesagt – auch von Personen, die sich sonst (aus gutem Grund) nie äussern. Die Publicadata sowie die externen Prüfer müssen jetzt in Ruhe ihren Job machen können, damit es nicht zu weiteren Verzögerungen kommt. Das Wichtigste ist, dass wir Ende März valide Daten haben, die von allen akzeptiert werden.

Manfred Strobl, CEO OmnicomMediaGroup: Die erneut verzögerte Datenfreigabe ist für uns ein Desaster. Wir gehen davon aus, dass bis zur Freigabe Ende März/Anfang April ca. 450 bis 500 Millionen Franken TV-Werbedruck (Brutto) unkontrolliert im Markt platziert werden. Unsere Kunden haben mit ihren TV-Kampagnen anspruchsvolle Ziele. Ohne Kontrolle der Leistungswerte können wir nicht prüfen, ob die Ziele erreicht werden. Wir sind gespannt darauf, wie sich die Mediapulse zu diesem Thema äussern wird, wer die Verantwortung trägt und welche Konsequenzen daraus gezogen werden.

Monica Jäggi, Konnex: Dass die Einführung eines neuen TV-Messsystems nicht ohne Probleme vonstatten gehen würde, war absehbar. Dass die Probleme allerdings derart grosse Ausmasse annehmen, ist – gelinde ausgedrückt – überraschend und nicht nachvollziehbar. Für Kantar hatte man sich entschieden, weil das Unternehmen auch über Erfahrung in komplexen und kleinteiligen TV-Märkten verfügt. Da wäre doch davon auszugehen, dass die Firma ein Panel so aufbauen kann, dass diese Kleinteiligkeit auch abgebildet werden kann. Ganz zu schweigen von den technischen Problemen der richtigen Zuordnung der akustischen Messwerte. Es ist ja schliesslich nicht erst seit heute bekannt, dass es z. B. mehrere Sender gibt, welche dasselbe Programm übertragen. Dass nun einzelne Sender die neuen Erhebungen auch noch anzweifeln, weil sie grössere Abweichungen zu den letztjährigen Daten feststellen, dient wenig dazu, das Vertrauen in die neuen Zahlen zu stärken. Auf Grund des ganzen Debakels wäre es sicher mehr als sinnvoll gewesen, das bestehende Telecontrol- System im Sinne eines Parallel-Betriebes weiter laufen zu lassen. Aber im Nachhinein ist man ja bekanntlich immer schlauer. Wenn das neue Messsystem von Anfang an funktioniert hätte, hätte es in diesem Fall plötzlich zwei Währungen gegeben. Auch das hätte zu grossen Diskussionen und Unsicherheiten geführt.

Urs Schwander, Head of Electronic Media Mindshare: Die erste Verzögerung war für uns eigentlich absehbar und daher nicht überraschend. Die einzigen, welche an eine problemlose Einführung des neuen Panels geglaubt haben, waren wohl nur die Leute von Mediapulse. Die weiteren Verzögerungen waren dann unangenehm. Aus unserer Sicht ist jedoch der eingeschlagene Weg von Mediapulse richtig. Wichtig ist, dass alle TV-Marktteilnehmer diese neue Währung akzeptieren und hinter ihr stehen können.

Was heisst das für die TV-Planung Ihrer Agentur?

Brigitte Gubser: Im Augenblick sind uns die Hände gebunden, aber sobald die Daten veröffentlicht werden, kommen sehr strenge Wochen auf uns zu. Wir müssen in Windeseile sämtliche Ex-Post-Analysen aufbereiten, die seit Januar pendent sind, und die Leistungswerte mit den Planwerten abgleichen. Dann müssen wir umgehend über allfällige Leistungskompensationen mit den Vermarktern sprechen. Ausserdem ist voraussichtlich eine Anpassung zahlreicher bereits freigegebener Prebookings für die zweite Jahreshälfte 2013 erforderlich. Das bedeutet einen erheblichen Mehraufwand für uns, und man muss die berechtigte Frage stellen, wer diesen bezahlen will!

Axel Beckmann: Die TV-Planung ist davon im Moment nicht allzu sehr betroffen, da MediaCom die Planung sowieso mit eigenen Prognosedaten erstellt. Natürlich würden wir diese dann gerne mit den Actuals abgleichen, aber das geht jetzt leider nicht. Das ist für einen überschaubaren Zeitraum kein grosses Drama, aber länger als Ende März sollte es dann doch nicht dauern.

Manfred Strobl: Unsere Geschäftsprozesse sind dadurch massiv beeinträchtigt. Unsere Kunden verbinden mit der Datenfreigabe die Forderung nach schnellstmöglicher Lieferung der Leistungswerte. Die Ballung der Auswertungsarbeit auf einen so geringen Zeitraum (nach Datenfreigabe) bedeutet für uns massive Mehrarbeit.

Monica Jäggi: Planung und Einkauf der Kampagnen des ersten Halbjahres erfolgten noch nach dem gewohnten «Muster». Auf Grund der fehlenden Zuschauerdaten fehlt uns jedoch jegliche Handhabe, um die Kampagnenentwicklung zu überprüfen und allfällige Korrekturen einzuleiten. Im Moment verringert sich dadurch der Aufwand in der Kampagnenbetreuung. Sobald die TV-Daten zur Verfügung stehen, wird der Aufwand natürlich massiv ansteigen. Denn innert kürzester Frist werden nicht nur die Kampagnen des ersten Quartals 2013 analysiert werden müssen, es müssen auch generelle Marktanalysen erstellt werden, um Optimierungen der laufenden Kampagnen vorzunehmen, aber auch, um die Planung für das zweite Halbjahr 2013 vorzubereiten.

Urs Schwander: Wir planen mit den Infos, die wir haben, im Blindflug und hoffen auf eine sichere und punktgenaue Ladung. Denn uns fehlt das Navigationssystem, ein für uns wichtiges Arbeitsinstrument während der Kampagnenlaufzeit. Die Kampagnen- Optimierungen können wir nur sehr begrenzt vornehmen. Was eigentlich nicht akzeptabel ist. Wer möchte schon in einem Flugzeug ohne Navigation mitfliegen? Problematisch wird es, wenn es Verzögerungen für das zweite Halbjahr gibt. Geplant ist der Datenversand an die Agenturen am 8. April. Wenn alles optimal läuft, also kurz nach der Veröffentlichung der Zahlen 2013.

Wie reagieren Ihre Kunden?

Brigitte Gubser: Der ganze Markt ist sehr verunsichert. Leider haben weder wir noch unsere Kunden effektive Druckmittel in der Hand, um die Publikation der Daten zu erzwingen. Wir machen aber Druck direkt bei Mediapulse, denn es spricht nichts gegen eine sofortige Veröffentlichung – andere Zahlen wird es so oder so nicht geben.

Axel Beckmann: Sehr unterschiedlich. Wir haben da die ganze Bandbreite von sehr entspannt bis sehr erregt.

Manfred Strobl: Unsere Kunden reagieren zu Recht mit völligem Unverständnis und prüfen individuell mit ihren Rechtsabteilungen, welche Möglichkeiten ihnen zur Verfügung stehen.

Monica Jäggi: Natürlich freut sich keiner unserer Kunden darüber, dass wir die TV-Kampagnen zur Zeit sozusagen im Blindflug planen und begleiten. Sie sehen die ganze Sache jedoch recht pragmatisch. Sie – wie auch wir – sind der Überzeugung, dass die Kampagnen wirken und die Erreichung der Marketing- und Kommunikationsziele unterstützen, auch wenn zur Zeit nicht eruiert werden kann, wie hoch die Medialeistung der Kampagnen ist.

Urs Schwander: Die Reaktion der Kunden im Vorfeld der Umstellung war heftiger als die auf die aktuelle Entwicklung. Die Kunden und wir bemängelten im letzten Jahr den fehlenden Doppelbetrieb. Nicht nur wegen der Sicherstellung der Zahlen, sondern als Hilfe, um die neue Währung besser verstehen zu können.

Behalten Sie resp. Ihre Kunden sich rechtliche Schritte vor?

Brigitte Gubser: Das lassen wir im Moment offen und werden das zu gegebenem Zeitpunkt entscheiden.

Axel Beckmann: Halten wir im Moment für unnötig. Die Leistung der Sender wird ja erbracht, auch wenn sie im Moment nicht ausgewertet werden kann. Es wird Leistungsgewinner und -verlierer geben. Im Falle von Mehrleistung ist diese für unsere Kunden gratis, im Falle von Unterlieferung haben alle Vermarkter Leistungsgarantien gegeben, so dass die Kunden gut abgesichert sind.

Manfred Strobl: Es gibt Kunden, die derzeit rechtliche Schritte prüfen. Nach unserer Ansicht ist es eine Unterlassung, die Daten – deren Erhebungsmethodik und grundsätzlicher Richtigkeit wohl nicht mehr bestritten wird – nicht den Agenturen der Kunden zur Verfügung zu stellen.

Monica Jäggi: Zur Zeit ist diesbezüglich nichts geplant.

Urs Schwander: Nein.

Umfrage: Pierre C. Meier

Mediaedge:cia Switzerland: Neuer Managing Director

Michael Kaiser tritt per 1. März 2013 als Managing Director bei MEC Mediaedge:cia Switzerland ein. Er folgt in dieser Funktion auf Sandro Prezzi.

Michael Kaiser übernimmt die operative Verantwortung für die ganze Schweiz mit zwei Standorten in Zürich und Lausanne. Dies schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung vom Donnerstag. Man baue mit der neuen Führungsspitze die Dienstleistungen für die internationalen und nationalen Kunden aus. Kaiser plane die Entwicklung und Einführung von zusätzlichen Serviceleistungen und optimiere damit das crossmediale Gesamt-Angebot.

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Kaiser arbeitete zuvor als Verkaufsleiter bei Standard Service in Wien (Der Standard) und ist im Wirtschaftsforum der Führungskräfte WdF ehrenamtliches Mitglied des Landesvorstandes Wien. Er studierte an der Universität Wien Politikwissenschaft sowie an der Technischen Universität Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Industrielle BWL und Projektmanagement.

Auch der Verwaltungsrat von MEC Mediaedge:cia Switzerland wurde mit Klaus Nadler (CEO Group M Switzerland) verstärkt. Unverändert im Amt bleiben VR-Präsident Konrad Mayr-Pernek (Geschäftsführer MEC Mediaedge:cia Wien) und VR-Mitglieder Julia Steffen (CFO Group M Switzerland).

MEC Mediaedge:cia Switzerland ist Teil des Agenturnetzwerkes der Group M Switzerland WPP und ist mit rund 40 Mitarbeitern in den beiden Standorten Lausanne und Zürich vertreten. MEC ist mit nahezu 5‘000 Mitarbeitern in 84 Ländern an 250 Standorten vertreten.
 

Aufgespiesst: Tatort Vatikan

Anne-Friederike Heinrich, freie Mitarbeiterin der Werbewoche, über Papstrücktritt und Schweizer TV-Narretei.

Non habemus papam – der Papst ist weg vom Fenster. Er wolle sich zurückziehen in das Gebet und sich vor der Welt verbergen, sagt er. Das ist prima, aber wie kommt er jetzt darauf? Gut, der hohe Herr ist 85 Jahre alt, ein Alter, in dem die meisten seiner Altersgenossen schon längst aus dem Verkehr gezogen wurden. Und er ist müde. Ja klar, das ganze heilige Getue stresst schon enorm. Wahrscheinlicher aber ist: Er hat die Nase voll von der Welt, seit er den letzten Schweizer Tatort «Schmutziger Donnerstag» gesehen hat.

Nicht wegen des Kostümhokuspokus’, verkleiden findet der Papst ja toll. Schliesslich läuft er selbst den ganzen Tag in einem lustigen Gewand und mit roten Schuhen herum. Und auf dem Kopf ein lächerliches Hütchen. Aber diese Szene, in der zwei Frauen mit- einander … «Neee, also wirklich, musste das sein? Und dann auch noch DJ Bobo als Auto-Kaputtschläger – ein grandioser Musiker als Brutalo?! Heilig Sakrament, das darf nicht sein! Jetzt tret’ ich zurück!»

Habemus Flückiger

Und wissen Sie was? Der Papst hat Recht: Der Tatort war schon nicht so schlecht. Aber er war auch schon nicht so gut. Lauter überflüssiges Zeugs, sehr locker bis überhaupt nicht verwoben mit dem Erzählstrang. Eben der Auftritt von DJ Bobo. Warum? Und der von Frank Bodin als schlecht frisierter Zünfter? Wieso? Ein Geburtstagsgeschenk seiner Tochter, verrät der Chairman und CEO von Havas Worldwide. Vor allem aber wohl clevere Eigen-PR. Und was interessiert das die 7,78 Millionen Zuschauer, die den Krimi bei der ARD verfolgt haben (wie viele Menschen die Dialektvariante auf SRF 1 sahen, können wir ja leider im Moment noch nicht feststellen)?

Die meisten der Schweizer-Tatort-Schauer haben die ganze Narretei vermutlich gar nicht realisiert. Bleibt die Frage, ob’s das besser macht. Ist überflüssig, was nicht zielführend ist? Sind Gags, die nur ein paar Zuschauer mitbekommen und die dramaturgisch keinerlei Relevanz haben, verzichtbar, akzeptabel oder sogar ausserordentlich gewitzt? Ha ha. Geben Sie sich die Antwort selbst.

Zweifelhafter Höhepunkt

Da scheint die «Sexszene» zwischen Kommissarin Liz Ritschard und ihrer Fastnachtsbekanntschaft – deren überall publiziertes Still auch eine Beldona- Werbung sein könnte, gähn! – ja fast schon wieder elementar zu Daniel Levys Geschichte zu gehören. Aber eben auch nur fast. In den Tatort-Erfolgs-Cocktail musste einfach noch ein kleiner Schuss Erotik gequirlt werden. Warum nicht etwas gar Verruchtes: zwei Lesben in Aktion. Das hat man ja noch nicht gesehen, jedenfalls nicht in der Schweiz. Das Ganze wird eine Woche lang vorher angekündigt und, schwupps, schauen alle mal rein (auch in Rom). Ein echter Höhepunkt. Kein Wunder, dass der Papst da den Stab schmeisst.

Segen von oben

Apropos: Der gute alte Benedikt hat sicher auf einen Wink von oben gehandelt: Nach Berichten der italienischen Zeitung La Stampa hat er sich nämlich während einer Reise nach Mexiko und Kuba in seinem dunklen Hotelzimmer den Kopf gestossen und sich dabei eine offene Verletzung zugezogen. Ein Wink mit dem Bettpfosten, sozusagen. Auf den dann der Rücktritt folgte.

Hauptsache, der Papst nimmt in seine Einsiedelei keinen Fernseher mit. Sonst könnte ihn die schäbige Realität bald wieder einholen. Spätestens mit dem nächsten Schweizer Tatort, denn das ägyptische Bauchtanzfernsehen At-Tet ist jetzt ja leider verboten. Dabei machten die Damen in rosé und bleu wenigstens eine gute Figur.
 

Process mit neuem Consulting Director

Process besetzt mit Rudolf Rodenburg die Leitung des Beratungsteams in Zürich neu. Carolin Versteeg verlässt nach sechs Jahren die Agentur und wechselt zu Marché International.

Bevor Rudolf Rodenburg im Februar 2013 zu Process stiess, war er insgesamt neun Jahre in London bei Interbrand, Design Bridge, The Partners und Fitch Design Consultants für Kunden wie Anglo American, British Airways, Carlsberg, Emmi, Henkel, Novo Nordisk Healthcare und Pernod Ricard verantwortlich. Vor seiner Tätigkeit als Markenberater war er in Innsbruck Global Communications Director für SOS Kinderdorf und für die Werbeagentur Scholz & Friends in verschiedenen Führungspositionen in Wien, Budapest und Hamburg. Der gebürtige Niederländer hat ein Masterstudium in Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Marketing und Marktforschung.

Rudolf Rodenburg wird als Consulting Director das Beratungsteam in Zürich leiten. Er ist Nachfolger von Carolin Versteeg, die Process nach über sechs Jahren Anfang 2013 verlassen hat, um bei Marché International als Sales & Marketing Director tätig zu werden. Bei Process wird Rudolf Rodenburg ein angelsächsisches Markenverständnis, seine internationale Erfahrung und eine Prise holländischen Charme einbringen, so die Agentur in einer Mitteilung vom Donnerstag. Sein Kommunikationshintergrund und seine Interdisziplinarität sollen die weitere strategische Ausrichtung von Process unterstützen.

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New York Times: Gratis-Artikel in Starbucks-Filialen

Wer in den USA seinen Kaffee in einer Filiale der Kaffeehauskette Starbucks trinkt, hat künftig Zugang zu täglich 15 verschiedenen Online-Artikeln der Zeitung New York Times. Beide Seiten kündigten am Mittwoch eine entsprechende Partnerschaft an.

Kunden, die sich in dem Kaffeehaus in das dortige Netzwerk einloggen, dürfen demnach einmal am Tag aus fünf verschiedenen Bereichen jeweils drei Artikel lesen, darunter aus den Sparten Nachrichten, Technologie und Unternehmen. Die New York Times hatte kürzlich die freie Verfügbarkeit ihrer Texte online weiter eingeschränkt und hatte im Dezember rund 668'000 zahlende Abonnenten im Internet. Starbucks sei die «ideale Umgebung» für ein solches Angebot, begründete die US-Zeitung die mit der Kette getroffene Vereinbarung. (SDA)
 

Ablösung von alten Seilschaften

Marti.Seiler gibt es nicht mehr. Peter Marti besinnt sich auf seinen eigenen «Markenwert» und nennt nach dem altersbedingten Ausscheiden von Herbert Seiler seine Agentur wieder prägnant Marti Communications.

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WW: Wieso wird jetzt Marti.Seiler zu Marti Communications umbenannt?
Peter Marti: Nach der Übernahme von Seiler Communications im Jahre 2009 habe ich mit dem Gründer und Besitzer Herbert Seiler vereinbart, dass er in einer Übergangsphase von zwei Jahren seine ganze Kraft zum Wohle des Unternehmens einsetzt. Diese Frist lief am 31.12.2011 ab und Herbert Seiler stieg aus dem Unternehmen aus. Er ist jetzt 71. Zudem muss man sich natürlich fragen, ob ein Markenname, der gerade mal zwei Jahre alt ist, der stärkere Markenname ist, als das Label «Marti». Und dieses ist bald 30 Jahre alt. Wir haben uns deshalb für «Marti» entschieden.
 
Ist der Namenwechsel das Ende einer Epoche?
Die Märkte verändern sich und so verändern sich auch die Agenturen. Darum habe ich meine Agentur und damit meine Marke stetig den Bedürfnissen des Marktes und den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Schlussendlich fühle ich mich auch der Wahrheit verpflichtet. Eine Marke soll das zum Ausdruck bringen, was Kunden in der täglichen Zusammenarbeit erleben. Und das ist die Kultur einer inhaberorientierten, crossmedialen Kommunikationsagentur.
 
Was hat die Fusion rückwirkend gebracht?
Es hat sicher eine Vergrösserung gebracht. Eine Stärkung der Kompetenz. Marti hat zuvor in der Kreation stark mit Externen zusammengearbeitet. Heute machen wir praktisch alles intern. Nun soll das fusionierte Wachstum konsolidiert werden.
 
Wie gross soll Marti in Zukunft sein?
Ein zentrales Thema ist sicherlich der kontinuierliche Ausbau unserer crossmedialen Kompetenzen. Wenn Medien im Umbruch sind, sind wir es auch. Deshalb haben wir uns jetzt im Internet-Bereich massiv verstärkt. Zu den bestehenden Leuten sind zusätzliche im Rahmen der Feature Media dazugekommen. Das ist eine spezialisierte Agentur, die seit fünf Jahren digitale Kampagnen betreut und Webseiten gestaltet. Ich habe sie auf den 1. Januar übernehmen können. Ich habe keine Pläne, quantitativ überdimensional zu wachsen. Das qualitative Wachstum ist für mich entscheidend.
 
Gibt es einen Marti-Stil?
Ja, all unsere Konzepte beinhalten smarte Ideen, die auf der Absolute-Return-Methode basieren. Bei all unseren Kunden entwickeln wir Kommunikationskonzepte, die auch crossmediale Aufgaben enthalten. Das beginnt bei Fragen der Corporate Responsibility, führt über strategische Markenberatung, Online Marketing, PR bis zu Verkaufsförderung. Es liegt auf der Hand, dass diese Bandbreite ganz besondere Herausforderungen an unser Team in der Beratung und der Kreation stellt. In diesem Bereich wollen wir uns als führende Adresse in der Schweiz etablieren, darum haben wir mit Feature Media auch eine spezialisierte Business Unit für digitale Kommunikation geschaffen.
 
Der Claim Ihrer Agentur heisst «Smart Ideas». Was können sich Kunden darunter vorstellen?
Eine «smarte Idee» bereichert den Alltag mit Magie und Gefühlen. Unsere Hauptaufgabe bleibt die Entwicklung von magischen Ideen. Und gerade im crossmedialen Umfeld braucht es herausragende Ideen. Darum pflegen wir eine ausgeprägte Ideenkultur, die Fragen der Produktgestaltung, der Mediawahl, der Distribution und natürlich der Kommunikation mit einschliesst. Das ist es, was Kunden heute wollen: Ideen, die Erfolg garantieren. Und «smart» bezieht sich auf unseren Anspruch nach Wirtschaftlichkeit. Wir arbeiten seit vielen Jahren nach der von mir entwickelten Absolute-Return-Methode, die Wirtschaftlichkeit und Zielerreichung garantiert.
 
Auf welche Kampagne sind sie besonders stolz?
Da möchte ich keine einzelne nennen. Jede Kampagne, jeder Kunde und jede Aktion hat ihren ganz eigenen Wert. Für Subaru arbeiten wir seit über 30 Jahren, für Lindt seit 20 Jahren. Da gilt es, sich tagtäglich mit frischen Ideen zu beweisen und nicht auf den Lorbeeren auszuruhen. Aber auch für andere Kunden wie das Bundesamt für Umwelt, diverse Shoppingcenter und Retailgeschäfte oder Manpower haben wir Lösungen entwickelt, die durchaus bemerkenswerte Erfolge erzielen konnten. Das sind alles Mandate, die weit über die klassische Werbung hinausgehen und besondere Kenntnisse meines Teams verlangten.
 
Wie läuft es im Neugeschäft?
Wir konnten einige namhafte Kunden für unsere Agentur gewinnen. Neu ist SIGG in Frauenfeld, Diethelm Keller Brands in Zürich, aber auch Ackermann, das Rote Kreuz des Kantons Zürich oder zusätzliche Bereiche von anderen bestehenden Kunden. Zudem haben wir mit Feature Media Mandate von Cicor, Kramer, Koch Optik im digitalen Bereich dazugewonnen. Für 2012 haben wir sorgfältig budgetiert und dieses Budget auch erreicht. Und für 2013 rechnen wir mit einem Zuwachs von 10 Prozent der Nettobetriebseinnahmen.

Interview: Andreas Panzeri

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