Advico Y&R: Frau Merkels Krisenrezepte

Die Sonntagszeitung engagiert sich auch dieses Jahr als Medienpartner der Orange-Cinemas in Zürich, Bern und Basel. Und wartet dazu mit einem neuen, von Advico Y&R und Markenfilm realisierten Film auf.

Diesmal werden die Kinobesucher Zeuge, wie Angela Merkel eben mal schnell nach Griechenland jettet, um Ministerpräsident Samaras ihre Pläne zur Genesung des griechischen Staatshaushaltes darzulegen. Der Spot ist Teil der Babuschka-Kampagne, die weltweit mehrfach ausgezeichnet wurde, wie es in einer Mitteilung heisst. Der Spot startet am 18. Juli im Orange Cinema Zürich und ist kurz darauf auch in Bern und Basel zu sehen.

Verantwortlich bei der Sonntagszeitung: Diego Quintarelli (Verlagsleitung), Thomas Frei (Werbeleitung), Nadia Stefanizzi (Projektleitung Kooperationen). Verantwortlich bei Advico Y&R (Member of Y&R Group Switzerland): Markus Gut (CCO), Martin Stulz, Dominik Oberwiler (CD), Martin Stulz (Text), Christoph Schwarz, Valeska Pfeil (Beratung). Verantwortlich bei Markenfilm: Wolfgang Weigl (Regie/Schnitt), Stefan Schorer (Produktion), UPP Praha (Postproduktion & Ton).
 

//www.youtube.com/watch?v=pIYCOb7p-6s

In eigener Sache: Sommerpause

Die Werbewoche verabschiedet sich in die Sommerpause. Ab 5. August 2013 finden Sie auf Werbewoche.ch wieder News aus der Kommunikations- und Medienbrache.

Das erste Newsmail haben Sie am 5. August in Ihrer Mailbox. Die nächste Ausgabe der gedruckten Werbewoche erscheint am 16. August 2013.

Wir danken Ihnen für Ihre Treue und wünschen Ihnen weiterhin sonnige Sommertage und – falls Sie haben – erholsame Ferien.

Die Werbewoche Online-Redaktion

Teaserbild: Keystone

Pusula: Mit dem Kompass auf Kurs

Turgut Karaboyun, Chefredaktor, und Mine Bardakci, Redaktorin, erklären im Gespräch mit Werbewoche-Chefredaktor Pierre C. Meier das Konzept einer neuen Zeitung, die in vier Sprachen mit Informationen über die Schweiz vor allem die Integration fördern will.

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WW: Wie kam es zur Idee von Pusula?
Turgut Karaboyun: Die ursprüngliche Idee einer Zeitung für die türkische Bevölkerung der Schweiz ist von mir. Seit 2007 erscheinen wir monatlich in einer Auflage von 20 000 Exemplaren, die kostenlos an unsere Abonnenten verschickt werden.  
 
Wenn man Ihr Programm «Unser oberstes Ziel ist die Integrationsförderung und das Näherbringen des Heimatlandes Schweiz. Wir wollen die türkische Bevölkerung informieren (…) über Themen wie Recht Ordnung, Gesundheit, Ausbildung und die Schweizer Geschichte sowie Staatskunde und Politik» liest, tönt das sehr «amtlich». Glauben Sie, dass das Bedürfnis bei der Leserschaft da ist für solche Informationen.
TK: Da bin ich mir 100% sicher. Die ausländische Bevölkerung in der Schweiz kennt die aktuellen Themen und Diskussionen, was Gesetz und Politik betrifft in der Schweiz nicht so gut. Sie können im Normalfall zu wenig Deutsch, um eine Schweizer Zeitung zu lesen. Nehmen Sie zum Beispiel meine Landsleute, die Türken. Seit 15 Jahren lebe ich in der Schweiz. In den ersten 3 Jahren habe ich gemerkt, dass meine Landsleute die Schweiz fast nicht kennen. Wenn es Fragen zu aktuellen Problemen gibt, dann fragt ein türkischer Mann seinen Kollegen. Was der sagt, ist dann richtig. So läuft es immer. Darum habe ich gedacht, es wäre nicht schlecht, eine Zeitung in türkischer Sprache zu haben, die die Leute über Schweizer Themen informiert. Wir haben dann sehr rasch mit Fachleuten und Fachjournalisten zusammengearbeitet. Wir wollten die Schweiz der hier ansässigen türkischen Bevölkerung näherbringen. Die Informationen, die wir ihnen liefern, sind für sie sehr wichtig.
 
Wer ist der typische Leser von Pusula?
TK: 85% unserer Leser sind zwischen 14 und 39 Jahre alt. 39% sind in der Altersklasse 14 bis 29 Jahre zu finden. Die Leser zwischen 14 und 29 Jahren haben tendenziell ein grösseres Interesse an deutschsprachigen Nachrichten oder sie lesen sogar Schweizer Zeitungen. Einfach deshalb, weil sie die deutsche Sprache besser beherrschen als ihre Eltern. In Zukunft möchten wir deshalb einen grösseren Anteil an deutschen Artikeln in der Zeitung haben. Im Moment haben wir nur sehr kurze Zusammenfassungen, die ursprünglich einen anderen Zweck hatten.
 
Welchen?
TK: Anfänglich wurden uns immer die gleichen Fragen gestellt: Wer steht hinter der Zeitung? Ist es eine Moschee oder sogar eine politische Organisation? Wenn wir mit Schweizer Werbeagenturen oder Kunden Kontakt aufnahmen, hiess es immer: «Die Zeitung sieht gut aus, aber wer ist im Hintergrund? » Die Leute dachten immer, Pusula sei eine politische Zeitung, weil sie ja den Inhalt nicht lesen konnten. Ich habe dann zusammen mit der Redaktion nach einer Lösung gesucht. So kam es zu diesen kurzen Zusammenfassungen auf Deutsch. Seitdem kommen diese Fragen nicht mehr auf. Die Kunden haben gemerkt, dass wir weder politisch noch religiös gefärbt sind, wir sind neutral. Das ist für uns sehr wichtig. In der türkischen Gesellschaft gibt es sehr unterschiedliche religiöse oder politische Haltungen. Für uns war also immer klar, dass wir von unserer Haltung her in der Mitte bleiben müssen. Gewissermassen als Nebeneffekt haben wir dann festgestellt, dass die jungen Türken diese deutschen Zusammenfassungen lesen und schätzen.
 
Wie wollten Sie Pusula weiterentwickeln?
Mit der Zeit merkte ich, dass wir als Pusula sehr klein für den Schweizer Markt sind. Ich habe mir gedacht, wenn wir eine Zeitung für verschiedene ausländische Gruppen in der Schweiz machen könnten, würden wir den Schweizer Markt besser abdecken und hätten dann auch mehr Wirkung. Seit drei Jahren möchte ich das realisieren. Ab diesem Jahr haben wir einen neuen Investor. Jetzt können wir das machen. In zwei Monaten starten wir.
 
Sie haben jetzt einen neuen Eigentümer?
TK: Bis 2013 war ich Geschäftsführer in meiner eigenen Firma. Anfang Jahr hat sich die Santander Estate AG als Investor an unserer Firma beteiligt. Ich bin jetzt Chefredaktor bei dieser Firma und CEO der Mediensparte.
 
Die Santander Estate AG ist doch ein Unternehmen mit Beteiligungen an Sportlerlizenzen im Bereich Fussball?
TK: Ja das ist richtig. Die Santander Estate AG ist eine Investmentfirma. Sie fanden die Idee super, eine viersprachige Wochenzeitung für ethnische Gruppen zu machen. Sie meinten, sie könnten dieses Projekt realisieren.
Mine Bardakci: … und investieren somit jetzt auch im Medienbereich.
 
Wem gehört die Santander Estate AG?
TK: Die Santander Estate AG ist eine Beteiligungsgesellschaft und besteht aus mehreren Aktionären. Die Führung besteht aus Murad Emmioglu und Bahadir Candan.
 
Ab September wird also alles anders. Was heisst das für das Konzept?
TK: Die Zeitschrift erscheint neu wöchentlich im Tabloid-Format in vier verschiedenen Sprachen: Türkisch, Albanisch, Serbisch und Portugiesisch. Die Gesamtauflage beträgt insgesamt 100 000 Exemplare, 25 000 pro Sprache.
 
Wie erfolgt die Verteilung der Zeitung?
TK: Die Zeitschrift wird weiterhin kostenlos sein und persönlich adressiert per Post verschickt werden.
 
Woher haben Sie die Adressen?
TK: Wir kaufen Adressen und wir haben sehr gute Kontakte mit Vereinen und verschiedenen Stiftungen, die uns ihre Adressen zur Verfügung stellen.
 
Wie wird die Zeitung heissen?
TK: Pusula heisst auf Deutsch Kompass. Ursprünglich wollten wir den Namen für alle Ausgaben verwenden. Davon sind wir aber abgekommen und haben uns entschieden, den Namen zu übersetzen: Kompas für die serbische Ausgabe, Busull für die albanische und Bussola für die portugiesische.
 
Werden die Themen der einzelnen Ausgaben unterschiedlich sein?
TK: Wir möchten jede Woche einen Umfang von 32 Seiten fahren. Die ersten 20 Seiten werden von unserer zentralen Fachredaktion gemacht. Diese Nachrichten möchten wir in die anderen Sprachen übersetzen. Da geht es um die Schweiz, da sind die Themen für alle Ausländer-Gruppen die gleichen. Die restlichen zwölf Seiten werden von den Journalisten der einzelnen Sprachausgaben gemacht und in den Themen der jeweiligen Nationalität angepasst.
 
In der jetzigen türkischen Ausgabe sind die Themen voll auf die Schweiz bezogen. Kann man eine Zeitung für eine Ausländergruppe in der Schweiz machen und das Heimatland gewissermassen ausblenden?
TK: Im Moment haben wir uns im Sinne der Integration auf die Schweiz fokussiert. Das hatte für uns die erste Priorität. Wenn wir damit Erfolg haben, schauen wir, wie wir unser Projekt verbreitern können. Eine Möglichkeit ist die Auswahl der Nachrichten. Auch Informationen aus der Heimat sollen dann stattfinden. Aber etwas gibt es zu bedenken. Für jede dieser Ausländer-Gruppen gibt es schon verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Ob die wirklich eine Konkurrenz sind für uns, weiss ich noch nicht. Im Bereich Schweizer Nachrichten sicher nicht, bei den Nachrichten aus dem Heimatland sicher schon.
 
Die Zeitung wird viersprachig erscheinen. Wo wird übersetzt?
TK: Die portugiesische Übersetzung erfolgt in Portugal und Brasilien, Albanisch und Serbisch passieren in der Türkei.
 
Gibt es für die einzelnen Sprachen jeweils einen verantwortlichen Redaktor?
TK: Im Moment haben wir Kontakte mit verschiedenen Journalisten. Bis August müssen wir uns entschieden haben, wer für welche Sprache der verantwortliche Redaktor wird.
 
Je nach Ausländer-Gruppe gibt es wahrscheinlich unterschiedliche Informationsbedürfnisse. Werden sich vielleicht in Zukunft die vier Ausgaben auch im «Schweizer Teil» stärker unterscheiden?
MB: Wir beginnen jetzt mal mit Übersetzungen eines gemeinsamen Teils. Wir sind sehr offen für Rückmeldungen unserer Leser und auch der verantwortlichen Redaktoren. Wenn es ein Bedürfnis gibt, dass zum Beispiel der portugiesische Teil der Leserschaft an anderen Nachrichten über das Leben in der Schweiz interessiert ist, werden wir mit freien Journalisten über diese aktuellen Dinge berichten können. Es ist klar, wir müssen uns den Bedürfnissen der einzelnen ethnischen Gruppen anpassen. Mit der Zeit wird sich das einspielen.
TK: Die ersten sechs Monate sind für uns sehr wichtig. Wir sind gespannt, aber auch angewiesen auf die Rückmeldungen unserer Leserschaft.
 
 
Gibt es eine Zusammenarbeit mit den verschiedenen Integrationsstellen des Bundes oder der Gemeinden?
TK: In Zukunft müssen wir unbedingt mit den Integrationsämtern zusammenarbeiten, denn wir wollen unseren Lesern die besten Informationen und Nachrichten über die Schweiz geben.
 
Wurde das bis heute nicht gemacht?
TK: Heute haben wir bei der monatlichen türkischsprachigen Zeitung mit der Integrationsförderung Zürich zusammengearbeitet. Bei der geplanten wöchentlichen viersprachigen Zeitung sind die Bedürfnisse ganz anders. Die Zusammenarbeit sollte mit dem Bundesamt für Migration erfolgen. Wir müssen mit denen Kontakt aufnehmen. Bis jetzt ist das aber noch nicht geschehen.
 
Wo wird die Zeitung gedruckt?
TK: Seit drei Jahren arbeiten wir erfolgreich mit Ringier in Adligenswil zusammen. Das wird weiterhin so bleiben.
 
Wann starten Sie?
TK: Am 2. September werden wir im Briefkasten sein.
 
Wie viele Leute werden hier arbeiten?
TK: Diese Büros haben wir ganz neu gemietet. Platz hat es genug. Geplant sind 25– 30 Festangestellte.
 
Die Zielgruppen, die Sie ansprechen wollen, sind für die Werbung interessant. Wie sind die Reaktionen vom Werbemarkt?
TK: Im Moment haben wir sehr viele Kontakte mit Schweizer Kunden sowie Werbe- und Mediaagenturen. Es läuft sehr gut und wir erhalten viele sehr positive Rückmeldungen für unser Projekt.
 
Was kommt als Nächstes? Wie wichtig ist der Online-Bereich?
MB: Unsere neue Website ist in der Entwicklungsphase.
TK: Bis vor drei Monaten hatten wir ein richtiges Nachrichtenportal, in der jetzigen Umbauphase bieten wir nur die Zeitung als E‑Paper an. In Zukunft wird es wieder eine übliche News-Site einer Zeitung sein.
MB: Es wird eine Seite geben mit Nachrichten und redaktionellen Inhalten in verschiedenen Sprachen sowie unterschiedlichen Werbemöglichkeiten. Wenn die Site dann steht, werden wir auch auf den Social Media, d.h. Facebook und Twitter, aktiv werden. Für eine jüngere Zielgruppe gehört das einfach dazu.
 
Was ist noch geplant in Zukunft?
TK: Wenn wir mit der Zeitung erfolgreich sind, dann starten wir Fernsehen und Radio mit dem gleichen Konzept. Ich bin ja ursprünglich Radio-Journalist. Eine Ausweitung des Konzeptes interessiert mich also sehr. Am Anfang werden wir über das Internet empfangbar sein. Wenn wir erfolgreich sind, kriegen wir vielleicht mal eine Radiofrequenz (lacht). Geplant sind aber auch weitere Print- Ausgaben in anderen Sprachen. Wir denken hier an Tamilisch, evtl. auch an Englisch und Italienisch. Wir haben also noch sehr viel vor.
 
Planen Sie eine Einführungswerbung?
TK: Momentan geplant ist Plakatwerbung. Vielleicht in einer späteren Phase dann noch Radiowerbung.
 
Interview & Foto: Pierre C. Meier

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Die Titelbilder der vier Ausgaben: Türkisch, Albanisch, Portugiesisch und Albanisch.

Ein Artikel aus der aktuellen Printausgabe der Werbewoche.
 

TBWA kreiert Kampagnenmix für Frxsh

TBWA\Zürich hat für den Mixer Frxsh einen Online Kampagnenmix lanciert und greift dafür unter anderem auf Sterneköche zurück.

Wenn man an Produktinnovationen denkt, wäre ein Mixer wohl eher auf den letzten Plätzen zu finden. Genau das hat fünf Herren im besten Alter gereizt und zusammen mit regionalen Partnern haben sie Frxsh entwickelt. Damit haben sie einen Drinkmixer auf den Markt gebracht, der mit seinem Handling und den hochwertigen Komponenten auch gleich in Sterneküchen seinen fixen Platz gefunden hat.

Als Frxsh-Partner der ersten Stunde betreute TBWA\Zürich die Entwickler bereits von der Namensfindung über das Packaging bis zur Corporate Identity (Werbewoche.ch berichtete). Dementsprechend kommt auch die aktuelle Kampagne von TBWA\Zürich und beinhaltet neben einer umfassenden Website mit Shop auch ein Advertorial und Online Banner in der NZZ Onlineausgabe. Als Testimonials konnten die Sterneköche Tanja Grandits vom Restaurant Stucki in Basel und Stefan Meier vom Rathauskeller in Zug gewonnen werden. Die Werbemittel sind noch bis Ende Juli im Einsatz.

Verantwortlich bei Frxsh: Rudolf Räber (VR). Verantwortlich bei TBWA\Zürich: Frederick Rossmann, Marcel Vogt, Tizian Walti, Martin Schmidlin, Barney Rees, Laura Haas, Chan I. Au, (Kreation), Matthias Kiess, Edith Swiezy, Mariko Thölen (Beratung).

Frxsh-Banner-Zusammenstellung
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Rezepte
Shop

 

Radiohörer bleiben ihren Sendern treu

In der Deutschschweiz haben im ersten Halbjahr 2013 mehr Leute Radio gehört, aber weniger lang. Im Rest der Schweiz sind Reichweite und Nutzung leicht gesunken, wie Publica Data und Mediapulse am Freitag mitteilten. Die Marktanteile blieben weitgehend stabil.

An einem durchschnittlichen Tag hatten in der deutschen Schweiz 89,1 Prozent der Bevölkerung über 15 Jahre das Radio während 123,7 Minuten eingeschaltet. Im zweiten Semester 2012 waren es 88,5 Prozent und die durchschnittliche Hördauer lag bei 125,5 Minuten pro Tag. Erneut mussten die SRG-Sender einen leichten Rückgang des Marktanteils von 65,5 auf 64,9 Prozent hinnehmen. Meist gehörter Sender bleibt SRF1, dessen Marktanteil von 33,0 auf 32,7 Prozent sank. Zulegen konnten dagegen SRF Musikwelle von 5,2 auf 5,8 Prozent und Radio Swiss Pop von 1,4 auf 1,7 Prozent.

Die Privatradios konnten ihren Anteil von 30,1 auf 30,4 Prozent leicht ausbauen. Spitzenreiter Radio 24 aus Zürich büsste einen Teil seiner Hörer und Marktanteile ein (von 3,1 auf 2,9 Prozent). Zulegen konnte FM1 von 1,8 auf 2,2 Prozent.

In der Romandie hörten täglich 85,5 Prozent der Bevölkerung rund 105 Minuten Radio. Die SRG-Programme verzeichneten hier einen Marktanteil von 65,8 Prozent (Vorjahr: 66,4 Prozent). In der italienischen Schweiz erreichte das Medium Radio 88,4 Prozent der Bevölkerung, die Nutzung lag bei 116,3 Minuten pro Tag. Auch hier büssten die SRG-Programme Marktanteile ein und zwar von 82,5 auf 81 Prozent.

Auf den 1. Januar 2013 wurde die Messmethode leicht verändert. Bei der Interpretation der Unterschiede zum Vorjahressemester sei dies zu beachten, ein Vergleich sei trotzdem zulässig, sagte ein Sprecher von Mediapulse. Alle Sender seien von der neuen Methode betroffen, die Auswirkungen spürten einige mehr, andere weniger. (SDA)

Dominique Locher neuer CEO von Leshop.ch

Dominique Locher wird neuer CEO der Migros-Tochter Leshop.ch. Chief Operations Officer (COO) an seiner Seite wird Sacha Herrmann. Das neue Führungsduo tritt per Oktober die Nachfolge des abtretenden Mitgründers Christian Wanner an.

Zwei langjährige Leshop.ch-Manager rücken an die Spitze der Migros-Tochter: Marketing- und Verkaufsdirektor Dominique Locher führt als neuer CEO das Management. Finanzdirektor und Personalleiter Sacha Herrmann führt als COO zusätzlich zu seinem bisherigen Aufgabenbereich neu die Bereiche Logistik und IT. Die Migros hat sich damit für eine interne Nachfolge entschieden, wie es in einer Mitteilung heisst. Ernst Dieter Berninghaus, Leiter Departement Handel des Migros-Genossenschafts-Bundes und Verwaltungsratspräsident von Leshop.ch, sagt: «Mit Dominique Locher haben wir eine ausgeprägte Unternehmerpersönlichkeit aus eigenen Reihen als CEO von LeShop.ch gewinnen können. Gemeinsam mit Sacha Herrmann wird er LeShop.ch weiterhin als Markt– und Innovationsführer im Online-Lebensmittelhandel der Schweiz positionieren.»

Kontinuität im Leshop.ch-Management

Dominique Locher stieg bereits im August 2000 bei Leshop.ch ein. Er prägte als Marketing- und Verkaufsdirektor die Sortiments- und Preisgestaltung, leitete PR und Kundenkommunikation und pflegte die Kontakte zu den Herstellern von Markenartikeln. Gemeinsam mit Christian Wanner und Sacha Herrmann trieb er wichtige Innovationen voran. Dazu gehören die neuen Abholkonzepte Drive und Rail und der preisgekrönte iPad-Shop. Zur Zukunft sagt er: «Wir und unsere Wettbewerber schöpfen heute erst rund einen Fünftel des potenziellen Umsatzes aus, der mit Lebensmitteln in der Schweiz online erwirtschaftet werden kann. Wir wollen weiter wachsen und investieren, um das Einkaufen unabhängig von Zeit und Ort zu machen. Mobile, Usability und Convenience stehen dabei im Vordergrund.» Dominique Locher ist Betriebswirt (lic.oec.HSG) und arbeitete vor seiner Leshop.ch-Zeit für Nestlé im In- und Ausland. Er ist verheiratet und Vater zweier Kinder.

Sacha Herrmann prägte LeShop.ch seit 2004 als Finanzdirektor und Personalleiter, zudem verantwortete er die Distribution. Vorher arbeitete der diplomierte Wirtschaftsprüfer und Master in Unternehmensverwaltung als Revisor und Berater bei Arthur Andersen.

Dominique Locher und Sacha Herrmann führen Leshop.ch im vierköpfigen Management-Team zusammen mit Nicolas Soussan als Logistik-Leiter und Ivan Torreblanca als IT-Direktor.

Magische Kinderwelt am Kiosk

Boost, die internationale Full-Service-Agentur im Bereich Marketing & Sales, hat dieses Wochenende am Züri Fäscht eine neue Sammelkampagne für Valora lanciert.

Diesen Sommer startet die von Kindern und Fans bereits weltweit ungeduldig erwartete Fortsetzung der tollpatschigen Kinoabenteuer von Schlumpfine, Clumsy und Co.: «Die Schlümpfe 2». Der Film von Sony Pictures wird am 28. Juli in Form des «Global Premiere Day» weltweit lanciert und ab dem 31. Juli in den Schweizer Kinos zu sehen sein. In der Schweiz wird die grosse Werbemaschinerie bereits zwei Tage vor dem Kinostart in Gang gesetzt. Ab dem 29. Juli bis Ende September sind Murmeln mit den Konterfeis der Schlumpf-Familie sowie die dazu passenden Sammelkoffer, Sammelbeutel und anderes bei den K-Kiosk-, Avec.- und Press- &-Books-Verkaufsstellen der Valora erhältlich. Entwickelt wurde die Promotion im Zusammenspiel der beiden Boost Units Shopper Marketing und Collectibles Promotions.

Bereits am Züri Fäscht wurde der Kick-off für die Sammelaktion lanciert. Ein Riesenschlumpf zog am vergangenen Wochenende auf der Züricher Rentenwiese die Aufmerksamkeit auf sich und lud die Neugierigen in den Valora-Dom ein. Hier konnten Gross und Klein mit blauen Murmeln spielen und zahlreiche Prämien sowie Gutscheine gewinnen. Mit dieser dreitägigen Eröffnung schuf Boost eine markengerechte, interaktive Erlebniswelt zur neuen Valora-Sammelpromotion «Murmelmagic». Die Promotion, zeitgleich mit dem Film «Die Schlümpfe 2», macht das Murmelspiel zur Hauptattraktion: mit gigantischen Murmelbahnen, Murmelpots, einem Glücksrad, Labyrinthen und einem Hindernis-Parcours.

Collectibles Promotions sind neben Shopper- Marketing und Loyalty Programs eine Spezialität der Boost-Gruppe. Solche Aktionen laufen in der Regel über sechs bis acht Wochen. Ihre Kunden erhalten als Belohnung für ihren Einkauf attraktive Sammelartikel. Bei Valora handelt es sich um eine Murmel bei jedem Einfkauf im Wert von 10 Franken. «Sammelpromotionen haben eine positive und nachhaltige Wirkung auf das Markenimage und können in Kombination mit Shopper Activation und dem Einsatz sozialer Netzwerke einen grossen Hype auslösen», weiss Alban Haas, Director Client Service bei Boost.

Das Unternehmen führt solche Kampagnen weltweit für internationale Retailer und Hersteller von FMCGs durch. Auch für die Schweizerische Post ist soeben eine Aktion von Boost erfolgreich über die Schalter gegangen. Mit der Sammelpromotion «Abenteuer Zoo» sorgten insgesamt 120 Tiere für Spass und auch Wissen. Boost entwickelte diese Sammelpromotion in Zusammenarbeit mit dem Zoo de Servion, dem Tierpark Dählhölzli Bern, dem Tierpark Goldau und dem Zoo Zürich. Bei der aktuellen Promotion mit den Schlümpfen ist seitens Boost Shopper Marketing Nicole Steiner, Client Service Manager, zusammen mit Alban Haas für das Projekt verantwortlich sowie bei Boost Collectibles Stefan Lindt und Meiko Hellfeier. Bei Valora wird die Kampagne von Jana Zimmermann, Leitung Marketing/Verkaufsförderung K Kiosk und P&B, betreut. Ausserdem wurden die Experten vom Filmverleih (Sony Pictures Schweiz) ins Projektteam einberufen, um entstehende Synergien zu nutzen.

Andreas Panzeri

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Schlumpfige Promotorinnen am Züri Fäscht

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Projektleiterin Nicole Steiner von Boost
 

Mit dem Kompass auf Kurs

Turgut Karaboyun, Chefredaktor, und Mine Bardakci, Redaktorin, erklären im Gespräch mit Werbewoche-Chefredaktor Pierre C. Meier das Konzept einer neuen Zeitung, die in vier Sprachen mit Informationen über die Schweiz vor allem die Integration fördern will.

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WW: Wie kam es zur Idee von Pusula?
Turgut Karaboyun: Die ursprüngliche Idee einer Zeitung für die türkische Bevölkerung der Schweiz ist von mir. Seit 2007 erscheinen wir monatlich in einer Auflage von 20 000 Exemplaren, die kostenlos an unsere Abonnenten verschickt werden.  
 
Wenn man Ihr Programm «Unser oberstes Ziel ist die Integrationsförderung und das Näherbringen des Heimatlandes Schweiz. Wir wollen die türkische Bevölkerung informieren (…) über Themen wie Recht Ordnung, Gesundheit, Ausbildung und die Schweizer Geschichte sowie Staatskunde und Politik» liest, tönt das sehr «amtlich». Glauben Sie, dass das Bedürfnis bei der Leserschaft da ist für solche Informationen.
TK: Da bin ich mir 100% sicher. Die ausländische Bevölkerung in der Schweiz kennt die aktuellen Themen und Diskussionen, was Gesetz und Politik betrifft in der Schweiz nicht so gut. Sie können im Normalfall zu wenig Deutsch, um eine Schweizer Zeitung zu lesen. Nehmen Sie zum Beispiel meine Landsleute, die Türken. Seit 15 Jahren lebe ich in der Schweiz. In den ersten 3 Jahren habe ich gemerkt, dass meine Landsleute die Schweiz fast nicht kennen. Wenn es Fragen zu aktuellen Problemen gibt, dann fragt ein türkischer Mann seinen Kollegen. Was der sagt, ist dann richtig. So läuft es immer. Darum habe ich gedacht, es wäre nicht schlecht, eine Zeitung in türkischer Sprache zu haben, die die Leute über Schweizer Themen informiert. Wir haben dann sehr rasch mit Fachleuten und Fachjournalisten zusammengearbeitet. Wir wollten die Schweiz der hier ansässigen türkischen Bevölkerung näherbringen. Die Informationen, die wir ihnen liefern, sind für sie sehr wichtig.
 
Wer ist der typische Leser von Pusula?
TK: 85% unserer Leser sind zwischen 14 und 39 Jahre alt. 39% sind in der Altersklasse 14 bis 29 Jahre zu finden. Die Leser zwischen 14 und 29 Jahren haben tendenziell ein grösseres Interesse an deutschsprachigen Nachrichten oder sie lesen sogar Schweizer Zeitungen. Einfach deshalb, weil sie die deutsche Sprache besser beherrschen als ihre Eltern. In Zukunft möchten wir deshalb einen grösseren Anteil an deutschen Artikeln in der Zeitung haben. Im Moment haben wir nur sehr kurze Zusammenfassungen, die ursprünglich einen anderen Zweck hatten.
 
Welchen?
TK: Anfänglich wurden uns immer die gleichen Fragen gestellt: Wer steht hinter der Zeitung? Ist es eine Moschee oder sogar eine politische Organisation? Wenn wir mit Schweizer Werbeagenturen oder Kunden Kontakt aufnahmen, hiess es immer: «Die Zeitung sieht gut aus, aber wer ist im Hintergrund? » Die Leute dachten immer, Pusula sei eine politische Zeitung, weil sie ja den Inhalt nicht lesen konnten. Ich habe dann zusammen mit der Redaktion nach einer Lösung gesucht. So kam es zu diesen kurzen Zusammenfassungen auf Deutsch. Seitdem kommen diese Fragen nicht mehr auf. Die Kunden haben gemerkt, dass wir weder politisch noch religiös gefärbt sind, wir sind neutral. Das ist für uns sehr wichtig. In der türkischen Gesellschaft gibt es sehr unterschiedliche religiöse oder politische Haltungen. Für uns war also immer klar, dass wir von unserer Haltung her in der Mitte bleiben müssen. Gewissermassen als Nebeneffekt haben wir dann festgestellt, dass die jungen Türken diese deutschen Zusammenfassungen lesen und schätzen.
 
Wie wollten Sie Pusula weiterentwickeln?
Mit der Zeit merkte ich, dass wir als Pusula sehr klein für den Schweizer Markt sind. Ich habe mir gedacht, wenn wir eine Zeitung für verschiedene ausländische Gruppen in der Schweiz machen könnten, würden wir den Schweizer Markt besser abdecken und hätten dann auch mehr Wirkung. Seit drei Jahren möchte ich das realisieren. Ab diesem Jahr haben wir einen neuen Investor. Jetzt können wir das machen. In zwei Monaten starten wir.
 
Sie haben jetzt einen neuen Eigentümer?
TK: Bis 2013 war ich Geschäftsführer in meiner eigenen Firma. Anfang Jahr hat sich die Santander Estate AG als Investor an unserer Firma beteiligt. Ich bin jetzt Chefredaktor bei dieser Firma und CEO der Mediensparte.
 
Die Santander Estate AG ist doch ein Unternehmen mit Beteiligungen an Sportlerlizenzen im Bereich Fussball?
TK: Ja das ist richtig. Die Santander Estate AG ist eine Investmentfirma. Sie fanden die Idee super, eine viersprachige Wochenzeitung für ethnische Gruppen zu machen. Sie meinten, sie könnten dieses Projekt realisieren.
Mine Bardakci: … und investieren somit jetzt auch im Medienbereich.
 
Wem gehört die Santander Estate AG?
TK: Die Santander Estate AG ist eine Beteiligungsgesellschaft und besteht aus mehreren Aktionären. Die Führung besteht aus Murad Emmioglu und Bahadir Candan.
 
Ab September wird also alles anders. Was heisst das für das Konzept?
TK: Die Zeitschrift erscheint neu wöchentlich im Tabloid-Format in vier verschiedenen Sprachen: Türkisch, Albanisch, Serbisch und Portugiesisch. Die Gesamtauflage beträgt insgesamt 100 000 Exemplare, 25 000 pro Sprache.
 
Wie erfolgt die Verteilung der Zeitung?
TK: Die Zeitschrift wird weiterhin kostenlos sein und persönlich adressiert per Post verschickt werden.
 
Woher haben Sie die Adressen?
TK: Wir kaufen Adressen und wir haben sehr gute Kontakte mit Vereinen und verschiedenen Stiftungen, die uns ihre Adressen zur Verfügung stellen.
 
Wie wird die Zeitung heissen?
TK: Pusula heisst auf Deutsch Kompass. Ursprünglich wollten wir den Namen für alle Ausgaben verwenden. Davon sind wir aber abgekommen und haben uns entschieden, den Namen zu übersetzen: Kompas für die serbische Ausgabe, Busull für die albanische und Bussola für die portugiesische.
 
Werden die Themen der einzelnen Ausgaben unterschiedlich sein?
TK: Wir möchten jede Woche einen Umfang von 32 Seiten fahren. Die ersten 20 Seiten werden von unserer zentralen Fachredaktion gemacht. Diese Nachrichten möchten wir in die anderen Sprachen übersetzen. Da geht es um die Schweiz, da sind die Themen für alle Ausländer-Gruppen die gleichen. Die restlichen zwölf Seiten werden von den Journalisten der einzelnen Sprachausgaben gemacht und in den Themen der jeweiligen Nationalität angepasst.
 
In der jetzigen türkischen Ausgabe sind die Themen voll auf die Schweiz bezogen. Kann man eine Zeitung für eine Ausländergruppe in der Schweiz machen und das Heimatland gewissermassen ausblenden?
TK: Im Moment haben wir uns im Sinne der Integration auf die Schweiz fokussiert. Das hatte für uns die erste Priorität. Wenn wir damit Erfolg haben, schauen wir, wie wir unser Projekt verbreitern können. Eine Möglichkeit ist die Auswahl der Nachrichten. Auch Informationen aus der Heimat sollen dann stattfinden. Aber etwas gibt es zu bedenken. Für jede dieser Ausländer-Gruppen gibt es schon verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Ob die wirklich eine Konkurrenz sind für uns, weiss ich noch nicht. Im Bereich Schweizer Nachrichten sicher nicht, bei den Nachrichten aus dem Heimatland sicher schon.
 
Die Zeitung wird viersprachig erscheinen. Wo wird übersetzt?
TK: Die portugiesische Übersetzung erfolgt in Portugal und Brasilien, Albanisch und Serbisch passieren in der Türkei.
 
Gibt es für die einzelnen Sprachen jeweils einen verantwortlichen Redaktor?
TK: Im Moment haben wir Kontakte mit verschiedenen Journalisten. Bis August müssen wir uns entschieden haben, wer für welche Sprache der verantwortliche Redaktor wird.
 
Je nach Ausländer-Gruppe gibt es wahrscheinlich unterschiedliche Informationsbedürfnisse. Werden sich vielleicht in Zukunft die vier Ausgaben auch im «Schweizer Teil» stärker unterscheiden?
MB: Wir beginnen jetzt mal mit Übersetzungen eines gemeinsamen Teils. Wir sind sehr offen für Rückmeldungen unserer Leser und auch der verantwortlichen Redaktoren. Wenn es ein Bedürfnis gibt, dass zum Beispiel der portugiesische Teil der Leserschaft an anderen Nachrichten über das Leben in der Schweiz interessiert ist, werden wir mit freien Journalisten über diese aktuellen Dinge berichten können. Es ist klar, wir müssen uns den Bedürfnissen der einzelnen ethnischen Gruppen anpassen. Mit der Zeit wird sich das einspielen.
TK: Die ersten sechs Monate sind für uns sehr wichtig. Wir sind gespannt, aber auch angewiesen auf die Rückmeldungen unserer Leserschaft.
 
 
Gibt es eine Zusammenarbeit mit den verschiedenen Integrationsstellen des Bundes oder der Gemeinden?
TK: In Zukunft müssen wir unbedingt mit den Integrationsämtern zusammenarbeiten, denn wir wollen unseren Lesern die besten Informationen und Nachrichten über die Schweiz geben.
 
Wurde das bis heute nicht gemacht?
TK: Heute haben wir bei der monatlichen türkischsprachigen Zeitung mit der Integrationsförderung Zürich zusammengearbeitet. Bei der geplanten wöchentlichen viersprachigen Zeitung sind die Bedürfnisse ganz anders. Die Zusammenarbeit sollte mit dem Bundesamt für Migration erfolgen. Wir müssen mit denen Kontakt aufnehmen. Bis jetzt ist das aber noch nicht geschehen.
 
Wo wird die Zeitung gedruckt?
TK: Seit drei Jahren arbeiten wir erfolgreich mit Ringier in Adligenswil zusammen. Das wird weiterhin so bleiben.
 
Wann starten Sie?
TK: Am 2. September werden wir im Briefkasten sein.
 
Wie viele Leute werden hier arbeiten?
TK: Diese Büros haben wir ganz neu gemietet. Platz hat es genug. Geplant sind 25– 30 Festangestellte.
 
Die Zielgruppen, die Sie ansprechen wollen, sind für die Werbung interessant. Wie sind die Reaktionen vom Werbemarkt?
TK: Im Moment haben wir sehr viele Kontakte mit Schweizer Kunden sowie Werbe- und Mediaagenturen. Es läuft sehr gut und wir erhalten viele sehr positive Rückmeldungen für unser Projekt.
 
Was kommt als Nächstes? Wie wichtig ist der Online-Bereich?
MB: Unsere neue Website ist in der Entwicklungsphase.
TK: Bis vor drei Monaten hatten wir ein richtiges Nachrichtenportal, in der jetzigen Umbauphase bieten wir nur die Zeitung als E‑Paper an. In Zukunft wird es wieder eine übliche News-Site einer Zeitung sein.
MB: Es wird eine Seite geben mit Nachrichten und redaktionellen Inhalten in verschiedenen Sprachen sowie unterschiedlichen Werbemöglichkeiten. Wenn die Site dann steht, werden wir auch auf den Social Media, d.h. Facebook und Twitter, aktiv werden. Für eine jüngere Zielgruppe gehört das einfach dazu.
 
Was ist noch geplant in Zukunft?
TK: Wenn wir mit der Zeitung erfolgreich sind, dann starten wir Fernsehen und Radio mit dem gleichen Konzept. Ich bin ja ursprünglich Radio-Journalist. Eine Ausweitung des Konzeptes interessiert mich also sehr. Am Anfang werden wir über das Internet empfangbar sein. Wenn wir erfolgreich sind, kriegen wir vielleicht mal eine Radiofrequenz (lacht). Geplant sind aber auch weitere Print- Ausgaben in anderen Sprachen. Wir denken hier an Tamilisch, evtl. auch an Englisch und Italienisch. Wir haben also noch sehr viel vor.
 
Planen Sie eine Einführungswerbung?
TK: Momentan geplant ist Plakatwerbung. Vielleicht in einer späteren Phase dann noch Radiowerbung.
 
Interview & Foto: Pierre C. Meier

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Die Titelbilder der vier Ausgaben: Türkisch, Albanisch, Portugiesisch und Albanisch.
 

Neutral: Klasse und Eleganz von heute

Neutral hat für Bucherer die Imagekampagne 2013 und ein Jubiläumsbuch gestaltet. Die Agentur betreut Bucherer seit 2010.

Mit der dritten Imagekampagne setzt die Agentur die Strategie fort, auf Anzeigen und Plakaten zeitge-nössische Klasse und Eleganz, Leidenschaft und Präzision im Ausdruck darzustellen. Im Zentrum der Kampagne steht die ätherische Schönheit der Juwelen von Bucherer und die Uhren aus den besten Manufak-turen, die Bucherer in ihren insgesamt 26 Geschäften in der Schweiz, Deutschland, Österreich und neu in Frankreich, genauer Paris, anbietet.

Getragen wird das Geschmeide von der Brasilianerin Isabeli Fontana und dem Schweden Alex Lundqvist. Das Bucherer Blau soll emotionalen Raum und Hintergrund geben. Inszeniert wurde das Paar von Fotograf Sølve Sundsbø.

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Bucherer feiert Geburtstag

Zum 125. Geburtstag von Bucherer hat Neutral weiter ein grossformatiges Jubiläumsbuch realisiert, welches der Entwicklung und Seele des Unternehmens seit 1888 auf die Spur kommt. Mit Meilensteinen – aber auch Randnotizen und Eigenheiten – wird im Kapitel «Moments in Time» die Bucherer Geschichte vom Ursprung in Luzern 1888 bis nach Paris 2013 skizziert: Epoche machende Er-eignisse, Stile, Moden in Design, Kunst, Architektur, Film, Gesellschaft werden mit Bucherer verbunden.Jörg G. Bucherer gibt persönliche Einblicke preis. Bucherer Kunden und Bucherer Menschen werden archetypisch charakterisiert. Jubiläumsuhren, mit wichtigen Uhrenpartnern realisiert, werden von Notizen Autors und Blog-gers Scott Schuman begleitet. Elle Chefredakteurin Sabine Nedelchev kommentiert die Jubiläumskreationen aus den Ateliers von Bucherer.Eine Serie von Stillleben schliesslich inszeniert die Jubiläumskollektionen.

Umgesetzt wurden die Bilder zusammen mit der jungen Fotografin Zoe Ghertner und der Stilistin Sam Logan.

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Verantwortlich bei Bucherer: Jörg Baumann (Direktor Marketing und Business Develop-ment), Sandra Bär (LeiterinMarketing-Kommunikation). Verantwortlich bei Neutral: Rudolph Schürmann (Strategie und Kreation), Michelle Nicol (Beratung und Art Buying), Peter von Ah (Art Director), Vincent Delaleu (Graphic Designer), Carole Lütschg (Client Service Director), Lisa Binkert (Account Director), Corinne Wiederkehr (Account Assistant). Verantwortlich bei Burki Scherer: Patricia Häuselmann (Bildbearbeitung und Realisation). Verantwortlich bei Te Neues: Nele Jansen (Herstellung/Produktion). Fotografie Imagekampagne: Sølve Sundsbø. Fotografie Still Lifes Jubiläumsbuch: Zoe Ghertner. Styling Still Lifes Jubiläumsbuch: Sam Logan.

 

So könntet Ihr die Werbung verbessern

Ich habe mir hier die Mühe gemacht, die letzten 10 Lektionen zu rekapitulieren. Jetzt seid Ihr dran, bevor wir vor der Kreativität kapitulieren. Von Theophil Butz, Grafiker, Werbeagentur-Inhaber, Inspirator und seit über anderthalb Jahren auch noch Motzer für die Werbewoche- Leser. Sachdienliche Hinweise bitte an [email protected]

Im Motz vom Januar habe ich anhand der banalen Illustrationen für die Casino-Werbung folgende Theorie erklärt: Das Gestaltungsmittel Illustration hat unbestritten einen hohen Unterhaltungs-, Aufmerksamkeits- und Memorisierungswert. Aber mit Illustrationen Werbung zu machen, kann noch nicht ein Einfall sein. Es braucht vorher eine Idee, die man dann mit dem entsprechenden Maler, Puppenbauer oder Karikaturisten überzeichnet ausführt. So einfach.

Im Motz Nr. 2 folgte der Beschrieb des Angsthasen-Virus. Besonders betroffen sind die grossen Auftraggeber. Das Mittel dagegen müssen die Werber verabreichen mit Mut, Kreativität und ohne Pampers. Bitte auswendig lernen! Ich behaupte, dass der Rückgang des Werbevolumens vor allem im Print nicht nur konjunkturell bedingt ist. Die Konsumenten wollen auch unterhal- ten werden und nicht gelangweilt. Klar.

Im März beklagte ich mich darüber, dass die Automobilwerbung austauschbar und dadurch unwirksam ist. Wir lernen daraus, dass wir ein langweiliges Kundenbriefing nicht genau eins zu eins, sondern profilierter, unaustauschbarer und origineller umsetzen sollten. Ist doch kein Problem.

Hört auf, an Konkurrenzpräsentationen teilzunehmen. Dort entstehen zwar auch freche, aufmerksamstarke Kampagnen. Diese wandern aber meistens in die Schublade. Mehr darüber unter dem Titel «Der Pitch-Quatsch».

Wer aus Kostengründen den Produktenamen, die Corporate Identity und auch noch die Werbung inhouse bastelt, sollte sich über einen Nichterfolg nicht wundern. Es gibt genug hervorragende Profis. Diese kosten zwar, aber der Sparweg kostet am Ende das Mehrfache. Also Finger weg vom Basteln.

Ein wichtiges Erfolgsrezept der Werbung ist die Kontinuität. Falsch hingegen ist, immer wieder denselben Witz über Jahre zu schalten. Ein gutes Beispiel dafür ist die Graubünden-Tourismus-Werbung mit den Steinböcken. Die gleiche Konzeption, aber immer wieder frisch und neu.

In der Werbewoche predige ich, dass Ihr Nachwuchsausbildung betreiben solltet. In der Strategie, der Grafik, dem Text, dem Film und den neuen Medien. Die Schweiz hat einen hervorragenden Ruf zu verteidigen. Auch übermorgen.

Wir sind ein kleines Land und sollten gute Ideen nicht mit aufwendigen Hollywood-Produktionen umsetzen. Die Coop-Tsch-Tsch-Kampagne hat damit ihren Charme verloren. Reduktion gehört auch zum Erfolgsrezept. Finito, punto.

Emotionsgel adene Produkte wie die Swiss, die Swiss Casinos und eben auch das Zürifäscht verdienen eine kreativere und emotionalere Werbung. Ich will in Zukunft nichts Langweiliges mehr ansehen müssen.

Mein Aufsteller ist, dass ich nun vier Wochen pausiere und Ihr noch zu rekapitulieren habt.

Publicitas und SWA: «Werbebarometer Schweiz»

Der Werbemarkt der Schweiz startet mit einer leicht negativen Investitionsstimmung in das zweite Halbjahr 2013. Im Vergleich zum ersten Halbjahr verbessern sich die Aussichten für die werbefinanzierten Radios sowie für die Printmedien.

Zu diesen Ergebnissen kommt die zweite Ausgabe des Werbebarometers Schweiz, einer Initiative von SWA und Publicitas. Nachdem die erste Erhebung des Werbebarometers im Januar 2013 eine stabile Investitionsstimmung für das erste Halbjahr 2013 prognostiziert hatte, verliert der im Juli ermittelte Stimmungsindikator für das zweite Semester zwei Prozentpunkte, was auf leicht rückläufige Werbeinvestitionen (above the line) hindeutet.

Ungeachtet dieser Tendenz für den Gesamtmarkt verzeichnen vier der sieben separat erfassten Mediengattungen eine positive Investitionsstimmung (> 50), wobei vor allem die Onlinemedien – wie schon bei der vorherigen Erhebung – weiterhin mit steigender Investitionsbereitschaft kalkulieren können. Negativ (< 50) sind dagegen die Aussichten für die Printmedien sowie die Aussenwerbung. Im Vergleich mit den Gattungswerten vom Januar fällt auf, dass die beiden Gattungen mit den niedrigsten Indexwerten (Print und Radio) die grössten Steigerungsraten aufweisen. Damit reduziert sich das Gefälle zwischen den Gattungen mit dem höchsten und dem niedrigsten Stimmungsindikator von 30 auf nun noch 21 Indexpunkte. Neben den Ausgaben in die genannten Mediengattungen erfasst das Werbebarometer Schweiz zusätzlich auch die Werbeinvestitionen «below the line». Mit einem Indexwert von 57 setzt sich die positive Investitionsstimmung, die für diesen Bereich bereits im Januar beobachtet werden konnte, auch über die Jahresmitte hinweg fort.

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Das Werbebarometer

Die Befunde des Werbebarometers beruhen auf der Befragung eines stehenden Panels von insgesamt 40 Werbeauftraggebern, die zusammen für etwa ein Viertel der Bruttowerbespendings in der Schweiz verantwortlich zeichnen. Erfasst werden dabei die effektiven Netto-Werbeausgaben des zurückliegenden Semesters sowie die prognostizierten Netto-Werte für das Folgesemester. Die aktuelle Erhebung wurde im Juli 2013 durchgeführt. Für die Berechnung der Investitionsstimmung legt das Werbebarometer Schweiz einen Diffusionsindex zugrunde, der das Verhältnis zwischen Werbeauftraggebern, die ihr Werbebudget erhöhen, verringern oder unverändert lassen, ausdrückt und damit die Richtung einer zu erwartenden Veränderung anzeigt. Indexwerte über 50 deuten dabei auf eine positive, Indexwerte unter 50 auf eine negative Entwicklung hin. Weder der SWA noch Publicitas haben Einblick in die Detailzahlen.

Weiterführende Informationen finden Sie hier.

 

Zur Sache: Rückblick

Vor der Sommerpause noch eine kurze unvollständige Rückschau auf das vergangene erste Halbjahr. Januar: Aus. Axel Springer Schweiz stellt die Print-Ausgabe des Anlegermagazins Stocks ein. Februar: Rein. Andrea Bleicher wird Chefredaktorin ad interim des Blicks. Rein. Florian Fels wird CEO Publishing Ringier.

März: Neu. Die Ostschweiz am Sonntag ist gestartet. Neu. Der Sonntag und Die Südostschweiz am Sonntag sind erstmals als Schweiz am Sonntag erschienen. Aus. Die Basler-Zeitung-Medien-Gruppe schliesst ihre Druckerei per Ende März. Flop. Der betriebliche Gesamtertrag der NZZ-Mediengruppe nahm wegen der stark rückläufigen Printwerbung gegenüber dem Vorjahr um 8,3 Millionen Franken auf 519,0 Millionen Franken ab. Das Unternehmensergebnis lag bei 30,9 Millionen Franken.

April: Rein. Etienne Jornod ist neuer Verwaltungsratspräsident der NZZ-Mediengruppe. Rein. Der Verwaltungsrat der AZ Medien hat Axel Wüstmann zum neuen CEO ernannt. Top. Ringier hat im Jahr 2012 das EBITA um 55,2 Prozent auf 99,5 Millionen Franken gesteigert. Der Gewinn lag bei 32,3 Millionen Franken, der Umsatz auf Gruppenebene lag bei 1087,6 Millionen Franken.

Mai: Plan. Hansi Voigt will Newsportal noch 2013 lancieren. Bisheriger Hauptinvestor ist Peter Wanner. Rein. Stefan Barmettler, wird zum 1. August 2013 neuer Chefredaktor der Handelszeitung. Rein. Christoph Bauer, ehemaliger CEO der AZ Medien wechselt zur Kölner Mediengruppe M. DuMont Schauberg. Er wird dort am 1. Januar 2014 den Posten des Vorstandsvorsitzenden übernehmen.

Juni: Rein. Martin Kall, langjähriger Unternehmensleiter von Tamedia, nimmt Einsitz in den Aufsichtsrat der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Rein. Der Verwaltungsrat der NZZ-Mediengruppe hat Veit Dengler zum neuen CEO ernannt. Er tritt die Nachfolge von Albert P. Stäheli an, der bis Ende 2014 dem Unternehmen beratend zur Verfügung stehen wird. Juli: Rein. TV-Journalistin Christine Maier übernimmt per 1. November 2013 die Chefredaktion des SonntagsBlicks. Rein. Christoph Blocher steigt bei der BaZ-Holding ein. Er übernimmt mit seiner Finanzierungsgesellschaft Robinvest für 306 000 Franken 20 Prozent des Aktienkapitals. Und er soll Verwaltungsrat der BaZ-Holding werden. Raus. Martin Spieler verlässt SonntagsZeitung. Auch wenn es mich juckt – über das TV-Quoten-Puff schreibe ich heute nichts. Das wird im Herbst noch genügend Diskussionsstoff geben. Ich wünsche allen Werbewoche-Leserinnen und ‑Lesern eine schöne Ferienzeit. Geniessen Sie einige unbeschwerte Tage!

Pierre C. Meier, Chefredaktor [email protected]

Sommerpause
Mit dieser Nummer verabschiedet sich die Werbewoche in die Sommerpause. Die nächste Print-Ausgabe erscheint am 18. August. Auch Werbewoche.ch geht in die Ferien: Vom 22. Juli bis zum 2. August müssen Sie auf die täglichen News verzichten.
 

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