Station: Akris im neuen Kleid

Das Schweizer Fashion-Label Akris hat eine neue Website. Station bekam den Auftrag für den technischen Neubau der Website.

Dabei wurde die Website auf Drupal und der Shop auf Magento gebaut und dem Kunden dadurch die eigenständige Bewirtschaftung der ganzen Seite ermöglicht. Im gleichen Zug wurde sie bis auf Tabletgrösse optimiert, die Navigation leicht überarbeitet und das Design leicht angepasst.

Verantwortlich bei Akris: Peter Kriemler, Thomas Käser, Rachel Rohner (Gesamtverantwortung), Thomas Käser, Rachel Rohner (Projektleitung), King and Partners, New York (Design). Verantwortlich bei Station, Zürich: Patman (Creative Director), Patrick Stoll ) Beratung), Thomas Bestvina (Projektleitung), Mike Fischer (Design), Osiris Roost (Technische Leitung), Luisa Low Pew, Günisigi Balaban (Entwicklung), Annina Berweger, Fabienne Haltinner (Projektmitarbeit).
 

Zu guter Letzt: Wenn Haushaltsgeräte sprechen lernen

Nach dem sprechenden Staubsauger will der japanische Technologiekonzern Sharp weitere elektronische Haushaltsgeräte auf den Markt bringen. Diese können mit ihrem Nutzer kommunizieren.

Ab August werden schrittweise sprechende Kühlschranke, Backöfen, Luftreiniger, Klimaanlagen und Waschmaschinen in den Handel kommen. Dies teilte das Unternehmen am Dienstag gemäss SDA mit. So soll der Kühlschrank den Nutzer etwa dazu auffodern können, die Verfallsdaten der Lebensmittel zu prüfen. Ausserdem würden die Geräte ihre eigene Abnutzung erkennen und dazu auffordern, gewartet zu werden. Und zur Freude aller Technick-Unbegabten sollen die sprechenden Geräte auch noch dem Besitzer ihre Handhabung erklären können.

Bis zu einem gewissen Grad ist das iPhone-Benutzern bereits bekannt, man denke an Siri. Auch Sharp hat bereits einen kleinen Sprechenden Roboter auf den Markt gebracht: Der Staubsauger namens «Cocorobo» plaudert mit seinem Besitzer und soll ihm auf diese Weise die Hausarbeit erleichtern. Denn welcher Arbeitstätige wird nicht gerne auch zuhause noch mit lästigem Small-Talk überhäuft? – Und das von einem Haushaltsgerät…

//www.youtube.com/watch?v=QtvzGD58c-c

Elektronische Geräte würden immer komplexer, erklärte Sharp gemäss SDA. Es gehe darum, «den Geräten eine Seele zu geben, um sich zu amüsieren und die Kunden zu überraschen». Wer jetzt denkt, dass man einem Staubsauger noch lange keine Seele zuschreiben kann, nur weil er «Guten Morgen» und «Putz das Zimmer» sagen kann, sei gewarnt. Denn die Sharp-Geräte lernen sprechen: Die Technologie «Cocoro» (auf Japanisch «Seele») soll es den Geräten laut SDA nicht nur ermöglichen, Wörter zu bilden, sondern auch Wörter zu erkennen. Und wenn man sie ans Internet anschliesst, sollen die Apparate gar neue Begriffe aufnehmen.

Und solange man die Geräte nicht nass werden lässt, nicht nach Mitternacht füttert und nicht dem Sonnenlicht aussetzt, bleiben sie ungefährliche, plappernde Haushaltsgeräte, die dem Besitzer spätestens nach einem Monat unsäglich auf die Nerven gehen.

gremlin1
gremlin2

TV 2.0 Summit 2013: «Bleibt alles anders?!»

Zur dritten Austragung des TV 2.0 Summit treffen sich wiederum Experten der nationalen und internationalen Medien- und Werbe-Branche in Zürich. Höhepunkte sind die Referate von Volker Herres, Programmdirektor ARD, und Daniel Heaf, Chief Digital Officer von BBC Worldwide.

Nach zwei restlos ausverkauften Veranstaltungen in den Jahren 2011 und 2012 findet der Branchenanlass dieses Jahr neu im grösseren Kaufleuten-Klubsaal statt. Thema der diesjährigen Ausgabe ist «Bleibt alles anders?!». Lanciert wird die diesjährige Debatte zur Zukunft des Mediums Fernsehen von Volker Herres. Der Journalist und Moderator des «ARD-Presseclub» ist seit 2008 Programmdirektor des ARD-Gemeinschaftsprogramms «Das Erste». Weitere Referentinnen und Referenten unter anderem von BBC Worldwide, Endemol, European Broadcasting Union (EBU), Frankfurter Allgemeine Zeitung oder Youtube sind bestätigt. Moderiert wird der Anlass von Andrea Vetsch, Schweizer Radio und Fernsehen.

Weitere Informationen zum Programm sowie die Anmeldung sind auf Tv2summit.ch zu finden. Die Ticketzahl ist beschränkt.

 

Neuer Geschäftsführer von Ringier Print

Kurt Hegele, Leiter Zeitungsproduktion der Ringier Print Adligenswil, wird neuer Geschäftsführer des Unternehmens. Hegele übernimmt per 9. Juli 2013 von Vlada Mihailovic, der sein Mandat aus persönlichen Gründen abgibt.

Kurt Hegele ist seit 1977 bei Ringier Print tätig. Er war Teamleiter Unterhalt Anlagen, Fachbereichsleiter Weiterverarbeitung und als Projektleiter Mitteilung massgeblich am Ausbau der Zeitungsdruckerei beteiligt, wie Ringier in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt. Ab 1995 war er Fachbereichsleiter Avor/Logistik und seit 2003 als Leiter Zeitungsproduktion verantwortlich für 200 Mitarbeitende. Hegele übernimmt die Geschäftsführung des Unternehmens per 9. Juli 2013.

Sein Vorgänger, Vlada Mihailovic, gibt das Mandat aus persönlichen Gründen ab, wie Ringier in der Mitteilung weiter schreibt.

Bei Ringier Print Adligenswil arbeiten 280 Personen. Sie produzieren über 60 Tages- , Wochen-, Fach- und Verbandszeitungen sowie Werbebeilagen und Kundenzeitungen.

Neue Leiterin Marketing-Kommunikation bei der Migros Bank

Annette Boutellier hat die Leitung der Marketing-Kommunikation der Migros Bank übernommen. In dieser Funktion ist sie zuständig für Werbung und Direktmarketing.

Annette Boutellier trat ihre Stelle per Anfang Juni 2013 an. Zuvor war sie während 13 Jahren in verschiedenen Funktionen für IBM tätig. Unter anderem führte sie in Dublin ein Verkaufsteam im Sales & Marketing Centre von Ibm.com. Zuletzt leitete sie während fünf Jahren den Bereich Demand Programs und Integrated Marketing Communications bei IBM Schweiz. Annette Boutellier verfügt über ein MBA des britischen Henley Management College. Sie war zudem als Beraterin in mehreren Werbeagenturen tätig.

 

Ogilvy bewirbt «Die Geburt einer Legende»

Für die Bewerbung des Jaguar F-Type hatOgilvy Zürich ein breites Spektrum an relevanten Kommunikationskanälen genutzt. Die Agentur begleitete die Interessenten damit vom brennenden Verlangen bis zum Moment, an dem sie an der Reihe waren, den Wagen zu erfahren.

Die Kampagne ist in eine Pre-Launch-, eine Launch- und eine Post- Launch-Phase unterteilt. Sie läuft unter dem Motto «Der neue Jaguar F-Type war schon ein Legende, bevor er sein Debüt am Pariser Autosalon feierte.» In einer Pre-Launch-Phase, die vom letzten Oktober bis diesen April dauerte, nahm die Kommunikation die Sehnsucht nach dem neuen Jaguar-Sportwagen auf und setzte diese mit verschiedenen Mitteln um. Anzeigen, Plakate und TV-Spots, Sponsoringengagements sowie Mailings, Online-Massnahmen und eine eigens erstellte Microsite (F-type.ch) sollten das brennende Verlangen mit der Gründung eines F-Type Circle entfachten.

In der Launch-Phase (Mai bis Juni) und in der Post-Launch-Phase (Juni bis August) wird unmissverständlich dazu eingeladen, dem Verlangen nachzugeben und den F-Type selber zu erleben. Auch die Lancierung wird durch Anzeigen, Mailing und Online-Massnahmen unterstützt, flankiert von Radiospots und zielgruppenaffinen Events wie den «Test Drives» im Carlton Zürich und einem Showcase mit Markenbotschafter Philipp Fankhauser. Begleitet wurden diese Events unter anderem mit dem Hauptsponsoring des Schweizer Fussball Cup, des «Stars of Sounds» in Murten und Aarberg, dem «Live at Sunset» im Dolder Zürich und dem «Pret A Diner» in Zürich und Basel.

Verantwortlich bei Jaguar Land Rover Schweiz: Stephan Vögeli (Managing Director), Karin Held (Deputy Director Marketing, PR & Sponsoring), Christoph Brechtbühl (Communications Manager). Verantwortlich bei Ogilvy: Gaby Zimmerli (Gesamtverantwortung), Claudia Sigg (Beratung), Thomas Bolliger (CD), Tino Heuter (AD), Marcel Elsener (Text), Sascha Isenschmid (DTP).

jag1
jag2
jag3

 

Maxomedia: Neue mobile Website für Teletext

Sportergebnisse, News, Infos zum Flugverkehr, zum Wetter und zu den Finanzen lassen sich ab sofort auch unterwegs auf der mobilen Website im klassischen Teletext-Design abrufen. Maxomedia zeichnet für den Auftritt verantworlich.

Maxomedia hat die mobile Website von Teletext einem kompletten Re-Design unterzogen. Ziel war es laut Mitteilung, den Usern das Teletext-Erlebnis im altbekannten und beliebten Black-Teletext-Design nicht nur vor dem TV oder am Computer, sondern auch kostenfrei auf dem Handy zu ermöglichen. Was bisher nur mit Hilfe der iOS-App möglich war, wird nun durch die mobile Website für alle Betriebssysteme möglich.

Die mobile Website bildet den Teletext der Sender SRF 1, SRF zwei, SRF info, RTS Un, RTS Deux, RSI LA 1 und RSI LA 2 ab. Zudem ist es neu möglich, sich schnell durch die Teletext-Seiten zu swipen. Maxomedia war für das Design und die komplette Frontend-Umsetzung der neuen mobilen Website verantwortlich.

teletext_imageslider-1b
teletext_imageslider-2
teletext_imageslider-3

Tamedia glaubt an Print und ans Geschäft mit dem Journalismus

In den nächsten drei Jahren will Tamedia 34 Millionen im Printbereich einsparen. Doch weshalb gerade so viel? Gefährdet der Konzern damit nicht sein Kerngeschäft? Über diese Fragen sprach die Werbewoche mit Tamedia-CEO Christoph Tonini.

Dabei kam der Tamedia-Chef auch auf den angeblich geplanten Tausch mit Ringier (Le Matin gegen Le-Temps-Anteil) zu sprechen. Und auch auf das jüngste Engagement bei Starticket (Werbewoche.ch berichtete).

WW: Tamedias Umsatz 2012 sank gemessen am Rekordjahr 2011 um 6 Prozent, der Gewinn belief sich aber auf 152 Millionen Franken. Trotzdem nannten Sie und Verleger Pietro Supino das Jahr 2012 «enttäuschend » und «unbefriedigend». Weshalb?
Christoph Tonini: Enttäuschend? Nein, wir sagten, das Ergebnis sei in einem schwierigen Umfeld ansprechend. Aber wenn Umsatz und Gewinn rückläufig sind, muss uns das zu denken geben. Zudem sind im Gewinn einmalige, ausserordentliche Effekte enthalten. Der operative Gewinn fiel fast 40 Millionen Franken tiefer aus, was natürlich nicht erfreulich ist.
 
Jetzt planen Sie in den nächsten drei Jahren Einsparungen von insgesamt 34 Millionen Franken. Weshalb?
Wir stellen fest, dass nicht mehr nur die Rubrikenanzeigen, sondern auch die klassische Zeitungswerbung ins Netz abwandern. Das ist eine strukturelle, keine konjunkturelle Entwicklung. Zeichnet man sie weiter, müssen unsere Printmedien bis in drei Jahren auf ein Kostenniveau kommen, das um 34 Millionen tiefer ist als heute, wenn wir weiterhin von einem profitablen Geschäft sprechen wollen. Vieles deutet zudem darauf hin, dass sich der Strukturwandel noch akzentuieren könnte.
 
Wie kommen Sie auf diese Zahl?
Das Sparziel über drei Jahre entspricht in der Summe etwa 3,6 Prozent unserer Gesamtkosten von 849 Millionen Franken. Tamedia will de facto 1,2 Prozent pro Jahr einsparen. Bezogen auf unseren Printsektor, zu dem auch Druckereien und Vertrieb gehören, sind es insgesamt 6 Prozent, pro Jahr also 2 Prozent, obwohl hier die jährlichen Umsatzrückgänge bei 5 Prozent liegen. Angesichts dessen müssen 2 Prozent Einsparungen pro Jahr einfach drinliegen.
 
Es könnte also noch schlimmer kommen?
Ja. Dann müssen wir unsere Ziele weiter anpassen.
 
Als ein erster Schritt wird ein Tausch zwischen Tamedia und Ringier vermutet: Sie treten Ringier den defizitären Matin ab (angeblich ohne Matin dimanche), im Gegenzug erhält Tamedia Ringiers Anteil bei Le Temps und damit dort die grosse Mehrheit. Wie konkret sind diese Pläne?
Le Matin hat in den letzten zehn Jahren regelmässig substanzielle Verluste in Millionenhöhe erwirtschaftet. Dank vielen grossen und kleinen Massnahmen ist es der Equipe des Matin immer wieder gelungen, die Verluste etwas einzudämmen. Aber im gleichen Zeitraum sind die Werbeerlöse noch stärker zurückgegangen, seit 2000 um mehr als zwei Drittel. Und eine Trendwende ist leider nicht absehbar. Es wäre verantwortungslos, in dieser Situation nicht alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, die helfen, den Matin aus der Verlustzone zu führen und die Zukunft dieser grossartigen Zeitung zu sichern. Mit wem wir dabei über welche Ideen sprechen, dazu möchte ich mich jedoch nicht äussern.
 
Zurück zu den Sparmassnahmen: Tamedia gestand ein, diese «ungeschickt» kommuniziert zu haben. Kann man denn Einsparungen von 34 Millionen trotz Riesengewinn auch geschickt kommunizieren?
Das erste Ungeschickte: Wir sprachen nur von Einsparungen, dabei suchen wir auch nach Verbesserungen auf der Erlösseite. Natürlich im Wissen, dass wir nicht in einen Wachstumsmarkt zurück finden. Zweitens kommunizierten wir die Massnahmen zufällig am Abend nach unserer Bilanzmedienkonferenz. Dadurch standen die 34 Millionen Einsparungen direkt dem Gewinn von 152 Millionen gegenüber, obwohl der Gewinn wie gesagt eigentlich tiefer ist. Ein weiterer Punkt: Offensichtlich gelang es uns nicht, im Vorfeld das Kader in die Gesamtüberlegungen einzubeziehen und den berechneten Wert von 34 Millionen als das zu vermitteln, was er ist: ein Ziel, das wir uns gemeinsam setzen. Stattdessen wurde die Zahl als Befehl wahrgenommen, und einzelne Mitarbeitende argwöhnten, wir hätten die konkreten Projekte schon in der Schublade. Das ist aber nicht der Fall. Wir wollten aufzeigen, dass wir am Anfang eines Prozesses stehen.
 
Der Protest in der Westschweiz fiel wesentlich schärfer aus als in der Deutschschweiz. Waren Sie überrascht?
Ja, wir haben nicht mit dieser Reaktion gerechnet. Denn unser Ergebnisziel ist nur eines von mehreren Zielen. Wir wollen die Nachhaltigkeit unserer Medien sichern, die Pressevielfalt – gerade auch in der Romandie – erhalten und natürlich wirtschaftlich erfolgreich sein. Jede einzelne Massnahme wird vor dem Hintergrund aller dieser Ziele beurteilt werden.
 
Print, Publizistik und Qualitätsjournalismus seien die Kernbereiche von Tamedia, wurde immer wieder gesagt. Doch Investitionen in den Kernbereich bleiben aus. Im Gegenteil, ausgerechnet hier wird abgebaut.
Halt! In den letzten zehn Jahren gab es wohl kein anderes Schweizer Unternehmen, das so viel in dieses Kerngeschäft investiert hat: Denken Sie nur an die Zusammenschlüsse mit Espace Media oder Edipresse Suisse und den Kauf der Zürcher Regionalzeitungen – alles Investitionen in Publizistik, in Zeitungen. Hinzu kommt der Ausbau des Online-Journalismus. Tamedia glaubt also an Print und ans Geschäft mit dem Journalismus.
 
In den letzten zwei Jahren investierten Sie aber vor allem in Search.ch, Jobs.ch und neu auch in Starticket – alles Portale ohne publizistische Inhalte.
Tatsächlich handelt es sich hier nicht um Investitionen in publizistische Medien. Aber ins Rubrikengeschäft, das ursprünglich unser Kerngeschäft war. Insofern ist die Investition in Jobs.ch oder Search.ch für uns eine Investition in die Zukunft: Wandert die Werbung weiterhin Richtung Online ab, profitieren nicht einfach medienferne Anbieter aus dem Ausland, sondern wir als Schweizer Mediengruppe. Dasselbe gilt für Homegate.ch und Starticket. So können wir die wirtschaftliche Situation des Unternehmens stabilisieren.
 
Steht denn das, was Sie dereinst durch Homegate, Jobs, Search oder Starticket einnehmen, wieder den publizistischen Marken zur Verfügung? Oder sind diese Portale bloss Geldmaschinen im Dienst der Aktionäre?
Das Geld, das wir verdienen – egal, wo –, investieren wir jeweils dort, wo künftig nachhaltige Geschäfte entstehen können. Das Online-News-Geschäft haben wir grossteils mit den laufenden Gewinnen der Zeitungen finanziert: Der Gewinn der Pendlerzeitung 20 Minuten wurde reinvestiert in den Ausbau von 20 Minuten Online. Das macht aber nur so lange Sinn, wie diese Medien weiter wachsen und die Investitionen Aussicht auf Erfolg haben. Unter dieser Voraussetzung werden wir auch ihn Zukunft in Newssites und in Journalismus investieren. Wir glauben zum Beispiel, dass der Weg bei den Regionalzeitungen über ein Bezahlmodell führt, kombiniert mit einer Finanzierung durch Werbung. Darum investieren wir hier. Falls dieses Modell funktioniert, werden wir noch mehr investieren.
 
Dennoch wäre es doch konsequent, das Geld, das Sie mit den Online-Rubriken verdienen, den Medienmarken, die die Rubriken verloren haben, zurückzugeben.
Nein, die beiden GeschäftsmodelIe haben sich vollständig entkoppelt. Vor allem aber benötigen auch die Rubrikenportale erhebliche Investitionen, beispielsweise in die Technik, um zukunftstauglich zu bleiben. In diesen Geschäften müssen die Renditen hoch sein, denn wir wissen nie, wie nachhaltig sie sind.
 
2012 ist Tamedias digitaler Umsatz um 2,7 Prozent auf 148,2 Millionen Franken gewachsen, er machte 13 Prozent des Konzernumsatzes aus. Wie hoch war denn der Gewinnanteil?
Online wies 2012 einen Verlust aus.
 
Dann ist es umso dramatischer: Was Print verliert, kann nicht annähernd von Online aufgefangen werden, umso weniger, als die mobile Kommunikation nicht lukrativ kommerzialisierbar ist. Ihren Medienmarken geht also über kurz oder lang das Geld aus. Wird Tamedia somit in 10 bis 15 Jahren überhaupt noch publizistisch tätig sein?
Diese Frage hätten Sie auch schon vor zehn Jahren stellen können. Denn seither hat der Tages-Anzeiger wegen der rückläufigen Stellenanzeigen in Print über 300 Millionen Franken Umsatz verloren. Es dürfte ihn heute eigentlich gar nicht mehr geben. Aber uns ist es parallel dazu gelungen, in der Redaktion, der Druckerei, der Distribution und mittels Kooperationen viel effizienter zu werden. Deshalb erscheint der Tages-Anzeiger weiterhin jeden Tag und erreicht als Zeitung und Newsportal mehr Menschen als jemals zuvor. Weil wir das geschafft haben, habe ich für die Zukunft keine Angst.
 
Themawechsel: Am Montag gaben Sie die Übernahme von Starticket bekannt. Geht Tamedia damit auch den Weg von Ringier und wird zum Unterhaltungsunternehmen?
Nein, 20 Minuten und Starticket bieten bereits seit 2010 gemeinsam Tickets an und arbeiten bei Veranstaltungshinweisen zusammen. Zudem schliesst vermutlich niemand in der Schweiz mehr Medienpartnerschaften ab als unsere Medien. Die Beteiligung an Starticket ist deshalb ein logischer nächster Schritt, zumal Starticket im Netz mit Print@home unglaublich stark ist und wir unsere Digital-Aktivitäten weiter ausbauen wollen.»
 
Unternehmerisch mag das sinnvoll sein, aber leidet nicht wie bei Ringier die publizistische Glaubwürdigkeit?
Nein, unsere Redaktionen werden weiterhin über alle Veranstaltungen berichten, die sie interessant finden. 20 Minuten berichtete am Wochenende ausführlich über das Rihanna-Konzert in Zürich, obwohl niemand aus unserer Mediengruppe Medienpartner war. Alles andere wäre auch unvernünftig. Die Kunden unserer Redaktionen sind die Leser, nicht die Ticketvermarkter.
 
Ein weiterer Vergleich mit Ringier: Deren Online- Umsatzanteil beträgt 18 Prozent, und er erhöhte sich 2012 um 29 Prozent. Warum sind es bei Ringier so viel mehr als bei Tamedia?
Ich kenne die Zahlen von Ringier nicht im Detail. Aber so kurzfristig betrachtet ist der Vergleich schwierig. Zudem wollen wir nicht primär höhere Umsätze erreichen, sondern mehr Gewinn. Klar ist aber, dass Ringier eine grössere Investition in ein führendes polnisches Portal tätigte. Das gab einen Schub. Wir hingegen schlossen im vergangenen Jahr Aktivitäten wie Scoup.ch oder stiessen Swissfriends. ch ab. Zudem entwickelten sich die bestehenden Medien, besonders die Newssites, nicht entsprechend unseren Erwartungen. Die neuen Akquisitionen hingegen werden sich erst 2013 auf das Ergebnis auswirken, wir werden massiv wachsen. Auch haben wir eine Reihe digitaler Angebote, die wir jetzt noch nicht konsolidieren können, bei denen wir aber in den nächsten Jahren eine Mehrheitsposition übernehmen werden, so bei Doodle.
 
Ihre Online-Geschäfte sind wohl auch personalintensiver als jene von Ringier?
Ja, wir betreiben mehrere Newssites, Ringier ausschliesslich Blick.ch. Klar ist aber auch, dass eine Newssite nie die Marge einer Rubriken- Site erreichen wird. Das darf aber auch nicht die Erwartung sein.
 
Bei der Kommerzialisierung der mobilen Nutzung happerts. Aber warum leidet Tamedia hier stärker als beispielsweise Ringier?
Weil unser mobiler Traffic bedeutend grösser ist als jener von Ringier. Bei 20 Minuten sind mittlerweile über 60 Prozent der Zugriffe mobil, entsprechend wirkt es sich auch stärker aus, wenn wir unsere Ziele für die Kommerzialisierung der mobilen Nutzung nicht erreichen.
 
Was unternimmt Tamedia?
So wie wir früher Online-Verkaufsteams aufstellten, schicken wir jetzt auch spezielle Mobile-Verkaufsteams los: Denn eine neue Werbeform benötigt auch eine andere Kundenbetreuung. Wir haben zudem mit SBB und Migros erste Test Cases durchgeführt, um zu zeigen, dass Mobilwerbung funktioniert. Die Ergebnisse sind vielversprechend. Klar, wir kommen noch lange nicht auf dieselbe Kommerzialisierung wie bei Desktop-Computern, aber Steigerungen von 50 Prozent, von einem tiefem Niveau aus, geben Anlass zur Hoffnung.   
 
Interview: Markus Knöpfli

printausgabe-tamedia

Hesskisssulzersutter: Noch mehr lebenslänglich

Rod wird Agentur der ZHAW School of Engineering

Die School of Engineering der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hat eine neue Agentur: Rod Kommunikation.

Rod entwickelt und gestaltet die neue Werbekampagne für das ehemalige «Tech» in Winterthur, das Bachelorstudiengänge in Aviatik, Elektrotechnik, Energie- und Umwelttechnik, Informatik, Maschinentechnik, Systemtechnik, Verkehrssysteme und Wirtschaftsingenieurwesen anbietet.

Rent a Rentner nun in der ganzen Schweiz präsent

Rent a Rentner hat vor sieben Wochen den Relaunch der neuen Webseite vollzogen. Nun können Rentner auch im Tessin und im Welschland gemietet werden.

Bislang war die Plattform, die «alte Säcke und alte Schachteln» vermittelt, nur in der deutschen Sprache präsent, wodurch die Zielgruppen mehrheitlich in der Deutschschweiz zu finden waren. Seit wenigen Tagen bietet die Plattform ihre Dienstleistungen in den drei Landesprachen deutsch, französisch und italienisch an und ist somit per sofort schweizweit präsent. Und kann sich so offiziell «nationale Vermittlung von alten Säcken und alten Schachteln» nennen, wie es in einer Mitteilung heisst.
 

The House Agency: Rioja-Kampange entwickelt

The House Agency entwickelte eine Kampagne zur Markteinführung des Rioja Monte Real Gran Reserva. Er wird exklusiv über Manor Food vertrieben.

Bodegas Riojanas steht für spanische Qualitätsweine aus den bekanntesten Weinregionen des Landes und ist seit über 120 Jahren ein Paradebeispiel für dynamische und innovative Weinkultur. The House Agency erhielt von der renommierten und traditionsreichen spanischen Bodegas Riojanas den Zuschlag für die Markteinführungskampagne des Monte Real Gran Reserva in der Schweiz.

Entstanden ist eine temperamentvolle Inszenierung, die rund um die Manor Food Filialen auf F12 & F200 Plakaten zu sehen war. Begleitend dazu wurde ein Radio-Konzept entwickelt, um der Handelspromotion in den entsprechenden Regionen zusätzliche Impulse zu geben. Die Kampagne war vom 20. Mai bis 3. Juni aktiv und sorgte laut Mitteilung für einen positiven Return on Investment (ROI).

Bodegas_F200-2

 

get_footer();