Dass Websites vermehrt via Tablets und Smartphones aufgerufen werden, ist hinlänglich bekannt. Weniger bekannt ist, wie man dieser Tatsache mit der eigenen Website begegnet. Welche Entscheide sind vor der Optimierung einer Website für Mobile Devices notwendig?
Redaktion
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28. Februar 2013
Für die Optimierung der Website für Mobile Devices stehen zwei Wege offen: das Adaptive Web Design und das Responsive Web Design. Vor dem Entscheid für die eine der beiden Methoden sind u. a. folgende Fragen zu beantworten:
– Ruft der Besucher die Website sowohl mit einem Mobile Device als auch mit dem Laptop/Desktop auf? – Haben die Website-Besucher via Smartphone, Tablet oder Laptop die identischen Anforderungen an den Informationsgehalt und die Gestaltung? – Welche Interaktionen (Formulare ausfüllen etc.) soll der Tablet- oder Smartphone-Nutzer ausführen können? – Was ist wichtiger: die Website-Nutzung auf einem bestimmten Ausgabegerät oder ein stringentes Design? – Wie viel Zeit und Geld soll in die Gestaltung und Umsetzung der Website fliessen? Wie viel in den Unterhalt? etc.
Bei der Entscheidungsfindung sind Web-Analytics- Daten hilfreich. Sie dokumentieren, mit wel- chen Devices (Smartphones, Tablets) die Besucher auf die Website gelangen, was sie sich ansehen und wo sie die Site verlassen. Mit diesen Insights zu den Bedürfnissen der verschiedenen Besuchertypen lassen sich die richtigen Entscheide treffen.
Adaptive Web Design
Sind Informationen, Design und Navigation der Website auf das genutzte Device optimiert, ist Adaptive Web Design im Einsatz. Mobile Websites wie diejenige der SBB, Google, Leo etc. sind typische eigenständige Umsetzungen der Website im Adaptive Web Design mit einer eigenständigen Struktur und Gestaltung. Die Umsetzung im Adaptive Web Design ist einfach, und mit dieser Methode ist eine hohe Performance garantiert. Dem steht gegenüber, dass das Adaptive Web Design unflexibel und auf die Display-Grössen bestimmter Devices (iPad, iPhone) ausgerichtet ist. Solange der Besucher genau diese Devices nutzt, ist die Darstellung optimal. Verwendet er anstelle des iPads ein Samsung-Tablet mit einem kleineren Display, ist die Ausgabe nicht mehr optimal. Zu beachten ist auch, dass die adaptive Website eine dedizierte URL benötigt.
Responsive Web Design
Das Responsive Web Design ist die optimale Lösung für Websites, deren gesamter Inhalt in einem einheitlichen Design auf allen Devices uneingeschränkt zugänglich sein soll. Durch ein flexibles Design kann sich die Website an jede Display-Grösse anpassen (siehe http://teixido.co)und ist stets unter der gleichen URL zu erreichen. Diese nachhaltige Lösung deckt die Anforderungen der Mobile Devices mit neuen Display-Grössen automatisch ab. Das macht wiederum die Gestaltung und Umsetzung komplex und aufwändig.
Vorgängige Bedarfsabklärung
Die Umsetzung einer Website im Responsive oder Adaptive Web Design ist nicht immer zwingend. Der Entscheid ist von der Ausrichtung und der Nutzung der Website abhängig. Auch ist in Betracht zu ziehen, dass eine Website, die mit einem CMS (Content Management System) umgesetzt wurde, mit dem Desktop, Laptop sowie dem Tablet vollumfänglich nutzbar ist. Ob die Website zusätzlich für das Smartphone optimiert werden soll, hängt von ihrer Relevanz für diese Benutzergruppe ab.
Imre Sinka
Durchbruch auf dem weissen Blatt
Benedikt Escher und Dominic Zünd haben die Chancen eines Wettbewerbs an der HSG genutzt und sind jetzt Jungunternehmer. Für ihre Plattform Stablish.me stehen sie bereits vor der dritten Finanzierungsrunde. Das Projekt hat internationales Potenzial.
Redaktion
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28. Februar 2013
In Zürich ist nicht nur der europäische «Thinktank » von Google am Wirken. Auch ein junges Zürcher Start-up will von hier aus das World Wide Web noch sinnvoller nutzen. Die Plattform Stablish.me sagt Netzwerken wie Xing oder LinkedIn den Kampf an. «Unser Ziel ist es, Talente mit den richtigen Jobs zu matchen», erklären Benedikt Escher und Dominic Zünd das Konzept. Auf Stablish.me dreht sich alles um die entscheidende Frage: «What are you really great at?» Die Antwort darauf gibt nicht der Nutzer selbst, sondern Netzwerkkontakte und Freunde, indem man einander «Badges» für besondere Fähigkeiten und Eigenschaften gibt. Zur Verfügung stehen bis jetzt 170 individuelle Badges, die für die Bereiche «Fähigkeiten », «Persönlichkeitseigenschaften» oder «konkrete Leistungen» vergeben werden. Das Ergebnis sind aggregierte Profile, die auf einen Blick erkennen lassen, was jemanden besonders auszeichnet. Studenten, Absolventen und Young Professionals können damit potenziellen Arbeitgebern zeigen, wie andere sie einschätzen.
«Das erlaubt wesentlich glaubwürdigere Rückschlüsse auf einen Bewerber als Lebensläufe oder selbst kreierte Onlineprofile wie auf LinkedIn oder Xing», sind die beiden Jungunternehmer überzeugt. Schliesslich haben sie diese Wirkung bereits mehr als einmal am eigenen Beispiel erfahren können. Benedikt Escher stammt aus Hamburg. Dort hat er im Fernsehen einen Bericht über die Hochschule in St. Gallen gesehen und fand, das sei eine «tolle Universität, weil man an der HSG die Freiheit hat, neben dem Studium in professionell arbeitenden studentischen Initiativen mitwirken zu können». Escher erwarb sich einen Bachelor für Internationale Beziehungen. «Das ist ein ziemlich breites Studium, in welchem man den verschiedensten Fragen nachgehen kann.»
Erste Berufserfahrungen sammelte Benedikt Escher anschliessend – wie die meisten seiner Generation – mit Praktiken bei der Lufthansa sowie bei der Credit Suisse. «Das waren zwei Grosskonzerne und ich habe in dieser Umgebung gespürt: Diese Konzernwelt kann doch nicht alles gewesen sein.» Escher wollte seine Neugier zusätzlich mit einem Zweitstudium in Rotterdam befriedigen. Dort machte er seinen ersten Master in Entrepreneurship. Seinen zweiten dann bei einem Comeback in St. Gallen noch einmal im Bereich Internationale Beziehungen. Inzwischen war er sich beruflich auch klar, dass er «irgendwie unternehmerisch tätig sein» muss. In dieser Phase kam die Ausschreibung des Instituts für Wirtschaftsinformatik an der HSG wie gelegen. Bei diesem Wettbewerb konnte man sich auch ohne eine schon fixe Geschäftsidee bewerben. Beim «Casting» der Kandidaten wurde Benedikt Escher für den folgenden Workshop zufällig mit Dominic Zünd in einem Zweier-Team eingeteilt. «Wir kannten uns vorher noch nicht.» Dominic Zünd ist in Zuzwil aufgewachsen und hat in der Limmatstadt Wirtschaftspsychologie studiert. Dieses Fach hat ihn gereizt, «weil es ein sehr breites Spektrum abdeckt und ein grundsätzliches Verständnis von Abläufen und Zusammenhängen menschlicher Interaktionen erlaubt». Vorher hatte sich Zünd zwar ebenfalls bereits an der HSG eingeschrieben, sich dann aber «intuitiv» für die Uni Zürich entschlossen. V
or seinem Masterabschluss absolvierte auch Dominic Zünd noch zwei Praktika. Zuerst in der Marketingabteilung bei Debrunner Acifer in St. Gallen. Anschliessend sammelte er weitere Erfahrungen bei Hannes Zaugg. Diese Wirtschaftsberatung ist auf interaktive Medienprojekte spezialisiert. Dominic Zünd durfte ein Jahr lang verschiedene Social-Media-Projekte «betreuen und vorantreiben ». In dieser Phase hat auch er vom Wettbewerb des Instituts für Wirtschaftsinformatik erfahren. An der HSG verfolgt man schon länger solche Design-Thinking-Projekte für bestehende Firmen. «Um die Reputation zu stärken und die Methode mal auf ein Start-up anzuwenden sowie das enorme Potenzial unter Beweis zu stellen», hat das Institut für Wirtschaftsinformatik sich für die Ausschreibung eines Start-up-Projekts entschieden. Ausgewählt wurden die Kandidaten aufgrund ihrer Persönlichkeiten, «die sich möglichst ergänzen sollten». Ein solches Profil wurde in verschiedenen Interviews erfragt. Dann wurden mehrere Teams zusammengestellt und in einen Workshop gesteckt. «Normalerweise beginnt ein Design- Thin- king-Projekt mit einer klar definierten Problemstellung.
Für unser Start-up begannen wir jedoch mit einem weissen Blatt Papier.» Auf dem leeren Grund galt es, in relativ kurzer Zeit eine Idee auf die Beine zu stellen. Bei der ersten «Trockenübung» entwickelten Escher und Zünd ein Konzept, wie Soziale Kanäle «ein gutes Verhalten» belohnen könnten. Realisiert wurde das Konzept nicht. Die Jury in St. Gallen konnte es aber überzeugen: Das Team Escher Zünd ist fähig, auch ein grösseres Projekt im Bereich Design-Thinking «stemmen zu können». Bereits eine Woche später galt es die Koffer zu packen. Mit einem Startkapital von 100 000 Franken im Sack, welche eine Gruppe von 56 Crowd-Investoren, darunter zahlreiche erfahrene Unternehmer, über die Plattform C-Crowd gesammelt hatte, reisten Escher und Zünd gemeinsam mit dem regulären Design-Thinking-Kurs an der HSG an einen weiteren Workshop in Stanford. Hier in Kalifornien wurde die Methode des Design-Thinking ursprünglich entwickelt. Allen Design-Thinking-Projekten ist gemein, dass man nicht eine Idee entwickelt und anschliessend damit an den Markt geht und schaut, ob das jemand haben möchte. Der Einstieg erfolgt umgekehrt: «Man beobachtet die Bedürfnisse des Menschen und analysiert, was es dort draussen für unbefriedigte Bedürfnisse gibt», erklärt Benedikt Escher. Danach tastet man sich heran, wie man dieses Problem lösen könnte.
Das Herantasten erfolgt, indem die Forscher «Prototypen » bauen, diese dann bei der Zielgruppe testen und mit dem Feedback ständig weiter verfeinern, bis der Entwickler «im besten Fall» dem Markt ein ausgereiftes und tatsächlich auch brauchbares Produkt liefern kann. Ihre 80 «Prototypen» haben Escher und Zünd während des folgenden halben Jahres auf drei heruntergekocht. Eine dieser Ideen war eine App zum Teilen von nicht ständig benötigten Gegenständen wie zum Beispiel einem eigenen Rasenmäher. Weiterverfolgt wurde nach etwa sechs Monaten schliesslich nur noch eine Idee. «Für Stablish.me haben wir und unsere Investoren das grösste Bedürfnis und damit auch die besten Chancen gesehen.» Zwischen Frühjahr und Herbst 2012 wurde die Basis für Stablish.me weiter konkretisiert. Im Spätherbst wurde das Projekt so weit zur Marktreife entwickelt, dass die Plattform seit Dezember in einer Beta-Version livegeschaltet werden konnte. In dieser Zeit wurde das Team laufend professionalisiert. Neben den beiden Gründern ist bereits der erste Angestellte in Zürich dazugekommen. Dazu arbeiten für das Start-up fulltime drei Software- Entwickler in Budapest sowie zwei Designer in Polen. «Wir waren zu einer solchen Auslagerung gezwungen, weil wir ähnlich ausgebildete Spezialisten hier bislang nicht bezahlen könnten.» In der Schweiz sei es «sehr schwierig», idealistisch eingestellte Leute für ein Start-up zu finden. «Echte Talente im Online-Bereich arbeiten lieber für viel mehr Geld bei Swisscom oder Credit Suisse. Und wenn sie ein geringeres Gehalt in Kauf nehmen, dann gründen sie meistens gleich selber ein Start-up und verfolgen dort ihre eigenen Ideen.» Unabhängig von dieser Situation sind Escher und Zünd mit ihren Kollegen im Osten aber mehr als glücklich.
«Die Zusammenarbeit funktioniert auch kommunikativ sehr gut.» Für die Finanzierung dieser Professionalisierung hat Stablish.me bereits im letzten Sommer eine weitere Kapitalspritze von 140 000 Franken über ein eigenes Crowdfunding-Portal auftreiben können. In den nächsten Tagen steht eine Kapitalerhöhung um 500 000 Franken an. Damit soll vor allem ein eigenes Entwickler- und Sales-Team aufgebaut sowie das Marketing intensiviert werden. Bis jetzt haben die Jungunternehmer noch fast keine Werbung für ihre Erfindung gemacht. Trotzdem sind bereits über 3800 User auf der Plattform registriert. «Jetzt geht es darum, diese Zahl massiv nach oben zu kurbeln.» Erste Erfolge zeigten sich in den letzten Tagen nach einem Bericht in 20 Minuten, «der auf einen Schlag viele neue User generiert hat». Dazu soll sich das Netzwerk natürlich auch «von innen heraus» verbreiten. Dass die Idee von Stablish.me bei der Zielgruppe tatsächlich ein Bedürfnis ist, können inzwischen verschiedene Feedbacks belegen. «Der ganze HRMarkt ist am Kochen und man realisiert dort, dass man etwas tun muss. Man kann die Rekrutierung nicht mehr auf die klassische Art bewältigen.» Ein Problem zum Beispiel: Fast alle Bewerber im Alter von Escher und Zünd verfügen bei ihrer Jobsuche über fast identische Qualifikationen. Man hat eine Hochschule mit möglichst guten Noten abgeschlossen.
Dazu kann man zwei Praktika vorweisen. Und ein oder zwei Auslandssemester gehören ebenfalls zum Standard. Wie aber kann man sich mit diesem Profil von seinen Konkurrenten abgrenzen? Benedikt Escher und Dominic Zünd sind überzeugt, dass die Empfehlungen und persönlichen Qualifizierungen auf Stablish.me dem Rekrutierer sehr viel mehr Entscheidungsgrundlagen zur Verfügung stellen kann. Weil die User von Stablish. me z.B. mit den Persönlichkeits-Badges neben ihren Zeugnissen auch ein persönliches Gesicht bekommen. «Das sind aber keine wertlosen Kommentare von gut meinenden Freunden», entgegnen die beiden den Kritikern des Projekts. «Im Innersten unserer Plattform gibt es ein sehr komplexes Kontrollsystem, das die Empfehlungen wertet und einordnen kann, ähnlich wie die Suchalgorithmen bei Google», erklären die Erfinder. Zünd und Escher sind deshalb auch überzeugt, dass ihnen ihre Idee nicht so leicht geklaut werden kann. Und das Businessmodell? Sowohl die erweiterte Suche als auch das gezielte Matching von Talenten mit den passenden Jobs sollen künftig kostenpflichtig angeboten werden. Auch wurde bereits starkes Interesse von diversen Unternehmen an der internen Anwendung von Stablish.me als Talentmanagement- Tool registriert. Für die einzelnen User soll Stablish.me aber gratis bleiben. Schliesslich ist eine Plattform erst dann wirklich erfolgreich, wenn «möglichst viele davon profitieren können». Und das war ja auch eine Grundidee bei der Entwicklung im Geist von Design-Thinking.
Andreas Panzeri
Teufelszeug und Heilsbringer
Wie sich die journalistische Wahrnehmung von Werbung verändert hat. Von Stephan Russ-Mohl, Leiter des Europäische Journalismus- Observatorium ans der Universität Lugano.
Redaktion
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28. Februar 2013
Jeder Künstler und Kunstliebhaber weiss es: Der Rahmen bestimmt, welches Bild oder welchen Bildausschnitt wir zu sehen bekommen und wie wir ein Bild wahrnehmen. «Framing» ist deshalb auch in der Kommunikationsforschung zu einem Schlagwort, ja zu einem Paradigma geworden. Es soll uns helfen, besser zu verstehen, weshalb bestimmte Themen eine erste Aufmerksamkeits- Schwelle nehmen und plötzlich öffentlich wahrgenommen werden, aber auch wie sich die Diskussion dann weiter entwickelt.
Widerstehen wir der Versuchung, uns im Blick aufs Framing am aktuellen Thema Pferdefleisch abzuarbeiten, und werfen stattdessen einen Blick darauf, wie der Journalismus in den letzten 50 Jahren Werbung «eingerahmt» hat. Über Jahrzehnte hinweg schien die Sache klar: Seit Vance Packard in den 50er- Jahren seinen Bestseller «Die geheimen Verführer» publiziert hatte, zählte die werbetreibende Zunft zu den Mächten des Bösen und hatte es darauf angelegt, die Menschen wie Marionetten zu manipulieren. Die Journalisten waren dagegen die Gutmenschen und Aufklärer dieser Welt, und unter uns 68-ern gab es nicht zuletzt endlose Diskussionen darüber, ob ehrlicher, glaubwürdiger Journalismus nur in Medien ohne Werbung möglich sei. Zumindest die links-alternative Taz machte in Deutschland aus ihrer Not eine Tugend: Weil die meisten Werbetreibenden für sie ohnehin unerreichbar waren, brüstete sie sich damit, ein (weitgehend) werbefreies Medium zu sein. Zugleich warb sie allerdings mit beträchtlichem Erfolg um zahlende Leserinnen und Leser.
Derweil war für die meisten Mainstream-Journalisten völlig aus dem Blick geraten, woher das Geld kam, das es Medien wie dem Spiegel oder der New York Times ermöglichte, mit investigativen Recherchen den Mächtigen dieser Welt – von Franz-Josef Strauss über Richard Nixon bis zu George Bush und Wen Jiabao – auf die Finger zu klopfen und ihnen den Angstschweiss ins Gesicht zu treiben. In den guten Zeiten erzielten amerikanische Abo-Zeitungen bis zu 85 Prozent ihrer Erlöse aus dem Anzeigengeschäft, in Deutschland und der Schweiz lag dieser Wert wohl eher bei rund zwei Drittel ihrer Einkünfte. Allemal war es genug, um nicht nur viele Verleger steinreich werden zu lassen, sondern auch um Redaktionen mit üppigen Fettringen auszustatten.
Dass es ohne das Teufelszeug Werbung keinen Recherche-basierten Qualitätsjournalismus geben würde, geriet erst ins Blickfeld, als angesichts der Internet-Revolution dieses Finanzierungsmodell zu bröckeln begann. Und selbst heute geben sich viele Journalisten und Medienforscher, die ebenso unisono wie unbedacht das Klagelied über die fortschreitende «Kommerzialisierung» des Medienbetriebs antönen, kaum Rechenschaft darüber, weshalb es der Branche und damit den Redaktionen über Jahrzehnte hinweg so überaus gut ging: Das Business-Modell war so einträglich, weil es aus vielen grösseren undkleinen, von den Kartellbehörden und der Medienpolitik stillschweigend geduldeten Monopolen und Oligopolen bestand. Diese schröpften die werbetreibende Wirtschaft so richtig – der staatsmonopolistische Kapitalismus liess grüssen und zeigte seine Fratze, aber vor ihr verschlossen offenbar alle die Augen, die sich sonst gerne als verlässliche Agenten der Aufklärung oder der Marktwirtschaft stilisierten.
Das Internet hat diese Verhältnisse vom Kopf auf die Füsse gestellt. Dort sind zumindest die «alten» Medien heftigem Wettbewerb ausgesetzt. Die Nachrichten- Websites und das journalistische Angebot der Konkurrenz sind jeweils nur einen Mouseclick entfernt. Derweil erwirtschaften die Kraken Facebook und Google allerdings Monopolrenditen aus dem neuen Werbegeschäft, das es den Werbetreibenden endlich ermöglicht, ohne Streuverluste ihre Zielgruppen zu erreichen. Und während sich Zug um Zug die Inserenten aus der klassischen Werbung verabschieden – erst die Kleinanzeigen-Kunden, dann die Discounter und Markenartikler –, wünschen sich Journalisten, Medienforscher und andere unverbesserliche Optimisten die Werbung als Heilsbringer zurück, der journalistische Inhalte finanzieren soll. Oder sie hoffen auf weitere Staatsgelder und auf Stiftungen zur Finanzierung von Qualitätsjournalismus.
Nur zwei Vorschläge sind offenbar tabu und passen so gar nicht ins bisherige journalistische Framing der Zeitungs- und Medienkrise: Wenn jeder von uns täglich im Coffee Shop auf einen Cappuccino verzichtete, um stattdessen seine Online-Lieblings-Newssite mitzufinanzieren, wäre der Journalismus gerettet. Und wenn von den vorhandenen Konzessionsgeldern weniger Soap Operas, weniger Sportrechte, weniger Entertainment- Fluff und stattdessen mehr Auslandkorrespondenten und journalistische Rechercheprojekte finanziert würden, könnte auch das dem Gemeinwohl dienen – und einem Journalismus, der dann endlich wirklich von der Werbung unabhängig wäre.
Nachfolge für Publizistikprofessor Heinz Bonfadelli
Im Sommer 2014 wird am Institut für Publizistik der Universität Zürich ein Lehrstuhl frei. Das Rennen um die Nachfolge des Publizistikprofessors Heinz Bonfadelli ist in vollem Gange.
Redaktion
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28. Februar 2013
Die Universität sucht einen Spezialisten für die Schweizer Medienlandschaft, das Rennen bestreiten aber lauter deutsche Kandidaten. Dies veranlasste Tagesanzeiger.ch am Mittwoch zu der Frage: «Wird das Thema Schweiz an der Universität Zürich weiterhin an Bedeutung verlieren, weil deutsche Professoren an vielen Instituten in der Mehrheit sind?». Denn aktuell sind die Lehrstühle am Institut für Publizistik – neben Bonfadelli – von drei Deutschen besetzt, einem eingebürgerter Deutschen, einem Österreicher sowie von dem Schweizer Soziologen Kurt Imhof, wobei Imhof lediglich zu 50 Prozent dem Institut angeschlossen ist.
Auch auf der jüngst veröffentlichten Liste der eingeladenen Anwärter finden sich allein deutsche Kandidaten, schreibt Tagesanzeiger.ch. Dabei gehe aus der Ausschreibung hervor, dass sich für die Vakanz fast zwingend eine Schweizerin oder ein Schweizer eignet. Trotzdem hat es nun kein Schweizer in die engere Auswahl geschafft. Das Problem dabei, so ein Student gegenüber Tagesanzeiger.ch: «Es ist, wie wenn auf eine Stelle für Schweizer Geschichte lediglich Spezialisten für deutsche Literatur zu den Hearings eingeladen wären». Somit könnte die Universitätsleitung ein Veto gegen den Nachfolger Bonfadellis einlegen. Entscheidender als die Nationalität dürfte dabei vielmehr sein, dass der Auserkorene sich nicht genügend in der einheimischen Medienlandschaft auskennt, so Tagesanzeiger.ch abschliessend, und dass damit das Schweizer Forschungsfeld des frei werdenden Lehrstuhls nicht mehr hinreichend abgedeckt sein werde.
Berufungsvorträge für die Nachfolge von Heinz Bonfadelli am 5./6. März im Hauptgebäude der Universität Zürich, Rämistrasse 71, KO2-F-152.
Epochal Treuhand prüft und erstellt unter anderem auch Steuererklärungen. Um auf diese Dienstleistung aufmerksam zu machen, hat Kreienbühl und Vogler eine Kampagne entwickelt, die auf die wichtigste Zahl bei den Steuern hinweist.
Redaktion
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28. Februar 2013
Die vier Kampagnen-Sujets sind ab sofort im Grossraum Baden/Wettingen als Plakate, Anzeigen, Bushänger und Busaussenwerbung im Einsatz.
Im Radiospot hört man ausserdem, dass Steuerrechnungen durchaus auch erfreulich sein können.
Kreienbühl und Vogler zeichnet zudem verantwortlich für das Re-Design des gesamten Firmenauftritts, bei dem das Logo, der Webauftritt und alle Geschäftsdrucksachen neu entwickelt wurden.
Verantwortlich bei Epochal Treuhand: Rade Kostic (Geschäftsführer), Ivonne Näger (Leiterin Steuern und Prüfungswesen). Verantwortlich bei Kreienbühl und Vogler Werbeagentur: Reto Vogler, Oli Kreienbühl, Lorenz Wahl; Sascha Stanic (Programmierung); Radioproduktion: Tonstudio Malz, Daniel Hobi.
Zu guter Letzt: Liquidations-Anzeige mal anders
Eine «kompromisslose Liquidation» hat diese Woche in Zollikon stattgefunden. Mit der Liquidation wurde die Swiss Oriental Carpet Group in Zug beauftragt. Soweit die Geschichte – soweit die Werbung…
Redaktion
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28. Februar 2013
«Wieder muss ein international tätiges, renommiertes Grosshandelsunternehmen auf Grund drohender Insolvenz nach mehr als fünf Jahrzehnten die Geschäftstätigkeit einstellen…», heisst es weiter. Das Inserat ist eine Ansammlung von News-ausgerichteten Synonymen mit der Kernaussage «alles muss raus, kommen Sie vorbei und kaufen Sie billiger». Das Bild eines Lagerraums, unterlegt mit Bildunterschrift, sollte wohl den Eindruck unterstützen, dass es sich hierbei um einen journalistischen Bericht handle. Die zweite Spalte gibt dann jedoch mehr Aufschluss: «Alle Mitbürger sind nun aufgefordert, ihr Recht zu handeln ausgiebig zu nutzen…». Für einmal wurde hier ein einfaches Liquidations-Inserat zu einer Publireportage umgewandelt.
Eine Zuger Firma versuchte bereits vor drei Jahren, ihre «einzigartigen Meisterwerke» im Zolliker Gemeindesaal zu verkaufen. Dies schreibt der Tagesanzeiger.ch im März 2010. Die Firma Alektra Mercantile, Shipping & Financing mit Sitz in Zug ist in Zollikon am Werk. Jetzt versucht es dasselbe Unternehmen wieder, diesmal allerdings nennt sich die Aktiengesellschaft Swiss Oriental Carpet Group. Der Name wurde vor rund drei Wochen geändert. (uma)
Unglückliches Happy End
Contexta dramatisiert für die Schweizerische Herzstiftung die häufigste Todesursache der Schweiz mit einer Lovestory.
Redaktion
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28. Februar 2013
Der Herzinfarkt beendet ein Leben, bevor es zu Ende ist. Das ist das «unglückliche Happy End» in einem Spot von Contexta für die Schweizerische Herzstiftung. Der Film wurde mit Storys unter der Regie von Tobias Fueter umgesetzt. Er verfolgt die grosse Liebe eines Mannes von der Geburt bis zum Tod. Zwar spielt das Leben – wie das auch im echten Leben so ist – nicht immer schön nach Wünschen mit. Trotzdem kommt es zu einem glücklichen Ende. Wäre da nicht ein Herzinfarkt. Die Lovestory kippt ins Drama. Contexta will damit aber weder belehren noch Angst machen, sondern ganz einfach aufzeigen, wie kostbar jede Minute unseres Lebens ist. Der TV-Spot wird zu Beginn als eindrücklicher Longspot von 2 Minuten zu sehen sein, danach aber auch in kürzeren Versionen, bis hin zum 15-sekündigen Kurzspot. Die TV-Kampagne hat in einem ersten Schritt die Aufgabe, die Bekanntheit der Schweizerischen Herzstiftung zu steigern und damit ihren Kampf gegen die Schweizer Todesursache Nummer 1 zu unterstützen. Die Stiftung ist gemeinnützig und unabhängig, sie finanziert sich hauptsächlich durch Spenden, Erbschaften, Legate und Sponsoring. Sie fördert wichtige Forschungsprojekte mit dem Ziel, neue Präventions-, Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
In einem zweiten Schritt soll der TV-Spot auch der Prävention dienen und der Bevölkerung aufzeigen, was jeder einzelne gegen Herz- und Gefässkrankheiten tun kann. Die Kampagne ist somit in jeder Beziehung eine echte Herzensangelegenheit. Das zeigt sich auch auf der sehr schön inszenierten Kampagnenplattform: Storyofhearts.ch. pan
Der Pitch-Quatsch
Die Konkurrenzpräsentation ist immer noch ein beliebtes Evaluationsspielzeug für die Auftraggeber. Sieger gibt es aber auf beiden Seiten keine. Von Theophil Butz, Grafiker, Werbeagentur-Inhaber, Inspirator und seit über anderthalb Jahren auch noch Motzer für die Werbewoche- Leser. Sachdienliche Hinweise bitte an [email protected].
Redaktion
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28. Februar 2013
Um was es hier geht: Seit ich in der Werbung tätig bin und jetzt darüber schreibe, hat es immer Konkurrenzausschreibungen gegeben. Wie die jüngere Werbergeneration mir bestätigt, ist diese Sitte nicht geringer geworden. Im Gegenteil. Heute werden sogar Pitchs, so heisst das Unding, ausgeschrieben, bei denen die Werbeagentur von vornherein das Copyright für ihre kreative Arbeit abtreten muss.
Für eine Präsentation werden 10 000 bis maximal 15 000 Franken bezahlt. Die Agentur, die auf einen solchen Pitch eingeht, produziert jedoch einen Aufwand und Fremdkosten, der theoretisch 50 000 kosten würde. Für die Präsentation werden die besten Kreativen, die attraktivste Beraterin, der CEO, externe Marktforschungsinstitute, Mediaspezialisten und sogar Filmproduktionen auf den Plan gerufen. Hat die Agentur das Gefühl, eine präsentationswirksame, geniale Werbeidee gefunden zu haben, braucht es noch zwei Alternativen, damit dem Kundengremium (CEO, Marketing- und Werbeleiter, deren Assistenten und manchmal auch der VR-Präsident sowie der Finanzchef) bei dieser Präsentationsshow etwas zum Abschiessen vorliegt. Dreht man noch einen Pilot-Spot, steigen die Kosten nochmals an. Wenn, wie immer öfter, eine deutsche Agentur mit acht Personen einfliegt, kostet das weniger, weil sich die Deutschen gratis präsentieren.
Meine Theorie: Würde dieses Präsentationskarrussell funktionieren, hätten wir in allen Medien bessere Werbung, und ich könnte meine Motzidee begraben. Ich denke, dass dieser Aufwand unwirtschaftlich, ineffizient und unklug ist. Heutzutage könnte jeder Werbetreibende via Internet alles über eine Agentur in Erfahrung bringen. Er kann sogar die Chemie zu den Werbern mittels der agentureigenen Präsentation ergründen. Wozu also dieser Zeit- und Geldverschwendungskonkurrenzpräsentationsaufwand? In Zusammenarbeit Kunde – Agentur entwickelt man ein cleveres Briefing, kreiert eine aufmerksame und unterhaltsame Umsetzung und schaltet die Werbeidee möglichst über viele Jahre. Die erfolgreichste Werbung ist sowieso die langfristige und diejenige, die bei der gleichen Agentur bleibt.
Ich weiss, dass es Berufskollegen gibt, die sich nicht auf diesen Pitch-Quatsch einlassen. Sie verwenden ihre kreativen Gedanken für ihre bestehenden Kunden und nicht für unprofessionelle Marketingwerbeleitendehilfesucher. Zum Schluss noch diese Wahrheit: Ist der Pitch gewonnen, delegiert die Agentur die Betreuung an eine zweite Garde. Auch die attraktive Beraterin ist nicht mehr dabei. Der Kunde kürzt das Budget und verschlechtert die Grundidee. Auf beiden Seiten nur Verlierer.
Mein Aufsteller der Woche ist, dass, laut meiner Recherche, immer mehr Werber an einem solchen Quatsch nicht mehr teilnehmen wollen. Euer Ehrenwort!
Syndicom: Nationaler Aktionstag für GAV der grafischen Industrie
Im Dezember hat Viscom die Verhandlungen zur Erneuerung des Gesamtarbeitsvertrags in der grafischen Industrie abgebrochen. Am 1. März organisiert Syndicom nun einen nationalen Aktionstag für den GAV der grafischen Industrie.
Redaktion
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28. Februar 2013
An fünf Orten der Schweiz finden zwischen 12 und 14 Uhr Kundgebungen statt. Seit 1. Januar herrscht der vertragslose Zustand. Und bereits beginnen erste Betriebe, die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern, so Syndicom in einer Mitteilung vom Mittwoch. Die Gewerkschaften seien bereit, Kampfmassnahmen zu ergreifen.
Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen in der grafischen Industrie der Schweiz seien nicht bereit, tatenlos die vom Unternehmensverband Viscom geforderten Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen zu akzeptieren, so Syndicom weiter. Dies würden die 95 Prozent Ja-Stimmen für Kampfmassnahmen in der gewerkschaftlichen Urabstimmung beweisen. Man wolle den alten GAV ohne Abstriche möglichst rasch wieder in Kraft setzen. Weder die Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit um 2 auf 42 Stunden noch die weitere Senkung der Zuschläge für Nachtarbeit seien die richtigen Antworten auf die Probleme der grafischen Industrie.
Der Aktionstag vom 1. März sei ausserdem auch ein Protest gegen all jene Betriebe, die die Arbeitsbedingungen schon jetzt verschlechtert haben oder dies beabsichtigen, so Syndicom weiter. Wie Ziegler Druck in Winterthur: Nicht nur wolle die Geschäftsleitung in zwei Schritten die Zuschläge pro geleistete Nachtstunde auf 30 Prozent reduzieren. Auch die Besitzstandwahrung (GAV 2012 Art. 223 Abs. 4) soll ersatzlos gestrichen werden. Die Umsetzung dieses Abbaupaketes bedeute für die Betroffenen einen Verlust zwischen 500 und 1‘000 Franken pro Monat.
Der Aktionstag findet am 1. März an folgenden Orten statt:
Winterthur, 13 bis 15 Uhr: Ziegler Druck, Rudolf-Diesel-Strasse 22
Luzern, 14.30 bis 16.30 Uhr: Kapellplatz
Freiburg, ab 12 Uhr: Versammlung vor der Paulusdruckerei (boulevard de Pérolles 38)
Programm: Ab 12 Uhr: Reden von NR Christan Levrat und Alain Carrupt, Co-Präsident Syndicom und anderen. 12.30-13.30 Uhr: Kundgebung durch die Stadt und Übergabe einer Petition mit über 7‘000 Unterschriften für den Erhalt der Arbeitsplätze.
Genf, 12.30 bis 13.30 Uhr: vor der Druckerei Rochat-Baumann (rue Plantamour 34 aux Pâquis),
Glovelier, 12.30 bis 13.30 Uhr: café de la Poste
Goldbach Group: Electronic Footprint zu Grossanlässen mit Einfluss auf Mediennutzung
Grossanlässe wie die Olympischen Sommerspiele 2012 in London haben keinen differenzierten Einfluss auf die Nutzung der elektronischen Medien. Das zeigen die fünf Vergleichsbefragungen der Electronic Footprint-Studie von Goldbach.
Redaktion
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28. Februar 2013
Im Gegensatz zu einzelnen Vergleichsmessungen weist die Mediennutzung aller Nutzergruppen im Jahresverlauf nur geringe Schwankungen auf. Auffällig sei aber, dass einzelne soziodemo-grafische Unterschiede während ausserordentlichen Ereignissen wie Fussball-EM und Sommer-Olympiade wichtige Signale für die Nutzung der Werbung darstellten, heisst es in der Studie. Wenig überraschend in diesem Zusammenhang sei, dass die Ausschläge der TV-Nutzung auf das Konto der Männer gehen. Frauen dagegen würden vermehrt Radio hören, Online-Zeitungen lesen oder befänden sich auf Online-Shoppingtour. Lediglich bei der Lektüre von Online-Zeitungen könne bei den Befragten von einem moderaten, aber stringenten Abwärtstrend gesprochen werden, der vielleicht auf die Diskussion oder fallweise Einführung von Paywalls zurückzuführen sein könnte.
Aktivitäten im Netz mit unterschiedlichen Trends
In der Jahresbetrachtung entwickeln sich die E-Aktivitäten sehr unterschiedlich, wie die Ergebnisse der Studie weiter zeigen. Social Media verzeichnet einen leichten, dafür aber kontinuierlichen Aufwärtstrend, wie auch das Online-Shopping, das stetig zulegt. Ebenfalls von einem gesamthaften Aufwärtstrend, wenn auch mit Schwankungen, kann bei der Suchmaschinennutzung gesprochen werden. Auffallend ist, dass hier der Anstieg in der Nutzung jeweils mit den internationalen Grossanlässen korreliert. Sehr saisonal hingegen ist die Nutzung von Online-Spielen, wo sich vor allem die Wintermonate als Treiber erweisen.
Detaillierte Ergebnisse der Studie Electronic Footprint sowie die aktuellsten Daten im Bereich TV, Radio, Teletext, AdScreen, Internet-TV, Performance-Marketing, In-Game-Werbung und Mobile-Marketing stellt die Goldbach Group im Goldbachguide zu Verfügung.
Electronic Footprint – Nutzertrends für E-Medien
Der Electronic Footprint der Goldbach Group gibt Auskunft über das Nutzerverhalten in den elektronischen Medien. Die Studie mit mehreren Befragungswellen pro Jahr zeigt vor allem kurzfristige Veränderungen im Verhalten auf. Über die Zeit soll es auch möglich sein, Nutzungskurven zu identifizieren, die auf künftigen und planbaren Medieneinsatz hinweisen.
Am Puls der Jugend
Effektives Marketing setzt Kenntnis der Zielgruppe voraus. Geht es um Jugendmarketing, fehlt Unternehmen oft das Wissen und die Nähe zu den Jugendlichen. Beides fanden sie beim «brandBoost». Plus: Fabio Emch ist Spezialist für Jugend- und Studentenmarketing. Im Gespräch erklärt er, wie Firmen Jugendliche richtig ansprechen und weshalb eine vertiefte Auseinandersetzung mit ihnen unabdingbar ist.
Redaktion
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28. Februar 2013
Viele Unternehmen wollen Jugendliche gezielt ansprechen. Denn die kaufkräftigen jungen Leute sind sowohl die Kunden von heute als auch jene von morgen. Einziges Problem: Die Kommunikation ist alles andere als einfach. Versuchen Erwachsene cool rüberzukommen, finden das Jugendliche zumeist peinlich. Mit «voll krass», «crazy» oder «easy» tut man sich keinen Gefallen. Kommt hinzu, dass Jugendliche Marketingbotschaften schnell durchschauen und diesen ablehnend gegenüberstehen, sobald sie ihnen als unglaubwürdig erscheinen.
An Feingefühl mangelt es den Firmen nicht zuletzt aufgrund der Distanz zu den Jugendlichen. «Um zu wissen, wie die Jungen ticken, genügt es nicht, Zeitschriften zu lesen, sich umzuhören oder auf den Social-Media-Plattformen präsent zu sein», sagt Fabio Emch von der auf Jugend- und Studentenmarketing spezialisierten Agentur Jim & Jim. «Man muss sich sehr intensiv mit den jungen Leuten befassen.» Jim & Jim setzt dazu auf quantitative und qualitative Marktforschung. Neben repräsentativen Umfragen bietet die Agentur sogenannte Brand-Sessions an. Bei diesen können sich Unternehmen mit den Jugendlichen direkt austauschen und ihre Produkte und Dienstleistungen, ihre Werbung und Kommunikation durch junge Leute analysieren lassen.
Vier solcher Sessions fanden am 21. Februar am «brandBoost» in Zürich statt. Die Gelegenheit ergriffen, ihr Angebot direkt von den Jugendlichen bewerten zu lassen, hat unter anderen die im Dezember lancierte Gratisinserateplattform Ricardolino. ch, der kleine Bruder von Ricardo.ch. Insbesondere war die Onlineplattform daran interessiert, mehr über das Nutzungsverhalten der Jugendlichen herausfinden, wie Oliver Schibli, Managing Director von Ricardolino.ch, erklärt: «Die Digital Natives ticken punkto Mediennutzung anders.»
Ricardolino.ch unter der Lupe
Mit Notebook oder Tablet bewaffnet, warten die 25 Jugendlichen auf ihren Einsatz bei der Brandanalyse. Noch wissen sie nicht, welches Unternehmen hinter der Session steht. Denn Ricardolino.ch will die Jugendlichen zuerst allgemein zum Thema Kleinanzeigen befragen. Verkaufst oder kaufst du online gebrauchte Dinge? Welche Plattformen nutzt du dazu? Erst danach wird das Geheimnis um den Kunden gelüftet und die Jugendlichen in zwei weiteren Fragebögen nach ihrer Meinung zu Ricardolino. ch befragt. Hast du schon von Ricardolino.ch gehört? Woher? Hast du die Plattform bereits genutzt? Sind dir die Werbespots bekannt? Gefallen sie dir?
Der eigentliche Kern der Brand Session folgt jedoch nach der Befragung, als die Debatte eröffnet wird. In Runden von fünf bis sieben Personen diskutieren die Jugendlichen zusammen mit einem Mitarbeiter von Jim & Jim. Wie ist das Handling? Was könnte verbessert werden? Welche Features fehlen? An dieser Stelle schalten sich auch die Vertreter von Ricardolino.ch, die sich bislang zurückgehalten haben, in die Diskussion ein. Schibli und sein Team stellen weitere Fragen, haken nach. Wie hast du das gemeint? Weshalb ist euch eine App wichtig? Vorschläge haben die Jungen mehr als genug. Selbst als die Session offiziell zu Ende ist, wird noch die eine oder andere Anmerkung platziert, löchern die Jugendlichen Schibli mit Fragen. Hat es das schon? Und was ist mit…? Ganz zur Freude von Ricardolino. ch: «Die Session hat uns in einigen Bereichen die Augen geöffnet und uns wertvolle Inputs geliefert», so Schibli. «Wir haben ein Gespür dafür erhalten, was die Jugendlichen von Ricardolino.ch und unserer Werbekampagne halten. Und wie sie generell zum Thema Gratis-Kleinanzeigen stehen.» Nun fehlt noch die Auswertung der Session beziehungsweise der Fragebogen. Bis die Ergebnisse schwarz auf weiss vorliegen, muss sich Ricardolino. ch allerdings noch einige Tage gedulden.
«Der brandBoost» (ehemals Trendtag) ist einer der drei Teilveranstaltungen des Schweizer Forums für Jugendmarketing und Jugendkultur Boost, das am 21. Februar in Zürich stattfand. Neben der Brandanalyse erwartete Marketingverantwortliche am Nachmittag eine Vortragsreihe, in der sie Einblick in Trendforschung, Marketingpraxis und die Lebenswelten heutiger Jugendlicher erhielten. Zu den Referenten gehörten unter anderen Kris Hoet von der belgischen Agentur Duval Guillaume Modem sowie Alexander Mazzara von Joiz. Am Abend folgte schliesslich der «talent- Boost», bei dem Jugendliche und Studenten ihr Talent Unternehmen präsentierten – in den Kategorien Multimedia & IT, Kunst & Gestaltung, Wissenschaft & Technik sowie Unterhaltung. Initiatoren und Veranstalter des Forums sind die auf Jugend- und Studentenmarketing spezialisierte Agentur Jim & Jim und die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Chur.
Jung und cool – das genügt nicht
Fabio Emch ist Spezialist für Jugend- und Studentenmarketing. Im Gespräch erklärt er, wie Firmen Jugendliche richtig ansprechen und weshalb eine vertiefte Auseinandersetzung mit ihnen unabdingbar ist.
WW: Beim Jugendmarketing können Unternehmen vieles falsch machen. Welches ist der grösste Fettnapf, in den man treten kann? Einfach gesagt: Anbiederung. Wenn Unternehmen einen auf jung machen, aufgesetzt cool sein wollen. Das goutieren die Jungen nicht. Sie realisieren sofort, wenn etwas nicht echt ist.
Können Sie ein Beispiel nennen? Zumeist sieht man Anbiederung bei Branchen, die weit weg sind von den Lebenswelten junger Leute. Wenn sich Banken oder Versicherungen an Junge richten, ist die Gefahr gross, dass das Marketing anbiedernd wirkt. Auch die aktuelle Bio-Werbung eines Detailhändlers mit Rappern geht meinem Gefühl nach in diese Richtung. Unsere Studien zeigen, dass Bio nicht ein derart grosses Thema ist für junge Leute. Wobei man hier sagen muss: Wahrscheinlich wollte die Firma genau über diesen leicht ironischen Content Aufmerksamkeit generieren.
Wie vermeiden Unternehmen Anbiederung? Oder anders gefragt: Wie kommunizieren sie richtig? Das ist je nach Brand und Branche unterschiedlich. Es gibt kein Patentrezept. Grundsätzlich gilt: Zu sagen «wir sind jung und cool» genügt nicht. Man muss in die Lebenswelt der Jugendlichen eintauchen und herausfinden, welche Angebote für sie spannend sind. Was sind die exakten Bedürfnisse? Ein Unternehmen muss den Jungen einen echten Vorteil bieten. Nehmen wir eine Versicherung: Erwachsene sind bei der Wahl ihres Versicherungsmodells sicherheitsorientiert, Junge dagegen eher aufs Sparen und auf Profit aus. Das Marketing muss spezifisch auf dieses Bedürfnis ausgerichtet sein.
Wie findet Jim & Jim heraus, wofür sich Jugendliche interessieren? Zum einen schöpfen wir als spezialisierte Agentur aus einem grossen Erfahrungsfundus. Zum anderen suchen wir den Kontakt mit den Jungen. Wenn wir eine Kampagne konzipieren, fragen wir Jugendliche, was sie davon halten. Zudem bieten wir Brand Sessions an, wie sie am Boost stattfanden. Der direkte Austausch mit den Jugendlichen bringt Unternehmen enorm viel.
Inwiefern? Die Kunden können direkt mit den Jungen ein Gespräch führen und bei Bedarf nachhaken. Die Jugendliche wiederum teilen mit, was sie sich von einem Brand erhoffen. Beim TCS Cooldown Club ging es zum Beispiel um die Attraktivität von Angeboten. Dabei kam heraus, dass sich die Jungen einen Mehrwert wünschen, der im Auto- beziehungsweise Mobilitätsbereich liegt. Sie wollen nicht günstiger ins Kino, weil sie beim TCS sind, sondern von günstigen Pneus oder einer verbilligten Vignette profitieren.
Wie wichtig sind Markenbotschafter, um einen Brand bei Jugendlichen zu positionieren? Der Einsatz von Brand Ambassadors funktioniert erwiesenermassen gut. Erfolgreiche Beispiele aus der Jugend- und Lifestyle-Szene sind Michael Jordan (Nike Air Jordan), Kelly Slater (Quicksilver) oder Iouri Podladtchikov (Quicksilver). Anders sieht es aus, wenn über ein Seeding in der Szene gearbeitet wird. Dies funktioniert nicht für jeden Brand und nicht systematisch.
Wann funktioniert es – und wann nicht? Es gibt die hippen Brands, die aus dem Untergrund kommen und plötzlich in sind, ohne dass man genau weiss, weshalb. Momentan zum Beispiel das Modelabel Revolution. Solche Brands haben zumeist Markenbotschafter aus der Szene, die auf Blogs auftauchen, in 20 Minuten Friday abgelichtet werden. Als grosser Brand ist dieses System jedoch schwierig zu nutzen. Eine Versicherung kann sich nicht einfach einen solchen Markenbotschafter angeln. Das wäre unglaubwürdig. Sowohl aus Sicht des Markenbotschafters als auch aus Sicht des Brands.
Macht es für etablierte Brands Sinn, Jugendliche gezielt mit einer neuen Marke anzusprechen? Sofern die neue Marke mit der Unternehmensstrategie übereinstimmt, absolut. Mode- und Sportbrands lancieren regelmässig neue Labels, die sich an die Jungen anlehnen. Aber auch die Kantonalbanken, die mit der «STUcard» gemeinsam unter einem neuen Namen auftreten oder die Mobiliar- Versicherung mit «MobiJeunes». Die Idee ist, die Jungen mit Einsteiger-Labels zu gewinnen, mit denen sie sich besser identifizieren können. Ziel muss dabei sein, über effizientes Community-Marketing diese Kundschaft an den «alten Brand» heranzuführen.
Wir reden immer von DEN Jugendlichen. Tatsächlich handelt es sich nicht um eine einheitliche Zielgruppe. Stimmt es, dass sich Jugendliche über Musik, Mode und Sport unterscheiden lassen? Ja. Insbesondere die Musik nimmt in der Lebenswelt der Jugendlichen einen grossen Stellenwert ein und bietet dadurch ein grosses Emotionalisierungspotenzial für Brands. Orange arbeitet zum Beispiel mit dem Musik-Streaming-Dienst Spotify zusammen und bietet Jungen die Möglichkeit, von ihrem Smartphone aus auf ihre Musik zuzugreifen. Oder auch Festivals sind eine ideale Positionierungsplattform. Die Herausforderung ist: Wo ist der «Brand Overkill»? Wie tritt man als Marke auf?
Muss Jugendmarketing über Werbekampagnen hinausgehen? Oder anders gefragt: Muss man den Jugendlichen eine Dienstleistung bieten? Ich denke, es geht in diese Richtung. Jugendliche achten bei ihren Kaufentscheidungen stark auf Rabatte und Spezialangebote. Wie kann ich profitieren? Wo erhalte ich etwas günstig? Sie sind mit den Tricks vertraut, wie sie sparen können.
Sind Jugendliche Schnäppchenjäger? Grundsätzlich ja. Oft auch zwangsläufig. Der Preis hat gemäss unseren Studien einen überdurchschnittlichen Einfluss auf die Kaufentscheidungen der jungen Leute. Aber: Wenn ein Produkt besonders in ist, kaufen sie es sich – egal wie viel es kostet. Wenn in der Schule das neue iPhone angesagt ist, holen sie es sich.
Stichwort Digital Natives: Welche Implikationen hat die Mediennutzung der Jugendlichen auf das Marketing? Durch Internet, Blogs und Social Media sind Jugendliche heute sehr gut über Angebote und die neuesten Trends auf dem Laufenden. Selbst wenn sie in einem abgelegenen Bergdorf wohnen. Mit 13 Jahren, wenn sie das erste Bankkonto eröffnen, entscheiden noch ihre Eltern. Relativ bald kehrt es sich aber um. Dann fragen die Eltern ihre Kinder, ob sie einen Mac oder einen HP Computer kaufen sollen. Jugendmarketing ist dadurch sehr anspruchsvoll. Man muss wissen, auf welchen Kanälen sich die Jungen informieren, wovon sie beeinflusst werden. Sonst ist man schnell weg vom Fenster.
Würden Sie Jugendliche generell als offen gegenüber Werbung bezeichnen? Wir haben es schon angesprochen: Jugendliche sind keine homogene Zielgruppe. Die Marktforschung (Sigma-Studie, Sinus) segmentiert in Milieus: Die konsumorientierten Hedonisten sind sehr offen gegenüber Werbung. Die Konservativen werden von Werbung beeinflusst, geben es allerdings nicht zu. Die Progressiven dagegen sind eher kritisch eingestellt … Grundsätzlich würde ich sagen: Wenn etwas cool daherkommt – und wenn das Angebot für die Jungen passt, sind Jugendliche offen für Werbung.
Jugendmarketing wird noch nicht allzu lange professionell betrieben. Wie würden Sie den Status quo beschreiben? Europaweit gibt es grosse Unterschiede. In England oder Deutschland ist professionalisiertes Jugendmarketing bereits ein riesiges Thema. Es gibt spezialisierte Agenturen und Medien, die Jugendliche separat angehen und sich intensiv damit beschäftigen, wie die Jungen sozial eingebettet sind, was sie beschäftigt. In der Schweiz ist der Gedanke, dass man sich vertieft in die Jungen einfühlen muss, um sie anzusprechen, noch nicht so verbreitet. Zurzeit beginnt man, sich aktiver mit dem Thema zu befassen.
Woran zeigt sich dies? Seit kurzem gibt es Jugendmedien wie Joiz, die sich klar über Junge positionieren. VW hat spezifische Angebote, die auf Junge zwischen 18- und 28 Jahren ausgerichtet sind. Ebenso der TCS mit dem Cooldown Club. Junge gezielt anzusprechen ist wichtig. Studien zeigen, dass die Bindung an ein Produkt, an einen Brand zwischen dem 15. und dem 20. Lebensjahr passiert. In diesem Alter beginnt man, sich mit Marken auseinanderzusetzen (Generation Netzwerk 2011).
Wie wird sich das Jugendmarketing Ihrer Ansicht nach weiterentwickeln? Ich denke, es wird noch mehr Experten geben, die sich speziell mit Jugendlichen beschäftigen. Schon heute gibt es bei Banken, Versicherungen oder Telco- Firmen Jugendverantwortliche und junge Kundenberater, die sich um Jugendliche kümmern. Die Spezialisierung wird weiter zunehmen. Kürzlich hat mir ein CEO einer grossen Agentur gesagt, dass die Messbarkeit von Kampagnen an Relevanz gewinnt. Die Zielgruppe genau zu kennen wird somit ein wichtigeres Kriterium bei Kampagnen.
Das mediale Interesse gilt derzeit insbesondere der Generation Ü-50 oder Ü-60 … Dass Ältere und Senioren momentan ein grosses Thema sind, zeigt: Eine spezifische Ansprache und eine intensive Auseinandersetzung mit der Zielgruppe ist wichtig. Man muss wissen, wie die Zielgruppe tickt. Diese Fokussierung wird meiner Meinung nach weiter zunehmen.
Interview: Isabel Imper
Wirz: TCS hält die Schweiz auch im Winter mobil
Da die leere Autobatterie gerade im Winter immer noch die häufigste Pannenursache ist, hat Wirz Corporate die TCS-Kampagne um ein Sujet erweitert. Doch nicht nur die Plakate, Inserate und Online-Banner zeigen den TCS im vollen Einsatz für seine Mitglieder.
Redaktion
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28. Februar 2013
Auch verschiedene Medien haben in den letzten Wochen einen Blick hinter die Kulissen gewagt und sind mit dem TCS auf Tour gewesen. So entstanden TV-, Radio- und Zeitungsberichte über den Dauereinsatz der TCS-Patrouilleure bei Schnee und Eis. Aktuell ist die Kampagne schweizweit präsent und bewirbt neben der Pannenhilfe auch die TCS Angebote rund um Autoversicherung, Rechts- und Reiseschutz.
Verantwortlich beim TCS: Marcus Brugger (Leiter Marketing Services). Verantwortlich bei Wirz Corporate: Marcel Morach, Stefan Zahler (Design), Nicole Suter,Fabienne Huwyler (Art Buying), Andreas Bosshart (Digital), Olivia Neubauer, Andrea Laube (PR und Projektmanagement), Thore Lingel (Gesamtverantwortung). Fotograf: Noë Flum.