Mobile Advertising wird zur festen Grösse

Vor einem Monat lancierte Google die erweiterten Kampagnen bei Adwords. Hannes Gasser, Leiter des Adwords-Teams von Webrepublic zeigt auf, wie sie sich in die Praxis implementieren lassen und zieht ein erstes Zwischenfazit.

Viel wurde geschrieben als Reaktion auf Googles Ankündigung der sogenannten Erweiterten Kampagnen («enhanced campaigns») für das Adwords-Werbeprogramm anfangs Februar (Werbewoche.ch berichtete). Während sich Wirtschaft-Magazine vor allem auf die strategische Komponente und die damit verbundene, gesteigerte mobile Wertschöpfung durch Google fokussierten, fürchteten Werbetreibende und Agenturen einen Kontrollverlust durch die «Vereinfachung» der Kampagnensteuerung und die Zusammenlegung der Daten für die verschiedenen Endgeräte. Gemeinsam war allen Beiträgen der durch diesen Schritt gesteigerte Stellenwert der mobilen Internetnutzung und der entsprechend optimierten Websites.

Letzteres mag den einen oder anderen Kunden kalt erwischt haben, obwohl jede Website inzwischen einen zweistelligen Prozentanteil an mobilen Besuchern aufweisen dürfte. Googles Systemänderung ist also nicht viel mehr als eine Anpassung an die Realität. Da dies schon in wenigen Monaten zur Standard-Einstellung in Adwords wird, zeigen wir hier auf, wie sich die Erweiterten Kampagnen in der Praxis implementieren lassen.

Implementierung in die Praxis

Grundsätzlich lassen sich jene Kampagnen, die bereits jetzt auf alle Geräte ausgerichtet werden (sei es in einer einzigen Kampagne oder – mit Vorteil – mit separaten Kampagnen pro Endgerät), am simpelsten auf das neue System umziehen. In diesem Fall hat man anstatt wie bis anhin mindestens drei Kampagnen (Desktop, Tablet und Smartphone) bloss noch eine. Diese Tatsache kann nun tatsächlich als Vereinfachung betrachtet werden und die Frage auslösen, was daran denn genau «enhanced» sein soll.

Die erweiterten Möglichkeiten der neuen Kampagnenform befinden sich in den Ort-, Zeit- und Geräte-bezogenen Anpassungen, die sich auf Kampagnen-Ebene definieren und in Kombination miteinander multiplizieren lassen. Google nennt dies «vector-based-bidding», was bedeutet, dass der Kontext der Suchanfragen einen massiv höheren Stellenwert erfährt, als er das bis anhin getan hat. (Wohlgemerkt, die annähernd selben Effekte konnten auch mit dem bisherigen Setup erreicht werden, jedoch mit massiv höherem Implementations- wie Analyse-Aufwand).

Wann, wo und auf welchem Gerät jemand sucht, beeinflusst nun das Gebot für eine jeweilige Suchanfrage entscheidend, basierend auf den Performance-Daten für den jeweiligen Kontext. Dieser Vorgang wird ja auf E-Commerce-Websites bereits erfolgreich eingesetzt und die User bekommen je nach ihrem Kontext (Zugriffsquelle, vorhandene demografische Daten etc.) unterschiedliche Preise oder zumindest unterschiedliche Website-Inhalte zu sehen. Diese Praxis hält nun also auch verstärkt bereits auf Werbemittel-Ebene einzug.

Feinschliff nötig

In der Praxis zeigt sich für den Moment, dass sich die erweiterten Gebots-Optionen zwar anwenden lassen, die – alles entscheidenden – Conversion-Daten hier leider noch nicht ganz Schritt halten. Diese sind auf Ebene der individuellen Anpassungen noch nicht auslesbar. Ausserdem ist der Zeitraum noch zu kurz, um bereits vorher-nachher Vergleiche auf Ebene der gesamten Konten ziehen zu können.

Es ist davon auszugehen, dass bis zur Einstellung der aktuellen Kampagnen-Steuerung Ende Juni 2013 noch der eine oder andere Feinschliff bei den Enhanced Campaigns passieren wird (zum Beispiel dass die Möglichkeit, Tablets separat anzusteuern, doch wieder integriert wird), einem Umzug der bestehenden Kampagnen steht jedoch nichts im Weg. Mit Vorteil nutzt man dann jedoch auch die erweiterten Möglichkeiten, die einem das neue System bietet, vollständig aus.

Ein rasches Umstellen auf das neue System ist alleine schon dann sinnvoll, wenn man von neuen Features wie beispielsweise den bereits verfügbaren «Angebotserweiterung» (Aktions-Codes und –Angebote direkt in der Text-Anzeige) profitieren möchte. Hier setzt Google mehr oder weniger sanften Druck auf, in dem solche Features nur innerhalb der Enhanced Campaigns verfügbar sind und sein werden. Eine Anmerkung zu laufenden Beta-Tests bei Adwords: Einzelne Betas sind noch nicht komplett mit den Erweiterten Kampagnen kompatibel, hier hilft es bei grösseren Accounts, vorher kurz mit Google Rücksprache zu halten.

Erweiterte Kampagnen: Unser Zwischenfazit

Kunden und Webseitenbetreiber, die noch über keine mobil optimierte Website verfügen, mögen sich also durch diese Änderung etwas vor den Kopf gestossen fühlen. In einem solchen Fall ist es weiterhin möglich, die Anzeigenschaltung auf Smartphones auszuschliessen. Dies ist jedoch nur die zweitbeste Lösung. Strategisch sinnvoller wäre es, so bald wie möglich eine mobil optimierte Website online zu stellen. Dies nicht primär deswegen, um Googles Schritt zu folgen, sondern um die User und potentiellen Kunden dort abzuholen, wo sie tatsächlich sind und in Zukunft noch viel häufiger sein werden.

Webrepublic ist eine Schweizer Suchmaschinenmarketing-Agentur.
 

Leo Burnett: Zürich spielt Plakat-Memory

Leo Burnett hat ein motivierendes Memory-Spiel entwickelt: Wer die in Zürich aufgehängten Sihlcity-Plakate aufmerksam betrachtet, gewinnt.

Der Claim «Alles fürs Leben» bringt’s auf den Punkt: Sihlcity bietet eine riesige Auswahl an Artikeln. Wer jetzt zweimal den gleichen findet, gewinnt: Ab sofort hängen in der Stadt Zürich Hunderte Plakate mit verschiedenen Dingen darauf, die es in Sihlcity zu kaufen gibt. Wer zwei Plakate mit dem gleichen Artikel findet und fotografiert, erhält am Sihlcity Info Point eine Geschenkkarte im Wert von bis zu 500 Franken.

Verantwortlich bei Sihlcity: Jörg Engeler (Centerleiter), Mara Bonorand (Marketing und Kommunikation). Verantwortlich bei Leo Burnett Schweiz: Pablo Schencke, Johannes Raggio, Wanda Michel, Anna Leudolph (Kreation), Johannes Raggio (ECD), Isabelle Meier, Albina Kuqi, Nadine Stüssi (Beratung), Erasmo Palomba (Art Buying), Chavela Zink (Foto).

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NZZ.ch: Konzeptionelle und gestalterische Neuerungen

Die Neue Zürcher Zeitung baut das digitales Angebot aus und verbindet dies gleichzeitig mit der optischen und konzeptionellen Weiterentwicklung der Startseite von NZZ.ch. Dabei werden neue Elemente und eine einfachere Benutzerstruktur eingeführt.

Die NZZ führt eine konzeptionell und gestalterisch weiterentwickelte Startseite auf NZZ.ch ein. Es werden nicht nur deutlich mehr Artikel im oberen Bereich des Bildschirms gezeigt, sondern auch neue Elemente eingeführt. Diese umfassen unter anderem einen von der Redaktion betreuten Nachrichten-Ticker, der laufend das aktuelle Geschehen im In- und Ausland in Kurznachrichtenform abbildet und in Form eines Logbuchs auch kontinuierlich nachzeichnet. Dieser News-Feed wird – bis auf wenige Stunden in der Nacht – von der Redaktion betreut und gehorcht laut einer Mitteilung von Dienstag den NZZ-Qualitätsstandards.

Neu werden Meinungs- und Debattenbeiträge auf der Startseite von NZZ.ch platziert. Zusätzlich werden Beiträge aus dem Inhaltsangebot neu direkt unterhalb der Navigationszeile erschlossen. Grossereignisse und aufwendige Eigenrecherchen werden multimedial und unter Einbindung komplexer Datenaufbereitung und -visualisierungen umgesetzt, wo sinnvoll auch unter Einbezug der Leserinnen und Leser.

Ab Mitte April erscheinen Bild- und Video-Inhalte in einer nutzergerechteren Form, dies in Reaktion auf die steigende Zahl der von der NZZ exklusiv produzierten Bewegtbild-Beiträge in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Sport und Gesellschaft. Zusätzlich wird der neue Nachrichten-Ticker in den Android- und iPhone-Apps verfügbar sein.

Für die Werbekunden bringe der neue Auftritt eine signifikant verbesserte Sichtbarkeit der Inserateplatzierungen, so die Mitteilung weiter. Zudem falle im neuen Web-Auftritt der für gewisse Werbeformate störende schwarze Balken im Navigationsbereich weg.

Seit einigen Tagen ist auch der neue Web-Auftritt des Monatsmagazins NZZ-Folio aufgeschaltet. Dieser wurde gestalterisch, konzeptionell und technisch vollkommen überarbeitet. Folio-Beiträge sind analog zum Angebot auf NZZ.ch für registrierte Abonnenten weiterhin kostenlos und auf allen Geräten frei verfügbar, während Nicht-Abonnenten auf eine Auswahl von Artikel kostenlos zugreifen können.

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Havas: Michael Kathe neuer Creative Director

Seit Anfang März verstärkt Michael Kathe als Creative Director das Team um Frank Bodin und Axel Eckstein. Er zeichnet für mehrere national und international ausgezeichnete Kampagnen verantwortlich und ist seit 2004 Mitglied des ADC Schweiz.

In so unterschiedlichen Agenturen wie Weber/Hodel/Schmid, Publicis, Matter & Partner, Jung von Matt/Limmat, Sulzer Sutter, TBWA /Zürich und Rod Kommunikation hat er mit Erfolg und Esprit bereits für grosse und kleinere Marken gearbeitet, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Bandbreite an Brands reicht dabei von der UBS (unter anderem internationale Dachkampagne 2001), Swisscom Fixnet, BMW, Fiat und McDonalds Schweiz bis hin zu BFU (Slow down Take it Easy), Max Shoes, Panasonic und Parisienne – um nur einige zu nennen.

CR Kommunikation bleibt Agentur des BAV

Die Zürcher Agentur CR Kommunikation hat sich die Weiterführung des Neat-Mandats für das Bundesamt für Verkehr (BAV) gesichert. Das Projekt wurde vor der dritten Phase neu ausgeschrieben.

Die Neue Eisenbahn Alpentransversale (Neat) ist das grösste Bauprojekt in der Geschichte der Schweiz. Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) hat den parlamentarischen Auftrag, für die «Internationale Kommunikation Alptransit (IKAT)» entlang des Nord-Süd-Güterverkehrskorridors (Korridor 1 Rotterdam-Antwerpen-Genua) in Deutschland, Italien, den Niederlanden und Belgien zu sorgen.

CR Kommunikation unterstützt das BAV seit dem Jahr 2008 bei der Umsetzung dieses Auftrages, wie es in einer Mitteilung heisst. Im Rahmen der vorgeschriebenen offenen WTO-Ausschreibung hat die Agentur den Zuschlag für die Fortführung des Mandates in der Phase drei (2013-2016/19) erhalten. Um eine optimale Auslastung der Neat – insbesondere des Gotthard-Basistunnels ab 2016 – zu erreichen, sollen in Phase drei zunächst Wissensstand und Bedürfnisse der künftigen Nutzer erhoben und im Anschluss konkrete Kommunikationsmassnahmen abgeleitet werden. Dabei wird die Agentur mit ihrem internationalen Agenturnetzwerk in Deutschland, Italien, den Niederlanden und Belgien sowie mit der auf Verkehrspolitikberatung spezialisierten Progtrans, einer Tochtergesellschaft von Prognos, zusammenarbeiten.

Teaserbild: Bav.admin.ch

Zu guter Letzt: Fuß fassen beim SRF

Man munkelte es schon lange – nun ist es offiziell: Auch beim Schweizer Fernsehen arbeiten Deutsche. Ein diskretes Outing unter den Augen von Christoph Blocher.

Gerade ihn wird das jedoch nicht sonderlich verwundern: Schliesslich marschieren die Schweizer Medien geschlossen Richtung EU-Beitritt (Baz, Weltwoche, Schweizerzeit und Extrablatt ausgeschlossen). Da machen ein paar deutsche Redaktoren mehr oder weniger den Schweinebraten auch nicht mehr feiss. Früher oder später kriegen die Kollegen vom Leutschenbach die Themen ohnehin direkt aus Brüssel diktiert. PS: Hoffentlich werfen die fremden Vögte und Richter Schawinski nicht raus!

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Investigativer Screenshot: Srf.ch

Thomas Häusermann

Goldbach will TV-Vermarktung ausbauen

Die Goldbach Group wird noch dieses Jahr in Deutschland und zwei weiteren Ländern in die TV-Vermarktung einsteigen. Dies kündigte CEO Klaus Kappeler an. Im Onlinebereich hofft er zudem wieder auf Wachstum dank Video und Mobile.

Die Goldbach Gruppe, die in zehn Ländern aktiv ist, will 2013 insbesondere die TV-Vermarktung ausbauen. In diesem Bereich ist die Gruppe bereits in der Schweiz, in Österreich und Rumänien tätig. In den nächsten sechs Monaten plant CEO Klaus Kappeler deshalb neue TV-Vermarktungseinheiten in Deutschland, Kroatien und Polen. Dies könne durch den Aufbau eigener Aktivitäten (wohl dank Mandatsgewinne) oder durch Firmenakquisitionen geschehen, sagte er an der Bilanzmedienkonferenz. Gelingt dies, wäre die Gruppe neu im gesamten deutschsprachigen Raum in der TV-Vermarktung aktiv.

Wachstum bei der TV- und Radiovermarktung

Noch ist es aber nicht so weit, weshalb vorerst ein Blick auf die letztjährigen Geschäftszahlen genügen soll. Demnach erzielte die Goldbach Gruppe 2012 einen Reingewinn von 9,1 Millionen Franken, 51 Prozent mehr als 2011. Der Umsatz stagnierte bei 445 Millionen Franken, wobei die Gruppe 80 Prozent ihres Umsatzes in der Schweiz erzielte (rund 356 Millionen Franken).

Den grössten Umsatzanteil generiert die Unternehmung Goldbach Media, die in den drei oben erwähnten Ländern TV, Radio und digitale Aussenwerbung vermarktet. Sie konnte ihren Erlös um 4,2 Prozent auf 351,9 Millionen Franken steigern. Das Radiogeschäft konnte um ganze 12,6 Prozent wachsen – vor allem dank Ausbau des Senderportfolios in Rumänien. Im Bereich TV-Vermarktung habe Goldbach Media um 2,5 Prozent zugelegt, «während die SRG einen Umsatzrückgang um 8 Prozent hinnehmen musste», triumphierte Kappeler. Doch der Vergleich hinkt, weil Goldbach – wiederum in Rumänien – das Senderportfolio und damit auch den Umsatz ausweiten konnte. Informativer ist deshalb ein Vergleich aufgrund Goldbachs TV-Umsatz in der Schweiz – und dieser betrug 2013 294,5 Millionen Franken, also gleich viel wie die SRG-Vermarkterin Publisuisse. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, versteht sich Goldbachs Zahl doch inklusive TV-Sponsoring sowie Online- und Mobile-Werbung im TV-Umfeld. Letzteres ist der SRG aber untersagt, und das TV- und Radio-Sponsoring weist die SRG separat aus (34 Millionen Franken). Trotzdem kam Kappeler zum Schluss, dass Goldbach bei der Schweizer TV-Werbung einen Marktanteil von 40 Prozent erreicht (SRG: ca. 47 Prozent), bei der Radio-Werbung 33 Prozent und bei der digitalen Aussenwerbung 11 Prozent.

Video und Mobile als Wachstumstreiber

Wenig erfolgreich war erneut die Business-Line Goldbach Audience, die das Onlinegeschäft in allen zehn Goldbach-Ländern besorgt. Sie reduzierte den Umsatz um 17 Prozent auf 62,1 Millionen Franken, nachdem schon im Vorjahr ein Rückgang um 15 Prozent resultiert hatte. Die Gründe gemäss Kappeler: Der zunehmende Wettbewerb in der Onlinevermarktung und die Einführung von Direktbuchungsrabatten auf den Websites der Verlage. Doch von solchen margenschwachen Produkten habe sich Goldbach nun getrennt, sagte Kappeler, deshalb erwarte er dieses Jahr wieder ein Wachstum. Auch weil man frühzeitig in den Video- und Mobile-Bereich investiert habe. So machte allein der Videobereich letztes Jahr ein Drittel des Gesamtumsatzes von Goldbach Audience aus, sagte der CEO. Im Schweiz Onlinemarkt komme Goldbach auf einen Marktanteil von 27 Prozent (Display + Video), wobei hierzulande der Erlös aus Displaywerbung 2013 um 5 bis 8 Prozent wachsen werde, aus Videowerbung um 20 Prozent bis 25 Prozent und im Mobilen Geschäft um 40 bis 50 Prozent.

Auch im Geschäftssegment Goldbach Interactive, das konzeptionelle und technologische Dienstleistungen rund um interaktive Kommunikationslösungen anbietet, gab es einen Rückgang um 3 Prozent auf 38 Millionen Franken. Dies vor allem wegen grosser Investitionen insbesondere in Slowenien, wo eine Firma hinzugekauft wurde.

Markus Knöpfli

 

Goldbach Group in Zahlen (in Millionen Franken)
 
  2011 2012 +/- in %
Umsatzerlös 446 445,5 -0,1
davon: – Media (TV, Radio, Out of Home) 337,7 351,9 +4,2
           – Audience (Online) 75,2 62,1 -17,4
           – Interactive 39,1 38,0 -3,0
Jahresgewinn 6,0 9,1 +51,0
Personalbestand 540 527 -2,4

Publicis: Facelift für Sanitas Magazin

Das Kundenmagazin der Krankenversicherung Sanitas hat eine inhaltliche und formale Aufwertung erfahren. Das Rezept für die Frischzellenkur stammt von der Agentur Publicis, die seit 2012 für die Krankenversicherung tätig ist.

Das Magazin wird rund 476‘000 Haushalten viermal jährlich zugestellt. Gefragt war laut Mitteilung deshalb kein radikaler Konzeptwechsel, sondern die schrittweise Modernisierung und die Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen, was unter anderem auch die Erweiterung ins Web beinhaltet. Die Entwicklung ist denn auch nicht abgeschlossen, sondern als kontinuierlicher Prozess zu verstehen, wie Chefredaktorin Tanja Funk betont.

Visuell nimmt das Magazin das neue Corporate Design der Krankenversicherung auf. Neue Schriften und leicht veränderte Gestaltungselemente sollen für mehr Leichtigkeit sorgen. Mehr inhaltliche Relevanz verspricht die Aufwertung der Online-Version des Magazins: War bisher jeweils ein einfaches PDF ins Netz gestellt worden, bietet das neue Flipbook in einem ersten Schritt mehr Möglichkeiten für Hintergrund-Informationen und Ergänzungen. Im Zuge der Renovation sollen auch bisherige Rubriken durch neue abgelöst werden. So wird zum Beispiel mit einer neuen Kinderseite der Bedeutung der Zielgruppe Familie Rechnung getragen.

Verantwortlich bei Sanitas: Denise Fitzi, Andreas Goetz, Valentin Hüsser, Anita Kneusslin, Andreas Roos, Isabelle Vautravers (Redaktionsstab), Tanja Funk (Redaktionsleitung), Übersetzungsdienst Sanitas (Übersetzung). Verantwortlich bei Publicis Communications Schweiz: Flavio Muff, Matthias Koller (Beratung), Marvin Hugentobler, Bettina Klossner (AD), Oliver Gisi (Text), Roger Rüegger (ECD), Beni Kägi (Art Buying), Philipp Läderach, Adrian Hänni (DTP). Verantwortlich bei Neidhart + Schön: Roberto Porfido (Druckvorstufe), Corina Blecher (Litho).

SanMaga
 

Presserat: Rüge wegen Namensnennung von Toten

Der Presserat hat eine Beschwerde des Tessiner Journalistenverbands gegen das Tessiner Radio- und Fernsehen RSI sowie die Sonntagszeitung Il Caffè gutgeheissen. In der Berichterstattung über ein tödliches Beziehungsdrama sei die Privatsphäre nicht respektiert worden.

Sowohl die TV-Nachrichtensendung «Il Quotidiano» der RSI als auch Il Caffè machten im Februar 2012 Namen und Foto eines Paares aus Lugano öffentlich, das tot in seiner Wohnung entdeckt wurde. Die Polizei sprach damals von einem Beziehungsdrama. Der Mann soll erst die Frau und dann sich selbst getötet haben. Zeitung und Nachrichtensendung hätten gegen Punkt 7 der Pflichten von Journalistinnen und Journalisten verstossen, schreibt der Presserat in einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme. Es habe kein öffentliches Interesse an einer namentlichen und bildlichen Identifizierung der Toten bestanden.

Zudem habe keine Einverständniserklärung der Angehörigen vorgelegen. Die Privatsphäre hätte dahingehend respektiert werden müssen, dass eine Wiedererkennung der Personen für Aussenstehende nicht möglich gewesen wäre. Der Presserat kritisierte in seiner Stellungnahme die bei Tessiner Medien übliche Praxis, bei schweren Verbrechen immer die Namen der involvierten Personen zu nennen. Bereits in mehreren Fällen in der Vergangenheit sei dieses Vorgehen angeprangert worden. (SDA)
 

Webguerillas: Neuer Schweizer Geschäftsführer

Markus Stadler wird Partner bei C-Factor

Markus Stadler ist Anfang März als Partner zur Agentur C-Factor gestossen. Ebenfalls neu an Bord ist die Beraterin Regula Wegmann.

«Mit Markus Stadler verfügen wir über einen weiteren Sparring Partner auf Senior-Level für unsere Kunden. Damit vergrössern wir unseren Erfahrungs- und Wissenspool markant», freut sich Iskender Akgün, Managing Partner von C-Factor, über den gewichtigen Zuzug.

Kompetenzerweiterung für ICT, Gesundheitswesen und Tourismus

Markus Stadler hat in über 15 Jahren zwei Kommunikationsagenturen gegründet und erfolgreich auf- und ausgebaut. Er hat sich einen Namen in der Entwicklung von Kommunikationslösungen gemacht, die herkömmliche Disziplinengrenzen überschreiten und unterschiedliche Teilbereiche der Kommunikation zu einer stimmigen Gesamtlösung verbinden. Aufgrund von Stadlers breiter Erfahrung in PR, Werbung, Online-Kommunikation und Marketing möchte C-Factor die Kompetenzfelder weiter ausbauen. Überdies erweitert C-Factor mit dem neuen Partner ihren Branchenfokus: So wird die Agentur verstärkt auch für Kunden aus ICT, Gesundheitswesen, Tourismus und für grosse Infrastrukturprojekte zu einem interessanten Ansprechpartner, wie es in einer Mitteilung heisst.

Noch mehr Verstärkung für C-Factor

Neu bei C-Factor tätig ist seit Anfang Jahr zudem Regula Wegmann. Die 28-jährige Beraterin hat an der ZHAW Journalismus und Kommunikation studiert und war zuletzt in einem Start-up-Unternehmen der Cleantech-Branche als Kommunikationsverantwortliche tätig. «Mit ihrer hohen Textkompetenz und ihrem breiten Kommunikationshintergrund ist Regula Wegmann eine tolle Verstärkung für unsere Beratung, namentlich im Bereich der Energiebranche», sagt Philipp Metzler, Managing Partner von C-Factor.

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Goldbach Group steigert Gewinn 2012

Die Goldbach Gruppe hat den Reingewinn 2012 um über 50 Prozent auf 9,1 Millionen Franken gesteigert. Der Umsatz stagnierte bei 445 Millionen Franken. An der Generalversammlung Ende April soll Jens Alder neuer Verwaltungsratspräsident werden.

Der frühere Swisscom-Chef Alder soll Bruno Widmer an der Spitze ablösen, der sein Amt wie vorgesehen nach sechs Jahren in neue Hände legen wolle, teilte die Werbevermarkterin am Dienstag mit. Für das laufende Jahr 2013 erwartet die Gruppe nach der Implementierung von organisatorischen Restrukturierungsmassnahmen in Osteuropa und dem adriatischen Raum sowie Kostenreduktionen eine weitere Stärkung der Profitabilität. Zudem werde der Markteintritt der Business Line Media in weitere Länder geprüft, um die Position der Gruppe im Bereich Bewegtbild auszubauen. (SDA)
 

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